Die Österreichische Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft (ÖGNI) ist eine Nichtregierungsorganisation (NGO) zur Förderung der Nachhaltigkeit in allen Belangen der Bau- und Immobilienwirtschaft in Österreich.
| Österreichische Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft (ÖGNI) | |
|---|---|
| Rechtsform | Verein (ZVR 017278102) |
| Gründung | 29. September 2009 in Wien |
| Gründer | Initiatoren: Gunther Maier, Philipp Kaufmann; 125 Gründungsmitglieder |
| Sitz | Wien (⊙) |
| Vorsitz | Andreas Köttl (Präsident), Gerald Beck (Vize-Präsident), Doris Wirth (Vize-Präsidentin) |
| Geschäftsführung | Peter Engert (Geschäftsführer) |
| Mitglieder | 200(Stand Jänner 2020) |
| Website | www.ogni.at |
Gründung
Der Verein wurde von dem Wirtschaftswissenschaftler Gunther Maier und dem Immobilienfachmann Philipp Kaufmann initiiert und ist seit April 2009 aktiv. Der Verein schloss im Juni 2009 auf der Fachmesse Consense 2009 in Stuttgart mit der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen e. V. (DGNB) einen Kooperationsvertrag ab; deren Zertifizierungssystem wurde übernommen. Die offizielle Gründung und Wahl des ersten Vorstands erfolgten im September 2009 durch insgesamt 125 Gründungsmitglieder. Die ÖGNI ist Mitglied des World GBC (World Green Building Councils).
Ausrichtung und Ziele
Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, in der Baubranche und Immobilienwirtschaft das Thema „Nachhaltiges Bauen und Bewirtschaften“ in Österreich zu fördern. Die Vereinigung vergibt Zertifikate für Immobilien, mit denen die Einhaltung von Nachhaltigkeitskriterien gegenüber Gebäudeeigentümern und -nutzern sowie der Öffentlichkeit bestätigt wird.
Aktivitäten in der Anfangsphase (Auswahl)
Bei den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver wurde das eigens errichtete „Österreich-Haus“, ein zweigeschoßiger Holzmassivbau in Passivhausbauweise, ausgezeichnet.
Im März 2010 veranstaltete die ÖGNI die erste Fachtagung „Build2gether – Tag des Nachhaltigen Bauens“ in Wels mit den Schwerpunkten LCA – Life Cycle Assessment und LCC – Life Cycle Costing.
Die erste Zertifizierung gemäß der Systemvariante für Handelsbauten wurde von der ÖGNI für einen SPAR-Supermarkt im steiermärkischen Sankt Egidi vorgenommen, der in Passivhausbauweise konzipiert und mit dessen Bau im Mai 2010 begonnen wurde.
Im Mai 2010 beteiligte sich der Verein als Fachverband an der Messe Real Vienna in der Messe Wien und organisierte den dritten Messetag als erste „Green & Blue Building Conference“ (GBB), die als „Tag des nachhaltigen Bauens und Bewirtschaftens“ bekannt wurde.
Im Rahmen einer Messe im Wiener Rathaus verlieh die ÖGNI erstmals Zertifikate für nachhaltige Immobilienprojekte in Österreich. Dazu gehörten unter anderem der Power Tower, das weltweit erste Bürohochhaus mit Passivhauscharakter, die neue Konzernzentrale der Energie AG Oberösterreich in Linz, sowie die Bürokomplexe Biz Zwei und Rund Vier im neuen Stadtviertel Viertel Zwei im zweiten Bezirk in Wien.
Organisation
Mitglieder des Vereins sind Architekten, Ingenieure, Bauunternehmen und Bauausführende, Hersteller von Bauprodukten, Investoren, Bauherren, Eigentümer, Projektsteuerer, Betreiber, Ver- und Entsorgungsunternehmen, Vertreter von Öffentlicher Hand, NGOs, Wissenschaft und Prüfinstituten. Der Verein hat nach eigenen Angaben rund 250 Mitglieder (Stand Juni 2019).
Das von den Mitgliedern gewählte Präsidium repräsentiert die Gesellschaft nach außen und vertritt die Interessen gegenüber Dritten. Ein Fachausschuss sowie ein Zertifizierungsausschuss sind für die Zertifizierungssysteme (DGNB, blueCARD) und die Qualitätssicherung bei den durchgeführten Zertifizierungen verantwortlich. Der Ausbildungsausschuss unterstützt österreichische Hochschulen bei der dreistufigen Auditorenausbildung.
Zertifizierung
Die ÖGNI zertifiziert nachhaltige Gebäude und Stadtquartiere nach dem europäischen Qualitätszertifikat DGNB und der blueCARD (für Bestandsgebäude). Das Zertifizierungssystem bewertet die Themenfelder Ökologie, Ökonomie, soziokulturelle und funktionale Qualität, Technik, Prozesse sowie den Standort. Die Zertifizierungen werden durch vom Verein anerkannte Auditoren durchgeführt. Nach erfolgreicher Zertifizierung und Konformitätsprüfung wird von der ÖGNI das Zertifikat für das beurteilte Gebäude verliehen.
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