| AMV Makaria Bonn | |||||
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| Basisdaten | |||||
| Hochschule/n: | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität | ||||
| Gründung: | 18. November 1878 | ||||
| Gründungsort: | Bonn | ||||
| Korporationsverband: | Sondershäuser Verband | ||||
| Farben: | hellblau-weiß-rot | ||||
| Art des Bundes: | Gemischtbund | ||||
| Stellung zur Mensur: | nichtschlagend | ||||
| Wahlspruch: | In musica solatium et refugium | ||||
| Website: | www.amv-makaria.de | ||||
Die AMV Makaria Bonn ist eine musikalische Studentenverbindung an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn. Sie ist nichtschlagend und nichtfarbentragend, jedoch farbenführend (Hellblau, Weiß, Rot). Die AMV Makaria gehört zum Sondershäuser Verband und wurde am 18. November 1878 gegründet. Der Name „Makaria“ geht auf ein Gedicht von Theodor Körner zurück und bedeutet Glückseligkeit.
Geschichte
Die Gründung der AMV Makaria als Akademisch-Musikalischer Verein erfolgte am 18. November 1878 durch Georg Ragoczy und Emil Sehling. Bereits 1880 erfolgte die Umwandlung des AMV in eine Studentenverbindung. Im nächsten Jahr erfolgte der Beitritt zum Verband deutscher Studentengesangsvereine, heute Sondershäuser Verband Akademisch-Musikalischer Verbindungen.
Auf einem Konvent am 5. August 1882 traten neun von zehn Aktiven aus. Sie gründeten eine neue Verbindung namens Marchia, die aber nur wenige Semester überlebte. Der verbliebene Aktive, Hänlein, organisierte 17 neue Mitglieder, was am 24. Oktober 1882 zur Wiedergründung der AMV führte. 1883 erfolgte die offizielle Umbenennung in Akademisch-Musikalische Verbindung Makaria nach einem Treffen mit Ragoczy, der den Namen „Makaria“ auf Grund eines Gedichtes von Theodor Körner vorschlug. Im nächsten Jahr folgte die Gründung des Altherrenverbandes. Im Februar 1906 konnte ein neues Verbindungshaus im Bonner Talweg (Architekt: Karl Thoma) eingeweiht werden, das der Makaria bis heute gehört. Die Jugendstilfassade steht unter Denkmalschutz.
Nachdem während des Ersten Weltkrieges das Verbindungsleben weiterlief, erfolgte 1935/36 die Auflösung der Makaria und die Einsetzung der Kameradschaft „Moltke“, die das Haus im Wintersemester 1939/40 bezog. 1948 erfolgte die Wiedergründung der AMV Makaria, am 30. Oktober 1948 auch mit einer neuen Aktivitas. Im Mai 1948 ging die Sängerverbindung Ascania-Curonia Königsberg in der AMV Makaria auf. Das gesamte Mobiliar der Verbindung ging im Krieg verloren. Über ein Wiedergutmachungsverfahren erhielt die Makaria 1950 das Haus zurück und eine Entschädigung für den Inventarverlust. Das Obergeschoss wurde von einer privaten Handelsschule genutzt. Ab 1962 konnte das Haus wieder vollständig genutzt werden. Seit 1969 werden Frauen in den Verein aufgenommen. 2001 wurden sieben Zimmer eingerichtet, die der Aktivitas zur Verfügung stehen.
Programm
Zu den regelmäßigen öffentlichen Veranstaltungen gehören das Wohnzimmerkonzert (WoZiKo) und die Open-Mic-Night, die in der Regel einmal pro Semester stattfinden, und die jährliche Theateraufführung der wöchentlich probenden Theatergruppe. Außerdem nutzen mehrere Bands die Räumlichkeiten des Hauses, insbesondere den sogenannten Jazz-Keller, für Proben.
Selbstbild
Die AMV Makaria ist unparteilich und überkonfessionell und hat den Wahlspruch In musica solatium et refugium (dt.: „Trost und Zuflucht in der Musik“). Der Zirkel der AMV Makaria besteht aus einem M für Makaria und den Buchstaben v, c, f, was für Vivat, crescat, floreat (dt.: „Sie lebe, wachse und blühe!“) steht, den Wahlspruch des Sondershäuser Verbandes. Die AMV Makaria ist beim AStA der Universität Bonn als studentische Gruppe gelistet.
Mitglieder
- Karl Lamprecht (1856–1915), Historiker in Leipzig
- Emil Sehling (1860–1928), Jurist und Hochschullehrer
- Fritz Volbach (1861–1940), Dirigent, Komponist und Musikwissenschaftler
- Leonhard Jores (1866–1935), Pathologe und Hochschullehrer
- Heinrich Sürder (1871–1951), Bürgermeister von Schlebusch
- Theodor Litt (1880–1962), Reformpädagoge, Rektor der Universität Leipzig
- Robert Siller (1881–?), Reichsgerichtsrat
- Arnold Brecht (1884–1977), Ministerialbeamter, ab 1933 in der amerikanischen Emigration Politikwissenschaftler
- Paul Luchtenberg (1890–1973), Politiker, Kultusminister von Nordrhein-Westfalen
- Friedrich Weißler (1891–1937), Jurist, zuletzt Landgerichtsdirektor am Landgericht in Magdeburg, im KZ Sachsenhausen ermordet. Märtyrer der Bekennenden Kirche.
- Fritz Rittner (1921–2010), Rechtswissenschaftler, Professor an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
- Otto Strecker (1931–2024), Agrarwissenschaftler und Pionier des Agrarmarketings
- Horst Eickmeyer (* 1935), Bürgermeister von Meersburg, Oberbürgermeister von Konstanz
Literatur
- Hermann Ude (Hrsg.): Der S. V.-Student. Handbuch für den Sondershäuser Verband. Kartell-Verband Deutscher Studenten-Gesangvereine. Hannover: E. Wendebourg, 1903, S. 122–124.
- Joachim Wilkerling, Achim Block und Verband Alter SVer als Hrsg.: 100 Jahre Sondershäuser Verband akademisch-musikalischer Verbindungen. 1867–1967. Festschrift des Sondershäuser Verbandes. Aachen 1967, S. 114–115.
- Das SV-Handbuch. Handbuch des Sondershäuser Verbandes Akademisch-Musikalischer Verbindungen (gegründet 1867). 3. Aufl. Aachen 2002. ISBN 3-89873-419-6
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