Allmersbach am Weinberg (bis 1952 Allmersbach) ist ein Dorf und seit 1972 ein Gemeindeteil der Gemeinde Aspach im baden-württembergischen Rems-Murr-Kreis. Der Ort liegt 298 m ü. NN und hat 964 Einwohner (Stand 1. Januar 2024). Allmersbach am Weinberg liegt im Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald.
Allmersbach am Weinberg Gemeinde Aspach | |
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| Koordinaten: | 48° 59′ N, 9° 24′ O |
| Höhe: | 298 m ü. NN |
| Fläche: | 3,86 km² |
| Einwohner: | 964 (1. Jan. 2024) |
| Bevölkerungsdichte: | 250 Einwohner/km² |
| Eingemeindung: | 1. Februar 1972 |
| Postleitzahl: | 71546 |
| Vorwahl: | 07191 |
Allmersbach am Weinberg (2019) | |
Geographische Lage
Allmersbach am Weinberg liegt im Tal des gleichnamigen Bachs an den Ausläufern der Löwensteiner Berge.
Umliegende Ortschaften sind die Spiegelberger Ortsteile Nassach mit Kurzach im Norden, Jux im Nordosten, Rietenau im Osten, Großaspach im Süden, Röhrach im Südwesten, Kleinaspach im Westen und Steinhausen im Nordwesten.
Ortsname
Der Ort erscheint erstmals 1247 als Almarsbach in einer Urkunde des Papstes Innozenz IV. Der Ortsname geht auf den germanischen Personennamen Almar zurück. Folglich bedeutet der Name Siedlung am Bach des Almar.
Den Namenszusatz „am Weinberg“ trägt die Gemeinde seit 1952. Er weist einerseits auf den bedeutenden Weinbau hin und soll andererseits Verwechslungen mit der Gemeinde Allmersbach im Tal vermeiden. In früheren Zeiten wurde der Ort auch Allmersbach bei Aspach genannt.
Geschichte
Allmersbach gehörte wie Kleinaspach zur Herrschaft Lichtenberg, mit der es bereits 1357 an Württemberg fiel. Das Dorf kam zum Amt Bottwar mit Sitz in Großbottwar und 1811 zum Oberamt Marbach. Mit dessen Auflösung 1938 kam Allmersbach zum Landkreis Backnang.
Allmersbach am Weinberg war somit von 1806 bis 1918 Bestandteil des Königreichs Württemberg, seit 1918 des freien Volksstaates Württemberg und 1945 bis 1952 von Württemberg-Baden.
Die Gemeinde Allmersbach am Weinberg entstand 1820 und bestand bis zum Zusammenschluss mit den Gemeinden Großaspach, Kleinaspach und Rietenau zur Gemeinde Aspach am 1. Februar 1972. Die Gemeinde hatte eine Fläche von 3,87 km².
Religion
Seit der Einführung der Reformation unter Herzog Ulrich von Württemberg ist Allmersbach am Weinberg evangelisch geprägt. Das Dorf gehört zur Kirchengemeinde Kleinaspach. Die moderne evangelische Kirche entstand 1974. Die wenigen Katholiken sind zumeist nach dem Zweiten Weltkrieg zugezogen und nach Oppenweiler eingepfarrt.
Politik
Schultheißen und Bürgermeister
- 1913: Friedrich Kienzle
Wappen und Flagge
Die Altgemeinde Allmersbach am Weinberg führte ein Gemeindewappen sowie eine Gemeindeflagge.
Die Blasonierung des ehemaligen Gemeindewappens lautet: „In geteiltem Wappenschild oben in Rot zwei silberne (weiße) Äpfel nebeneinander, unten in Silber (Weiß) eine rote Kugel.“
Die Gemeindefarben waren Weiß-Rot.
Das Wappen war seit 1927 in Gebrauch.
Mit der Auflösung der Gemeinde Allmersbach am Weinberg im Zuge der baden-württembergischen Gemeindegebietsreform ist das Wappen 1972 erloschen. Es kann jedoch weiterhin von ortsansässigen Vereinen und Privatpersonen zur Traditionspflege benutzt werden, etwa als Abzeichen, Autoaufkleber oder als Wimpel.
Ortsneckname
In früheren Zeiten wurden die Allmersbacher von den Bürgern der umliegenden Dörfer spöttisch als Besebender (Besenbinder) und das Dorf Besebendergäu (Besenbinder-Gau) genannt.
Literatur
- Allmersbach. In: Christoph Friedrich von Stälin (Hrsg.): Beschreibung des Oberamts Marbach (= Die Württembergischen Oberamtsbeschreibungen 1824–1886. Band 48). H. Lindemann, Stuttgart 1866, S. 145–146 (Volltext [Wikisource]).
- Horst Lässing (Hrsg.): Der Rems-Murr-Kreis. Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 1980, ISBN 3-8062-0243-5.
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