Altes Gymnasium Oldenburg

Das Alte Gymnasium (AGO) ist die älteste Schule der ehemaligen Residenzstadt des Großherzogtums Oldenburg und heutigen niedersächsischen Universitätsstadt Oldenburg.

Altes Gymnasium
Schulform Gymnasium
Gründung 1573
Adresse Theaterwall 11
Ort Oldenburg
Land Niedersachsen
Staat Deutschland
Koordinaten 53° 8′ 17″ N, 8° 12′ 40″ OKoordinaten: 53° 8′ 17″ N, 8° 12′ 40″ O
Schüler 964
Lehrkräfte 83
Leitung Uwe Röder
Website www.altesgymnasium.de

Geschichte

Das Alte Gymnasium zu Oldenburg wurde 1573 von Graf Johann als Lateinschule gegründet und 1792 von Herzog Peter Friedrich Ludwig durch Esdras Heinrich Mutzenbecher reformiert. Seit 1815 war es Hort und Zentrum humanistischer Bildung im Oldenburger Land.

Das neuromanische Gebäude am Theaterwall 11 wurde von 1874 bis 1878 von Heinrich Wilhelm Ludwig Wege errichtet und 1927 um den „Turm“ erweitert. Die Mauern blieben beim Schulbrand am 3. März 1998 weitgehend verschont; in Mitleidenschaft gezogen wurden aber die Aufbauten aus den 1970er Jahren und die historische Aula mit ihrem Wandmalereien und Deckentäfelungen; sie konnten im Jahre 2001 wiederhergestellt werden. Auch wurde die alte Dachkonstruktion rekonstruiert, die 1971 durch den Aufbau der Dachgeschosse verändert worden war.

Den heutigen Namen erhielt die Schule 1957. 1968 bekam die Schule aus Platzmangel zusätzliche Unterrichtsräume in der Roonstraße in einer alten Villa.

Nach dem Schulbrand im Jahr 1998 wurde nicht nur die Aula restauriert, sondern es wurden zudem moderne naturwissenschaftliche Räume geschaffen, die heute die Grundlage der überregionalen naturwissenschaftlichen Stärke der Schule darstellen.

2014 erfolgte die Eröffnung des NanOLabors, die Anerkennung als Offene Ganztagsschule und durch die Sanierung und Neugestaltung der Außenfläche vor dem Portal die Integration der Schule in die moderne Oldenburger Stadtentwicklung.

2018 wurde der Schule aufgrund der hohen Anmeldezahlen von der Stadt die Vierzügigkeit zuerkannt.

2024 wurde der Neubau eingeweiht in dem sich eine neue Turnhalle und Klassenräume befinden.

Heute

Die ehemals für die Oberstufe benutzen Räume der Villa Roonstraße werden inzwischen für die Mittelstufe verwendet. Bei der Villa Roonstraße handelt es sich um die ehemalige bayerische Gesandtschaft. Zudem erhielt die Schule einen Neubau, der an der Westseite des Schulhofes errichtet wurde. Der am 16. November 2007 in Betrieb genommene Neubau umfasst neben neuen Kunst- und Musikräumen auch eine Mensa.

Das Alte Gymnasium ist eines der fünf allgemeinbildenden städtischen Gymnasien in Oldenburg. Es steht in humanistischer Tradition und bietet aufbauend auf das Englische Latein-, Französisch- und Spanischunterricht an. Schüleraustauschprogramme bestehen mit Schulen in Frankreich und Polen. Es bestehen Kontakte zu weiteren Partnerschulen in Israel und China.

Das Logo des Alten Gymnasiums, das eine Frontalansicht des Hauptgebäudes zeigt, wurde vom Kunsterzieher und Germanisten Harry Schäfer entworfen und gezeichnet.

Das Holocaust-Mahnmal vor der Aula wurde vom Kunsterzieher und Ethiker Heinrich Gode entworfen; die grüne Farbe versinnbildliche, wie er in einem Artikel im AGO-Jahrbuch 2002 darlegt, das Prinzip Hoffnung.

Die Außenstelle Osternburg des AGO befindet sich im Stadtteil Osternburg im Gebäude der Oberschule Osternburg (Ehemals Realschule Osternburg) in der Gorch Fock-Straße 2.

Besonderheiten des Lehrplans

Das Alte Gymnasium verfügt über die drei Profillinien: Kultur, Wirtschaft und Wissenschaft. Die traditionellen Stärken liegen im Bereich Sprachen und Musik sowie Wirtschaft, neuerdings mit Nachdruck auch in den Naturwissenschaften und im Bereich Informatik. Englisch wird in Stufe 5 als erste Fremdsprache von der Grundschule fortgeführt. In der Stufe 6 haben die Schüler dann die Wahl zwischen Französisch, Spanisch und Latein als zweiter Fremdsprache. Als einziges Oldenburger Gymnasium bietet die Schule interessierten Schülern zusätzlich die Möglichkeit, Latein schon ab Stufe 5 hinzuzuwählen. Ab Stufe 8 können Sprachbegabte Französisch als dritte Fremdsprache im Rahmen des Wahlpflichtangebotes belegen. Zudem eröffnet die Schule die Wahl, ab Stufe 11 eine dritte Fremdsprache (Spanisch oder Latein neubeginnend) zu lernen. Abgesehen von einem umfangreichen Chor- und Orchesterangebot, das das der meisten Schulen übertrifft, hat das Alte Gymnasium als musikalische Besonderheit eine eigene Streicherklasse eingerichtet. Das Wahlpflichtangebot der Stufen 8–10 (Stundentafel II) umfasst nicht nur Französisch als dritte Fremdsprache, sondern erlaubt den Schülern auch die individuelle Schwerpunktsetzung in den Bereichen Informatik, Naturwissenschaft, Wirtschaft-Umwelt oder Wirtschaft-Chinesisch. Als einzigem Gymnasium Niedersachsens wurde dem Alten Gymnasium Oldenburg vom Kultusministerium des Landes die Berechtigung erteilt, das Fach Wirtschaftslehre auf erhöhtem Anforderungsniveau zu unterrichten und als drittes Prüfungsfach zuzulassen. Wirtschaftslehre ist somit durchgängig von Klasse 8 bis Jahrgang 13 im Angebot. Zudem können Schüler einen naturwissenschaftlichen Schwerpunkt setzen. Das Alte Gymnasium unterstützt dies durch ein eigenes Nanolabor. Es ist zudem Gründungsmitglied des Forschungszentrums Nord-West und gehört dem Kreis der NaWigator-Schulen an.

Personen

Schulleiter

  • 1636–1643: Heinrich Bangert (1610–1665), Rektor, Gelehrter, Philologe und Historiker des Barockzeitalters
  • 1734–1768: Johann Michael Herbart (1703–1768), Lehrer an der Lateinschule ab 1730, Rektor ab 1734, Pädagoge und Vordenker der Aufklärung
  • 1768–1771: Martin Ehlers (1732–1800), Rektor der Lateinschule, Reformpädagoge, Aufklärer und Professor für Philosophie
  • 1772–1796: Johann Siegmund Manso (1731–1796), Rektor
  • 1797–1811: Christian Wilhelm Ahlwardt (1760–1830), Rektor und erster Professor am Gymnasium, Philologe, Ossian-Übersetzer, Rektor der Universität Greifswald
  • 1811–1827: Friedrich Reinhard Ricklefs (1769–1827), bereits Schüler, Lehrer und Subkonrektor ab 1792, Professor und Konrektor ab 1800, Gymnasialdirektor, Philologe
  • 1827–1854: Johann Paul Ernst Greverus (1789–1859), Rektor und Professor, Schriftsteller und Pädagoge
  • ab 1869: Heinrich Marcus Stein
Lehrer

  • Adam Christian Gaspari (1752–1830), Lehrer 1797–1803, Geograph
  • Anton Theodor Hartmann (1774–1838), Collaborator und dritter Lehrer ab 1804, Orientalist und evangelischer Theologe
  • Adolf Stahr (1805–1876), Konrektor und Professor ab 1836 bis 1852, Philologe und Schriftsteller des Nachmärz
  • Konrad Wilhelm Adolf Laun (1808–1881), Deutsch- und Französischlehrer ab 1851, Romanist und Literaturhistoriker
  • August Lübben (1818–1884), Lehrer für Latein, Griechisch, Hebräisch, Religion und Deutsch, Germanist und Bibliothekar
  • Otto Carnuth (1843–1899), Oberlehrer ab 1872, Latinist, Altphilologe
  • Wilhelm Wisser (1843–1935), Oberlehrer 1902–1908, Gymnasialprofessor sowie Märchen- und Mundartforscher
  • Lambert Meyer (1855–1933), Kaplan und Religionslehrer 1884–1901, katholischer Priester und Bischöflicher Offizial des oldenburgischen Teils der Diözese Münster
  • Karl Bapp (1863–1940, Abitur 1881), bereits Schüler, Griechisch-, Latein- und Deutschlehrer ab 1885, Altphilologe
  • Karl Sartorius (1875–1967), Zeichen- und Naturkundelehrer ab 1903, Ornithologe
  • Adolf Niesmann (1899–1990), Lehrer ab 1921, Maler und Kunsterzieher
  • Hein Bredendiek (1906–2001), Kunsterzieher 1952–1972, Maler und niederdeutscher Schriftsteller
  • Joachim Rohlfes (1929–2025), Lehrer bis 1968, Geschichtsdidaktiker
  • Jürgen Weichardt (1933–2005), Lehrer 1966–1995, Kunstkritiker und -Sammler
  • Friedhelm Moser (1954–1999), 13 Jahre lang Lehrer, Schriftsteller
Vor 1800 geborene Schüler

  • Johann Ludolph von Oetken (1653–1725), oldenburgischer Kanzleidirektor
  • Gustav Ludwig Janson (1710–1788), lutherischer Theologe, Superintendent der Grafschaft Oldenburg
  • Johann Heinrich Schloifer (1720–1783), Kanzleiassessor und Archivar der Grafschaft Oldenburg und des Herzogtums Oldenburg
  • Heinrich Lentz (1737–1823), Konsistorialrat in Diensten des Großherzogtums Oldenburg
  • Johann Friedrich Trentepohl (1748–1806), lutherischer Geistlicher und Botaniker
  • Gerhard Anton von Halem (1752–1819), Schriftsteller, Jurist und Oldenburgischer Verwaltungsbeamter
  • Jacob Christoph Rudolph Eckermann (1754–1837, Abitur 1770), evangelischer Theologe und Hochschullehrer in Kiel
  • Albrecht Wilhelm Roth (1757–1834), Arzt und Botaniker
  • Ludwig von Halem (1758–1839), Hofrat und Bibliothekar
  • Johann Wiegand Christian Erdmann (1764–1842), Verwaltungsjurist, Herzoglich-Oldenburgischer Kammersekretär, Geheimer Hofrat
  • Bernhard Jacob Friedrich von Halem (1769 oder 1768–1823, Abitur 1785), Beamter und Übersetzer
  • Friedrich Lentz (1769–1854), Kanzleidirektor in Diensten des Großherzogtums Oldenburg
  • Karl Ludwig von Woltmann (1770–1817, Abitur 1787), Historiker
  • Gerhard Anton Hermann Gramberg (1772–1816), Jurist und Dichter
  • Johann Friedrich Herbart, (1776–1841, Abitur 1793) Philosoph und Pädagoge
  • Christian Friedrich Strackerjan (1777–1848), Autor, Jurist, Historiker und Freimaurer
  • Johann Wilhelm Detlev Georg (1779–1840), Verwaltungsjurist und oldenburgischer Kammerdirektor
  • Diedrich Konrad Muhle (1780–1869), Chronist
  • Friedrich Mutzenbecher (1781–1855), Verwaltungsjurist und Regierungspräsident im Großherzogtum Oldenburg
  • Wilhelm Gustav Friedrich Wardenburg (1781–1838), oldenburgischer Berufsoffizier, Sammler, Forscher und Militärhistoriker
  • Anton Gottlieb Georg Widersprecher (1787–1842), Jurist, oldenburgischer Geheimer Hofrat und Mitglied des Konsistoriums
  • Julius Friedrich Wilhelm Bosse (1788–1864), Hofgärtner und Botaniker
  • Friedrich Detlev Georg Starklof (1788–nach 1841), Verwaltungsjurist und Amtmann in oldenburgischen Diensten
  • Ludwig Starklof (1789–1850), Gründer und erste Intendant des Oldenburgischen Staatstheaters
  • Georg Amann (1794–1852), Amtmann im Großherzogtum Oldenburg
  • Johann Ludwig Mosle (1794–1877), oldenburgischer Offizier, Diplomat und Minister
  • Carl Peter Wilhelm Gramberg (1797–1830, Abitur 1816), Theologe und Pädagoge
  • Otto Lasius (1797–1888), Architekt und Oberbaudirektor des Großherzogtums Oldenburg
1800 bis 1870 geborene Schüler

  • Carl Zedelius (1800–1878), Präsident des Oldenburgischen Landtags, Regierungspräsidenten des Fürstentums Lübeck
  • Peter Heinrich Barleben (1803–1866, Abitur 1820), oldenburgischer Verwaltungsbeamter
  • Gerhard Groskopff (1803–1876), Rechtsanwalt, Politiker, Abgeordneter des Oldenburgischen Landtags
  • Hermann Gerhard Müller (1803–1881), Kaufmann, Bürgermeister und Mitglied des Reichstags des Norddeutschen Bundes
  • Ernst Willers (1803–1880), Landschaftsmaler
  • Peter Friedrich Ludwig von Rössing (1805–1874), Verwaltungsjurist, Oldenburgischer Staatsminister
  • Jonas Goldschmidt (1806–1900), Arzt, Sanitätsoffizier und Schriftsteller
  • Johann Finckh (1807–1867), Präsident des Obergerichts und des Oldenburgischen Landtags
  • Johann Ernst Greverus (1807–1871), Regierungspräsident des Fürstentums Lübeck
  • Arnold Kitz (1807–1874), Präsident des Oldenburgischen Landtags, Mitglied des Reichstags des Norddeutschen Bundes
  • Franz Ludwig Anton Kelp (1809–1891), Arzt und Psychiater
  • Karl von Berg (1810–1894), Oldenburgischer Innenminister und Ministerpräsident
  • Karl von Beaulieu-Marconnay (1811–1889), Schriftsteller und Kulturhistoriker, deutscher Diplomat
  • Heinrich Gerhard Lambrecht (1812–1898), Schriftsteller und Leiter der „Bewahr- und Pflegeanstalt“ im ehemaligen Kloster Blankenburg
  • Dietrich Klävemann (1814–1889), Verwaltungsjurist und Abgeordneter in Oldenburg
  • Eugen von Beaulieu-Marconnay (1815–1898), Jurist, Oldenburgischer Oberappellationsrat, erster Präsident am Oberlandesgericht Oldenburg
  • Hermann Becker (1816–1898), Jurist, Präsident am Oberlandesgericht Oldenburg, Reichstagsabgeordneter
  • Friedrich Andreas Ruhstrat (1818–1896, Abitur 1835), Staatsminister im Großherzogtum Oldenburg
  • Karl Strackerjan (1819–1889), Schulleiter der 1844 gegründeten höheren Bürgerschule (heute: Herbartgymnasium) in Oldenburg
  • Friedrich Tappenbeck (1820–1893), Politiker, Justizminister des Großherzogtums Oldenburg
  • August Niebour (1821–1891), Jurist und Politiker (DFP), Mitglied des Deutschen Reichstags, Präsident des Oldenburgischen Landtags
  • Wilhelm Heinrich Schüßler (1821–1898, Abitur 1857), Arzt
  • Carl Siebold (1824–1907), Geheimer Finanzrat und Finanzberater
  • Ludwig Strackerjan (1825–1881), Schriftsteller, Jurist und Politiker, Abgeordneter und Präsident des Oldenburgischen Landtags
  • August Lauw (1826–1917), Unternehmer, Fabrikant und Ziegeleibesitzer
  • August Mutzenbecher (1826–1897, Abitur 1845), Verwaltungsjurist und Staatsrat im Großherzogtum Oldenburg
  • Gottfried Ramsauer (1827–1904), Lehrer
  • Wilhelm von Schrenck (1828–1892), Oberbürgermeister der Stadt Oldenburg
  • Eugen Tenge (1829–1903), Jurist, Geheimer Oberjustizrat, Direktor und Stellvertretender Präsident des Landgerichts Oldenburg
  • Peter von Gayl (1830–1915), preußischer Generalmajor
  • Lothar Meyer (1830–1895, Abitur 1851), Chemiker
  • Magnus von Wedderkop (1830–1907, Abitur 1852), Oberamtsrichter in Eutin und Kammerherr am Hof des Großherzogtums Oldenburg
  • Günther Jansen (1831–1914), Staatsminister im Großherzogtum Oldenburg
  • Wilhelm Mutzenbecher (1832–1878, Abitur 1850), Verwaltungsjurist und Staatsrat im Großherzogtum Oldenburg
  • Georg Flor (1833–1908), Verwaltungsjurist, Justizminister des Großherzogtums Oldenburg
  • Adolf Mutzenbecher (1834–1896, Abitur 1855), Verwaltungsjurist und Regierungspräsident für das Fürstentum Lübeck
  • Alexander Christian von Buttel (1836–1923), Verwaltungsjurist, Regierungspräsident des Fürstentums Lübeck
  • Georg Adolf Moritz Ahlhorn (1838–1917), Regierungspräsident im Fürstentum Birkenfeld
  • Berthold von Bernstorff (1842–1917), Rittergutsbesitzer und Reichstagsabgeordneter
  • Reinhard Mosen (1843–1907), Geheimer Regierungsrat und Bibliothekar der Großherzoglich Öffentlichen Bibliothek Oldenburg
  • Franz Heinrich Alexander Bucholtz (1846–1905), Jurist und Politiker, Bundesrats-Bevollmächtigter
  • Friedrich Willich (1846–1917), Regierungspräsident im Fürstentum Birkenfeld, Staatsminister des Großherzogtums Oldenburg
  • Karl Dugend (1847–1919), Verwaltungsjurist, Präsident des Landesverwaltungsgerichts Oldenburg
  • Peter Friedrich Nicolaus Meyer (1853–1923, Abitur 1873), oldenburgischer Verwaltungsjurist und Abgeordneter, Regierungspräsident des Fürstentums Lübeck
  • Carl Bargmann (1854–1916), Jurist und Mitglied des Deutschen Reichstags
  • Friedrich Julius Heinrich Ruhstrat (1854–1916, Abitur 1873), Staatsminister im Großherzogtum Oldenburg
  • Ernst Ruhstrat (1856–1913, Abitur 1876), Angestellter des Kaiserlichen Seezolls in China, Journalist und Schriftsteller
  • Karl Tappenbeck (1858–1941), Politiker, Abgeordneter im oldenburgischen Landtag, Oberbürgermeister der Stadt Oldenburg
  • Franz Friedrich Ruhstrat (1859–1935), Jurist und Oldenburgischer Staatsminister
  • Eugen von Finckh (1860–1930, Abitur 1877), Ministerpräsident des Freistaates Oldenburg
  • Paul Müller-Kaempff (1861–1941), Maler, Zeichner und Lithograf
  • Ernst Tenge (1861–1943), Präsident des Oberlandesgerichts Oldenburg
  • Hermann Goens (1863–1946), Geheimer Oberschulrat und Archivar, Leiter des Staatsarchivs Oldenburg
  • Hermann Pralle (1863–1939), kommissarischer Regierungspräsident des Fürstentums Birkenfeld
  • Johannes Müller (1864–1932, Abitur 1882), Unternehmer und Oldenburgischer Landtagsabgeordneter
  • Heinrich Stalling (1865–1941), Druckereibesitzer und Verleger
  • Johannes Stein (1866–1941), Verwaltungsjurist und Finanzminister des Freistaats Oldenburgs
  • Robert Kandelhardt (1867–1959), Geigenbauer
  • Enno Becker (1869–1940), Jurist
  • Hermann Oncken (1869–1945, Abitur 1887), Historiker
  • Ernst Meyer-Lüerßen (1870–1940, Abitur 1888), Jurist, Politiker, Mitglied der Lübecker Bürgerschaft, Gesandter der Hansestadt Lübeck
Im Deutschen Reich geborene Schüler (1871 bis 1945)

  • Wilhelm Krüger (1871–1940), Wasserbau-Ingenieur, Hafenbaudirektor in Wilhelmshaven
  • Rudolf Weber (1872–1945), Verwaltungsjurist und Innenminister des Freistaats Oldenburg
  • Wilhelm Ahlhorn (1873–1968), Jurist, Präsident des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge
  • Theodor Francksen (1875–1914, Abitur 1896), Kunstsammler
  • Erich Koch-Weser (1875–1944, Abitur 1893), Politiker (DDP), Reichsinnenminister in der Weimarer Republik
  • Enno Littmann (1875–1958, Abitur 1894), Orientalist, der erste Übersetzer von Tausendundeine Nacht
  • Ferdinand Hardekopf (1876–1954), Dichter, Publizist, Übersetzer, Reichstagsstenograf
  • Max Rumpf (1878–1953), Jurist und Soziologe
  • Johannes Volkers (1878–1944, Abitur 1897), lutherischer Theologe und Landesbischof
  • Walther Ahlhorn (1879–1961), Jurist und letzter kaiserlicher Bezirksamtmann in Okahandja
  • Eugen Dugend (1879–1946), Verwaltungsjurist, Präsident des Oberverwaltungsgerichts Oldenburg
  • Rudolf Königer (1879–1954), Jurist, Politiker, Oberbürgermeister von Delmenhorst
  • Carl Ramsauer (1879–1955, Abitur 1897), Physiker
  • Bernhard Willers (1881–1941), Jurist und Politiker (DNVP und NSDAP)
  • Erich Schiff (1882–1970, Abitur 1902), Jurist und Bühnenautor
  • Magnus von Wedderkop (1882–1962), Generalleutnant der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg
  • Wilhelm Flor (1883–1938, Abitur 1901), Jurist im Kirchendienst
  • Karl Jaspers (1883–1969, Abitur 1901), Philosoph
  • Heinrich Krahnstöver (1883–1966, Abitur 1902), Oberbürgermeister der Stadt Oldenburg
  • Rudolf Karl Bultmann (1884–1976, Abitur 1903), Theologe
  • Ernst Zeidler (1884–1939), kommissarischer Regierungspräsident des Fürstentums Lübeck
  • Heinrich Rabeling (1890–1956), Jurist, Politiker (NSDAP), Oberbürgermeister der Stadt Oldenburg
  • Curt Theilen (1893–1979, Abitur 1912), Verwaltungsjurist, Verwaltungsreformer und Sozialgerichtspräsident
  • Hermann Lübbing (1901–1978), Archivar, Autor, Direktor des Staatsarchivs Oldenburg
  • Johannes Schmidt (1902–1977), Pastor und Politiker (FDP), Abgeordneter im Ernannten Landtag von Oldenburg
  • Hans Plesch (1905–1985), SS-Führer und Jurist, während des Zweiten Weltkrieges Polizeipräsident in München
  • Hanns von Hofer (1907–1945), Verwaltungsjurist und Landrat
  • Ulrich Gabler (1913–1994, Abitur 1932), Schiffbauingenieur
  • Ummo Francksen (1920–2020), Arzt
  • Gert Schiff (1926–1990, Abitur 1943), Kunsthistoriker und Hochschullehrer
  • Ernst-Richard Schwinge (* 1934, Reifeprüfung 1955), Klassischer Philologe
  • Joachim Ehlers (* 1936, Abitur 1957), Historiker
  • Eckart Bode (1938–1994, Abitur 1958), Verwaltungsjurist, Oberkreisdirektor und Regierungspräsident des Regierungsbezirks Weser-Ems
  • Cornelius Bormann (1939–2025), Rundfunk- und Fernsehjournalist des WDR
  • Peter Caesar (1939–1999), Politiker (FDP), Justizminister des Landes Rheinland-Pfalz
  • Hartwin Kramer (1939–2012), Jurist, Präsident des Oberlandesgerichtes Oldenburg
  • Eilert Herms (* 1940, Abitur 1960), evangelischer Theologe
  • Joachim Molthagen (* 1941, Abitur 1961), Althistoriker
  • Tilman Nagel (* 1942, Abitur 1962), Orientalist und Islamwissenschaftler
  • Bernd Schiphorst (* 1943, Abitur 1962), Medienmanager
  • Ralf Schnell (* 1943, Abitur 1965), Germanist, Literatur- und Medienwissenschaftler, Publizist
In der Nachkriegszeit geborene Schüler (ab 1946)

  • Niklas Holzberg (* 1946, Abitur 1967), Altphilologe
  • Klaus Addicks (* 1948, Abitur 1967), Anatom
  • Friedrich Goerisch (1949–1955, Abitur 1967), Mathematiker
  • Klaus Modick (* 1951, Abitur 1971), Schriftsteller und literarischer Übersetzer
  • Ulrich Lunscken (1952–2008, Abitur 1971), Diplomat, deutscher Botschafter in Kuba
  • Jörg Bensberg (* 1960, Abitur 1979), Jurist, parteiloser Politiker, Landrat des Landkreises Ammerland
  • Baker Bloodworth (* 1962), Filmproduzent
  • Patrick de La Lanne (* 1962, Abitur 1981), Politiker (SPD, parteilos), Oberbürgermeister der Stadt Delmenhorst, Oberkirchenrat
  • Thomas Haye (* 1966, Abitur 1985), Mittellateinischer Philologe
  • Winrich Freiwald (* 1968, Abitur 1988), Neurowissenschaftler, Empfänger des Kavli-Preises für Neurowissenschaften 2024
  • Myriam Quiel (* 1974, Abitur 1994), Malerin
  • Stephan Westphal (* 1976, Abitur 1996), Mathematiker, Hochschullehrer
  • Anne Onken (* 1977), Radiomoderatorin
  • Sebastian Prignitz (* 1980, Abitur 1999), Klassischer Archäologe, Epigraphiker und Papyrologe
  • Dirk Stamer (* 1980, Abitur 2000), Wirtschaftsinformatiker und Politiker (SPD), Abgeordneter des Landtags von Mecklenburg-Vorpommern
  • Evgenia Lichtner (* 1993), Schauspielerin

Trivia

  • In Kai-Eric Fitzners 2015 erschienenem Debütroman Willkommen im Meer ist der Protagonist Tim Schäfer zuerst Schüler, dann Lehrer des AGO, das hier nur leicht verfremdet als „Alexander-von-Humboldt-Gymnasium“ dargestellt wird. Die Schüler kiffen, die Lehrer sind meistens Alkoholiker, und zum Schluss gelingt es Schäfer mit Hilfe seiner vermögenden Schwiegermutter, die Schule zu kaufen und endlich in eine Gesamtschule umzuwandeln, wo Schüler selbstbestimmt lernen können. Möglicherweise war der Autor früher Schüler des AGO.
  • 1848 wurde mit der Camera obscura Oldenburgensis eine der ältesten Schülerverbindungen Deutschlands am AGO gegründet. Auch weitere Schülerverbindungen, wie die Prima Oldenburgensis, sind geschichtlich sehr mit der Schule verbunden.

Literatur

  • Karl Meinardus: Geschichte des Grossherzoglichen Gymnasiums in Oldenburg. Oldenburg 1878.
  • Jürgen Weichardt (Hrsg.): Von der Lateinschule zum Alten Gymnasium Oldenburg 1573-1973. Holzberg Verlag, Oldenburg 1973, ISBN 3-87358-062-4.
  • Jürgen Weichardt (Hrsg.): Altes Gymnasium Oldenburg 1973-1993. Beiträge zu seiner Gegenwart und Geschichte. Isensee Verlag, Oldenburg 1993, ISBN 3-89598-145-1.
  • Ottheinrich Hestermann: Schulzeit im Dritten Reich. Isensee Verlag, Oldenburg 1994, ISBN 3-89598-222-9.
  • Klaus Modick: Schwarten, Pauker, Blaue Briefe. Oldenburger Schulzeit in den 60er Jahren. Isensee Verlag, Oldenburg 1998, ISBN 3-89598-524-4.
  • Markus Drüding, Matthias Hengelbrock (Hrsg.): Schulreden am Alten Gymnasium Oldenburg. Beiträge zu seiner 450-jährigen Geschichte, Isensee Verlag, Oldenburg 2023, ISBN 978-3-7308-1967-8.
  • Corinna Roeder, Uwe Roeder (Hrsg.): Die Bibliothek des Alten Gymnasiums Oldenburg. Bücherschätze aus fünf Jahrhunderten. Katalog zur Ausstellung in der Landesbibliothek Oldenburg, Isensee Verlag, Oldenburg 2023, ISBN 978-3-7308-2005-6.
  • Markus Drüding, Frank Marschhausen, Uwe Roeder (Hrsg.): Kontinuität des Wandels. Das Alte Gymnasium Oldenburg. Beiträge zu seiner 450-jährigen Geschichte, Isensee Verlag, Oldenburg 2023, ISBN 978-3-7308-2007-0.
  • Liste der herausragenden Schüler auf der Homepage der Schule. (Memento vom 24. September 2018 im Internet Archive)

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