Apostelgeschichte des Lukas

Die Apostelgeschichte des Lukas (abgekürzt Apg) ist ein Buch des Neuen Testaments. Es schließt an das Evangelium nach Lukas an. Diese beiden biblischen Bücher werden daher als „Lukanisches Doppelwerk“ bezeichnet. Behandelt wird die Gründung der Kirche und die Verbreitung des Christentums im Römischen Reich.

Buchtitel

Neues Testament
Evangelien
Apostelgeschichte
Paulusbriefe
Katholische Briefe
  • Jakobus
  • 1. Petrus
  • 2. Petrus
  • 1. Johannes
  • 2. Johannes
  • 3. Johannes
  • Judas
Offenbarung

Der am besten bezeugte griechische Buchtitel lautet πράξεις ἀποστόλων práxeis apostólōn „Aposteltaten“, manchmal abgekürzt zu práxeis „Taten“. Die jüngeren Minuskelhandschriften haben umfangreichere Buchtitel, teils mit dem Verfassernamen Lukas.

Im lateinischen Sprachraum hieß das Werk actus oder acta apostolorum „Aposteltaten“; im Kanon Muratori acta omnium apostolorum „Taten aller Apostel“, daneben finden sich auch Buchtitel wie Lucae de apostolis testificatio „Zeugnis des Lukas über die Apostel“ (Irenäus von Lyon) oder commentarius Lucae „Aufzeichnungen des Lukas“ (Tertullian).

Der Buchtitel gilt als sekundär. Denn Inhalt des Buchs sind nicht die Taten aller Apostel. Erzählt werden nur einzelne (Wunder-)Taten meist des Petrus. Paulus, die Hauptperson des zweiten Buchteils, war im Sinne des Lukas kein Apostel (auch wenn er selbst das für sich beanspruchte).

In Martin Luthers Biblia Deudsch von 1545 trägt das Buch den Titel Der Apostel Geschichte. Es enthalte aber, wie Luther im Vorwort schrieb, mehr als nur „die eigen persönliche werck oder geschichte der Aposteln.“ Diese Formulierung zeigt, dass Geschichte im Frühneuhochdeutschen auch die Bedeutung von „Tat, Werk“ hatte und lateinisch actus übersetzen konnte.

Textüberlieferung

Die für die Textkritik wichtigen Handschriften der Apostelgeschichte gehören zwei Gruppen an, die in der Forschung traditionell als Alexandrinischer Texttyp und Westlicher Texttyp (oder D-Text, nach dem Hauptvertreter dieser Gruppe, dem unter dem Sigel D bekannten Codex Bezae) bezeichnet werden. Hauptzeugen des Alexandrinischen Textes der Apostelgeschichte sind 45, 74, die Majuskel-Codices Sinaiticus, Alexandrinus, Vaticanus, Ephraemi Rescriptus, Athous Laurensis sowie die Minuskelhandschriften 33, 81, 104, 326 und 1175. Dem D-Text weist Bruce Metzger außer dem Codex Bezae drei fragmentarische Papyri (29, 38, 48) zu sowie die Varianten und Randlesarten in Thomas von Harqels syrischer Übersetzung des Neuen Testaments (syrh with *, syrhmg), ein Palimpsest der Vetus Latina (Codex Floriacensis) und Bibelzitate in den Schriften von Cyprian von Karthago und Augustinus von Hippo.

Sowohl der alexandrinische Text als auch der D-Text haben ein hohes Alter. Beide sind im östlichen Mittelmeerraum entstanden. Sie weichen bei der Apostelgeschichte stärker voneinander ab, als dies bei andern neutestamentlichen Schriften der Fall ist. Für dieses Phänomen wurden unterschiedliche Erklärungen vorgeschlagen.

  • Eine Minderheit hält den D-Text für ursprünglicher. Friedrich Blass vermutete 1894: Lukas schrieb zunächst einen Entwurf und fertigte danach eine Reinschrift an, wobei er von seinem Entwurfstext öfter abwich. So existierte die Apostelgeschichte von Anfang an „in zwei Exemplaren und in zwei Fassungen …, und wenn nun die beim Verfasser verbliebene Kladde und die an Theophilus geschickte Reinschrift beide wieder abgeschrieben wurden …, so pflanzten sich eben beide Fassungen fort.“ Die „Kladde“ des Verfassers enthielt Blass zufolge den D-Text. Marie-Émile Boismard und Arnaud Lamouille legten 1984 eine Rekonstruktion des D-Textes vor, wobei sie Blass’ These aufnahmen und neu begründeten.
  • Die Mehrheit der Exegeten schätzt dagegen den alexandrinischen Text höher ein, da die Lesarten des etwa 8,5 % längeren D-Textes oft „als Glättung, Verdeutlichung, Präzisierung und als Verbesserung von erzählerischen Spannungen“ erklärt werden können.Ingo Broer nimmt einen Redaktor an, der den D-Text herstellte: „ein äußerst beschlagener Mensch mit guten, nicht nur geographischen Kenntnissen, … der auch eigene theologische Akzente … gesetzt hat.“ Daniel Marguerat dagegen empfiehlt, nicht von einem festen D-Text der Apostelgeschichte zu sprechen, sondern von einer „zusammenhängenden Gruppe von Varianten“, die sekundäre Veränderungen des kürzeren alexandrinischen Textes sind. Dass sich die Kopisten solche Freiheiten nehmen konnten, ist ein Indiz dafür, dass die Apostelgeschichte, anders als das Lukasevangelium, erst relativ spät kanonisches Ansehen genoss.

Verfasser

Dass das Lukasevangelium und die Apostelgeschichte vom gleichen Verfasser stammen, ist ein breiter Konsens in der neutestamentlichen Exegese und entspricht auch den Angaben im Vorwort der Apostelgeschichte. Der Verfasser verweist dort, ohne seinen Namen zu nennen, auf ein „erstes Buch“, das er über die Taten und die Lehre Jesu verfasst hat (Apg 1,1 EU); beide Werke sind einem sonst unbekannten Theophilos gewidmet.

Aus den Angaben der Apostelgeschichte und dem 2. Brief des Paulus an Timotheus lässt sich kombinieren, dass der Verfasser des Doppelwerks Lukas hieß: Die Apostelgeschichte endet mit der römischen Haft des Paulus (Apg 28,16−30 EU). Der 2. Timotheusbrief ist eine Art Testament des Paulus, das in der Haft in Erwartung seiner Hinrichtung verfasst wurde. Die meisten Mitarbeiter hätten ihn verlassen, liest man dort, nur „Lukas ist als Einziger bei mir“ (2 Tim 4,11 EU). Allerdings gilt der 2. Timotheusbrief in der historisch-kritischen Exegese mehrheitlich nicht als authentischer Paulusbrief, sondern als Werk eines Paulusschülers.

Auch wenn viele Exegeten den Verfasser des Doppelwerks nicht für identisch mit dem hier sowie Phlm 1,23–24 EU und Kol 4,14 EU genannten Paulusmitarbeiter Lukas halten, wird er aus praktischen Gründen in der Literatur meist Lukas genannt (gelegentlich auch „Autor ad Theophilum“).

Entstehungszeit und -ort

Bei der Datierung der Apostelgeschichte bestand unter historisch-kritischen Exegeten im 20. Jahrhundert ein weitgehender Konsens: um 80 bis 100 n. Chr. Diese Standarddatierung ist weiterhin verbreitet, wird aber seit den 1990er Jahren stärker in Frage gestellt. Folgende zeitliche Ansetzungen werden aktuell vertreten:

  • Frühdatierung: Anfang der 60er Jahre, zu Lebzeiten des Paulus. Colin J. Hemer ist ein Vertreter dieser Datierung. Die Apostelgeschichte beziehe sich nie auf den Jüdischen Krieg (66–70). Die Bedeutung von Sadduzäern in der Apostelgeschichte, die relativ positive Sicht der Pharisäer und die Anwesenheit von „Gottesfürchtigen“ (interessierten Nichtjuden) in den Synagogen sprechen laut Hemer für eine Abfassung vor der Zerstörung des Jerusalemer Tempels im Jahr 70 n. Chr. Die Paulusbriefe seien dem Verfasser noch unbekannt. Hemer zufolge kam Paulus aus römischer Haft frei und setzte seine Missionstätigkeit fort; Lukas habe dies aber aus politischen Erwägungen nicht berichtet und sein Werk mit dem Romaufenthalt des Paulus beendet.
  • Modifizierte Frühdatierung: um 65 bis 80/85. Beispielsweise Craig S. Keeners großer Kommentar geht von einer Abfassung nach der Zerstörung Jerusalems (70 n. Chr.) aus. Keener nimmt an, dass Lukas ein recht junger Reisegefährte des Paulus gewesen sei, der im höheren Lebensalter die Apostelgeschichte verfasste. Lokale Unruhen, in die Paulus verwickelt war, waren noch so gut in Erinnerung, dass er in seinem Geschichtswerk darauf eingehen musste. Die frühen 70er Jahre seien am wahrscheinlichsten, aber auch die 90er Jahre nicht ausgeschlossen.
  • Standarddatierung: um 80 bis 100. Dass der Verfasser des Lukasevangeliums das Markusevangelium benutzte, ist vorausgesetzt; „da mit der Neudeutung von Mk 13,14 EU in Lk 21,20 EU eine klare Anspielung auf die Zerstörung Jerusalems vorliegt“, nimmt beispielsweise Daniel Marguerat für die Apostelgeschichte, den zweiten Teil des Doppelwerks, eine Abfassung zwischen 80 und 90 n. Chr. an. Weil Udo Schnelle das Lukasevangelium etwas später ansetzt (um 90 n. Chr), datiert er die Apostelgeschichte in das ausgehende 1. Jahrhundert (zwischen 90 und 100 n. Chr.). Er begründet dies zusätzlich mit Lukas’ wohlwollender Darstellung römischer Behörden – die Christenverfolgung in der Regierungszeit Trajans (um 110) sei noch nicht absehbar gewesen.
  • Spätdatierung: um 100 bis 130. Richard Pervo datiert die Abfassung der Apostelgeschichte auf etwa 115 n. Chr., da der Verfasser das 93/94 n. Chr. abgeschlossene Geschichtswerk Antiquitates Iudaicae des Flavius Josephus sowie eine Sammlung der Paulusbriefe genutzt habe.Ingo Broer setzt das Lukasevangelium zwischen 80 und 100 an, die Apostelgeschichte entsprechend später (aber „nicht zu weit ins zweite Jahrhundert“); das Argument gegen die Spätdatierung, Lukas kenne die Paulusbriefe nicht, wird in der neueren Forschung nicht mehr geteilt.
  • Extreme Spätdatierung: nach 130. Niels Hyldahl nimmt eine Abfassung der Apostelgeschichte um 150 an, da ihr Verfasser die Paulusbriefe gekannt und genutzt habe. In der Mitte des 2. Jahrhunderts waren letztere aber wegen ihrer Beliebtheit bei Gnostikern ins Zwielicht geraten; deshalb bezieht sich die Apostelgeschichte laut Hyldahl nicht explizit auf die Schriften des Paulus.

Damit ist ein Zeitfenster von 60 bis 150 n. Chr. geöffnet. Der langjährige Konsens ist aufgegeben, und die Forschung ist zu Diskussionen zurückgekehrt, die im 19. Jahrhundert geführt wurden.

Wo die Apostelgeschichte niedergeschrieben wurde, ist unbekannt. Als wahrscheinlich gilt eine Stadt im ägäischen Raum (wie Ephesos, Korinth, Philippi) oder Rom.

Quellen

Die Hauptquelle des Lukas ist die jüdische Bibel, die er in griechischer Übersetzung las (Septuaginta). Wörtliche Zitate, die er offenbar nachschlug, stammen aus dem Jesajabuch, dem Zwölfprophetenbuch und dem Buch der Psalmen, andere Bücher (z. B. Genesis, Deuteronomium) zitierte er frei aus dem Gedächtnis. Konzentriert finden sich die Bibelzitate in den ersten acht Kapiteln, die von der Jerusalemer Urgemeinde handeln. „Die Septuaginta-Verwendung ist … in die theologische Argumentation des Paulus eingewoben. Ohne sie funktioniert der komplette erste Teil der Apostelgeschichte nicht.“ Von Apg 15,17 EU bis Apg 28,25 EU verzichtete Lukas auf Bibelzitate. Am Schluss seines Werks (Apg 28,26–27 EU) bekräftigte er den in Apg 1,8 EU angedeuteten Weg der christlichen Mission über die Grenzen des ethnischen Israel hinaus bis nach Rom, das Zentrum des Imperium Romanum, durch ein Zitat aus dem Jesajabuch.

Nicht nur bei der Abfassung seines Evangeliums, sondern auch bei der Niederschrift der Apostelgeschichte hatte Lukas das Markusevangelium zur Hand. Ein Beispiel hierfür ist Mk 14,58 EU: Im Prozess Jesu behaupten demnach falsche Zeugen, Jesus wolle den Tempel zerstören. Im Lukasevangelium wird dieser Anklagepunkt nicht erwähnt. Er begegnet aber im Prozess gegen Stephanus in der Apostelgeschichte (Apg 6,13−14 EU).

Seit Adolf von Harnack wird diskutiert, ob Lukas für den ersten Teil der Apostelgeschichte (Kapitel 1–12) eine Jerusalemer Quelle und eine Antiochenische Quelle nutzte. Die Antiochenische Quelle (Richard Pervo nennt sie gentile mission source, „Heidenmissions-Quelle“) wird von vielen Exegeten angenommen, über ihren Umfang besteht aber kein Konsens.Rudolf Bultmann vermutete, Lukas habe eine Chronik im Archiv der Gemeinde von Antiochia einsehen können.

Im Mittelpunkt des zweiten Teils der A„“postelgeschichte (ab Kapitel 13) steht Paulus von Tarsus. Hier fallen unvermittelt einsetzende und endende Passagen auf, die in der 1. Person Plural formuliert sind („Wir-Stücke“). Meist betreffen sie Seereisen und werden zusammen mit den ebenfalls auffälligen Reisenotizen (Beispiel: Apg 16,6−8 EU) „als Bestandteile eines Itinerars angesehen, das Lukas für die Reisen des Paulus durch Kleinasien, Makedonien und Griechenland bis nach Korinth zur Verfügung stand.“ Seit dem späten 2. Jahrhundert sah man sie als Hinweise auf Augenzeugenschaft des Reisebegleiters Lukas. Das wird auch von einigen heutigen Exegeten vertreten. Alternativ werden die „Wir-Stücke“ einer Quellenschrift zugeordnet. Martin Dibelius gab dieser Hypothese ihre klassische Form: „hier hat Lukas offenbar ein Verzeichnis der Stationen vor sich gehabt, wie man es bei solchen Fahrten wohl schon aus praktischen Grunden anlegte, um bei einer Wiederholung der Reise die Wege und die alten Gastfreunde wieder zu finden. Daß Lukas eine solche Quelle benutzte, geht daraus hervor, daß er auch belanglose Reisestationen nennt, von denen eigentlich nichts weiter zu erzahlen ist.“ Eine dritte Möglichkeit ist, dass Lukas selbst aus stilistischen Gründen mehrfach in die 1. Person Plural wechselte: sei es, dass er sich dem Leser als weitgereister Erzähler darstellen wollte oder dass er auf diese Weise mündliche Mitteilungen von Paulusbegleitern in seine Erzählung integrierte.

Die beiden Briefe Apg 15,22–29 EU (sogenanntes Aposteldekret) und Apg 23,25–30 EU sind von Lukas selbst gestaltet worden und dürften, so Manfred Lang, „in derselben Weise zu lesen und zu bewerten sein wie die Reden in der antiken Geschichtsschreibung.“

Exegeten, die annehmen, dass Lukas die Paulusbriefe kannte, verweisen beispielsweise auf Apg 9,23−25 EU (vgl. 2 Kor 11,32−33 EU) und Apg 19,21 EU (vgl. Röm 15,22−28 EU). Es gibt auch einzelne Übereinstimmungen im Sprachgebrauch.

Richard Pervo postuliert, dass der Verfasser des Lukanischen Doppelwerks seine Kenntnis der politischen Vorgänge in Judäa aus den Schriften des Josephus bezog, „besonders weil Lukas einige der Interpretationen und Interessen des Josephus teilt.“ Zum Beispiel sei er Josephus in der negativen Darstellung des Prokurators Marcus Antonius Felix gefolgt, und der versuchte Anschlag auf Paulus (Apg 23,12–35 EU) orientiere sich im Ablauf an Josephus’ Erzählung von einem Attentatsversuch auf Herodes.

Sprache und Stil

Das Lukanische Doppelwerk ist in einem gehobenen Koine-Griechisch verfasst, es gibt aber signifikante Unterschiede in der Wortwahl und im Satzbau. Eine mögliche Erklärung ist, dass die Apostelgeschichte mit zeitlichem Abstand zum Evangelium niedergeschrieben wurde. Charakteristisch für Lukas ist seine Fähigkeit, gezielt zwischen verschiedenen Stilen zu wechseln und damit einer Szene Lokalkolorit und Atmosphäre zu geben. Die im Raum Jerusalem spielenden Eingangskapitel des Lukasevangeliums und der erste Teil der Apostelgeschichte (Apg 1–12) sind in einem die Septuaginta imitierenden Stil verfasst und klingen daher biblisch; „der Schlussteil der Apg inszeniert den neuen mediterranen Wirkungskreis des Christentums auch sprachlich […]. Je mehr sich das Evangelium von Jerusalem auf Rom zubewegt, desto weltläufiger wird sein Stil.“

Ein Beispiel dafür, wie Lukas Biblisches und Klassisch-Griechisches verschmelzen kann, ist die von ihm geprägte (sprichwörtlich gewordene) Formulierung „ein Herz und eine Seele“ (Apg 4,32 EU), die den Zusammenhalt in der Jerusalemer Urgemeinde charakterisiert: „Eine Seele sein“ ist ein Thema der griechischen Freundschaftsethik; das Herz ist in der Körpersymbolik der jüdischen Bibel „Sitz der Vernunft und des Verstandes, des geheimen Planens und Überlegens und der Entschlüsse.“

Ein ausgesprochener Klassizismus ist die Bezeichnung σπερμολόγος spermológos („jemand, der wie ein Vogel Samenkörner aufliest“), mit der gebildete Athener Paulus als Möchtegern-Philosophen charakterisieren (Apg 17,18 EU); die Neue Genfer Übersetzung paraphrasiert die darin enthaltene Kritik: „Was will eigentlich dieser sonderbare Vogel mit seinen aufgepickten Weisheiten?“

Inhalt

Prolog (Apg 1,1–14)

Der Prolog verbindet den Rückblick auf das Lukasevangelium mit einer Vorausschau auf das, was Inhalt der Apostelgeschichte sein wird. Beide Bücher werden auf diese Weise eng verbunden und die Kontinuität zwischen dem irdischen Tun und Lehren des Jesus von Nazareth und der Geschichte seiner nachösterlichen Gemeinde betont. Ab Vers 4 begegnen Motive, die dem Leser aus dem Schlusskapitel des Lukasevangeliums bekannt sind, in der gleichen Folge: das gemeinsame Mahl mit Jesus, dessen Ankündigung, dass Gott seine Zusage erfüllen werde, die künftige Zeugenschaft der Jünger, ausgehend von Jerusalem, das Kommen des Heiligen Geistes als Kraft, die Erhöhung Jesu in den Himmel, die Rückkehr der Apostel nach Jerusalem und das gemeinsame Gebet.

Die Jerusalemer Gemeinde unter Leitung der zwölf Apostel (Apg 1,15–8,3)

Da der Apostel Judas zum Verräter wurde und danach auf eine elende Weise gestorben ist, kommen etwa 120 Christen in Jerusalem zusammen, um unter Leitung des Petrus das „Los des Dienstes“, das Judas gehabt hatte, neu zu vergeben. Ein Apostel kann im Sinne des Lukas nur jemand sein, der Jesus von seiner Taufe bis zu seiner Erhöhung in den Himmel begleitet hat (vgl. Apg 1,21−22 EU). Er soll nämlich bezeugen können, dass der irdische Jesus von Nazareth mit dem Auferstandenen identisch ist. Durch das Los wird Matthias zum Apostel bestimmt, damit ist der Zwölferkreis wieder vollständig.

Am jüdischen Pilgerfest Schawuot (in der Septuaginta bezeichnet als πεντεκοστή pentekostḗ) sind die Jerusalemer Christen wieder „alle beisammen am selben Ort“ (Apg 2,1 EU). In einem audiovisuellen Phänomen – ein Geräusch wie ein Windstoß, Zungen wie von Feuer – erfüllt der Geist Gottes die Zusammenkunft und individuell jeden Anwesenden (Apg 2,2–3 EU). Lukas beschreibt dies mit deutlichen Anklängen an die Sinaioffenbarung (Ex 19,16–19 EULXX). Die Jünger beginnen daraufhin, in „anderen Sprachen“ zu sprechen – ob Glossolalie oder Fremdsprachen, bleibt offen. Zahlreiche fromme Juden aus teils fernen Ländern der Diaspora, die in Jerusalem ihren Lebensabend verbringen, werden Zeugen des Geschehens. Es ist ihnen unverständlich. Ein paar Spötter vermuten, die Christen seien betrunken (Trunkenheit und Ekstase waren in der antiken Kultur eng verbunden.)

Petrus übernimmt es, das Geschehen durch eine Rede zu deuten. Ebenso wie die Predigt Jesu in der Synagoge von Nazareth (Lk 4,16–30 EU) für das Lukasevangelium programmatische Bedeutung hat, so auch diese Petrusrede für die Apostelgeschichte. Lukas verwendete „sehr alte, aus dem palästinensischen Judenchristentum stammende Grundelemente des Kerygmas“, um die Bedeutung Jesu zu beschreiben: die Kontrastformel „ihr habt ihn getötet − Gott hat ihn auferweckt“ (Apg 2,22–24 EU und Apg 2,36 EU) sowie Psalm 109LXX als Schriftbeweis für die Auferstehung. Der rote Faden der Petrusrede ist die Auslegung (Pescher) des Prophetenworts Joel 3,1–5 EULXX: In den letzten Tagen wird Gott seinen Geist ausgießen, der die Gabe der Prophetie bewirkt, und ganz Israel wird das Heil verheißen. Diese Pointe hat auch die Petrusrede: Den Adressaten als Repräsentanten der jüdischen Diaspora wird das Heil angeboten, wenn sie umkehren und sich auf den Namen Jesu Christi taufen lassen. Dies geschieht; Lukas erzählt von einer Massentaufe, nach der die Gemeinde um etwa 3000 Mitglieder angewachsen sei. In einer kurzen Zusammenfassung (Summarium) entwirft Lukas ein idealisiertes Bild vom Alltag dieser Christen (Apg 2,42−47 EU):

Während die Urgemeinde nach lukanischer Darstellung in der städtischen Bevölkerung beliebt ist und durch neue Mitglieder wächst, eskaliert der Konflikt mit der Jerusalemer Priesteraristokratie (Sadduzäer) unter Führung des amtierenden Hohepriesters Kajaphas und dessen (anscheinend auch nach Absetzung noch mächtigen) Vorgängers Hannas. Schauplätze des Konflikts sind der Tempel und das Synhedrion. Der häufige Aufenthalt im Tempelbereich stellt die ersten Christen in die Kontinuität mit der Geschichte Israels; zugleich ist der Tempel die Machtbasis der Priesteraristokratie. Diese sieht sich herausgefordert, als Petrus und Johannes durch die Heilung eines verkrüppelten Bettlers dort Aufsehen erregen und den Tempelbesuchern die Auferstehung Jesu verkündigen. Nach Verhaftung und Vorladung im Synhedrion werden die beiden Apostel mit der Auflage freigelassen, Jesus nicht weiter in der Bevölkerung bekanntzumachen. Sie haben vor, sich nicht daran zu halten und, getragen vom Gebet der Gemeinde, weiter „im Namen Jesu“ (Apg 4,17–18 EU) zu lehren und zu predigen. Gerade das ermöglicht ihnen die offene, unerschrockene Rede (παρρησία parrhēsía), über die sich die gebildete Elite wundert (Apg 4,13 EU).

Das zweite Summarium (Apg 4,32−35 EU) stellt die Gütergemeinschaft der Jerusalemer Urgemeinde als Verwirklichung des klassisch-griechischen Freundschaftsideals („ein Herz und eine Seele“) dar und zugleich als Verwirklichung der jüdischen Sozialethik, wie sie in der Tora niedergelegt ist: „… bei dir soll sich kein Bedürftiger finden, weil der Herr, dei Gott, dich mit Segen segnen wird in dem Land, das der Herr, dein Gott, dir zum Erbe gibt […] Aber (nur), wenn ihr genau auf die Stimme des Herrn, eures Gottes, hört, sodass ihr alle diese Gebote haltet und tut …“ (Dtn 15,4−5 EULXX, Übersetzung: Septuaginta Deutsch)

Vorbildlich stellt Josef Barnabas seinen Besitz den Armen der Gemeinde zur Verfügung (Apg 4,36−37 EU). Ein später wichtiger Akteur wird wie beiläufig erwähnt. Das Gegenteil von Barnabas praktizieren die Eheleute Hananias und Saphira, deren Täuschungsversuch von Petrus aufgedeckt und durch ein Gottesurteil mit dem Tod gestraft wird. Der Leser soll, ebenso wie die damals Anwesenden, schockiert reagieren (Apg 5,11 EU).

Das dritte Summarium (Apg 5,12–16 EU) beschreibt die Apostel als Wundertäter, die im Tempelbereich großen Zulauf haben. Weitere Bekehrungen sind die Folge. Der Hohepriester lässt die Apostel gefangensetzen, aber ein Engel befreit sie, und sie kehren in den Tempelbereich zurück, um ihre öffentliche Tätigkeit fortzusetzen. Mit burlesken Zügen zeichnet der Erzähler die Machtlosigkeit der religiösen Elite. Nach erneuter Vorladung hält der Hohepriester den Aposteln vor, sich nicht an das Redeverbot zu halten. Petrus und seine Begleiter entgegnen: „Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen!“ Das Synhedrium ist empört, aber der Pharisäer Gamaliel, ein in der Bevölkerung geschätzter Gesetzeslehrer, übernimmt nun die Initiative. Er erinnert das Synhedrium daran, dass Theudas und Judas der Galiläer in der Vergangenheit auch großen Zulauf hatten. Beide wurden von den Römern getötet, und ihre Anhängerschaft zerstreute sich dann bald. Mit den Anhängern des hingerichteten Jesus werde es auch so sein, man brauche bloß abzuwarten. Falls aber Gott dahinter stehe, sei das Synhedrum ohnehin machtlos. Die Apostel werden daraufhin nach Geißelung freigelassen. Sie setzen ihre Tätigkeit „in Tempel und im Haus“ (Apg 5,42 EU) fort.

Lukas berichtet nun über eine interne Krise, die durch das Wachstum der Jerusalemer Urgemeinde verursacht ist: die griechisch sprechenden Witwen kommen bei der Lebensmittelverteilung zu kurz. Die Apostel lösen das Problem durch Delegieren des „Tischdienstes“ im griechisch sprechenden Teil der Urgemeinde an sieben Männer, die von diesem Gemeindeteil ausgewählt werden und dort Respekt genießen. Diese werden durch Gebet und Handauflegung in ihr Amt eingesetzt. Die gute Konfliktlösung hat weiteres Wachstum zur Folge – sogar Mitglieder der Tempelpriesterschaft stoßen nun zur Gemeinde.

Einer der Sieben ist Stephanus. Er tritt in Diskussionen mit anderen Diasporajuden für seinen Glauben ein. Seine Gegner behaupten, er lästere Mose und Gott. Die Bevölkerung, bisher auf Seiten der Apostel, ist aufgebracht: Stephanus behauptet angeblich, Jesus habe die Zerstörung des Tempels und die Änderung der von Mose überlieferten Sitten vorhergesagt. Deswegen muss sich Stephanus vor dem Synhedrium verantworten. Der Hohepriester wendet sich mit der Frage „Ist das wahr?“ an Stephanus, woraufhin dieser mit der längsten Rede der Apostelgeschichte antwortet. Diese Rede zeigt Stephanus als profilierte Persönlichkeit des hellenistischen Judentums, die ihre Bildung und Septuaginta-Kenntnis in den Dienst der christlichen Gemeinde gestellt hat.Wilfried Eckey charakterisiert sie als einen „Abriß der Heilsgeschichte …, mit dem der Redner sich in die Tradition des Gottesvolkes stellt und das Geschick der von Gott Gesandten gegenwärtig hält. So geht er nur indirekt auf die gegen ihn vorgebrachten Anklagen ein. Zum Schluß greift er im Stil prophetischer Scheltrede scharf die Instanz an, die über ihn zu Gericht sitzt.“ Stephanus’ Rede beginnt mit Abraham und seiner Familie, erzählt von Josef in Ägypten, würdigt ausführlich und positiv die Rolle Mose, der mit dem Ungehorsam der Israeliten während der Wüstenwanderung ringt. Mit der Anbetung des Goldenen Kalbes leitet sie über zum Thema des Kultes: das in der Wüste nach Gottes Anordnung erbaute Begegnungszelt wird bei der Landnahme der Israeliten mitgeführt; Salomo erbaut den Jerusalemer Tempel als Ort des Gebets, nicht Wohnsitz der Gottheit. Unvermittelt folgt die Anklage: Israel hat sich immer wieder Gott widersetzt und die Propheten verfolgt – das gegenwärtige Synhedrium hat Verrat und Ermordung des „Gerechten“ (gemeint ist Jesus) zu verantworten; die Hörer haben „durch die Anordnung von Engeln das Gesetz empfangen, es aber nicht gehalten“ (Apg 7,52–53 EU).

Lukas lässt die Gerichtssitzung im Tumult enden; Stephanus, der in einer Vision Jesus zur Rechten Gottes im Himmel sieht, wird weggeschleppt und außerhalb der Stadt gesteinigt. Als erster christlicher Märtyrer erleidet Stephanus „das Schicksal der von ihrem Volk abgelehnten und getöteten Propheten und tritt damit auch in die Leidensgemeinschaft mit Christus ein.“ Wie Jesus betet Stephanus für seine Peiniger; wie Jesus übergibt Stephanus sterbend seinen Geist. Als Zeuge ist der junge Saulus (später bekannt als Paulus von Tarsus) bei der Hinrichtung zugegen. Das Martyrium des Stephanus markiert das Ende des harmonischen Lebens in der Jerusalemer Urgemeinde: Saulus, der als Christenverfolger Profil gewinnt, lässt Haus für Haus durchsuchen und die Gläubigen verhaften. Die zwölf Apostel harren in der Stadt aus und verbürgen dort eine christliche Präsenz. Alle anderen Christen fliehen in lukanischer Darstellung aus Jerusalem und zerstreuen sich in Judäa und Samaria.

Ausbreitung bis nach Antiochia (Apg 8,4–12,25)

Die aus Jerusalem vertriebenen Christen tragen das Evangelium in die Welt hinaus: Philippus, wie Stephanus einer der Sieben, missioniert in Samarien und bekehrt nahe Gaza einen hohen äthiopischen Beamten, der als Gottesfürchtiger den Jerusalemer Tempel besucht hatte. Beispielhaft erfüllt er die Voraussage Apg 1,8 EU, das Evangelium werde in Samaria und „bis an die Grenzen der Erde“ bezeugt werden. Jesus offenbart sich dem Paulus von Tarsus nahe Damaskus und beauftragt ihn mit der Mission unter den Nichtjuden. Den entscheidenden Schritt hin zur Heidenmission vollzieht Petrus in Caesarea Maritima, nachdem er durch eine Offenbarung dazu ermächtigt wurde. In Antiochia am Orontes entsteht eine Kirche aus Juden und Heiden. Herodes Antipas verfolgt die Jerusalemer Urgemeinde: Den Apostel Jakobus lässt er hinrichten und Petrus gefangensetzen. „Durch die Episode vom wunderbaren Entkommen des Petrus aus dem Gefängnis … findet der Abschnitt seinen symbolischen Abschluss mit dem Sieg Gottes und dem Tod des Tyrannen.“

Zu diesem Hauptteil gehören folgende Episoden:

  • Philippus verkündet das Evangelium in der „Stadt von Samaria“ (Apg 8,5 EU) und hat großen Zulauf. Die Bevölkerung verehrt den Magier Simon als ein quasi-göttliches Wesen. Simon, beeindruckt von den Wundertaten des Philippus, lässt sich taufen und schließt sich dem Philippus an. Die erfolgreiche Mission unter den Samaritanern wird in Jerusalem bekannt, und die Apostel Petrus und Johannes bereisen die von Philippus gegründeten Gemeinden, um den Neuchristen durch Handauflegung den Heiligen Geist zu vermitteln: Im Geschichtskonzept des Lukas muss jede Mission an den Zwölferkreis zurückgebunden sein. Simon bietet den Aposteln Geld, um selbst den Heiligen Geist („diese Macht“) zu erhalten. „Simon lebt in der Logik und der Dynamik der Magie und hat die Apostel mit zwei Meistern verwechselt, höher oder erfahrener als er selbst“, dass die Erlangung eines höheren Grades kostenpflichtig ist, ist in der religiösen Umwelt ein gängiges Konzept. Petrus weist Simon scharf zurecht und legt ihm ehrliche Buße nahe. Der Ex-Magier bittet die Apostel um Fürsprache bei Gott. Wie es mit Simon weitergeht, bleibt in der Apostelgeschichte offen.
  • Ein Engel veranlasst Philippus, sich auf die einsame Straße nach Gaza zu begeben. Ein hoher äthiopischer Beamter ist dort in seinem Reisewagen unterwegs, nachdem er Jerusalem besucht hat. Als Eunuch durfte er nur den äußersten Vorhof des Tempels betreten und ist trotz Macht und Reichtum Diskriminierung ausgesetzt. Er liest murmelnd im Jesajabuch; Philippus, der sich dem Wagen nähert, hört das und spricht ihn darauf an: „Verstehst du auch, was du liest?“ (Apg 8,30 EU) Der Äthiopier lädt ihn ein, einzusteigen und ihm den Text auszulegen. Passenderweise ist es ein Lied vom leidenden Gottesknecht, das Bezüge zur Situation des Eunuchen hat, aber auch ein klassischer Bibeltext zur Interpretation der Passion Jesu ist: Jes 56,6−8 EULXX. Bei einer Wasserstelle äußert der Äthiopier den Wunsch, getauft zu werden, den Philippus erfüllt. Die Begegnung, die durch göttliche Intervention ermöglicht wurde, endet auch so: der Heilige Geist entrückt Philippus nach Aschdod, während der Äthiopier weiterreist.

Saulus, der eifrig mit der Verfolgung der Christen beschäftigt ist, hat eine Jesuserscheinung („Saul, Saul, warum verfolgst du mich?“), durch die er erblindet. Jesus befiehlt ihm, nach Damaskus zu gehen, um dort weitere Anweisungen zu erhalten. Dem in Damaskus lebenden Jünger Hananias wird von Gott im Traum befohlen, dem Saulus die Hände aufzulegen und ihn zu heilen. Trotz großer Angst vor dem bekannten Christenverfolger tut Hananias, was ihm geheißen wurde, Saul erhält sein Augenlicht wieder, bekehrt sich und lässt sich taufen (9,1–19a EU). Schon bald predigt er sehr erfolgreich in Damaskus und wird selbst ein potentielles Ziel der Christenverfolger. Gemeinsam mit dem schon in der ersten Zeit in Jerusalem bekehrten Leviten Barnabas flieht er zurück nach Tarsos (seiner Heimatstadt) und die Mission der Christen geht ruhig weiter (9,19b–31 EU). Petrus wirkt weitere Wunder in Lydda (9,32–35 EU) und Joppe (heute Jaffa; Auferweckung der Tabita, 9,36–43 EU), woraufhin sich alle Bewohner der Orte bekehren.

Die christliche Mission wird nun auch auf die Heiden ausgedehnt: Mit dem römischen Hauptmann Kornelius tauft Petrus auf Weisung Gottes erstmals einen unbeschnittenen, und für die Juden damit unreinen Mann (10 EU). Die Heidenmission wird von Teilen der Jerusalemer Urgemeinde kritisiert, so dass Petrus sich rechtfertigen muss. Schließlich jedoch wird sie allgemein akzeptiert (11,1–18 EU).

Der Kreis um Stephanus siedelte sich nach der Verfolgung auch in Antiochia am Orontes an und wendete sich immer stärker einer Mission unter Heiden zu. Deshalb wurde die Gruppe der Christusgläubigen immer weniger als Teil des Judentums und immer stärker als eigenständige Gruppe betrachtet, weshalb ihnen der Name Chrestianer bzw. Christen zugelegt wurde (11,26 EU). Die antiochenische Gemeinde wächst schnell, Petrus hält sich viel in Antiochia auf, Saulus/Paulus wird durch Barnabas ebenfalls nach Antiochia geholt. Damit befinden wir uns etwa in der Mitte der 40er Jahre. Die antiochenische Gemeinde sammelt eine Kollekte für Jerusalem und lässt das Geld durch Barnabas und Paulus überbringen (11,27–30 EU; 12,25 EU).

Durch König Herodes Agrippa I. beginnt eine neue Christenverfolgung, bei der Petrus gefangen genommen wird und Jakobus, Bruder des Johannes, getötet wird. Petrus kann auf wundersame Weise aus dem Gefängnis entkommen (12,1–25 EU). Herodes wird kurz darauf von einem Engel Gottes „mit Würmern geschlagen“ und stirbt; diese Szene ist wesentlich für die Chronologie der Ereignisse des gesamten Neuen Testaments, da Herodes’ Todesjahr (44) als eines der wenigen Ereignisse des Neuen Testamentes aus weltlichen Geschichtswerken gut bekannt ist (12,18–25 EU).

Gemeinsame Mission von Paulus und Barnabas (Apg 13,1–15,35)

Saulus und Barnabas werden zur Heidenmission berufen und ziehen von Antiochia fort (13,1–3 EU). Auf Zypern, woher Barnabas stammt, treffen sie auf den Zauberer Barjesus, auch Elymas genannt, der ihnen Widerstand leistet und mit Blindheit geschlagen wird, woraufhin sich Sergius Paulus, der Statthalter Zyperns, bekehrt (13,4–12 EU). In Antiochia (Pisidien) hält Paulus – ab Zypern wird Saulus mit dem lateinischen Namen Paulus statt mit dem hebräischen Saulus bezeichnet – in der Synagoge eine umfangreiche Predigt, nach der sich viele Juden bekehren. Auf die Anfeindungen der Religionsoffiziellen hin erwähnt Paulus nochmals seinen Auftrag zur Heidenmission (13,13–52 EU). Ähnliches passiert in Ikonien (14,1–7 EU), Lystra (14,8–20a EU) und Derbe. Paulus und Barnabas setzen in den neu gegründeten Gemeinden Älteste ein und kehren dann für längere Zeit nach Antiochia zurück (14,20b–28 EU). Nach einiger Zeit kommt es dort zwischen den Tora-gesinnten Judenchristen und Paulus zum Streit über die Beschneidung der nichtjüdischen Christen, die jene für dringend notwendig erachten. Eine Versammlung der Apostel in Jerusalem soll Klarheit in dieser Frage schaffen. Nach langem Streit (15,1–21 EU) trifft die Versammlung den Beschluss, dass die Beschneidung nicht heilsnotwendig ist.

Paulus als Missionar (Apg 15,36–21,14)

Paulus und Barnabas werden von Jerusalem zur weiteren Mission entsandt (15,22–29 EU) und kehren nach Antiochia zurück, wo sie weiterhin leben und predigen (15,30–35 EU). Paulus beginnt eine weitere Missionsreise (diesmal begleitet von Silas, nachdem er sich mit Barnabas zerstritten hatte), die ihn nach Kleinasien führt (16,1–8 EU). In einer nächtlichen Erscheinung wird Paulus nach Makedonien gerufen (16,9f. EU), woraufhin die Reise nach Philippi fortgesetzt wird (16,11–13 EU). Die bekehrte Lydia bietet den Reisenden Quartier an (16,14f. EU). Als Paulus und Silas dem Besitzer einer wahrsagenden Sklavin durch Austreibung des Wahrsagegeistes die Geschäftsperspektiven verdunkeln, zeigt dieser sie kurzerhand wegen Aufwiegelung der Bevölkerung an (16,16–22 EU). Paulus und Silas werden ins Gefängnis gesteckt, müssen aufgrund eines Erdbebens das Gefängnis verlassen und kommen bei ihrem Aufseher unter, der sich ebenfalls bekehrt. Als die Stadtoberen erfahren, dass Paulus ein römischer Bürger ist, lassen sie ihn ziehen (16,23–40 EU).

Auch auf den folgenden Stationen Thessaloniki (17,1–9 EU) und Beroia (17,10–15 EU) geht die von Konflikten mit den Juden begleitete Mission weiter. In Athen spricht Paulus auf dem Areopag und verkündet den Einen Gott, erntet teilweise Spott, gewinnt aber auch neue Anhänger (17,16–34 EU), darunter Dionysius Areopagita, welcher der Überlieferung zufolge der erste Bischof von Athen wurde und Schutzpatron der Stadt ist. In Korinth trifft er auf Priszilla und Aquila, ein judenchristliches Ehepaar, das aus Rom vertrieben worden war. Damit befinden wir uns etwa im Jahre 49, denn aus historischen Geschichtswerken ist bekannt, dass Kaiser Claudius für dieses Jahr ein Edikt erließ, wonach alle Juden Rom zu verlassen hatten (vgl. Sueton). Die Ankunft des Ehepaars und des Paulus in Korinth dürfte dann etwa in das Jahr 50 fallen. Die beiden werden zu engen Mitarbeitern des Paulus. Auch in Korinth bekehren sich viele, dennoch schweben die Christen ständig in der Gefahr, verfolgt zu werden. In einer erneuten Erscheinung wird Paulus aufgefordert, „weiterhin nicht zu schweigen“ (18,1–17 EU). Paulus wird in Korinth von Juden vor Gericht gezerrt. Richter ist der Statthalter Gallio, dessen Amtszeit sich für 51 oder 52 recht sicher belegen lässt.

Paulus verlässt Korinth und kehrt nach Antiochia zurück (18,18–22 EU). Nach einiger Zeit bricht er zu einer dritten Missionsreise auf (18,23–28 EU), die ihn zunächst nach Ephesos führt. Dort lehrt er zuerst in der Synagoge, später dann in der Schule des Tyrannos. Einige jüdische Beschwörer missbrauchen den Namen Jesu für ihr Handwerk und werden schwer zugerichtet, woraufhin viele, die vorher Zauberei betrieben hatten, ihre Bücher verbrennen (19,1–22 EU). Einige Kunsthandwerker unter einem Demetrius geraten in Zorn darüber, dass durch die Christen viele Menschen dem Artemis-Kult abspenstig gemacht werden, so dass ihre „Silbernen Tempel der Artemis“ (wohl Nachbildungen, die an reiche Pilger verkauft wurden) keine Abnehmer mehr finden. Die Stadtoberen lassen die Situation jedoch nicht eskalieren, sondern verweisen Demetrius auf den ordentlichen Gerichtsweg (19,23–40 EU). Unter starker Verfolgung reist Paulus über Makedonien und Griechenland (20,1–5 EU) nach Troas, wo ein junger Mann, der bei der überlangen Predigt des Paulus eingeschlafen ist, aus dem Fenster im dritten Stock fällt, stirbt und von Paulus wiederbelebt wird (20,6–12 EU), dann nach Milet (20,13–16 EU). Paulus verabschiedet sich von den Ältesten von Ephesos (20,17–38 EU) und kehrt über Caesarea (21,1–14 EU) nach Jerusalem zurück.

Paulus als Gefangener (Apg 21,15–28,31)

„Ab jetzt folgen lange Szenen aufeinander, in denen Paulus jedes Mal im Zentrum steht. Sie enthalten eine ungewöhnliche Fülle an konkreten Details: Verhaftung im Tempel, Rede an das Volk von Jerusalem, Rede vor dem Synhedrion, Überführung nach Cäsarea, zahlreiche Verhandlungen vor Felix und Festus, Sturm und Schiffbruch, Ankunft in Rom. Diese großen erzählerischen Gemälde zeigen den Erzähler auf dem Höhepunkt seiner Kunst.“

In Jerusalem sind die Apostel beglückt über seine Missionserfolge (21,15–26 EU), doch lässt die Verhaftung des Paulus nicht lange auf sich warten. Paulus entgeht nur knapp durch die Hilfe des Militärs dem Tode (21,27–40 EU) und darf eine Verteidigungsrede halten, in der er von seiner Berufung berichtet (22,1–21 EU). Beim Verhör mit einem römischen Oberst betont Paulus, ein römischer Bürger zu sein, und entgeht so weiterer Geißelung (22,22–30 EU). Dennoch wird er erneut vor dem Hohen Rat verhört, wo seine Äußerungen zu Zwietracht zwischen Pharisäern und Sadduzäern führen, die derartig eskaliert, dass der römische Oberst Paulus aus Angst um dessen Leben zurück in die Burg bringt (23,1–11 EU). Einige Juden beschließen, Paulus in einem Hinterhalt zu töten.

Der Oberst erfährt durch Paulus’ in Jerusalem lebenden Neffen von dem Komplott (23,12–22 EU) und lässt Paulus nach Caesarea überführen (23,23–35 EU). Dort wird Paulus erneut verhört, diesmal vom Statthalter Felix. Die Juden beschuldigen Paulus im Verhör, der Anführer der Sekte der Nazoräer zu sein, Aufruhr zu stiften und den Tempel zu entweihen. Paulus weist alle Vorwürfe zurück (24,1–21 EU). Felix verschleppt den Prozess, weil er sich von Paulus Bestechungsgelder erhofft (24,22–27 EU). Paulus bleibt im Gefängnis, bis Felix durch den neuen Statthalter Porcius Festus abgelöst wird. Diese Ablösung ist auf das Jahr 59 datierbar. Es kommt zu einem neuerlichen Verhör (25,1–8 EU), bei dem sich Paulus auf sein römisches Bürgerrecht beruft und auf sein Recht, nur vor dem Kaiser zum Tode verurteilt werden zu können (25,9–12 EU).

Bei einem Besuch des galiläischen Königs Agrippa bei Festus bittet der König darum, Paulus ebenfalls verhören zu dürfen (25,13–27 EU). Paulus hält vor Agrippa eine lange Verteidigungsrede, in der er seinen Weg vom eifernden Pharisäer zum Christen nachzeichnet und die Auferstehung Jesu bekennt. Agrippa findet nichts Verwerfliches und würde Paulus freilassen, wenn dieser sich nicht auf den Kaiser berufen hätte (26 EU). So wird Paulus als Gefangener nach Rom geschickt (27,1–12 EU), gerät auf der Überfahrt in einen heftigen Seesturm (27,13–26 EU) und erleidet einen glimpflich ausgehenden Schiffbruch vor der Insel Melite (Μελίτη; 27,27–44 EU), nach einer These von Heinz Warnecke nicht Malta oder Milet (Mljet), sondern Kefalonia.

Auf Melite werden die Gestrandeten freundlich aufgenommen, Paulus heilt viele Kranke und gelangt zu großer Ehre (28,1–10 EU). Nach drei Monaten kann die Reise nach Rom fortgesetzt werden (28,11–15 EU). In Rom angekommen, kann Paulus dank eines offenen Strafvollzugs auch dort umgehend mit der Verkündigung beginnen (28,16–31 EU). Damit endet die Apostelgeschichte.

Historische Zuverlässigkeit

Durchgängig werden dem Verfasser gute geographische, soziale und politische Kenntnisse bescheinigt. Er ist bei Namen und Titeln der römischen Beamten, die in seiner Erzählung vorkommen, sehr genau und scheint auch über die römische Rechtslage bestens informiert zu sein. So konnten – u. a. vom schottischen Archäologen und Althistoriker William Mitchell Ramsay – verschiedene Begebenheiten, die Lukas in der Apostelgeschichte erwähnt, im 19. und 20. Jahrhundert belegt werden.

Ob diese allgemeine historische Zuverlässigkeit auch auf die Daten der frühen christlichen Gemeinde bezogen werden kann, ist in der theologischen Forschung umstritten. Nachdem in den 1970er und 1980er Jahren die Ansicht verbreitet war, Lukas sei als Geschichtsschreiber unglaubwürdig, macht sich in letzter Zeit verstärkt die Ansicht breit, den lukanischen Angaben doch mehr Vertrauen entgegenzubringen. Offensichtlich ist, dass die in der Apostelgeschichte (Kapitel 15) geschilderte Version der Ereignisse rund um das sogenannte Apostelkonzil nicht mit dem von Paulus selbst im Galaterbrief (Kapitel 2) beschriebenen Gang der Ereignisse in Einklang zu bringen ist. Ob die beiden Autoren unterschiedliche Ereignisse beschreiben oder ob Paulus als Augenzeuge hier den Vorrang hat und was das für die übrigen durch Lukas geschilderten Ereignisse bedeutet, ist umstritten.

Literatur

Textausgaben

  • Institut für Neutestamentliche Textforschung Münster (Hrsg.): Novum Testamentum Graece (Nestle-Aland). 28., revidierte Ausgabe. Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart 2012, ISBN 978-3-438-05160-8.
  • Holger Strutwolf, Georg Gäbel, Annette Hüffmeier, Gerd Mink, Klaus Wachtel (Hrsg.): Novum Testamentum Graecum, Editio Critica Maior, Band 3: Die Apostelgeschichte. Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart 2017:
    • Teilband 1.1: Text Kapitel 1−14, ISBN 978-3-438-05609-2;
    • Teilband 1.2: Text Kapitel 15−28, ISBN 978-3-438-05610-8;
    • Teilband 2: Begleitende Materialien, ISBN 978-3-438-05612-2;
    • Teilband 3: Studien, ISBN 978-3-438-05613-9. (Kommentar zu ausgewählten Varianten; Untersuchungen zu frühen Übersetzungen und zur Textüberlieferung in der Alten Kirche)

Hilfsmittel

  • Walter Bauer, Kurt Aland: Griechisch-deutsches Wörterbuch zu den Schriften des Neuen Testaments und der frühchristlichen Literatur. Walter de Gruyter, 6., völlig neu bearbeitete Auflage, Berlin u. a. 1988, ISBN 978-3-11-010647-3.
  • Bruce M. Metzger: A Textual Commentary on the Greek New Testament, Second Edition. A Companion Volume to the United Bible Societies’ Greek New Testament (Fourth Revised Edition). Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart 1994, ISBN 978-3-438-06010-5.

Überblicksdarstellungen

  • Sean Adams, Matthias Becker, Mark Bilby, Helen K. Bond, Christfried Böttrich, Siobhán Dowling Long, Rachel Fulton Brown, Andrew Gregory, Beth Kreitzer, Esther Mulders, Richard Walsh: Luke–Acts. In: Encyclopedia of the Bible and Its Reception (EBR). Band 17, De Gruyter, Berlin/Boston 2019, ISBN 978-3-11-031334-5, Sp. 143–188.
  • David L. Balch: Apostelgeschichte. In: Religion in Geschichte und Gegenwart (RGG). 4. Auflage. Band 1, Mohr-Siebeck, Tübingen 1998, Sp. 642–648.
  • Eckhard Plümacher: Apostelgeschichte. In: Theologische Realenzyklopädie (TRE). Band 3, de Gruyter, Berlin / New York 1978, ISBN 3-11-007462-1, S. 483–538.
  • Ingo Broer: Einleitung in das Neue Testament. 4. überarbeitete Auflage. Echter, Würzburg 2016, ISBN 978-3-429-02846-6, S. 162–191.
  • Udo Schnelle: Einleitung in das Neue Testament. UTB 1830. 10., neubearbeitete Auflage, Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2024, ISBN 978-3-8252-6144-3, S. 398–423.

Kommentare (Auswahl)

  • Ernst Haenchen: Die Apostelgeschichte (= Kritisch-exegetischer Kommentar über das Neue Testament, Band 3). 16. Auflage, 7., durchgesehene und verbesserte Auflage dieser Neuauslegung. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1977, ISBN 3-525-51634-7.
  • Craig S. Keener: Acts: An Exegetical Commentary. 4 Bände. Baker Academic, Grand Rapids 2012–2015.
    • Teilband 1: Introduction; 1,1–2,47. 2012, ISBN 978-0-8010-4836-4.
    • Teilband 2: 3,1–14,28. 2013, ISBN 978-0-8010-4837-1.
    • Teilband 3: 15,1–23,35. 2014, ISBN 978-0-8010-4838-8.
    • Teilband 4: 24,1–28,31. 2015, ISBN 978-0-8010-4839-5.
  • Daniel Marguerat: Die Apostelgeschichte (= Kritisch-exegetischer Kommentar über das Neue Testament, Band 3). 18. Auflage, 1. Auflage dieser Auslegung. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2022, ISBN 978-3-525-56045-7.
  • Richard Pervo: Acts: A Commentary (= Hermeneia). Fortress, Minneapolis 2009, ISBN 978-0-8006-6045-1.
  • Jürgen Roloff: Die Apostelgeschichte (= Das Neue Testament Deutsch, Band 5). 19. Auflage, 3. Auflage der Neufassung. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2010. ISBN 978-3-525-51361-3.
  • Rudolf Pesch: Die Apostelgeschichte (= Evangelisch-Katholischer Kommentar zum Neuen Testament, Band 5). 2 Bände. Benziger, Zürich u. a. 1986.
    • Teilband 1: Apg 1–12. 3. Auflage. Benziger, Zürich u. a. 2005, ISBN 3-545-23112-7.
    • Teilband 2: Apg 13–28. 2. Auflage. Benziger, Zürich u. a. 2003, ISBN 3-545-23113-5.
  • Gerhard Schneider: Apostelgeschichte (= Herders theologischer Kommentar zum Neuen Testament. Band 5). 2 Bände. Herder, Freiburg/Basel/Wien 2002, ISBN 3-451-27490-6 (Ungekürzte Sonderausgabe HTKNT).
    • Teilband 1: Einleitung, Kommentar zu Kap. 1,1–8,40. (Erstausg. 1980, ISBN 3-451-17547-9).
    • Teilband 2: Einleitung, Kommentar zu Kap. 9,1–28,31. (Erstausg. 1982, ISBN 3-451-19381-7).
  • Wilfried Eckey: Die Apostelgeschichte. Der Weg des Evangeliums von Jerusalem nach Rom. 2 Bände, Neukirchener Verlag, Neukirchen-Vluyn 2000.
    • Teilband 1: Apg 1,1–15,35. Neukirchener Verlag, Neukirchen-Vluyn 2000, ISBN 3-7887-1780-7.
    • Teilband 2: Apg 15,36–28,31. Neukirchener Verlag, Neukirchen-Vluyn 2000, ISBN 3-7887-1796-3.

Einzelstudien

  • Knut Backhaus: Zur Datierung der Apostelgeschichte: Ein Ordnungsversuch im chronologischen Chaos. In: Zeitschrift für die Neutestamentliche Wissenschaft. Band 108 (2017), ISSN 0044-2615, S. 212–258.
  • Martin Dibelius: Der erste christliche Historiker. In: Hans von Campenhausen (Hrsg.): Aus der Arbeit der Universität 1946/47 (= Schriften der Universität Heidelberg, Band 3). Springer, Berlin / Göttingen / Heidelberg 1948, S. 112–125. Wieder abgedruckt in: Martin Dibelius: Aufsätze zur Apostelgeschichte, hrsg. von Heinrich Greeven. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1951, OCLC 05245364.
  • Martin Dibelius: Die Reden der Apostelgeschichte und die antike Geschichtsschreibung. Winter, Heidelberg 1949. Wieder abgedruckt in: Martin Dibelius: Aufsätze zur Apostelgeschichte, hrsg. von Heinrich Greeven. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1951.
  • Jörg Frey, Clare K. Rothschild, Jens Schröter (Hrsg.): Die Apostelgeschichte im Kontext antiker und frühchristlicher Historiographie (= Beihefte zur Zeitschrift für die neutestamentliche Wissenschaft. Band 162). De Gruyter, Berlin u. a. 2009, ISBN 978-3-11-021631-8.
  • Andrew Gregory: The Reception of Luke and Acts in the Period before Irenaeus: Looking for Luke in the Second Century (= Wissenschaftliche Untersuchungen zum Neuen Testament, 2. Reihe, Band 69). Mohr Siebeck, Tübingen 2003, ISBN 978-3-16-157155-8.
  • Jens Herzer: „Lukas ist allein bei mir“ (2 Tim 4,11): Lukas, die Pastoralbriefe und die Konstruktion von Geschichte. In: Joseph Verheyden, John S. Kloppenborg (Hrsg.): Luke on Jesus, Paul and Christianity: What did he really know? (= Biblical Tools and Studies, Band 29). Peeters, Leuven / Paris / Bristol 2017, ISBN 978-90-429-3437-5, S. 27–58.
  • Heidi J. Hornik, Mikeal C. Parsons: The Acts of the Apostles through the Centuries. Wiley-Blackwell, Chichester / Malden 2017.
  • Manfred Lang: Quellen in der Apostelgeschichte. In: Joseph Verheyden, John S. Kloppenborg (Hrsg.): Luke on Jesus, Paul and Christianity: What did he really know? (= Biblical Tools and Studies. Band 29). Peeters, Leuven / Paris / Bristol 2017, ISBN 978-90-429-3437-5, S. 3–26.
  • Kenneth D. Litwak: Echoes of Scripture in Luke–Acts: Telling the History of God's People Intertextually (= Journal für the Study of the New Testament, Supplement Series. Band 282). T & T Clark, London u. a. 2005, ISBN 0-567-03025-3.
  • Daniel Marguerat (Hrsg:): Reception of Paulinism in Acts (= Ephemerides theologicae Lovanienses, Bibliotheca, Band 229). Peeters, Leuven 2009, ISBN 978-90-429-2241-9.
  • Christopher R. Matthews: Philip: Apostle and Evangelist. Configurations of a Tradition (= Novum Testamentum, Supplements, Band 105). Brill, Leiden 2002, ISBN 978-90-474-0083-7.
  • Richard Pervo: The Paul of Acts and the Paul of the Letters: Aspects of Luke as an Interpreter of the Corpus Paulinum. In: Daniel Marguerat (Hrsg:): Reception of Paulinism in Acts (= Ephemerides theologicae Lovanienses, Bibliotheca. Band 229). Peeters, Leuven 2009, S. 141–156.
  • Peter Pilhofer: Ein neuer frühchristlicher Autor: Aufsätze zur Apostelgeschichte (= Beiträge zur Wissenschaft vom Alten und Neuen Testament. Band 247). Kohlhammer, Stuttgart 2025, ISBN 978-3-17-042460-9.
  • Jens Schröter: Kirche im Anschluss an Paulus: Aspekte der Paulusrezeption in der Apostelgeschichte und in den Pastoralbriefen. In: Zeitschrift für die Neutestamentliche Wissenschaft, Band 98 (2007), ISSN 0044-2615, S. 77–104.
  • Jens Schröter: Lukas als Historiograph: Das lukanische Doppelwerk und die Entdeckung der christlichen Heilsgeschichte. In: Eve-Marie Becker (Hrsg.): Die antike Historiographie und die Anfänge der christlichen Geschichtsschreibung (= Beihefte zur Zeitschrift für die Neutestamentliche Wissenschaft. Band 129). De Gruyter, Berlin / Boston 2005, ISBN 3-11-018208-4, S. 237–262.
  • Claus-Jürgen Thornton: Der Zeuge des Zeugen: Lukas als Historiker der Paulusreisen (= Wissenschaftliche Untersuchungen zum Neuen Testament. Band 56). Mohr Siebeck, Tübingen 1991, ISBN 3-16-145737-4.
  • Philipp Vielhauer: Zum „Paulinismus“ der Apostelgeschichte. In: Evangelische Theologie, 10. Jg. 1950/51, ISSN 0014-3502, S. 1–15.

Anmerkungen

  1. Daniel Marguerat: Die Apostelgeschichte, Göttingen 2022, S. 55; Novum Testamentum Graecum, Editio Critica Maior, Band 3, Teil 1.1., Stuttgart 2017, S. 1.
  2. Irenäus von Lyon: Adversus haereses 3,13,3
  3. Tertullian: De ieiunio adversus psychicos 10,3.
  4. Rudolf Pesch: Apg 1–12, Zürich u. a. 2005, S. 23; Jürgen Roloff: Die Apostelgeschichte, Göttingen 2010, S. 1.
  5. Geschichte. In: Jacob Grimm, Wilhelm Grimm (Hrsg.): Deutsches Wörterbuch. Band 2: Biermörder–D – (II). S. Hirzel, Leipzig 1860, Sp. 3856–3866 (woerterbuchnetz.de).
  6. Bruce M. Metzger: A Textual Commentary on the Greek New Testament, Stuttgart 1994, S. 221.
  7. Vgl. Udo Schnelle: Einleitung in das Neue Testament, Göttingen 2024, S. 405: „Die ‚westliche‘ Textform entstand sehr wahrscheinlich nicht im Westen des Römischen Reiches, sondern in Syrien“.
  8. Zur Forschungsgeschichte vgl. Bruce M. Metzger: A Textual Commentary on the Greek New Testament, Stuttgart 1994, S. 223–234.
  9. Friedrich Blass: Die zwiefache Textüberlieferung in der Apostelgeschichte. In: Theologische Studien und Kritiken, Band 67 (1894), S. 86–119, hier S. 90 (Digitalisat)
  10. Vgl. Marie-Émile Boismard, Arnaud Lamouille: Le texte occidental des Actes des apôtres: reconstitution et réhabilitation. Éd. Recherche sur les civilisations, Paris 1984.
  11. Udo Schnelle: Einleitung in das Neue Testament, Göttingen 2024, S. 404.
  12. Diese Berechnung stammt von Frederic G. Kenyon: The Western Text in the Gospels and Acts. Milford, London 1938.
  13. Ingo Broer: Einleitung in das Neue Testament, Würzburg 2016, S. 175. Ausführlich Ernst Haenchen: Die Apostelgeschichte, Göttingen 1977, S. 64–71, der im D-Text drei Arten von Varianten unterscheidet: 1. stilistische Verbesserungen, 2. inhaltliche Ergänzungen, 3. Eigentümlichkeiten des Codex Bezae.
  14. Ingo Broer: Einleitung in das Neue Testament, Würzburg 2016, S. 175.
  15. Daniel Marguerat: Die Apostelgeschichte, Göttingen 2022, S. 53. Vgl. Bruce M. Metzger: A Textual Commentary on the Greek New Testament, Stuttgart 1994, S. 234 f.: “[…] it would be more appropriate to speak of Western texts, rather than of a Western text. At the same time, one can recognize a, so-to-speak, Western tendency that is shared by many such witnesses.”
  16. Eckhard Plümacher: Apostelgeschichte. In: Theologische Realenzyklopädie (TRE). Band 3, de Gruyter, Berlin / New York 1978, ISBN 3-11-007462-1, S. 488.
  17. τὸν … πρῶτον λόγον.
  18. Udo Schnelle: Einleitung in das Neue Testament, Göttingen 2024, S. 372.
  19. Rudolf Pesch: Apg 1–12, Zürich u. a. 2005, S. 25: „höchst unwahrscheinlich.“
  20. Knut Backhaus: Zur Datierung der Apostelgeschichte, 2017, S. 214 f.
  21. Colin A. Hemer: The Book of Acts in the Setting of Hellenistic History (= Wissenschaftliche Untersuchungen zum Neuen Testament, Band 49). Mohr Siebeck, Tübingen 1989, S. 376–382.
  22. Colin A. Hemer: The Book of Acts in the Setting of Hellenistic History (= Wissenschaftliche Untersuchungen zum Neuen Testament, Band 49). Mohr Siebeck, Tübingen 1989, S. 406–408.
  23. Außerdem: Alexander Mittelstaedt: Lukas als Historiker: Zur Datierung des lukanischen Doppelwerkes (= Texte und Arbeiten zum neutestamentlichen Zeitalter, Band 43). Francke, Tübingen 2006.
  24. Craig S. Keener: Acts: An Exegetical Commentary. Band 1, Grand Rapids 2012, S. 400 f.
  25. Frank Dicken: The Author and Date of Luke-Acts: Exploring the Options. In: Sean A. Adams, Michael W. Pahl (Hrsg.): Issues in Luke-Acts: Selected Essays. Gorgias Press, Piscataway 2012, S. 7–26, hier S. 19: “Luke’s dependence on Mark is practically a given.”
  26. Daniel Marguerat: Die Apostelgeschichte, Göttingen 2022, S. 34; ebenso Rudolf Pesch: Apg 1–12, Zürich u. a. 2005, S. 28; Jürgen Roloff: Die Apostelgeschichte, Göttingen 2010, S. 6: „etwa um 90.“
  27. Udo Schnelle: Einleitung in das Neue Testament, Göttingen 2024, S. 399.
  28. Richard Pervo: The Paul of Acts and the Paul of the Letters: Aspects of Luke as an Interpreter of the Corpus Paulinum, Leuven 2009, S. 143: “This paper assumes … that Acts was written c. 115 CE, very probably in the vicinity of Ephesos, … that Luke … made use of (a) a number, probably a collection, of Pauline letters, as well as (b) some of the writings of Josephus …”
  29. Ingo Broer: Einleitung in das Neue Testament, Würzburg 2016, S. 169 f.
  30. Niels Hyldahl: Über die Abfassungszeit des lukanischen Doppelwerks. In: Martina Janßen, F. Stanley Jones, Jürgen Wehnert (Hrsg.): Frühes Christentum und Religionsgeschichtliche Schule, FS Gerd Lüdemann (= Novum testamentum et orbis antiquus / Studien zur Umwelt des Neuen Testaments, Band 95). Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2011, S. 75–82.
  31. Knut Backhaus: Zur Datierung der Apostelgeschichte, 2017, S. 214.
  32. Udo Schnelle: Einleitung in das Neue Testament, Göttingen 2024, S. 400; ebenso Andreas Lindemann, Jens Schröter, Konrad Schwarz: Arbeitsbuch zum Neuen Testament (UTB). 15., vollständig neu bearbeitete Auflage. Mohr Siebeck, Tübingen 2024, S. 391.
  33. Eckhard Plümacher: Apostelgeschichte. In: Theologische Realenzyklopädie (TRE). Band 3, de Gruyter, Berlin / New York 1978, ISBN 3-11-007462-1, S. 490–491.
  34. Manfred Lang: Quellen in der Apostelgeschichte, Leuven / Paris / Bristol 2017, S. 20 f.
  35. Manfred Lang: Quellen in der Apostelgeschichte, Leuven / Paris / Bristol 2017, S. 20 f.
  36. Andreas Lindemann, Jens Schröter, Konrad Schwarz: Arbeitsbuch zum Neuen Testament (UTB). 15., vollständig neu bearbeitete Auflage. Mohr Siebeck, Tübingen 2024, S. 380; Wilfried Eckey: Die Apostelgeschichte, Band 1, Neukirchen-Vluyn 2000, S. 227; vgl. Daniel Marguerat: Die Apostelgeschichte, Göttingen 2022, S. 261: „Mit Sicherheit ist der Prozess Jesu das den Erzähler leitende narrative Modell, wie er es von Mk her vor Augen hat. Nach dem Vorwurf der Gotteslästerung (Mk 14,64) und der Überführung zum Synhedrion (Mk 14,53) zitieren die falschen Zeugen eine Aussage Jesu …“
  37. Richard Pervo: Acts: A Commentary, Minneapolis 2009, S. 13.
  38. Udo Schnelle: Einleitung in das Neue Testament, Göttingen 2024, S. 406 f.; Ingo Broer: Einleitung in das Neue Testament, Würzburg 2016, S. 171.
  39. Hier referiert nach: Ernst Haenchen: Die Apostelgeschichte, Göttingen 1977, S. 95, vgl. Rudolf Bultmann: Zur Frage nach den Quellen der Apostelgeschichte. In: Exegetica: Aufsätze zur Erforschung des Neuen Testaments, Tübingen 1967, S. 412–423.
  40. Udo Schnelle: Einleitung in das Neue Testament, Göttingen 2024, S. 404.
  41. Vgl. Irenäus von Lyon: Adversus haereses 3,14,1. Irenäus referierte einige „Wir-Stücke“ und fasste zusammen: Lukas berichte „der Reihe nach alles übrige von (seiner Reise) mit Paulus, wobei er mit aller Sorgfalt Angaben über Orte, Städte und Zeitabstände macht […]. Weil Lukas bei allem dabei war, hat er alles genau aufgeschrieben.“ (Deutsche Übersetzung: Norbert Brox, Fontes Christiani, Band 8/3).
  42. Beispielsweise Jens Herzer: „Lukas ist allein bei mir“ (2 Tim 4,11): Lukas, die Pastoralbriefe und die Konstruktion von Geschichte, Leuven / Paris / Bristol 2017, S. 27–58, hier S. 33.
  43. Martin Dibelius: Der erste christliche Historiker, Berlin / Göttingen / Heidelberg 1948, S. 115
  44. Udo Schnelle: Einleitung in das Neue Testament, Göttingen 2024, S. 407–410.
  45. Manfred Lang: Quellen in der Apostelgeschichte, Leuven / Paris / Bristol 2017, S. 25.
  46. Andreas Lindemann, Jens Schröter, Konrad Schwarz: Arbeitsbuch zum Neuen Testament (UTB). 15., vollständig neu bearbeitete Auflage. Mohr Siebeck, Tübingen 2024, S. 387.
  47. Vgl. Daniel Marguerat: Die Apostelgeschichte, Göttingen 2022, S. 513: πορθέω „verwüsten“ bezeichnet Gal 1,13 EU und Apg 9,21 EU die feindselige Haltung des Paulus gegen die Christen vor seiner Bekehrung; ζηλωτὴς ὑπαρχών „ein Eiferer seiend“ kennzeichnet Paulus Gal 1,14 EU sein früheres Leben als Pharisäer, und ebenso bezeichnet er sich Apg 22,3 EU in seiner Jerusalemer Verteidigungsrede.
  48. Richard Pervo: Acts: A Commentary, Minneapolis 2009, S. 12: “Postulating that Luke utilized Josephus also answers more questions than it raises. Many of the details in Acts about events in Judaea in the period from c. 1 to c. 60 CE are most logically and economically explained as derived from this Jewish historian, particularly because Luke shares some of Josephus’s understandings and interests.”
  49. Richard Pervo: Acts: A Commentary, Minneapolis 2009, S. 587 f: zum Anschlag auf Herodes vgl. Josephus: Antiquitates 15,282–291.
  50. Knut Backhaus: Das lukanische Doppelwerk: Zur literarischen Basis frühchristlicher Geschichtsdeutung (= Beihefte zur Zeitschrift für die Neutestamentliche Wissenschaft, Band 240). De Gruyter, Berlin / Boston 2022, S. 392. (Open Access); vgl. Jürgen Roloff: Die Apostelgeschichte, Göttingen 2010, S. 10 f.: „So ist kaum ein größerer Gegensatz denkbar als der zwischen den Petrusreden im ersten Teil … mit ihrem ungelenken semitisierenden Stil und der Rede des Paulus in Athen (17,22-31) mit ihren eleganten griechischen Perioden … [Er war auch imstande,] da, wo er die Begegnung des Evangeliums mit der geistigen Welt des Griechentums schildert (17,22-31) oder wo er hochgestellte und gebildete Persönlichkeiten der griechisch-römischen Welt in Erscheinung treten läßt (24,2-8), den Ton eines literarisch gefärbten, weltläufigen Griechisch anzuschlagen. Auf einer mittleren Ebene zwischen beiden Extremen liegen jene Abschnitte, die in breit ausholendem, volkstümlichem Erzählton von Taten und wunderbaren Widerfahrnissen der Apostel und Missionare berichten.“
  51. καρδία καὶ ψυχὴ μία.
  52. Marius Reiser: Sprache und literarische Formen des Neuen Testaments. Schöningh, Paderborn 2001, S. 55; Jürgen Roloff: Die Apostelgeschichte, Göttingen 2010, S. 88.
  53. Vgl. Aristoteles: Nikomachische Ethik 9,8,2 (1168 b); Rudolf Pesch: Apg 1–12, Zürich u. a. 2005, S. 184: „Topos griechischer Tradition“; Daniel Marguerat: Die Apostelgeschichte, Göttingen 2022, S. 196 f.
  54. Silvia Schroer, Thomas Staubli: Die Körpersymbolik der Bibel. Primus, Darmstadt 1998, S. 47.
  55. Marius Reiser: Sprache und literarische Formen des Neuen Testaments. Schöningh, Paderborn 2001, S. 52.
  56. Daniel Marguerat: Die Apostelgeschichte, Göttingen 2022, S. 55–58.
  57. Daniel Marguerat: Die Apostelgeschichte, Göttingen 2022, S. 84 f. Deshalb werden Stephanus und Paulus, zwei Hauptpersonen der Apostelgeschichte, in diesem Werk nicht als Apostel, sondern als Zeugen bezeichnet.
  58. Heidi J. Hornik, Mikeal C. Parsons: The Acts of the Apostles through the Centuries, Chichester / Malden 2017, S. 44.
  59. Schawuot war in der Zeit, in der die Erzählung spielt, vor allem Ernte- und Pilgerfest. Die Umdeutung zum Fest der Bundesschließung am Sinai setzte nach Zerstörung des Tempels ein, als Juden nicht mehr dorthin pilgern konnten. Als die Apostelgeschichte verfasst wurde, war diese Festinterpretation erst im Entstehen. Vgl. Stefan Schreiber: Aktualisierung göttlichen Handelns am Pfingsttag: Das frühjüdische Fest in Apg 2,1. In: Zeitschrift für die Neutestamentliche Wissenschaft, Band 93 (2002), S. 58–77.
  60. Vgl. Richard Pervo: Acts: A Commentary, Minneapolis 2009, S. 65: “The scene shifts, without formal notice, from indoors to outdoors, where an excited crowd, drawn by the noise, gathers.”
  61. Daniel Marguerat: Die Apostelgeschichte, Göttingen 2022, S. 93–103.
  62. Richard Pervo: Acts: A Commentary, Minneapolis 2009, S. 85.
  63. Daniel Marguerat: Die Apostelgeschichte, Göttingen 2022, S. 107 f.; vgl. Martin Dibelius: Die Reden der Apostelgeschichte und die antike Geschichtsschreibung, Heidelberg 1949, S. 33 f.
  64. Richard Pervo: Acts: A Commentary, Minneapolis 2009, S. 79.
  65. Daniel Marguerat: Die Apostelgeschichte, Göttingen 2022, S. 111–124.
  66. Craig S. Keener: Acts: An Exegetical Commentary, Band 2, Grand Rapids 2013, S. 1141 Anm. 1141: “Even if it did not belong to Caiaphas himself, it probably belonged to aristocratic priests.”
  67. Craig S. Keener: Acts: An Exegetical Commentary, Band 2, Grand Rapids 2013, S. 1141 f.
  68. Daniel Marguerat: Die Apostelgeschichte, Göttingen 2022, S. 177; Craig S. Keener: Acts: An Exegetical Commentary, Band 2, Grand Rapids 2013, S. 1158–1172.
  69. Daniel Marguerat: Die Apostelgeschichte, Göttingen 2022, S. 198: „Gestaltung und Wortwahl des Summariums machen das lk Anliegen deutlich, die Praxis der Urkirche am Knotenpunkt griechischen Strebens und jüdischer Hoffnung zu situieren, als Zeichen eines Christentums zwischen Jerusalem und Rom, das in sich die Erwartungen dieser beiden Welten miteinander versöhnt.“
  70. Craig S. Keener: Acts: An Exegetical Commentary, Band 2, Grand Rapids 2013, S. 1179: “Luke … often mentions his characters in preliminary ways before introducing them in their primary roles (e.g. Philip and Stephen in Acts 6:5; Saul in 7:58 and 8:1).”
  71. Während der Name Hananias gängig ist, findet sich Saphira fast nur in der Jerusalemer Oberschicht, ist dort aber inschriftlich gut bezeugt. Vgl. Craig S. Keener: Acts: An Exegetical Commentary, Band 2, Grand Rapids 2013, S. 1185.
  72. Vgl. Daniel Marguerat: Die Apostelgeschichte, Göttingen 2022, S. 220: „Im ganzen NT findet man keine so krasse Darstellung des volkstümlichen Aberglaubens wie hier und in 19,12, wo die Leute den Schweißtüchern des Paulus wundersame Heilkräfte zusprechen.“
  73. Daniel Marguerat: Die Apostelgeschichte, Göttingen 2022, S. 228–242.
  74. Daniel Marguerat: Die Apostelgeschichte, Göttingen 2022, S. 243–253.
  75. Martin Dibelius: Die Reden der Apostelgeschichte und die antike Geschichtsschreibung, Heidelberg 1949, S. 37.
  76. Wilfried Eckey: Die Apostelgeschichte, Band 1, Neukirchen-Vluyn 2000, S. 230 f.
  77. Wilfried Eckey: Die Apostelgeschichte, Band 1, Neukirchen-Vluyn 2000, S. 232–240.
  78. Wilfried Eckey: Die Apostelgeschichte, Band 1, Neukirchen-Vluyn 2000, S. 240.
  79. Daniel Marguerat: Die Apostelgeschichte, Göttingen 2022, S. 228–317.
  80. Historisch gesehen, traf die Verfolgung wahrscheinlich die „Hellenisten“, deren Wortführer Stephanus gewesen war, und die konservativere Gruppe um Petrus blieb unbehelligt.
  81. Daniel Marguerat: Die Apostelgeschichte, Göttingen 2022, S. 319–321.
  82. Christopher R. Matthews: Philip: Apostle and Evangelist, Leiden 2002, S. 36 und 72. Dass Rom, Zentrum des Imperiums und letzte Station der Apostelgeschichte, als Ende der Welt bezeichnet worden wäre, ist im 1. Jahrhundert unwahrscheinlich.
  83. Daniel Marguerat: Die Apostelgeschichte, Göttingen 2022, S. 322.
  84. Es ist unklar, ob damit die multiethnische und multireligiöse Hauptstadt Sebaste gemeint ist. Möglicherweise kennt sich Lukas mit dieser Region nicht gut aus, oder aber es widerspricht seinem Geschichtskonzept, dass Philippus hier im Grunde schon Heidenmission betreibt. Zur Diskussion vgl. Christopher R. Matthews: Philip: Apostle and Evangelist, Leiden 2002, S. 48 f. (dort weitere Literatur)
  85. Seit der Alten Kirche (Irenäus von Lyon) galt Simon Magus als Inbegriff des Gnostikers und Häretikers. Dies entspricht jedoch nicht den Intentionen des Lukas, sondern gehört zur Wirkungsgeschichte. Vgl. zur Diskussion: Roland Bergmeier: Zum Problem vorchristlicher Gnosis: Untersuchungen zur Gestalt des Simon Magus in Act 8 und in der simonianischen Gnosis. In: Ders., Das Gesetz im Römerbrief und andere Studien zum Neuen Testament (= Wissenschaftliche Untersuchungen zum Neuen Testament, Band 121). Mohr Siebeck, Tübingen 2000, S. 209–248.
  86. Daniel Marguerat: Die Apostelgeschichte, Göttingen 2022, S. 328–334.
  87. Daniel Marguerat: Die Apostelgeschichte, Göttingen 2022, S. 336.
  88. Daniel Marguerat: Die Apostelgeschichte, Göttingen 2022, S. 344–352.
  89. Daniel Marguerat: Die Apostelgeschichte, Göttingen 2022, S. 720.
  90. Heinz Warnecke: Die tatsächliche Romfahrt des Apostels Paulus. 2. Auflage. Kath. Bibelwerk, Stuttgart 1989, ISBN 3-460-04271-0, S. 164. Vgl. hierzu: Jürgen Wehnert: Gestrandet: Zu einer neuen These über den Schiffbruch des Apostels Paulus auf dem Wege nach Rom (Apg 27—28). In: Zeitschrift für Theologie und Kirche 87/1 (1990), S. 67–99.
  91. Udo Schnelle: Einleitung in das neue Testament. S. 319.
  92. Udo Schnelle: Paulus: Leben und Denken. de Gruyter, Berlin/New York 2003, ISBN 3-11-012856-X, S. 34.

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