Chronik des russischen Überfalls auf die Ukraine ab 2026

Diese Chronik stellt eine Übersicht zur Chronologie des russischen Überfalls auf die Ukraine für das Jahr 2026 dar.

Januar 2026

1. Januar

Beim Angriff in der Silvesternacht mit über 200 Drohnen nahm Russland laut ukrainischen Behörden vor allem die Energieinfrastruktur ins Visier.

2. Januar

Russland beschoss die ukrainische Stadt Charkiw, getroffen wurde laut ukrainischen Angaben ein Wohngebiet. Der Regionalgouverneur sprach von mindestens 19 Verletzten, der Charkiwer Bürgermeister sogar von 30.

In der Nacht auf den 2. Januar war die Ölraffinerie in der russischen Stadt Samara etwa 850 Kilometer südöstlich von Moskau das Ziel ukrainischer Angriffe. Das Institute for the Study of War verwies auf ein Video, das einen Brand der Anlage zeigte.

3. Januar

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj tauschte zum Jahresbeginn seinen Verteidigungsminister aus. Auf seinen Wunsch hin wurde das Amt vom bisherigen Digitalminister Mychajlo Fedorow übernommen. Die ukrainischen Behörden ordneten an, mehrere tausend Kinder und deren Eltern aus umkämpften Gebieten in den Oblasten Saporischschja und Dnipropetrowsk zu evakuieren.

In der Nacht auf den 3. Januar griff die Ukraine nach eigenen Angaben die Afipski-Raffinerie in der russischen Region Krasnodar sowie die Raffinerie in Jaroslawl an.

6. Januar

27 Staats- und Regierungschefs verhandelten in Paris über gemeinsame Sicherheitsgarantien für die Ukraine. Diese sollten laut einem Entwurf rechtlich verbindlich sein.

Die Ukraine griff in der Nacht zum 6. Januar eine Chemiefabrik in Dorogobusch in der Oblast Smolensk an.

8. Januar

Die Verluste der russischen Armee (Gefallene und Verwundete) in der Ukraine lagen nach offiziellen ukrainischen Angaben vom 24. Februar 2022 bis zum 8. Januar 2026 bei rund 1.215.900 Soldaten. Innerhalb eines Tages wurden 990 weitere Besatzer getötet oder kampfunfähig.

9. Januar

Russland griff die Ukraine erneut massiv mit Drohnen und Raketen an. Dabei gab es mehrere Tote. Bei einem Angriff auf Ziele in der Westukraine verwendete das russische Militär die neue Mittelstreckenrakete „Oreschnik“. Eingesetzt wurden daneben laut dem ukrainischen Militär 242 Drohnen und 35 Raketen und Marschflugkörper. Das Gebäude der Botschaft von Katar wurde bei den Angriffen auf Kiew beschädigt.

Durch diese erneuten massiven russischen Luftangriffe auf Kiew waren 6000 Wohnblocks ohne funktionierende Heizung. Nach Angaben des Energieministeriums der Ukraine hatten etwa 500.000 Haushalte in und um Kiew keinen Strom. Bürgermeister Vitali Klitschko sprach von den bisher schlimmsten Schäden an der Infrastruktur in Kiew. Er riet den Einwohnern, die Stadt vorübergehend zu verlassen, wenn sie anderswo eine geheizte Unterkunft finden, in der die Stromversorgung noch funktioniert.

10. Januar

Großbritannien stellte 200 Millionen Pfund (rund 230 Millionen Euro) zur Vorbereitung eines Einsatzes britischer Truppen in der Ukraine im Falle einer Waffenruhe bereit.

11. Januar

Bei einem nächtlichen Drohnenangriff der Ukraine auf Woronesch in Russland wurde eine Frau getötet und etwa ein Dutzend Wohngebäude beschädigt.

Bei nächtlichen russischen Drohnenangriffen in der Ukraine wurden mindestens vier Menschen getötet und 20 weitere verletzt.

Das ukrainische Militär meldete Treffer an drei Bohrplattformen des russischen Ölkonzerns Lukoil im Kaspischen Meer. Es handle sich um die Anlagen Wladimir Filanowski, Juri Kortschagin und Waleri Graifer.

Mit dem 11. Januar 2026 dauerte der russische Überfall auf die Ukraine bereits genauso lang wie der Krieg Deutschlands gegen die Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg. Während die Rote Armee in dieser Zeit um 3000 Kilometer vorrückte, hatte Russlands Armee in der Ukraine nur 80 Kilometer Gebietsgewinn (von Donezk bis Pokrowsk) zu verzeichnen.

13. Januar

Der Rüstungskonzern Rheinmetall gab bekannt, ab Anfang 2026 fünf Schützenpanzer des Typs Lynx KF41 an die Ukraine zu liefern.

Russland traf nach eigenen Angaben bei seinem jüngsten Angriff mit einer Hyperschallrakete vom Typ Oreschnik ein Flugzeugreparaturwerk in der Ukraine. Das Werk in Lwiw nahe der polnischen Grenze sei bei dem Angriff außer Betrieb gesetzt worden.

Die Ukraine vergab die Rechte für den Abbau eines der größten Lithiumvorkommens der Ukraine am Standort Dobra an eine Investorengruppe mit Verbindungen in die USA.

14. Januar

In der Nacht kam es erneut zu Luftangriffen der russischen Streitkräfte auf die Ukraine. In der zentralukrainischen Stadt Krywyj Rih trafen dabei Drohnen nach Angaben der örtlichen Behörden Infrastrukturziele, was zu Notabschaltungen der Energieversorgung führte. Laut Oleksandr Wilkul, dem Leiter der Militärverwaltung der Stadt, waren rund 45.000 Menschen zeitweise ohne Strom. Zudem kam es zu Einschränkungen der Wärme- und Wasserversorgung. Die Wasserversorgung wurde über Notstromgeneratoren aufrechterhalten, wodurch der Wasserdruck reduziert war.

15. Januar

Russische Luftangriffe lösten in der Nacht erneut umfangreiche Stromausfälle in den Oblasten Charkiw und Schytomyr aus. Zudem wurden Drohnenangriffe aus Lwiw und Kiew sowie aus frontnahen Orten wie Slowjansk und Kramatorsk gemeldet.

Polens Ministerpräsident Donald Tusk wies Aussagen von US-Präsident Donald Trump zurück, in denen dieser den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj als Hindernis für ein Friedensabkommen bezeichnet hatte. Tatsächlich habe nicht Selenskyj, sondern Russland den von den Vereinigten Staaten ausgearbeiteten Friedensvorschlag abgelehnt, erklärte Tusk auf der Internet-Plattform X. Die einzige Antwort Russlands seien weitere Raketenangriffe auf ukrainische Städte gewesen.

16. Januar

Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán wollte mit einer „nationalen Petition“ die Unterstützung der Bevölkerung für seine Ablehnung von EU-Hilfen für die Ukraine mobilisieren. Der Opposition warf er vor, pro-ukrainisch zu sein. Hintergrund waren die für April angesetzten Wahlen.

In Moskau fand eine erste Vorverhandlung zu einer Klage der russischen Zentralbank gegen den belgischen Finanzdienstleister Euroclear wegen der in Europa eingefrorenen russischen Vermögen statt.

Angesichts der russischen Luftangriffe auf das ukrainische Energiesystem wollte Tschechien der Ukraine in Kürze Kampfflugzeuge zur Drohnenabwehr zur Verfügung stellen.

Russland griff nach Angaben des neuen ukrainischen Energieministers Denys Schmyhal seit Beginn des Krieges jedes einzelne Kraftwerk des Landes an. Allein im vergangenen Jahr habe es 612 russische Attacken auf die Energieinfrastruktur der Ukraine gegeben.

17. Januar

Russische Truppen nahmen nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau die Ortschaften Prywillja in der ukrainischen Oblast Donezk und Pryluky in der Oblast Saporischschja ein.

Russland traf bei einem nächtlichen Luftangriff erneut Anlagen zur Gasproduktion. Nach erneuten Angriffen fiel bei 56.000 Familien im Rajon Butscha der Strom aus.

18. Januar

Bei neuen russischen Luftangriffen wurden in der Ukraine nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj Dutzende Menschen verletzt und mindestens zwei getötet. Russland setzte erneut mehr als 200 Drohnen ein. Betroffen gewesen seien die Oblaste Sumy, Charkiw, Dnipropetrowsk, Saporischschja, Chmelnyzkyj und Odessa.

Laut Wolodymyr Selenskyj setzte Russland in der vergangenen Woche mehr als 1300 Angriffsdrohnen, 1050 Gleitbomben und 29 Raketen verschiedener Typen gegen die Ukraine ein.

In der russischen Kaukasusregion Nordossetien verletzte ein ukrainischer Drohnenangriff drei Menschen, 70 Menschen mussten evakuiert werden.

Ein ukrainischer Drohnenangriff verursachte Stromausfälle in den russisch besetzten Gebieten des Landes. Hunderttausende Menschen waren laut den örtlichen Behörden ohne Strom. In der Oblast Saporischschja seien Stromnetze beschädigt worden, was mehr als 200.000 Haushalte in knapp 400 Ortschaften betroffen habe, so der von Russland eingesetzte Gouverneur Jewhen Balyzkyj.

20. Januar

Russland griff die Ukraine nach Angaben aus Kiew in der Nacht mit mehr als 300 Drohnen an. Zudem seien eine erhebliche Zahl ballistischer Raketen und Marschflugkörper eingesetzt worden. In der Region um Kiew wurde ein Mann getötet. Zudem seien zwei Tankstellen beschädigt worden. In der Hauptstadt selbst fiel in tausenden Gebäuden die Heizung aus. Davon seien fast 6000 mehrstöckige Wohnhäuser betroffen gewesen.

Russland kommt die Grönlandkrise gelegen, in der die Vereinigten Staaten versuchen, Grönland zu annektieren, da diese die Aufmerksamkeit der EU-Staaten von dem Krieg Russlands gegen die Ukraine ablenkt.

In der Ukraine verlor das stillgelegte Atomkraftwerk Tschernobyl der Internationalen Atomenergiebehörde zufolge nach Militäraktivitäten seine gesamte externe Stromversorgung.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj schlug die Schaffung einer gemeinsamen Armee der Ukraine und Europas mit bis zu drei Millionen Soldaten vor. Russland plante, seine Streitkräfte bis zum Jahr 2030 auf 2,5 Millionen Soldaten aufzustocken.

21. Januar

Bei ukrainischen Drohnenangriffen auf den Süden Russlands wurden nach offiziellen Angaben acht Menschen verletzt. Bei russischen Drohnenangriffen auf die Ukraine – mit Ziel der Angriffe auf die Stadt Krywyj Rih – wurden nach Behördenangaben zwei Menschen getötet.

In der Ölraffinerie Afipsky in der südrussischen Region Krasnodar brach nach einem ukrainischen Drohnenangriff ein Feuer aus. Zudem trafen ukrainische Drohnen weitere Städte in Südrussland, wo örtlichen Behörden zufolge insgesamt elf Menschen verletzt wurden.

Durch die Grönlandkrise rückten die zuletzt von den Beteiligten noch als weit fortgeschritten bezeichneten Gespräche zwischen der Ukraine und den Vereinigten Staaten über ein mögliches Kriegsende in der Aufmerksamkeit der Medien in den Hintergrund. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte, dass er das Prinzip der territorialen Integrität respektiere und sich wünsche, dass Trump Europa zuhören würde. Darin lag auch die Sorge vor einem Bruch zwischen den USA und Europa.

US-Präsident Donald Trump nannte den Krieg in der Ukraine in seiner Rede beim Weltwirtschaftsforum in Davos ein Blutbad. „Und das ist, was ich beenden möchte“, betonte Trump. Er werde mit Russlands Präsident Wladimir Putin weiter beraten, noch am gleichen Tag könne er sich mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj treffen. „Sie wissen nicht zu schätzen, was wir tun, ich spreche von der NATO, ich spreche von Europa. Es ist ihre Aufgabe, sich um die Ukraine zu kümmern, nicht unsere“, sagte Trump weiter. Die Vereinigten Staaten seien „sehr weit entfernt, ein großer und schöner Ozean trennt uns. Wir haben damit nichts zu tun“, erklärte der US-Präsident.

Trump verwob in seiner Rede vor dem Weltwirtschaftsforum in Davos die US-Unterstützung für die Ukraine mit dem Grönland-Streit. Die Ukraine ohne die Vereinigten Staaten zu unterstützen, würde für Europa schwierig werden.

Sergei Lawrow verglich bei seiner Jahrespressekonferenz Grönland mit der Ukraine. Das eine beträfe die Sicherheitsinteressen der USA, das andere die Russlands. Konkret nannte er die Krim. Russland sehe sich darin bestätigt, dass mit Sicherheitsinteressen durchaus ein Anspruch auf ein anderes Land begründet und möglicherweise auch durchgesetzt werden dürfe. Die Vereinigten Staaten hätten deutlich demonstriert, dass man sich selbst um Fragen des Völkerrechts nicht besonders schere.

22. Januar

Bei einem russischen Drohnenangriff in der südukrainischen Oblast Odessa wurde den Behörden zufolge ein 17-Jähriger getötet.

Nach Angaben des ukrainischen Militärs wurde der Ölverladehafen Wolna von Tamanneftegas in Taman in der südrussischen Region Krasnodar erneut Ziel eines ukrainischen Angriffs.

Ukraines Präsident Wolodymyr Selenskyj gab eine Einigung mit US-Präsident Donald Trump über US-Sicherheitsgarantien für sein Land bekannt, wobei Fragen um die Zukunft der Ostukraine noch nicht gelöst seien.

Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos übte Selenskyj angesichts der andauernden russischen Angriffe scharfe Kritik an Europa. Bereits im Vorjahr habe er in Davos eindringlich um Unterstützung für sein Land gebeten. Er sagte, dass Europa gern diskutiere, aber sich scheuen würde, zu handeln. Die NATO existiere lediglich dank dem Glauben, dass die USA im Falle eines Angriffs helfen würden; dies sei jedoch noch nie geschehen. Europa müsse seiner Ansicht nach mehr tun, um als globale Macht wahrgenommen zu werden: Es würde eigene Streitkräfte benötigen und dürfe sich nicht nur auf die NATO verlassen. Selenskyj kündigte an, dass in den Vereinigten Arabischen Emiraten mit Vertretern der Ukraine und Russlands am 23. und 24. Januar erstmals ein trilaterales Treffen mit einer US-Delegation stattfinden würde.

Die französische Marine überprüfte einen aus Russland kommenden Öltanker. Das Schiff Grinch sei verdächtigt worden, unter falscher Flagge zu fahren, und sei mit internationalen Sanktionen belegt. Die Marine eskortierte es zur Überprüfung in einen Hafen; die Justiz leitete Untersuchungen ein.

23. Januar

Bei russischen Drohnen- und Raketenangriffen auf zwei Ortschaften im Südosten der Ukraine wurde ukrainischen Angaben zufolge ein Mensch getötet und über 20 Personen verletzt. Betroffen waren die Ortschaft Komyschuwacha und die Industriestadt Krywyj Rih. Die Angriffe sollen Wohnhäuser, Schulen und wichtige Infrastruktur getroffen haben. Durch russische Drohnen wurden in der Ostukraine mindestens vier Zivilisten getötet, darunter ein fünfjähriger Junge. Weitere fünf Menschen seien verletzt worden.

Nach Gesprächen zwischen Russlands Präsident Putin und dem US-Gesandten Witkoff in Moskau kündigte Russland ein Treffen mit Vertretern der USA und der Ukraine zu „Sicherheitsfragen“ an.

Der ukrainische Präsident Selenskyj bezeichnete den russischen Vorschlag als „Unsinn“, im Westen eingefrorene russische Vermögenswerte für den Wiederaufbau auf eigenem Gebiet wie der Oblast Kursk zu verwenden. Die Ukraine werde darum kämpfen, alle Gelder für den Wiederaufbau in der Ukraine nutzen zu können.

Die Ukraine bestellte 18 Flugabwehrsysteme vom Typ IRIS-T SLM beim deutschen Rüstungskonzern Diehl Defence. Derzeit befänden sich neun dieser Systeme in der Ukraine im Einsatz.

Die EU gab bekannt, mit fast 450 weiteren Notstromgeneratoren die Not in der Ukraine nach russischen Angriffen auf die Energieinfrastruktur lindern zu wollen. Die Geräte im Wert von 3,7 Millionen Euro sollen Krankenhäuser, Unterkünfte und kritische Dienste wieder mit elektrischem Strom versorgen.

24. Januar

Bei russischen Angriffen in Kiew und in der Oblast Charkiw im Osten der Ukraine wurde Behörden zufolge mindestens ein Mensch getötet, 19 weitere Menschen wurden verletzt.

Die NATO will an ihrer Ostflanke deutlich mehr Waffen und Munition lagern und zugleich eine neue Verteidigungszone mit Robotertechnik aufbauen. Entlang der Grenze zu Russland und Belarus solle ein Abschnitt entstehen, der vor allem mit Überwachung und ferngesteuerten oder teilautomatisierten Systemen geschützt werde.

Am zweiten Tag der trilateralen Gespräche über ein Kriegsende stand das Thema der Gebietsabtretungen im Mittelpunkt. Russland forderte neben den bereits besetzten Gebieten im Osten und Süden weitere, darunter auch die nicht eroberten Teile der Oblast Donezk. Die Ukraine lehnte einen einseitigen Rückzug aus der Region ab. Russland beharrte darauf, dass die Ukraine nicht der NATO beitrete. Es hatte bereits zuvor mitgeteilt, wenn es keine diplomatische Lösung gebe, werde man die Ziele militärisch erreichen.

25. Januar

Das russische Präsidialamt lehnte Gespräche mit der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas ab. Die Estin hatte Russland vorgeworfen, keine Zugeständnisse zum Kriegsende zu machen, sondern vielmehr seine Angriffe auf Zivilisten und die Infrastruktur zu verstärken – in einer Zeit, in der der Winter für eisiges Wetter sorge.

26. Januar

Die EU-Staaten besiegelten den vollständigen Ausstieg aus russischem Erdgas bis Ende 2027 gegen den Widerstand von Ungarn und der Slowakei. Die Regierung in Budapest kündigte an, vor dem Europäischen Gerichtshof gegen den Beschluss zu klagen.

Das ukrainische Militär griff nach eigenen Angaben in der Nacht die Erdölraffinerie „Slawjansk Eko“ in Slawjansk-na-Kubani in der südrussischen Region Krasnodar mit Drohnen an.

27. Januar

Russland griff die ukrainische Großstadt Charkiw mit Drohnen und Raketen an. In der Stadt und der umliegenden Region fiel nach offiziellen Angaben bei 80 Prozent der Bevölkerung der Strom aus. Getroffen wurden neben der Energie-Infrastruktur auch Wohnhäuser, eine Schule und ein Kindergarten. Zwei Menschen wurden verletzt. Bei einem russischen Drohnenangriff wurde ein Personenzug mit 291 Fahrgästen an Bord beschädigt. Dabei seien mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen, zwei weitere seien verletzt worden. Präsident Selenskyj sagte, in jedem Land würde ein Drohnenangriff auf einen zivilen Zug als „genau das“ bewertet werden – „als reiner Terrorismus“. Bei einem russischen Drohnenangriff auf die ukrainische Hafenstadt Odessa wurden nach Angaben der Behörden mindestens 22 Menschen verletzt. Mehrere Wohnhäuser, Einfamilienhäuser, ein Infrastrukturbau und eine Kirche im Stadtzentrum seien beschädigt worden. In der Nacht habe es zudem mehrere Brände gegeben.

Russland meldete, im Januar 17 Ortschaften in der Ukraine erobert und mehr als 500 Quadratkilometer – etwa die Fläche Andorras – unter Kontrolle gebracht zu haben. Dies gab Generalstabschef Waleri Gerassimow bekannt.

In Slowjansk, einer Stadt in der Oblast Donezk, wurde ein Ehepaar bei einem russischen Angriff mit einer Gleitbombe getötet, wie die lokale Staatsanwaltschaft berichtete. Der 20-jährige Sohn des Paares überlebte die Attacke verletzt.

Die ukrainischen Behörden meldeten am Dienstag zehn Tote sowie Schäden an der Energieinfrastruktur im Osten und Süden des Landes.

28. Januar

Bei russischen Angriffen auf das Dorf Bilohorodka, südöstlich von Kiew, wurden nach ukrainischen Angaben zwei Menschen getötet.

Russische Drohnen beschädigten die Infrastruktur des Hafens Odessa. Bei dem Angriff seien drei Menschen verletzt worden.

Das ukrainische Militär griff eigenen Angaben zufolge in der Nacht das Erdöllager Chocholski in der russischen Oblast Woronesch an. Dabei hätten sich Brennstoffe entzündet.

Die russische Armee hat nach Berechnungen des Center for Strategic and International Studies in den fast vier Jahren Krieg gegen die Ukraine 1,2 Millionen Soldaten durch Verwundung oder Tod verloren. Der Bericht geht von 325.000 getöteten russischen Soldaten seit Februar 2022 aus. Für die Ukraine wurden die Verluste auf 500.000 bis 600.000 Soldaten beziffert, darunter 100.000 bis 140.000 Gefallene.

29. Januar

Bei russischen Drohnenangriffen in der südukrainischen Oblast Saporischschja wurden nach Angaben des Regionalgouverneurs drei Menschen getötet.

Laut Trump habe Putin einer einwöchigen Feuerpause auf Kiew und andere ukrainische Städte zugestimmt. Die Ukraine signalisierte im Gegenzug für die Pausierung von Luftangriffen auf Kiew die Bereitschaft, Angriffe auf russische Raffinerien auszusetzen.

Das russische Militär attackierte erneut die Ukraine. In der Nacht zum Freitag seien 111 Drohnen und eine ballistische Rakete auf die Ukraine abgefeuert worden, teilten die ukrainischen Luftstreitkräfte mit. Dabei seien mindestens drei Menschen verletzt worden. Das russische Verteidigungsministerium erklärte seinerseits, seine Luftabwehr habe in der Nacht 18 ukrainische Drohnen über russischen Regionen sowie der annektierten Halbinsel Krim und dem Schwarzen Meer abgefangen.

Der UNO-Generalsekretär António Guterres erklärte in seiner Jahrespressekonferenz, dass die Krim und der Donbas Teile der Ukraine sind; ein Selbstbestimmungrecht der Einwohner könne unter den gegebenen Umständen nicht als Argument für eine Loslösung verwendet werden. Der Sprecher des russischen Präsidenten erklärte, diese Auffassung sei falsch.

Russland verübte nach ukrainischen Angaben binnen 24 Stunden sieben Angriffe auf die Eisenbahn-Infrastruktur.

Die Ukraine ordnete die Evakuierung von Familien mit Kindern aus sieben Ortschaften südlich der Stadt Wowtschansk in der nordöstlichen ukrainischen Oblast Charkiw an. In den Siedlungen hielten sich noch 25 Kinder auf.

31. Januar

Am Morgen des 31. Januar trat an der Hauptstromleitung des Versorgers Ukrenerho zwischen Rumänien und der Ukraine eine Störung unbekannter Ursache auf. Auch in Moldawien fanden aufgrund der Störung Notabschaltungen statt.

Die von Russland bestätigte Feuerpause bis 1. Februar hat offenbar nicht gehalten. Die ukrainischen Luftstreitkräfte meldeten, dass Russland in der Nacht zum 31. Januar 85 Drohnen eingesetzt habe. Ziel seien von den ukrainischen Streitkräften genutzte Objekte der Verkehrsinfrastruktur und Munitionsdepots gewesen. Auch Russland berichtete von abgewehrten ukrainischen Angriffen; es seien unter anderem 47 Drohnen und vier Gleitbomben abgeschossen worden.

Februar 2026

1. Februar

In der Nacht kam es laut russischen Behörden zu einem ukrainischen Drohnenangriff auf die Stadt Stary Oskol in der russischen Oblast Belgorod, wobei ein Wohnhaus in Brand geriet und zwei Zivilisten getötet wurden.

Im südukrainischen Saporischschja wurde nach Behördenangaben bei einem russischen Luftangriff eine Entbindungsklinik getroffen und mindestens neun Menschen verletzt. Bei einem weiteren Angriff in der Oblast Dnipropetrowsk auf einen Bus mit Bergleuten kamen nach Angaben des Energieversorgers DTEK 17 Menschen ums Leben, sieben seien verletzt worden.

Der US-amerikanische Raumfahrtkonzern SpaceX erschwerte auf ukrainisches Ansuchen Russlands Zugang zum Satellitensystem Starlink, was zu schnellen Ergebnissen im Kampf gegen feindliche Drohnen geführt habe.

2. Februar

In der Oblast Donezk seien beim Einschlag einer Bombe auf ein Haus in der frontnahen Stadt Oleksijewo-Druschkiwka ein Vater und sein Sohn ums Leben gekommen. Die Mutter, ihre Tochter und ein weiterer Sohn wurden verletzt. Eine Frau wurde bei einem Drohnenangriff nahe Saporischschja getötet, eine weitere sei verletzt worden.

3. Februar

Das russische Militär griff nach Angaben der ukrainischen Regierung in der Nacht mit 450 Drohnen an. Zudem seien 71 Raketen und Marschflugkörper abgefeuert worden. In Kiew waren nach dem Angriff 1170 Wohngebäude ohne Heizung. Zudem sei ein Kindergarten in Brand geraten. Zwei Menschen seien verletzt worden. Die Millionenstadt Charkiw wurde in der Nacht von mindestens zwei Raketen getroffen. Zudem habe es einen Massenangriff mit Kampfdrohnen gegeben, in deren Verlauf mindestens ein Mensch verletzt wurde.

Ukrainischen Militärangaben zufolge wurde bei einem Angriff mit Drohnen in der russischen Oblast Belgorod ein TOS-1-Waffensystem zerstört. Damit wurde zum ersten Mal ein derartiges System auf russischem Boden getroffen.

4. Februar

Nach russischen Drohnenangriffen in der Oblast Dnipropetrowsk kamen nach ukrainischen Angaben zwei Menschen ums Leben, zwei weitere wurden verletzt. Bei dem Angriff seien drei Wohnhäuser beschädigt und ein weiteres zerstört worden. Die Stadt Nikopol und anliegende Gemeinden seien in der Nacht unter Drohnen- und Artilleriebeschuss geraten.

In der ostukrainischen Stadt Druschkiwka wurden nach Behördenangaben mindestens sieben Menschen getötet und weitere acht verletzt, als russische Streubomben auf dem Marktgelände einschlugen.

Ein Bericht der in Washington ansässigen Denkfabrik CSIS (Center for Strategic and International Studies) ging Ende Januar allein für die Ukraine von Verlusten von 500.000 bis 600.000 Soldaten seit Kriegsbeginn im Februar 2022 aus, darunter 100.000 bis 140.000 Tote. Die Verluste auf der russischen Seite wurden darin mit 1,2 Millionen Soldaten beziffert, davon 325.000 Tote. Demgegenüber bezifferte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj die offiziellen Verluste eigener Truppen seit Beginn des Krieges vor knapp vier Jahren auf 55.000 getötete Soldaten. Hinzu komme eine große Zahl von Menschen, die vermisst würden.

Bei einem russischen Drohnenangriff auf Kiew wurden Behördenangaben zufolge zwei Menschen verletzt. Trümmerteile beschädigten Wohnhäuser und lösten auf dem Dach eines Bürogebäudes ein Feuer aus. Auch ein Kindergarten und ein Einkaufszentrum seien beschädigt worden. In der umliegenden Oblast Kiew wurde ein weiterer Mann verletzt. Die ukrainischen Luftstreitkräfte schossen nach eigenen Angaben 156 der insgesamt 183 von Russland gestarteten Drohnen ab. Russland griff nach ukrainischen Angaben die Eisenbahninfrastruktur in der Oblast Sumy im Norden des Landes an. Bei dem massiven Drohnenangriff sei auch die Energieversorgung der Bahn ins Visier genommen worden.

Die Delegationen der USA, der Ukraine und Russlands einigten sich auf einen weiteren Gefangenenaustausch. Die Ukraine und Russland beendeten ihre zweitägigen Verhandlungen unter Vermittlung der USA in Abu Dhabi. Inhaltliche Details blieben zunächst offen. Die Diskussionen würden fortgesetzt.

6. Februar

In Moskau wurde Generalleutnant Wladimir Alexejew, der stellvertretende Leiter des Militärgeheimdienstes GRU, niedergeschossen.

Die russischen Luftangriffe auf die Ukraine forderten ein weiteres Opfer. Ein Mann wurde nach Angaben des ukrainischen Zivilschutzes bei russischem Beschuss in der Oblast Dnipropetrowsk getötet. Vier weitere seien verletzt worden.

Die ukrainischen Luftstreitkräfte meldeten, Russland habe in der Nacht zum 6. Februar und am frühen Morgen 328 Drohnen und sieben Raketen gegen die Ukraine eingesetzt. 297 Drohnen seien abgefangen worden. Im Süden der Oblast Dnipropetrowsk seien in den frühen Stunden des 6. Februar bei einem russischen Luftangriff acht Menschen verletzt und 18 Wohnblöcke beschädigt worden.

7. Februar

Russland griff den ukrainischen Energiesektor mit mehr als 400 Drohnen und rund 40 Raketen an; Ziele seien das Stromnetz sowie Kraft- und Umspannwerke gewesen.

Die Vereinigten Staaten setzten der Ukraine und Russland eine Frist bis Juni, um ein Abkommen über ein Ende des Krieges zu erzielen, wobei die Regierung von US-Präsident Trump im Rahmen dieses Zeitplans wahrscheinlich Druck auf beide Kriegsparteien ausüben wird.

9. Februar

Bei russischen Luftangriffen mit 149 Drohnen und elf ballistischen Raketen wurden nach ukrainischen Angaben mindestens vier Menschen getötet. Darunter befand sich eine Mutter und ihr zehnjähriger Sohn aus der Stadt Bohoduchiw im Nordosten der Oblast Charkiw. Die Angriffe auf die Energieinfrastruktur führten zu großen Stromausfällen in der Ukraine.

11. Februar

Bei nächtlichen russischen Luftangriffen mit 129 Drohnen auf die ostukrainische Stadt Charkiw wurden nach ukrainischen Angaben vier Menschen getötet. Es handelte sich um einen Vater und drei Kinder.

12. Februar

Der ukrainische Generalstab bestätigte einen Angriff am frühen Morgen auf das große russische Munitionsdepot Kotluban in der Oblast Wolgograd. Es sei von ukrainischen Langstreckenwaffen des Typs „Flamingo“ getroffen worden.

17. Februar

Die US-Denkfabrik Institute for the Study of War berichtete vom größten Geländegewinn des ukrainischen Militärs seit knapp drei Jahren. Es habe in den vergangenen Tagen über 200 Quadratkilometer ukrainischen Staatsgebietes zurückerobert, größtenteils in der Oblast Saporischschja, vermutlich auch wegen der Blockierung des Internet-Satellitsystems Starlink für russische Streitkräfte.

20. Februar

In der Nacht zum 20. Februar sollen nach Angaben des von Russland eingesetzten Gouverneurs von Sewastopol, Michail Raswoschajew, ukrainische Flugdrohnen den Hafen von Sewastopol angegriffen haben. Hierbei sei eine Person getötet worden.

21. Februar

Nach Angaben der ukrainischen Polizei wurden in der Oblast Charkiw zwei Polizeibeamte während einer Evakuierungsfahrt durch russische Flugdrohnen getötet.

Behörden der russischen Teilrepublik Udmurtien meldeten mindestens elf Verletzte nach einem ukrainischen Luftangriff auf die dortige Rüstungsindustrie.

22. Februar

In der Nacht gab es russische Luftangriffe auf die Hauptstadt Kiew, die westukrainische Stadt Lwiw, die Hafenstadt Odessa sowie auf die Energieinfrastruktur der Zentralukraine. Nach ukrainischen Angaben umfasste der Luftangriff 297 Flugdrohnen und 50 Lenkflugkörper. In Lwiw gab es nach ukrainischen Angaben 15 Verletzte und eine getötete 23-jährige Polizistin. In Kiew soll nach ukrainischer Angabe ein 49-jähriger Mann getötet worden sein.

Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha meldete zudem einen russischen Luftangriff auf eine Oreo-Keksfabrik in der Nähe der Stadt Trostjanez, in der nordukrainischen Oblast Sumy.

wikipedia, wiki, enzyklopädie, buch, bibliothek, artikel, lesen, kostenlos herunterladen, Informationen über Chronik des russischen Überfalls auf die Ukraine ab 2026, Was ist Chronik des russischen Überfalls auf die Ukraine ab 2026? Was bedeutet Chronik des russischen Überfalls auf die Ukraine ab 2026?