| Corps Palaiomarchia Halle | |||||
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| Basisdaten | |||||
| Hochschule/n: | Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg | ||||
| Stiftungsdatum: | 28. Oktober 1844 | ||||
| Korporationsverband: | KSCV | ||||
| Zuständiger SC: | Hallenser Senioren-Convent | ||||
| Farbenstatus: | farbentragend | ||||
| Farben: | orange-weiß-schwarz v.u. | ||||
| Art des Bundes: | Männerbund | ||||
| Stellung zur Mensur: | pflichtschlagend | ||||
| Wahlspruch: | Concordia fidesque per vitam mortemque! - Eintracht und Treue durch Leben und Tod! | ||||
| Website: | www.corps-palaiomarchia.de | ||||
Das Corps Palaiomarchia Halle ist eine 1844 an der Friedrichs-Universität Halle gestiftete studentische Korporation im Hallenser Senioren-Convent (SC) und Mitglied des Kösener Senioren-Convents-Verbandes (KSCV). Innerhalb des Verbandes ist es dem sogenannten Blauen Kreis zugeordnet. Der Name Palaiomarchia ist ein Kunstwort für Altmark. Das Corps vereint Studenten und Alumnis der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und bekennt sich zu den Prinzipien von Couleur und Mensur.
Nach der Gründung als altmärkisches Kränzchen etablierte sich Palaiomarchia im 19. Jahrhundert bald als Bestandteil des Hallenser Korporationswesens. 1874 kam es zu einer langen Suspension, die erst 1882 überwunden werden konnte. In der Phase der Konsolidierung errichtete die Korporation 1890 ein eigenes Corpshaus; zugleich wurde in diesem Jahr der Ausschluss jüdischer Studenten von der Aufnahme in das Corps beschlossen, wodurch antisemitische Prinzipien institutionell verankert wurden. Nach dem Ersten Weltkrieg beteiligte sich Palaiomarchia an der Niederschlagung revolutionärer Unruhen und schloss sich in der Weimarer Republik nationalistisch-völkischen Hochschulorganisationen an. Ab 1919 wurde die antisemitische Praxis weiter verschärft: Nicht mehr nur Juden, sondern auch Personen jüdischer Abstammung wurden von der Rezeption ausgeschlossen.
Die nationalsozialistische Machtübernahme wurde zunächst begeistert als nationales Erwachen begrüßt, mündete jedoch rasch in Konflikte um die Durchsetzung der Gleichschaltung, die 1935 maßgeblich zur Ausschaltung des KSCV beitrugen. Nach der Auflösung des KSCV suspendierte sich das Corps. Im Jahr 1938 entstand auf Initiative der Altherrenschaft der Altmärker und unter Beteiligung der Altherrenschaften weiterer suspendierter Corps auf dem Altmärkerhaus die Kameradschaft „Gustav Nachtigal“, die 1942 vom NSDStB aufgelöst wurde. Anfang 1950 Rekonstituierte sich Palaiomarchia in Kiel gemeinsam mit dem Corps Masovia als Palaiomarchia-Masovia. 1991 wurde Palaiomarchia durch Palaiomarchia-Masovia in Halle rekonstituiert und erhielt das Corpshaus nach einem langjährigen Verfahren rückübertragen. Die Tradition ruht seitdem wieder bei Palaiomarchia und nicht bei Palaiomarchia-Masovia.
Name, Couleur, Sprüche und Wappen
Der Name Palaiomarchia ist ein Kunstwort für Altmark (griech. παλαιός = alt und lat. marchia = die Mark) und verweist auf die Herkunft der Gründungsstudenten. Die Couleur der Altmärker ist orange-weiß-schwarz (von unten gelesen) mit silberner Perkussion; Füchse tragen ein orange-weiß-orange Fuchsenband. Die Mütze ist orange. Das Wappen ist geviert mit einem Herzschild, in welchem der Zirkel des Corps dargestellt ist. Im ersten Feld (oberes Schildhaupt, dexter) werden die Corpsfarben geführt. Das zweite Feld (oberes Schildhaupt, sinister) zeigt auf schwarzem Grund einen Sternenkranz als Symbol der neun Gründungsstudenten. Im dritten Feld (unteres Schildhaupt, dexter) befindet sich ein grüner Eichenkranz, in dessen Mitte zwei gekreuzte Schläger und das Stiftungsdatum eingeschrieben sind. Das vierte Feld (unteres Schildhaupt, sinister) zeigt einen halben schwarzen Adler, einen Schlüssel und vier Steine aus den Wappen von Salzwedel und Stendal. Der Wahlspruch lautet Concordia fidesque per vitam mortemque!
Corpsgeschichte
Von der Gründung 1844 bis zur Revolution 1918
Der Altmärkischen Kneipgesellschaft wurde am 28. Oktober 1844 von Absolventen der altmärkischen Gymnasien in Salzwedel und Stendal gegründet. Bereits im Februar 1845 änderte sie im Zuge von Auseinandersetzungen zwischen der nichtkorporierten Studentenschaft und den Corps ihren Namen in „Kränzchen der Altmärker“ und nahm Statuten an, die sich allerdings nicht erhalten haben. Getragen wurden zunächst violette Samtmützen mit goldener Paspel; jedoch keine Bänder. Das Tragen der Mütze war nicht obligatorisch. Im WS 1845/46 nahm die Verbindung – unter der falschen Annahme, dies seien die Farben der Altmark – die Farben orange-weiß-schwarz von unten an; die Renoncenfarben waren zunächst weiß-orange-weiß. Die Farben führten in den folgenden Jahren zu Konflikten mit den Märkern, die ähnliche Farben trugen. Am 6. September 1847 erfolgte die Konstituierung als Corps Palaiomarchia, wobei – so Paulgerhard Gladen – die bisherigen Farben beibehalten, die Renoncenfarben jedoch in orange-schwarz geändert wurden. Vier Tage nach der Rekonstitution erfolgte die Aufnahme in den von Pomerania und Borussia gebildeten SC. Die Korporation bestand aus einem engeren und einem weiteren Kreis, wobei der weitere Kreis über weitaus weniger rechte verfügte als der engere und auch nur die Farben orange-schwarz tragen durften.
Palaiomarchia gehörte 1848 dem progressivistischen SC um Saxonia und Borussia, Cheruscia und Franconia an. Dieser wurde von der Jenenser Senioren-Convents-Deputiertenversammlung nicht als rechtmäßig anerkannt und besaß – im Gegensatz zum konservativen SC um Marchia, Pomerania und Guestphalia – lediglich beratende Funktion. Bereits im Folgejahr setzte der allmähliche Zerfall des progressivistischen SC ein; Franconia und Cheruscia gingen ein. Palaiomarchia wurde schließlich als letztes Corps dieses Zusammenschlusses in den konservativen SC rezipiert; zugleich wurden Teile der Aktivitas des suspendierten Corps Cheruscia übernommen. Entsprechendes erfolgte im SS 1850 mit der Aufnahme von Mitgliedern der suspendierten Magdeburgia. Gemeinsam mit den übrigen Hallenser Corps war Palaiomarchia im Mai 1855 an der Gründung des Kösener Senioren-Convents-Verbandes beteiligt. In dieser Frühzeit des Verbindungswesens kam es häufiger zu heftigen Auseinandersetzungen mit der Polizei, die von der Universität für die Unterdrückung illegaler Duelle bezahlt wurde. Mensuren unter Studenten führten in dieser Zeit immer wieder zu schwersten Verletzungen, sodass 1859 vom SC der Gebrauch einer Paukbrille gestattet wurde.
Die Geschichte des Corps war durch wiederholte Suspensionen geprägt. Palaiomarchia war so von Ende Juni bis Ende Juli 1859 sowie erneut von Mitte Mai bis Anfang August 1862 suspendiert.
Im Zusammenhang mit den Feierlichkeiten zum fünfzigjährigen Jubiläum der Vereinigung der Universitäten Halle und Wittenberg im Sommer 1867 kam es zu einem offenen Konflikt zwischen dem SC und der Universitätsleitung. Der SC eignete sich den für den offiziellen Festkommers vorgesehenen Saal der „Weintraube“ in Giebichenstein an und wies den vom Rektor angeführten Festzug aus Senat und Studentenschaft unter Anwendung von Gewalt zurück. Grund für diese Aktion war, dass die Universitätsverwaltung dem Wunsch der Corps auf Bevorzugung nicht entsprochen hatte. Die Universitätsleitung sah sich daraufhin genötigt, auf eine andere Veranstaltungsstätte auszuweichen. Als unmittelbare Konsequenz wurden die Hallenser Corps, darunter auch Palaiomarchia verboten; das Verbot wurde jedoch bereits im Wintersemester 1867/68 aufgehoben. Der Vorfall trug – neben tiefgreifenden Veränderungen der universitären Rahmenbedingungen – entscheidend dazu bei, dass der SC seiner dominanten Stellung innerhalb der Studentenschaft verlustig ging. Zu Pfingsten 1869 wurden die Renoncenfarben in orange–weiß–orange geändert. Weitere Suspensionen folgten von Mitte Juli 1870 bis Mitte Oktober 1871 sowie von Anfang November 1874 bis Anfang Mai 1882. Die Rekonstituierung erfolgte durch Alte Herren der Verbindung. Zwischenzeitlich hatte sich 1879 ein akademischer Verein Palaeomarchia gegründet, der sich später als Landsmannschaft rekonstituierte.
Im Mai 1890 bezog das Corps sein erstes eigenes Corpshaus am Jägerplatz 16 (heut 20), das nach Plänen des Naumburger Stadtbaurats Hetzel von dem Baumeister F. Schönemann errichtet worden war. Die Baukosten betrugen 42.000 Mark. Es zählt zu den ältesten als Korporationshaus erbauten Gebäuden überhaupt. Im selben Jahr beschloss Palaiomarchia den Ausschluss von Juden von der Mitgliedschaft, wobei bereits aufgenommene Mitglieder hiervon nicht betroffen waren.
Im Sommersemester 1901 wurde der Masure Fritz Milthaler bei Palaiomarchia aktiv. Daraus entwickelte sich am 11. November 1902 ein offizielles Vorstellungsverhältnis mit dem Corps Masovia, das am 11. März 1908 in ein befreundetes Verhältnis überführt wurde. Das anhaltende Wachstum des Corps machte 1913 den Ersatz des ursprünglichen Corpshauses erforderlich. An dessen Stelle trat ein größeres Gebäude in der Gustav-Nachtigal-Straße (heute Heinrich-und-Thomas-Mann-Straße 28), das Palaiomarchia nach Verlust und späterer Rückübertragung bis in die Gegenwart nutzt. Das ältere Corpshaus wurde an die KV-Verbindung Hansea verkauft.
Das Corps in Revolution und Weimar, 1918–33
In den Nachkriegsunruhen nach dem Ersten Weltkrieg stellten sich die Hallenser Corps auf die Seite der jungen Republik, allerdings nicht aus demokratischen Motiven heraus, sondern aus antirevolutionärer Motivation. Am 3. März 1919 trat der Hallenser Senioren-Convent, abgesehen von nicht waffenfähigen Mitgliedern, geschlossen in das kurz zuvor in Halle eingerückten Freikorps Maercker ein. Die Corpsstudenten gerieten daraufhin rasch in bewaffnete Auseinandersetzungen mit aufständischen Arbeitern. An der eigentlichen Niederschlagung des Aufstands waren sie allerdings nicht mehr beteiligt, wirkten jedoch bei Sicherungsaufgaben sowie der Beschlagnahmung von geplünderten Gütern, Waffen und Munition im Nachgang der Revolte.
Im März 1920 beteiligte sich der Hallenser SC erneut an studentischen Zeitfreiwilligenverbänden, die ursprünglich lediglich zur Unterstützung der geschwächten Reichswehrgarnison vorgesehen waren, jedoch abermals alsbald in blutige Auseinandersetzungen mit aufständischen Arbeitern gerieten. Gemeinsam mit regulären Truppen verteidigten sie strategisch wichtige Stellungen, bis Regierungseinheiten nach etwa einer Woche die Kontrolle über Halle wiederherstellten. Die Gefallenen des SC wurden Ende März 1920 beigesetzt. Insgesamt kamen etwa 100 Aufständische sowie jeweils 27 Reichswehrangehörige und studentische Zeitfreiwillige bei den Märzunruhen in Halle ums Leben; auch ein Aktiver der Palaiomarchia befanden sich unter den Gefallenen. Die Ereignisse führten zu einer nachhaltigen Entfremdung zwischen Hallenser Studenten und Arbeitern, die bis zum Ende der Republik fortwirkte.
Der Einsatz zugunsten der staatlichen Ordnung bedeutete – anders als von Palaiomarchia dargestellt – dabei keine Identifikation mit der Republik. Die republikfeindliche Haltung des Hallenser SC zeigte sich unter anderem in der Teilnahme am Reichsgründungskommers der Deutschen Studentenschaft am 18. Januar 1921, an einer internen Kaiserfeier wenige Tage später sowie an der Wiedereinweihung des von Revolutionären gesprengten Moltkedenkmals 1924, die sich zu einer republikfeindlichen Großveranstaltung entwickelte. Bereits im Frühjahr 1921 traten die Hallenser Corps geschlossen dem Hochschulring Deutscher Art (HDA) bei, einer nationalistisch-völkischen Dachorganisation mit antisemitischer, antidemokratischer und großdeutscher Programmatik. Parallel hierzu gewann auch der KSCV einen deutlichen völkischen Zuschnitt; seit 1920 waren Studenten jüdischer Abstammung von der Aufnahme ausgeschlossen. Bereits im Vorjahr hatte Palaiomarchia ein entsprechendes Aufnahmeverbot eingeführt. Ab 1921 verweigerte das Corps wie auch die übrigen die Hallenser schlagenden Verbindungen der erst kürzlich gegründeten jüdischen Korporation Albingia Halle aus antisemitischen Motiven die Satisfaktion.
Zu Beginn der 1930er Jahre gerieten die Corps zunehmend unter Druck des Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbundes (NSDStB), der 1931 mit dem Gewinn der absoluten Mehrheit bei der AStA-Wahl seinen Führungsanspruch innerhalb der Studentenschaft durchsetzen konnte.
Das Corps im Nationalsozialismus, 1933–45
Wie alle Hallenser Corps begrüßte auch Guestphalia Halle die von ihr als nationales Erwachen verstandene nationalsozialistische Machtergreifung; Bernhard Hofmann, der Vorsitzende des Altherrenvereins betonte die Übereinstimmung zwischen Nationalismus und dem Corpsgedanken. 1933 übernahm das Corps das Führerprinzip. Da die „Arierfrage“ intern seit 1919 als geregelt galt verweigerte der Corpsführer Hofmann eine im Mai 1933 geforderte Ehrenerklärung zur Einhaltung der Arierbestimmungen mit Verweis auf die Selbstverwaltung. Nach erneuter Aufforderung bekräftigte das Corps erneut das autonome Entscheidungsrecht über das Band.
Die von der nationalsozialistischen Führung forcierte Gleichschaltung führte 1935 abermals zu schwerwiegenden Auseinandersetzungen um die „Arierfrage“, die im Resultat nicht nur die faktische Ausschaltung des KSCV, sondern auch das Scheitern der erst wenige Monate zuvor gegründeten Gemeinschaft Studentischer Verbände (GSIV) bewirkten.
Nach der Gründung der Gemeinschaft Studentischer Verbände (GSIV) im Januar 1935 unter Hans Heinrich Lammers wurde versucht, die studentischen Korporationen organisatorisch zu bündeln und politisch gleichzuschalten. Die Anerkennung durch Hitler persönlich verlieh der GSIV zeitweise faktisches Monopol. Mit der Vereinbarung vom 12. März 1935 erklärten NSDAP und NSDStB, nur GSIV-Mitgliedskorporationen anzuerkennen, wodurch ein erheblicher Konformitätsdruck entstand. Zum zentralen Streitpunkt entwickelte sich dabei die „freiwillige“ und ausnahmslose Anwendung der nationalsozialistischen Arierbestimmungen auf alle Mitglieder, einschließlich der Alten Herren. Palaiomachia hielt hierbei – wie mehrere Corps des Kösener Verbandes – formaljuristisch korrekt, politisch jedoch unerwünscht, an den bestehenden Ausnahme- und Bestandsschutzregelungen fest (u. a. jenen des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums von 1933). Aus dieser Haltung erwuchs ein grundlegender Konflikt, der im Corps schließlich eskalierte. Konkret betraf dies zwei Alte Herren, die nach nationalsozialistischen Kriterien als „nichtarisch“ galten, rechtlich jedoch eindeutig unter die geltenden Ausnahmeregelungen fielen und deren Zugehörigkeit zudem durch Kriegsdienst, familiäre Opfer sowie jahrzehntelange Verbundenheit mit dem Corps legitimiert war.
Eine Gruppe von sechs jüngerer, dezidiert nationalsozialistischen Aktiven forderte dennoch deren sofortigen Ausschluss. Als die Corpsführung dies verweigerte und stattdessen die Einheit des Corpsprinzips betonte („Wer die Farben trägt, ist Corpsbruder“), verließen die sechs Aktiven demonstrativ das Corps und skandalisierten den Vorgang öffentlich. Die nationalsozialistische Presse stilisierte den Fall als Beweis für eine systematische Sabotage des KSCV und der NSDStB und Parteifunktionäre nutzen ihn, um den KSCV unter politischen Druck zu setzen. Maßgeblich war dabei weniger die formale Rechtslage, sondern der Vorwurf einer mangelnden ideologischen Bereitschaft zur vorbehaltlosen Anpassung an die nationalsozialistische Rassenpolitik. Für Lammers stellte der Hallenser Fall eine besondere Herausforderung dar: Er sah sich gezwungen, entweder Ausnahmen zu tolerieren und damit selbst politisch angreifbar zu werden, oder ein Exempel zu statuieren, wofür er sich entschied.
In der Folge wurde Corps Palaiomarchia ohne Rücksprache mit dem KSCV aus der GSIV und dem KSCV ausgeschlossen, was im KSCV zu Protesten führte. Dies wiederum bewertete Lammers als Widerstand und grundsätzliche Unkooperativität und schloss am 5. September 1935 den ganzen KSCV aus dem Verband aus. Zeitgleich wurde auch die DB wegen anderer Konflikte ausgeschieden. Damit beraubte sich die GSIV ihren beiden mitgliederstärksten Säulen. Der formale Rücktritt Lammers’ am 8. September 1935 war die logische Konsequenz. Seine Autorität beruhte auf der Fähigkeit, zwischen Partei, Staat und studentischen Verbänden zu vermitteln. Nachdem dieses Vermittlungsmodell gescheitert war, erschien eine Fortführung der GSIV sinnlos. Bereits zum 1. Oktober 1935 wurde die Organisation auf Beschluss ihres Führungskreises aufgelöst.
Für den KSCV hatte der Ausgang der Affäre weitreichende Folgen. Politisch war er nun als unzuverlässig und latent oppositionell markiert. Innerorganisatorisch führte der Konflikt zum Rücktritt seines Vorsitzenden Blunck und zu einer Phase defensiver Selbstreorganisation. Der Versuch, durch formale Loyalitätsbekundungen und Verweise auf „nationalsozialistischen Geist“ die eigene Existenz zu sichern, erwies sich als wirkungslos.
Am 19. September 1935 untersagte SA-Stabschef Lutze allen SA-Angehörigen die Mitgliedschaft im KSCV; betroffene Mitglieder mussten sich bis Mitte Oktober entscheiden oder wurden aus der SA ausgeschlossen. In der Folge beschloss der KSCV am 28. September 1935 seine Selbstauflösung, offiziell um den einzelnen Corps einen direkten Anschluss an den Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbund (NSDStB) zu ermöglichen. Palaiomarchia wurde bald darauf am 11. Oktober 1935 suspendiert; lediglich der Altherrenverein bestand formal fort.
Im Jahr 1938 entstand auf dem Altmärkerhaus die SC-Kameradschaft „Gustav Nachtigal“, benannt nach dem Afrikaforscher und Altmärker. Beteiligung zeigten neben Altmärkern auch Alte Herren der Corps Guestphalia, Borussia und Teutonia. Zwar traten rund 50–60 % der Alten Herren des SC der Kameradschaft bei, doch die Mehrheit verhielt sich gegenüber der neuen Formation reserviert. Sie war die einzige der acht Kameradschaften in Halle bis 1942, die im Umfeld des KSCV gegründet wurde. Die Gründung von NS-Kameradschaften erfolgte oft unter Einbindung mehrerer Altherrenschaften und gelegentlich nichtkorporierter Akademiker, da die Universität eine Mindestzahl an Unterstützern vorschrieb, um eine Kameradschaft samt Altherrenverein für den NS-Altherrenbund zu etablieren. Die innere Organisation war streng an der Mustersatzung des NSDStB orientiert.
Um 1942 wandelte sich die Kameradschaft, vermutlich beeinflusst durch die Leipziger Kameradschaft „Markgraf von Meissen“ und die neue Ordnung der Reichsstudentenführung, zu einer korporationsähnlichen Struktur. Anders als anderswo wurde die Bestimmungsmensur strikt abgelehnt. Gleichzeitig gewann das Brauchtum der Palaiomarchia an Bedeutung, während das Verhältnis von Kameraden und Alten Herren weiterhin distanziert blieb; Kontakte bestanden zur Kameradschaft „Carl Allmenräder zu Marburg“. 1943 wurde das Altmärkerhaus unter äußeren Druck überschrieben, 1944 löste der NSDStB die Kameradschaft wegen „Interessenlosigkeit“ auf; die tatsächlichen Gründe könnten abweichend gewesen sein.
Entwicklungen nach 45 bis zur Rekonstitution in Halle
Nach 1945 verschärften sich die Brüche. Das Corpshaus wurde in der SBZ enteignet, eine Rekonstitution des Corps war unter den politischen Bedingungen der DDR ausgeschlossen; stattdessen entschloss man sich zu einer Konstitution in Westdeutschland. Schon bald nach dem Krieg trafen sich Altmärker sich regelmäßig, wobei sich Hamburg als Schwerpunkt herausbildete. 1947 reaktivierte sich der Altmärker-Verein, der 1948 von der britischen Militärregierung in Hamburg genehmigt wurde. Die Stiftungstage feierte man in Halle und Göttingen.
Parallel dazu entstanden in Kiel neue studentische Zusammenschlüsse. Das Anfang November 1946 gegründete Collegium Albertinum verstand sich als werteorientierte akademische Gemeinschaft innerhalb der Nachkriegsordnung und suchte frühzeitig den Anschluss an ältere korporative Traditionen. Ab 1949 entwickelten sich intensive Kontakte zwischen dem Collegium Albertinum einerseits sowie den Altmärkern und Masuren aus Königsberg andererseits, die in Hamburg über einen gemeinsamen Stammtisch verfügten.
Palaiomarchia rekonstituierte sich am 10. Dezember 1949 in Kiel und nahm zwei Tage später die Mitglieder des Collegium Albertinum auf. Am 13. Januar wandelte sich das Corps unter der Übernahme der Tradition von Masovia Königsberg zum Corps Palaiomarchia-Masovia. Neuen Mitgliedern wurde ein doppeltes Band verliehen, das durch eine Spange zu einem verbunden wurde. Der KSCV lehnte dies zunächst ab, gewährte es aber schließlich Mitte der 50er Jahre unter Vorbehalt. Die Altherrenvereine der beiden Corps bestanden weiterhin neben dem Altherrenverein der Palaiomarchia-Masovia. Die daraus resultierenden Probleme wurden Mitte 1960 wie folgt gemildert: Aktive und Inaktive behielten das Doppelband mit Spange. Philister der Palaiomarchia und der Masovia konnten auf Wunsch das Band des jeweils anderen Corps tragen, jedoch ohne Spange. Die meisten Alten Herren stimmten dieser Lösung zu.
In den 1950er Jahren konsolidierte sich Palaiomarchia-Masovia rasch. 1959 bezog das Corps ein eigenes Haus in der Düppelstraße. In den folgenden Jahrzehnten prägten starkes Wachstum, ausgeprägte sportliche Aktivitäten – insbesondere im Segelsport – sowie die aktive Beteiligung an den Gremien des KSCV das Corpsleben. 1980 wurde das Corpshaus umgebaut.
Rekonstitution in Hallen 1991
Am 27. Oktober 1990 fand im Altmärkerhaus in Halle eine Wintersemester-Antrittskneipe der Palaiomarchia-Masovia statt, bei der die Idee einer Rekonstitution der Palaiomarchia in Halle präsentiert wurde, was im Corps auf breite Zustimmung, bei den jüngeren Mitgliedern jedoch auf Zurückhaltung stieß. Auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 12. Januar 1991 in Kiel kam es zu heftigen Auseinandersetzungen über Zweck, personelle und finanzielle Voraussetzungen einer solchen Rekonstitution. Trotz erheblicher Vorbehalte beschloss die Mehrheit die Rekonstitution der Palaiomarchia in Halle bei unverändertem Fortbestand in Kiel und setzte eine „Kommission Halle“ ein, welche die Restitution des Corpshauses regeln sollte. Am 5. Mai 1991 wurde die Palaiomarchia in Halle schließlich rekonstituiert.
Parallel dazu entwickelte sich im KSCV eine Grundsatzdebatte über Namen, Farben und Symbole des Kieler Corps. Palaiomarchia-Masovia entschied sich 1993 für die Beibehaltung ihrer bestehenden Form; Palaiomarchia bestätigte diese Haltung 1994. Um die Masovia kam es hingegen zu schweren Konflikten: 1997 rekonstituierten in Königsberg rezipierte Alte Herren das Corps ohne Anerkennung durch den Kieler SC, was zu jahrelangen Auseinandersetzungen im KSCV führte. Schließlich erkannte Palaiomarchia-Masovia die Rekonstitution an und wurde ihrerseits 2000 als eigenständiges, 1950 gestiftetes Corps bestätigt.
Auswertige Beziehungen
Zwischen dem Kieler und Hallenser Corps besteht ein „eisernes“ d. h. unkündbares Kartell. Die Beziehungen zu den Verhältniscorps vor dem Weltkrieg wurden wieder aufgenommen, entsprechend gehört das Corps dem Blauen Kreis an. Nach Abschluss eines Nutzungsvertrags mit der Treuhandanstalt schloss das Corps mit dem Kulturring Halle ein Kooperationsabkommen über gemeinsame Arbeit und Hausnutzung, das sich drei Jahre bewährte, jedoch 1994 vom Kulturring gekündigt wurde.
Mitglieder
Die folgende Liste führt bekannte Altmärker auf. Die heutige Palaiomarchia gilt als Fortführung der 1935 suspendierten Korporation. Vor der Neuordnung in den 1990er Jahren galt jedoch die Palaiomarchia-Masovia als Trägerin der Altmärker-Tradition; Die Altherrenschaft der Palaiomarchia war bei ihr organisiert und bildete einen von drei Altherrenvereinen neben dem Verein der Masovia und der Palaiomarchia-Massovia. Seit 1960 waren die meisten Palaiomarchen Zweibänderleute; neu Rezipierte erhielten sofort beide Bänder. 1980 lebeten noch 43 Altmärker. Mit der Rekonstitution von 1991 wurde die Tradition der Palaiomarchia faktisch auf die Hallenser Verbindung übertragen. Die Palaiomarchia-Masovia verlor ihren Traditionsanspruch.
- Kurt Hermann Alverdes (1919), 1896–1959, Anatom in Königsberg, Halle und Leipzig
- Moritz Bardeleben (1849, Ehrenmitglied), 1827–1892, Präsident des Oberlandesgerichts Celle
- Erich Bauer (1905), 1885–1972, Rechtsanwalt und Entomologe in Goslar
- Wilhelm von Becker (1855, später Pommer), 1835–1924, Oberbürgermeister von Dortmund, Düsseldorf und Köln, Ehrenbürger der Stadt Köln, Vizepräsident des preußischen Herrenhauses
- Erich Bock (1928, früher Mainländer), 1907–1994, Sanitätsoffizier
- Carl Rudolf Bohtz (1886),1864–1922, Mitglied des Reichstags
- Woldemar Born (1855, früher Leipziger Westfale), 1834–1912, Bürgermeister von Delitzsch, Bürgermeister und Ehrenbürger von Zeitz, Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses und des Provinziallandtags der Provinz Sachsen
- Robert Bosse (1851, früher Heidelberger Schwabe), 1832–1901, Preußischer Staatsminister
- Wilhelm Brindlinger (1911, früher Mausure), 1890–1967, Oberbürgermeister von Memel
- Detlev Brüning (1923), 1901–1992, Agrarwissenschaftler und Experte für Walddüngung
- Franz Büttner Pfänner zu Thal (1882, früher Berliner Vandale), 1859–1919, Kunsthistoriker und Gemälderestaurator
- Otto Buhbe (1927), 1903–1993, Landwirt, Synodaler und Kommunalpolitiker
- Max Clairon d’Haussonville (1855, Ehrenmitglied), 1836–1899, Regierungspräsident in Köslin und Kassel
- Kurd Dalen (1904), 1884–1941, Industriejurist
- Ludwig Denecke (1923), 1905–1996, Germanist und Bibliothekar
- Wilhelm Eichhoff (1854), 1833–1895, Sozialdemokrat und oppositioneller Schriftsteller
- Berengar Elsner von Gronow, * 1978, Bundestagsabgeordneter, AfD
- Herbert Fox (1923, früher Berliner Märker), 1903–1993, Bergingenieur und Wirtschaftsführer
- Bernhard von Goeschen (1853), 1833–1923, Kreishauptmann der Kreise Hoya und Harburg, Landrat des Landkreises Harburg
- Karl Haupt (1868), 1848–1907, Gymnasiallehrer in Ohlau und Wittenberg
- Friedrich August Heyer (1892), 1871–1959, Konsularbeamter, Wirtschaftshistoriker Großbritanniens
- Bernhard Hofmann (1908), 1889–1954, Konsistorialpräsident in Magdeburg
- Wilko von Klüchtzner (1899), 1877–1955, thüringischer Finanzminister
- Bernhard Köttgen (1951, früher Freiburger Rhenane), 1909–1999, Verwaltungsjurist, Offizier und Richter
- Hans Löwe (1924, später Bonner Westfale), 1903–1989, Professor für Tierzucht
- Hans Lüdecke (1920), 1896–1972, Professor für Pflanzenbau in Göttingen
- Werner Lüttge (1919), 1895–1979, Geburtshelfer und Frauenarzt
- Eduard Meier (1854), 1834–1899, Begründer der oberschlesischen Eisenindustrie
- Gustav Nachtigal (1854, Nassauer, Inh. d. Corpsschleife der Pommerania Greifswald), 1834–1885, Afrikaforscher, deutscher Generalkonsul in Tunis
- Ludolf Parisius (1847, Ehrenmitglied), 1827–1900, Jurist, Publizist, liberaler Politiker und Heimatforscher
- Henning Piper (nach 1990, früher Altmärker-Masure u. Göttinger Hannoveraner), 1931–2012, Richter am Bundesgerichtshof
- Eggert Reeder (1919), 1894–1959, Verwaltungsjurist, Chef der deutschen Militärverwaltung in Nordfrankreich und Belgien
- Otto Schlüter (1892, früher Freiburger Rhenane), 1872–1959, Professor für Geographie in Halle
- Wilhelm Schneidewind (1883, später Freiburger Rhenane), 1860–1931, Professor für Agrikulturchemie an der Universität Halle
- Wilhelm Schrader-Rottmers (1930, Ehrenmitgliede, Masure u. Altmärker-Masure), 1909–1972, komm. Bürgermeister von Schwedt/Oder (1943–1945)
- Hans Sidow (1921), 1896–1945, Landwirt, Verwaltungsjurist und SS-Offizier
- Karl-Ludwig Stellmacher (1927), 1909–2001, Mathematiker an der University of Maryland
- Walter Telemann (1902, früher Masure), 1882–1941, Radiologe
- Adolf Thiele (1888, später Leipziger Westfale), 1867–1933, Medizinalbeamter
- Erich Ullrich (1933), 1913–1998, Wirtschaftsjurist in Unterfranken
- Carl Wiggert (1924, später Masure), 1903–1983, Landwirt, Verwaltungsjurist und Bankier
Anmerkungen
- Wilhelm Scheffler: Wahl- und Waffensprüche deutscher Studenten. Ein Beitrag zur geistigen Eigenart deutschen Studententhumes, Leipzig 1896, S. 38, 93; Paulgerhard Gladen: Die Kösener und Weinheimer Corps. Ihre Darstellung in Einzelchroniken, Hilden 2007, S. 121.
- Fritz König: Geschichte des Corps Palaiomarchia zu Halle, 2. Aufl., Halle a.S. 1903, S. 8–10. Paulgerhard Gladen: Die Kösener und Weinheimer Corps. Ihre Darstellung in Einzelchroniken, Hilden 2007, S. 121; gibt die Farben des Bundes mit veilchenblau-weiß-gold an.
- Fritz König: Aus zwei Jahrhunderten. Geschichte der Studentenschaft und des studentischen Korporationswesens auf der Universität Halle, Halle a.S. 1894, S. 204; ders.: Geschichte des Corps Palaiomarchia zu Halle, 2. Aufl., Halle a.S. 1903, S. 10; Paulgerhard Gladen: Die Kösener und Weinheimer Corps. Ihre Darstellung in Einzelchroniken, Hilden 2007, S. 121.
- Fritz König: Aus zwei Jahrhunderten. Geschichte der Studentenschaft und des studentischen Korporationswesens auf der Universität Halle, Halle a.S. 1894, S. 206; ders.: Geschichte des Corps Palaiomarchia zu Halle, 2. Aufl., Halle a.S. 1903, S. 12; Paulgerhard Gladen: Die Kösener und Weinheimer Corps. Ihre Darstellung in Einzelchroniken, Hilden 2007, S. 121.
- Fritz König: Geschichte des Corps Palaiomarchia zu Halle, 2. Aufl., Halle a.S. 1903, S. 14f.
- Sebastian Sigler: Bemerkungen zum Hallenser SC im 19. Jahrhundert. In: Die Vorträge der 77. deutschen Studentenhistorikertagung Halle an der Salle 2017, hrsg. v. dems., München 2018, S. 59–68, hier: S: 64f.
- Fritz König: Geschichte des Corps Palaiomarchia zu Halle, 2. Aufl., Halle a.S. 1903, S. 17f, 20.
- Paulgerhard Gladen: Die Kösener und Weinheimer Corps. Ihre Darstellung in Einzelchroniken, Hilden 2007, S. 121.
- Fritz König: Geschichte des Corps Palaiomarchia zu Halle, 2. Aufl., Halle a.S. 1903, S. 31–33.
- Fritz König: Aus zwei Jahrhunderten. Geschichte der Studentenschaft und des studentischen Korporationswesens auf der Universität Halle, Halle a.S. 1894, S. 232; ders.: Geschichte des Corps Palaiomarchia zu Halle, 2. Aufl., Halle a.S. 1903, S. 41.
- Fritz König: Geschichte des Corps Palaiomarchia zu Halle, 2. Aufl., Halle a.S. 1903, S. 40, 45.
- Fritz König: Aus zwei Jahrhunderten. Geschichte der Studentenschaft und des studentischen Korporationswesens auf der Universität Halle, Halle a.S. 1894, S. 79–81; ders.: Geschichte des Corps Palaiomarchia zu Halle, 2. Aufl., Halle a.S. 1903, S. 50f.; Jürgen Kloosterhuis: Pudel und Partien. Studentisches Fechten und staatliches Mensurverbot im korporationsgeschichtlichen Wandel, untersucht am Beispiel der Hallenser Neoborussia von 1849 bis 1936. In: Beiträge zur Geschichte der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. 1502–2002, hrsg. v. Hermann-Josef Rupieper Halle a.S. 2002, S. 340–76, hier: S. 349.
- Fritz König: Geschichte des Corps Palaiomarchia zu Halle, 2. Aufl., Halle a.S. 1903, S. 52.
- Fritz König: Geschichte des Corps Palaiomarchia zu Halle, 2. Aufl., Halle a.S. 1903, S. 54; 56ff. König glaubt, dass 1874 eigentlich keine Suspension stattgefunden hat und die Corpsmitglieder lediglich auseinandergelaufen sind.
- Eckhard Oberdörfer: Aus der Geschichte der Studentenverbindung der Altmärker. In: Magdeburger Blätter. Jahresschrift für Heimat- und Kulturgeschichte in Sachsen-Anhalt 1988, S. 48–56, hier: S. 50; 1904 errichtete sich die Landsmannschaft ein eigenes Corpshaus. Zu diesem vgl. Gerhard Richwien: Akademische „Bierburgen“. Häuser studentischer Korporationen in Halle. In: Denkmalpflege in Sachsen-Anhalt 8 (2000), S. 152–63, hier: S. 157.
- Fritz König: Geschichte des Corps Palaiomarchia zu Halle, 2. Aufl., Halle a.S. 1903, S. 71; Eckhard Oberdörfer: Altmärkische Studentenverbindungen. In: Altmärkischer Heimatkalender 1988, S. 63–67, hier: S. 65; Gerhard Richwien: Akademische „Bierburgen“. Häuser studentischer Korporationen in Halle. In: Denkmalpflege in Sachsen-Anhalt 8 (2000), S. 152–63, hier: S. 154f.; Torsten Lehmann: Die Hallenser Corps im Kaiserreich – eine Kulturgeschichtliche Betrachtung. In: Beiträge zur Geschichte der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. 1502–2002, hrsg. v. Hermann-Josef Rupieper Halle a.S. 2002, S. 315–76, hier: S. 333.
- Fritz König: Geschichte des Corps Palaiomarchia zu Halle, 2. Aufl., Halle a.S. 1903, S. 71; Jürgen Herrlein: Zur „Arierfrage“ in Studentenverbindungen. Die akademischen Korporationen und der Prozess der Ausgrenzung der Juden vor und während der NS-Zeit sowie die Verarbeitung dieses Vorgangs nach 1945, Baden-Baden 2015, S. 47, 63.
- Fritz König: Geschichte des Corps Palaiomarchia zu Halle, 2. Aufl., Halle a.S. 1903, S. 87; Gerhard Daniel: Corps Palaiomarchia, 1844–1994 (= Corpszeitung des Corps Palaiomarchia zu Halle, Sonderausgabe), Halle a.S. 1994, o. S.
- Gerhard Daniel: Corps Palaiomarchia, 1844–1994 (= Corpszeitung des Corps Palaiomarchia zu Halle, Sonderausgabe), Halle a.S. 1994, o. S.; Torsten Lehmann: Die Hallenser Corps im Kaiserreich – eine Kulturgeschichtliche Betrachtung. In: Beiträge zur Geschichte der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. 1502–2002, hrsg. v. Hermann-Josef Rupieper Halle a.S. 2002, S. 315–76, hier: S. 333; Gerhard Richwien: Akademische „Bierburgen“. Häuser studentischer Korporationen in Halle. In: Denkmalpflege in Sachsen-Anhalt 8 (2000), S. 152–63, hier: S. 155, 160.
- Torsten Lehmann: Die Hallenser Corps im Deutschen Kaiserreich. Eine Untersuchung zum studentischen Verbindungswesen von 1871 bis 1918, Halle a.S. 2007, S. 175f.
- Friedrich-Wilhelm Höhe: Die Universität Halle während des Weltkrieges und der Nachkriegsjahre bis 1921, phil. Diss., Univ. Halle a.d. Salle 1942, S. 119–37; und Aribert Schwenke: Zeitfreiwilligen-Verbände und Hallenser SC während der Unruhen in den Jahren 1919–21. In: Einst und Jetzt 31 (1986), S. 47–72; Torsten Lehmann: Die Hallenser Corps im Deutschen Kaiserreich. Eine Untersuchung zum studentischen Verbindungswesen von 1871 bis 1918, Halle a.S. 2007, S. 176, 178. Ein Alter Herr hatte sich 1918/19 in Berlin auf der Seite der Aufständischen an der Revolution beteiligt; Eckhard Oberdörfer: Aus der Geschichte der Studentenverbindung der Altmärker. In: Magdeburger Blätter. Jahresschrift für Heimat- und Kulturgeschichte in Sachsen-Anhalt 1988, S. 48–56, hier: S. 52.
- Vgl. Gerhard Daniel: Corps Palaiomarchia, 1844–1994 (= Corpszeitung des Corps Palaiomarchia zu Halle, Sonderausgabe), Halle a.S. 1994, o. S.
- Torsten Lehmann: Die Hallenser Corps im Deutschen Kaiserreich. Eine Untersuchung zum studentischen Verbindungswesen von 1871 bis 1918, Halle a.S. 2007, S. 178–80.
- Torsten Lehmann: Die Hallenser Corps im Deutschen Kaiserreich. Eine Untersuchung zum studentischen Verbindungswesen von 1871 bis 1918, Halle a.S. 2007, S. 180; Georg Prick: Rechtsanwalt Bernhard Hofmann (1889–1954). Ein Streiter für die Bekennende Kirche im Kirchenkampf gegen die Deutschen Christen. In: Jahrbuch für deutsche Kirchengeschichte 40–41 (2016–17), S. 183–210, hier: S. 190.
- Kurt U. Bertrams: Der Kartell-Convent und seine Verbindungen, 2. Aufl., Hilden 2009, S. 140.
- Torsten Lehmann: Die Hallenser Corps im Deutschen Kaiserreich. Eine Untersuchung zum studentischen Verbindungswesen von 1871 bis 1918, Halle a.S. 2007, S. 182; Hendrik Eberle: Die Martin-Luther-Universität in der Zeit des Nationalsozialismus. 1933–1945, Halle a.S. 2002, S. 30.
- Torsten Lehmann: Die Hallenser Corps im Deutschen Kaiserreich. Eine Untersuchung zum studentischen Verbindungswesen von 1871 bis 1918, Halle a.S. 2007, S. 182.
- Georg Prick: Rechtsanwalt Bernhard Hofmann (1889–1954). Ein Streiter für die Bekennende Kirche im Kirchenkampf gegen die Deutschen Christen. In: Jahrbuch für deutsche Kirchengeschichte 40–41 (2016–17), S. 183–210, hier: S. 190.
- Dazu Rosco Weber: The German Student Corps in the Third Reich, Basingstoke 1986, S. 125–41; und Torsten Lehmann: Die Hallenser Corps im Deutschen Kaiserreich. Eine Untersuchung zum studentischen Verbindungswesen von 1871 bis 1918, Halle a.S. 2007, S. 182–88.
- Rosco Weber: The German Student Corps in the Third Reich, Basingstoke 1986, S. 125–27.
- Rosco Weber: The German Student Corps in the Third Reich, Basingstoke 1986, S. 129f.
- Die Schande im Korps Palaiomarchia. In: Der Stürmer 44, Oktober 1935. Der Beitrag schloss mit den Worten: „Wer erklärt, daß er mit dem Juden unlösbar verbunden ist, muss selbst Jude oder Judenbastard sein“. Auch eine Anzahl weiterer Corpsbrüder nahm den Vorfall zum Anlass eines Austritts; den Ausgetretenen wurde nach dem Krieg nicht gestattet, das Altmärkerband wieder aufzunehmen; Gerhard Daniel: Corps Palaiomarchia, 1844–1994 (= Corpszeitung des Corps Palaiomarchia zu Halle, Sonderausgabe), Halle a.S. 1994, o. S.
- Rosco Weber: The German Student Corps in the Third Reich, Basingstoke 1986, S. 129f.
- Rosco Weber: The German Student Corps in the Third Reich, Basingstoke 1986, S. 136f.
- Rosco Weber: The German Student Corps in the Third Reich, Basingstoke 1986, S. 137f.
- Rosco Weber: The German Student Corps in the Third Reich, Basingstoke 1986, S. 138.
- Rosco Weber: The German Student Corps in the Third Reich, Basingstoke 1986, S. 138–41.
- Gerhard Daniel: Corps Palaiomarchia, 1844–1994 (= Corpszeitung des Corps Palaiomarchia zu Halle, Sonderausgabe), Halle a.S. 1994, o. S.
- Erich Bauer: Die Kameradschaften im Bereiche des Kösener SC in den Jahren 1937–1945. In: Einst und Jetzt 1 (1956) S. 5–40, hier: S. 25.
- Erich Bauer: Die Kameradschaften im Bereiche des Kösener SC in den Jahren 1937–1945. In: Einst und Jetzt 1 (1956) S. 5–40, hier: S. 12.
- Erich Bauer: Die Kameradschaften im Bereiche des Kösener SC in den Jahren 1937–1945. In: Einst und Jetzt 1 (1956) S. 5–40, hier: S. 25; und Immo Philipp/Gottfried Koch: Guestphalia in der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg bis zur Rekonstruktion 1958 in Münster 200. In: 200 Jahre Corps Guestphalia Halle zu Münster. 1789–1989, hrsg. v. Westphalenverein e.V. Halle/Saale, Münster 1989, S. 79–87, hier: S. 85.
- Gerhard Daniel: Corps Palaiomarchia, 1844–1994 (= Corpszeitung des Corps Palaiomarchia zu Halle, Sonderausgabe), Halle a.S. 1994, o. S.
- Erich Bauer: Die Kameradschaften im Bereiche des Kösener SC in den Jahren 1937–1945. In: Einst und Jetzt 1 (1956) S. 5–40, hier: S. 25.
- Gerhard Daniel: Corps Palaiomarchia, 1844–1994 (= Corpszeitung des Corps Palaiomarchia zu Halle, Sonderausgabe), Halle a.S. 1994, o. S.
- Gerhard Daniel: Corps Palaiomarchia, 1844–1994 (= Corpszeitung des Corps Palaiomarchia zu Halle, Sonderausgabe), Halle a.S. 1994, o. S.; Paulgerhard Gladen: Die Kösener und Weinheimer Corps. Ihre Darstellung in Einzelchroniken, Hilden 2007, S. 122.
- Gerhard Daniel: Corps Palaiomarchia, 1844–1994 (= Corpszeitung des Corps Palaiomarchia zu Halle, Sonderausgabe), Halle a.S. 1994, o. S.
- Klaus Balduhn/Joachim Rüdiger Döhler: 1950–2005. In: Corps Masovia. Die 175jährige Geschichte von Königsbergs ältester und Potsdams erster Korporation im 21. Jahrhundert, hrsg. v. Rüdiger Döhler, München 2005, S. 335–69, hier: S. 337; Paulgerhard Gladen: Die Kösener und Weinheimer Corps. Ihre Darstellung in Einzelchroniken, Hilden 2007, S. 122.
- Klaus Balduhn/Joachim Rüdiger Döhler: 1950–2005. In: Corps Masovia. Die 175jährige Geschichte von Königsbergs ältester und Potsdams erster Korporation im 21. Jahrhundert, hrsg. v. Rüdiger Döhler, München 2005, S. 335–69, hier: S. 338–41; Paulgerhard Gladen: Die Kösener und Weinheimer Corps. Ihre Darstellung in Einzelchroniken, Hilden 2007, S. 109, 122f.
- Klaus Balduhn/Joachim Rüdiger Döhler: 1950–2005. In: Corps Masovia. Die 175jährige Geschichte von Königsbergs ältester und Potsdams erster Korporation im 21. Jahrhundert, hrsg. v. Rüdiger Döhler, München 2005, S. 335–69, hier: S. 342–46.
- Klaus Köster (Red.): 150 Jahre Corps Palaiomarchia-Masovia (= Corpszeitung der Altmärker-Masuren 67), Kiel 1980, S. 1759
- Klaus Balduhn/Joachim Rüdiger Döhler: 1950–2005. In: Corps Masovia. Die 175jährige Geschichte von Königsbergs ältester und Potsdams erster Korporation im 21. Jahrhundert, hrsg. v. Rüdiger Döhler, München 2005, S. 335–69. Paulgerhard Gladen: Die Kösener und Weinheimer Corps. Ihre Darstellung in Einzelchroniken, Hilden 2007, S. 109, 122f.
- Gerhard Daniel: Corps Palaiomarchia, 1844–1994 (= Corpszeitung des Corps Palaiomarchia zu Halle, Sonderausgabe), Halle a.S. 1994, o. S.
- Die Zusammenstellung stützt auf Otto Gerlach (Bearb.): Kösener Corpslisten 1960, Bochum 1961, S. 597–607; Herbert Kater (Bearb.): Kösener Corpsliste 1961–1971, Oldenburg 1972, S. 124; ders. (Bearb.): Kösener Corpsliste, 1971–1981, Kaiserslautern 1981, S. 107.
- Klaus Köster (Red.): 150 Jahre Corps Palaiomarchia-Masovia (= Corpszeitung der Altmärker-Masuren 67), Kiel 1980, S. 1768.
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