Davos Klosters Bergbahnen

Die Davos Klosters Bergbahnen AG ist ein Tourismusunternehmen, welches fünf Bergbahnen und Skigebiete, über 20 Hotels und diverse Gastronomiebetriebe in den Bündner Gemeinden Davos und Klosters betreibt.

Davos Klosters Bergbahnen AG
Rechtsform Aktiengesellschaft
Gründung 4. November 2003
Sitz Davos, Schweiz Schweiz
Leitung Carlo Schertenleib (VR-Präsident)
Mitarbeiterzahl 170 Ganzjahresmitarbeitende
Umsatz 98.3 Mio. CHF (2024/25)
Branche Skigebiet, Schneesport, Personenbeförderung, Gastronomie, Hotellerie
Website www.davosklostersmountains.ch

Bergbahnen und Infrastruktur

Skigebiete

Unter dem Namen Davos Klosters Mountains werden fünf Bergbahnen und Skigebiete betrieben:

  • Parsenn
  • Jakobshorn
  • Gotschna (mit Verbindung zum Parsenn-Gebiet)
  • Rinerhorn (Betrieb durch die Tochtergesellschaft Bergbahnen Rinerhorn AG)
  • Pischa (Betrieb durch die Tochtergesellschaft Sportbahnen Pischa AG)

Bergbahnen

Die Bergorte Davos und Klosters in Graubünden sind Heimat der Davos Klosters Mountains. Hinter den Davos Klosters Mountains, kurz DKM, stehen die Unternehmen der Davos Klosters Bergbahnen AG (DKB) sowie die Tochtergesellschaften Bergbahnen Rinerhorn AG und Sportbahnen Pischa AG. Die DKB besitzt als Unternehmen neben den Bergbahnen Jakobshorn und Parsenn/Gotschna zahlreiche Hotel- und Gastrobetriebe sowie mehrere Tochtergesellschaften. Diese kümmern sich in enger Zusammenarbeit mit der DKB um den täglichen Betrieb der jeweiligen Berge. Innerhalb des Gesamtunternehmens werden somit viele Synergien in den Bereichen Finanz- und Rechnungswesen, Tarifwesen, Personal und Vermarktung genutzt.

Weitere Tochtergesellschaften sind die Mountain Facilities AG für die Umsetzung und den Betrieb von Ferienwohnungen und die Mountain Experience AG für die Planung und Umsetzung neuer Erlebnisse am Berg.

Gebiet und Infrastruktur

Im Sommer erstreckt sich über das Gebiet ein Wanderweg- und Biketouren-Netz von 700 Kilometern. Im Winter werden insgesamt 255 Pistenkilometer, verteilt auf 82 Pisten und 45 Transportanlagen, betrieben. Für eine sichere Schneelage und optimale Pisten von Mitte November bis Mitte April können knapp 50 Prozent der Pisten technisch beschneit werden.

Restaurant und Bars

Die DKM sind auf den Bergen Jakobshorn, Parsenn, Pischa und Rinerhorn Eigentümer von insgesamt 24 Restaurants, die teilweise selbstständig und teilweise von Pächtern geführt werden. Zusätzlich gehören 7 Restaurants und 7 Bars im Tal zum Unternehmen, die mit Ausnahme von zwei Bars ebenfalls von Pächtern geführt werden.

Hotels und Resorts

Die Mountain Hotels und Resorts werden eigenständig vom Unternehmen geführt. Die Mountain Hotels umfassen über 20 Unterkünfte und 2000 Betten im Tal und auf den Bergen. Die Hotels und Resorts liegen zentral in der Nähe der Bergbahnen und sprechen damit vor allem sportliche Gäste und Skifahrer an.

Neben den Hotels werden unter der Marke der Mountain Hotels das Parsenn Resort mit 30 modernen 2.5- und 3.5-Zimmer-Apartments, das Vier-Sterne-Hotel Mountain Plaza Hotel sowie das Vier-Sterne-Hotel Waldhuus geführt.

Der Bereich Hotellerie und Gastronomie gewinnt zunehmend an Bedeutung. Im Geschäftsjahr 2024/25 wurden mehr als 40 Prozent des Umsatzes mit diesem Bereich erwirtschaftet.

Geschichte

Schon seit über 150 Jahren werden auf den Bergen wichtige Entwicklungen für Schneesportler vorangetrieben: Vom Bau des ersten Skiliftes am Bolgen über die Anfänge des Snowboardens am Jakobshorn bin hin zum heutigen Erlebnis rund ums Skifahren auf dem Berg.

Geschichte von Beginn bis heute

Davos Klosters spielte eine bedeutende Rolle in der Entstehung und Entwicklung des Wintertourismus sowie des Skisportes in der Schweiz und weltweit. Im Jahr 1883 fuhr der Deutsche Skipionier Wilhelm Paulcke als Erster in Davos und vermutlich auch in der Schweiz Ski. Zehn Jahre später wagten sich die ersten mutigen Skifahrer an die Route von Davos über die Maienfelder Furka nach Arosa. Ein Jahr danach begaben sich vier englische Touristen auf diese Skitour, verfuhren sich jedoch im Sturm und landeten am Ende in Küblis im Prättigau statt in Arosa. So war die erste Parsenn-Abfahrt geboren, ein damaliger Meilenstein in der Skisportgeschichte.

In den darauffolgenden Jahren haben Ski-Pioniere einige Erstbesteigungen in der Schweiz, so auch auf den Weissfluhgipfel, unternommen. So entwickelte sich das Parsenn-Gebiet zum Entstehungsort des Abfahrts-Skilaufs. 1913 fand hier das erste Abfahrtsrennen statt. Ab 1924 entstand mit dem Parsenn-Derby eines der für lange Zeit bedeutendsten Skirennen im Alpenraum.

Der Bau der Parsennbahn

Mit dem Bau der Parsennbahn und der Gründung der Davos-Parsenn-Bahnen AG 1931 erfuhr Davos einen ungeahnten Boom zum Skitourismus, und die Geburtsstunde des Skifahrens als Volkssport nahm seine Anfänge. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden nur Bahnen zu Aussichtsorten oder Hotels gebaut. Die Parsennbahn war die erste Bergbahn, die als Transportmittel für Skifahrer gebaut wurde. Weitere spannende und nostalgische Informationen zur Entwicklung des Skisportes auf Parsenn und Davos Klosters gibt es auf dem Nostalgie Run vom Weissfluhgipfel nach Küblis zu entdecken.

Entwicklung auf dem Jakobshorn

Auch auf der anderen Talseite beim Jakobshorn wurde früh Geschichte geschrieben, 1934 mit dem Bau des ersten Bügelskilifts der Welt. Der Bolgenlift zog mithilfe einer Schleppseil-Anlage mit einem Förderseil die Skitouristen den Hang hinauf. Die Idee fand im einheimischen Hotelier und Landwirt Leonhard Fopp einen Förderer, der sein Grundstück am Bolgen für den Bau des Liftes zur Verfügung stellte. Somit konnte der erste Bügellift, mit einem J-förmigen Einerbügel, in Betrieb genommen werden. Im ersten Winter transportierte er bereits 70.000 Skifahrer. Daraufhin wurden die Einerbügel mit T-förmigen Doppelbügeln ersetzt, um eine höhere Förderleistung zu erreichen.

Auch später war der sogenannte Fun Mountain immer wieder für wichtige Entwicklungen im Wintersport verantwortlich. Auf dem Jakobshorn durften die ersten Snowboarder ihre Schwünge ziehen, während dieser Sport anderswo noch verpönt war. Damit wurde das Jakobshorn rasch ein Mekka für viele junge Snowboarder und Freestyler und zählt heute noch zu den wichtigsten Attraktionen der ganzen Region.

Unternehmen

Ursprünglich wurden alle Wintersportgebiete in Davos und Klosters von verschiedenen Eigentümern selbstständig geführt. Durch wirtschaftlichen Druck, unter dem das Skigebiet Schatzalp vorübergehend geschlossen werden musste, wurden die drei Unternehmen Davos-Parsenn-Bahnen AG, Bergbahnen Brämabüel & Jakobshorn AG und Luftseilbahn Klosters-Gotschnagrat-Parsenn im Jahr 2003 zur neuen Aktiengesellschaft Davos Klosters Bergbahnen AG fusioniert. Mit der Fusion wurden mit Ausnahme der Schatzalp alle Skigebiete der Region Davos/Klosters in einem Unternehmen zusammengefasst. Der vormalige Verwaltungsratspräsident der Bergbahnen Brämabüel & Jakobshorn AG Carlo Schertenleib wurde dank der Fusion zum Mehrheitsaktionär des neuen Unternehmens und übernahm das Verwaltungsratspräsidium. Erster Geschäftsführer der neuen Aktiengesellschaft war der vormalige Verwaltungsratspräsident der Davos-Parsenn-Bahnen AG und Politiker Hans-Peter Pleisch. Er ist 2006 nach einem Konflikt mit dem Verwaltungsratspräsidenten Carlo Schertenleib von allen Ämtern zurückgetreten.

2014 wurde die Bergbahn Madrisa mit dem dazugehörigen Skigebiet an eine private Investorengruppe verkauft. Seit 2016 hat Vidal Schertenleib – Sohn des Verwaltungsratspräsidenten Carlo Schertenleib – die Leitung des Unternehmens übernommen.

Unternehmensstruktur

Anfänglich wurden alle Schneesportgebiete in Davos Klosters von unterschiedlichen Eigentümern geführt. Die Bergbahnen waren unterteilt in:

  • Davos-Parsenn-Bahnen AG
  • Luftseilbahn Klosters-Gotschnagrat-Parsenn
  • Bergbahnen Brämabüel & Jakobshorn AG
  • Klosters-Madrisa Bergbahnen AG
  • Bergbahnen Rinerhorn AG
  • Sportbahnen Pischa AG
  • Davos-Schatzalp-Bahn

Unter steigendem wirtschaftlichen Druck entschieden sich die individuellen Schneesportgebiete 2002 sich zu einem Unternehmen zu vereinen. Die einzelnen Unternehmen, ausgenommen der Schatzalp, fusionierten im Jahr 2003 zu den Davos Klosters Bergbahnen AG. Seit 2014 ist die Klosters-Madrisa Bergbahnen AG nicht mehr Teil der Unternehmung, jedoch weiterhin im Tarifverbund der Davos Klosters Mountains. Die Davos Klosters Bergbahnen AG betreibt die Skigebiete Parsenn und Jakobshorn.

Aktuelle Beteiligungen

Des Weiteren hält sie folgende Beteiligungen:

  • Sportbahnen Pischa AG: 53,79 %
  • Bergbahnen Rinerhorn AG: 57,18 %
  • Hauptertäli AG: 50,00 %
  • Mountain Facilities AG: 100 %

Ehemalige Beteiligungen

  • Die Beteiligung von 39,08 % an den Klosters-Madrisa Bergbahnen AG wurde 2014 an eine Investorengruppe verkauft, wobei das Skigebiet mit den anderen Gebieten der Davos Klosters Bergbahnen in einem Tarifverbund verblieb.
  • Die Beteiligung von 100 % an der Flüela Hotel AG wurde zu Mountain Facilities AG umbenannt.

Mitarbeiter

Die DKM beschäftigt, inklusive der Pachtbetriebe, insgesamt mehr als 1200 Mitarbeiter. Ganzjährig sind rund 170 Mitarbeitende angestellt. Zusätzlich arbeiten im Sommer über 120 und im Winter über 450 Saisonarbeiter auf den Bergen und in den Hotels der DKM. Somit zählt die DKM zu den grössten Arbeitgebern in der Region Davos Klosters.

Skipässe

Das Davoser Skigebiet Schatzalp wird von der Berghotel Schatzalp AG betrieben, weshalb die Skipässe der Davos Klosters Mountains dort nicht gültig sind.

Ski und Regionalpass

Wenn man in allen Skigebieten fahren will, gibt es einen Regionalpass für alle Skigebiete. Für das Jakobshorn und Parsenn Davos/Klosters (Gotschna) kann kein einzelnes Ticket gelöst werden; das Ticket ist immer in beiden Skigebieten gültig. Sonst kann für jedes Skigebiet auch ein einzelnes Ticket gelöst werden.

Es gibt verschiedene Typen:

  • Vormittagskarte bis 13.00 mit Rückvergütung
  • Halbtageskarte (ab 12.15 Uhr gültig)
  • 1-Tageskarten
  • 2-Tageskarten
  • Tageskarten für 2–21 Tage (gültig für alle fünf Berge)

TOPCARD – Jahreskarte (Sommer und Winter)

Die TOPCARD ist von Juni bis April für drei große Schweizer Skigebiete (Arosa Lenzerheide, Flims Laax Falera und Davos Klosters), inklusive Personen- und Biketransport, gültig. Die TOPCARD bietet mit ihren drei Wahltagen für die Jungfrau Skiregion, Engelberg-Titlis inkl. Brunni, Adelboden-Lenk und die Aletsch Arena exklusive Möglichkeiten, weitere top Destinationen flexibel im Winter zu erleben. TOPCARD Kunden können an drei frei wählbaren Tagen während der Wintersaison vier neue Destinationen erkunden.

ESA – Jahresticket für Einheimische

Das ESA-Ticket ist nur für Einheimische erhältlich. Damit können die Anlagen der Davos Klosters Mountains während der Sommer- und Wintersaison genutzt werden. Die Einwohner folgender Gemeinden und Orte sind zum Kauf eines ESA, gemäss der Aufteilung des Verbands Bündner Bergbahnen, zugelassen:

  • Davos
  • Klosters
  • Saas im Prättigau
  • Küblis
  • Pragg-Jenaz
  • Jenaz
  • Fideris
  • St. Antönien
  • Furna
  • Schmitten
  • Alvaneu
  • Filisur

Projekte

Gemeinsam mit der Weisse Arena AG wollte das Unternehmen zu Beginn der 2000er-Jahre eine Skihalle in London bauen. 2003 wurde das Projekt beerdigt.

Mittelfristig wird die Verbindung der Skigebiete Jakobshorn und Rinerhorn angestrebt. In der Diskussion sind eine Pendelbahn, die das Sertigtal überspannt, oder eine Verbindungsvariante durch das Sertigtal mit zusätzlichen Abfahrtsmöglichkeiten, wobei Talstationen im Bereich Mühle oder Gämpi möglich sind.

Leitung

(Quelle: )

Verwaltungsrat

Der Verwaltungsrat besteht aktuell aus folgenden sechs Mitgliedern:

  • Carlo Schertenleib (Präsident)
  • Yves Bugmann
  • Dr. Karl-Walter Braun
  • Andreas Kohm
  • Klaus May
  • Vidal Schertenleib

Geschäftsleitung

  • Carlo Schertenleib (VR-Präsident und Delegierter)
  • Vidal Schertenleib (CEO)
  • Yves Bugmann (CFO)
  • Klaus May (COO)

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