Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen

Die Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN) ist ein eingetragener Verein und verfolgt die Aufgabe, die deutsche Öffentlichkeit über die Ziele, die Institutionen und die Aktivitäten der Vereinten Nationen (UN) zu informieren.

Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen
(DGVN)
Rechtsform eingetragener Verein
Gründung 1952
Sitz Berlin
Zweck 1. Die Gesellschaft will mit den Einrichtungen und der Tätigkeit der Weltorganisation der Vereinten Nationen und ihren Sonderorganisationen vertraut machen und dadurch das Interesse der Öffentlichkeit für die internationalen Beziehungen und die globalen Herausforderungen wecken sowie das Verständnis für die aktuellen Vorgänge in der Außen-, Sicherheits-, Weltwirtschafts-, Entwicklungs-, Umweltpolitik sowie in anderen Politikfeldern fördern.

2. Die Gesellschaft will den Willen zur Mitverantwortung im Sinne der Bestrebungen der Vereinten Nationen und ihrer Sonderorganisationen wachrufen und stärken. […]

Vorsitz Ekkehard Griep
Mitglieder 2044 (Stand Juni 2025)
Website www.dgvn.de

Organisation

Die DGVN wurde 1952 als eingetragener gemeinnütziger Verein gegründet und ist seit 1966 Mitglied des Weltverbands der Gesellschaften für die Vereinten Nationen (WFUNA). Ziel der DGVN ist es, die Aufmerksamkeit auf aktuelle Ereignisse in der Außen-, Entwicklungs-, Kultur- sowie Weltwirtschaftspolitik zu lenken. Des Weiteren will die DGVN Interesse für die Zusammenhänge internationaler Beziehungen wecken und zur Diskussion anregen. Ein Arbeitsschwerpunkt ist die kritische Begleitung der deutschen UN-Politik.

Die Vereinsarbeit finanziert sich aus einer institutionellen Zuwendung des Bundes, den Mitgliedsbeiträgen und Projektmitteln von Dritten, wobei hier öffentliche Projektmittel ausgegeben vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung für die UN-bezogene entwicklungspolitische Öffentlichkeitsarbeit in der Regel 90 Prozent der Projektmittel von Dritten ausmachen.

Die institutionelle Förderung der deutschen Bundesregierung für die DGVN betrug in den Jahren 2022 und 2023 jeweils 1,3 Millionen Euro. Darüber hinaus erhält die DGVN vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung jährlich 180.000 Euro Projektförderung. Damit werden Bildungsprojekte und Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit zu entwicklungspolitischen Aufgaben der Vereinten Nationen finanziert, etwa Publikationen, Online-Portale, Veranstaltungen sowie Medien- und Jugendarbeit.

Die DGVN hat mehr als 2000 Mitglieder.

Vorstand

Der Vorstand besteht aus:

  • Ekkehard Griep, (Berlin) (Vorsitzender)
  • Karin Kortmann, (Düsseldorf) (stellv. Vorsitzende)
  • Carolin Maluck (München) (stellv. Vorsitzende)
  • Ekkehard Strauß, (Berlin) (stellv. Vorsitzender)
  • Ursula Mogg (Koblenz)
  • Anne Schilling (Berlin)
  • Timo Vogler, (Berlin)
  • Vanessa Vohs (München)
  • Thomas Weiler (Bonn)
  • Max Zuber (Bayreuth)
  • Detlef Dzembritzki (Berlin) (Ehrenvorsitzender)

DGVN-Präsidium

Das Präsidium besteht nach der Wahl durch die 37. Ordentliche Mitgliederversammlung am 21. Oktober 2023 in Bonn aus:

  • Harald Braun
  • Hans Otto Bräutigam
  • Eberhard Brecht
  • Nicole Deitelhoff
  • Klaus Dicke
  • Bärbel Dieckmann
  • Hans d’Orville
  • Deborah Düring
  • Detlef Dzembritzki
  • Hans Eichel
  • Uschi Eid
  • Manuel Fröhlich
  • Sigmar Gabriel
  • Heike Hänsel
  • Barbara Hendricks
  • Christoph Heusgen
  • Klaus Hüfner †
  • Karl Jüsten
  • Angela Kane
  • Silvie Kreibiehl
  • Armin Laschet
  • Klaus Leisinger
  • Kerstin Leitner
  • Barbara Lochbihler
  • Winfried Nachtwei
  • Karin Nordmeyer
  • Gunter Pleuger
  • Beate Rudolf
  • Michael Schaefer
  • Wolfgang Schomburg
  • Sabine von Schorlemer
  • Peter Schumann
  • Anja Seibert-Fohr
  • Bruno Simma
  • Achim Steiner
  • Michael Steiner
  • Rita Süssmuth †
  • Christian Tomuschat
  • Günther Unser
  • Johannes Varwick
  • Ernst Ulrich von Weizsäcker
  • Heidemarie Wieczorek-Zeul
  • Almut Wieland-Karimi
  • Peter Wittig
  • Rüdiger Wolfrum
  • Christoph Zöpel

DGVN-Generalsekretariat in Berlin

Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen ist seit Juli 2024 Peter Wittschorek. Vorgängerinnen im Amt waren seit Februar 2016 Lisa Heemann und von 2002 bis 2016 Beate Wagner.

Landesverbände

Es gibt folgende Landesverbände:

  • Baden-Württemberg
  • Bayern
  • Berlin-Brandenburg
  • Hessen
  • Nord (Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein)
  • Nordrhein-Westfalen
  • Rheinland-Pfalz/Saarland
  • Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen

Veranstaltungen

Das Generalsekretariat (Sitz in Berlin) und die Landesverbände der DGVN veranstalten öffentliche Vorträge, Forumsdiskussionen, Symposien sowie Studienreisen. Die Teilnehmer kommen aus Politik, Wissenschaft, dem NGO-Bereich und der Wirtschaft.

Publikationen

Als eine Informations- und Dokumentationsstelle für die Vereinten Nationen in Deutschland publiziert die DGVN deutschsprachige Literatur zu UN-Themen in verschiedenen Formaten:

  • Zeitschrift „Vereinte Nationen“: Die wissenschaftliche Zweimonatsschrift behandelt Themen aus dem gesamten Spektrum der Vereinten Nationen. Sie bietet Analysen, Berichte und Dokumentationsübersichten in deutscher Sprache.
  • Eine-Welt-Presse: Populäre Themenzeitung zu Nord-Süd-Fragen und Aspekten der multilateralen Entwicklungspolitik.
  • UN-Basis-Informationen: Grundlegende Informationen über Organe und Sonderorganisationen der Vereinten Nationen sowie UN-Aktivitäten.
  • Ziele für Nachhaltige Entwicklung : Broschüre mit einer Übersicht aller 169 SDG-Zielvorgaben. Außerdem gibt es einen Kurzfilm und Postkarten.
  • Blaue Reihe: In dieser Reihe erscheinen in unregelmäßiger Abfolge sowohl Studien und Diskussionstexte zu UN-Themen als auch Tagungsdokumentationen.
  • DGVN-Texte: Die Buchreihe umfasst kostenpflichtige Verlagspublikationen, die in Zusammenarbeit mit dem UNO-Verlag erscheinen und ausführlich einzelne UN-Themen behandeln.
  • Policy Paper: Autoren der DGVN nehmen in dieser Reihe Stellung zu aktuellen Diskussionen im Bereich der UN und zur UN-Politik Deutschlands und der Europäischen Union.
  • Informationsdienst „Bevölkerung und Entwicklung“: Drei bis viermaljährlicher Service zur Information speziell zum Thema der Bevölkerungsentwicklung.
  • Bericht über die menschliche Entwicklung: Von der DGVN herausgegebene deutsche Ausgabe des „Human Development Report“ des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP). Dieser Bericht erscheint einmal jährlich und stellt die wirtschaftliche und soziale Entwicklung der Welt unter einem besonderen Aspekt (2001: Neue Technologien, 2003: Millenniums-Entwicklungsziele, 2004: Kulturelle Vielfalt, 2005: Handel und Sicherheit, 2006: Wasser- und Sanitärkrise) dar.
  • Gemeinsam geht's besser. Der Einsatz der Vereinten Nationen für Frieden und eine gerechte Welt : Für Kinder wurde 2022 ein illustriertes Buch im Carlsen Verlag veröffentlicht.

UNhörbar ist der Podcasts Podcast der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN). Er wurde 2020 vom DGVN-Landesverband Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen gegründet und wird seit Januar 2026 als einheitliches Format der Gesamtorganisation weitergeführt. Der Podcast behandelt in verschiedenen Reihen Themen rund um das UN-System, Menschen- und Völkerrecht, nachhaltige Entwicklung sowie Grundlagen der Vereinten Nationen und macht internationale Politik allgemeinverständlich zugänglich.

Ehrenmedaille

Seit 1977 verleiht die DGVN die Dag-Hammarskjöld-Ehrenmedaille. Der Landesverband Berlin-Brandenburg der DGVN verleiht seit 1988 die Otto-Hahn-Friedensmedaille in Gold für herausragende Verdienste um Frieden und Völkerverständigung.

Siehe auch

  • Junges UNO-Netzwerk Deutschland e. V. (JUNON), die Jugendorganisation der DGVN

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