Die Kühe sind los ist der 45. Zeichentrick-Langfilm der US-amerikanischen Walt-Disney-Studios, geschrieben sowie inszeniert von Will Finn und John Sanford. Er erschien 2004 als vorerst letzter handgezeichnete Film des Studios, doch bereits drei Jahre später gab man mit Küss den Frosch die Rückkehr zum traditionellen Zeichentrick bekannt.
| Film | |
| Titel | Die Kühe sind los |
|---|---|
| Originaltitel | Home on the Range |
| Produktionsland | USA |
| Originalsprache | Englisch |
| Erscheinungsjahr | 2004 |
| Länge | 73 Minuten |
| Altersfreigabe |
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| Produktionsunternehmen | Disney Animation |
| Stab | |
| Regie |
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| Drehbuch |
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| Produktion | Alice Dewey Goldstone |
| Musik | Alan Menken |
| Schnitt | H. Lee Peterson |
| → Synchronisation | |
Handlung
Maggie, eine preisgekrönte Show-Kuh, verliert ihre Farm. Sie wird zu der Farm einer alten Dame, Pearl, gebracht, wo sie von nun an leben soll. Auf der Farm, Patch of Heaven, herrschen Friede und Harmonie. Dort trifft Maggie auf Mrs. Caloway, eine überkorrekte und anständige Kuh, und Grace, die mit ihrer lebensfrohen Art Maggie gerne auf ihrer Farm willkommen heißt. Pearl, die freundliche, alte Besitzerin der Farm, hält ihre Tiere mit Liebe, Güte und Respekt. Sie ist ein paar Monate mit der Hypothekenabzahlung hinterher und droht ihre Farm bei einer Zwangsversteigerung zu verlieren. Der Sheriff Sam legt Pearl nahe, eine ihrer Kühe zu verkaufen, um die Farm zu behalten, doch davon will Pearl nicht auch nur ansatzweise etwas hören. Maggie denkt sich einen eigenen Plan aus, um die Farm retten zu können. Die Schulden der Farm belaufen sich auf 750 Dollar. Dies ist zufällig genau die Summe des Kopfgeldes für den skrupellosen Viehdieb Alameda Slim, der verantwortlich dafür ist, was mit Maggies alter Farm geschehen ist. Maggie arbeitet einen Plan aus, wie Slim gefangen, das Geld eingetrieben und so die Farm gerettet werden kann. Natürlich ist das leichter gesagt als getan. Denn einerseits müssen sie mit Rico, dem besten Kopfgeldjäger der Gegend, konkurrieren und darüber hinaus, falls sie es schaffen, die gefährliche Strecke schneller als Rico hinter sich zu bringen, müssen sie immer noch den Gauner eigenhändig dingfest machen. So machen sich Maggie, Grace und die launische Mrs. Caloway auf den Weg, den weit und breit berüchtigten Schurken Alameda Slim zu fangen und so ihre gute alte Farm zu retten.
Hintergrund
| Figur | Originalsprecher | Deutscher Sprecher |
|---|---|---|
| Maggie | Roseanne Barr | Hella von Sinnen |
| Mrs. Calloway | Judi Dench | Christiane Hörbiger |
| Grace | Jennifer Tilly | Marie Bäumer |
| Buck | Cuba Gooding Jr. | Benedikt Weber |
| Alameda Slim | Randy Quaid | Hartmut Neugebauer |
| Willie Gebrüder | Sam Levine | Thomas Amper |
| Rico | Charles Dennis | Oliver Stritzel |
| Pearl Gesner | Carole Cook | Ursula Traun |
| Lucky Jack | Charles Haid | Michael Habeck |
| Jeb, der Ziegenbock | Joe Flaherty | Michael Rüth |
| Mr. Weasley | Steve Buscemi | Gudo Hoegel |
| Sheriff Sam | Richard Riehle | Fred Maire |
| Junior, der Büffel | Lance LeGault | Joscha Fischer-Antze |
| Rusty, der Hund | G. W. Bailey | Tommi Piper |
| Abner | Dennis Weaver | Norbert Gastell |
| Patrick, das Pferd | Patrick Warburton | Thomas Amper |
| Audrey, das Huhn | Estelle Harris | Monika John |
| Noris & Boris | Mark Walton | Wladimir & Vitali Klitschko |
| Annie | Ann Richards | Dagmar Heller |
| Ollie, das Schwein | Charlie Dell | Frank Lenart |
| Ferkel | Keaton Savage | Maximilian Belle |
| Molly, das Schwein | Edie McClurg | Katharina Lopinski |
| Larry, die Ente | Marshall Efron | Claus Brockmeyer |
Die Pre-Production des Films begann nach dem Kinostart von Pocahontas im Jahr 1995. Im ersten Drehbuchentwurf war der böse Kopfgeldjäger Alameda Slim noch als Geist geplant. Im August 2000 wurde der Film als „Sweating Bullets“ (zu Deutsch „Schwitzende Geschosse“) angekündigt und seine Veröffentlichung für den Herbst 2003 angesetzt. Ab Sommer 2001 erschien ein Logo mit diesem Titel sowie die ersten Bilder. Im April des Jahres 2002 entschied man, den Film in „Home on the Range“ (zu deutsch „Daheim auf den Weidegründen“ oder „Daheim auf dem weiten Land“) umzubenennen, in Anlehnung an das gleichnamige Lied, einen Klassiker der Western Music. Der Film bekam sein neues Logo im Herbst 2002.
Die deutsche Synchronisation des Films gab die FFS Film- & Fernseh-Synchron in München in Auftrag. Andreas Pollak schrieb das Dialogbuch und Frank Lenart führte die Dialogregie und übersetzte die Liedertexte ins Deutsche. Die musikalische Leitung übernahm Thomas Amper. Im Trailer wurde Kuh Maggie noch von Regina Lemnitz gesprochen, der deutschen Stimme ihrer Originalsprecherin Roseanne Barr. Im Film hingegen übernimmt Hella von Sinnen diese Rolle.
Die Kühe sind los hatte am 21. März 2004 Premiere und kam am 2. September 2004 in die deutschen Kinos. Es ist der letzte Disney-Film, der auf VHS-Kassette erschien.
Noch vor Kinostart erklärte Disney diesen Film zu ihrem letzten klassischen Zeichentrickfilm. Bereits zuvor kamen regelmäßig kleine Computeranimationen zum Einsatz, doch sie wollten sich ab jetzt ausschließlich auf komplett computeranimierte Filme konzentrieren (wie Himmel und Huhn, dem Nachfolger von Die Kühe sind los) und die meisten Zeichentrickstudios schließen. Nach der Übernahme der Pixar Animation Studios Anfang 2006 entschieden jedoch John Lasseter und Ed Catmull, traditionellen Zeichentrick mit Küss den Frosch wieder aufleben zu lassen.
Kritiken
| Quelle | Bewertung |
|---|---|
| Rotten Tomatoes (Tomatometer) | 51 % |
| Metacritic (Metascore) | 50/100 |
| Prädikat der FBW | wertvoll |
| AllMovie | |
| CinemaScore | A– |
Die Kühe sind los erhielt ein verhaltenes Presseecho, was sich auch in den Auswertungen US-amerikanischer Aggregatoren widerspiegelt. So erfasst Rotten Tomatoes ähnlich viele wohlwollende wie kritische Besprechungen und ordnet den Film damit als „Gammelig“ ein. Laut Metacritic fallen die Bewertungen im Mittel „Durchwachsen oder Durchschnittlich“ aus.
Dirk Jasper vom Filmlexikon bezeichnete Die Kühe sind los! als „wildes Abenteuer mit muh-tigen, liebenswert-schrulligen Figuren“, das sich mit Augenzwinkern vor dem klassischen Western verbeuge. Action, Comedy, der eigenständige Stil und die „mitreißenden“ Songs würden jedes Alter auf Anhieb begeistern. Hingegen wertete das Lexikon des internationalen Films weniger euphorisch:
„Konventioneller Trickfilm für Kinder mit mäßig zündenden Musiknummern, klischeehaften Figuren und vorhersehbaren Wendungen. Besonders enttäuscht der letzte ‚handgemachte‘ Zeichentrickfilm des Disney-Studios durch seine lieblos und grob gezeichneten Szenerien und Figuren.“
Oliver Armknecht stimmte dem auf film-rezensionen.de zu: „Schon optisch ist das Abenteuer der drei Kühe recht enttäuschend. Wo Disney früher oft in detailverliebten Szenerien schwelgte, da ist hier Minimalismus angesagt. Die Wild-West-Hintergründe sind simpel und ohne große Abwechslung, wüsste man nicht, dass der Film von Disney stammt, man würde es anhand der Bilder kaum vermuten.“
Nominierungen
- bestes Character Design, die beste Regie und das beste Storyboard bei den Annie-Awards im 2005
- bester Familienfilm bei den Young Artist Awards im 2005
- beste Synchronstimme in einem Zeichentrickfilm für Ely Guerra als Grace bei den MTV Movie Awards Mexico
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