Gaius Appius Iunius Silanus († 42 n. Chr.) war ein römischer Patrizier aus der gens Iunia.
Im Jahr 25 n. Chr. war Silanus Stadtprätor und 28 Konsul. 32 n. Chr. wurde er wegen laesa maiestas angeklagt, aber freigesprochen.
Im Jahr 40 n. Chr. wurde er Legat in der Provinz Hispania Tarraconensis. Von dort berief ihn Kaiser Claudius nach einem halben Jahr zurück, um ihn mit seiner Schwiegermutter Domitia Lepida zu verheiraten. Vermutlich sollte die Hochzeit Silanus enger an den Kaiser binden, möglicherweise sogar als potenzieller Nachfolger, da Claudius’ Sohn Britannicus erst einen Monat später geboren wurde.
42 n. Chr. verschworen sich der kaiserliche Freigelassene Narcissus und die Kaiserin Messalina gegen Silanus. Angeblich hatte sich Silanus Messalinas Verführungsversuchen widersetzt. Sie berichteten Claudius, beide hätten geträumt, Silanus plane, ihn zu ermorden. Als der von Narcissus zum Kaiser bestellte Silanus wenig später erschien, glaubte Claudius den Anschuldigungen und ließ ihn ohne Gerichtsurteil hinrichten.
Literatur
- Ernst Hohl: Iunius 155. In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (RE). Band X,1, Stuttgart 1918, Sp. 1085–1087.
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