Zum Heim-Grand-Prix kehrte Ferrari als Zwei-Wagen-Team ins Starterfeld zurück, indem man Jacky Ickx noch für dieses eine Rennen unter Vertrag nahm. Zudem konnte Niki Lauda nach seiner verletzungsbedingten Pause wieder für B.R.M. an den Start gehen.
Sowohl das March-Werksteam mit Fahrer Jean-Pierre Jarier als auch das Team Tecno mit Stammpilot Chris Amon entschieden sich gegen eine Teilnahme am Rennwochenende, da sie davon überzeugt waren, ohnehin nicht konkurrenzfähig zu sein.
Training
James Hunt verunglückte während des Trainings schwer. Er hatte zwar zuvor eine Rundenzeit erzielt, die für die Qualifikation gereicht hätte, musste jedoch infolge des Unfalls auf den Start verzichten.
Neben Ronnie Peterson, der sich bereits zum siebten Mal in dieser Saison die Pole-Position gesichert hatte, qualifizierte sich McLaren-Pilot Peter Revson für die erste Startreihe. In der Reihe dahinter starteten die Teamkollegen der beiden, nämlich Denis Hulme und Emerson Fittipaldi. Carlos Pace teilte sich die dritte Reihe mit WM-Favorit Jackie Stewart.
Rennen
Peterson ging in Führung vor Fittipaldi, Hulme, Stewart und Revson. Zur großen Enttäuschung der Zuschauer schied der Lokalmatador Arturo Merzario im Ferrari bereits nach der zweiten Runde wegen eines Fahrfehlers aus. Er hatte sich durch zu hartes Überfahren der Curbs eine Radaufhängung beschädigt. Wenig später musste Hulme wegen eines ähnlichen Problems einen Boxenstopp einlegen, ebenso wie Stewart, der allerdings wegen eines Plattfußes zum Reifenwechsel musste. Dadurch kam Revson auf den dritten Rang. Die Reihenfolge der drei Podiumsplatzierten änderte sich daraufhin bis ins Ziel nicht mehr.
Stewart sorgte mit einer beeindruckenden Aufholjagd für Aufsehen. Am Ende erreichte er den vierten Platz. Dies ermöglichte ihm den vorzeitigen Gewinn der Fahrer-Weltmeisterschaft, da Peterson vor seinem Teamkollegen Fittipaldi gewonnen hatte und dieser nun nicht mehr die Möglichkeit hatte, Stewarts Punktevorsprung in den verbleibenden zwei Rennen aufzuholen. Die Freude des Lotus-Teams über den ersten Doppelsieg seit dem Großen Preis von Südafrika 1968 war dementsprechend gering.
Meldeliste
Team
Nr.
Fahrer
Chassis
Motor
Reifen
Vereinigtes Konigreich John Player Team Lotus
01
Brasilien 1968 Emerson Fittipaldi
Lotus 72E
Ford Cosworth DFV 3.0 V8
G
02
Schweden Ronnie Peterson
Italien Scuderia Ferrari SpA SEFAC
03
Belgien Jacky Ickx
Ferrari 312B3
Ferrari 001/11 3.0 F12
G
04
Italien Arturo Merzario
Vereinigtes Konigreich Elf Team Tyrrell
05
Vereinigtes Konigreich Jackie Stewart
Tyrrell 006
Ford Cosworth DFV 3.0 V8
G
06
Frankreich François Cevert
Vereinigtes Konigreich Yardley Team McLaren
07
Neuseeland Denis Hulme
McLaren M23
G
08
Vereinigte Staaten Peter Revson
Vereinigtes Konigreich Ceramica Pagnossin Team
09
Deutschland Rolf Stommelen
Brabham BT42
G
Vereinigtes Konigreich Motor Racing Developments
10
Argentinien Carlos Reutemann
11
Brasilien 1968 Wilson Fittipaldi
Vereinigtes Konigreich Embassy Racing
12
Vereinigtes Konigreich Graham Hill
Shadow DN1
G
Vereinigtes Konigreich Clarke-Mordaunt-Guthrie Racing
Die ersten sechs des Rennens bekamen 9, 6, 4, 3, 2 bzw. 1 Punkt(e). In der Konstrukteurswertung zählten nur die Punkte des bestplatzierten Fahrers eines Teams. Es zählten nur die besten sieben Ergebnisse aus den ersten acht Rennen und die besten sechs aus den letzten sieben Rennen. Streichresultate in der Konstrukteurswertung sind in Klammern gesetzt.
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