Der Große Brand von London (engl. The Great Fire of London) war eine große Feuerkatastrophe, die sich von Sonntag, dem 2. September, bis Mittwoch, dem 5. September 1666, im Zentrum der englischen Hauptstadt London ereignete und die mittelalterliche City of London innerhalb der alten römischen Stadtmauer vollständig zerstörte, sich aber auch über die Mauer hinaus nach Westen ausbreitete. Die Zahl der Todesopfer wird allgemein als relativ gering angesehen, auch wenn einige Historiker diese Annahme in Frage stellen. Einige Monate zuvor war London von einer anderen Katastrophe heimgesucht worden, der Großen Pest.
Das Feuer brach kurz nach Mitternacht am 2. September in einer Bäckerei in der Pudding Lane aus und breitete sich rasch aus. Der Einsatz der damals gängigen Brandbekämpfungstechnik, nämlich die Schaffung von Brandschneisen durch das Abreißen von Gebäuden im Weg des Feuers, verzögerte sich durch das anfängliche Zögern des Lord Mayor, Sir Thomas Bloodworth, erheblich. Als am Sonntagabend groß angelegte Abrissarbeiten angeordnet wurden, hatte der Wind das Feuer in der Backstube bereits zu einem Feuersturm angefacht, der solche Maßnahmen zunichtemachte. Am Montag breitete sich das Feuer nach Norden bis ins Herz der Stadt aus. Die Ordnung auf den Straßen brach zusammen, als Gerüchte aufkamen, dass verdächtige Ausländer Brände gelegt hätten. Die Ängste der Obdachlosen fokussierten sich vor allem auf Franzosen und Niederländer, die Feinde Englands im seit 1665 andauernden Zweiten Englisch-Niederländischen Krieg; diese großen Einwanderergruppen wurden Opfer von Straßengewalt. Am Dienstag breitete sich das Feuer über fast die gesamte Stadt aus, zerstörte die St Paul’s Cathedral und sprang über den River Fleet hinweg, wodurch der Hof von König Karl II. im Whitehall Palace ebenfalls gefährdet war. Gleichzeitig wurden koordinierte Löschmaßnahmen eingeleitet. Der Kampf gegen das Feuer konnte dank zweier entscheidender Faktoren gewonnen werden: Der starke Ostwind ließ nach, und die Garnison des Tower of London schuf mit Schießpulver wirksame Brandschneisen, die eine weitere Ausbreitung nach Osten verhinderten.
Die durch die Katastrophe verursachten sozialen und wirtschaftlichen Probleme waren überwältigend. Karl II. förderte den Wegzug der obdachlos gewordenen Londoner und ihre Ansiedlung an anderen Orten nachdrücklich, da er eine Rebellion der nunmehr besitzlosen Einwohner befürchtete. Es gab verschiedene Vorschläge für den Wiederaufbau der Stadt, von denen einige sehr radikal waren. Nach dem Brand wurde London jedoch im Wesentlichen gemäß den gleichen mittelalterlichen Straßenverläufen wieder aufgebaut, die bis heute bestehen.
London in den 1660er Jahren
In den 1660er Jahren war London mit geschätzten 300.000 bis 400.000 Einwohnern die mit Abstand größte Stadt Großbritanniens und die drittgrößte der westlichen Welt.John Evelyn verglich London 1659 mit der barocken Pracht von Paris und bezeichnete es als „hölzerne, nördliche und nicht künstliche Ansammlung von Häusern“. Mit „nicht künstlich“ meinte er ungeplant und improvisiert, das Ergebnis organischen Wachstums und unregulierter Zersiedelung. London war innerhalb seiner aus der Römerzeit stammenden Stadtmauer zunehmend überfüllt. Die Besiedlung hatte sich auch über die Stadtmauer hinaus zu Orten wie Shoreditch, Holborn, Cripplegate, Clerkenwell und Southwark sowie zu den Inns of Court ausgebreitet. Im Westen reichte sie entlang des Strand bis zum Königspalast und zur Westminster Abbey.
Ende des 17. Jahrhunderts war die eigentliche City of London – das von der Stadtmauer und der Themse begrenzte Gebiet – nur ein Teil von London und umfasste eine Fläche von etwa 700 Acres (2,8 km²) mit etwa 80.000 Einwohnern, also einem Viertel der Einwohner Londons. Die City war von einem Ring innerer Vororte umgeben, in denen die meisten Londoner lebten. Damals wie heute war die City das wirtschaftliche Zentrum der Hauptstadt sowie der größte Markt und der geschäftigste Hafen Englands, dominiert von Händlern und Handwerkern. Die City war verkehrsüberlastet, verschmutzt und ungesund, insbesondere nachdem sie im Pestjahr 1665 von einer verheerenden Beulenpestepidemie heimgesucht worden war.
Die Beziehung zwischen Stadt und Krone war angespannt. Während des Englischen Bürgerkriegs (1642 – 1651) war die City of London eine Hochburg des Republikanismus gewesen, und die wohlhabende und wirtschaftlich dynamische Hauptstadt hatte nach wie vor das Potenzial, eine Bedrohung für Karl II. darzustellen, wie mehrere republikanische Aufstände in London Anfang der 1660er Jahre gezeigt hatten. Die Magistraten der City gehörten jener Generation an, die im Bürgerkrieg gekämpft hatte, und erinnerten sich noch gut daran, wie das Streben von Karl I. nach absoluter Macht den Konflikt überhaupt erst ausgelöst hatte. Sie waren fest entschlossen, ähnliche Tendenzen bei seinem Sohn zu vereiteln. Als der Große Brand die Stadt bedrohte, lehnten sie die Angebote des Königs ab, Soldaten und andere Ressourcen zur Verfügung zu stellen. Selbst in einer solchen Notsituation war die Idee, die unpopulären königlichen Truppen in die Stadt zu beordern, politisch brisant. Als Karl II. das Kommando vom inkompetenten Lord Mayor übernahm, war das Feuer bereits außer Kontrolle geraten.
Brandgefahren in der Stadt
Die Stadt war von ihren Straßenverläufen her im Wesentlichen noch immer mittelalterlich geprägt, ein überfülltes Labyrinth enger, verwinkelter und gepflasterter Gassen. Vor 1666 hatte es mehrere Großbrände gegeben, letztmals im Jahr 1633. Das Bauen mit Holz und das Dachdecken mit Stroh waren eigentlich seit Jahrhunderten verboten, aber diese billigen Materialien wurden weiterhin verwendet. Der einzige größere mit Ziegeln oder Steinen gebaute Bereich war das wohlhabende Zentrum der City, wo die stattlichen Wohnhäuser der Kaufleute und Makler auf geräumigen Grundstücken standen, umgeben von einem inneren Ring überfüllter ärmerer Stadtteile, in denen jeder verfügbare Bauplatz genutzt werden musste, um die schnell wachsende Bevölkerung unterzubringen.
Die Behausungen waren überfüllt, und ihre Bauweise erhöhte die Brandgefahr. Die typischen mehrstöckigen hölzernen Wohnhäuser besaßen „Jetties“ genannte überkragende Obergeschosse. Sie hatten eine schmale Grundfläche im Erdgeschoss, maximierten jedoch die Nutzung des Grundstücks, indem sie mit ihren allmählich breiter werdenden Obergeschossen in die Straße hineinragten. Die Brandgefahr durch diese Stockwerkbauweise war offensichtlich, zumal sich die oberen Jetties über die schmalen Gassen hinweg beinahe berührten. Ein Beobachter schrieb: „So wie dies eine Feuersbrunst begünstigt, so behindert dies auch die Bekämpfung“. Karl II. erließ 1661 eine Verordnung, die überkragende Fenster und Jetties verbot, was die lokalen Behörden jedoch weitgehend ignorierten. In seiner nächsten, schärfer formulierten Botschaft im Jahr 1665 warnte der König vor der Brandgefahr aufgrund der Enge der Straßen; er autorisierte sowohl die Inhaftierung widerspenstiger Bauherren als auch den Abriss gefährlicher Gebäude. Diese Maßnahmen zeigten ebenfalls wenig Wirkung.
Bei der Ausbreitung des Großen Brandes spielte das Flussufer eine wichtige Rolle. Einerseits bot die Themse Wasser für die Brandbekämpfung und die Möglichkeit zur Flucht mit Booten, andererseits gab es in den ärmeren Vierteln entlang des Flussufers Lagerhäuser und Keller voller brennbarer Materialien, was die Brandgefahr erhöhte. Entlang der Kais drängten sich die baufälligen Holzhäuser und Teerpapphütten der Armen zwischen „alten Papiergebäuden und den brennbarsten Materialien“ wie Öl, Hanf, Flachs, Pech, Teer, Seile, Hopfen und Weinbrand, die dort gelagert wurden. London war auch voller Schwarzpulver, insbesondere entlang des Flussufers, wo Schiffsausrüster ihre Vorräte in Holzfässer füllten. Ein Großteil davon war seit den Tagen des Bürgerkriegs in Privathäusern gelagert, fünf- bis sechshundert Tonnen im Tower of London.
Die London Wall, die hohe Stadtmauer aus römischer Zeit, verhinderte die Flucht vor dem Inferno und beschränkte den Ausgang auf acht schmale Tore. In den ersten Tagen hatten nur wenige Menschen die Absicht, ganz aus der brennenden Stadt zu fliehen. Sie brachten ihre Habseligkeiten, soweit sie diese tragen konnten, in sicherere Gebiete. Einige zogen mit ihren Habseligkeiten „vier- oder fünfmal“ an einem einzigen Tag um. Die Erkenntnis, dass es notwendig war, jenseits der Mauern zu gelangen, setzte sich erst am späten Montag durch. Dann kam es zu fast panikartigen Szenen an den Toren, als verzweifelte Einwohner versuchten, mit ihren Bündeln, Karren, Pferden und Wagen zu fliehen.
Der entscheidende Faktor, der die Löscharbeiten erschwerte, war die Enge der Straßen. Selbst unter normalen Umständen kam es in den überfüllten Gassen aufgrund der vielen Karren, Wagen und Fußgänger häufig zu Staus und Unfällen. Menschen, die aus dem Zentrum der Zerstörung flohen, wurden von Soldaten aufgehalten, die versuchten, die Straßen für die Feuerwehr freizuhalten, was zu weiterer Panik führte.
Feuerwehrwesen im 17. Jahrhundert
Brände waren in der dicht bebauten Holzstadt mit ihren offenen Kaminen, Kerzen, Öfen und Vorräten an brennbaren Materialien keine Seltenheit. Tausend Nachtwächter oder „bellmen“, die nachts auf den Straßen patrouillierten, hatten unter anderem die Aufgabe, nach Bränden Ausschau zu halten. Verfahren selbstständig handelnder Gemeinschaften für den Umgang mit Bränden waren in der Regel wirksam. Gedämpfte Glockenschläge machten „gemeinschaftssinnige Bürger“ auf gefährliche Hausbrände aufmerksam, worauf sie sich eilig zur Brandbekämpfung versammelten.
Laut Gesetz musste jede Pfarrkirche Ausrüstung zur Brandbekämpfung vorhalten: lange Leitern, Ledereimer, Äxte und „Feuerhaken“ zum Einreißen von Gebäuden. Ein Feuerhaken war eine schwere Stange von etwa 9 m Länge mit einem starken Haken und Ring an einem Ende, die an den Dachbalken eines bedrohten Hauses befestigt und mit Hilfe von Seilen und Flaschenzügen betätigt wurde, um das Gebäude einzureißen. Manchmal konnten Gebäude durch kontrollierte Sprengungen mit Schießpulver schnell und effektiv zerstört werden. Diese drastische Methode zur Schaffung von Brandschneisen gelangte gegen Ende des Großen Brandes zunehmend zur Anwendung. Moderne Historiker sind der Ansicht, dass dies in Kombination mit dem nachlassenden Wind letztlich zur Überwindung der Katastrophe beitrug. Der Abriss von Häusern in Windrichtung eines gefährlichen Feuers war oft eine wirksame Methode, um die Zerstörung mit Hilfe von Feuerhaken oder Sprengstoff einzudämmen. Diesmal jedoch verzögerte sich der Abriss um Stunden, weil der Lord Mayor keine Führungsstärke zeigte und es versäumte, die notwendigen Befehle zu erteilen.
Der Einsatz von Wasser zur Brandbekämpfung wurde vereitelt. Grundsätzlich stand Wasser aus einem System von Ulmenrohren zur Verfügung, das 30.000 Häuser über einen hohen Wasserturm am Cornhill versorgte, der bei Flut aus dem Fluss gefüllt wurde, sowie über ein Reservoir in Islington mit Quellwasser aus Hertfordshire. Oft war es möglich, eine Leitung in der Nähe eines brennenden Gebäudes zu öffnen und sie an einen Schlauch anzuschließen, um das Feuer zu besprühen oder Eimer zu füllen. Außerdem befand sich der Ort, an dem der Große Brand ausgebrochen war, in der Nähe des Flusses. Eigentlich hätten in allen Gassen vom Fluss bis zum Brandherd und den angrenzenden Gebäuden doppelte Reihen von Feuerbekämpfern anwesend sein müssen, um die Eimer mit Wasser zum Feuer hinauf und dann zurück zum Fluss zu tragen, um sie wieder zu füllen. Dies geschah jedoch nicht, da die Einwohner in Panik gerieten und flohen. Die Flammen drangen in Richtung Flussufer vor und setzten die Wasserräder unter der London Bridge in Brand, wodurch die Wasserversorgung über Leitungen unterbrochen wurde.
London verfügte über fortschrittliche Brandbekämpfungstechnologie in Form von Feuerlöschkarren, die bereits bei früheren Großbränden zum Einsatz gekommen waren. Im Gegensatz zu den Feuerhaken erwiesen sich diese großen Pumpen jedoch selten als flexibel oder funktionsfähig genug, um einen wesentlichen Unterschied zu machen. Nur einige von ihnen hatten Räder, andere waren auf radlosen Schlitten montiert. Sie mussten über weite Strecken transportiert werden, kamen oft zu spät und hatten nur eine begrenzte Reichweite, da sie zwar über Ausgüsse, aber keine Schläuche verfügten. Ein Patent für diese mobilen Feuerlöschpumpen war 1625 erteilt worden; es handelte sich um einfach wirkende Hubkolbenpumpen, die mit langen Hebeln an der Vorder- und Rückseite bedient wurden. Beim Großen Brand wurden eine unbekannte Anzahl von Karren entweder gerollt oder durch die Straßen gezogen. Die Brandbekämpfer versuchten, sie zum Fluss zu manövrieren, um die Tanks zu füllen, wobei mehrere Karren in die Themse fielen. Die Hitze der Flammen war zu diesem Zeitpunkt bereits so groß, dass die verbleibenden Karren nicht mehr in eine brauchbare Entfernung herankommen konnten.
Entwicklung des Brandes
Sonntag, 2. September
Kurz nach Mitternacht am Sonntag, dem 2. September 1666, brach in der Bäckerei von Thomas Farriner in der Pudding Lane ein Feuer aus. Die Bewohner des Gebäudes – mit Ausnahme der Hausmagd der Familie, die zu ängstlich war, um es zu versuchen – flohen durch ein Fenster im Obergeschoss ins Nachbarhaus. Als das Haus niederbrannte, kam die Magd in den Flammen ums Leben und war somit das erste Opfer des Feuers geworden. Farriners Nachbarn versuchten, das Feuer zu löschen; nach einer Stunde trafen die parish constables (Gemeindewachtmeister) ein und entschieden, dass die angrenzenden Häuser abgerissen werden sollten, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Die Hausbesitzer protestierten, worauf der Lord Mayor, Sir Thomas Bloodworth, herbeigerufen wurde, der seine Zustimmung geben sollte.
Als Bloodworth eintraf, verschlangen die Flammen bereits die angrenzenden Häuser und breiteten sich in Richtung der Lagerhäuser und brennbaren Lagerstätten am Flussufer aus. Die erfahreneren Brandbekämpfer forderten den Abriss, aber Bloodworth lehnte dies mit der Begründung ab, dass die meisten Gebäude vermietet waren und die Eigentümer nicht auffindbar seien. Es wird allgemein angenommen, dass Bloodworth eher als Speichellecker zum Lord Mayor ernannt worden war und nicht, weil er die erforderlichen Fähigkeiten für diese Aufgabe mitbrachte. Mit einer plötzlichen Notsituation konfrontiert, geriet er in Panik und äußerte unter Druck die oft zitierte Bemerkung „eine Frau könnte es vielleicht auspinkeln“ (a woman might piss it out) und ging. Jacob Field merkt an, dass Bloodworth zwar „von Zeitgenossen (wie auch einigen späteren Historikern) häufig dafür verantwortlich gemacht wird, dass er das Feuer nicht in seinem Anfangsstadium gestoppt hat … aber angesichts des damaligen Stands des Fachwissens über Brandbekämpfung und der gesellschaftspolitischen Auswirkungen von Maßnahmen hätte [er] wenig tun können“.
Später am Vormittag stieg der Chronist Samuel Pepys auf den Tower of London, um das Feuer von dessen Zinnen aus zu beobachten. In seinem Tagebuch hielt er fest, dass der Ostwind den Brand zu einer Feuersbrunst angefacht hatte. Auf seinem Weg zum Flussufer hatte es schätzungsweise 300 Häuser zerstört, und auch die Häuser auf der London Bridge standen in Flammen. Pepys nahm ein Boot, um die Zerstörung rund um die Pudding Lane aus nächster Nähe zu inspizieren, und beschrieb ein „beklagenswertes“ Feuer. „Alle bemühten sich, ihre Habseligkeiten zu retten, warfen sie in den Fluss oder brachten sie auf Leichter, die vor Anker lagen. Arme Leute blieben so lange in ihren Häusern, bis das Feuer sie erreichte, und rannten dann zu den Booten oder kletterten von einer Treppe am Ufer zur nächsten.“ Pepys fuhr auf dem Fluss weiter westwärts zum Hof in Whitehall, „wo sich Menschen um mich versammelten und ich ihnen einen Bericht gab, der sie alle erschreckte, und die Nachricht wurde dem König überbracht. So wurde ich gerufen und erzählte dem König und dem Herzog von York, was ich gesehen hatte, und dass nichts das Feuer aufhalten könne, wenn Seine Majestät nicht befehle, die Häuser abzureißen. Sie schienen sehr beunruhigt, und der König befahl mir, zu meinem Lord Mayor zu gehen und ihm zu sagen, er solle keine Häuser verschonen, sondern sie alle vor dem Feuer abreißen lassen.“ Karls Bruder Jakob, der Herzog von York, bot die Hilfe der Life Guards bei der Brandbekämpfung an.
Wie Pepys erwähnt, breitete sich das Feuer bei starkem Wind schnell aus. Am Sonntagvormittag gaben die Einwohner ihre Löschversuche auf und flohen. Die sich bewegende Menschenmasse mit ihren Bündeln und Karren machte die Gassen für Feuerbekämpfer und Kutschen unpassierbar. Pepys nahm eine Kutsche von Whitehall zurück in die Stadt, kam jedoch nur bis zur St Paul’s Cathedral, bevor er aussteigen und zu Fuß weitergehen musste. Fußgänger mit Handkarren und Gütern waren immer noch schwer beladen auf ihrem Weg vom Feuer weg. Sie deponierten ihre Wertsachen in Pfarrkirchen, die nicht direkt vom Feuer bedroht waren.
Pepys fand Bloodworth beim Versuch vor, die Löscharbeiten zu koordinieren. Dieser stand „wie eine ohnmächtige Frau“ kurz vor dem Zusammenbruch und reagierte klagend auf die Nachricht des Königs, dass er Häuser abreißen lassen würde: „Aber das Feuer überholt uns schneller, als wir es schaffen können.“ Er hielt an seiner „Würde und städtischen Autorität“ fest, lehnte Jakobs Angebot von mehr Soldaten ab und begab sich dann nach Hause, um sich schlafen zu legen. Karl II. fuhr mit der königlichen Barke von Whitehall aus flussabwärts, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Er stellte fest, dass trotz Bloodworths Zusicherungen gegenüber Pepys immer noch keine Häuser abgerissen worden waren, und setzte sich über die Autorität des Lord Mayor hinweg, um den großflächigen Abriss westlich der Brandzone anzuordnen.
Am Sonntagnachmittag hatte sich der Brand zu einem tobenden Feuersturm entwickelt, der sein eigenes Wetter erzeugte. Ein gewaltiger Aufwind heißer Luft über den Flammen wurde durch den Kamineffekt angetrieben, wo immer Verengungen den Luftstrom einschränkten, wie beispielsweise im engen Raum zwischen vorstehenden Gebäuden, wodurch ein Vakuum auf Bodenhöhe entstand. Die dadurch entstehenden starken Winde nach innen schürten die Flammen. Das Feuer breitete sich in einem breiten Bogen in Richtung Stadtzentrum aus. Am Sonntagabend war es „bereits das verheerendste Feuer, das London seit Menschengedenken heimgesucht hatte“, nachdem es sich 500 Meter westlich entlang des Flusses ausgebreitet hatte.
Montag, 3. September
Im Verlaufe des Montags breitete sich das Feuer weiter nach Westen und Norden aus. Die Themse hielt die Ausbreitung nach Süden zwar größtenteils auf, aber die Feuersbrunst hatte die Häuser auf der London Bridge in Brand gesetzt und gefährdete auch den Stadtteil Southwark am Südufer. Die London Bridge, die einzige physische Verbindung zwischen der City und dem Südufer der Themse, war bereits beim Brand von 1633 als Todesfalle bekannt geworden. Southwark blieb dank einer Lücke zwischen den Gebäuden auf der Brücke verschont, die als Brandschneise fungierte.
Als das Feuer am Montagnachmittag „das finanzielle Herz der City“ erreichte, begannen die Häuser der Bankiers in der Lombard Street zu brennen. In aller Eile versuchten die Bankiers daraufhin, ihre Goldmünzen zu retten, bevor sie schmolzen. Mehrere Beobachter betonen die Verzweiflung und Hilflosigkeit, die die Londoner an diesem zweiten Tag zu erfassen schien, ebenso das Fehlen von Bemühungen, die wohlhabenden, mondänen Viertel zu retten, die nun von den Flammen bedroht waren. Dazu gehörten beispielsweise die Royal Exchange – eine Kombination aus Börse und Einkaufszentrum – und die opulenten Konsumgütergeschäfte in Cheapside. Die Royal Exchange geriet am späten Nachmittag in Brand und war innerhalb weniger Stunden eine „rauchende Hülle“.John Evelyn, Höfling und Tagebuchschreiber, berichtete:
“The conflagration was so universal, and the people so astonished, that from the beginning, I know not by what despondency or fate, they hardly stirred to quench it, so that there was nothing heard or seen but crying out and lamentation, running about like distracted creatures without at all attempting to save even their goods, such a strange consternation there was upon them.”
„Die Feuersbrunst war so umfassend und die Menschen waren so erschrocken, dass sie von Anfang an, ich weiß nicht aus welcher Verzweiflung oder Schicksalsfügung heraus, kaum etwas unternahmen, um sie zu löschen, sodass nichts zu hören oder zu sehen war außer Schreien und Wehklagen, und sie rannten wie verstörte Wesen umher, ohne auch nur zu versuchen, ihre Habseligkeiten zu retten, so seltsam war die Bestürzung, die sie ergriff.“
Evelyn lebte in Deptford, etwa 6 km außerhalb der City, und sah daher die ersten Phasen der Katastrophe nicht. Am Montag fuhr er mit der Kutsche nach Southwark, zusammen mit vielen anderen Angehörigen der Oberschicht, um wie Pepys am Tag zuvor einen Blick auf die brennende Stadt jenseits des Flusses zu werfen. Die Feuersbrunst war nun viel größer: „Die ganze Stadt stand in schrecklichen Flammen nahe dem Ufer; alle Häuser von der Brücke, die gesamte Thames Street und weiter hinauf in Richtung Cheapside bis hinunter zu den Three Cranes waren nun verzehrt.“ Am Abend berichtete Evelyn, dass der Fluss mit Lastkähnen und Booten übersät war, die mit Waren beladen waren und die Flucht ergriffen hatten. Er beobachtete einen großen Exodus von Karren und Fußgängern, die sich durch die engen Stadttore im Norden und Osten zwängten. Die dahinterliegenden Felder waren „über viele Meilen hinweg mit beweglichen Gütern aller Art übersät und auf ihnen waren Zelte errichtet worden, um Menschen und die Güter, die sie retten konnten, zu beherbergen. Oh, was für ein elendes und katastrophales Schauspiel!“
In der bedrohten Stadt kam bald der Verdacht auf, dass das Feuer kein Unfall war. Die wirbelnden Winde trugen Funken und brennende Flocken über weite Strecken hinweg, wo sie sich auf Strohdächern und in hölzernen Dachrinnen festsetzten, wodurch scheinbar zusammenhangslose Hausbrände weit entfernt von ihrem Ursprungsort ausbrachen. Gerüchte kamen auf, wonach neue Brände absichtlich gelegt worden seien. Angesichts des seit März 1665 andauernden Zweiten Englisch-Niederländischen Krieges gerieten umgehend Ausländer unter Verdacht. Angst und Misstrauen verwandelten sich am Montag in Gewissheit, als Berichte über eine angeblich bevorstehende Invasion und ausländische Geheimagenten kursierten, die „Feuerbälle“ in Häuser geworfen hätten und mit Handgranaten oder Streichhölzern erwischt worden seien. Es kam zu einer Welle von Straßengewalt.
Angst und Unsicherheit wurden durch die Unterbrechung der Kommunikationswege und Nachrichten noch verstärkt. Das General Letter Office in der Threadneedle Street, über das die Post für das gesamte Land lief, brannte am frühen Montagmorgen nieder. Die London Gazette schaffte es gerade noch, ihre Montagsausgabe herauszubringen, bevor die Druckerei in Flammen aufging. Am Montag eskalierten die Verdächtigungen zu Panik und kollektiver Paranoia. Sowohl die Miliz der London Trained Bands als auch das Lord General’s Regiment of Foot Guards konzentrierten sich weniger auf die Brandbekämpfung als vielmehr darauf, Ausländer und andere verdächtig erscheinende Personen zusammenzutreiben, sie zu verhaften, sie vor dem Mob zu retten oder beides.
Die Einwohner, insbesondere der Oberschicht, waren zunehmend verzweifelt, ihre Habseligkeiten aus der Stadt zu schaffen. Dies bot eine Einnahmequelle für die arbeitsfähigen Armen, die sich als Träger verdingten (und manchmal einfach mit den Waren davonliefen), was besonders für Wagen- und Bootsbesitzer profitabel war. Eine Woche vor dem Brand kostete die Anmietung eines Wagens noch ein paar Schillinge; am Montag stieg der Preis auf bis zu 40 Pfund, ein Vermögen, das im Jahr 2021 etwa 133.000 Pfund entsprach. Scheinbar alle Wagen- und Bootsbesitzer in der Umgebung Londons kamen, um an dieser Gelegenheit teilzuhaben, und die Wagen drängelten sich bei den engen Toren, während die panischen Einwohner versuchten, die Stadt zu verlassen. Das Chaos war so groß, dass die Magistrate kurzzeitig das Schließen der Tore anordneten, in der Hoffnung, die Aufmerksamkeit der Einwohner vom Schutz ihres Eigentums auf die Bekämpfung des Feuers zu lenken, „damit sie, ohne Hoffnung, irgendetwas retten zu können, sich verzweifelter um die Löschung des Feuers bemühten.“
Am Montag begannen organisierte Maßnahmen, obwohl auf den Straßen und insbesondere bei den Toren, die Ordnung zusammenbrach und das Feuer ungehindert wütete. Bloodworth war als Lord Mayor für die Koordination der Brandbekämpfung verantwortlich, hatte aber offenbar die Stadt verlassen; sein Name wird in keinem zeitgenössischen Bericht über die Ereignisse des Montags erwähnt. In dieser Notsituation übertrug der König seinem Bruder Jakob die Leitung der Maßnahmen. Dieser ließ Kommandoposten am Rande des Brandgebiets einrichten. Er betraute drei Höflinge mit der Leitung jedes Postens und gab ihnen die Befugnis, Abrissarbeiten anzuordnen. Jakob und seine Wachen ritten den ganzen Montag die Straßen rauf und runter, „retteten Ausländer vor dem Mob“ und versuchten, die Ordnung aufrechtzuerhalten. „Der Duke of York hat die Herzen der Menschen mit seinen unermüdlichen Bemühungen gewonnen, Tag und Nacht bei der Löschung des Feuers zu helfen“, schrieb ein Zeuge in einem am 8. September datierten Brief.
Am Montagabend wurden die Hoffnungen zunichtegemacht, dass die massiven Steinmauern von Baynard’s Castle in Blackfriars, dem westlichen Pendant zum Tower of London, den Flammen standhalten würden. Dieses historische Gebäude brannte die ganze Nacht hindurch vollständig nieder.
Dienstag, 4. September
Der Dienstag, 4. September, war der Tag der größten Zerstörung. Der Kommandoposten des Duke of York an der Temple Bar, wo die Strand auf die Fleet Street trifft, sollte das Feuer daran hindern, sich weiter nach Westen in Richtung Whitehall Palace auszubreiten. Der Duke hoffte, dass der River Fleet eine natürliche Brandschneise bilden würde, und stellte seine Feuerwehrleute von der Fleet Bridge bis hinunter zur Themse auf. Am frühen Dienstagmorgen sprangen die Flammen jedoch über den Fluss hinweg und umgingen sie, angetrieben vom ungebrochenen Ostwind, sodass sie zur Flucht gezwungen waren.
Bis zum Vormittag hatte das Feuer die breite, wohlhabende Einkaufsstraße Cheapside erreicht. Jakobs Feuerwehrleute schufen nördlich des Brandherdes eine große Brandschneise, die jedoch an mehreren Stellen durchbrochen wurde. Im Laufe des Tages breiteten sich die Flammen von der Pudding Lane nach Osten aus, direkt gegen den vorherrschenden Ostwind und in Richtung des Tower of London mit seinen Pulvermagazinen. Die Garnison im Tower nahm die Angelegenheit selbst in die Hand, nachdem sie den ganzen Tag auf die angeforderte Hilfe von Jakobs Feuerwehrleuten gewartet hatte, die im Westen beschäftigt waren. Sie schufen Brandschneisen, indem sie Häuser in der Umgebung in großem Umfang sprengten und so das Vorrücken des Feuers stoppten.
Aufgrund ihrer dicken Steinmauern und des breiten, leeren Vorplatzes, der als Brandschneise dienen konnte, ging man davon aus, dass die St Paul’s Cathedral ein sicherer Zufluchtsort vor dem Feuer sein würde. Die Kathedrale war vollgestopft mit geretteten Gütern, und ihre Krypta war mit den dicht gepackten Vorräten der Drucker und Buchhändler aus der angrenzenden Paternoster Row gefüllt. Da sie jedoch auf Anweisung von Christopher Wren gerade restauriert wurde, war die Kathedrale mit einem Holzgerüst umgeben. Dieses fing am Dienstagabend Feuer. Innerhalb einer halben Stunde schmolz das Bleidach, und die Bücher und Papiere in der Krypta verbrannten. Die Kathedrale war rasch eine Ruine.
Mittwoch, 5. September
Am Dienstagabend ließ der Wind nach, und die von der Garnison angelegten Brandschneisen zeigten am Mittwoch, dem 5. September, endlich Wirkung. Pepys stieg auf den Kirchturm von All Hallows-by-the-Tower auf dem Tower Hill, von wo aus er die zerstörte Stadt betrachtete, „den traurigsten Anblick der Verwüstung, den ich je gesehen habe“. Es brannten noch viele einzelne Feuer, aber der Große Brand war vorbei. Es dauerte einige Zeit, bis die letzten Spuren gelöscht waren: Zwei Monate später brannte in den Kellern noch immer Kohle.
In Moorfields, einem großen öffentlichen Park unmittelbar nördlich der City of London, befand sich ein großes Lager für Obdachlose. Evelyn war entsetzt über die Zahl der verzweifelten Menschen, die dort lebten, einige in Zelten, andere in provisorischen Hütten: „Viele [waren] ohne Kleidung oder notwendige Utensilien, Bett oder Verpflegung … sie waren in äußerste Not und Armut gestürzt.“ Die meisten Geflüchteten lagerten in der Nähe auf noch unverbrannten Flächen, um zu sehen, ob sie noch etwas aus ihren Häusern retten konnten. Die Stimmung war nun derart angespannt, dass der König eine Rebellion in London gegen die Monarchie befürchtete. Die Produktion und die Verteilung von Lebensmitteln waren so stark beeinträchtigt, dass sie praktisch zum Erliegen gekommen waren. Karl II. kündigte an, dass täglich Brot in die City geliefert und rund um die Stadt Märkte eingerichtet würden.
Die Angst vor ausländischen Attentätern und einer französisch-niederländischen Invasion war unter den traumatisierten Brandopfern so groß wie nie zuvor. Am Mittwochabend brach in den Lagern auf dem Parliament Hill, in Moorfields und Islington Panik aus: Ein Licht am Himmel über der Fleet Street löste Gerüchte aus, dass 50.000 französische und niederländische Einwanderer sich erhoben hätten und in Richtung Moorfields marschierten, um zu morden und zu plündern. Die verängstigte Menge strömte auf die Straßen, griff alle Ausländer an, denen sie begegnete, und wurde von den Trained Bands, den Life Guards und Mitgliedern des Königshofs zurück auf die Felder gedrängt. Das Licht stellte sich als ein Feuer östlich von Inner Temple heraus, von dem große Teile trotz der Bemühungen, das Feuer durch die Sprengung des Paper House zu stoppen, niederbrannten.
Todesfälle und Zerstörung
Nur wenige Todesfälle durch das Feuer sind offiziell registriert, und traditionell wird davon ausgegangen, dass die Zahl der Todesfälle niedrig war. Roy Porter gibt die Zahl mit acht an, Adrian Tinniswood mit „einstellig“, fügt jedoch hinzu, dass einige Todesfälle wohl nicht registriert wurden und dass neben den direkten Todesfällen durch Verbrennungen und Rauchvergiftung auch Geflüchtete in den provisorischen Lagern ums Leben kamen. Jacob Field argumentiert, dass die Zahl „möglicherweise höher war als die traditionell angegebene Zahl von sechs, aber wahrscheinlich nicht in die Hunderte ging“. Er merkt an, dass die London Gazette „keinen einzigen Todesfall verzeichnete“ und dass eine bedeutende Zahl von Todesopfern sich in polemischen Berichten und Petitionen für wohltätige Zwecke niedergeschlagen hätte.
Neil Hanson widerspricht der Vorstellung, dass es nur wenige Todesfälle gab. Er zählt bekannte Todesfälle durch Hunger und Unterkühlung unter den Überlebenden des Feuers auf, die sich in der folgenden kalten Winterzeit „in Hütten zusammenkauerten oder in den Trümmern lebten, die einst ihre Häuser gewesen waren“. Der Dramatiker James Shirley und seine Frau sollen auf diese Weise ums Leben gekommen sein. Hanson behauptet, dass „es die Glaubwürdigkeit überstrapaziert, zu glauben, dass die einzigen Katholiken oder Ausländer, die zu Tode geprügelt oder gelyncht wurden, diejenigen waren, die vom Duke of York gerettet wurden“. Offizielle Zahlen würden nur sehr wenig über das Schicksal der undokumentierten Armen aussagen. Die Hitze im Zentrum der Feuerstürme sei weitaus größer gewesen als bei einem gewöhnlichen Hausbrand und sei ausreichend gewesen, um Leichen vollständig zu verbrennen oder nur wenige Skelettfragmente zurückzulassen, was zu einer Zahl von nicht acht, sondern „mehreren hundert und möglicherweise mehreren tausend“ Todesopfern führte.
Die materielle Zerstörung umfasste 13.200 bis 13.500 Häuser, 86 oder 87 Pfarrkirchen, 44 Zunfthäuser der Livery Companies, die Royal Exchange, das Custom House, die St Paul’s Cathedral, den Bridewell Palace und andere Gefängnisse, das General Letter Office sowie die drei westlichen Stadttore Ludgate, Newgate und Aldersgate. Der finanzielle Wert des Schadens wurde auf etwa 9 bis 10 Millionen Pfund geschätzt (entspricht 2,13 Milliarden Pfund im Jahr 2023). François Colsoni schätzt, dass allein die verlorenen Bücher einen Wert von 150.000 Pfund hatten. John Evelyn glaubte, dass er bis zu „200.000 Menschen aller Stände und Schichten verstreut und neben den Haufen ihrer geretteten Habseligkeiten liegend“ auf den Feldern in Richtung Islington und Highgate gesehen habe. Das Feuer zerstörte rund 15 Prozent aller Wohnungen der Stadt.
Samuel Pepys hielt in seinem Tagebuch fest, wie die Ereignisse des Großen Brandes ihm seelisch zusetzten: „Je dunkler es wurde, desto größer erschien das Feuer, in allen Winkeln, auf Hügeln, zwischen Häusern und Kirchen, so weit man sehen konnte, bis zur City leuchtete die schreckliche blutrote Flamme, nicht wie die Flamme eines gewöhnlichen Feuers. Wir blieben, bis man das Feuer als einen einzigen blutroten Bogen von dieser bis zur anderen Seite der Brücke sah, einen Bogen, der etwa eine Meile lang war. Der Anblick machte mich weinen.“ Später notierte er, dass er unter Schlafstörungen und nächtlicher Angst vor dem Feuer leide. Posthum wurde mehrere Jahrhunderte nach dem Tode von Pepys eine posttraumatische Belastungsstörung diagnostiziert.
Reaktionen
Der Court of Aldermen bemühte sich, rasch mit der Beseitigung der Trümmer zu beginnen und die Lebensmittelversorgung wiederherzustellen. Am Samstag nach dem Brand „funktionierten die Märkte in Moorfields wieder so gut, dass sie die Bevölkerung versorgen konnten“. Karl II. ermutigte die Obdachlosen, London zu verlassen und sich anderswo niederzulassen. Er erließ umgehend eine Proklamation, dass „alle Städte und Gemeinden ohne Widerspruch die genannten Notleidenden aufnehmen und ihnen die freie Ausübung ihrer Handwerksberufe gestatten sollen“. Weitere königliche Proklamationen verboten den Menschen, „sich durch Gerüchte über Unruhen beunruhigen zu lassen“, und riefen zur Einrichtung einer nationalen Spendensammlung zur Unterstützung der Brandopfer auf. Der offizielle Bericht über den Brand in der London Gazette kam zum Schluss, dass es sich um einen Unfall handelte: „Er betonte die Rolle Gottes beim Ausbruch der Flammen und die Rolle des Königs bei der Bekämpfung des Feuers“.
Trotzdem neigten die Einwohner dazu, die Schuld für den Brand Ausländern in die Schuhe zu schieben, vor allem Katholiken, Franzosen und Niederländern. Die Trained Bands wurden in Alarmbereitschaft versetzt und Ausländer in ganz England verhaftet. Ein Beispiel für den Drang, Sündenböcke für den Brand zu finden, ist die Annahme des Geständnisses eines einfältigen französischen Uhrmachers namens Robert Hubert, der behauptete, Mitglied einer Bande zu sein, die den Großen Brand in Westminster ausgelöst habe. Später änderte er seine Aussage und gab an, den Brand in der Bäckerei in der Pudding Lane gelegt zu haben. Hubert wurde trotz einiger Zweifel an seiner Zurechnungsfähigkeit verurteilt und am 29. Oktober 1666 in Tyburn gehängt. Nach seinem Tod stellte sich heraus, dass er sich an Bord eines Schiffes auf der Nordsee befunden hatte und erst zwei Tage nach Ausbruch des Feuers in London angekommen war.
Ein Ausschuss unter dem Vorsitz von Sir Robert Brooke untersuchte die Ursache des Großen Brandes. Er erhielt zahlreiche Eingaben, in denen von einer Verschwörung von Ausländern und Katholiken zur Zerstörung Londons die Rede war, zugesandt. Der Bericht des Ausschusses wurde dem Parlament am 22. Januar 1667 vorgelegt. In den gedruckten Fassungen kam man zum Schluss, dass Hubert einer von mehreren katholischen Verschwörern gewesen war, die für die Auslösung des Feuers verantwortlich waren. In der Republik der Vereinigten Niederlande wurde der Große Brand von London als göttliche Strafe für „Holmes’ Freudenfeuer“ angesehen, das Niederbrennen des niederländischen Städtchens West-Terschelling durch die englische Flotte unter Admiral Robert Holmes im August 1666. In Italien kursierte eine Broschüre, die London „wegen seiner stolzen Arroganz und seines spektakulären Untergangs mit Luzifer verglich“, und in Spanien galt das Feuer als „Parabel auf die Boshaftigkeit der Protestanten“.
Marc Antonio Giustinian, venezianischer Botschafter in Frankreich, berichtete am 5. Oktober dem Dogen und dem Senat von Venedig, dass der französische König Louis XIV. verkündet habe, er werde „keine Feierlichkeiten veranstalten, da es sich um ein so bedauerliches Unglück handelt, bei dem so viele unglückliche Menschen zu Schaden gekommen sind“. Louis hatte seiner Tante, der englischen Königinwitwe Henrietta Maria, angeboten, Lebensmittel und alles, was zur Linderung der Not der Londoner beitragen könnte, zu schicken, machte jedoch keinen Hehl daraus, dass er „den Brand von London als einen Glücksfall für sich“ betrachtete, da er das Risiko verringerte, dass französische Schiffe, die den Ärmelkanal überquerten, von der Royal Navy angegriffen würden.
Wiederaufbau
Von Februar 1667 bis Dezember 1668 und erneut von 1670 bis Februar 1676 wurde ein spezielles Brandgericht eingerichtet. Für dieses Gericht hatte das Parlament mit dem Fire of London Disputes Act 1666 und dem Rebuilding of London Act 1670 die rechtlichen Grundlagen geschaffen. Sein Ziel bestand darin, Streitigkeiten zwischen Mietern und Vermietern zu schlichten sowie auf der Grundlage der Zahlungsfähigkeit zu entscheiden, wer den Wiederaufbau übernehmen sollte. Die Fälle wurden verhandelt und ein Urteil lag in der Regel innerhalb eines Tages vor. Ohne das Brandgericht hätten langwierige Gerichtsverfahren den Wiederaufbau, der für die Erholung Londons notwendig war, erheblich verzögert.
Radikale Wiederaufbaupläne für die zerstörte Stadt wurden eingereicht und von Karl II. gefördert. Neben Plänen von Christopher Wren und John Evelyn sind auch solche von Robert Hooke, Valentine Knight und Richard Newcourt bekannt. Alle basierten auf einem Rastersystem mit breiten Straßenachsen und geometrischen Schmuckplätzen. Wäre London nach einem dieser Pläne wieder aufgebaut worden, hätte es Paris in seiner barocken Pracht Konkurrenz machen können. Laut dem Archäologen John Schofield hätte Wrens Plan „wahrscheinlich die Kristallisation der sozialen Klassen in getrennte Bereichen gefördert“, ähnlich wie Haussmanns Umgestaltung von Paris Mitte des 19. Jahrhunderts. Wrens Plan war besonders schwierig umzusetzen, da er die Neudefinition der Eigentumstitel erfordert hätte.
Die Krone und die Behörden der City of London versuchten, eine Entschädigung für die mit diesen Plänen verbundene groß angelegte Umgestaltung auszuhandeln, aber diese unrealistische Idee musste aufgegeben werden. Die Ermahnungen, Arbeiter zu holen und die Grundstücke zu vermessen, auf denen die Häuser gestanden hatten, wurden von den Menschen, die um ihr tägliches Überleben bangten, sowie von denen, die die Hauptstadt verlassen hatten, größtenteils ignoriert. Aufgrund des Arbeitskräftemangels nach dem Brand war es beinahe unmöglich, Arbeiter für diesen Zweck zu finden. Stattdessen wurde ein Großteil des alten Straßenmusters in der neuen City wiederhergestellt. Laut Michael Hebbert beschleunigte dieser Prozess „die Entwicklung wissenschaftlicher Vermessungs- und Kartografie-Verfahren“, darunter auch die Entwicklung ichnografischer Stadtpläne.
Der Wiederaufbau brachte Verbesserungen in Bezug auf Hygiene und Brandschutz mit sich: breitere Straßen, offene und zugängliche Kais entlang der Themse, ohne dass Häuser den Zugang zum Fluss versperrten, und vor allem Gebäude aus Ziegeln und Stein statt aus Holz. Der Rebuilding of London Act 1666 verbot die Verwendung von Holz für die Außenfassaden von Gebäuden, regulierte die Kosten für Baumaterialien und die Löhne der Arbeiter. Ebenso legte er eine Wiederaufbauzeit von drei Jahren fest, nach deren Ablauf das Land verkauft werden konnte. Zur Finanzierung der Kosten wurde eine Steuer auf Kohle erhoben. Der Wiederaufbau der meisten Privathäuser war bis 1671 abgeschlossen. An den Standorten ihrer Vorgänger entstanden neue öffentliche Gebäude, darunter die St Paul’s Cathedral und 51 neue Kirchen von Christopher Wren.
Auswirkungen
Neben den physischen Veränderungen in London hatte der Große Brand auch erhebliche demografische, soziale, politische, wirtschaftliche und kulturelle Auswirkungen. Der Brand „verursachte die größte Umwälzung der Wohnstruktur Londons in seiner Geschichte bis zu The Blitz“ in den ersten Jahren des Zweiten Weltkriegs. Gebiete westlich von London nahmen die meisten neuen Einwohner auf, aber insgesamt stieg die Bevölkerungsdichte in allen Vororten rund um die City of London. In der City of London selbst, in der über 13.000 Häuser zerstört worden waren, entstanden etwa 9.000 neue, von denen bis zum Jahr 1674 Tausende unbewohnt blieben. Außerdem verzeichneten Mieter, die geblieben waren, einen deutlichen Rückgang ihrer Mietkosten.
Der Brand beeinträchtigte die wirtschaftlichen Aktivitäten erheblich, da Geschäftsräume und Lagerbestände zerstört worden waren und die Opfer hohe Schulden und Wiederaufbaukosten tragen mussten. Infolgedessen verlief die wirtschaftliche Erholung nur langsam. Die City of London Corporation nahm hohe Kredite auf, um den Wiederaufbau zu finanzieren und geriet 1683 in Zahlungsverzug. Karl II. entzog ihr Infolgedessen ihre Privilegien.
Im Geschäftsviertel Londons gab es erhebliche Leerstände, da die Kaufleute, die die Stadt verlassen hatten, sich anderswo niederließen. Wohltätige Organisationen erlitten erhebliche finanzielle Verluste aufgrund der direkten Kosten des Brandes sowie aufgrund entgangener Mieteinnahmen. Trotz dieser Faktoren behielt London seine wirtschaftliche Vorrangstellung aufgrund des Zugangs zu den Seewegen und seiner weiterhin zentralen Rolle im politischen und kulturellen Leben Englands.
Laut Jacob Field „enthüllte die Reaktion auf den Brand die seit langem bestehende Feindseligkeit Englands gegenüber Katholiken, die sich in Krisenzeiten am deutlichsten zeigte“. Die Behauptungen, dass Katholiken den Brand gelegt hätten, nutzten Gegner des pro-katholischen Hofes von Karl II. als wirkungsvolle politische Propaganda, vor allem während der Papisten-Verschwörung und der Krise um die Exclusion Bill später in seiner Regierungszeit. Der royalistischen Sichtweise, dass es sich um einen Unfall handelte, stand die Ansicht der Whigs gegenüber, die die Loyalität der Katholiken im Allgemeinen und des Duke of York im Besonderen in Frage stellten.
1667 wurden in London strenge neue Vorschriften erlassen, um das Risiko künftiger Brände zu verringern und das Löschen von Bränden zu erleichtern. Ihre genaue Ausarbeitung der Vorschriften oblag einer Kommission aus sechs Personen. Drei von ihnen nominierte der König: Christopher Wren, Hugh May – ein Beamter mit Erfahrung im Bereich Architektur – und der Architekt Roger Pratt. Die drei weiteren wurden von der Stadt bestellt: Robert Hooke und zwei Männer mit Lokalkenntnissen, Edward Jerman und Peter Mills, der Stadtvermesser. Der Große Brand führte zur Gründung der ersten Versicherungsgesellschaften, angefangen mit dem Fire Office von Nicholas Barbon. Diese Unternehmen stellten private Feuerwehrleute ein und boten Kunden, die Maßnahmen zur Brandverhütung ergriffen, Anreize – beispielsweise günstigere Versicherungsprämien für Backsteingebäude als für Holzgebäude. Die Verwirrung zwischen den Feuerwehren der Kirchgemeinden und jenen privater Unternehmen veranlasste die Versicherungen 1832 dazu, eine gemeinsame Feuerwehr zu gründen, aus der schließlich die London Fire Brigade hervorging. Der Brand führte dazu, dass sich die Bauvorschriften auf die Eindämmung der Ausbreitung von Bränden zwischen einzelnen Gebäuden konzentrierten.
Es wird angenommen, dass die Große Londoner Pestepidemie von 1665 ein Sechstel der Einwohner der Stadt, also 80.000 Menschen, das Leben kostete. Bisweilen wird vermutet, dass die Brandkatastrophe langfristig sogar Leben rettete, indem sie so viele unhygienische Behausungen mit ihren Ratten und Flöhen, die die Pest übertrugen, niederbrannte, dass es nach dem Großen Brand von London keine Pestepidemien mehr gab. Während der Pestepidemie Ende 1896 in Bombay führte diese Überzeugung dazu, dass Mietshäuser als Maßnahme gegen die Ausbreitung der Pest niedergebrannt wurden. Die Behauptung, der Große Brand habe weitere Ausbrüche verhindert, ist umstritten; das Museum of London bezeichnet dies als einen weit verbreiteten Mythos.
Obwohl er nie umgesetzt wurde, hatte Wrens Plan für den Wiederaufbau Londons einen bedeutenden kulturellen Einfluss. Spätere Autoren wie Daniel Defoe kritisierten den Entscheid zur Nichtumsetzung des Plans; auch Aktivisten für öffentliche Gesundheit nahmen darauf Bezug. Der Plan nahm auch eine wichtige Rolle in Lehrbüchern für die aufkommende Disziplin der Stadtplanung ein und wurde in Berichten über den Wiederaufbau Londons nach dem Zweiten Weltkrieg erwähnt. Die Präsentation des Plans durch Wren war das Motiv einer Briefmarke der Royal Mail aus dem Jahr 2016, einer Serie von sechs Briefmarken zum 350. Jahrestag des Großen Brandes.
Erinnerung, Wiederverwendung des Begriffs
Auf Initiative von Karl II. wurde zwischen 1671 und 1677 in der Nähe der Pudding Lane das 61,6 m hohe, von Robert Hooke entworfene Monument für den Großen Brand von London errichtet. Die im Jahr 1681 am Denkmal hinzugefügte Inschrift enthielt Anschuldigungen gegen Katholiken. Dort war zu lesen: „Päpstlicher Wahnsinn, der solche Schrecken hervorgebracht hat, ist noch nicht gelöscht“ (Popish frenzy which wrought such horrors, is not yet quenched). Die Inschrift blieb noch lange nach der Verabschiedung des Katholikenemanzipationsgesetzes bestehen, ehe sie 1830 nach einer erfolgreichen Kampagne des städtischen Solicitors Charles Pearson entfernt wurde.
Ein weiteres Denkmal markiert die Stelle, an der das Feuer angeblich erloschen ist: der Golden Boy of Pye Corner im Stadtteil Smithfield. An der Ecke Pudding Lane und Monument Street befindet sich seit 1986 eine Gedenktafel am Gebäude der Lloyds Banking Group, um an den Ausbruch des Brandes in Thomas Farriners Bäckerei zu erinnern. Das heutige Bankgebäude trägt den offiziellen Namen Faryners House, der neben dem Eingang auf einem großen Stein zu sehen ist.
Kulturelle Rezeption auf den Großen Brand fand ihren Niederschlag insbesondere in der Poesie, „einer der wichtigsten Medienformen im England des 17. Jahrhunderts“, sowie in religiösen Predigten. Allein im Jahr nach dem Brand wurden mindestens 23 Gedichte veröffentlicht. Zu den jüngeren kulturellen Werken, die sich mit dem Großen Brand befassen, gehören der Roman Old St. Paul’s von William Harrison Ainsworth (1841), der Roman Forged in the Fire von Ann Turnbull (2006), die Fernsehserie The Great Fire des Senders ITV (2014) und das Musical Bumblescratch (2016) im Rahmen der Feierlichkeiten zum 350. Jahrestag.
Bei den Luftangriffen im Zweiten Weltkrieg seit September 1940, vor allem auf London, galten die deutschen Angriffsserien bald nicht mehr nur den Häfen im East End und führten immer wieder zu Flächenbränden. Ein besonders schwerwiegender Brand in der City of London in der Nacht vom 29. auf den 30. Dezember 1940 wurde als „Zweiter Großer Brand von London“ (Second Great Fire of London) bezeichnet. Die Veröffentlichung eines Fotos der intakten Kuppel der St. Paul’s Cathedral am 31. Dezember sollte den Überlebenswillen und die Kampfmoral der Stadtbevölkerung trotz der verheerenden Schäden stärken. Die Schlagzeile in der Daily Mail lautete: „War’s Greatest Picture: St Paul’s Stands Unharmed in the Midst of the Burning City“ (Das großartigste Bild dieses Krieges – St. Paul’s steht unbeschädigt inmitten der brennenden Stadt).
Quellen
- John Evelyn: Diary and Correspondence of John Evelyn, F.R.S. Hurst and Blackett, London 1854 (archive.org).
- François Colsoni: Le Guide de Londres (1693). London Topographical Society, London 1951.
- Samuel Pepys: The Diary of Samuel Pepys. Hrsg.: Robert Latham, William Matthews. Band 7. Harper Collins, New York 1995, ISBN 0-00-499027-7.
Literatur
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- Michael Cooper: Robert Hooke and the Rebuilding of London. The History Press, Stroud 2013, ISBN 978-0-7524-9485-2.
- Jacob Field: London, Londoners and the Great Fire of 1666: Disaster and Recovery. Routledge, London 2017, ISBN 978-1-315-09932-3.
- Neil Hanson: The Dreadful Judgement: The True Story of the Great Fire of London. Doubleday, New York 2001, ISBN 0-385-60134-4.
- Stephen Inwood: A History of London. Macmillan Publishers, London 2000, ISBN 0-333-67154-6.
- Roy Porter: London: A Social History. Harvard University Press, Cambridge (Massachusetts) 1994, ISBN 0-241-12944-3.
- T. F. Reddaway: The Rebuilding of London after the Great Fire. Jonathan Cape, London 1940, OCLC 1356374.
- Francis Sheppard: London: A History. Oxford University Press, Oxford 1998, ISBN 0-19-822922-4.
- Frank Snowden: Epidemics and Society: From the Black Death to the Present. Yale University Press, New Haven 2009, ISBN 978-0-300-19221-6.
- Adrian Tinniswood: By Permission of Heaven: The Story of the Great Fire of London. Jonathan Cape, London 2003, ISBN 0-224-06226-3.
- Neil Wallington: In Case of Fire. Jeremy Mills Publishing, Salt Lake City 2005, ISBN 0-9546484-6-3.
Anmerkungen
- Auf zeitgenössischen Karten ist der Standort als 23 Pudding Lane verzeichnet. Das Grundstück befindet sich heute auf der Fahrbahn der Monument Street.
- Alle Daten gemäß dem damals in England gebräuchlichen Julianischen Kalender
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