HADAG Seetouristik und Fährdienst

Die HADAG Seetouristik und Fährdienst AG, kurz HADAG, ist ein Verkehrsunternehmen und Betreiber der Fährlinien im Hamburger Hafen. Es ist ein Tochterunternehmen der Hamburger Hochbahn AG (HHA).

HADAG Seetouristik und Fährdienst Aktiengesellschaft
Rechtsform Aktiengesellschaft
Gründung 8. August 1888
Sitz Hamburg, Deutschland Deutschland
Leitung Tanja Cohrt + Martin Lobmeyer, Vorstandsvorsitzende/r
Mitarbeiterzahl etwa 95
Branche Fährdienst
Website www.hadag.de

Geschichte

Das Unternehmen wurde am 8. August 1888 unter dem Namen Hafendampfschiffahrts-Actien-Gesellschaft als Reederei von F.W. Burchard, F.G. Kroos, E. Hadenfeld, R.R. Canel, E. Reye, G.C. Hempell, Max du Roi Droege, J. Semler und M.H. Röver gegründet. Der Ingenieur Ernst Hadenfeldt hatte sich bereits am 14. Februar 1888 um die Konzession für die Hafenfähren, die zuvor von fünf Fährpächtern betrieben wurden bei der Stadt Hamburg beworben. Die Konzession wurde für 20 Jahre erteilt und zunächst mit den von den bisherigen Fährpächtern übernommenen Schiffen betrieben. Ende 1890 besaß die HADAG 47 Schiffe, davon 21 selbst bestellte neue Dampfschiffe. Durch die Begrenzung des Fahrtentgeltes auf fünf Pfennig pro Person und Fahrt gestaltete sich die wirtschaftliche Lage der Firma problematisch. Die Konzession sah eine Ausstattung der Schiffe mit Dampffeuerspritzen vor, um im Hafen Löschdienste bei Bränden leisten zu können, diese Verpflichtung zur immerwährenden Löschbereitschaft wurde später von der Stadt mit 60.000 Mark pro Jahr als Honorar abgegolten, da die wirtschaftlich notwendige Erhöhung der Fahrpreise vom Senat aus sozialen Gründen abgelehnt wurde und eine Subventionierung von der Bürgerschaft verweigert wurde.

Bis 1899 wurden zwölf größere Schiffe mit einer zugelassenen Passagierzahl von bis zu 300 Passagieren angeschafft und dadurch die wirtschaftliche Lage verbessert. Im August 1900übernahm die HADAG die Linie nach Finkenwerder und betrieb sie mit den Raddampfern Union und Harmonie. Nun gehörte neben dem reinen Hafenfährdienst auch die Anbindung von Stadtteilen zu den Aufgaben der HADAG. Außer Finkenwerder gehörten auch Altenwerder und Moorburg dazu (beide Stadtteile waren ehemals Wohngebiete und sind heute Hafenerweiterungsgebiet), die bereits 1818 von einer „priviligierten Dampffähre“ und ab 1881 mit einer Raddampferlinie von Hamburg nach Harburg bedient wurden.

Die Eröffnung des (alten) Elbtunnels 1911 führte zu einem Rückgang der Passagierzahlen auf der Linie nach Steinwerder von 260.000 auf 38.000 Fahrgäste. Die unbefriedigende Rendite und die Weigerung des Senates, die Tarife zu erhöhen, führte schließlich 1918 zu einer Übernahme der Reederei durch die Stadt. Am 1. Juli 1921 erhielt die HADAG die alleinige Konzession zur Durchführung der „Großen Hafenrundfahrt“.

1928 konnte nach Abschluss des „Preußisch-Hamburgischen Hafen- und Unterelbevertrag“ der Verkehr auf der Unterelbe über das hamburgische Stadtgebiet ausgebaut werden. Im Herbst 1928 einigten sich die Hamburger Hochbahn AG und die HADAG zur Ausgabe und Anerkennung von Übergangs-Fahrkarten zur vereinfachten Betriebsabwicklung. In diesem Jahr und 1929 wurden erstmals seit 1912 insgesamt vier neue Fähren (wieder als Dampfschiffe) in Dienst gestellt. Der Freistaat Preußen beteiligte sich in den Folgejahren bei Kapitalerhöhungen am Unternehmen.

Im April 1929 wurde durch die HADAG die Hamburg–Stade–Altländer Linie übernommen. Am 3. Juli 1937 übernahm die HADAG die Harburger Linie von der Firma Wachsmuth & Krogmann und zum 1. August 1939 die Reiherstieg-Linie von der Firma Oelker. Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs im September 1939 gab es bei der HADAG 7 Dieselmotorschiffe, 1 Gasmotorschiff, 50 Dampfschiffe, 13 Motorbarkassen, 5 Kohlenleichter und 6 Schuten. Durch den Krieg gab es die Totalverluste von zwei Motorschiffen, zwei Dampfschiffen, fünf Motorbarkassen, einem Kohlenleichter und zwei Schlackeschuten; außerdem wurden schwer beschädigt 51 Motorschiffe und Dampfer, 5 Motorbarkassen, 2 Leichter, 2 Schuten, zwei Brücken und ein Anlegeponton, das Geschäftshaus an den Vorsetzen sowie die Werkstätte an der Arningstraße.

Nach dem Krieg wurden die Schiffe nach und nach repariert und mit Genehmigung der britischen Militärregierung wieder in Betrieb genommen. So begann der Betrieb der Finkenwerder-Linie am 14. Mai und der Reiherstieg-Linie am 15. Mai 1945, der Hafenfähren am 21. Juni 1945, der Harburger Linie am 1. Juli, der Großen Hafenrundfahrt am 5. Juli, der Stader Linie am 21. August und der Cuxhaven-Linie am 28. September 1945 und schließlich am 15. August 1946 der Jollenführer-Dienste. Ebenfalls durch die britische Militärregierung erhielt die HADAG die Genehmigung für Fahrten nach Brunsbüttelkoog, Husum, Wilhelmshaven, Bremerhaven, Grauerort und von Brunsbüttelkoog nach Cuxhaven sowie von Husum nach Wyk (Insel Föhr) Amrum und für Fahrten von Cuxhaven in die Nordsee. Außerdem gab es eine Linie zu den rechtselbischen Orten nach Kollmar und Glückstadt.

1952 wurde der Seebäderdienst nach Helgoland gemeinsam mit der HAPAG aufgenommen. Hier fuhr das Schiff von den St.-Pauli-Landungsbrücken, zunächst mit Anlegen in Blankenese und Stadersand, über Cuxhaven auf die Helgoländer Reede, wo die Passagiere ausgebootet und mit Börtebooten auf die Insel gebracht wurden. Der auf die Sommersaison beschränkte Seebäderdienst umfasste neben der Linie von den Hamburg-St. Pauli über Cuxhaven nach Helgoland auch eine Linie von Hörnum (Sylt) nach Helgoland. Zum Einsatz kam dort z. B. ab 1960 die Hein Godenwind.

Der „Niederelbedienst“ auf der Unterelbe sah 1954 folgenden Weg vor:

St.-Pauli-Landungsbrücken – Altona – Neumühlen – Teufelsbrück – Blankenese – Wittenbergen – Schulau (Wedel) – Lühe-Wisch – Lühe – Twielenfleth – Stadersand (mit Omnibus-Anschluss nach Stade) – Grauerort (– Krautsand – Wischhafen)

Neben bis zu sechs Fahrten wurden sonn- und Feiertags sowie während der Baumblüte weitere Fahrten angeboten.

Die Hamburg-Blankenese-Este-Linie (HBEL) wurde am 1. März 1963 von Heinrich Sietas an die HADAG verkauft, nachdem er 48 Jahre lang die HBEL geleitet hatte. Der Eiswinter 1962/1963 hatte Fahrten der Schiffe über Monate verhindert und damit das an sich bis dahin gesunde Unternehmen zu diesem Schritt gezwungen. Die beiden in Cranz liegenden Raddampfer der HBEL Hansa von 1903 und Lessing von 1911 wurden zum 1. März 1963 an die HADAG verkauft, aber nicht mehr in Betrieb genommen. Die Verschrottungen erfolgten 1965 und 1966.

1963 wurde eine Tarifgemeinschaft mit der HHA eingeführt, seit der Wirksamwerdung des Hamburger Verkehrsverbunds (HVV) 1967 sind die Hafenfähren und Linienverkehre in diesen integriert. Eine Tarifgemeinschaft mit der HHA bestand schon einmal ab 1928. In Zusammenhang mit der Umstellung der Linienbezeichnungen im HVV-Netz (zweistellige Buslinien wurden dreistellig) erhielten die HADAG-Linien Ende Juli 1968 zusätzlich Liniennummern. Die Schiffslinien nach Moorburg/Harburg und Finkenwerder bekamen zunächst 800er Nummern, später die Bezeichnungen 61 und 62, reine Hafenfähren erhielten 70er Nummern.

1968 wurde der Fährdienst nach Harwich (Großbritannien) aufgenommen.

Die aktuelle Namensgebung HADAG Seetouristik und Fährdienst AG erfolgte 1969 zusammen mit der Bereederung der Englandfähren von Hamburg (und 1970 auch Bremerhaven) nach Harwich (letztere bis 1981). Gleichzeitig mit Bezug des neuen Verwaltungsgebäudes 1970 am Johannisbollwerk ersetzte die jetzige grün-weiß-rote Reedereiflagge die alte grün-weiß-schwarze. Ab 1971 wurden die Seebäderschiffe auf der Ostsee zunächst erfolgreich als „Butterschiffe“ eingesetzt. Von 1972 bis 1981 wurden von Eckernförde aus Fahrten zu den dänischen Orten Ærøskøbing und Sønderborg sowie von Travemünde zum Fehmarnsund angeboten. Ab 1974 nahm das Unternehmen mit der „HADAG air“ einen Flugdienst nach Helgoland und Sylt in Betrieb. Von der Schiffsverbindung von Sylt nach Helgoland zog sich die HADAG in der zweiten Hälfte der 1970er Jahre schrittweise zurück. Diese Linie wurde noch für mehrere Jahrzehnte in reduziertem Umfang von der W.D.R. fortgeführt.

Bis in die 1970er Jahre bestand die Harburger Linie: St.-Pauli-Landungsbrücken – Altona – Waltershof – Neuhof (Köhlbrand) – Altenwerder – Kattwiek – Moorburg – Harburg (am Dampfschiffsweg nahe dem ehemaligen Bahnhof Unterelbe). Der Streckenabschnitt Neuhof–Harburg wurde ab 1970 in drei Schritten zurückgezogen bzw. eingestellt: 1970 wurde der Betrieb zwischen Kattwyk und Harburg eingestellt, 1983 der Abschnitt zwischen Kattwyk und Altenwerder. Heute wird diese Linie nur noch als Hafenfähre bis Neuhof (nördlich der Köhlbrandbrücke) betrieben.

Von 1976 bis 1981 wurden an einzelnen Tagen mit den Seebäderschiffen Alte Liebe oder Helgoland (von Travemünde aus) bzw. Stadt Kiel II (von Kiel aus) Tagesfahrten in die DDR nach Rostock-Warnemünde angeboten. Die erforderlichen Tagesvisa wurden auf dem Schiff ausgestellt, von Warnemünde gab es einen Bustransfer mit Reiseführer in die Rostocker Innenstadt mit anschließender Zeit von zwei Stunden zur Besichtigung.

Wegen zunehmend schwierigeren Geschäftes (selbst im traditionellen Helgolanddienst) sollte das Kreuzfahrtschiff Astor 1981 „das Ruder ’rumreißen“, doch auch dieses Unterfangen brachte nur neue Verluste. 1983 kam schließlich die Gesundschrumpfung, die Astor und die HADAG Air Seebäderflug GmbH & Co. wurden verkauft. Der Schiffsverkehr von Hamburg über Cuxhaven nach Helgoland wurde erst auf die Teilstrecke Cuxhaven–Helgoland reduziert und dann von der FRS übernommen. Die HADAG befährt seitdem ausschließlich den Hamburger Hafen und die Niederelbe.

Heutiges Angebot

Logo der HVV-Fährlinien
Symbol der Hamburg-Blankenese-Este-Linie

Heute bedient die HADAG als Tochterunternehmen der HHA neun reguläre Fährlinien, die insgesamt 18 Anlegestellen bedienen, sowie den Verkehr zum Theater im Hafen. Die Verbindung Blankenese–Cranz ist hingegen bis auf Weiteres eingestellt. Die Hauptanlegestelle sind die St.-Pauli-Landungsbrücken, von denen auch die Hafenrundfahrten der HADAG ablegen.

Die HADAG beschäftigt durchschnittlich 85 Angestellte und beförderte 2005 etwa 5,6 Mio. Passagiere, 2011 war die Passagierzahl auf 7,65 Mio. gestiegen, 2014 waren es bereits 8,8 Mio. Passagiere – zum Vergleich: die Jahreshöchstleistung im Fährverkehr wurde 1958 erreicht und betrug 21,3 Mio. Fahrgäste. 1997 hatten die Hafenfähren der HADAG lediglich gut 2,2 Mio. Fahrgäste.

Mit Ausnahme des ab 2014 angebotenen und 2019 eingestellten „Elb-Hüpfers“, der von Anfang April bis Anfang Oktober sonnabends, sonntags und an Feiertagen mit jeweils zwei Fahrten von den St.-Pauli-Landungsbrücken über Neumühlen (Museumshafen Oevelgönne), Teufelsbrück und Blankenese nach Wedel-Schulau (Willkomm-Höft) und zurück, mit „Besichtigungs“-Stichfahrten in zwei Hafenbecken, zur HafenCity (Elbphilharmonie) und St.-Pauli-Landungsbrücken angeboten wurde, sind die Linienverbindungen der HADAG unter der Bezeichnung Hafenfähren in den Tarif des Hamburger Verkehrsverbundes (HVV) integriert, wobei die Verbindung von Blankenese nach Cranz eine Sonderstellung einnimmt. Außerdem bietet die HADAG in Konkurrenz zu diversen anderen Betreibern ab den St.-Pauli-Landungsbrücken die „Große Hafenrundfahrt“ an. Daneben können auch Schiffe für Veranstaltungen gechartert werden. Ein Beispiel für den Charterverkehr ist der Shuttle-Service zum Musical „Der König der Löwen“.

Bis 2014 wurde von der HADAG auch noch der sogenannte „Niederelbedienst“ durchgeführt, der von den St.-Pauli-Landungsbrücken elbabwärts über Blankenese zum Alten Land nach Lühe und Stadersand führte und (im Gegensatz zu früheren Jahrzehnten) bis 2013 nur noch am Wochenende und zuletzt auch nur noch einmal am Tag durchgeführt wurde.

Liniennetz

Die nummerierten Linien verkehren zum HVV-Verbundtarif:

Linie Verlauf
Fähre
61
St.-Pauli-Landungsbrücken (Brücke 2) – Altona (Fischmarkt) – Dockland – Waltershof – Neuhof
(nur montags bis freitags)
Fähre
62
St.-Pauli-Landungsbrücken (Brücke 3) – Altona (Fischmarkt) – Dockland – Neumühlen / Övelgönne – (Bubendey-Ufer) – Finkenwerder
Fähre
64
Finkenwerder – Rüschpark – Teufelsbrück
Fähre
65
Finkenwerder – Blankenese
Fähre
66
St.-Pauli-Landungsbrücken (Brücke 1) – ohne Halt – Finkenwerder
Fähre
68
Teufelsbrück – Airbus
(nur Werksverkehr montags bis freitags)
Fähre
72
St.-Pauli-Landungsbrücken (Brücke 1) – (Arningstraße) – Elbphilharmonie
Fähre
73
St.-Pauli-Landungsbrücken (Brücke 1) – Theater im Hafen – Norderelbstraße – Argentinienbrücke – Ernst-August-Schleuse
(nur montags bis freitags)
Tideabhängig (bei Hoch/-Niedrigwasser) verkehrt die Fähre nur bis zur Argentinienbrücke.
Fähre
75
St.-Pauli-Landungsbrücken (Brücke 1) – Steinwerder
(nur montags bis freitags morgens und nachmittags)
Fähre
St.-Pauli-Landungsbrücken (Brücke 1) – Theater im Hafen
(nur bei Theatervorstellungen, nicht im HVV)
Fähre
HBL
Blankenese – Neuenfelde, Este-Sperrwerk – Cranz (seit 2024 „vorerst“ eingestellt)
Tideabhängig (bei Niedrigwasser) verkehrte die Fähre abweichend ohne Zwischenhalt von Blankenese nach Finkenwerder
(am Wochenende galten keine HVV-Einzel- und Tageskarten; von Oktober bis März mit eingeschränktem Fahrplan)

Außerdem wurde ab 2014 von Anfang April bis zum ersten Oktober-Wochenende (nur samstags, sonntags und an Feiertagen) der Elb-Hüpfer angeboten (mit eigenem Tarif). Die Linie wurde 2019 aus wirtschaftlichen Gründen eingestellt. Von August 2019 bis September 2023 betrieb die „Watten Fährlinien GmbH“ die elblinien mit ähnlichen Linienweg mit der Fähre Liinsand.

Linie damaliger Verlauf
St. Pauli-Landungsbrücken (Brücke 2) – Neumühlen / Övelgönne – Teufelsbrück – Blankenese – Wedel-Schulau (Willkomm-Höft)
(zurück mit zusätzlichem Halt in der HafenCity (Elbphilharmonie))

Flotte

Die von der HADAG betriebene Flotte von Fahrgastschiffen setzt sich, mit Ausnahme der historischen Kirchdorf, aus Schiffen zusammen die nur durch eine Person bedient werden (einschließlich Anlegen) und sich aus wenig verschiedenen Typen zusammensetzt. Hiervon der Großteil des Typs 2000 oder Typ 2020 die wegen ihres Aussehens auch „Bügeleisen“ genannten Schiffe dieses Typs werden hauptsächlich auf der HVV-Linie 62 St.-Pauli-Landungsbrücken–Finkenwerder eingesetzt.
Das letzte Schiff dieses Typs, die 2018 in Fahrt gekommene Kehrwieder, bietet auf dem Oberdeck mehr Sitzplätze und unten mehr Platz z. B. für Fahrräder als seine Vorgänger.

Ende April 2017 wurde das erste Schiff des weiterentwickelten Typs 2020 mit einer um einen halben Meter vergrößerten Schiffsbreite und einem dieselelektrischen Antrieb geliefert, das bei der Pella-Sietas-Werft in Hamburg-Neuenfelde für rund 3,3 Mio. Euro gebaut wurde. Dieses neue Fährschiff mit anderer Platzaufteilung ohne Tische für bis zu 400 Fahrgäste, davon 154 Sitzplätze innen und 88 auf dem Oberdeck, führt den Namen Elbphilharmonie. 2018 wurde auf der Pella-Sietas-Werft ein weiteres Typ-2020-Schiff gebaut, das am 9. November 2018 auf den Namen Kehrwieder getauft wurde.

Zwei besonders flach gebaute Fähren wurden 2002 für die brückengängige Fahrt auf der Linie 73 Landungsbrücken–Argentinienbrücke, die damals auch noch das Oderhöft bediente, und in die Speicherstadt in Dienst gestellt. 2013 begannen auf der Werft SSB Spezialschiffbau Oortkaten GmbH die Arbeiten für den Neubau eines weiteren solchen Schiffs mit einer Höhe der Aufbauten von nur rund 3 Meter über der Wasserlinie. Das dafür etwas längere und breitere, 180 Fahrgäste fassende (davon 76 auf Sitzplätzen) und mit Platz für Fahrräder versehene Schiff wurde im Juli 2014 unter dem Namen Reiherstieg in Betrieb genommen. Es erhielt einen Volvo Penta Dieselmotor für den Antrieb des Festpropellers und außerdem einen Schottel-Pumpjet zum Manövrieren und Anlegen.

Die alten, in den 1950er und 1960er Jahren in großer Zahl gebauten, sogenannten Typschiffe (hauptsächlich mit dieselelektrischem Antrieb) wurden ab Ende der 1970er Jahre verstärkt außer Dienst gestellt und verkauft. Die verbliebenen Schiffe wurden seit 1989 durch Neubauten abgelöst. Von den ehemals 40 Typschiffen, die bis in die 1990er Jahre das Bild im Hamburger Hafen prägten, befindet sich nur noch die Kirchdorf im Besitz der HADAG. Sie wird noch als Traditionsschiff betrieben und vornehmlich für Hafenrundfahrten eingesetzt.

Im Jahr 1989 nahm mit der Finkenwerder das erste von zunächst vier neuen Einmannschiffen ihren Dienst auf. Ende der 1980er Jahre ging die Geschäftsleitung der HADAG davon aus, den gesamten Hafenverkehr zukünftig mit vier Schiffen, die für jeweils 150 Fahrgäste ausgelegt waren, bewältigen zu können. 1992 und 1993 folgten zwei weitere verbesserte Einmannschiffe. Die neuen Fährschiffe sind kleiner und können von nur einer Person, dem Schiffsführer, bedient werden; sie sind damit wirtschaftlicher einzusetzen, als die alten Typschiffe, die eine Besatzung von mindestens zwei Mann erforderten. Die sechs Schiffe wurden in der Vergangenheit durch Modernisierung und Umbau zum großen Teil an die neuen Standards des Fährschifftyps 2000 angepasst.

Im Rahmen der Mobilitätsoffensive des hamburgischen Senats sollen für die Verstärkung der Linien im HVV vier weitere Fährschiffe beschafft werden. Diese als Typ 2030 bezeichneten Schiffe sollen ein umweltfreundlicheres Antriebskonzept erhalten. Sie werden mit Elektromotoren und Batterien ausgestattet sein. Da die Kapazität nicht für den gesamten Tag reichen wird, sind Range Extender erforderlich. Zunächst sind Dieselmotor und Generator vorgesehen, die später durch Brennstoffzellen mit Wasserstoffbetrieb ersetzt werden soll. Nach der europaweiten Ausschreibung beauftragte die HADAG im Juli 2022 die SET Schiffbau- u. Entwicklungsgesellschaft Tangermünde mbH mit der Lieferung von drei Plug-in-Hybrid-Batterie-Elektrofähren mit Dieselmotor als Range Extender. Sie sollen für einen späteren Einsatz der Brennstoffzellen-Technologie vorbereitet sein. Mit rund 33 Metern Länge werden diese Typ-2030-Schiffe etwa drei Meter länger als die Typ-2000/2020-Schiffe sein und großzügere Einstiegsbereiche haben. Die Ablieferungen erfolgten in den Jahren 2024 und 2025. Kurz nach der Taufe der letzten Typ-2030-Fähre gab die HADAG bekannt, die bisherigen Wasserstoffpläne nicht weiter verfolgen zu wollen, sondern zukünftig auf rein batterieelektrische Lösungen zu setzen.

Ende Oktober 2025 gab die HADAG bekannt, dass man drei neue batterieelektrische Fähren zur Lieferung ab 2028 bestellt habe. Die Fähren sollen, wie bereits der Typ-2030, von der SET Schiffbau- u. Entwicklungsgesellschaft Tangermünde mbH gebaut werden. Im Zuge der Beschaffung plant die HADAG auch einen Ausbau der Ladeinfrastruktur, unter anderem mit einer dedizierten Hochspannungs-Ladestation am Anleger St. Pauli Fischmarkt.

Gegenwärtige Flotte

Schiffsname Baujahr Typ Personen Haupteinsatzbereich Bild
Kirchdorf 1962 IIIc (alt) 300 Hafenrund- und Charterfahrten
Altona 1989 I 185 Elbfähre Cranz – Blankenese (Reserve)
Blankenese 1990 II 210 Reserve / Verstärker
Neuenfelde 1991 II 210 Reserve / Verstärker
Falkenstein 1992;
Umbauten 1995 und 2010
III 210; ab 2010: 250 Reserve / Charter
Wolfgang Borchert 1993
Umbau 2007
III 210; ab 2007: 250 Reserve / Charter
St. Pauli 1997 Typ 2000 250 Im gesamten Liniennetz
Altenwerder 1997 Typ 2000 250 Im gesamten Liniennetz
HafenCity 1998 Typ 2000 250 Im gesamten Liniennetz
St. Nikolaus 2000 - 116 HVV-Linie 73, Linie 66 und HBEL
Seit 2023 im Dienst der HADAG.
Reeperbahn 2000 Typ 2000 250 HVV-Linie 62 St.-Pauli-Landungsbrücken – Finkenwerder
Harmonie 2001 Typ 2000 250 Im gesamten Liniennetz
Waltershof 2004 Typ 2000 250 HVV-Linie 64 Finkenwerder – Teufelsbrück
Elbmeile 2005 Typ 2000 250 HVV-Linie 62 St.-Pauli-Landungsbrücken – Finkenwerder
Övelgönne 2006 Typ 2000 250 HVV-Linie 72 St. Pauli-Landungsbrücken – Elbphilharmonie
Tollerort 2006 Typ 2000 250 Im gesamten Liniennetz
Wilhelmsburg 2008 Typ 2000 250 HVV-Linie 62 St.-Pauli-Landungsbrücken – Finkenwerder
König-der-Löwen-Shuttle
Oortkaten 2009 Typ 2000 250 HVV-Linie 62 St.-Pauli-Landungsbrücken – Finkenwerder
Harburg 2009 Typ 2000 250 HVV-Linie 62 St.-Pauli-Landungsbrücken – Finkenwerder
Hamburgensie 2013 Typ 2000 250 HVV-Linie 62 St.-Pauli-Landungsbrücken – Finkenwerder
Reiherstieg 2014 - 180 HVV-Linie 73 St.-Pauli-Landungsbrücken – Argentinienbrücke (– Ernst-August-Schleuse)
Nala 2002 Wassertaxi 114 HVV-Linie 73 St.-Pauli-Landungsbrücken – Argentinienbrücke (– Ernst-August-Schleuse / Oderhöft)
Rafiki 2002 Wassertaxi 114 HVV-Linie 73 St.-Pauli-Landungsbrücken – Argentinienbrücke (– Ernst-August-Schleuse / Oderhöft)
Elbphilharmonie 2017 Typ 2020 400 HVV-Linie 72 St.-Pauli-Landungsbrücken – Elbphilharmonie
Kehrwieder 2018 Typ 2020 400 Im gesamten Liniennetz (v. a. Linie 72)
Neuland 2024 Typ 2030 250 HVV-Linie 62 St.-Pauli-Landungsbrücken – Finkenwerder
Finkenwerder 2024 Typ 2030 250 HVV-Linie 62 St.-Pauli-Landungsbrücken – Finkenwerder
Grasbrook 2025 Typ 2030 250 HVV-Linie 62 St.-Pauli-Landungsbrücken – Finkenwerder

Ehemalige Flotte

(für ausgemusterte Typschiffe siehe jeweiligen Typschiffsartikel)
Schiffsname Baujahr Ausgemustert Personen Haupteinsatzbereich Bemerkungen / Bild
Hamburg ex Lauenburg 1866 bei Janssen & Schmilinski; 1899 übernommen 1901 abgewrackt nach Lauenburg / Wattfahrten um Föhr Raddampfer
Harmonie (1) 1892 bei Sachsenberg in Rosslau; 1900 übernommen 1927 verkauft Raddampfer
Delphin 1893 bei Blohm & Voss; 1937 übernommen 1959 abgewrackt 800 / 700 / 525 Hafen / bis Glückstadt / bis Cuxhaven Raddampfer
Phönix 1893 bei Blohm & Voss; 1937 übernommen 1959 abgewrackt in Delfzijl 800 / 700 / 525 Hafen / bis Glückstadt / bis Cuxhaven Raddampfer
Arp Schnitger 1895 bei Brandenburg; 1954 Umbau bei Pohl & Jozwiak 1964 verkauft 288 bei HBEL
Brockes 1893 bei Wencke Söhne 1956 abgewrackt 168 / 140 Hafen / bis Glückstadt Dampfschiff
Versmann 1900 bei Janssen & Schmilinski 1954 abgewrackt Dampfschiff
Tettenborn 1900 bei Janssen & Schmilinski 1940 an Kriegsmarine Dampfschiff
Alfred Brandt 1907 bei Gustav Wolkau 1960 verkauft 196 / 163 Hafen / bis Glückstadt Dampfschiff
Heinicke 1907 bei Gustav Wolkau 1959 verkauft 234 / 174 Hafen / bis Glückstadt Dampfschiff
Georg Friedrich Händel 1908 bei Fack in Itzehoe; 1960 Umbau bei Pohl & Jozwiak 1965 verkauft 353 bei HBEL
Senator Petersen 1911 bei Freerichs & Co., 1947/48 u. 1957 Umbau bei LMG Lübeck 1977 verkauft 1953 / 1465 / 1402 Hafen / bis Glückstadt / bis Cuxhaven Motorschiff
Mozart 1912 als Rex, 1924 an HBEL, 1966 verkauft 1966
Kellinghusen 1912 bei Janssen & Schmilinski 1960 verkauft nach Rotterdam 526 / 474 / 355 Hafen / bis Glückstadt / bis Cuxhaven Dampfschiff
Godeffroy 1912 bei Wichhorst; 1949 Umbau bei G. Renck 1963 verkauft 477 / 337 Hafen / bis Glückstadt / bis Cuxhaven Motorschiff
Jollenführer 10 1912 bei G.C. Jensen 1978 verkauft 45 Hafenverkehr Motorbarkasse
M. G. Amsinck 1913 bei Janssen & Schmilinski 1960 verkauft 427 / 356 / 267 Hafen / bis Glückstadt / bis Cuxhaven Dampfschiff
Otto Schlick 1914 bei Janssen & Schmilinski 1958 abgewrackt 526 / 474 / 355 Hafen / bis Glückstadt / bis Cuxhaven Dampfschiff
Richard Strauss 1925 bei Ostseewerft bei Stettin 1977 verkauft 552 bei HBEL
Askanien 1925 bei Sachsenberg in Rosslau 1961 verkauft 270 / 216 Hafen / bis Cuxhaven
Jan Molsen (1) 1925 bei H.C. Stülcken Sohn, Hamburg; 1956/59 Umbau bei Blohm + Voss 1967 verkauft 2964/2487 / 2331 / 1749 Hafen / bis Glückstadt / bis Cuxhaven erstes Fahrgastschiff mit (zwei) Dieselmotoren für den Einsatz auf Flüssen
Jollenführer 11 ex Jollenführer 1 1925 bei Gustav Wolkau 1966 verkauft 36 Hafenverkehr Motorbarkasse
Jollenführer 13 ex Jollenführer 3 1925 bei E. Hinrichsen 1962 verkauft 35 Hafenverkehr Motorbarkasse
Jollenführer 14 ex Jollenführer 4 1925 bei E. Hinrichsen Kriegsverlust 35 Hafenverkehr Motorbarkasse
Jollenführer 15 ex Jollenführer 5 1926 bei Janssen & Schmilinski 1960 verkauft 40 Hafenverkehr Motorbarkasse
Courier 1926 bei Vulkan-Werke, Hamburg; 1957 Umbau zum MS bei Hanseatischer Werft 1973 verkauft 835 / 698 / 567; nach Umbau: 904 / 753 / 565 Hafen / bis Glückstadt / bis Cuxhaven Dampfschiff; nach Umbau Motorschiff
Bürgermeister Stolten 1926 bei H.C. Stülcken Sohn 1973 verkauft 692 Hafenverkehr / bis Cuxhaven Motorschiff
Rethe 1926 bei Prew & Ridder 1966 verkauft 68 Hafenverkehr Motorbarkasse
Bürgermeister Diestel 1927 bei Deutsche Werft 1962 verkauft 750 / 700 / 550 Hafen / bis Glückstdt / bis Cuxhaven Motorschiff
Senator Grünwaldt 1927 bei H.C. Stülcken Sohn 1962 verkauft 635 / 529 / 392 Hafen / bis Glückstadt / bis Cuxhaven Motorschiff
Lortzing 1928 1965 156 bei HBEL
Lichtwark 1928 bei H.C. Stülcken Sohn; 1957 Umbau bei Pohl & Jozwiak 1977 verkauft nach Lissabon 388 / 369 / 277; nach Umbau: 300 / 225 / 169 Hafen / bis Glückstadt / bis Cuxhaven Dampfschiff; ab 1957 Motorschiff
Brinckmann 1928 bei H.C. Stülcken Sohn; 1957/58 Umbau bei Pohl & Jozwiak 1974 verkauft 388 / 369 / 277; nach Umbau: 306 / 230 / 173 Hafen / bis Glückstadt / bis Cuxhaven Dampfschiff; nach Umbau Motorschiff
Süllberg 1928 als Kurisches Haff / 1949 gekauft 1960 verkauft
Gorch Fock 1929 bei Howaldt in Kiel 1957 verkauft 700 / 570 / 427 Hafen / bis Glückstadt / bis Cuxhaven Motorschiff
Harmonie 1929 bei H.C. Stülcken Sohn; 1958 Umbau bei Pohl & Jozwiak 1973 verkauft 388 / 369 / 277 Hafen / bis Glückstadt / bis Cuxhaven  
Sonnin 1929 bei H.C. Stülcken Sohn; 1957/58 Umbau bei Pohl & Jozwiak 1976 verkauft 388 / 369 / 277; nach Umbau: 310 / 232 / 174 Hafen / bis Glückstadt / bis Cuxhaven
Hasse 1929 bei H.C. Stülcken Sohn; 1957/58 Umbau bei Pohl & Jozwiak 1975 verkauft 388 / 369 / 277; nach Umbau: 310 / 232 / 174 Hafen / bis Glückstadt / bis Cuxhaven  
Stade 1937 bei Schichau in Königsberg als Förde, 1949 gekauft 1957 verkauft an Wiking-Reederei Motorschiff
Lühe (2) 1938 bei August Pahl 1968 verkauft nach Lissabon 362 / 302 / 227 Hafen / bis Glückstadt / bis Cuxhaven Motorschiff
Richard Wagner  1938 von Pohl & Jozwiak (№ 30) 1966 verkauft 215 bei HBEL
Wischhafen 1939 bei August Pahl, 1958 Umbau bei Norderwerft 1972 verkauft nach Zeebrügge 432 / 324 / 243; nach Umbau: 350 / 303 / 275 Hafen / bis Glückstadt / bis Cuxhaven Dampfschiff; ab 1959 Motorschiff
Franz Schubert 1940 von Pohl & Jozwiak (№ 32) 1974 verkauft 238 bis 1974 war MS Franz Schubert auf der HBEL zwischen Blankenese und Cranz im Einsatz
Hamburg 1941 bei August Pahl, Finkenwerder; 1960 Umbau bei Hanseatischer Werft 1975 verkauft 764 / 670 Hafen / bis Cuxhaven
Elbe 1941/42 bei August Pahl, Finkenwerder; 1960 Umbau bei Hanseatischer Werft 1976 verkauft 730 / 648 Hafen / bis Cuxhaven
Bürgermeister Roß 1948 bei Vulkan-Werke AG, Bremen-Vegesack 1955 verkauft 726 / 645 Hafen / bis Cuxhaven
Teufelsbrück ex Teufelsbrücke 1949 bei Kremer & Sohn in Elmshorn 1963 verkauft 420 / 316 / 238 Hafen / bis Glückstadt / bis Cuxhaven Motorschiff
Oevelgönne 1949 bei Kremer & Sohn in Elmshorn 1963 verkauft 420 / 316 / 238 Hafen / bis Glückstadt / bis Cuxhaven Motorschiff
Nienstedten 1949 bei G. Renck 1965 verkauft 325 / 257 Hafen / bis Glückstadt Motorschiff
Dockenhuden 1949 bei G. Renck 1965 verkauft nach Berlin 325 / 257 Hafen / bis Glückstadt Motorschiff
Wappen von Hamburg 1955 1962 verkauft
Max 1960 bei J.J.Sietas, Hamburg-Neuenfelde 1963 verkauft 140 / 117 Hafen / bis Glückstadt
Moritz 1960 bei J.J.Sietas, Hamburg-Neuenfelde 1963 verkauft 140 / 117 Hafen / bis Glückstadt
Hein Godenwind 1960 bei J.J.Sietas, Hamburg-Neuenfelde 1970 verkauft 860 Hörnum (Sylt) – Helgoland / Niederelbe
Wappen von Hamburg (II), später Alte Liebe 1961/62 bei Blohm & Voss, Hamburg 1964 verkauft 1800 Helgoland-Fahrten, Kiel – Dänemark/Schweden, Charter
Bürgermeister Mönckeberg 1963 bei Scheel & Jöhnk, Hamburg-Harburg 1993 verkauft 835 / 696 / 521 Hafen / bis Glückstadt / bis Cuxhaven
Plisch & Plum 1963 bei Staack, Lübeck 1964 verkauft 160 / 120 Hafen / bis Glückstadt
Gorch Fock 1963 bei J.J.Sietas, Hamburg-Neuenfelde 1963 verkauft 650
Wappen von Hamburg (III) 1965 bei Howaldtswerke, Hamburg 1982 verkauft 1800 / 212 Helgoland-Fahrten, Charter, Kreuzfahrten
Helgoland 1963 bei Howaldtswerke, Hamburg 1972 verkauft 1500 Helgoland-Fahrten, als Hospitalschiff verchartert
Jan Molsen (2) 1968 2025 verkauft 300 Zuletzt Werksverkehr/Charter. Im April 2025 ausgemustert und verkauft.
Hans Albers 1968 1986 verkauft
Carl Kircheiss 1969 1976 verkauft
Westerland 1971 1982 verkauft
Helgoland 1972 1982 verkauft 1000
Astor 1980 1985 verkauft Ausflugsfahrten nach Rostock DDR
Max Brauer 1980 2015 verkauft
Adolph Schönfelder 1981 2007 verkauft
Warsteiner Queen 1995 Charterende

Typschiffe

Die HADAG betrieb Ende der 1940er Jahre einen Schiffspark von 51 verschiedenen Schiffstypen. Das Durchschnittsalter der Schiffe betrug 30 Jahre. Diese Flotte ließ sich nicht wirtschaftlich betreiben und wurde durch standardisierte Schiffstypen, die sogenannten Typschiffe, ersetzt. In den 1950er Jahren entstanden fünf Schiffstypen, von denen insgesamt 40 Schiffe gebaut wurden. Die Fährschifftypen II und III prägten mit einer Stückzahl von zusammen 28 Schiffen und ihrem einheitlichen Aussehen das Bild des Hafens und der typischen Hamburger Hafenfähre jahrzehntelang bis in die 1990er Jahre.

Literatur

  • HADAG-Pressestelle: Seit 115 Jahren bringt die HADAG die Pendler sicher über die Elbe. Presseinformation, Hamburg 10. April 2002 (PDF (Memento vom 22. Februar 2012 im Internet Archive); 86 kB).
  • HADAG Seetouristik und Fährdienst: Schiffspark 2007. Hamburg 27. Juni 2007 (hadag.de (Memento vom 31. Januar 2012 im Internet Archive) [PDF; 6 kB]).
  • HADAG Seetouristik und Fährdienst: Unsere Flotte (Memento vom 22. August 2010 im Internet Archive). Abgerufen am 1. Januar 2009.
  • Arnold Kludas: Hundert Jahre HADAG-Schiffe 1888–1988. Koehlers Verlagsgesellschaft, Herford 1988, ISBN 3-7822-0446-8.
  • Fritz J. Kröger: 125 Jahre HADAG Die Stadt Hamburg als Unternehmer. Koehlers Verlagsgesellschaft, Hamburg 2013, ISBN 978-3-7822-1073-7.
  • Olaf Marcinkowski: Die heutigen Schiffe der HADAG. In: Hamburger Nahverkehrsnachrichten, 52. Jg., Nr. 1/2005, Verein Verkehrsamateure und Museumsbahn e. V., Hamburg 2005, ISSN 0179-3721, S. 10–13.
  • Jan Mordhorst (Red.): Die grüne Flotte. Die Geschichte eines Verkehrsmittels. In: Bemerkenswertes aus der Hansestadt. Hamburger Klönschnack. Nr. 1. Klaus-Schümann-Verlag, Hamburg September 2002.
  • Christian Müller: Die Grün-Weiße Hamburgensie – 120 Jahre HADAG. Hrsg. von HADAG Seetouristik und Fährdienst AG.
  • Thomas Wägener: HADAG feiert 125-jähriges Bestehen. In: Hansa, Heft 9/2013, ISSN 0017-7504, S. 88–90.

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