Horta Inta-A Na Man, auch Horta Nta Na Man und Horta N’Tam (geboren um 1960) ist ein bissau-guineischer General, der seit dem 27. November 2025 als Übergangsstaatsoberhaupt seines Landes fungiert. Er steht zugleich dem von den Putschisten gebildeten „Alto Comando Militar para a Restauração da Segurança Nacional e Ordem Pública“ vor, das die Übergangsperiode politisch anführt. Er wurde nach einer Machtübernahme des Militärs, das sich auf einen angeblich vereitelten Plan zur Wahlmanipulation und Destabilisierung des Landes berief, als Leiter einer einjährigen Übergangsregierung eingesetzt. Er ist ein Offizier aus dem engeren Umfeld des gestürzten Präsidenten Umaro Sissoco Embaló und wurde zum Chef des Heeres berufen.
Leben und Wirken
Horta Inta-A wurde in den 1960er Jahren in der Ethnie der Balanta geboren, einer Ethnie, der viele Militärs in Guinea-Bissau angehören. Während der Zeit des Kalten Krieges erhielt er seine militärische Ausbildung in der Sowjetunion, wo er Radiokommunikation studierte.
Horta Inta-A machte innerhalb der Streitkräfte Guinea-Bissaus Karriere, war zunächst in der Präsidialgarde tätig und wurde später Kommandeur der Guarda Nacional. Als Kommandeur des Bataillons der Präsidialgarde war er bis zum 1. Februar 2022 für den Schutz des Regierungssitzes verantwortlich. Nach einem Angriff auf den Palast wurde er zum Kommandanten der Guarda Nacional ernannt und im Zuge dessen zunächst zum Brigadegeneral und 2023 zum Generalmajor befördert. Im September 2023 berief ihn Präsident Embaló zunächst zum erstmals geschaffenen Chef des persönlichen Generalstabs des Präsidenten und wenig später zum Chef des Heeres.
Bei den Präsidentschaftswahlen vom 23. November 2025 in Guinea-Bissau beanspruchten sowohl der bisherige Präsident Embaló als auch der unabhängige Kandidat Fernando Dias noch vor Bekanntgabe offizieller Ergebnisse den Sieg. Kurz darauf erklärte eine Gruppe von Offizieren im staatlichen Fernsehen, sie habe die Macht übernommen, setzte staatliche Institutionen und den laufenden Wahlprozess aus und begründete dies mit einem vereitelten Komplott zur Wahlfälschung unter Einbeziehung eines bekannten Drogenhändlers. Die Militärführung schloss vorübergehend die Grenzen, verhängte eine nächtliche Ausgangssperre und präsentierte sich als Hüterin der verfassungsmäßigen Ordnung. Am 27. November 2025 legte Horta Inta-A im Hauptquartier der Armee in Bissau den Amtseid ab und übernahm als Übergangspräsident offiziell die Staatsführung für eine auf ein Jahr angelegte Periode. Während die Militärführung seine Einsetzung als notwendigen Schritt zur Stabilisierung und zur Wiederherstellung rechtsstaatlicher Abläufe darstellt, sehen Kritiker darin vor allem eine Operation zur Sicherung der bisherigen Machtverhältnisse und zur Verhinderung eines möglichen Wahlsieges der Opposition. Internationale Akteure wie die Afrikanische Union, die westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS und Portugal verurteilten den Eingriff der Streitkräfte, forderten die Freilassung Embalós und anderer Festgesetzter und mahnten die Respektierung des Wahlprozesses sowie eine Rückkehr zur verfassungsmäßigen Ordnung an.
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