Jahrbuch Öffentliche Sicherheit

Das Jahrbuch Öffentliche Sicherheit (kurz: JBÖS) ist eine wissenschaftliche Sammelband‑Reihe im deutschsprachigen Raum, die sich mit Fragen der öffentlichen Sicherheit, des Sicherheitsrechts, des Polizeirechts und der Sicherheitsarchitektur befasst. Die Reihe versteht sich als interdisziplinäre Plattform zwischen Rechtswissenschaft, Politikwissenschaft, Soziologie und Kriminologie.

Jahrbuch Öffentliche Sicherheit
— JBÖS —
Beschreibung deutsches Jahrbuch
Fachgebiet Sicherheitsrecht, Sicherheitspolitik
Sprache Deutsch
Verlag Nomos Verlag (seit den 2020er-Jahren); zuvor Verlag für Polizeiwissenschaft
Hauptsitz Baden-Baden
Erstausgabe 2002
Erscheinungsweise jährlich
Herausgeber Martin H. W. Möllers und Robert Chr. van Ooyen
Weblink Jahrbuch Öffentliche Sicherheit auf nomos-shop.de

Herausgeber

Herausgegeben wird das Jahrbuch von Martin H. W. Möllers und Robert van Ooyen. Beide begleiten die Publikation seit den ersten Ausgaben (ab 2002/03) und haben sie zu einer etablierten Reihe der sicherheitswissenschaftlichen Literatur entwickelt. Möllers gilt als Vertreter der angewandten Polizeiwissenschaft, während van Ooyen insbesondere für seine Arbeiten zur verfassungs‑ sowie sicherheitsrechtlichen und politikwissenschaftlichen Theorie der Sicherheit bekannt ist.

Geschichte, Konzept und Rezeption

Das Jahrbuch erschien erstmals Anfang der 2000er Jahre im Verlag für Polizeiwissenschaft. Seit den 2020er Jahren erscheint die Reihe beim Nomos Verlag in Baden-Baden. Die Publikation erscheint in der Regel im jährlichen Rhythmus und widmet sich Themen wie:

  • Entwicklungen in der deutschen und europäischen Sicherheitsarchitektur
  • rechtliche, organisatorische und sicherheitsrechtliche Fragen der Polizei und Sicherheitsbehörden
  • Themen der inneren und äußeren Sicherheit
  • Extremismus, Radikalismus, Terrorismus
  • neue Gefahrenformen und interdisziplinären Ansätzen

Zielgruppe sind Wissenschaft, Verwaltung, Polizei, Politik, Nachrichtendienste und interessierte Öffentlichkeit. Die Beiträge stammen sowohl von Praktikern aus der Sicherheitsverwaltung als auch von Forschenden unterschiedlicher Disziplinen. In Fachkreisen gilt das Jahrbuch als eine der wichtigsten Sammelpublikationen zur öffentlichen Sicherheit im deutschsprachigen Raum. Rezensionen heben die Verbindung von theoretischen Analysen und praktischer Relevanz hervor.

In der Reihe und insbesondere in den Sonderbänden haben zahlreiche renommierte Wissenschaftler und Praktiker Beiträge veröffentlicht, etwa Ino Augsberg, Udo Baron, Hans Peter Bull, Jan-Hendrik Dietrich, Christoph Gusy, Markus Löffelmann, Armin Pfahl-Traughber, Jens Puschke, Samuel Salzborn, Bassam Tibi, Andreas Voßkuhle.

Sonderbände

Ergänzend zur Hauptreihe erscheinen in loser Folge sogenannte Sonderbände (z. B. „JBÖS‑Sonderband“) zu ausgewählten Themen. Beispiele sind:

  • „Jahrbuch Öffentliche Sicherheit – Sonderband 3.4: Das Bundesverfassungsgericht im Politikfeld Öffentliche Sicherheit“
  • „Jahrbuch Öffentliche Sicherheit – Sonderband 9: Nicht erst seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 …“ zur sicherheitspolitischen Debatte
  • Weitere Sonderbände befassen sich mit Themen wie Versammlungen unter freiem Himmel, Reform der Sicherheitsarchitektur, Polizeireform etc.

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