Käte Hamburger Kollegs für geisteswissenschaftliche Forschung

Die Käte Hamburger Kollegs für geisteswissenschaftliche Forschung sind auf Zeit angelegte, geisteswissenschaftliche Forschungseinrichtungen, die sich am Wissenschaftskolleg zu Berlin orientieren, jedoch jeweils einer konkreten, übergeordneten Forschungsfrage oder -thematik nachgehen. Dazu werden international renommierte Wissenschaftler (Fellows) eingeladen, einen längeren Zeitraum in Deutschland frei von sonstigen Verpflichtungen zu forschen. Diese nach der Literaturwissenschaftlerin und Philosophin Käte Hamburger benannten Forschungskollegs werden vier Jahre gefördert, können aber bei positiver Evaluation zwei Mal um weitere vier Jahre verlängert werden.

Hintergrund

Die Schaffung von internationalen Kollegs für geisteswissenschaftliche Forschung ist das zentrale Element der 2007 vom BMBF anlässlich des Jahres der Geisteswissenschaften aufgelegten Initiative Freiraum für Geisteswissenschaften.

Mit der Einrichtung der Kollegs sollen primär folgende Ziele erreicht werden:

  • Eine internationale sowie europäisch sichtbare und wirksame Schwerpunktbildung der deutschen Geisteswissenschaften an den Universitäten voranzutreiben und die Verbindungen zu ausländischen Forschungsschwerpunkten und Einrichtungen zu stärken.
  • Durch weitgehende Freistellung von universitären Verpflichtungen herausragenden Geisteswissenschaftlern persönlichen Freiraum zu gewähren, um selbst gewählten Forschungsfragen nachgehen zu können.
  • Eine Lerngemeinschaft zu ermöglichen, die durch systematische Konfrontation mit anderen Wissenskulturen die eigenen, meist unhinterfragten Selbstverständlichkeiten auf den Prüfstand stellt.
  • International hochrangige Fachkollegen und -vertreter in Forschungsarbeiten an deutschen Universitäten einzubeziehen.
  • Die geisteswissenschaftlichen Methoden – auch kulturvergleichender Forschung – weiterzuentwickeln.
  • Die Kooperation von disziplinärer und regionalspezifischer Forschung an einer gemeinsamen Problemstellung zu verbessern.
  • Die Kooperation in den Geisteswissenschaften unter Einschluss der kleinen Fächer zu intensivieren.

Kollegs

Förderlinie I

  • „Centre for Global Cooperation Research/Käte Hamburger Kolleg“, Universität Duisburg-Essen. Leitung: Sigrid Quack (Universität Duisburg-Essen), Tobias Debiel, Dirk Messner (DIE) und Jan Aart Scholte (Universität Göteborg).

Förderlinie II

(Quelle: )

Seit 2021

  • Käte Hamburger Kolleg für Apokalyptische und Postapokalyptische Studien, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
  • Käte Hamburger Kolleg „Kulturen des Forschens“, RWTH Aachen
  • Käte Hamburger Kolleg „Dis:konnektivität in Globalisierungsprozessen“, Ludwig-Maximilians-Universität München
  • Käte Hamburger Kolleg „Einheit und Vielfalt im Recht“, Westfälische Wilhelms-Universität Münster

Ab 2024

  • Käte Hamburger Kolleg „Heritage in Transformation“, Humboldt-Universität zu Berlin. Designiertes Direktorium: Eva Ehninger und Sharon Macdonald
  • Käte Hamburger Kolleg „Kulturelle Praktiken der Reparation“, Universität des Saarlandes. Designiertes Direktorium: Christiane Solte-Gresser und Markus Messling

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