Kaiser-Wilhelm- und Ratsgymnasium Hannover

Das Kaiser-Wilhelm- und Ratsgymnasium (kurz: KWR) ist ein 1995 aus dem Ratsgymnasium und dem Kaiser-Wilhelm-Gymnasium (KWG) fusioniertes humanistisches Gymnasium in Hannover.

Kaiser-Wilhelm- und Ratsgymnasium
Schulform Humanistisches Gymnasium
Gründung Ratsgymnasium: 1348
Kaiser-Wilhelm-Gymnasium: 1875
Adresse Seelhorststraße 52
30175 Hannover
Land Niedersachsen
Staat Deutschland
Koordinaten 52° 22′ 41″ N, 9° 45′ 44″ OKoordinaten: 52° 22′ 41″ N, 9° 45′ 44″ O
Leitung Ruth Völker
Website www.kwr-hannover.de

Geschichte

Durch Schülerschwund hatte das Ratsgymnasium allein kaum Zukunft und zog 1994 nach langen Querelen mit der Stadt Hannover zur Rettung der altsprachlichen Ausrichtung in das Gebäude des Kaiser-Wilhelm-Gymnasiums; 1995 vereinigten sich beide Schulen nach einigen Auseinandersetzungen zum Kaiser-Wilhelm- und Ratsgymnasium (KWR), was das lange Nebeneinander beendete. Als Symbol der Vereinigung kann die Statue der „Sophia“ auf dem Pausenhof des KWR dienen, die in den 1950er Jahren entstand und ursprünglich am ehemaligen Gebäude des Ratsgymnasiums stand.

1998 stiegen die Schülerzahlen leicht. Das Kaiser-Wilhelm- und Ratsgymnasium hatte damals 516 Schüler. Bei der Einführung des Zentralabiturs in Niedersachsen im Jahre 2006 hatte das Kaiser-Wilhelm- und Ratsgymnasium den besten Abiturnotenschnitt (2,1) des Landes.

Ratsgymnasium

Das hannoversche Ratsgymnasium führt seine Geschichte auf die 1262 erstmals urkundlich erwähnte schola in Honovere zurück. Der Rat der Stadt erteilte 1315 die Erlaubnis, ein Schulgebäude an der Marktkirche zu errichten. 1348 erwarb die Stadt die Schule und alle Rechte („Se mogen ok mer Scole maken binnen der stadt, icht se willet“) und suchte fortan die rectores für ein Jahr aus.

Die Schule bereitete auf kirchliche und weltliche Karrieren vor und lehrte dazu Latein, Sprechen und Schreiben, Rhetorik und Gesang. Sie finanzierte sich und den rector, der einziger Lehrer für alle drei Klassenstufen war, durch Schulgeld. Arme Kinder bildeten Bettelchöre und traten für ihr Schulgeld öffentlich auf.

Als der Rat 1532 einen protestantischen Lehrer entließ und deswegen gestürzt wurde, wurde Hannover zum „Hort des Luthertums“. Die Schule bekannte sich zum Humanismus. 1578 brannte das Schulgebäude nieder. 1597 hatte die Schule 800 Schüler (einige darunter aus Bremen) und es erfolgte die Gründung einer Stiftung für mittellose Schüler.

1598 wurden in einer Schulordnung Glücksspiel, Baden im Freien, Schneeballwerfen, Trinken und Tragen bunter Kleider verboten. Im 17. Jahrhundert wurde Plattdeutsch erlaubt und den Schülern Zeit zur Erholung gegeben. Die Schülerzahl sank in der Folgezeit, vor allem, weil das Deutsche durch die Aufklärung Latein verdrängt und Adlige und Bürger Privatlehrer unterhielten – die Sozialstruktur veränderte sich. 1708 wurde eine neue Schulordnung erlassen, in der Lüge, Naschsucht, Unzucht und mangelnde Reinlichkeit verboten wurden.

1759 besuchten die Schule nur noch 65 Schüler, woraufhin sich 1765 im Lyzeumsgebäude eine Realschule mit Rechnen, Architektur, Haushalten einrichtete. 1774 stieg die Schülerzahl wieder auf 120. 1803 erfolgte der Einzug ins frühere Kaffeehaus Vauxhall am Friederikenplatz. 1812 wurde mit Französisch die erste moderne Fremdsprache in den Lehrplan aufgenommen. Im Anfang des 19. Jahrhunderts wurden acht Klassenstufen, Stundenglocken und wöchentliche Konferenzen eingeführt, Gewalt wurde verboten.

1847 wurde das alte Schulhaus abgerissen, um dem König freie Sicht auf den Waterlooplatz zu gewährleisten. Der Neubau wurde 1854 eingeweiht. Die Wilhelminisierung des städtischen Lyzeums nach der Annexion durch Preußen lässt sich an den Feieranlässen ablesen: Schlachtengedenk- und Monarchengeburtstage wurden mit allem Pomp zelebriert und die 1898 stattfindende 550-Jahr-Feier dehnte sich über vier volle Tage aus, mit Theater, Illumination der Schule, Schauturnen, Festessen und Ball.

1871 wurde das Lyzeum II von der traditionsreichen Schule abgespalten.

1912 wurde das Lyzeum I der Stadt in Ratsgymnasium Hannover (RGH) umbenannt. Seither bestanden das 1875 gegründete (siehe unten) Kaiser-Wilhelm-Gymnasium und das Ratsgymnasium nebeneinander, quasi als „Konkurrenzunternehmen“, was heutzutage kaum noch nachzuvollziehen ist: zwei Schulen mit gleichem, auf Alte Sprachen konzentrierten Profil, nicht allzu weit voneinander entfernt.

Nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten 1933 wurde der vom Dienst suspendierte RGH-Altsprachenlehrer Bernhard Rust Erziehungsminister. Das Bildungsniveau sank; die Schulzeit wurde um ein Jahr gekürzt, die alten Sprachen an den Rand gedrängt und Tacitus’ „Germania“ Pflichtlektüre. Viele Stunden fielen nationalsozialistischen Ereignissen zum Opfer.

1935 lehnten Schüler der Untertertia ihren Geschichtslehrer wegen dessen nationalsozialistischer Einstellung ab. Er wurde entlassen; das Ratsgymnasium blieb einigermaßen kritisch und selbstbestimmt. 1937 bestand der letzte jüdische Schüler (Israel Schul) dort sein Abitur. Bei Beginn des Zweiten Weltkriegs 1939 wurden zum Krieg taugliche Lehrer eingezogen. Ab 1943 wurden ältere Schüler ohne Notabitur rekrutiert und erhielten ein Abgangszeugnis mit „Reifevermerk“. Sie arbeiteten oder wurden als „Flakhelfer“ eingesetzt.

Bei den Luftangriffen auf Hannover wurde das Schulgebäude am 8. Oktober 1943 in weiten Teilen zerstört. 1945 hatte das Ratsgymnasium 164 Gefallene und 13 Opfer des NS-Regimes zu beklagen. In der folgenden Notzeit fehlten viele Lehrer und Schüler. Durch altertümliche Lehrmittel war der Unterricht beschränkt (unter anderem gab es in den noch vorhandenen Schulgebäuden Schichtbetrieb). Viele Schüler waren unterernährt und tuberkulosegefährdet.

1954 wurde das neue Gebäude des Ratsgymnasiums am Schützenplatz Hannover, heute International School Hannover Region, eröffnet. Zur gleichen Zeit wurde die Schülermitbestimmung eingeführt.

Am Ratsgymnasium war spätestens 1969 die Koedukation eingeführt worden, allerdings mit der Einschränkung, dass Mädchen in der 5. Klasse mit Latein als Erstsprache beginnen mussten. 1978 gab es sowohl am Ratsgymnasium als auch am Kaiser-Wilhelm-Gymnasium das letzte Abitur vor Einführung der Orientierungsstufe. Allerdings begannen nach Einführung der Orientierungsstufe in Niedersachsen die Gymnasien erst mit der siebten Klasse, was gerade für die alten Sprachen enorme Probleme bereitete.

Es bestand eine Patenschaft zum Stadtgymnasium Altstadt-Kneiphof (Königsberg), das 1923 aus der Vereinigung des Kneiphöfischen und des Altstädtischen Gymnasiums in Königsberg (Preußen) entstanden war.

Anlässlich des 725-jährigen Bestehens des Ratsgymnasiums hielt Ernst Gottfried Mahrenholz als ehemaliger Schüler am 22. August 1992 die Festrede.

Kaiser-Wilhelm-Gymnasium

Das „Kaiser-Wilhelm-Gymnasium“ (KWG) wurde 1875 als einzige preußische Schule in Hannover, einer ehemaligen Hochburg der Welfen, gegründet. 1881 zog es in sein neues Schulgebäude in der Straße Am Gefangenenhause. Da diese Straße nach dem nördlich gegenüber liegenden und von hohen Mauern umgebenen Gerichtsgefängnis benannt war, wurde sie auf Drängen des Direktors in Leonhardtstraße umbenannt. Die Schülerzahl stieg schnell an.

Für die Entwicklung während der Zeit des Nationalsozialismus gilt ähnliches wie beim Ratsgymnasium. Als ein ausländischer Schüler einen Pressefreiheit-Aufsatz schrieb, wurde der Gymnasiumsdirektor Hoesch fast entlassen. Er hatte angekündigt, die Schule „niemals im Sinne einer Partei, sondern nach pädagogischen Gesichtspunkten leiten“ zu wollen. Während des Zweiten Weltkrieges fielen 206 Schüler des Kaiser-Wilhelm-Gymnasiums. Für die Nachkriegszeit muss man allerdings von einer unterlaufenen Entnazifizierung sprechen, wie der Erziehungswissenschaftler Achim Leschinsky in einer Auseinandersetzung mit dem Kaiser-Wilhelm-Gymnasium und den dort lehrenden Akteuren wie dem Schulleiter Erich von Drygalski (* 19. Dezember 1901) und seinen alten Kameraden von der Napola Ilfeld und der Napola Schulpforta dargestellt hat.

Auch das Gebäude des Kaiser-Wilhelm-Gymnasiums wurde durch die Luftangriffe auf Hannover im Zweiten Weltkrieg zerstört. Als Ausweichquartier wurde zunächst die Humboldtschule bezogen. Zwischen 1952 und 1956 erfolgte der Neubau des Gymnasiums in der Seelhorststraße nahe dem Zoo Hannover und der Stadthalle Hannover.

1950 hatte das Kaiser-Wilhelm-Gymnasium wieder etwa 500 Schüler, 1957 stieg die Zahl auf 825. In den 1960er Jahren arbeiteten Schüler am 1. Juni beim Versandhandel Bauern für „Pakete in die Zone“, wobei das Kaiser-Wilhelm-Gymnasium oft ein Drittel des Geldes aus Hannover beisteuert. Durch die Studentenproteste der späten 1960er wurde die Schülerschaft politisiert. Anfang der 1970er Jahre kamen Forderungen nach Mitsprache bei Zensuren, freier Fächerwahl und Sexualkunde auf. 1971 beschloss die Gesamtkonferenz am Kaiser-Wilhelm-Gymnasium die Einführung der Koedukation. Zuvor bestand in Hannover für Mädchen nur an der Sophienschule ein altsprachlicher Zweig. 1974 hatte das Kaiser-Wilhelm-Gymnasium 619 Schüler bei wachsendem Lateinanteil. Der Unterricht wurde so gründlich wie noch nie verändert: Schon Mitte der 1960er Jahre erschienen am Kaiser-Wilhelm-Gymnasium neue Schulbücher aus dem Kreis des Kollegiums wie von Horst Holtermann, Hans Gappa und Heinz Papenhoff (später Direktor am Ratsgymnasium) oder Hans Baumgarten; diese legten Wert auf Sprachreflexion. Der Ansturm auf die humanistischen Gymnasien war damals so groß, dass die Stadt überlegte, ein weiteres einzurichten.

Ehemaligenklasse und Schulstiftung

An der Schule existiert neben dem „Ehemaligenverein“ eine aktive „Ehemaligenklasse“. Es handelt sich um eine Einrichtung mit langer Tradition, die vom KWG übernommen wurde. Eine weitere Besonderheit ist die seit Herbst 2008 bestehende KWR-Stiftung.

Personen

Lehrer

  • Johann Glandorp (1501–1564), Leiter der Lateinschule 1551–1555, Humanist, Pädagoge, Dichter, evangelischer Theologe und Reformator
  • Georg Scharnikau (Scarabaeus) (1505–1558), erster evangelischer Prediger in Hannover und ab 1527 Rektor der Ratsschule
  • Andreas Crappius (1542–1623), Kantors an der Lateinschule 1568–1616, Musiklehrer und Kirchenliedkomponist
  • Ludolf Lange (1547–1626), Konrektor der Lateinschule 1572–1574, Geistlicher, Chronist und Pädagoge
  • Heizo Buscher (1564–1598), Schüler, Konrektor ab 1589, Rektor ab 1591, evangelischer Geistlicher, Philosoph, Mathematiker
  • Nicolaus Ottonis (1592–1649), Subkonrektor der städtischen Schule ab 1617, Konrektor ab 1625, evangelischer Pastor und Pädagoge
  • Andreas Niemeier (vor 1594–1626), Konrektor der städtischen Schule, evangelischer Geistlicher
  • Johann Strube (1600–1638), Rektor der Stadtschule ab 1626/27, Pädagoge
  • Eberhard Baring (1608–1659), Konrektor der Hohen Ratsschule 1641, Rektor 1643–1649, Theologe, Pädagoge und Universalgelehrter
  • Mento Deichmann (1610–1649), Schüler, drei Jahre lang Subconrektor der Lateinschule der Stadt Hannover bis 1641, evangelischer Geistlicher
  • Justus Müller (1617–1678), als Nachfolger von Eberhard Baring Rektor der Stadtschule bis 1678
  • Anton Steding (1621–1698), Subrektor, evangelischer Theologe
  • Johannes Otto (vor 1647–1691), Subkonrektor 1664, Konrektor 1676, Rektor der Stadtschule ab 1683–1691
  • Johann Ludolf Bünemann (1687–1759), Philologe und Literaturhistoriker, Rektor ab 1739
  • Johann Samuel Müller (1701–1773), Konrektor 1730–1732
  • Ludwig Wilhelm Ballhorn (1730–1777), Direktor 1759–1774, Superintendent
  • Heinrich Philipp Sextro (1746–1838), Rektor des Lyceums 1772, lutherischer Theologe
  • Friedrich Christian Rühlmann (1753–1815), Leitung des hannoverschen Lyceums ab 1781, Rektor ab 1782, Direktor 1784–1815, Pädagoge
  • Jacob Struve (1755–1841) war von 1785 bis 1791 Rektor des Gymnasiums
  • Friedrich Ernst Ruhkopf (1760–1821), Direktor des Lyzeums, gab fünf Seneca-Bände heraus und war Mitglied der Königlichen Gesellschaft der Wissenschaften in Göttingen
  • Georg Friedrich Grotefend (1775–1853), Direktor des Lyzeums von 1821 bis 1849, entschlüsselte kombinatorisch die persepolitanische Keilschrift, ohne Persisch zu kennen, schrieb zwei Lateingrammatiken und gründete den Verein für deutsche Sprache, wo er Jacob Grimm traf
  • Ernst Friedrich Wilhelm Bödeker (1779–1825), 1807 Subrektor, 1817 Konrektor, Dichter und Schriftsteller
  • Gottlob Christian Crusius (1785–1848), Kantor am Lyzeum 1816, auch Lehrer für alte Sprachen, Subrektor 1826, später philologischer Lehrer bis 1843
  • Michael Friedrich Oppermann (1800–1883), Lehrer ab 1825, Geograph und Pädagoge
  • Raphael Kühner (1802–1878), Gymnasiallehrer der Alten Sprachen und später als „Rektor“ stellvertretender Schulleiter des Lyzeums bis 1863.
  • Wilhelm Kretschmer (1806–1897), Zeichenlehrer im Jahr 1864
  • Theodor Wittstein (1816–1894), Mathematik- und Physik-Lehrer 1842–1844, Mathematiker
  • Wilhelm Pieper (1826–1898), zuvor in London zeitweiliger Privatsekretär von Karl Marx, später am Ratsgymnasium
  • Carl Engelke (1835–1912), Zeichenlehrer, Maler, Zeichner und Bildhauer
  • Richard Wachsmuth (1840–1910), erster Direktor des KWG
  • Carl Capelle (1841–1912), Lehrer 1863–1871 und ab 1872, Direktor 1879–1905, Klassischer Philologe
  • Adolf Köcher (1848–1917), Lehrer, erhielt Orden für Vorträge bei Wilhelms II. Nordlandfahrten, Geheimrat
  • Ernst Kohlrausch (1850–1923), Lehrer, Erfinder des chronofotografischen Apparats zur Reihenfotografie
  • Ernst Schrader (1852–1911), Lehrer und Schriftsteller
  • Wilhelm Prinzhorn (1859–1946), Direktor, Provinzialschulrat im preuß. Kultusministerium
  • Rudolf Graefenhain (1867–1940), Direktor, vorher Erzieher des Prinzen zu Schaumburg-Lippe
  • Ludwig Mollwo (1869–1936), Oberlehrer ab 1916, Historiker und Hochschullehrer
  • Bernhard Rust (1883–1945), Lehrer (Altsprachen) am Ratsgymnasium ab 1911, 1925 Gauleiter Hannover-Nord, 1933 bis 1945 Reichserziehungsminister (1883–1945)
  • Hans Wohltmann (1884–1968), Lehrer ab 1915, Historiker, Brüder-Grimm-Preisträger, Stader Ehrenbürger und ab 1926 Direktor des Athenaeum Stade
  • Gerhard Bonwetsch (1885–1956), Lehrer, Historiker, Schulbuchautor und Schulleiter am Stadtgymnasium Detmold
  • Karl Gerth (1889–1973), Seminarjahr 1913/14, Klassischer Philologe, Historiker und Gymnasialdirektor
  • Rolf Hartung (1908–1995), Kunsterzieher am KWG (ab 1967 Werkkunstschule Hannover), Maler und Autor
  • Heinz Papenhoff (1931–2000), Altphilologe und Gymnasiallehrer ab 1956 am KWG, ab 1972 Direktor am Ratsgymnasium
  • Achim Block (1932–2019), Altphilologe und Politiker, von 1956 bis 1969 am KWG
  • Dietrich Helms (1933–2022), Studienreferendar ab 1958, Studienassessor (Gymnasiallehrer) am KWK ab 1960, Grafiker, Maler, Objektkünstler und Professor
  • Bernhard H. F. Taureck (* 1943), Lehrer, Philosoph und Professor an der Technischen Universität Braunschweig
Weitere mit der Schule verbundene Personen

  • Claudia Rimkus (* 1956), Schulsekretärin, Autorin
Vor 1800 geborene Schüler

  • Johannes Schele (≈1385/90–1439), 1407 Sekretär Kaiser Sigismunds, dann Bischof von Lübeck
  • Reiner Reineccius (1541–1595), erster Geschichtsprofessor in Helmstedt
  • Heinrich Bünting (1545–1606), evangelischer Theologe, Geograph und Chronist
  • Johann Stucke (1587–1653), Jurist und Politiker
  • Conrad Bodenstab (1588–1657), Fürstlich Braunschweig-Lüneburgischer Amtsschreiber, Bürger, Brauer, Diakon und Provisor an der Aegidienkirche in Hannover
  • Hieronymus Praetorius (1595–1651), lutherischer Geistlicher, Theologe, Physiker und Hochschullehrer
  • Joachim Carstens (1596–1673), Jurist und Syndicus der Hansestadt Lübeck
  • David Erythropel (1604–1661), evangelischer Theologe, Magister, Rektor und Schriftsteller
  • Georg Erythropel (1607–1669), evangelischer Theologe
  • Martin Erythropel (1610–1655), evangelischer Theologe
  • Melchior Ludolph Sattler (1618–1676), evangelischer Geistlicher
  • Balthasar Hoyer (1623–1676), Jurist, Herzoglich Braunschweig-Lüneburgischer Hof-, Kammerrat und Kammermeister
  • Justus Henning Böhmer (1674–1749), Rechtswissenschaftler, Kirchenrechtsgelehrter, Geheimer Rat, Hofrat und Hofpfalzgraf sowie Regierungskanzler des Herzogtums Magdeburg
  • Georg Christoph Dahme (1737–1803), lutherischer Theologe und Generalsuperintendent
  • Christian Philipp Iffland (1750–1835), Bürgermeister von Hannover
  • Georg Christoph Schlüter (* ca. 1750–1824), Buchdrucker und Verleger
  • Ernst Friedrich Hektor Falcke (1751–1809), Jurist, Kommunalpolitiker und Bürgermeister von Hannover, Hofrat und Schriftsteller
  • Karl Philipp Moritz (1756–1793), Schriftsteller des Sturm und Drang, Wegbereiter des psychologischen Entwicklungsromans mit Anton Reiser, einem autobiographischen Werk, das seine Schulzeit verarbeitet
  • August Wilhelm Iffland (1759–1814), geboren im Leibnizhaus, Schauspieler, „Publikumsliebling seiner Zeit“ und Intendant des Berliner Nationaltheaters; nach ihm ist die Schauspieler-Ehrung „Iffland-Ring“ benannt
  • Johann Friedrich Wiese (1761–1824), Verwaltungsjurist
  • August Ludwig Hoppenstedt (1763–1830), lutherischer Theologe, Abt und Generalsuperintendent
  • Georg Friedrich Hildebrandt (1764–1816), Gelehrter
  • Heinrich Julius Ludwig Assmann (1766–1839), lutherischer Theologe und Pastor
  • August Wilhelm Schlegel (1767–1845), Dichter, gründet mit Bruder Friedrich, der nicht zum Lyzeum geht, weil seine Eltern ihn für weniger begabt halten, einen Kreis mit Novalis, Schelling, Brentano und schafft die literaturtheoretische Grundlage der Romantik
  • Adolf Johann Gustav Arenhold (1769–1854), Amtsschreiber und Geheimer Kanzleirat, Hofrat, Kabinetts- und Innenminister des Königreichs Hannover
  • Carl Wilhelm Hoppenstedt (1769–1826), Rechtswissenschaftler und Hochschullehrer, Generalsekretär des Kabinettministeriums im Königreich Hannover
  • August Konrad Münchmeyer (1771–1833), evangelischer Pastor, Pädagoge und Superintendent
  • Friedrich Ernst Ballhorn-Rosen (1774–1855), Jurist und lippischer Kanzler
  • Georg Ernst Friedrich Hoppenstedt (1779–1858), Stadtdirektor von Hannover
  • Friedrich Kohlrausch (1780–1867), Pädagoge und Königlich Hannoverscher Generalschuldirektor
  • Wilhelm Blumenhagen (1781–1839), Arzt und Schriftsteller
  • Georg August Friedrich Goldmann (1785–1855), Gymnasiallehrer und Philologe, lutherischer Pfarrer und Autor
  • Wilhelm Ernst von Beaulieu-Marconnay (1786–1859), Oldenburgischer Geheimer Rat und Vorsitzender im Oldenburgischen Staatsministerium
  • Johann Heinrich Friedrich Schlotheuber (1789–1866), Bryologe
  • Friedrich Voigts (1792–1861), Steuerinspektor, Schriftsteller und Freimaurer
  • Johann Georg Conrad Oberdieck (1794–1880), lutherischer Pfarrer und einer der bedeutendsten deutschen Pomologen
  • Ludwig Georg von Lüpke (1795–1865), Jurist und Direktor der Staatslotterie des Königreichs Hannover
  • Heinrich Bergmann (1799–1887), Offizier, Hochschulkurator, Verwaltungsjurist, Konsistorialdirektor und Kultusminister
  • Georg Wilhelm Glünder (1799–1848), Offizier, Autor und Herausgeber, zweiter Direktor an der Polytechnischen Schule in Hannover
  • August Wilhelm Papen (1799–1858), Militäringenieur, Geodät und Kartograf
1800 bis 1870 geborene Schüler

  • Theodor Braun (1802–1887), Reifeprüfung 1821, Kultusminister des Königreichs Hannover, Mitglied der Zweiten Kammer der Hannoverschen Ständeversammlung und Landdrost in Stade
  • August Heinrich Andreae (1804–1846), Hannoverscher Maler und Stadtarchitekt
  • Ernst von Malortie (1804–1887), Jurist, Oberhofmarschall und leitender Minister des Königreichs Hannover, Autor und Gastrosoph
  • Rudolf Wiegmann (1804–1865), Architekt, Professor und Sekretär an der Düsseldorfer Kunstakademie, Sekretär des Kunstvereins für Rheinland und Westfalen, Architekturmaler, Grafiker, Radierer, Lithograph, Illustrator und Kunstschriftsteller
  • Eduard Freiherr von Schele (1805–1875), Ministerpräsident des Königreichs Hannover und Generalpostmeister in Frankfurt am Main
  • Ernst Hantelmann (1806–1890), Rechtsanwalt und liberaler Politiker, Oberbürgermeister von Emden, Reichstagsabgeordneter, Mitglied des Zollparlaments, Mitglied der Zweiten Kammer der Ständeversammlung des Königreichs Hannover
  • Johann Hermann Detmold (1807–1856), Jurist, Politiker in der deutschen Nationalversammlung, Zeichner und Schriftsteller, Reichsjustizminister
  • Hermann von Malortie (1807–1866), Theaterdirektor in Hannover
  • Alexander Levin von Bennigsen (1809–1893), hannoverscher Staatsmann
  • Christian Friedrich Jahns (1810–nach 1868), Lehrer und Schulbuch-Autor
  • Heinrich Kümmel (1810–1855), Bildhauer des Spätklassizismus
  • Carl Ludwig Capelle (1811–um 1857), Philologe, Gymnasiallehrer, Subkonrektor
  • Hermann Klencke (1813–1881), Militärarzt, Privatgelehrter und Schriftsteller
  • Adolph Leonhardt (1815–1880), Justizminister im Königreich Hannover und später in Preußen
  • Gustav Heinrich Seffer (1816–1876), evangelischer Pastor, Schulrat, Publizist und Oberschulinspektor
  • Carl Haase (1817–1877), Jurist, Kriegsrat, Regierungsrat, Ministerialbeamter und Astronom
  • Eduard Meyer (1817–1901), Jurist, Senatspräsident am Oberlandesgericht Celle, Mitglied des Preußischen Herrenhauses
  • Wilhelm Roscher (1817–1894), Historiker und Ökonom, Begründer der älteren Historischen Schule der Nationalökonomie
  • Ludwig Brüel (1818–1896), Jurist und Politiker (DHP), Reichstagsabgeordneter, Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses
  • Wilhelm Albrecht (1821–1896), Gutsbesitzer und Mitglied des deutschen Reichstags
  • Karl Günther (1822–1896), Tiermediziner
  • Christoph Gustav Mittendorff (1822–1847), Historiker
  • Rudolf von Bennigsen (1824–1902), Führer der Nationalliberalen, Gegenspieler Bismarcks, 1888 Präsident der Provinz Hannover
  • Georg von Holle (1825–1893), Pflanzen- und Insektenkundler, Privatgelehrter und Privatdozent, adliger Gutsbesitzer und Brombeerzüchter
  • Ludwig Lange (1825–1885), Philologe und Archäologe
  • Eduard Marcard (1826–1892), Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses
  • Adolf Sievert (1826–1893), Jurist, Regierungsrat, „Altertumssammler“ und Heimatforscher
  • Georg Lodemann (1827–1893), Verwaltungsjurist
  • Meyer Kayserling (1829–1905), Rabbiner und Historiker
  • Georg Meissner (1829–1905), Anatom und Physiologe, Entdecker der nach ihm benannten Hauttastkörperchen
  • Georg Merkel (1829–1898), Oberbürgermeister der Stadt Göttingen
  • August Tewes (1831–1913), Rechtswissenschaftler und Hochschullehrer
  • Walrab von Wangenheim (1831–1909), Rittergutsbesitzer, Offizier und Mitglied des Deutschen Reichstags
  • Hermann von Mertens (1832–1900), preußischer Generalmajor
  • August Jugler (1833–1888), Abitur 1852, Jurist und Heimatforscher
  • August Ubbelohde (1833–1898), Rechtswissenschaftler, Mitglied des Preußischen Herrenhauses
  • Karl Hoppenstedt (1834–1910), Abitur 1853, Jurist, Richter und der erste Präsident des Landgerichts Lübeck
  • Friedrich Buchholz (1835–1911), preußischer Generalmajor und Kommandant von Glatz
  • Carl Ludwig von Bar (1836–1913), Straf- und Völkerrechtslehrer, Mitbegründer der Lehre vom internationalen Privatrecht und der Adäquanztheorie
  • Georg Bühler (1837–1898), Indologe
  • Adolf von Tschirschnitz (1837–1912), Geheimer Regierungsrat und Landrat des Kreises Sonderburg
  • Bernhard Baurschmidt (1839–1906), Verwaltungsjurist und Reichstagsabgeordneter
  • Theodor von Malortie (1844–1930), sächsischer Generalmajor und Oberhofmeister der Königin Carola von Sachsen
  • Julius Wellhausen (1844–1918), Theologe
  • Franz Adickes (1846–1915), Oberbürgermeister von Frankfurt am Main
  • Benno Sabarth (1849–1935), Abitur 1866, Reichsgerichtsrat
  • Louis Ernst Grünewald (1851–1933), Kaufmann und Aufsichtsratsvorsitzender der Vereinsbrauerei Herrenhausen
  • Clamor Neuburg (1851–1927), Statistiker und Staatswissenschaftler
  • Georg Lichtenberg (1852–1908), nationalliberaler Politiker, Landesdirektor/Landeshauptmann in der Verwaltung der Provinz Hannover und Bürgermeister von Linden
  • Barend Sijmons (1853–1935), Philologe
  • Wilhelm Ferdinand Brand (1854–nach 1943), Schriftsteller und Journalist
  • Hans Eyl (1854–1913), Stadtsyndikus und stellvertretender Stadtdirektor von Hannover
  • Wilhelm Hoyer (1854–1932), Geologe und Ingenieur
  • Carl Küster (1854–1913), Kaufmann, Redakteur, Buchdrucker
  • Heinrich Tramm (1854–1932), Stadtdirektor von Hannover
  • Karl von Ilsemann (1856–1930), preußischer Generalleutnant
  • Otto Crusius (1857–1918), Klassischer Philologe
  • Max Devrient (1857–1929), Wiener Hofburg-Schauspieler, -Oberregisseur
  • Heinrich Hagen (1857–1929), Abitur 1876, Landrat und Abgeordneter des Provinziallandtages der preußischen Provinz Hessen-Nassau
  • Georg von Dannenberg (1858–1931), Jurist, Redakteur und Mitglied des Deutschen Reichstags
  • Felix Berthold (1859–1909), Stabs- und Garnisonarzt, Fabrikant
  • Adolf von Bennigsen (1860–1902), Jurist, Gutsbesitzer und Landrat des Kreises Springe
  • Georg König (1861–1938), Verwaltungsjurist, Oberbürgermeister von Lüneburg und Abgeordneter des Provinziallandtages von Hannover
  • August Leverkühn (1861–1927), Jurist, Mitglied der Lübecker Bürgerschaft
  • Otto Strecker (1862–?), Senatspräsident am Reichsgericht
  • Wilhelm Dusche (1863–1947), Abitur 1884, Politiker (DVP), Mitglied der Weimarer Nationalversammlung, Reichstagsabgeordneter
  • Hermann Valentin (1863–1913), Landtagsabgeordneter im Fürstentum Lippe
  • Ernst Wegener (1863–1945), Jurist und Politiker
  • Wilhelm Arning (1865–1943), Mediziner und Politiker, Reichstagsabgeordneter, Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses
  • Philipp Benfey (1865–1928), Jurist, Rechtsanwalt, Justizrat und Bürgervorsteher sowie Pflichtverteidiger für den Massenmörder Fritz Haarmann
  • Otto Hoffmann (1865–1940), Sprachwissenschaftler (Indogermanist) und Politiker (DNVP), Mitglied des Preußischen Landtags
  • Alfred Hugenberg (1865–1951), Montan-, Rüstungs- und Medienunternehmer, Politiker (DNVP)
  • Albert David (1866–1940), Abitur 1888, Allgemeinmediziner
  • Hans Graeven (1866–1905), Klassischer Archäologe und Philologe
  • Otto Böckler (1867–1932), Schriftsteller und Mitglied des Deutschen Reichstags
  • Georg Crusen (1867–1949), Jurist und Präsident des Obergerichts der Freien Stadt Danzig
  • Paul Leverkühn (1867–1905), Mediziner und Ornithologe
  • Hugo Lindemann (1867–1949), Hochschullehrer und sozialdemokratischer Politiker
  • Franz Bühring (1868–1941), Kaufmann, Textilfabrikant, Wirtschaftsführer und türkischer Konsul
  • Max Jänecke (1869–1911), Buchhändler, Druckereibesitzer und Mitglied des Deutschen Reichstags
  • Julius Köhler (1869–1947), evangelisch-lutherischer Theologe, erster Hof- und Schlossprediger und Geheimer Konsistorialrat in Hannover
  • Viktor Lampe (1869–1932), Präsident des Landeskirchenamts in Hannover
  • Hermann Lodemann (1869–1944), Jurist, Bürgermeister der Stadt Linden, Dezernent der Stadt Hannover
  • Kurt Auhagen (1870–1923), Reifezeugnis 1890, Architekt, Regierungsbaumeister und Postbaurat
  • Max Krone (1870–1942), Maschinenbauingenieur und Generaldirektor in der Elektroindustrie
  • Paul Uhlenhuth (1870–1957), Reifezeugnis 1889, Bakteriologe und Hygieniker
Im Deutschen Reich geborene Schüler (1871 bis 1945)

  • Karl Seutemann (1871–1958), Sozialwissenschaftler, Jurist und Statistiker
  • Iwan Bloch (1872–1922), Mediziner, Dermatovenerologe und Sexualforscher
  • Ludwig Klages (1872–1956), Philosoph, Begründer der wissenschaftlichen Graphologie
  • Theodor Lessing (1872–1933), Philosoph, Dozent der Technischen Hochschule Hannover für Philosophie und Pädagogik, von den Nationalsozialisten in Prag ermordet
  • Otto von Feldmann (1873–1945), Offizier und Politiker (DNVP), Reichstagsabgeordneter
  • Theodor Wilhelm Werner (1874–1957), Musikwissenschaftler, Musikkritiker und Komponist
  • Ernst Franke (1875–1948), Mediziner und Professor für Chirurgie
  • August Heinroth (1875–1967), Abitur 1893, Jurist
  • Hermann Knottnerus-Meyer (1875–1945), Kunstmaler und Buchautor
  • Arnold Nöldeke (1875–1964) (1875–1964), Architekt, Ausgräber, Kunsthistoriker und Autor
  • Friedrich Grünewald (1876–1960), Kaufmann und Manager, Direktor und späterer Vorstandsvorsitzender der Herrenhäuser Vereinsbrauerei
  • Bruno Schütt (1876–1956), Schullehrer und Botaniker
  • Peter Strasser (1876–1918), Fregattenkapitän und Führer der Marine-Luftschiffe
  • Georg von Reden (1877–1946), Politiker im Hannoverschen Provinziallandtag, Präsident der Landwirtschaftskammer Hannover
  • Georg Friedrich Konrich (1879–1955), Politiker (DHP, DP), Mitglied des Niedersächsischen Landtages
  • Hartwig von Wersebe (1879–1968), Sänger
  • Karl Erich Andrée (1880–1959), Geologe, Rektor der Albertus-Universität
  • Erich Eckels (1880–1918), Abitur 1900, Jurist, Bürgermeister der Stadt Bramsche
  • Wilhelm Peßler (1880–1962), Volkskundler und Kulturhistoriker
  • Kurt von Tippelskirch (1880–1946), Diplomat, deutscher Konsul im Range eines Generalkonsuls
  • Ernst August Büttner (1881–1955)
  • Werner Fontaine (1881–1962), Landgerichtsdirektor am Landgerichts Hannover und später Präsident des Amtsgerichts Hannover
  • Karl Friedrich Leonhardt (1882–1940), Abitur 1901, Archivar, Historiker, Autor und Direktor des Stadtarchivs Hannover
  • Eduard Berend (1883–1973), Literaturwissenschaftler
  • Siegfried Hilpert (1883–1951), Chemiker
  • Johann Frerking (1884–1971), Literatur- und Theaterkritiker und Schriftsteller
  • Georg Lindemann (1884–1963), Generaloberst im Zweiten Weltkrieg
  • Arthur Menge (1884–1965), Politiker und Oberbürgermeister von Hannover, Mitglied des Widerstands gegen Hitler
  • Friedrich Bleibaum (1885–1974), Kunsthistoriker, erster Landeskonservator von Hessen
  • Carl Küthmann (1885–1968), Abitur 1904, Ägyptologe, Numismatiker und langjähriger Museumsdirektor im Kestner-Museums in Hannover
  • Georg Lindemann (1885–1961), SPD-Senator in Hannover
  • Theodor Lockemann (1885–1945), Bibliothekar, Direktor der Universitätsbibliothek in Jena (KWG)
  • Kurt Gerstenberg (1886–1968), Kunsthistoriker
  • Carl Willecke (1886–1946), Abitur 1905, Verwaltungsjurist und Ministerialbeamter
  • Friedrich Bludau (1887–1959), Reifezeugnis 1909, Architekt, Tischler und Möbel-Designer
  • Justus Danckwerts (1887–1969), Abitur 1905, Jurist, Verwaltungsbeamter und Politiker, Staatssekretär und Bevollmächtigter des Landes Niedersachsen beim Bund
  • Karl Eicke (1887–1959), Abitur 1903, Organisationsgutachter, Rationalisierungsexperte und Wegbereiter der Informatik
  • Herbert Ihering (1888–1977), Dramaturg, Regisseur, Journalist und Theaterkritiker
  • Rudolf Hoecker (1889–1976), Bibliothekar
  • Bruno Benfey (1891–1962), lutherischer Geistlicher
  • Friedrich Busch (1891–1974), Abitur 1910, Bibliothekar
  • Erwin Panofsky (1892–1968), Kunsthistoriker und Mitbegründer der Ikonologie
  • Meta Corssen (1894–1957), Abitur 1913, Germanistin und Bibliothekarin
  • Erich Weniger (1894–1961), Abitur 1913, maßgeblicher Vertreter der Geisteswissenschaftlichen Pädagogik, einer der bedeutendsten Geschichtsdidaktiker
  • Adolf Cohen (1897–1942), Notabitur 1916, Rechtsanwalt, Gerichtsassessor, Opfer des Holocaust
  • Kurt Fiege (1897–1983), Notabitur 1915, Geologe
  • Kurt Volkmann (1897–1958), Rechtsanwalt und Zauberer
  • Otto Wöhrmann (1897–1970), Richter
  • Georg Schnath (1898–1989), Historiker und Archivar
  • Kurt Kleinrath (1899–1968), Artillerie- und Luftwaffenoffizier
  • Gerda Krüger (1900–1979), Historikerin, Bibliothekarin und Rechtswissenschaftlerin
  • Hermann Wattenberg (1901–1944), Abitur 1919, Chemiker und Meereskundler
  • Rolf Hetsch (1903–1946), Jurist, Kunsthistoriker und nationalsozialistischer Kulturfunktionär im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda
  • Grete Dircks (1904–1968), Bildhauerin und Keramikerin
  • Reinhard Kapp (1907–1995), Fachanwalt für Steuerrecht
  • Claus Harms (1908–1996), Dramaturg und Journalist
  • Karl Theodor Gremmler (1909–1941), Fotograf
  • Erich Mollwo (1909–1993), Physiker, Professor für Angewandte Physik und Lehrstuhlinhaber an der Universität Erlangen
  • Heinrich Dörrie (1911–1983), Altphilologe
  • Kurt Eckels (1911–1990), Theologe
  • Hans Goetting (1911–1994), Abitur 1929, Historiker und Archivar
  • Anna-Liese Langeheine (1911–1999), Malerin
  • Helmut Coing (1912–2000), Direktor am Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte und Vizepräsident der Max-Planck-Gesellschaft
  • Ulrich de Maizière (1912–2006), General und vierter Generalinspekteur der Bundeswehr
  • Reimar Dahlgrün (1914–1982), Pianist, Professor an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover und Publizist
  • Walther Reichel (1914–1945), Klassischer Archäologe
  • Herbert Mundhenke (1915–1997), Historiker, Autor, Archivar und langjähriger Leiter des Stadtarchivs Hannover
  • Dieter Andersen (1916–1994), Abitur 1935, lutherischer Geistlicher, Landessuperintendent des Sprengels Lüneburg und Bischof der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers
  • Ferdinand Wallbrecht (1916–1993), Unternehmensdirektor, Politiker (CDU), Mitglied des Niedersächsischen Landtages
  • Walter Döhner (1919–2003), Abitur 1937, Arzt, Psychiater, Hochschullehrer
  • Ernst Friedrich Brockmann (1920–1978), NS-Opfer, Architekt, Bildhauer und Grafiker, Vizepräsident des Bundes Deutscher Architekten
  • Wolfgang Beermann (1921–2000), Biologe
  • Dirk Böttcher (1921–2011), Buchdruckermeister
  • Harald Küthmann (1922–2013), Numismatiker
  • Rudolf Augstein (1923–2002), Herausgeber der Wochenzeitschrift Der Spiegel
  • Curd Ochwadt (1923–2012), Schriftsteller, Übersetzer, Herausgeber
  • Jürgen Busch (1925–1965), Bibliothekar
  • Hanns Simons (1925–1984), Bauingenieur und Professor an der TU Braunschweig
  • Gernot Jacob-Friesen (1926–2019), Prähistoriker
  • Hans Christhard Mahrenholz (1928–2022), Jurist und Politiker
  • Ernst Gottfried Mahrenholz (1929–2021), Richter des Bundesverfassungsgerichts
  • Volkmar Köhler (1930–2012), Politiker (CDU), Oberbürgermeister der Stadt Wolfsburg, Mitglied des Deutschen Bundestages
  • Peter Hahn (1931–2025), Mediziner, Vertreter der Heidelberger anthropologischen Schule der Medizin
  • Klaus Otto Nass (1931–2017), Abitur 1950, Rechtswissenschaftler, EU-Spitzenbeamter, niedersächsischer Staatssekretär und Hochschullehrer
  • Ulrich Beer (1932–2011), Diplom-Psychologe, Fachschriftsteller
  • Hans-Ludwig Schreiber (1933–2021), Präsident der Georg-August-Universität Göttingen, Strafrechtler und Rechtsphilosoph
  • Karl Bergemann (1934–1992), Pianist und Blattspiel-Virtuose
  • Eckard Lefèvre (* 1935), Altphilologe
  • Christoph Martin Bartels (1936–2020), Abitur 1956, evangelischer Theologe, Pastor und Erwachsenenbildner
  • Klaus Bartels (1936–2020), Altphilologe und Publizist
  • Heinrich Holl (* 1936), Brigadegeneral des Heeres der Bundeswehr
  • Peter Löhr (Redakteur) (1937–2018), Jurist, Autor und Chronist, Redaktionsleiter und Amateurfotograf
  • Reinhard Metz (1937–2009), Politiker (CDU), Mitglied des Deutschen Bundestages, Präsident der Bürgerschaft der Freien Hansestadt Bremen und Staatsrat in Bremen
  • Rolf Seelmann-Eggebert (1937–2025), CBE, Journalist des NDR-Fernsehens und einer der bekanntesten deutschen Adelsexperten
  • Eike Mühlenfeld (1938–2018), Physiker und Professor für Mess- und Automatisierungstechnik
  • Wolfhart Unte (1938–2014), Abitur 1959, Klassischer Philologe und Bibliothekar
  • Klaus Lange (1939–2020), Rechtswissenschaftler und Hochschullehrer
  • Guntram Koch (* 1941), Christlicher Archäologe
  • Jochen Feilcke (* 1942), Mitglied des Bundestages, Vorsitzender der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Berlin und Potsdam
  • Dietrich Kurz (1942–2023), Sportpädagoge und Hochschullehrer
  • Ulrich Reuling (1942–2000), Mittelalterhistoriker und Weltmeister im Diskuswurf (Seniorenklasse)
  • Ludwig Zerull (1942–2011), bildender Künstler, Autor und Kunstberater
  • Bernhard Haffke (* 1943), Abitur 1962, Jurist und Hochschullehrer
  • Dietrich Lemke (* 1943), Pädagoge
  • Volkmar Strauch (1943–2009), Politiker (SPD), Staatssekretär im Land Berlin
  • Peter Struck (* 1943), Abitur 1963, Philosoph, Autor und Lyriker
  • Achim Leschinsky (1944–2011), Erziehungswissenschaftler, Professor an der Humboldt-Universität Berlin
  • Karl-Friedrich Oppermann (1944–2016), evangelischer Theologe und Pastor der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers
  • Friedrich-Wilhelm Tebbe (1945–2021) Dirigent, Hochschullehrer, Gründer des Bückeburger Bach-Orchesters, Vorsitzender der International Richard Sahla Society
In der Nachkriegszeit geborene Schüler (ab 1946)

  • Hans-Wilhelm Heine (1948–2012), Abitur 1967, Mittelalterarchäologe
  • Werner Michael Bahlsen (* 1949), Abitur 1968, Manager und Politiker (CDU, Präsident des Wirtschaftsrats der CDU)
  • Peter-René Becker (* 1949), Biologe und Ethologe
  • Michael Schaefer (* 1949), Diplomat, Botschafter in der Volksrepublik China
  • Wolfram Kollatschny (* 1950), Astrophysiker
  • Werner Taegert (* 1950), Altphilologe, Anglist und Bibliothekar
  • Werner Hoyer (* 1951), MdB, Staatsminister im Auswärtigen Amt, Politiker (FDP)
  • Dorothea Wendebourg (* 1952), evangelische Theologin (Kirchenhistorikerin)
  • Eckhard Lucius (1954–2011), Biologiedidaktiker am Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften (IPN) an der Universität Kiel
  • Fritz Baltruweit (* 1955), Pfarrer und Liedermacher
  • Christian Hinsch (1955–2021), Versicherungsmanager, IHK-Präsident und Unternehmensberater
  • Heiko von der Leyen (* 1955), Mediziner und Hochschullehrer
  • Martin Lohse (* 1956), Mediziner und Hochschullehrer
  • Wolfram Thiem (1956–2011), Ruderer
  • Ludwig Hecke (* 1957), Pädagoge und Ministerialbeamter, Staatssekretär in Nordrhein-Westfalen
  • Ingo Metzmacher (* 1957), Dirigent
  • Uwe Schröder (* 1957), Abitur 1976, Verwaltungsjurist und Ministerialbeamter
  • Wolfgang Burchert (* 1958), Nuklearmediziner und Hochschullehrer
  • Thomas Dietrich (* 1958), Theaterregisseur und -darsteller
  • Stephan Weil (* 1958), Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Hannover, niedersächsischer Ministerpräsident (SPD)
  • Joachim Jahn (* 1959), Journalist und Jurist
  • Giovanni di Lorenzo (* 1959), deutsch-italienischer Journalist, Mitherausgeber des Tagesspiegels, Chefredakteur der Wochenzeitung Die Zeit und Talkshowmoderator (nach der 11. Klasse abgegangen (RGH))
  • Tilman Krause (* 1959), Literaturkritiker und leitender Redakteur der Tageszeitung Die Welt
  • Johannes Walther (* 1959), Abitur 1979, Unternehmer und Hochschullehrer
  • Wiebke Hoogklimmer (* 1960), Sängerin und Produzentin
  • Olaf Arndt (* 1961), Autor, Performance-Künstler, Blogger und Herausgeber
  • Christoph Brand (* 1961), Jurist, Berater und Banker
  • Andreas Aguilar (* 1962), 1989 Weltmeister im Kunstturnen am Reck, mehrfacher Deutscher Meister
  • Brigitte Mayinger (* 1962), Internistin
  • Markus Becker (* 1963), Pianist
  • Johannes Hürter (* 1963), Historiker
  • Andreas Koenen (* 1963), Abitur 1983, Jurist
  • Christoph Schneider (* 1963), Chemiker und Hochschullehrer
  • Andreas Thier (* 1963), Jurist und Hochschullehrer
  • Jan Christian Gertz (* 1964), evangelischer Theologe
  • Stefan Schostok (* 1964), Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Hannover, MdL, Vorsitzender des SPD Bezirks Hannover, Politiker (SPD)
  • Bernhard Stecker (* 1964), römisch-katholischer Theologe
  • Hans-Joachim Frey (* 1965), Kulturmanager
  • Eckart von Klaeden (* 1965), MdB und Staatsminister im Bundeskanzleramt, Politiker (CDU)
  • Astrid Schneider (* 1965), Architektin, Politikerin (Bündnis 90/Die Grünen), Mitglied im Abgeordnetenhaus von Berlin
  • Dirk Toepffer (* 1965), MdL, Vorsitzender der CDU Hannover-Stadt, Politiker (CDU) und Rechtsanwalt
  • Ansgar Wucherpfennig (* 1965), Theologe und Neutestamentler
  • Claudia Jahnel (* 1967), Abitur 1986, evangelische Theologin
  • Peter Struck (* 1967), Abitur 1986, Kulturwissenschaftler, freier Publizist, Kurator und Dozent
  • Anja Boudon (* 1968), Staatssekretärin im Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz des Landes Brandenburg
  • Volker Henning Drecoll (* 1968), Kirchenhistoriker
  • Franziska Rubin (* 1968), Moderatorin und Schauspielerin
  • Ruben Jonas Schnell (* 1968), Musikjournalist und Gründer des Internetradiosenders ByteFM
  • Sebastian Peetz (* 1968), Künstler und Typograf
  • Hendrik Müller (* 1970), Klassischer Philologe, Historiker und Hochschullehrer für Wirtschaftsethik und Unternehmenskommunikation
  • Anselm C. Hagedorn (* 1971), Abitur 1990, evangelischer Theologe und Universitätsprofessor
  • Johannes Huebl (* 1977), Model
  • Bora Dagtekin (* 1978), Autor und Regisseur
  • Cornelius Meister (* 1980), Dirigent und Pianist sowie Generalmusikdirektor der Stadt Heidelberg
  • Sebastian Naglatzki (* 1982), Opernsänger
  • Konstantin Sakkas (* 1982), Abitur 2002, Wissenschaftsjournalist und Publizist
  • Mareike Schmidt (* 1983), Rechtswissenschaftlerin und Hochschullehrerin
  • Leslie Suganandarajah (* 1983), Dirigent, Musikdirektor
  • Konstantin Semilakovs (* 1984), Abitur 2004, Pianist und Universitätsprofessor
  • Igor Levit (* 1987), Pianist
  • Paul Loeper (* 1989), Vorsitzender der europäischen Partei Volt in Deutschland
  • Elisabeth Brauß (* 1995), Pianistin
  • Julian Emanuel Becker (* 2005), Organist, Pianist und Komponist
  • Ania Vegry, Sopranistin

Schriften

Periodika:

  • Jahresbericht des Königlichen Kaiser-Wilhelms-Gymnasiums zu Hannover, Untertitel … Schuljahr …, Hannover, 1877ff.

Literatur

  • Hans Kammel: Kaiser-Wilhelm- und Ratsgymnasium Hannover. In: Klaus Mlynek, Waldemar R. Röhrbein (Hrsg.) u. a.: Stadtlexikon Hannover. Von den Anfängen bis in die Gegenwart. Schlütersche, Hannover 2009, ISBN 978-3-89993-662-9, S. 333.
  • Achim Leschinsky: Alte Kameraden. Zur unterlaufenen Entnazifizierung im westdeutschen Schulwesen nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs. In: Jahrbuch für historische Bildungsforschung. 12 (2006), S. 91–116.
  • 100 Jahre Kaiser Wilhelms Gymnasium zu Hannover 1875–1975. Festschrift. Hannover 1975, S. 171–172, 181.
  • Albert Marx: Geschichte des Ratsgymnasiums Hannover. 1267–1992. Hannover 1992.

Siehe auch

  • Liste der Schulen in Niedersachsen

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