Liste der Berner Stadtsiegel bis 1798

Diese Liste enthält die von der Stadt und Republik Bern von 1224 bis 1798 verwendeten Stadtsiegel. Die Abbildungen basieren auf dem 1924 von Adolf Fluri veröffentlichten Aufsatz über die Berner Stadtsiegel.

Nr. Bild Bezeichnung Stempelschneider in Gebrauch von in Gebrauch bis Legende
1 Grosses Siegel unbekannt 1224 1267 * SIGILLVM BVRIGENSIVM DE BERNE 60 mm
2 Grosses Siegel unbekannt 1268 1364 + SIGILLVM BVRIGENSIVM DE BERNE 60 mm
3 Kleines Siegel unbekannt 1319 1364 + S MIN COMVNITATIS DE BERNO 37 mm
4 Kleines Siegel unbekannt 1365 1415 + S MIN COMVNITATIS DE BERNO 37 mm
5 Grosses Siegel unbekannt 1268 1364 + SIGILLVM BVRIGENSIVM DE BERNE 65 mm
6 Kleines Siegel unbekannt 1415 1470 + SIGILLVM MINVS COMMVNITATIS VILLE BERNENSIS ANNO M° CCCC ° XV° 43 mm
7 Grosses Siegel Rudolf von Speichingen 1470 1717 + SIGILLVM MAIVS CIVIVM BERNENSIVM 86 mm
8 Kleines Siegel Rudolf von Speichingen 1470 1591 + SIGILLVM MINVS CONMVNITATIS VILLE BERNENSIS 50 mm
9 Kleines Siegel Peter Tillmann 1591 1592 + SIGILLVM MINVS CONMVNIT VILLÆ BERNENSIS 54 mm
10 Kleines Siegel Jakob Wysshahn 1592 1716 + SIGILLVM MINVS CONMVNITATIS VILLE BERNENSIS
11 Kleines Siegel, nicht in Gebrauch G. Poumarede 1678 + SIGILLVM MINVS REIPVBLICÆ BERNENSIS 54 mm
12 Grosses Siegel, nicht in Gebrauch Gabriel Le Clerc 1681 ◎ SIGILLVM MINVS REIPVBLICÆ BERNENSIS 99 mm
13 Kleines Siegel Justin de Beyer 1716 1737 SIGILLVM REIPUBLICÆ BERNENSIS 40 mm
14 Mittleres Siegel Justin de Beyer 1716 1737 SIGILLVM REIPUBLICÆ BERNENSIS 60 mm
15 Grosses Siegel Justin de Beyer 1717 1751 SIGILLUM MAIUS REIPUBLICÆ BERNENSIS 100 mm
16 Kleines Siegel Johannes Hug 1737 ? 1768 SIGILLUM REIPUBLICÆ BERNENSIS 35 mm
17 Mittleres Siegel Johannes Hug 1737 ? 1768 SIGILLUM REIPUBLICÆ BERNENSIS 42 mm
18 Grosses Siegel Johann Melchior Mörikofer 1751 1798 SIG. MAIUS REIP. BERNENSIS 85 mm
19 Kleines Siegel Johann Kaspar Mörikofer 1768 1798 SIGILLUM REIPUBLICÆ BERNENSIS 43 mm
20 Mittleres Siegel Johann Kaspar Mörikofer 1768 1831 SIGILLUM REIPUBLICÆ BERNENSIS 51 mm

Literatur

  • Bernisches Historisches Museum (Hrsg.): Jahresbericht. Bernisches Historisches Museum. Bern 2000 (e-periodica.ch).
  • Adolf Fluri: Die Siegel der Stadt Bern 1470–1798 mit besonderer Berücksichtigung ihrer Stempelschneider. In: Anzeiger für schweizerische Altertumskunde. Neue Folge. Band 17, 1915, S. 120–135, doi:10.5169/seals-159352.
  • Adolf Fluri: Die Siegel der Stadt Bern 1224-1924. In: Blätter für bernische Geschichte, Kunst und Altertumskunde. Band 20. Bern 1924, S. 257–300, doi:10.5169/seals-186273.
  • Georg Germann (Hrsg.): Zeichen der Freiheit. Das Bild der Republik in der Kunst des 16. bis 20. Jahrhunderts. Bern (Bernisches Historisches Museum, Kunstmuseum Bern, 1. Juni bis 15. September 1991).
  • Manuel Kehrli: Johann Rudolf Huber (1668–1748). «Hofmaler» der Stadt und Republik Bern. Bern 2005 (Lizentiatsarbeit Universität Bern).
  • Manuel Kehrli: Sein Geist ist zu allem fähig. Der Maler, Sammler und Kunstkenner Johann Rudolf Huber (1668–1748). Basel 2010 (bookview.libreka.de – Dissertation Universität Bern).
  • Emil Schulthess: Die Staedte- und Landes-Siegel der Schweiz. Ein Beitrag zur Siegelkunde des Mittelalters. Teil 2: Die Siegel der Stadt Bern und der Landstädte und Landschaften des Kantons. In: Mitteilungen der Antiquarischen Gesellschaft in Zürich. Zürich 1853.

Anmerkungen

  1. Aufbewahrungsort des Stempels: Bernisches Historisches Museum.
  2. Aufbewahrungsort des Stempels: Bernisches Historisches Museum.
  3. Aufbewahrungsort des Stempels: Bernisches Historisches Museum, Inv. Nr. 480.2; Germann 1991, S. 375, Kat. 222, siehe commons.
  4. Stempel nicht erhalten.
  5. Nach Entwürfen von Johann Rudolf Huber, Kehrli 2005, S. 55–58.
  6. Auch Ordinari- oder Secret-Insigel, Stempel nicht erhalten.
  7. Nach Entwürfen von Johann Rudolf Huber, Kehrli 2005, S. 55–58.
  8. Aufbewahrungsort des Stempels: Staatsarchiv des Kantons Bern, Staatssiegel 1717, Realien 1 im Archivkatalog des Staatsarchivs Bern..
  9. Nach Entwürfen von Johann Rudolf Huber.
  10. Die Zahlung an Johann Rudolf Huber erfolgte in der Rechnungsperiode 1717, Kehrli 2010, S. 165.
  11. Signatur im Abschnitt: I. DE BEYER FECIT
  12. In Anlehnung an den durch Johann Rudolf Huber entworfenen, durch Johannes Hug ausgeführten Studentenpfennig von 1723.
  13. Signatur auf der Unterseite der Banderole: D[e] B[eyer] F[ecit]
  14. Aufbewahrungsort des Stempels: Staatsarchiv des Kantons Bern, Staatssiegel 1751, Realien 15.1 im Archivkatalog des Staatsarchivs Bern. Im Katalog als Mittleres und Grosses Staatssiegel 18./19. Jahrhundert bezeichnet.
  15. Wurde ab 1803 weiterverwendet.
  16. Signatur: MÖRIKOFER F[ecit].
  17. Ein weiterer, nach demselben Entwurf geschnittener, in Messing ausgeführter Stempel befindet sich in der Sammlung des Bernischen Historischen Museums, Münzkabinett, Inv. Nr. 2000.118 (Ankauf); Jahresbericht Bernisches Historisches Museum 2000, S 27, Abbildung siehe commons.
  18. Aufbewahrungsort des Stempels: Staatsarchiv des Kantons Bern, Staatssiegel 1768, Realien 15.2 im Archivkatalog des Staatsarchivs Bern. Im Katalog als Mittleres und Grosses Staatssiegel 18./19. Jahrhundert bezeichnet. Wurde in der Restauration weiterverwendet.

wikipedia, wiki, enzyklopädie, buch, bibliothek, artikel, lesen, kostenlos herunterladen, Informationen über Liste der Berner Stadtsiegel bis 1798, Was ist Liste der Berner Stadtsiegel bis 1798? Was bedeutet Liste der Berner Stadtsiegel bis 1798?