Liste von Handwaffen der Bundeswehr

Diese Liste stellt die aktuellen und abgeschafften Handwaffen der Bundeswehr vor. Bei einigen Einheiten der Bundeswehr – wie beispielsweise dem Kommando Spezialkräfte – sind in geringen Stückzahlen weitere Handwaffen in Gebrauch, die hier nicht aufgeführt werden.

Erklärung

  • Bezeichnung: Nennt den Namen der Handwaffe
  • Bild: Hier ist ein Bild der Handwaffe angegeben
  • Einführung im Jahr: Nennt den Zeitpunkt der Einführung
  • Außerdienststellung: Nennt den Zeitpunkt der Außerdienststellung
  • Kaliber: Nennt das Kaliber der verwendeten Munition (Projektildurchmesser × Hülsenlänge)
  • Verwendung: Nennt den Verwendungszweck und die Einheit
  • Benutzer: Nennt die Teilstreitkraft der Bundeswehr (Luftwaffe/Heer/Marine) oder den entsprechenden militärischen Organisationsbereich, in dem die Handwaffe eingesetzt wird oder wurde.

Derzeit noch genutzte Waffen sind in den Tabellen hellgrün hinterlegt.

Gewehre

Bezeichnung Bild
Einführung im Jahr
Außerdienst­stellung
Kaliber Verwendung Benutzer
Garand M1 1955 1962 7,62 × 63 mm M1 Garand (Typ II) Teil der ersten Grundausstattung der Bundeswehr. 46.750 Gewehre Heer
Luftwaffe
Marine
Karabiner M1 1955 1962 7,62 × 33 mm Teil der ersten Grundausstattung der Bundeswehr. 6.000 Gewehre Heer
Luftwaffe
Marine
Lee-Enfield No. 4 Mk. I 1955 1958 7,7 × 56 mm R No.4 Mk.I* Teil der ersten Grundausstattung der Bundeswehr. 18.000 Gewehre. Luftwaffe
Mauser Modell 98 1956 In Verwendung 7,92 × 57 mm Der Karabiner 98 wird nur für den protokollarischen Dienst beim Wachbataillon beim Bundesministerium der Verteidigung verwendet. Heer
Luftwaffe
Marine
G1 1956 1962 7,62 × 51 mm NATO Das belgische FN FAL war das erste Standardgewehr der Bundeswehr. 100.000 Gewehre. 12.600 wurden später an den Bundesgrenzschutz abgegeben. Heer
Luftwaffe
Marine
G2 7,62 × 51 mm NATO Erprobungswaffe. Originalwaffe ist auf Kaliber 7,5 × 55 mm Swiss (GP11) eingerichtet
G3 1959 In Verwendung 7,62 × 51 mm NATO Das G3 ersetzte ab 1959 das FN FAL/G1 als Standardgewehr.

Als Übergangslösung bis zur Einführung des G28 wurden ab 2008 ausgesuchte G3 zu der Version G3A3ZF DMR umgerüstet. Wird weiterhin als Gruppen­scharfschützen­waffe verwendet.

Heer
Luftwaffe
Marine
G4 1958–1960 1962–1965 7,62 × 51 mm NATO Lizenzfertigung des Armalite AR-10 von Artillerie Einrichtungen in Hembrug, NL. Erprobungswaffe.
G41 1979 ?? 5,56 × 45 mm NATO Weiterentwicklung der HK33A2. Wurde ab 1979 bei der Bundeswehr erprobt wurde. Sollte das HK G3 ersetzen, jedoch nicht fortschrittlich genug als neues Standardgewehr. Erprobungswaffe.
G11 1990 1993 4,73 × 33 mm Das Standardsturmgewehr G3 sollte vom G11 abgelöst werden. Dessen Truppentauglichkeit wurde 1990 festgestellt, man entschied sich jedoch 1993 gegen eine Einführung. BWB
AK-74 1990 ?? 5,45 × 39 mm Das sowjetische Sturmgewehr AK-74 wurde nach der Wiedervereinigung aus NVA-Beständen in die Bundeswehr übernommen und kommt in geringen Stückzahlen lediglich als Schulungs- und Feinddarstellungswaffe bei Übungen zum Einsatz. Restbestände wurden vernichtet oder ins Ausland veräußert. Heer
G36/G36K 1997 In Verwendung 5,56 × 45 mm NATO Nachfolgemodell des G3. Für eine Nutzungsdauer von 20 Jahren geplant, wurde die Waffe im Laufe der Zeit mehrfach verbessert und durch Zubehör ergänzt. In der Truppe befinden sich aktuell (Stand: 2019) die Ausführungen G36A0 bis G36A4 sowie die Kurzversionen G36kA1 bis G36kA4 in der Nutzung. Die Versionen A3 und kA3 gehören zum Rüstsatz des Infanterist der Zukunft – Erweitertes System (IdZ-ES). Die A4 entsprechen weitestgehend dem A3 jedoch ohne die Push-to-Talk-Tasten des IdZ. Im Rahmen der Instandhaltung werden alle defekten G36 auf die Version A4 gebracht.

Die G36, die durch das neue Standard-Sturmgewehr G95 abgelöst werden, werden für die Reserve und den Heimatschutz eingelagert.

Heer
Luftwaffe
Marine
G27 2010 In Verwendung 7,62 × 51 mm NATO Eingeführt im Rahmen des einsatzbedingten Sofortbedarfs in geringer Stückzahl als DMR bei der Bundeswehr. Da die Test­anforderungen nicht erfüllt wurden, kam es zu keiner großflächigen Einführung bei der regulären Truppe.

Das Gewehr wurde jedoch unter der Bezeichnung G27P als „schweres Sturmgewehr“ in die reguläre Truppe eingeführt.

Die Spezialkräfte verwenden das G27K (HK M417A2) in einer kürzeren Version mit 13″ Lauf. Insgesamt wurden zwischen 2010 und 2016 757 Gewehre beschafft.

Heer
Luftwaffe
Marine
G95/G95k 2019 In Verwendung 5,56 × 45 mm NATO In der Variante HK416A7 mit 14,5 Zoll-Rohrlänge beim Kommando Spezialkräfte (KSK) und Kampfschwimmer der Bundeswehr. Die Beschaffung wurde bis 2022 abgeschlossen. Die Kommando Spezialkräfte erhielten ein Eotech-Reflexvisier EXPS 3-0 NV mit Vergrößerungsnachsatz G33 Booster. Die Kampfschwimmer nutzen abweichend ein Aimpointvisier. Als Laser-Licht-Modul dient VTAL von Rheinmetall. Insgesamt umfasste die Planung die Beschaffung von 1.745 Sätzen. Eine weitere beschaffungsbehördliche Bezeichnung für die Variante HK416A5 ist G38C bzw. G38K; wird allerdings nicht von den Streitkräften genutzt.

An die reguläre Truppe wurden im Dezember 2025 die ersten G95A1 und G95KA1 übergeben und sollen ab 2026 schrittweise das G36 ablösen.

Heer
Marine
Luftwaffe
G39 In Beschaffung (Stand 2024) ?? .300 Blackout (7,62 × 35 mm, kurz) Das HK437 (verkürzte Variante des HK433) wird in der Bundeswehr unter der Bezeichnung G39 als „Sonderwaffe, schallgedämpft Spezialkräfte“ für die Kommando Spezialkräfte des Heeres und der Marine eingeführt. Das G39 soll schrittweise die schallgedämpfte Maschinenpistole HK MP5 in den Spezialkräften und der Fernspähtruppe ablösen. Heer
Marine

Scharfschützengewehre

Bezeichnung Bild
Einführung im Jahr
Außerdienst­stellung
Kaliber Verwendung Benutzer
G22 1997 In Verwendung 7,62 × 67 mm AWM-F. Einsatz gegen Mannziele bis zu 800 Metern; Einsatz gegen taktische Ziele wie Radaranlagen, Hubschrauber oder ungepanzerte Fahrzeuge bis zu 1000 Metern. Gemäß den Einsatzgrundsätzen ist das G22 für den defensiven bzw. reaktiven Einsatz („Counter-sniping“) vorgesehen. Ein offensiver Einsatz der Waffe ist jedoch ebenfalls möglich. Ab 2019 wurden sämtliche 780 Gewehre auf den Stand A2 aufgerüstet. Heer
Marine
Luftwaffe
G23 1997 in Verwendung 7,62 × 67 mm Einsatzbedingter Sofortbedarf (für SFOR) von 58 Scharfschützengewehren des Typs AWM-F (ohne Modifikationen) vor der eigentlichen Einführung als G22. Heer
G24 2000–2001 in Verwendung 12,7 × 99 mm NATO Scharfschützengewehr AW50von Accuracy International Ltd. für die Spezialkräfte vor der Einführung des G82 beschafft. Heer
Marine
G25 2005–2006 In Verwendung 7,62 × 51 mm NATO Scharfschützengewehr AWC von Accuracy International Ltd. für die Spezialkräfte. Kann zerlegt in einem Hartschalenkoffer transportiert werden und verfügt über einen längeren Schalldämpfer, der den Lauf komplett umschließt. Heer
Marine
G28
(DMR 762)
2012 In Verwendung 7,62 × 51 mm NATO Beschaffung von 560 Exemplaren. Als Basis dient das HK MR308, eine zivile Version des HK417.

Das Kommando Spezialkräfte verwendet das DMR 762 wurde in einer militärischen Version als DMR G28 beschafft.

Heer

Marine Luftwaffe

G29 2016 In Verwendung 8,6 × 70 mm 115 Scharfschützengewehr RS9 von C. G. Haenel für die Spezialkräfte. Heer
Marine
G82 2005 In Verwendung 12,7 × 99 mm NATO Das G82A1 (Barrett M82A1) wurde im Rahmen des Projekts Infanterist der Zukunft bei der Bundeswehr als Gewehr großer Reichweite eingeführt und gilt als Alternative, wenn G36 und G22 an ihre Leistungsgrenzen stoßen. Heer
Marine
Luftwaffe

Maschinengewehre

Bezeichnung Bild
Einführung im Jahr
Außerdienst­stellung
Kaliber Verwendung Benutzer
lMG BAR 1955 1957 7,62 × 63 mm Leichtes Maschinengewehr Typ BAR M1918A2 in der ersten Grundausstattung der Infanterie. 1.334 aus den USA erhalten. Heer
MG M1919 1955 1957 7,62 × 63 mm Das Browning M1919A4 war das erste leichte Maschinengewehr der Bundeswehr. Heer
Luftwaffe
Marine
MG1 / MG2 1957 1969 7,62 × 51 mm NATO MG1; Nachkriegsfertigung des MG42 für die Bundeswehr, ab 1959 umgerüstet auf Natokaliber. Die Weiterentwicklung MG1A3 mit neuem Rückstoßverstärker war die Grundversion des MG3.

MG2; Kriegsfertigung des MG42 aus Beständen der Wehrmacht bzw. aus amerikanischen und französischen Beutebeständen.

Heer
Luftwaffe
Marine
MG3 1969 In Verwendung 7,62 × 51 mm NATO Das MG3 ist eine Weiterentwicklung des MG42 aus dem Zweiten Weltkrieg und wird bis heute in der Bundeswehr genutzt. Da die Produktion in den 1970er Jahren bereits auslief, ist derzeit geplant etliche tausend neue Gehäuse fräsen zu lassen. So soll das bewährte Maschinengewehr mit der hohen Kadenz von 1.200 Schuss/Minute vor allem auf Gefechtsfahrzeugen als Fliegerabwehr-, aber auch als Blenden-MG mittelfristig noch in Nutzung bleiben. (Stand: 2019) Heer
Luftwaffe
Marine
MG50-1 ??? In Verwendung 12,7 × 99 mm NATO M2HB Browning. Standardmäßiges schweres Maschinengewehr der Bundeswehr (Bundeswehrbezeichnung „Maschinengewehr Kaliber .50 “). Wird überwiegend als Fahrzeugbewaffnung eingesetzt, beispielsweise auf dem LIV (SO) Serval. Heer

Marine

MG36 1995 1997 5,56 × 45 mm NATO Erprobungswaffe. Im Juli 1995 wurde das MG36 durch den Bund mit einer Stückzahl von 4.700 Stück bei Heckler & Koch bestellt, jedoch aufgrund eines seitens der Bundeswehr gewünschten Änderungsvertrags aus dem Oktober 1997 schließlich „bis auf Weiteres“ nicht beschafft. Seine Rolle wurde durch das HK MG4A3 übernommen. Heer
MG4 2005 In Verwendung 5,56 × 45 mm NATO Das MG4A3 (HK123) wurde im Rahmen des Projektes Infanterist der Zukunft entwickelt und eingeführt. Derzeit gibt es fünf Versionen für unterschiedliche Einsatzzwecke. Diese sollen zukünftig auf drei Versionen harmonisiert werden, weisen aber bereits heute eine hohe logistische Gleichheit (123 Übernahmeteile) sowie eine gleichartige Bedienbarkeit und ein gleiches Sicherungskonzept auf. Heer
Luftwaffe
Marine
MG5 2015 In Verwendung 7,62 × 51 mm NATO Ersetzt nach und nach das bewährte MG3. Das MG5A1 lässt sich auf den fernbedienbaren Waffenstationen FLW100 und in den mechanischen Lafetten KMW1530 integrieren. Für das MG5A2 (HK121) sollen zudem Adapter eingeführt werden, um es auf den MG3-Lafetten infanteristisch einsetzen zu können. Heer
Luftwaffe
Marine
MG6 2015 In Verwendung 7,62 × 51 mm NATO Minigun M134D-H. Wird auf H145M-Hubschraubern, Fahrzeugen und kleineren Booten verwendet und kann von Infanterietruppen mit einem Dreibeinen eingesetzt werden. Heer

Marine

G8 1968–1970 In Verwendung 7,62 × 51 mm NATO Das verbesserte G8A1 (HK11A1) wird vom KSK und von den Kampfschwimmern eingesetzt. Heer
Marine

Pistolen

Bezeichnung Bild
Einführung im Jahr
Außerdienst­stellung
Kaliber Verwendung Benutzer
P1/P38 1955 In Verwendung 9 × 19 mm Die Walther P1 basiert auf der P38 der Wehrmacht. Die P1 wird nur noch im protokollarischen Dienst verwendet. Sie unterliegt dabei einem Nutzungsverzicht. Heer
Luftwaffe
Marine
Unterstützungsbereich
P2 1955 ?? 9 × 19 mm Schweizer SIG P210-4. Aus Beständen des BGS übernommen. Heer
P3 1955 ?? 9 × 19 mm Spanische Astra 600/43. Aus Beständen des BGS übernommen. Heer
P4 - 9 × 19 mm Variante der Walther P1: Lauf um 15 mm gekürzt; Griffstück mit Stahl-Sechskant verstärkt; kontrastreiche Visierung; kurzer Hahnsporn; komplett gefederter Entspann-Hebel anstelle der alten Sicherung. Erprobungswaffe.
P5 - 9 × 19 mm Walther P5. Erprobungswaffe.
P6 - 9 × 19 mm SIG Sauer P225. Erprobungswaffe.
P51 / P52 1955 ?? 11,43 × 23 mm Erstausstattung, 13.378 Pistolen wurden 1955/56 von den USA geliefert. Die Variante M1911 diente als P51, die Variante M1911A1 als P52. Heer
Luftwaffe
Marine
P21 1956 In Verwendung 7,65 × 17 mm 7.457 Pistolen Walther PPK. 5.568 mit Stahlgriffstück und 1.889 mit Leichtmetallgriffstück. Die für Piloten bei der Luftwaffe beschafften Waffen wurden später auch von Feldjägern, Schiffskommandanten der Marine und Wallmeistern benutzt. Aktuell (2019) wird sie nur noch im Militärattachédienst genutzt. Luftwaffe
Unterstützungsbereich
P11 1976 In Verwendung 7,62 × 36 mm Die P11 wird nur von den Kampfschwimmern als Unterwasserpistole verwendet. Marine
P7 - ?? 9 × 19 mm Die P7 wurde nur für den militärischen Personenschutz von den Feldjägern verwendet. Inzwischen ist die P7 durch die P30 abgelöst worden. Unterstützungsbereich
P8 1994 In Verwendung 9 × 19 mm Derzeitige Standard-Dienstpistole der Bundeswehr. Inzwischen wurde die Pistole mit einem verstärkten Verschluss zur Version P8A1 aufgewertet. Eine weitere Variante ist die P8 Combat, welche sich durch das Fehlen eines Sicherungshebels zur P8 unterscheidet. Heer
Luftwaffe
Marine
P9 1997–1998 In Verwendung 9 × 19 mm Eingeführt zunächst als P9M, eine Glock 17 der 3. Generation, und seit 2014 auch P9A1, eine Glock 17 der 4. Generation Heer

Marine

P10 2010 9 × 19 mm Verkürzte P8. Erprobungswaffe.
P12 1998 In Verwendung 11,43 × 23 mm Entspricht der P8 im Kaliber 11,43 × 23 mm (.45 ACP). Die P12 wird bei den spezialisierten Kräften geführt.
P30 2007–2008 In Verwendung 9 × 19 mm Die P30 ersetzt bei den Personenschutzkräften der Feldjägertruppe die P7 und dient im Kommando Spezialkräfte als Standardpistole.
Heer
Unterstützungsbereich
P14/P14K In Beschaffung 9 × 19 mm Die P14 und die P14K („Kompakt“) ersetzen die P9 und P30 beim Kommando Spezialkräfte des Heeres, Kommando Spezialkräfte der Marine und spezialisierten Kräften der Feldjäger. Basis für die P14 ist die Pistole Walther PDP. Heer
Marine
P13 In Beschaffung 9 × 19 mm Die CZ P-10 C OR des tschechischen Herstellers Česká zbrojovka wird unter der Bezeichnung P13 eingeführt und ersetzt die P8/P8A1 als neue Standard-Dienstpistole in der Bundeswehr. Heer
Luftwaffe
Marine

Maschinenpistolen

Bezeichnung Bild
Einführung im Jahr
Außerdienst­stellung
Kaliber Verwendung Benutzer
MP1 1955 1959 9 × 19 mm 740 Beretta Modell 38/49 wurden vom BGS übernommen. Heer
Luftwaffe
Marine
Thompson M1A1 1955 1959 11,43 × 23 mm 8.188 M1A1 Thompson Guns wurden 1955/56 von den USA geliefert und an Panzerbesatzungen und Kampfschwimmer ausgegeben. Heer
Luftwaffe
Marine
MP2A1
(„Uzi“)
1959 In Verwendung 9 × 19 mm Eine Variante mit starrer Holz-Schulterstütze (MP2) fand ebenfalls in der Bundeswehr Verwendung. Die MP2 soll vollständig durch eine weitere Beschaffung der MP7 ersetzt werden (Stand: 2019) Heer
Luftwaffe
Marine
MP5 1985 In Verwendung 9 × 19 mm Die Waffe wird nur von KSK, Kampfschwimmern, Feldjägern und Fernspähern innerhalb der Bundeswehr in verschiedenen Versionen verwendet. Früher gehörte sie zur Standardausstattung der Boardingteams. Heer
Marine
MP5K ?? In Verwendung 9 × 19 mm Die Waffe wird nur von Soldaten des KSK und der Feldjäger verwendet. Heer
MP7A1 2001 In Verwendung 4,6 × 30 mm Die HK MP7 wird im Konzept Infanterist der Zukunft und im abgeleiteten Projekt „Soldat im Einsatz – SiE“, sowie bei den Feldjägern verwendet. Sie soll weiterhin beschafft werden und die MP2 vollständig ersetzten (Stand: 2019) Heer
Luftwaffe
Marine

Flieger- und Panzerabwehrwaffen

Bezeichnung Bild
Einführung im Jahr
Außerdienst­stellung
Munition Verwendung Benutzer
M20A1B1 Super Bazooka 1955 1961 Kaliber 3,5″ (89 mm) Teil der Erstausstattung der Bundeswehr. Heer
Luftwaffe
Panzerfaust 44
(Panzerfaust leicht)
1963 ab 1992 Kaliber 60 mm Die Panzerfaust 44 wurde als leichte Panzerfaust bezeichnet und wird heute nicht mehr verwendet. Heer
Luftwaffe
Marine
Rückstoßfreies Geschütz M40A1 1959 1973 Kaliber 105 mm Wurde vor allem von Panzerabwehrkräfte der Luftlandebrigaden eingesetzt.Auch auf dem Spz HS 30 und Munga eingesetzt. Heer
MBB-Panzerabwehrwaffe Armbrust _ 1992 Kaliber 67 mm Erbrobungswaffe in den 1980er bis 1992, da schwereren Waffen wie der Panzerfaust 3 den Vorzug gab und sonst auf Lenkwaffensysteme wie etwa MILAN setzte, wurde die Armbrust nur bei einigen wenigen Einheiten eingeführt. Heer
Panzerfaust Carl Gustaf
(Panzerfaust schwer)
1967 In Verwendung Kaliber 84 mm Die Panzerfaust M2 Carl Gustaf wird noch zur Gefechtsfeldbeleuchtung eingesetzt. Heer
Luftwaffe
Marine
Panzerabwehrlenkrakete TOW 1970 Ab 2025 in Ausmusterung Lenkflug­körper mit Startrohr Aktuell nur noch die BGM-71E TOW 2B im Einsatz. Als Startplattformen fungierte auch der Wiesel 1, Bo-105, Wolf und Jaguar 2. Heer
Panzer­abwehr­lenkrakete MILAN 1977 2021 Lenkflug­körper mit Startrohr Eingesetzt bei der Panzergrenadiertruppe als auch Fallschirmjäger-, Jäger-, Gebirgsjäger- und Pioniertruppe. Bei den Panzergrenadieren zusätzlich auf dem Schützenpanzer Marder 1 integriert. Die MILAN ist im klassischen Sinne keine Handwaffe kann aber von zwei Soldaten (MILAN-Truppführer und Richtschütze) getragen werden. Heer
Marine
Panzerfaust 3 1992 In Verwendung Kaliber 110 mm Die Panzerfaust 3 ersetzt die leichte Panzerfaust und weitgehend die schwere Panzerfaust Carl Gustaf. Heer
Luftwaffe
Marine
Fliegerfaust 1 „Ost“ Strela 2 1990 2012 Raketen Die Strela 2 gehört zu den Flugabwehrwaffen und wurde aus NVA-Beständen übernommen. Heer
Luftwaffe
Fliegerfaust 1 „Redeye“ 1973 1992 Raketen Die FIM-43A/B Redeye war die erste von einem einzelnen Soldaten zu bedienende Flugabwehrrakete (MANPADS) die 1973 von der Bundeswehr eingeführt wurde. Heer
Luftwaffe
Marine
Fliegerfaust 2 1992 In Verwendung Raketen Die FIM-92E/F Stinger gehört zu den Flugabwehrwaffen. Werden durch die FIM-92K Block I ergänzt. Heer
Luftwaffe
Marine
Mehrrollen­fähiges leichtes Lenk­flugkörper­system 2009 In Verwendung Lenkflug­körper mit Startrohr Nachfolger der MILAN. Genutzt in der Variante Spike-LR hat der Lenkflugkörper eine Reichweite von vier Kilometer und wird von der Infanterie- und Spezialkräften sowie auf Schützenpanzer Puma, Marder und Waffenträger Wiesel eingesetzt. Heer
Marine
Wirkmittel 90 2012 In Verwendung Kaliber 90 mm Eingeführt als RGW90 LRMP zur Bekämpfung von Panzern, leicht gepanzerten Fahrzeugen, Infanterie und Feldbefestigungen. Auch für Gefechtsfeldbeleuchtung und Rauchgranaten einsetzbar. Heer
Leichtes Wirkmittel 1800+ 2024 In Verwendung Raketen Eingeführt zur Bekämpfung von ungepanzerten und leicht gepanzerten Fahrzeugen, mobilen und stationären Zielen sowie in gedeckter, teilgedeckter Stellung und in Gebäuden. Möglichkeit des Einsatzes gegen stärker gepanzerte Fahrzeuge oder Luftziele (mit jeweils anderem Sprengkopf). Heer

Blankwaffen und Taschenmesser

Bezeichnung Bild
Einführung im Jahr
Außerdienst­stellung
Klingen­länge Verwendung Benutzer
Taschenmesser
GAK 1
1976 2009 82 mm Das Taschenmesser GAK 1 (German Army Knife) der Firma Victorinox bekam unter den Soldaten den Beinamen BW Stumpf. Heer
Luftwaffe
Marine
Taschenmesser
GAK 4
2009 In Verwendung 85 mm Das Taschenmesser GAK 4 der Firma Victorinox ersetzte 2009 das alte der Bundeswehr. Durch seine mögliche Verwendung als Einhandmesser kam es (zumindest in der Anfangszeit) zu juristischen Irritationen. Das Messer durfte deswegen außerhalb der Dienstzeit nicht geführt werden und musste in der Kaserne unter Verschluss aufbewahrt werden. Heer
Luftwaffe
Marine
Bordmesser 85 mm Das Bordmesser gehört zur Ausrüstung jedes Marinesoldaten, es verfügt außerdem über einen Marlspieker. Marine
Fallschirm­jäger­messer*
Modell 1956
1956 1963 100 mm Das erste Fallmesser der Bundeswehr wurde in zwei Versionen an die Fallschirmjäger- und Panzertruppe ausgegeben. Die Bundeswehr war mit der Qualität der Fallmesser unzufrieden, so dass diese 1963 ersetzt wurden. Heer
Fallschirm­jäger­messer
Modell 1963
1963 140 mm Dieses wird nur an Soldaten der Fallschirmjägertruppe als Nahkampfwaffe und Sicherheitsmesser für den Fallschirmsprung ausgegeben. Heer
Bundeswehrkampfmesser* 1968 1992 Trotz des Namens eignet sich das Bundeswehrkampfmesser nicht primär als Nahkampfwaffe und war auch nicht dafür vorgesehen. Deshalb wurden bei Spezialeinheiten später das Gerber Mark 2 und danach das Böker KSK eingeführt. Die Beschaffung wurde 1992 eingestellt und das Messer wurde später durch das KM 2000 ersetzt. Heer
Luftwaffe
Marine
KM 2000 2003 In Verwendung 172 mm Das KM 2000 von Eickhorn ist das Standard-Kampfmesser der Bundeswehr. Heer
Luftwaffe
Marine
Bajonett AKM Typ I um 1993 145 mm Das Bajonett der AKM (modernisierte Kalaschnikow) ist eine Nahkampfwaffe aus NVA-Beständen. Die Waffe wurde nach der Wiedervereinigung bei infanteristischen Verbänden unter der Bezeichnung Kampfmesser, schwer eingeführt. Es diente als Kampfmesser, Säge und Drahtschneider, jedoch nicht als Bajonett, da inkompatibel. Heer
Bajonett AKM Typ II um 1993, 1997 teils modifiziert 145 mm Das Bajonett der AKM und AK-74 ist eine Nahkampfwaffe aus NVA-Beständen. Modifizierte Versionen können auf dem Sturmgewehr G36 aufgepflanzt werden. Das Bajonett musste am Haltering modifiziert werden, um aufgepflanzt werden zu können. Dazu wurde der originale Haltering abgeschnitten und ein anderer mit größerem Durchmesser angeschweißt. Zusätzlich wurde die lederne Gürtelhalterung durch eine neue aus Kunstfasern und Plastik ersetzt, welche mit dem westdeutschen Koppel kompatibel ist. Diese Änderung wurde nicht offiziell, sondern in Privatinitiative in begrenzter Stückzahl durchgeführt. Das Bajonett diente zusätzlich als Kampfmesser, Säge und Drahtschneider. Heer
Bajonett G3 170 mm Das Bajonett wurde nie an die Truppe ausgegeben, war aber in den frühen 1980ern im sog. „Kasernen-Bestand“. Die Klinge ist an den Seiten stumpf, weist also keinerlei Schneide auf, und war als reine Stichwaffe ausgelegt. Schleifen bzw. Entfernung der mattschwarzen Lackierung hatte zu unterbleiben (Lichtreflexion/Blendwirkung). Vereinzelt wurde das Bajonett bei manchen Einheiten (z. B. Schwimmbrücken-Pioniere / M-Bootfahrer) in Eigeninitiative ausgegeben/beschafft, um (dann mit geschliffener Klinge) Seile und Taue zu zertrennen. Heer
Luftwaffe
Marine
Kappmesser 1967 156 mm Ausgegeben an das fliegende Personal als Teil der Überlebensausrüstung. Bis 1983 von Puma geliefert. Danach von der Fa. Hirschkrone. Es gibt Modelle für die Flughafenfeuerwehr, die am Klingenrücken eine Einkerbung als Gurtschneider besitzen. Luftwaffe

* Blankwaffen gelten teilweise als Waffen und sind waffenkammerpflichtig oder dürfen nicht außer Dienst geführt werden, und müssen in der Kaserne durch den Soldaten außer Dienst unter Verschluss gehalten werden.

Weitere Waffen

Bezeichnung Bild
Einführung im Jahr
Außerdienst­stellung
Munition Verwendung Benutzer
MZF1 ?? In Verwendung Kaliber 12 Repetierflinte für Flintenlaufgeschosse – Verwendung bei KSK, Feldjägern, Kampfschwimmern und den Boardingteams. Heer
Marine
Granatmaschinenwaffe A1 1996 In Verwendung 40 x 53 mm HK GMW40 im Einsatz in der Bundeswehr. Wird auch auf gepanzerten Fahrzeuge installiert. Heer Marine Luftwaffe
GLM 2019 In Verwendung 40 × 46 mm Granate Das HK GLM ist eine Weiterentwicklung des HK AG36 und wurde speziell für den Einsatz am HK416A5/A8 und HK417 entwickelt. Heer Marine Luftwaffe
AG36 1997 In Verwendung 40 × 46 mm Granate Die Granatpistole AG36 (AG40-2) kann am Sturmgewehr G36 montiert werden. Heer
Luftwaffe
Marine
Granatpistole 40 mm 1974 In Verwendung 40 × 46 mm Granate Die Granatpistole 40 mm ist eine selbständige Sekundärwaffe. Heer
Luftwaffe
Marine
Schützenabwehrverlegemine DM31 1962 1998 530 g TNT Sprengladung Panzerabwehrverlegemine der Bundeswehr. Wurde nur durch die Pioniertruppe eingesetzt. Heer
Panzerabwehrmine AT2 1981 In Verwendung 907 g Composition B Sprengladung 1,2 Millionen Einheiten beschafft konnte auch vom LARS, Skorpion und MARS II eingesetzt werden. Heer
Panzerabwehrlandmine DM31 1985 In begrenzte Verwendung 3,5 kg Composition B Sprengladung 1985 wurden über 125.000 schwedischen Landminen des Typ FFV 028 SN für die Bundeswehr beschafft. Heer
Panzerabwehrrichtmine DM-12 1988 In Verwendung 1,5 kg HEAT (PARM-1)

1,9 kg HEAT (PARM-2) Sprengladung

Panzerabwehrrichtmine der Bundeswehr. Ab 2024 wird sie durch die neuere DM-22 PARM-2 abgelöst. Heer
M120 Mörser 1969 In Verwendung 120mm Mörser HE Finnische Tampella 120 Krh/40. Wurde auch auf dem M113G3 Panzermörser verwendet.

Es verwendet ein Panoramaperiskop PERI-R16A1 und einen festen Kollimator K12mA2.

Heer
M120R1 Mörser 2022 In Verwendung 120mm Mörser HE Soltam K-6 in Lizenz von Rheinmetall. Wurde ab 2022 beschafft und ersetzt den M120. Heer
HK P2A1 ?? In Verwendung 26,5 mm Leucht­geschosse Leuchtpistole zur Signalgebung und Gefechtsfeldbeleuchtung Heer
Luftwaffe
Marine
FHK 19 1970er Jahre In Verwendung Signal, Licht, DM13A2B2, 19 mm, PT, Einzelstern Notsignalgerät für Luftfahrzeugbesatzungen Heer
Luftwaffe
Marine
DM 34
Handflammpatrone
1965 2001 keine Diese Waffe gehört zu den Brandwaffen Heer
Luftwaffe
Marine
DM11 1955 ?? 52 g TNT Sprengladung Amerikanische Splitterhandgranate Typ Mk 2A1 „Pineapple“. Teil der Erstausstattung der Bundeswehr. Heer
Luftwaffe
Marine
DM21 ?? ?? 200 g TNT Sprengladung Amerikanische Sprenghandgranate Typ Mk 3A2. Die Lizenzproduktion erfolgte bei der norwegischen Firma Raufoss ANA (LOS RA). Heer
Luftwaffe
Marine
DM41 1955 ?? 150 g TNT Sprengladung Die Splitterhandgranate DM41A1 basierte auf die US M26A2 und gehörte zu den Standardhandwaffen der Bundeswehr. Die Übungshandgranate der DM41 trägt die Bezeichnung DM48. Ersetzte die DM11. Heer
Luftwaffe
Marine
DM51 1975 In Verwendung 60 g TNT Sprengladung Die DM51 ist die Standard-Handgranate der Bundeswehr. Die Übungshandgranate der DM51 trägt die Bezeichnung DM58. Heer
Luftwaffe
Marine

Literatur

  • Hans-Joachim Drost: Gelboliv – Die Ausstattung der Aufbauzeit 1956–1958. Militärverlag Drost, 2008
  • Wollert/Lidschun/Kopenhagen: Schützenwaffen heute, Band 1 + 2. Brandenburgisches Verlagshaus, 1993
  • Rolf Abresch, Ralph Wilhelm: Moderne Handwaffen der Bundeswehr. Report, Bonn 1999
  • Lothar Schuster: Das Ausstattungssoll der Heeresangehörigen der Bundeswehr 1955–2010. Zeughaus, 2011
  • Jan-Phillipp Weisswange: Handwaffen und Panzerabwehrhandwaffen der Bundeswehr. Geschichte – Technik – Taktik. E. S. Mittler & Sohn, Hamburg 2011

Siehe auch

  • Liste von Bundeswehrmunition
  • Liste von Kettenfahrzeugen der Bundeswehr
  • Liste von Luftfahrzeugen der Bundeswehr
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