Liste der Kulturdenkmale in Thallwitz

In der Liste der Kulturdenkmale in Thallwitz sind die Kulturdenkmale der sächsischen Gemeinde Thallwitz verzeichnet, die bis Januar 2026 vom Landesamt für Denkmalpflege Sachsen erfasst wurden (ohne archäologische Kulturdenkmale). Die Anmerkungen sind zu beachten.

Diese Aufzählung ist eine Teilmenge der Liste der Kulturdenkmale im Landkreis Leipzig.

 Karte mit allen Koordinaten: OSM | WikiMap

Thallwitz

Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID

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Sächsisch-Preußischer Grenzstein: Pilar Nr. 28 linkselbisch (Flurstück 557/12)
(Karte)
Nach 1828 Siehe auch Sachgesamtheit 09305644; vermessungs- und landesgeschichtlich von Bedeutung als Zeitdokument der historischen Grenzziehung zwischen Sachsen und Preußen nach dem Wiener Kongress 1815. Ca. 1,50 m hohe, schlanke Stele aus Rochlitzer Porphyrtuff mit eingemeißeltem Schriftfeld für Nummer und Länderkürzel KS/KP direkt auf der Grenzlinie. Die Nummer 28 im Schriftfeld wurde nachträglich entfernt, eine Seite trägt die Inschrift „XLIV“ (44.), was auf eine Zweitverwendung des Steines hindeutet. 08972307
 
Scheune eines Bauernhofes Am Teich 10
(Karte)
Um 1800 Fachwerk-Scheune, in gutem Originalzustand erhaltenes Wirtschaftsgebäude der ehemaligen Försterei, bau- und ortsgeschichtlich von Bedeutung. Eingeschossiger Fachwerkbau, Krüppelwalmdach. 08972453
 
Wegestein Bahnhofstraße 1 (vor)
(Karte)
19. Jahrhundert Zum Teil Kopie, Sandstein, Inschriften, verkehrsgeschichtliche Bedeutung. Sandsteinpfeiler, Pfeile und Ortsnamen „Eilenburg“ und „Bunitz“, Stein stark überarbeitet bzw. Kopie des historischen Originals.

Kopie einer quadratischen Sandsteinsäule mit Inschriften aus dem 19. Jahrhundert. Wegestein als Zeugnis der verkehrstechnischen Erschließung des ländlichen Raumes von verkehrsgeschichtlicher Bedeutung.

08972443
 

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Rittergut Thallwitz (Sachgesamtheit) Dorfplatz 4, 5, 8, 9
(Karte)
2. Hälfte 18. Jahrhundert Sachgesamtheit Rittergut Thallwitz, mit den Einzeldenkmalen: Herrenhaus/Pächterhaus (Nr. 5), zwei Kavaliershäuser (Nr. 4 und Nr. 8) und Scheune (Nr. 9) eines ehemaligen Rittergutes (08972452) und mit den Sachgesamtheitsteilen: zwei Brunnen, Reste einer Lindenallee und Hofpflaster; ehemalige symmetrische Gutsanlage zum ovalen Hof geformt, Herrenhaus/Pächterhaus schlichter Putzbau mit Walmdach, von ortsgeschichtlicher Bedeutung 09304520
 

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Herrenhaus/Pächterhaus (Nr. 5), zwei Kavaliershäuser (Nr. 4 und Nr. 8) und Scheune (Nr. 9) eines ehemaligen Rittergutes (Einzeldenkmale der Sachgesamtheit 09304520) Dorfplatz 4, 5, 8, 9
(Karte)
2. Hälfte 18. Jahrhundert, später überformt Einzeldenkmale der Sachgesamtheit Rittergut Thallwitz; ehemalige symmetrische Gutsanlage zum ovalen Hof geformt, Herrenhaus/Pächterhaus schlichter Putzbau mit Walmdach, von ortsgeschichtlicher Bedeutung. Ehemals symmetrische Gutsanlage zum ovalen Hof.
  • Herrenhaus: zweigeschossig, verputzter Bruchsteinbau, Fenster- und Türgewände in Sandstein, profilierte Traufe, im Inneren Gewölbe im Erdgeschoss, Walmdach
  • Kavaliershäuser: zweigeschossig, verputzter Massivbau, Zeltdächer, im Inneren Gewölbe
  • Lindenallee
  • Reste der Wirtschaftsgebäude (Scheune: verputzter Bruch- und Ziegelsteinbau, Dach erneuert)

Verbindungsbauten von Kavaliershäusern zum Herrenhaus 1945/1946 abgerissen.

08972452
 

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Straßenbrücke über den Herrenteich Im Ilsental 3 (hinter)
(Karte)
Mitte 19. Jahrhundert Bogenbrücke auf vier Bögen, verkehrsgeschichtliche Bedeutung. Verputzter Bruchsteinbau, zum Teil Ziegelstein, dreieckige Abdeckung. 08972442
 

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Schloss und Park Thallwitz (Sachgesamtheit) Kollauer Straße 4, 10
(Karte)
Um 1580 (Schloss); Anbau bezeichnet mit 1882 (Schloss); 18. Jahrhundert (Park) Sachgesamtheit Schloss und Park Thallwitz, mit den Einzeldenkmalen 08972451: Schloss (Nr. 10), Treppe mit Kaskade im Park und Gartenhaus sowie ehemalige Orangerie (Nr. 4), weiterhin Schlossgarten (Gartendenkmal) mit zwei Teichen und Allee, sowie mit den Sachgesamtheitsteilen: Nebengebäude am Schlossgarten und Einfriedungsmauer; Schloss ein Renaissancebau mit Volutengiebeln und Eckerker, von kunsthistorischer Bedeutung, Erweiterungsbau mit Turm im Neorenaissancestil (Architekt war Arwed Roßbach aus Leipzig), bemerkenswerter Barockgarten errichtet unter den Grafen von Hoym, seit 1783 Schloss im Besitz der Fürsten von Reuß-Ebersdorf, baugeschichtlich, ortsgeschichtlich und ortsbildprägend von Bedeutung. Einfriedungsmauer im Osten des Schlossgartens. 09304521
 

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Schloss (Nr. 10), Treppe mit Kaskade im Park und Gartenhaus sowie ehemalige Orangerie (Nr. 4), Einzeldenkmale der Sachgesamtheit 09304521 Kollauer Straße 4, 10
(Karte)
Um 1580 (Schloss); Anbau bezeichnet mit 1882 (Schloss); 1. Hälfte 19. Jahrhundert, spätere Veränderungen (Orangerie) Einzeldenkmale der Sachgesamtheit Schloss und Park Thallwitz; Schloss ein Renaissancebau mit Volutengiebeln und Eckerker, von kunsthistorischer Bedeutung, Erweiterungsbau mit Turm im Neorenaissancestil (Architekt: Arwed Rossbach, Leipzig), bemerkenswerter Barockgarten, Park errichtet unter den Grafen von Hoym, seit 1783 Schloss im Besitz der Fürsten von Reuß-Ebersdorf, baugeschichtlich, ortsgeschichtlich und ortsbildprägend von Bedeutung.
  • Schloss: dreigeschossiger Putzbau mit volutengeschmückten Zwerchhäusern, zur Hofseite Treppenturm und Eckerker, zur Gartenseite Terrasse
  • südlicher Anbau des 19. Jahrhunderts: in deutscher Neorenaissance dreigeschossig mit hohem Turm und Zwerchgiebeln, bezeichnet mit 1882 (MDCCCLXXXII, am Giebel), dreigeschossiger Putzbau mit volutengeschmückten Zwerchhäusern, zur Hofseite Treppenturm und Eckerker, zur Gartenseite Terrasse
  • Kaskade-Treppenanlage: Sandstein, Wasserbecken in Muschelform, Ziergitter
  • Gartenhäuschen: Holzbau mit Satteldach (von Holzsäulen gestützt)
  • Schlossgarten: Alleen, Teiche mit Brücke, Terrassen, Hecken, streng barocke Gliederung noch erkennbar, seit 1764 zum Landschaftspark umgestaltet
  • Orangerie: stark verändert
  • ehemaliges Kavalierhaus: um 1980 abgetragen, geringe Mauerreste noch vorhanden
08972451
 

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Ehemaliges Wohnhaus (Schösserhaus) Kollauer Straße 14
(Karte)
Bezeichnet mit 1779 Ortsbildprägender Fachwerkbau an Kirche und Schloss, ortsgeschichtliche und sozialhistorische Bedeutung. Zweigeschossig, Erdgeschoss massiv, Obergeschoss in Fachwerk (verputzt bzw. aufgebrettert), Krüppelwalmdach, Sonnenuhr (bezeichnet mit 1779), im Inneren originale Treppe (Putz und Fenster erneuert). 08972449
 

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Mühlengebäude (mit Mühlentechnik) und Lossalauf (ehemals Mühlgraben) mit Wehr und Uferbefestigung der Flutrinne (Untermühle) Mühlenstraße 32
(Karte)
Um 1790 laut Auskunft (Mühle); Mitte 19. Jahrhundert (Mühle); 1911, letztes Wasserrecht (Flutrinne) Säge- und Mahlmühle, schlichter Putzbau mit Krüppelwalmdach, Mühlentechnik erhalten, Schützenwehr teils in Holzkonstruktion, Uferbefestigung am Flutrinneneinlauf in Bruchstein, von technik- und ortsgeschichtlicher Bedeutung.
  • Mühlgebäude: zweigeschossiger Putzbau, Krüppelwalmdach, zum Teil alte Fenster, Sohlbänke Kunststein, profilierte Traufe, Erdgeschoss zum Teil steinerne Gewände, alte Tür
  • Getreidemühle und Sägemühle: eingeschossig, zum Teil massiv, zum Teil Fachwerk, flaches Pultdach, originale Mühlentechnik und Wasserrad
  • Mühlgraben (Messtischblatt 1907: Neuer Lossa-Bach) 1973 erneuert, 1969 stillgelegt
  • Einfassung am Einlauf der Flutrinne in Bruchsteinmauerwerk
  • Schützenwehr: in Holz- und Eisenkonstruktion ausgeführt, drei Schütztafeln, die manuell mit Winden über Kettenzüge bewegt werden
08972444
 
Pfarrhaus Neue Hauptstraße 1
(Karte)
Mitte 19. Jahrhundert Schlichter Putzbau mit originalem Türportal, von ortsgeschichtlicher Bedeutung. Zweigeschossig, Satteldach, verputzter Massivbau, Bruchsteinsockel, Tür- und Fenstergewände in Sandstein, Tür mit Verdachung in Sandstein, originale Tür, einfache Traufe (Putzgliederung erneuert). 08972455
 

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Wohnhaus Neue Hauptstraße 2
(Karte)
Um 1910 Straßenbildprägender Bau am Ortsteich mit typischer Putz-Klinker-Gliederung der Zeit um 1910, bau- und ortsentwicklungsgeschichtlich von Bedeutung. Zweigeschossiger Bau, Mansarddach (Biberschwanzdeckung), Erdgeschoss und Kellergeschoss Klinker, Putzstruktur, mehrere Giebel, Fenster unsachgemäß erneuert. 08972445
 

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Gasthof Zum Reußischen Hof mit Saalanbau Neue Hauptstraße 3
(Karte)
Mitte 19. Jahrhundert (Gasthof); ehemals bezeichnet mit 1903 (Saal-Anbau) Gut gegliederter Putzbau mit Drillingsfenster im Giebel, ortsgeschichtliche Bedeutung. Zweigeschossig, verputzt mit Putzgliederung, hohes Satteldach, Fenster im Erdgeschoss und am Giebel rundbogig, straßenseitiger Giebel mit Eckbekrönungen (Obelisken), Saal: Natursteinsockel, Klinkergliederungen, überhöhter Mittelteil, Satteldach, Inneres mit gusseisernen Säulen. 09263757
 

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Wohnhaus Neue Hauptstraße 4
(Karte)
Um 1905, im Kern vermutlich älter Einfach gegliederter Putzbau mit Krüppelwalmdach, ortsbildprägend an der Lossa, baugeschichtlich von Bedeutung. Zweigeschossig, Krüppelwalmdach, verputzter Ziegelsteinbau, einfache Putzgliederung, aufwändige originale Haustür mit Verdachung, originale Fenster. 08972454
 
Wohnhaus Neue Hauptstraße 9
(Karte)
Um 1800 Obergeschoss Fachwerk verputzt, im guten Originalzustand erhaltenes einfaches Wohnhaus der Zeit um 1800, baugeschichtlich von Bedeutung. Zweigeschossig, verputzter Massivbau, Obergeschoss vermutlich Fachwerk, einseitiges Krüppelwalmdach, originale Fenster, Tür mit Sandsteingewände, profilierte Traufe, Fenster vermutlich mit Holzgewände. 08972456
 

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Kirche mit Ausstattung, Kirchhof mit Kriegerdenkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges und Grabmale Neue Hauptstraße 10
(Karte)
Ende 15. Jahrhundert, jüngere Veränderungen (Kirche); 1896 (Orgel und Orgelprospekt); um 1920 (Kriegerdenkmal) Barocke Saalkirche mit Westturm und älterem, spätgotischem Chor mit polygonalem Schluss, baugeschichtlich, ortsgeschichtlich und ortsbildprägend von Bedeutung.
  • Kirche: verputzter Bruchsteinbau, Saalkirche mit eingezogenem Chor mit polygonalem Schluss (von 1440), Walmdach, Westturm mit oktogonalem Glockengeschoss und Haube (der Abschluss 1626), mehrere jüngere Anbauten
  • Kriegerdenkmal: Stele mit Relief und Bekrönung (Eisernes Kreuz) aus Porphyrtuff, Inschrift „1914–1918 – Für uns. Die dankbare Gemeinde Thallwitz.“, zum Teil stark verwittert
08972448
 

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Gasthof Sächsischer Hof (mit zwei Hausnummern) mit angebautem Seitengebäude und Mauerstück zur Kollauer Straße Neue Hauptstraße 12, 14
(Karte)
1. Hälfte 19. Jahrhundert (Gasthof); 2. Hälfte 19. Jahrhundert (Seitengebäude) Ortsbildprägender Putzbau, ortsgeschichtliche Bedeutung.
  • Gasthofgebäude: zweigeschossig, verputzt, Türgewände und Sohlbänke Sandstein, Satteldach, größtenteils historischer Fensterbestand, im Obergeschoss Saal
  • Wohnhaus: zweigeschossig, verputzt, Erdgeschoss und Giebel massiv, Obergeschoss Fachwerk, Satteldach, zum größten Teil historische Fenster
  • Nebengebäude mit Toreinfahrt: zweigeschossig, massiv, Sohlbänke Sandstein
  • Nebengebäude (Stall): Bruchstein- und Ziegelmauerwerk, verputzt, Sohlbänke Sandstein
09264808
 

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Speicherbau Siedewitzstraße 25
(Karte)
17. Jahrhundert, später verändert Typischer, mehrgeschossiger, stattlicher, mehrachsiger Kornspeicher, Putzbau mit kleinen Fenstern und großen Toren, mit Satteldach, ehemals zum Rittergut Thallwitz gehörig, orts- und baugeschichtliche Bedeutung. Dreigeschossig, Bruchstein- und Ziegelmauerwerk, verputzt, Putzgliederungen (Lisenenrahmungen), Fenstergewände im Erdgeschoss teils in Sandstein, am Giebel über ehemaligem Türsturz Stein mit Bezeichnung (unleserlich), Satteldach. 08966258
 

Böhlitz

Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID
Wasserturm Am Wasserturm 1 (gegenüber)
(Karte)
Um 1910 Alte Ortslage Collmen, unterer Teil des Turmes in Klinkerbauweise, technisches Denkmal, ortsgeschichtlich von Bedeutung. Unterer Teil des Turmes Klinker, Wasserbehälter verputzt, Zeltdach, insgesamt denkmalgerecht saniert. 08972467
 

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Sächsisch-Preußischer Grenzstein: Pilar Nr. 27 (linkselbisch) sowie 42 Läufersteine Collmer Weg
(Karte)
Nach 1828 Siehe auch Sachgesamtheit 09305644; vermessungs- und landesgeschichtlich von Bedeutung als Zeitdokument der historischen Grenzziehung zwischen Sachsen und Preußen nach dem Wiener Kongress 1815 08972485
 
Wohnhaus mit vier Hausnummern (Drescherhaus) Lossaer Straße 2, 4, 6, 8
(Karte)
Um 1800 Alte Ortslage Collmen, Tagelöhnerhaus, eingeschossiger Putzbau mit Mansarddach, von sozialhistorischer Bedeutung. Eingeschossiger, verputzter Bruchsteinbau, Mansarddach mit Gauben, steinerne Traufe, zum Teil originale Türen. 08972468
 
Villa Marienhof mit Garage und Villengarten Parkweg 5
(Karte)
1879–1880 Repräsentatives Wohngebäude im Schweizerhausstil, orts- und baugeschichtliche Bedeutung. Zweigeschossig, verputzter Massivbau mit Drempel, Drempel und Giebel in Fachwerk (ein Giebel verbrettert), flachgeneigtes Satteldach, Dachpfetten geschnitzt, zum Teil mit Aufbauten, hoher Sockel mit Putznutung, Sockelgesims Sandstein, Treppenaufgänge zur Straße und zum Park, Kellerfenstergewände Sandstein, originale Treppengitter, mehrere geschnitzte Balkone, Wappen und mehrere aufwändig geschnitzte Balkone besonders an der Veranda zur Gartenseite, Fenstergliederungen, zum Teil noch Fensterläden, originale Tür, originale Fenster, zum Teil Bleiglasfenster, im Inneren originales Treppenhaus mit Stuckdecke, Stuck und Bemalung im Inneren und Terrazzofußboden. Garage: originales Tor, Ziegelsteinsockel, verputzter Massivbau mit Satteldach.

1879/80 als Wohngebäude für den Rittergutsbesitzer von Böhlitz Johannes Markus Max Zacharias und dessen Familie errichtet, 1917 Vermietung an die Stadt Leipzig und Umbau zum Landjugendheim („Lutherhof“), 1927 durch Zwangsversteigerung an die Hannover AG (Steinbruchbetreiber), Nutzung als Büro und Wohnung des Böhlitzer Steinbruchdirektors Wilhelm Hartmann (ab 1932).
Es handelt sich um einen zweigeschossigen, verputzten Massivbau mit Drempel und flach geneigtem, weit überstehenden Satteldach. Hoher Sockel mit Sandsteinelementen (Fenstergewände, Gesims), Hauptgeschosse glatt verputzt, Fensterrahmungen profiliert, Drempel und Giebel in Fachwerk (ein Giebel verbrettert), geschnitzte Dachpfetten, zur Straße und zum Park Treppenaufgänge mit originalen Treppengittern, als äußerer Schmuck Wappen und mehrere aufwändig geschnitzte Balkone, besonders an der Veranda zur Gartenseite. Aus der Bauzeit Haustür und im Inneren originales Treppenhaus mit Stuckdecke und Terrazzofußboden, Bleiglasfenster. Garage verputzter Massivbau mit Ziegelsteinsockel und Satteldach. Im Garten historischer Baumbestand datiert.
Das Villenanwesen ist durch seine Verbindung mit dem Rittergut ein ortsgeschichtliches Zeugnis, es dokumentiert die Besitz-, Wohn- und Lebensverhältnisse des Böhlitzer Rittergutsbesitzers im ausgehenden 19. Jahrhundert. Einen ortsgeschichtlichen Aussagewerkt verkörpert es auch durch seine spätere Nutzung als Büro und Direktorenwohnung für den Steinbruch Böhlitz. Als zeittypisches und anspruchsvolles Beispiel der Villenarchitektur des späten 19. Jahrhunderts ist es auch baugeschichtlich von Belang.

08972462
 

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Gutsverwalterhaus (Nr. 1) und Herrenhaus (Nr. 2) des Rittergutes Collmen Steinhof 1, 2
(Karte)
Im Kern 17. Jahrhundert, später überformt (Herrenhaus); um 1800 (Gutsverwalterhaus) Alte Ortslage Collmen, Haus des Gutsverwalters schlichter Putzbau, Herrenhaus Putzbau mit Klinkergliederungen, geschweiftem Giebel und Eckerker, von ortsgeschichtlicher Bedeutung.
  • Haus des Gutsverwalters: zweigeschossiger, verputzter Massivbau, einseitig Krüppelwalmdach
  • Hauptgebäude: zweigeschossig, verputzter Massivbau mit Klinkergliederungen, Eckerker und Zwerchgiebel in Neorenaissanceform, Satteldach mit Dachhäuschen, Türen erneuert, markante Überdachung von 1940 am Haupteingang, Erdgeschoss zum Teil kreuzgratgewölbt, Stuckdecken (19. Jahrhundert)
08972466
 
Kriegerdenkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges Straße des Friedens 11 (neben)
(Karte)
Um 1920 Ortsgeschichtliche Bedeutung. Stele mit Relief (Eisernes Kreuz und Adler) aus Naturstein, Inschriften „Unseren Gefallenen Helden“, „1914–1918“ und Namen der Toten, Einfassung in Bruchstein. 08972465
 

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Martin-Luther-Kirche (mit Ausstattung), Kirchhof mit Einfriedung, Leichenhalle und Kriegerdenkmal für die Gefallenen des Zweiten Weltkrieges Straße des Friedens 23
(Karte)
Bezeichnet mit 1799 (Kirche); um 1930 (Leichenhalle); 1950er Jahre (Kriegerdenkmal) Barocke Saalkirche mit Westturm, baugeschichtlich, ortsgeschichtlich und ortsbildprägend von Bedeutung.
  • Kirche: Putzbau, gerader Chorschluss, Korbbogenfenster, Turm mit oktogonalem Obergeschoss und Haube
  • Kriegerdenkmal: Platte in Porphyrtuff, Inschrift und Symbol (Kreuz) „Alle die Fern ihrer Heimat sterben mußten bleiben unserer Liebe unvergessen 1939–1945. Der Herr lasse sie Ruhen in Frieden und das ewige Licht leuchte ihnen“
  • Leichenhalle: eingeschossiger verputzter Massivbau, Satteldach, Klinkertraufe, Fenster- und Türrahmung in Bruchstein (Quarzporphyr), Kreuz aus Bruchstein im Giebel
  • Silbermannorgel: pedallos (Positiv), stand bis 1800 in einer Leipziger Schule
08972463
 
Pfarrhaus Straße des Friedens 27
(Karte)
Um 1870, jüngere Veränderungen Spätklassizistisch wirkendes Gebäude, von ortshistorischer Bedeutung. Zweigeschossig, verputzter Massivbau, Bruchsteinsockel, Sockelgesims Sandstein, Fenstergliederung (Verdachung, Sohlbänke, Pfeiler) in Sandstein, Putzgliederung, Mittelrisalit, Satteldach, originale Tür, (Fenster zum Teil denkmalgerecht erneuert), ehemalige Gemeindeschwesterstation. 08972464
 

Canitz

Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID

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Scheune der ehemaligen Stellmacherei eines Ratsgutes Canitz 9
(Karte)
Um 1910 Gut gestaltete Scheune im Heimatstil, von bau- und ortsgeschichtlicher Bedeutung. Ortsbildprägend an der Muldenzufahrt, Bestandteil eines der Ratsgüter von Leipzig, eingeschossig, Krüppelwalmdach, Sockel Bruchstein, Ziegelstein-Putz-Fassade, Fachwerk-Zwerchgiebel, Segmentbogenfenster, -türen und -tore, originale Tür und Fenster, an beiden Giebeln drei Fensterschlitze. 08972259
 

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Wohnhaus, zwei Seitengebäude, Hofpflaster, Einfriedungsmauer, Schornstein der Brennerei und Taubenturm eines Ratsgutes Canitz 10
(Karte)
Um 1880 (Wohnhaus); Anfang 20. Jahrhundert (Seitengebäude) Putzbauten der Gründerzeit, von geschichtlicher Bedeutung, eines der Ratsgüter der Stadt Leipzig. Zweigeschossiges Wohnhaus mit Drempel, Satteldach (Traufseite zur Straße mit Dreiecksgiebel), Sockel (Bruchstein mit gelbem Ziegelstein), Erdgeschoss Putznutung, Obergeschoss einfache Putzgliederung, profilierte Putztraufe, Fenster im Obergeschoss zum Teil mit Verdachung, Giebel mit drei Rundbogenfenstern, originale Tür im Hof, Tür am Giebel mit Verdachung, Fachwerk-Altan, Taubenturm, Ziegelsteinbau (verputzt), Zeltdach, oktogonaler Grundriss, Seitengebäude, Ziegelstein und Lehmbau (verputzt), Satteldach, Scheune, Krüppelwalmdach mit Dachaufbauten, Sockel (Bruchstein), Ziegel-Putz-Fassade, Umfassungsmauer in Bruchstein mit Ziegelsteinkrone. 08972258
 
Gasthaus Canitz 12
(Karte)
Anfang 19. Jahrhundert In Fachwerkbauweise, von ortsgeschichtlicher Bedeutung. Zweigeschossig, Erdgeschoss massiv, Obergeschoss Fachwerk, Krüppelwalmdach, Putzsockel, profilierte Traufe, zum Teil Korbbogenfenster im Erdgeschoss (Fenster neu, Fachwerk aufgebrettert). 08972257
 
Wohnhaus eines Bauernhofes Canitz 16
(Karte)
Um 1800 Obergeschoss Fachwerk verputzt, Zeugnis bäuerlicher Lebensweise vergangener Zeiten, zentrale Lage im Ortskern. Zweigeschossig, verputzt, Erdgeschoss vermutlich massiv, Obergeschoss vermutlich Fachwerk, einseitig Krüppelwalmdach, Reste der alten Türgewände im Hof. 08972260
 

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Turmholländer Canitz 19
(Karte)
Bezeichnet mit 1876 Windmühle ohne technische Ausstattung, ortsgeschichtlich von Bedeutung, durch ihre exponierte Lage inmitten der landwirtschaftlichen Flächen außerhalb von Canitz auch landschaftsprägendes Element.
  • Turmholländer mit Anbau: dreigeschossig, konische Bauform, Sockel in Bruchsteinmauerung, Turm in roter Ziegelsteinmauerung, Rundbogenfenster, geschweifte, zeltdachförmige Haube mit Dachaufsatz für die Flügelwelle, Wetterfahne bezeichnet mit 1876, keine technische Ausstattung vorhanden
  • Anbau: eingeschossig, roter Ziegel, halbrund an die Mühle angebaut (kein Denkmal)
  • Mühlengeschichte: Turmholländer 1876 (Bezeichnung laut Wetterfahne) als Mahl- und Schrotmühle errichtet, Ziegel stammten aus eigener Brennerei, ehemals Jalousieflügel mit Spinne und einer Rutenlänge von ursprünglich 8 m, ehemals mit Windrose (nicht erhalten), 1912 Antrieb durch Sauggasmotor, 1924 Elektroantrieb: Mehl- und Schrotgang, 1954 Stilllegung: letzter Müllermeister war Kurt Müller, 1974 Kauf durch den Leipziger Fotografen Hans Wolfram Kasten und Rettung vor dem Verfall, 1983 Unterschutzstellung als Denkmal, 1993/94 Anbringung neue Ruten, 1995 Fenstererneuerung, Abbruch und Neuanbringung der Ruten, Dachdeckung mit kanadischen Rotbuchenschindeln

Turmholländer gehören zu den Holländerwindmühlen, die sich durch eine drehbare Haube auszeichnen. Holländerwindmühlen verbreiteten sich seit dem 16. Jahrhundert von den Niederlanden entlang der Nordküsten vor allem zwischen dem 18. und 19. Jahrhundert, in Richtung Süden. In Sachsen sind sie vor allem im ausgehenden 18. und im 19. Jahrhundert anstelle von Bockwindmühlen errichtet wurden. Holländermühlen unterscheidet man je nach ihrer Bauart nach Erd-Holländern, Sockelgeschossholländern, Galerieholländern, Kellerholländern und Turmholländern. Entgegen der Funktionsweise der Bockwindmühlen, bei denen der gesamte Mühlenkasten in den Wind gedreht werden musste, waren Holländermühlen so konstruiert, dass lediglich die Haube mit dem Flügelkreuz der anliegenden Windrichtung angepasst wurde, der Turm blieb fest am Boden. Turmholländer haben einen bis unter die Haube massiv gemauerten Mühlenturm mit unterschiedlicher Geschosszahl und Form. Die älteren, meist um 1820 erbauten sächsischen Turmholländer. Diese haben zumeist eine zylindrische Gestalt (seltener auch konisch) und drei bis vier Geschosse. Die jüngeren, meist nach 1850 errichteten sind mehr oder weniger stark konisch und besitzen fünf bis sechs Geschosse.

08972263
 


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Wasserwerk des Leipziger Betriebsnetzes bestehend aus Pumpenhaus, Kessel- und Maschinenhaus, Kohlenbunker, Filtergebäude, ehemaliges Verwaltungsgebäude, Maschinenmeisterwohnhaus, Schleusenturm, Sammelbrunnen, Walleinfriedung und Allee Canitz 21
(Karte)
1907–1912 (Wasserwerk); 1909–1910 (Kessel- und Maschinenhaus) Seit 1912 in Betrieb, technisches und architektonisches Denkmal der Zeit um 1910, Wasserwerk mit der größten Versorgungsleistung für die Region und Stadt Leipzig, daher auch regionalgeschichtlich von Bedeutung.
  • Pumpenhaus: verputzter Massivbau, Sockel zum Teil Bruchstein, rundbogige Fenstergewände aus Kunststein, Walmdach, mächtige Zwerchgiebel mit Thermenfenstern und Krüppelwalmdach, rundbogiger Haupteingang mit Schlussstein und Leipziger Wappen, Sockelgesims aus Kunststein, originale Tür (Beschläge, farbige Fenster, originale Verdachung), Lisenengliederung, Erweiterungsbau (Filteranlage) von 1935 (Walmdach, Klinkerputzfassade), im Inneren originaler Fußboden (Kachel, Estrich), originale Fliesen an Wänden, große Halle mit Ziegelsteingliederung, Empore mit originalem Brüstungsgitter, originale Dachkonstruktion aus Stahl-Fachwerk, Pumpen von Siemens-Schuckert & Metzenauer & Jung (Wuppertal: Elberfeld).
  • Kohlenschuppen: Anbau an das Kesselhaus, steiles Pultdach mit Stützkonstruktion, zur Straße überhängend, ehemals sechs zweiflügelige Tore, Sockel Bruchstein
  • Verwaltungsgebäude: eingeschossig, verbretterter Zwerchgiebel, Satteldach, eingeschossiges Seitengebäude, Bruchsteinsockel mit Kunststeingesims, zum Teil Ziegelsteinlisenen, verputzter Massivbau, Schlussstein an der Fassade, Giebel mit Originalputz, (ockerfarbig gestrichen), Vordachkonstruktion in Fachwerk
  • Maschinenmeisterwohnhaus: eingeschossig, Sockel mit Eckquaderung, Mansarddach (gelbe Biber), Fenster, Türen und Tor mit steinerner Sohlbank (Kunststein), denkmalgerecht erneuert
  • Sammelbrunnen: runder Grundriss mit Putzgliederung, von 1912
  • Schleusenturm (1930er Jahre): rund in Klinker
  • Walleinfriedung: kleiner Deich zum Haupttor flacher werdend
  • Allee: bestehend aus alten Linden

Von 1912 bis 1926 arbeitete das Wasserwerk mit dampfbetriebenen Kolbenpumpen, ab 1927 mit Motorenantrieb, neue Technik nach 1990 (kein Denkmal). Heizhaus (1909–1910, Dampfantrieb 1927 aus Motorantrieb umgerüstet) und Esse (1909) abgetragen.

08972262
 

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Aquädukt über die Mulde (Röhrenbrücke) Canitz 21 (zu)
(Karte)
1912 Betriebsanlage des Wasserwerkes Canitz für Rohrleitungen über die Mulde zur Wasserversorgung Leipzigs, (siehe auch Gemeinde Machern , südwestlicher Teil der Brücke, Gemarkung Püchau, 09305762), orts- und technikgeschichtlich von Bedeutung. Dreifeld-Betonbogenbrücke mit Putzgliederung (125 m lang), originale Eisengitterbrüstung und Lampen, seitliche Treppen und Steg ermöglichen Begehung für Fußgänger. Zwischen Canitz und Püchau überspannt eine Wölbbrücke aus Zweigelenk-Steinbogen mit zwei Flussöffnungen und einer Flutöffnung von je 34 m lichter Weite die Vereinigte Mulde. Sie dient zur Überführung der Canitzer Wasserleitung der Stadt Leipzig über die Mulde. Als Straßenbrücke gebaut, scheiterte ihre Benutzung an der Zustimmung des Canitzer Gutsbesitzers. An Stelle der Rampen befinden sich lediglich jeweils ein Treppenaufgang für Fußgänger und Radfahrer. Eine Rohrleitung liegt auf der Brücke, zwei Rohrleitungen sind innerhalb des Bauwerkes untergebracht. Im Zusammenhang mit dem Wasserwerk Canitz sollte diese Brücke als dessen Bestandteil gesehen werden. 08972261
 

Kollau

Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID

Weitere Bilder
Sächsisch-Preußischer Grenzstein: Pilar Nr. 29 (linkselbisch) sowie 66 Läufersteine (Flurstück 24)
(Karte)
Nach 1828 Siehe auch Sachgesamtheit 09305644; vermessungs- und landesgeschichtlich von Bedeutung als Zeitdokument der historischen Grenzziehung zwischen Sachsen und Preußen nach dem Wiener Kongress 1815 08972517
 

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Wasserwerk Kollau mit Brunnenhaus, Schaltwarte (Flurstück 280/18)
(Karte)
1937–1943 laut Auskunft Betonklinkerbau im Stil der Moderne, Teil des Wasserwerks Canitz, technik- und regionalgeschichtlich von Bedeutung 08972461
 
Kriegerdenkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges Kollau 9 (neben)
(Karte)
Um 1920 Von ortsgeschichtlicher Bedeutung. Sandsteintafel mit Inschrift (extrem verwittert), ummauert von gelben Ziegelsteinen, bekrönt von Eiserenem Kreuz in Stein mit Inschrift (1914–1918). 08972254
 

Lossa

Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID
Grabstein Alte Dorfstraße 11 (bei)
(Karte)
19. Jahrhundert Ortsgeschichtliche Bedeutung, Grabstein mit Inschrift „Graf von Könneritz ...“ 08972460
 
Wohnhaus mit fünf Hausnummern (Drescherhaus) Am Park 1, 3, 5, 7, 9
(Karte)
Um 1800 Tagelöhnerhaus (Schnitterkaserne) in der Nähe des Schlosses, eingeschossiger Putzbau mit Mansarddach, von sozialgeschichtlicher Bedeutung. Einstöckiger verputzter Bruchsteinbau, hohes Mansarddach mit Gauben, profilierte Traufe über Erdgeschoss und Gauben (aus Holz), Eckquaderung Naturstein, vier rückseitige Eingänge, einer vorn. 08972457
 

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Rittergut Lossa (Sachgesamtheit) Am Park 2, 4, 6
(Karte)
Mitte 16. Jahrhundert, spätere Veränderungen (Herrenhaus); 19. Jahrhundert (Wirtschaftshof) Sachgesamtheit Rittergut Lossa, mit den Einzeldenkmalen: Herrenhaus (Nr. 4), zwei Wohn- und Wirtschaftsgebäude (Nr. 2 und Nr. 6) und Einfriedung eines Rittergutes (08972458), weiterhin Gutspark (Gartendenkmal) und mit den Sachgesamtheitsteilen: weitere Wirtschaftsgebäude; Herrenhaus im Kern markanter Putzbau der Renaissancezeit, Betonung durch Mittelrisalit mit Zwerchhaus und Volutengiebel, orts- und baugeschichtlich bedeutend 09304518
 

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Herrenhaus (Nr. 4), zwei Wohn- und Wirtschaftsgebäude (Nr. 2 und Nr. 6) und Einfriedung eines Rittergutes (Einzeldenkmale der Sachgesamtheit 09304518) Am Park 2, 4, 6
(Karte)
Mitte 16. Jahrhundert, spätere Veränderungen Einzeldenkmale der Sachgesamtheit Rittergut Lossa; Herrenhaus im Kern markanter Putzbau der Renaissancezeit, Betonung durch Mittelrisalit mit Zwerchhaus und Volutengiebel, orts- und baugeschichtlich bedeutend.
  • Herrenhaus: unter Moritz von Mischwitz erbaut, elfachsiger Bruchsteinbau, zweigeschossig, Mittelrisalit mit Zwerchhaus und Volutengiebel, darüber Dachreiter, Satteldach mit Gauben, profilierte Renaissance-Fenstergewände aus Porphyrtuff, Mittelrisalit durch vier Kolossalpilaster gegliedert und drei rundbogige Eingänge, rückseitig stark hervorspringender vierachsiger Mittelrisalit mit Zwerchhaus, rückseitig Fenstergewände aus Sandstein und Porphyrtuff, giebelseitige Anbauten, rechts angebautes Torhaus mit Tordurchfahrt zum Park, Fenstergewände im Obergeschoss aus Porphyrtuff (profiliert), Walmdach
  • im Inneren des Herrenhauses: im Flur Kreuzgratgewölbe auf toskanischer Säule, Obergeschoss Holzbalkendecke
  • beidseitig flankierende Kavaliershäuser und Wirtschaftsgebäude: zweigeschossig, verputzte Bruchstein und Ziegelsteinbauten, vordere Gebäude Satteldach, hintere Gebäude Mansarddach mit Fledermausgauben
  • rechtes Wirtschaftsgebäude: im Erdgeschoss Kunststeingewände (Fenster und zwei Portale), Obergeschoss Fenstergewände aus Holz, profilierte Traufe, rückwärtiger späterer Vorbau mit Terrasse, Dachhecht, im Flur Kreuzgratgewölbe, rückseitig große Parkfläche mit Einfriedung (Massivmauer)
  • vordere Wirtschaftsgebäude: mit Wellpappe oder Wellblech verkleidet
08972458
 
Grabmal des Grafen von Könneritz Waldstraße
(Karte)
19. Jahrhundert Ortsgeschichtliche Bedeutung. Ehemaliger Obelisk Reste einer Grabanlage, Dekorationselemente (Feston), Inschrift „Seiner Gedenken ...“.

Grabmal durch Vandalismus zerstört.

08972459
 

Nischwitz

Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID

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Wasserkraftwerk Canitz mit Begrenzungsmauern und Schaltwarte sowie Kraftwerkskanal (Flurstücke 496, 510/5)
(Karte)
Um 1925 Eines von zwei erhaltenen Laufkraftwerken im Einzugsgebiet der Mulde, Zeugnis der Elektrifizierung des Leipziger Landes in den 1920er Jahren, großer, kubischer Putzbau mit landschaftsgestaltender Wirkung, versorgungsgeschichtlich von Bedeutung 08972256
 

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Zwei Wohn- und Wirtschaftsgebäude (Nr. 7 und Nr. 9) sowie Wohnhaus (mit zwei Hausnummern Nr. 11/13, Tagelöhnerhaus) eines Rittergutes (Einzeldenkmale der Sachgesamtheit 09304528, Dorfstraße 35) Clara-Zetkin-Straße 7, 9, 11, 13
(Karte)
19. Jahrhundert Einzeldenkmale der Sachgesamtheit Schloss, Park und Rittergut Nischwitz; stattliche Putzbauten des 19. Jahrhunderts, zum Teil mit Ziegelgliederung, von ortsgeschichtlicher Bedeutung.
  • Scheunen (Sachgesamtheitsteile): Bruch- und Ziegelsteinmauern, verputzt, Satteldach
  • Seitengebäude (Nummer 11/13): eingeschossig, Krüppelwalmdach, massiver Putzbau (Bruchstein)
  • Ställe: Ziegelsteinbau, Putz-Klinker-Gliederung, Zwerchhäuser zum Hof, Satteldach
  • Wohnbauten: zweigeschossig, massiv verputzt, Satteldach
08972282
 
Wohnhaus mit zwei Seitengebäuden, Vorgarten und Einfriedung Dorfstraße 11
(Karte)
Ehemals im Dachstuhl bezeichnet mit 1756 Schlichter barocker Putzbau mit Mansarddach, bau- und personengeschichtlich (Geburtshaus des sächsischen Kunsthistorikers und Denkmalpflegers Cornelius Gurlitt) von Bedeutung.
  • zweigeschossiges Wohnhaus: bezeichnet mit 1756, Dachbalken, Inschrift bei Sanierung 1993 entfernt, massiver Putzbau, Mansarddach mit Gauben, Obergeschoss massiv, Sandsteinfenstergewände, Erdgeschoss stark verändert (Tür, Fenster, Kratzputz der 1960er Jahre)
  • zweigeschossiges Seitengebäude: massive ein- bzw. zweigeschossiges Seitengebäude, massive Putzbauten, teilweise Fachwerk, Satteldach
  • Einfriedung: Klinkersockel, Pfeiler mit Putz-Klinkergliederung
08972276
 

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Taubenturm eines Bauernhofes Dorfstraße 13
(Karte)
18. Jahrhundert laut Auskunft In der Region seltener Taubenturm von historischer Bedeutung. Sockel massiv und verputzt, verbretterter Fachwerkaufbau, Zeltdach. 08972275
 

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Toranlage (Torbogen und Pforte) eines ehemaligen Dreiseithofes Dorfstraße 23
(Karte)
Bezeichnet mit 1820 oder 1826 Einzige historisch bedeutende Toranlage im Ort, straßenbildprägend, baugeschichtlich von Bedeutung. Tor mit Leutepforte (Korbbogen) massiv und verputzt (Putz erneuert), Schlussstein (Sandstein mit Inschriften „C.G. [Name unleserlich]“ und „1820 oder 1826, N.65“). 08972273
 
Wohnstallhaus eines Bauernhofes Dorfstraße 33
(Karte)
Um 1800 Zeugnis bäuerlicher Bau- und Lebensweise vergangener Zeiten in Fachwerkbauweise, baugeschichtlich von Bedeutung. Zweigeschossig, Erdgeschoss massiv, Obergeschoss und Giebel Fachwerk, Tür- und Fenstergewände im Erdgeschoss in Holz und Stein (Türen und Fenster erneuert), Satteldach. 08972280
 
Handschwengelpumpe Dorfstraße 33 (vor)
(Karte)
19. Jahrhundert Typ Hohe Pumpe, kulturgeschichtlich von Bedeutung. Gusseiserne Handschwengelpumpe mit reicher Dekoration. 08972277
 

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Schloss, Park und Rittergut Nischwitz (Sachgesamtheit) Dorfstraße 35 (Clara-Zetkin-Straße 7, 9, 11, 13; Straße der Einheit 24)
(Karte)
1745–1750, spätere Veränderungen (Schloss); 19. Jahrhundert (Gutsscheune und Wirtschaftsgebäude) Sachgesamtheit Schloss, Park und Rittergut Nischwitz, mit den Einzeldenkmalen: Schloss (Dorfstraße 35) mit zwei flankierenden Kavaliershäusern und Verbindungsgängen, sogenannter „Point de vue“ gegenüber dem Schloss, drei weitere Nebengebäude südlich des Schlosses, Toreinfahrt, Pförtnerhäuschen und Parkbauten (Mausoleum der Familie von Ritzenberg und Erbbegräbnis Familie von Zimmermann, zwei Teehäuschen und Mauer am Teich, sogenannter Aha), ehemaliger Gartenpavillon/Orangerie (Ruine, neben Straße der Einheit 24), zweite Toreinfahrt an der Clara-Zetkin-Straße und Einfriedungsmauern (08972281, Dorfstraße 35), weiterhin zwei Wohn- und Wirtschaftsgebäude (Clara-Zetkin-Straße 7 und 9) sowie Wohnhaus (mit zwei Hausnummern, Clara-Zetkin-Straße 11/13, Tagelöhnerhaus) eines Rittergutes (08972282, Clara-Zetkin-Straße 7-13), sowie Park und ehemalige Gärtnerei (Gartendenkmal), als Sachgesamtheitsteile: Scheunen und weitere Wirtschaftsgebäude sowie Hofpflaster des ehemaligen Wirtschaftshofes des Rittergutes Nischwitz (Clara-Zetkin-Straße 7–11); kunsthistorisch und historisch bedeutende barocke Schlossanlage, eines der bedeutendsten Landschlösser des sächsischen Rokoko (nach Entwurf des Architekten Johann Christoph Knöffel) für Reichsgraf Heinrich von Brühl 1745–1750 errichtet, bemerkenswerte Parkanlage 09304528
 

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Schloss (mit Ausstattung) mit zwei flankierenden Kavaliershäusern und Verbindungsgängen, sogenannter „Point de vue“ gegenüber dem Schloss, drei weitere Nebengebäude südlich des Schlosses, Toreinfahrt, Pförtnerhäuschen und Parkbauten (Mausoleum der Familie von Ritzenberg und Erbbegräbnis Familie von Zimmermann, zwei Teehäuschen und Mauer am Teich, sogenanntes Aha), ehemaliger Gartenpavillon/Orangerie (Ruine, neben Straße der Einheit 24), zweite Toreinfahrt an der Clara-Zetkin-Straße und Einfriedungsmauern (Einzeldenkmale der Sachgesamtheit 09304528) Dorfstraße 35
(Karte)
1745–1750, spätere Veränderungen (Schloss); 19. Jahrhundert (Mausoleum); Anfang 20. Jahrhundert (Erbbegräbnis) Einzeldenkmale der Sachgesamtheit Schloss, Park und Rittergut Nischwitz; kunsthistorisch und historisch bedeutende barocke Schlossanlage, eines der bedeutendsten Landschlösser des sächsischen Rokoko (nach Entwurf des Architekten Johann Christoph Knöffel) für Reichsgraf Heinrich von Brühl 1745–1750 errichtet. Bemerkenswerte Parkanlage, dreiseitig einen weiten Ehrenhof umschließender Komplex.
  • Schloss: zwei- bzw. dreigeschossig, verputzter Massivbau, Mansarddach mit Gauben (einige davon mit aufwändiger Gliederung), zum Hof zwei Seitenflügel und Mittelrisalit, zum Park Mittelrisalit mit Dreiecksgiebel (Balkon im 19. Jahrhundert entfernt), reiche Stuckatur an Risalit und Flügeln sowie architekturillusionistische Fassadenbemalung, Sockelgeschoss zum Hof mit vorgelagerter Freitreppe (Anfänger der Treppe mit Vasen), zwei halbrunde Bogengänge mit Pultdach zu den Seitengebäuden im Hof
  • im Inneren des Schlosses: Gartensaal, Festsaal mit Vorraum mit originaler Dekoration (Stefano Torelli), Treppenhausdekoration 19. Jahrhundert (Friedrich Preller der Jüngere), Eingangshalle 19. Jahrhundert (bezeichnet mit 1868, Neureuther)
  • Eingang, zwei Torpfosten mit Vasen, Eisengittertor, Pförtnerhäuschen, Einfriedung in Bruchstein, Seitengebäude, ehemalige Orangerie
  • ehemaliges Küchengebäude / Kavaliershaus: eingeschossig, verputzte Massivbauten, Mansarddach, erhöhter zweigeschossiger Mittelbau, Mansarddach
  • Point de vue: flacher Prospekt mit Nische, Türmchen und zwei Vasen (Skulpturen am Point de vue 1997 auf Grundlage des Ausgleichsleistungsgesetzes entfernt)
  • Park: ehemals Rokokoanlage, jetzt englischer Park der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts (Gustav Adolph Bönisch), (stark verwildert)
  • Parkbauten:
    • Mausoleum: Antentempel (Sandstein) mit eiserner Einfriedung und eiserner Eingangstür, im Inneren steinerne Särge (durch Vandalismus geschändet), 19. Jahrhundert
    • Grabanlage „v. Zimmermann“: Rustika-Mauer, Nische mit Inschrifttafel, seitlich zwei Steinbänke, liegend mehrere Steinkreuze mit Namen der Toten (Anfang 20. Jahrhundert)
    • Teehäuser: zwei auf quadratischem Grundriss mit Korbbogen geöffnete Ziegelsteinbauten, verputzt, Mansarddach, Reste von Stuckdekoration (stark ruinös)
    • ehemaliger Gartenpavillon (bei Straße der Einheit 24): quadratischer Grundriss, Mischmauerwerk (Bruchstein, Ziegelstein), ehemals verputzt, Notdach, Schlussstein aus Sandstein (Gebäude stark ruinös)
08972281
 

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Wohnhaus, daran angebautes Seitengebäude, Toranlage (Toreinfahrt und Pforte) und Hofpflaster eines Bauernhofes Dorfstraße 36
(Karte)
Bezeichnet mit 1909 Seltenes Beispiel eines fast original erhaltenen Gehöftes vom Anfang des 20. Jahrhunderts mit reich gegliederterer Putz-Fassade, Stallgebäude mit Putz-Klinker-Fassade, baugeschichtlich von Bedeutung.
  • Wohnhaus: zweigeschossiger Massivbau, Klinkersockel, reiche Putzgliederung, Satteldach, Giebel mit Palladio-Motiv, Risalit mit bekrönendem Dreiecksgiebel im Hof, ältere Türen, im Giebel originale Fenster
  • Stallgebäude, bezeichnet mit 1909 (Inschrifttafel am Stall): zweigeschossig, Bruch- und Ziegelsteinmauerwerk, Putz-Klinkergliederung, originale Türen und zum Teil Fenster
08972274
 

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Ehemalige Schule mit seitlichem Treppenaufgang Dorfstraße 37
(Karte)
Bezeichnet mit 1899 Großes, ortsbildprägendes Bauwerk des Historismus von ortsgeschichtlicher Bedeutung. Zweigeschossiger Bau, bezeichnet mit 1899 (am Giebel), Sockel Bruchstein (Eckquaderung Sandstein), Kellerfenster Sandsteinsohlbänke und gelbe Klinkerrahmung, Mittelrisalit mit Eckgliederung (gelber Klinker) und Krüppelwalmgiebel bekrönt, zwei große Dachhäuschen, Fensterumrahmung Klinker und Sandstein (Schlusssteine und Sohlbänke), Klinkergliederung der Fassade, Krüppelwalmdach, in beiden Giebeln Fensterdreiergruppe und zwei Okuli, Treppenaufgang Bruchsteinmauer mit Eckquaderung (Sandstein). 08972271
 

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Kirche mit Ausstattung und vier Grabsteine an der Kirche Dorfstraße 37a
(Karte)
Bezeichnet mit 1667, im Kern älter (Kirche); bezeichnet mit 1561 (Gemälde); 1752 (Altar) Barocke Kirche mit Westturm, im Kern mittelalterlich, baugeschichtlich, ortsgeschichtlich und ortsbildprägend von Bedeutung.
  • Kirche: Saalbau, verputzter Massivbau, querrechteckiger Westturm, Korbbogenfenster, Satteldach, Turm-Pyramidendach (ehemalige barocke Haube in den 1980er Jahren ersetzt), Jahreszahl 1667 am Giebel
  • Grabsteine: drei barocke Grabsteine, ein klassizistischer Grabstein
08972269
 

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Kriegerdenkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges Dorfstraße 37a (bei)
(Karte)
Um 1920 Ortsgeschichtliche Bedeutung. Sandstein, Blockform, Festons und Kreuz, alle vier Seiten mit Inschriften, Vorderfront Relief und Inschrift „1914–1918 Unseren Helden die Gemeinden Nischwitz und Lossa“, Sockelinschrift (Joh. 15,13), an den drei anderen Seiten Inschrift mit Namen der Gefallenen. 08972270
 
Wohnhaus, Scheune und daran angebautes Seitengebäude sowie Hofpflaster eines Bauernhofes Dorfstraße 55
(Karte)
Laut Auskunft 1717 im Kern (Bauernhaus); um 1900 (Seitengebäude) Zeugnis bäuerlicher Lebensweise vergangener Zeiten in Fachwerkbauweise, Seitengebäude massiv mit originaler Putzgliederung, baugeschichtlich von Bedeutung.
  • Wohnhaus: Erdgeschoss massiv (Ziegelstein, Lehmmauern), Bruchsteinsockel, Obergeschoss Fachwerk, Satteldach mit Schleppgauben, im Inneren alte Bretterdecke, originale Tür (Fachwerk fast vollständig erneuert, im Erdgeschoss neue Sandsteingewände, Ausfachungen: Lehmstein, denkmalgerechte Fenster)
  • Seitengebäude (Stall & Scheune): hakenförmig, massiv (Bruch- und Ziegelstein-Mischmauerwerk), verputzt (einfache Putzgliederung), originale Tür und Tore, Ziegelsteintraufe, Satteldach
08972272
 

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Leichenhalle und Eibenpflanzung auf dem Friedhof Straße der Einheit
(Karte)
Um 1890 Leichenhalle schöner Klinkerbau mit aufwändigem Vorbau, ortsgeschichtliche Bedeutung. Eingeschossiger Klinkerbau aus roten und gelben Ziegelsteinen, Bruchsteinsockel, Rundbogenfenster,Vorbau auf Sockel mit Vordach (Hängewerk). 08972279
 

Röcknitz

Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID

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Rittergut Röcknitz (Sachgesamtheit) An der Wasserburg 1, 3, 5, 7 (An der Feuerwehr 2)
(Karte)
Bezeichnet mit 1696, später überformt (Herrenhaus); 19. Jahrhundert (Wirtschaftshof) Sachgesamtheit Rittergut Röcknitz, mit den Einzeldenkmalen: Herrenhaus (Nr. 3), Pferdestallgebäude (Nr. 1), Inspektorenhaus (Nr. 7) mit angebautem Wirtschaftsgebäude (Nr. 5), Scheune, zwei Brücken und Einfriedungsmauer eines Rittergutes (08972471) sowie Gutspark (Gartendenkmal, mit Teichanlage mit Baumgruppe) und als Sachgesamtheitsteil: Rittergutsteich im Wirtschaftshof; Herrenhaus ein schlichter Putzbau mit markanten Dachaufbauten, ursprünglich eine Wasserburg, von ortsgeschichtlicher und kunsthistorischer Bedeutung [Störelement: Kindergarten im Park, An der Feuerwehr 2].

Kindergarten, An der Feuerwehr 2 erbaut 1958, in den Gutspark hineingesetzt.

09304519
 

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Herrenhaus (Nr. 3), Pferdestallgebäude (Nr. 1), Inspektorenhaus (Nr. 7) mit angebautem Wirtschaftsgebäude (Nr. 5), Scheune, zwei Brücken und Einfriedungsmauer eines Rittergutes (Einzeldenkmale der Sachgesamtheit 09304519) An der Wasserburg 1, 3, 5, 7
(Karte)
Bezeichnet mit 1696, später überformt (Herrenhaus); 19. Jahrhundert (Wirtschaftsgebäude); Anfang 20. Jahrhundert (Gutsverwalterhaus) Einzeldenkmale der Sachgesamtheit Rittergut Röcknitz; Herrenhaus ein schlichter Putzbau mit markanten Dachaufbauten, ursprünglich eine Wasserburg, von ortsgeschichtlicher und kunsthistorischer Bedeutung.
  • Herrenhaus: zweigeschossiger, verputzter Bruchsteinbau mit Sandstein-Eckquaderung, Tür- und Fenstergewände in Sandstein, Satteldach mit zwei Eckzwerchhäusern (verputzte Ziegelsteinaufbauten), zum Garten hölzerne Traufen am Dreiecksgiebel und profilierte Putztraufe und Fensterfaschen, ältere Tür zum Garten mit Freitreppe, Tür mit Schlussstein und Wappen mit Inschrift bezeichnet mit „J.P.C.A.V.B.“ (Joachim Plötz und Chatharina Agnes von Birkholz) 1696, im Inneren: im Erdgeschoss Balkendecke mit einfacher Stuckverzierung, in der Diele hölzernes Treppenhaus, Kamin, Bleiglasfensteroberlicht über Gartentür und Fußbodenfliesen, im Erdgeschoss zum Teil Gewölbe, im Obergeschoss zum Teil einfache Stuckgliederung der Decken, zwei Jugendstilkachelöfen
  • Scheune: Bruchsteinbau, ehemals verputzt, Satteldach, mittiger Dachaufbau, Fledermausgauben, große Toröffnungen und Lüftungsschlitze
  • Stall: zweigeschossiger verputzter Bruchsteinbau, einseitiges Krüppelwalmdach mit Fledermausgauben und Dachaufbau, zum Hof äußerer Treppenaufgang, daran anschließend Seitengebäude
  • Seitengebäude/Inspektorenhaus: zweigeschossig, Satteldach mit profilierter Holztraufe, Drempel, zum Hof Dachhäuschen, aufgeputzte Eckpilaster, zarte Putzgesimse, originale Fenster und Tür
  • zweites Seitengebäude/Pferdestall: zweigeschossiger, verputzter Bruchsteinbau, Bruchsteinsockel, Dachaufbau in Ziegelstein, Satteldach mit Hecht und Fledermausgauben, mehrere große Tore im Erdgeschoss
08972471
 
Ehemalige Kirchschule Lindenstraße 9
(Karte)
Bezeichnet mit 1866, Umbauten bezeichnet mit 1913 (Inschrifttafeln) Alte Ortslage Treben, schlichter Putzbau des 19. Jahrhunderts, sogenanntes Kirchschullehn, von orts- und sozialgeschichtlicher Bedeutung. Zweigeschossiger, verputzter Bruchsteinbau, Türgewände und Fenster-Sohlbänke im Erdgeschoss Sandstein, Satteldach, originale Tür, originale Fenster (Putz erneuert), Inschrifttafeln „1866 J.N.J. lasset die Kindlein zu mir kommen!“, „Umbau 1913“, im Inneren originale Türen. 08972474
 

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Kirche mit Ausstattung, Kirchhof mit Einfriedungsmauer und barocker Grabfigur an der Kirche Schulstraße 1
(Karte)
1508 (Chor der Kirche); nach 1508 (Altar); 17. Jahrhundert, im Kern älter (Kirche); Ende 17. Jahrhundert (Patronatsloge); bezeichnet mit 1698 (Kanzel) Alte Ortslage Treben, im Kern romanische Chorturmkirche, Chor spätgotisch erneuert, gesamte Kirche barock überformt, baugeschichtlich, ortsgeschichtlich und ortsbildprägend von Bedeutung.
  • Kirche: romanische Chorturmkirche, verputzter Bruchsteinbau, Satteldach, Chor mit polygonalem Schluss (von 1508) und Spitzbogenfenstern, sonst Segmentbogenfenster, oktogonales Turmobergeschoss mit Schieferhaube, in der Kirche Reste des Kriegerdenkmals für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges (ehemals an der Kirchwand)
  • Friedhofsmauer: Bruchstein, Keramikplattenabdeckung
08972473
 
Spritzenhaus Schulstraße 1 (neben)
(Karte)
Um 1840 Alte Ortslage Treben, kleines Gebäude mit Fachwerkgiebel, ortsgeschichtliche Bedeutung. Ortsbildprägende Lage am Kirchhof, eingeschossiger Massivbau, verputzt, Satteldach, alte Toreinfahrt, Fachwerkgiebel. 08972476
 
Wohnhaus Schulstraße 6
(Karte)
Mitte 19. Jahrhundert Alte Ortslage Treben, eingeschossiger Massivbau in Lehmbauweise, von sozialhistorischer Bedeutung. Eingeschossiger, verputzter Massivbau (Lehm auf Bruchsteinsockel), steiles Satteldach, verbretterter Giebel, ältere Fenster (Tür jünger). 08972477
 

Wasewitz

Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID
Feldscheune eines Bauernhofes Wasewitz 7
(Karte)
19. Jahrhundert Zeugnis bäuerlicher Bauweise vergangener Zeiten, ortsbildprägende Lehmscheune mit Fachwerkgiebel, baugeschichtlich von Bedeutung. Die Scheune ist ein eingeschossiger Lehmbau, ein Giebel ist aus Fachwerk, der andere aus Ziegelsteinen errichtet. Die Scheune hat ein einseitiges Krüppelwalmdach. 08972265
 

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Wohnhaus, winkelförmig angebautes Seitengebäude und Hofpflaster eines ehemaligen Dreiseithofes Wasewitz 16
(Karte)
Um 1900 Großer Bauernhof vergangener Zeit, Relikt einer ortstypischen Hofstruktur, ortsbildprägendes Wohnhaus, bau- und ortsgeschichtlich von Bedeutung. Das zweigeschossige Wohnhaus besitzt ein Satteldach, der Sockel ist aus Bruch- und Ziegelstein, die Kellerfenster mit Kunststeingewänden, Fenstersohlbänke aus Kunststein, die Fenster im Obergeschoss mit Verdachung, im Giebel befindet sich eine Fensterdreiergruppe, originale Putzgliederung, originale Türen im Hof, profilierte Putztraufe, (Fenster denkmalgerecht erneuert), Seitengebäude, verputzte Ziegelsteinbauten, einfache Putzgliederung, originale Türen und Tore. 08972266
 

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Kirche mit Ausstattung Wasewitz 19
(Karte)
12. Jahrhundert, spätere Veränderungen (Kirche); bezeichnet mit 1548 (Kanzel); 1851 (Kirchturm); 1886 (Orgel) Vermutlich romanische Wehrkirche, kleine Saalkirche mit Apsis, darüber der 1851 aufgestockte Turm, mit wertvolle Wandmalereien von 1496 im Inneren, baugeschichtlich, ortsgeschichtlich und ortsbildprägend von Bedeutung. Die Romanische Saalkirche mit hohem Rundturm ist ein verputzter Bruchsteinbau mit Ecklisenen, Apsis, und Satteldach, der Turm ist mit Gurtbändern gegliedert und mit Haube und Wetterfahne. 08970721
 

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Wohnhaus, zwei Seitengebäude, Scheune, Hofpflaster und Bauerngarten eines Vierseithofes Wasewitz 23
(Karte)
Bezeichnet mit 1889 (östliches Seitengebäude); um 1900 (Bauernhaus und Scheune) Ortsbildprägende, große alte Hofanlage in beeindruckender Geschlossenheit, das Wohnhaus ist ein Putzbau von klassizistischer Wirkung mit Zwillingsfenstern im Giebel, ein westliches Seitengebäude mit Fachwerk-Obergeschoss, die Scheune massiv mit Fachwerkgiebel, bau- und ortsgeschichtlich von Bedeutung. Das zweigeschossige Wohnhaus mit Drempel, massiv, Satteldach, der Sockel aus Bruchstein mit Ziegelstein, Putzgliederung, Obergeschoss mit Fensterverdachung, Putzgesims, zwei Rundbogenfenster im Giebel, profilierte Putztraufe, ältere Fenster, Stall, massives Erdgeschoss, Obergeschoss Fachwerk, Satteldach, zweiter Stall, bezeichnet mit 1889 (Inschrifttafel am Stallgiebel): eineinhalbgeschossig, massiv in Bruchstein (Sockel) und Ziegelstein (Wand), Ziegelstein-Rahmung der Öffnungen, einfache Putzgliederung, Satteldach, Ziegelsteintraufe, am Giebel Tafel mit Inschrift „H.A. 1889“, Scheune in Bruchstein und Fachwerk, Krüppelwalmdach, Fledermausgauben. 08970102
 

Weitere Bilder
Wohnhaus und Seitengebäude (mit Kumthalle) eines Dreiseithofes Wasewitz 31
(Karte)
Um 1890 Das Wohnhaus ist ein Putzbau, das Seitengebäude ein Pferdestall mit dreibogiger Kumthalle, Zeugnis bäuerlicher Bau- und Lebensweise, bau- und ortsgeschichtlich von Bedeutung. Das zweigeschossige Wohnhaus, ein verputzter Ziegelsteinbau, besitzt ein Satteldach. Der Pferdestall ist eineinhalbgeschossig und massiv aus Bruch- und Ziegelstein mit Satteldach, die Kumthalle mit Sandsteinsäulen, am Giebel mit Fensterverdachungen. 08972267
 

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Alte Ziegelei, mit Wäschemangel im Anbau Wasewitz 33 (bei)
(Karte)
19. Jahrhundert Orts- und technikgeschichtlich von Bedeutung. Der Ziegelofen besitzt eine Bruchsteinform mit Rundbogenöffnungen, ein Tonnengewölbe im Anbau mit Wäschemangel aus Holz. 08972597
 
Wegestein Wasewitz 38 (neben)
(Karte)
3. Drittel 19. Jahrhundert Steinsäule mit Kilometerangaben nach Lossa (3), Thallwitz (1,4), Canitz (1), und Richtungspfeilen, ab 1870, verkehrsgeschichtliche Bedeutung 08972264
 

Zwochau

Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID
Bergkeller Zwochau 1, 1a (gegenüber)
(Karte)
Ende 19. Jahrhundert Der aus Quarzporphyr errichtete Bruchsteinbau ist von ortshistorischer Bedeutung und hat drei Eingänge. Die Öffnungen sind mit Ziegel- und Sandstein gerahmt, im Inneren befindet sich ein Tonnengewölbe. 08972470
 

Tabellenlegende

  • Bild: Bild des Kulturdenkmals, ggf. zusätzlich mit einem Link zu weiteren Fotos des Kulturdenkmals im Medienarchiv Wikimedia Commons. Wenn man auf das Kamerasymbol klickt, können Fotos zu Kulturdenkmalen aus dieser Liste hochgeladen werden:
  • Bezeichnung: Denkmalgeschützte Objekte und ggf. Bauwerksname des Kulturdenkmals
  • Lage: Straßenname und Hausnummer oder Flurstücknummer des Kulturdenkmals. Die Grundsortierung der Liste erfolgt nach dieser Adresse. Der Link (Karte) führt zu verschiedenen Kartendiensten mit der Position des Kulturdenkmals. Fehlt dieser Link, wurden die Koordinaten noch nicht eingetragen. Sind diese bekannt, können sie über ein Tool mit einer Kartenansicht einfach nachgetragen werden. In dieser Kartenansicht sind Kulturdenkmale ohne Koordinaten mit einem roten bzw. orangen Marker dargestellt und können durch Verschieben auf die richtige Position in der Karte mit Koordinaten versehen werden. Kulturdenkmale ohne Bild sind an einem blauen bzw. roten Marker erkennbar.
  • Datierung: Baubeginn, Fertigstellung, Datum der Erstnennung oder grobe zeitliche Einordnung entsprechend dem Eintrag in der sächsischen Denkmaldatenbank
  • Beschreibung: Kurzcharakteristik des Kulturdenkmals entsprechend dem Eintrag in der sächsischen Denkmaldatenbank, ggf. ergänzt durch die dort nur selten veröffentlichten Erfassungstexte oder zusätzliche Informationen
  • ID: Vom Landesamt für Denkmalpflege Sachsen vergebene, das Kulturdenkmal eindeutig identifizierende Objekt-Nummer. Der Link führt zum PDF-Denkmaldokument des Landesamtes für Denkmalpflege Sachsen. Bei ehemaligen Kulturdenkmalen können die Objektnummern unbekannt sein und deshalb fehlen bzw. die Links von aus der Datenbank entfernten Objektnummern ins Leere führen. Ein ggf. vorhandenes Icon führt zu den Angaben des Kulturdenkmals bei Wikidata.

Anmerkungen

  • Diese Liste ist nicht geeignet, verbindliche Aussagen zum Denkmalstatus eines Objektes abzuleiten. Soweit eine rechtsverbindliche Feststellung der Denkmaleigenschaft eines Objektes gewünscht wird, kann der Eigentümer bei der zuständigen unteren Denkmalschutzbehörde einen Bescheid beantragen.
  • Die amtliche Kulturdenkmalliste ist niemals abgeschlossen. Durch Präzisierungen, Neuaufnahmen oder Streichungen wird sie permanent verändert. Eine Übernahme solcher Änderungen in diese Liste ist nicht sichergestellt, wodurch sich Abweichungen ergeben können.
  • Die Denkmaleigenschaft eines Objektes ist nicht von der Eintragung in diese oder die amtliche Liste abhängig. Auch Objekte, die nicht verzeichnet sind, können Denkmale sein.
  • Grundsätzlich erstreckt sich die Denkmaleigenschaft auf Substanz und Erscheinungsbild insgesamt, auch des Inneren. Abweichendes gilt dann, wenn ausdrücklich nur Teile geschützt sind (z. B. die Fassade).

Quellen

  • Denkmalkarte Sachsen, abgerufen am 2. Januar 2026.: Die Denkmalliste kann durch Anklicken des Feldes „Zur Kenntnis genommen“ am Ende der Seite aufgerufen werden, anschließend kann man die Denkmalkarte öffnen. In der Wikipedialiste können in der Spalte „Beschreibung“ die sogenannten „Erfassungstexte“ eingetragen sein, die in den offiziellen Quellen größtenteils nicht mehr lesbar sind. Diese waren bei der Freischaltung der Datenbank vorübergehend für die Öffentlichkeit komplett abrufbar und wurden für viele Listen automatisiert ausgelesen.

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