Startseite | Liste der Wappen mit hanauischen Sparren
Die Liste der Wappen mit hanauischen Sparren verzeichnet alle offiziellen Wappen, die als einen Bestandteil die heraldische Figur der Sparren in den Farben des Wappens der Grafschaft Hanau (drei rote Sparren auf goldenem Grund) aufweisen. Das Wappen wurde nach dem Tod des letzten Hanauer Grafen Johann Reinhard III. 1736 von dessen Erben Hessen-Kassel und Hessen-Darmstadt in ihr Wappen integriert.
Gebiete, die ehemals zur Grafschaft gehörten, verwenden die Hanauer Sparren bei zahlreichen Kommunalwappen in Hessen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und in Bayern sowie im Elsass. Das Kerngebiet der Grafschaft befand sich im Mittelalter zunächst im nördlichen Spessartgebiet und der südlichen Wetterau. Für die weite geografische Verbreitung des Wappens sorgten besonders die Grafen von Hanau-Lichtenberg, denen durch Erbschaft die Herrschaft Lichtenberg im nördlichen Elsass zugefallen war.
Eine Reihe von Darstellungen dieser Wappen sind an und in historischen Gebäuden erhalten.
Wappen der Herren und Grafen von Hanau
Wappen
Herkunft/Besonderheiten
Wappen der Herrschaft Hanau bis 1429, der Grafschaft Hanau bis 1458, der Grafschaft Hanau-Münzenberg bis 1559 und der Grafschaft Hanau-Lichtenberg bis 1480
Wappen der Grafschaft Hanau-Münzenberg (1559–1642)
Das Dorf war real geteilt, was sich auch im Wappen widerspiegelt: Ein Teil gehörte zur Grafschaft Hanau-Lichtenberg, der andere zur Markgrafschaft Baden.
Nidderau
Stadt
Hessen
Die Sparren wurden aus den Ortswappen von Windecken und Ostheim (beide Amt Windecken, Grafschaft Hanau-Münzenberg) in das Stadtwappen übernommen.
Obersimten
Ortsgemeinde
Rheinland-Pfalz
Ehemals Grafschaft Hanau-Lichtenberg
Offendorf
Gemeinde
Département Bas-Rhin (F)
Ehemals Grafschaft Hanau-Lichtenberg
Philippsbourg
Gemeinde
Département Moselle (F)
Ehemals Grafschaft Hanau-Lichtenberg
Reinhardsmunster
Gemeinde
Département Bas-Rhin (F)
Ehemals Grafschaft Hanau-Lichtenberg
Riedelberg
Ortsgemeinde
Rheinland-Pfalz
Ehemals Grafschaft Hanau-Lichtenberg
Rieneck
Stadt
Bayern
Die hanauischen Sparren zusammen mit den Rienecker Balken, von denen sie abgeleitet wurden und dem Mainzer Rad
Wappen von Her(r)lisheim im Département Bas-Rhin in der Region Elsass in Frankreich, ehemals: Grafschaft Hanau-Lichtenberg, mit vertauschten Farben (blau statt rot)
Andere Wappen
Die Hanauer Sparren sind aus den Kommunalwappen heraus vielfach weiterverbreitet worden, besonders in örtlichen Vereinen. In Hanau sind das z. B. die Freiwillige Feuerwehr, der Hanauer Geschichtsverein und viele mehr.
Erhaltene Darstellungen als Baudekoration
Wappen
Ort
Anmerkung
Wappen am ehemaligen Gasthof „Zum Löwen“ in Altheim
Orgelprospekt der Kirche St. Nikolaus in Babenhausen
Das Wappen soll wohl das Hanau-Lichtenberger Wappen wiedergeben, enthält aber eine Reihe von Fehlern: Die Sparren sind um 180° verdreht, das Mittelfeld war nie weiß und die Farben der Balken links unten sind zutreffend rot und weiß.
Allianzwappen am Portal des Kanzleibaus in Hanau
Das (heraldisch) rechte Wappen ist das Hanauer und zeigt die Sparren
Wappen im Dachgiebel des Neustädter Rathauses, Hanau
Siehe auch
Wappen der Grafschaft Hanau
Literatur
Hans-Peter Lachmann: Siegel der Herren und Grafen von Hanau. In: Eckhard Meise (Hrsg.): 675 Jahre Altstadt Hanau. Festschrift zum Stadtjubiläum und Katalog zur Ausstellung im Historischen Museum der Stadt Hanau am Main. Peters, Hanau 1978, ISBN 3-87627-242-4, S. 141–149.
Alfred Matt: Les Armoiries. In: Société d’Histoire et d’Archaeologie de Saverne et Environs (Hrsg.): Cinquième centenaire de la création du Comté de Hanau-Lichtenberg 1480 – 1980 = Pays d’Alsace 111/112 (2, 3 / 1980), S. 59–62.
Eckhard Meise: Die Wappen der vereinigten Städte Hanau. In: Neues Magazin für Hanauische Geschichte 2005, S. 41–77.
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