In der Liste der größten Eisenerzförderer werden Tabellen und Grafiken mit genauen Angaben zum Thema Eisenerz dargestellt.
Überblick
Im Jahr 2023 waren Australien (953 Millionen Tonnen), Brasilien (445 Millionen Tonnen), die Volksrepublik China (278 Millionen Tonnen) und Indien (ebenfalls 278 Millionen Tonnen) die vier bedeutendsten Förderländer für Eisenerz, die zusammen einen Anteil von 77 Prozent an den weltweit geförderten 2,53 Milliarden Tonnen besaßen. Wichtige Abbaugebiete in Europa befinden sich in Russland, der Ukraine und Schweden.
Die wirtschaftlich abbaubaren Vorräte wurden 2025 von der United States Geological Survey (USGS) weltweit auf 200 Milliarden Tonnen Erz mit einem Metallgehalt von 88 Milliarden Tonnen Eisen geschätzt. Die statische Reichweite liegt demnach bei rund 79 Jahren. Die größten Vorräte befinden sich in Australien (29 %), Russland (18 %) und Brasilien (17 %). Große Teile der australischen Förderung werden nach China exportiert. Im Amazonasurwald Brasiliens, in der Serra dos Carajás, befindet sich die größte Eisenerzlagerstätte der Welt mit geschätzten 17 Milliarden Tonnen Bänder-Eisenerz, das in einem riesigen Tagebau gewonnen wird.
In den außereuropäischen Ländern, aber auch in Russland und der Ukraine werden überwiegend höherwertige Erze preiswerter gefördert und angeboten als durch die Produzenten in der Europäischen Union. Daher haben fast alle früheren Förderländer in der EU, beispielsweise Luxemburg (1982), Großbritannien (1993), Spanien (1997) und Frankreich (2003), ihre Produktion eingestellt, oder wie in Deutschland erheblich reduziert. Auch in Liberia, das bis zum Ausbruch des Bürgerkrieges im Jahre 1989 zu den größten Förderländern der Welt gehörte, wurde der Abbau 1993 eingestellt.
Die Nachfrage nahm seit Anfang des 21. Jahrhunderts stark zu, da überwiegend die Volksrepublik China, mehrere Länder Ostasiens und die USA ihre Stahlproduktion erhöhten. Die dadurch verursachte Verknappung auf dem Rohstoffmarkt (Erz, Stahlschrott) führte zu einer Erhöhung der Weltmarktpreise.
Reserven
Der Geologische Dienst der Vereinigten Staaten (United States Geological Survey) unterscheidet hierzu die beiden folgenden Kategorien:
Die Vorratsbasis (reserve base) ist jener Teil einer identifizierten Ressource, welche die spezifischen physikalischen und chemischen Mindestkriterien für die gegenwärtigen Bergbau- und Produktionspraktiken erfüllt, einschließlich jener für Gehalt, Qualität, Mächtigkeit und Teufe. Die Publikation von Daten zur Vorratsbasis wurde 2009 vom USGS eingestellt.
Die Reserven (reserves) sind jener Teil der Vorratsbasis, der zu einer bestimmten Zeit wirtschaftlich gewonnen oder produziert werden könnte. Der Begriff muss nicht bedeuten, dass Gewinnungsanlagen installiert sind und arbeiten. Reserven beinhalten nur ausbeutbare Stoffe.
Angaben in Millionen Tonnen (2023)
Rang
Land
Förderung (Eisenerz)
Reserven (Roherz)
Reserven (Eisengehalt)
1.
Australien Australien
953
58.000
27.000
2.
Russland Russland
91
35.000
14.000
3.
Brasilien Brasilien
445
34.000
15.000
4.
China Volksrepublik Volksrepublik China
278
20.000
6.900
5.
Ukraine Ukraine
42
6.500
2.300
6.
Kanada Kanada
59
6.000
2.300
7.
Indien Indien
278
5.500
3.400
8.
Iran Iran
85
3.800
1.500
9.
Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten
45
3.600
2.300
10.
Peru Peru
21
2.600
1.500
11.
Kasachstan Kasachstan
29
2.500
900
12.
Schweden Schweden
29
1.300
600
13.
Sudafrika Südafrika
63
930
590
14.
Turkei Türkei
17
150
99
15.
Chile Chile
18
k. A.
k. A.
16.
Mexiko Mexiko
9
k. A.
k. A.
17.
Mauretanien Mauretanien
14
k. A.
k. A.
Andere Länder
52
17.000
8.500
Welt
2.530
200.000
88.000
Förderung
Nach Ländern
Alle Zahlen beziehen sich auf die Staaten in ihren heutigen Grenzen.
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