Die Liste gefährdeter Nutztierrassen gibt einen Überblick über Rassen von Nutztieren, die in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch sind und dort als gefährdet eingestuft werden.
Grundlagen der Listen
Deutschland
In Deutschland veröffentlicht die Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen (GEH) seit den 1980er Jahren jährlich eine Rote Liste der gefährdeten Nutztierrassen im Bundesgebiet. Die Gefährdungskategorien sind „extrem gefährdet“, „stark gefährdet“, „gefährdet“, „Bestandsbeobachtung“ und „nur noch Einzeltiere“. Eine Rasse wird als gefährdet bezeichnet, wenn der Bestand die Mindestanzahl (Pferde, Schweine, Ziegen, Esel: 5000 Tiere; Schafe: 1500 Tiere; Rinder: 7.500 Tiere) unterschreitet und sich über einen Zeitraum von zwei Jahren durchschnittlich um mindestens 10 % verringert. Die Einstufung in die Gefährdungskategorien geschieht durch Fachleute unter Einbeziehung der Bestandsentwicklung und deren Prognose.
Im Rahmen des Fachprogramms zur Erhaltung und nachhaltigen Nutzung tiergenetischer Ressourcen, das 2003 von der Konferenz der Agrarminister des Bundes und der Länder verabschiedet wurde, führt die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) die online frei verfügbare Zentrale Dokumentation Tiergenetischer Ressourcen in Deutschland (TGRDEU) mit Einstufung in Kategorien nach Bestandsgefährdung. Eine aus diesen Daten erstellte Rote Liste ist der Öffentlichkeit als Rote Liste der gefährdeten einheimischen Nutztierrassen in Deutschland verfügbar. Die Gefährdungskategorien sind
- „PERH“ (Phänotypische Erhaltungspopulation: unstreitbarer kultureller Wert, jedoch nur noch Rudimente),
- „ERH“ (Erhaltungspopulation),
- „BEO“ (Beobachtungspopulation),
- „NG“ (nicht gefährdet).
Die Kategorisierung geschieht über die Effektive Populationsgröße, die aus der Anzahl an weiblichen und männlichen Tieren errechnet wird. Teilweise wird eine abweichende Einstufung (gekennzeichnet mit *) unter Berücksichtigung zusätzlicher fachlicher Aspekte vorgenommen. Die Liste beinhaltet Pferde, Rinder, Schafe, Schweine, Ziegen und Esel. Für die Arten des Geflügels (Huhn, Gans, Ente, Pute) wurde 2006 vom Bund deutscher Rassegeflügelzüchter (BDRG) und der GEH eine Gemeinsame Rote Liste alter, heimischer und gefährdeter Geflügelrassen erstellt, die in die Liste der BLE übernommen wurde. Hier gibt es fünf Gefährdungskategorien (Kategorie I = höchste Gefährdung). Die Ausweitung auf andere Nutztierarten wie Kaninchen, Hunde und Bienen wird angestrebt. Dazu werden Rassebeschreibungen der aktuellen Eigenschaften und Leistungen der Haustierrassen geführt.
In diese Liste sind die Rassen aufgenommen, die in der Broschüre der BLE (Stand: 2008), in der TGRDEU oder von der GEH als gefährdet eingestuft werden. In Deutschland veröffentlicht die Vielfältige Initiative zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen (VIEH) eine Rote Liste auf der auch ausländische Rassen genannt sind. Jährlich werden alle Bestandszahlen der Nutztier-Archen im In- und Ausland erfasst. Die aktuellen und früheren Bestandszahlen der Vertragshöfe werden veröffentlicht.
Österreich
In Österreich widmet sich die Österreichische Nationalvereinigung für Genreserven (ÖNGENE) der Bestandsaufnahme einheimischer gefährdeter Nutztierrassen und ergreift Maßnahmen zur Erhaltung der gefährdeten Rassen. Darüber hinaus führt die Arche Austria – Verein zur Erhaltung seltener Nutztierrassen, die sich aktiv um die Erhaltung gefährdeter Nutztierarten in Österreich bemüht, ebenfalls ein Verzeichnis gefährdeter Rassen. In diese Liste sind zudem die von der ÖNGENE genannten gefährdeten Rassen aufgenommen und einige zusätzliche der Arche Austria. Rassen von Nutztieren, die in Österreich heimisch und dort als gefährdet eingestuft sind, werden von anerkannten Tierzuchtorganisationen betreut und sind gegebenenfalls im Rahmen der Vorhabensart „Erhaltung gefährdeter Nutztierrassen“ des Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft förderfähig.
Zur Maßnahme „Erhaltung gefährdeter Nutztierrassen“ im österreichischen Programm für eine umweltgerechte Landwirtschaft (ÖPUL) des Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft und für das damit verbundene Generhaltungsprogramm „Seltene, erhaltungswürdige Nutztierrassen“ wurde von der ÖNGENE ein Rassenliste seltener Nutztierrassen erstellt. Rassen, die in dieser Liste nicht enthalten sind, werden als solche kenntlich gemacht.
Großtiere
59 von 83 einheimischen Rassen der sechs Großtierarten (vormals fünf; im Jahr 2025 wurden erstmalig zwei Eselrassen mit aufgeführt) werden durch den Fachbeirat Tiergenetische Ressourcen in Deutschland als gefährdet eingestuft.
| Pferd | Esel | Rind | Schwein | Schaf | Ziege | Gesamt | ||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| PERH | Phänotypische Erhaltungspopulation | 6 | 0 | 1 | 0 | 0 | 0 | 7 |
| ERH | Erhaltungspopulation Ne (Effektive Populationsgröße)<200 | 3 | 0 | 7 | 1 | 5 | 0 | 16 |
| BEO | Beobachtungspopulation 200<Ne<1.000 | 5 | 0 | 7 | 4 | 17 | 3 | 36 |
| NG | nicht gefährdet Ne>1.000 | 14 | 2 | 6 | 0 | 2 | 0 | 24 |
| Gesamt | 28 | 2 | 21 | 5 | 24 | 3 | 83 |
Die genannten Gefährdungskategorien des Bundesministeriums für Landwirtschaft und Ernährung werden seit 2025 folgendermaßen definiert.
- Phänotypische Erhaltungspopulationen (PERH)
Die alten einheimischen Nutztierrassen dieser Gefährdungskategorie sind von landeskulturellem Wert. Allerdings kann der noch vorhandene Tierbestand genealogisch nicht eindeutig auf die Ursprungsrasse zurückgeführt werden, oder die Rasse war bei ihrer Wiederbegründung bereits stark mit anderen Rassen vermischt oder umfasste nur noch sehr wenige Tiere, oder die Populationsgrößen sind über mehrere Generationen nur sehr klein geblieben. Aufgrund dessen werden umfassende Erhaltungszuchtprogramme nicht für sinnvoll erachtet.
- Erhaltungspopulationen (ERH)
Die effektive Populationsgröße ist so gering, dass eine starke Existenzgefährdung der Rasse vorliegt. Erhaltungsprogramme, um die Population zu stabilisieren und das Genmaterial zu erhalten, und das Anlegen von Kryoreserven sind unverzüglich in die Wege zu leiten. Gründe für eine Abweichung von der rechnerisch niedriger geschätzten Gefährdung können eine nur noch lokale Verbreitung der Rasse, eine „sehr problematische Züchterstruktur oder die Dynamik des Bestandsrückganges“ sein.
- Beobachtungspopulation (BEO)
Für Rassen der Beobachtungspopulationen, die sich durch eine eingeschränkte effektive Populationsgröße auszeichnen, werden Samen- und Embryonen-Kryoreserven angelegt und ein Monitoring durchgeführt. Falls Ne rechnerisch für ERH spricht, kann eine Einstufung in BEO auch dann vorgenommen werden, „wenn die Population stabil ist und ein wirksames Zuchtprogramm zur Erhaltung der genetischen Varianz angewendet wird.“ Umgekehrt können Rassen in BEO eingestuft werden, obwohl die Gefährdung rein rechnerisch auf NG zu schätzen wäre, wenn ein Gefährdungspotenzial dadurch belegt werden kann, dass die Rasse nur noch lokal verbreitet oder die Züchterstruktur problematisch ist oder der Verlauf des Bestandsrückgangs auf eine besondere Gefährdung hindeutet.
- Nicht gefährdete Rassen (NG)
Rassen, deren effektive Populationsgröße ausreichend groß ist und/oder die keiner dringenden Erhaltungsmaßnahmen bedürfen, sind als nicht gefährdet einzustufen. Auch für sie wird jedoch ein Bestandsmonitoring durchgeführt, da diese Maßnahme für alle Rassen in Deutschland, ungeachtet ihrer Gefährdungskategorie, vorgesehen ist. Abweichungen von der rechnerisch höher geschätzten Gefährdung können gegeben sein, wenn eine „neue oder synthetische Rasse züchterisch nicht konsolidiert ist und jederzeit von vorhandenen Ausgangsrassen reaktiviert werden kann, die Rasse nicht in einem eigenen Zuchtbuch geführt wird“ oder die Rasse weltweit so stark verbreitet ist, dass eine Gefährdung nicht gegeben scheint.
Pferde
| Rasse | Abbildung | Gefährdung in Deutschland und Österreich | Bestand in Deutschland und Österreich |
|---|---|---|---|
| Altösterreichisches Warmblut | Österreich ÖNGENE: gefährdet, | A: 4 Hengste / 9 Stuten | |
| Arenberg-Nordkirchener Pony | Deutschland GEH: extrem gefährdet | D: 4 Hengste / 18 Stuten (Stand 2007) | |
Deutsche Reitpferde (Rassegruppe der Populationen):
| Deutschland NG (lt. TGRDEU, 2023) | Gesamt: 2.330 Hengste / 50.593 Stuten (2023) Ne=9484
| |
| Deutsches Reitpony | Deutschland NG (lt. TGRDEU, 2023) | D: 757 Hengste / 5.981 Stuten (2023) Ne=2492 | |
| Dülmener Wildpferd | Deutschland ERH (lt. TGRDEU, 2023) GEH: extrem gefährdet | D: 8 Hengste / 38 Stuten (2023) Ne=45 | |
| Huzule | Österreich ÖNGENE: gefährdet | D: 2 Hengste / 20 Stuten (2023) A: 4 Hengste / 39 Stuten (Herdbuch 2016) | |
| Lehmkuhlener Pony | Deutschland PERH (lt. TGRDEU, 2023) GEH: extrem gefährdet | D: 8 Hengste / 14 Stuten (2023) | |
| Leutstettener | Deutschland PERH (lt. TGRDEU, 2023) GEH: extrem gefährdet | D: 1 Hengst / 15 Stuten (2023) Ne=4 | |
| Lipizzaner | Österreich ÖNGENE: gefährdet | D: 9 Hengste / 26 Stuten (2023) A: ca. 200, weltweit ca. 4000 | |
| Noriker | Österreich ÖNGENE: gefährdet | D: 8 Hengste / 54 Stuten (2023) A: 188 Hengste / 4565 Stuten (Herdbuch 2016) | |
| Pfalz-Ardenner Kaltblut | Deutschland PERH (lt. TGRDEU, 2023) | D: 7 Hengste / 26 Stuten (2023) Ne=13 | |
| Rheinisch-Deutsches Kaltblut | Deutschland BEO (lt. TGRDEU, 2023) GEH: gefährdet | D: 127 Hengste / 1.010 Stuten (2023) Ne=529 | |
| Rottaler Pferd | Deutschland PERH (lt. TGRDEU, 2013) GEH: extrem gefährdet | D: 1 Hengst / 32 Stuten (2023) Ne=24 | |
| Schleswiger Kaltblut | Deutschland ERH (lt. TGRDEU, 2023) GEH: stark gefährdet | D: 17 Hengste / 138 Stuten (2023) Ne=81 | |
| Schwarzwälder Kaltblut | Deutschland BEO (lt. TGRDEU, 2023) GEH: gefährdet | D: 90 Hengste / 1011 Stuten (2023) Ne=292 | |
Schwere Warmblüter (Rassegruppe der Populationen):
| Deutschland BEO (lt. TGRDEU, 2023) GEH: extrem gefährdet – gefährdet | Gesamt: 93 Hengste / 1.191 Stuten (2013) Ne=345
| |
| Senner Pferd | Deutschland PERH (lt. TGRDEU, 2023) GEH: extrem gefährdet | D: 3 Hengste / 26 Stuten (2023) Ne=19,5 | |
| Shagya-Araber | Österreich ÖNGENE: gefährdet | A: 114 Zuchttiere (Stand 2016) | |
| Süddeutsches Kaltblut | Deutschland BEO (lt. TGRDEU, 2023) | D: 155 Hengste / 1.803 Stuten (2023) Ne=484 | |
| Traber | Deutschland NG (lt. TRGDEU, 2023) | D: 150 Hengste / 271 Stuten (2023) Ne=527 |
Rinder
| Rasse | Abbildung | Gefährdung in Deutschland, Österreich und der Schweiz | Bestand in Deutschland und Österreich |
|---|---|---|---|
| Angler Rind alter Zuchtrichtung (Rotvieh alter Angler Zuchtrichtung) | Deutschland ERH (lt. TGRDEU, 2013) GEH: extrem gefährdet | D: 10 Bullen / 125 Kühe (2013) D: 30 Bullen / 325 Kühe (2014)D: 13 Bullen / 340 Kühe (2023) | |
| Ansbach-Triesdorfer (Triesdorfer Tiger) | Deutschland PERH (lt. TGRDEU, 2023) GEH: extrem gefährdet | D: 14 Bullen / 281 Kühe (2023) | |
| Deutsches Schwarzbuntes Niederungsrind | Deutschland ERH (lt. TGRDEU, 2023) GEH: gefährdet | D: 19 Bullen / 2.802 Kühe (2023) | |
| Deutsches Shorthorn | Deutschland ERH (lt. TGRDEU, 2023) GEH: extrem gefährdet | D: 42 Bullen / 404 Kühe (2023) | |
| Doppelnutzung Rotbunt | Deutschland ERH (lt. TGRDEU, 2023) GEH: Beobachtung | D: 14 Bullen / 2.864 Kühe (2023) | |
| Ennstaler Bergschecke | Österreich ÖNGENE: hochgefährdet | A: 590 Tiere (Herdbuch 2016) | |
| Gelbvieh | Deutschland ERH (lt. TGRDEU, 2023) GEH: Beobachtung | D: - Bullen / 1.261 Kühe (2023) | |
| Glanrind | Deutschland BEO (lt. TGRDEU, 2023) GEH: extrem gefährdet | D: 62 Bullen / 1027 Kühe (2023) | |
| Hinterwälder-Rind | Deutschland BEO (lt. TGRDEU, 2023) GEH: gefährdet | D: 9 Bullen / 313 Kühe (2023) | |
| Kärntner Blondvieh | Österreich ÖNGENE: hochgefährdet | A: 1937 Tiere (Herdbuch 2016) | |
| Limpurger | Deutschland ERH (lt. TGRDEU, 2023) GEH: extrem gefährdet | D: 31 Bullen / 863 Kühe (2023) | |
| Murbodner Rind | Österreich ÖNGENE: gefährdet | A: 6307 Tiere (Herdbuch 2016) | |
| Murnau-Werdenfelser | Deutschland BEO (lt. TGRDEU, 2023) GEH: extrem gefährdet | D: 68 Bullen / 340 Kühe (2023) D: 6 Bullen / 185 Kühe (Fleischnutzung, 2023) | |
| Original Braunvieh | Deutschland ERH (lt. TGRDEU, 2023) GEH: stark gefährdet Österreich ÖNGENE: hochgefährdet | D: 54 Bullen / 1044 Kühe (2023) A: 2779 Tiere (Herdbuch 2016) | |
| Pinzgauer | Deutschland BEO (lt. TGRDEU, 2023) GEH: gefährdet Österreich ÖNGENE: gefährdet | D: 3 Bullen / 1102 Kühe (2023) D: 73 Bullen / 1174 Kühe (Fleischnutzung, 2023) A: 4675 ÖPUL-geförderte Zuchttiere (2015) | |
| Pustertaler Sprinzen | Deutschland GEH: extrem gefährdet Österreich ÖNGENE: hochgefährdet | D: 13 Bullen / 201 Kühe (2023) A: 3.500 Tiere (Herdbuch 2025) | |
| Rätisches Grauvieh | Schweiz | ohne Angaben | |
| Rotes Höhenvieh | Deutschland BEO (lt. TGRDEU, 2023) GEH: gefährdet | D: 150 Bullen / 2.431 Kühe (2023) | |
| Tiroler Grauvieh | Österreich ÖNGENE: gefährdet | A: 3839 ÖPUL-geförderte Zuchttiere (2015) | |
| Tux-Zillertaler Rind | Österreich ÖNGENE: hochgefährdet | A: 2.200 Tiere (Herdbuch 2025) | |
| Uckermärker | Deutschland NG (lt. TGRDEU, 2023) | D: 103 Bullen / 3.273 Kühe (2023) | |
| Vorderwälder | Deutschland BEO (lt. TGRDEU, 2023) GEH: Beobachtung | D: 52 Bullen / 4.897 Kühe (2023) | |
| Waldviertler Blondvieh | Österreich ÖNGENE: hochgefährdet | A: 1.145 Tiere (Herdbuch 2016) |
Schafe
| Rasse | Abbildung | Gefährdung in Deutschland und Österreich | Bestand in Deutschland und Österreich |
|---|---|---|---|
| Bentheimer Landschaf | Deutschland BEO (lt. TGRDEU, 2023) GEH: gefährdet | D: 134 Böcke / 2.901 Auen (2023) | |
Bergschaf
| Deutschland ERH (lt. TGRDEU, 2023) GEH: stark gefährdet Österreich ÖNGENE: hochgefährdet | D: 44 Böcke / 1.017 Auen (2023) A: 7.876 Tiere (Herdbuch 2023) | |
Bergschaf:
| Deutschland BEO (lt. TGRDEU, 2023) | D: 42 Böcke / 492 Auen (2023) | |
Bergschaf:
| Deutschland ERH (lt. TGRDEU, 2023) | D: 21 Böcke / 244 Auen (2023) | |
Bergschaf:
| Deutschland BEO (lt. TGRDEU, 2023) GEH: stark gefährdet | D: 48 Böcke / 1.319 Auen (2023) | |
| Coburger Fuchsschaf | Deutschland BEO (lt. TGRDEU, 2023) GEH: Beobachtung | D: 209 Böcke / 4.311 Auen (2023) | |
| Deutsches schwarzköpfiges Fleischschaf | Deutschland BEO (lt. TGRDEU, 2023) | D: 193 Böcke / 5.981 Auen (2023) | |
| Deutsches weißköpfiges Fleischschaf | Deutschland BEO (lt. TGRDEU, 2023) GEH: gefährdet | D: 73 Böcke / 1.545 Auen (2023) | |
Heidschnucke:
| Deutschland BEO (lt. TGRDEU, 2023) | D: 112 Böcke / 4.210 Auen (2023) | |
Heidschnucke:
| Deutschland ERH (lt. TGRDEU, 2023) GEH: extrem gefährdet | D: 51 Böcke / 976 Auen (2023) | |
Heidschnucke:
| Deutschland BEO (lt. TGRDEU, 2023) GEH: gefährdet | D: 68 Böcke / 1.611 Auen (2023) | |
| Kärntner Brillenschaf | Deutschland ERH (lt. TGRDEU, 2023) GEH: extrem gefährdet Österreich ÖNGENE: Gefährdete Rasse mit besonderem Generhaltungsprogramm | D: 42 Böcke / 688 Auen (2023) A: 7812 Tiere (Herdbuch 2023) | |
| Leineschaf (alten Typs) | Deutschland BEO (lt. TGRDEU, 2014) GEH: extrem gefährdet | D: 68 Böcke / 1.370 Auen (2014) | |
| Leineschaf | Deutschland BEO (lt. TGRDEU, 2023) | D: 116 Böcke / 3.882 Auen (2023) | |
| Merinofleischschaf | Deutschland BEO (lt. TGRDEU, 2023) GEH: gefährdet | D: 96 Böcke / 4.735 Auen (2023) | |
| Merinolandschaf | Deutschland BEO (lt. TGRDEU, 2023) | D: 234 Böcke / 11.671 Auen (2023) | |
| Merinolangwollschaf | Deutschland ERH (lt. TGRDEU, 2023) | D: 35 Böcke / 3.187 Auen (2023) | |
| Ostfriesisches Milchschaf | Deutschland BEO (lt. TGRDEU, 2023) | D: 156 Böcke / 2.552 Auen (2023) | |
| Rauhwolliges Pommersches Landschaf | Deutschland BEO (lt. TGRDEU, 2023) GEH: gefährdet | D: 202 Böcke / 2.690 Auen (2023) | |
| Rhönschaf | Deutschland BEO (lt. TGRDEU, 2023) GEH: Beobachtung | D: 122 Böcke / 4.643 Auen (2023) | |
| Skudde | Deutschland BEO (lt. TGRDEU, 2023) GEH: gefährdet | D: 192 Böcke / 3.038 Auen (2023) | |
Steinschaf:
| Deutschland BEO (lt. TGRDEU, 2023) GEH: extrem gefährdet Österreich ÖNGENE: hochgefährdet | D: 55 Böcke / 955 Auen (2023) A: 1.382 Tiere (Herdbuch 2023) | |
Steinschaf:
| Deutschland BEO (lt. TGRDEU, 2023) GEH Österreich ÖNGENE: hochgefährdet | D: 102 Böcke / 1.236 Auen (2023) A: 7283 Tiere (Herdbuch 2023) | |
Steinschaf:
| Österreich ÖNGENE: hochgefährdet | A: 1.298 Tiere (Herdbuch 2023) | |
Steinschaf:
| Österreich ÖNGENE: gefährdet | D: 6 Böcke / 26 Auen (2023) A: 4.468 Tiere (Herdbuch 2023) | |
| Ungarisches Zackelschaf | Österreich ÖNGENE: hochgefährdet | D: 22 Böcke / 155 Auen (2023) A: 1.068 Tiere (Herdbuch 2023) | |
| Waldschaf | Deutschland BEO (lt. TGRDEU, 2023) GEH: stark gefährdet Österreich ÖNGENE: hochgefährdet | D: 56 Böcke / 1.026 Auen (2012) A: 3.013 Tiere (Herdbuch 2023) |
Schweine
| Rasse | Abbildung | Gefährdung in Deutschland und Österreich | Bestand in Deutschland und Österreich |
|---|---|---|---|
| Angler Sattelschwein | Deutschland Beobachtungspopulation | D: 21 Eber / 106 Sauen (2023) | |
| Buntes Bentheimer Schwein | Deutschland Beobachtungspopulation GEH: stark gefährdet | D: 127 Eber / 462 Sauen (2023) | |
| Deutsche Landrasse | Deutschland Beobachtungspopulation | D: 136 Eber / 7891 Sauen (2023) | |
| Deutsches Edelschwein | Deutschland Beobachtungspopulation | D: 112 Eber / 3.835 Sauen (2023) | |
| Deutsches Sattelschwein | Deutschland Beobachtungspopulation GEH: extrem gefährdet | D: 34 Eber / 284 Sauen (2023) | |
| Leicoma | Deutschland Erhaltungspopulation | D: 16 Eber / 121 Sauen (2023) | |
| Mangalitza-Schwein (Wollschwein) | Deutschland GEH: Kategorie "Rassen aus anderen Ländern" Österreich ÖNGENE: hochgefährdet | D: 17 Eber / 42 Sauen (2018) A: 234 Tiere (Herdbuch 2016) | |
| Rotbuntes Husumer Schwein | Deutschland Beobachtungspopulation | D: 35 Eber / 85 Sauen (2023) | |
| Schwäbisch-Hällisches Schwein | Deutschland Beobachtungspopulation GEH: stark gefährdet | D: 46 Eber / 453 Sauen (2023) | |
| Turopolje-Schwein | Österreich ÖNGENE: hochgefährdet | A: 266 Tiere (Herdbuch 2016) |
Ziegen
| Rasse | Abbildung | Gefährdung in Deutschland und Österreich | Bestand in Deutschland und Österreich |
|---|---|---|---|
| Bunte Deutsche Edelziege (BDE) | Deutschland Beobachtungspopulation | D: 185 Böcke / 5490 Geißen (2023) | |
Bunte Deutsche Edelziege (BDE)
| Deutschland BEO (lt. TGRDEU, 2014) GEH | D: 7 Böcke / 175 Geißen (2014) | |
Bunte Deutsche Edelziege (BDE)
| Deutschland GEH | ohne Angaben | |
Bunte Deutsche Edelziege (BDE)
| Deutschland GEH | ohne Angaben | |
Bunte Deutsche Edelziege (BDE)
| Deutschland GEH | ohne Angaben | |
| Blobe Ziege | Österreich ÖNGENE: hochgefährdet (2026) | A: 1122 Tiere (2023) | |
| Gämsfärbige Gebirgsziege | Österreich ÖNGENE: gefährdet (2026) | A: 4093 Tiere (2023) | |
| Girgentana-Ziege | Italien Deutschland GEH: hochgefährdet | D: 18 Böcke / 36 Geißen (2014) | |
| Kupferhalsziege | Schweiz hochgefährdet | 160 Zuchttiere | |
| Pfauenziege | Österreich ÖNGENE: gefährdet | D: 56 Böcke / 169 Geißen (2014) A: 583 Tiere (2023) | |
| Pinzgauer Strahlenziege | Österreich ÖNGENE: hochgefährdet | A: 418 Tiere (2023) | |
| Pinzgauer Ziege | Österreich ÖNGENE: hochgefährdet | A: 1013 Tiere (2023) | |
| Simplonziege | Schweiz hochgefährdet | ca. 100 Tiere (2017) | |
| Steirische Scheckenziege | Österreich ÖNGENE: hochgefährdet | A: 905 Tiere (2023) | |
| Tauernscheckenziege | Österreich ÖNGENE: hochgefährdet | D: 21 Böcke / 70 Geißen (2014) A: 3772 Tiere (2023) | |
| Thüringer Waldziege | Deutschland Beobachtungspopulation GEH: stark gefährdet | D: 147 Böcke / 1.692 Geißen (2023) | |
| Vierhornziege | Österreich | ohne Angaben | |
| Weiße Deutsche Edelziege | Deutschland Beobachtungspopulation | D: 119 Böcke / 3.374 Geißen (2023) |
Geflügel
Für die Arten des Geflügels wurde zwischen der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE), dem Bund Deutscher Rassegeflügelzüchter (BDRG) und der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen (GEH) eine „Gemeinsame Rote Liste alter, heimischer und gefährdeter Geflügelrassen“ abgestimmt. In der im Juli 2012 durch den Fachbeirat für Tiergenetische Ressourcen bestätigten „Liste alter einheimischer Geflügelrassen in Deutschland“ werden nur die ursprünglichen Farbenschläge geführt. Als heimisch gelten bereits vor 1930 in Deutschland gezüchtete Rassen, die einen nachhaltigen Nutzen haben oder hatten.
Die Einordnung sämtlicher Rassen in vier Gefährdungskategorien orientiert sich an der Anzahl der Zuchten (Zuchtstämme bzw. Zuchtpaare):
| Kat. I | extrem gefährdet | < 50 Zuchten erfasst | |
| Kat. II | stark gefährdet | ≥ 50 bis < 150 Zuchten | |
| Kat. III | gefährdet | ≥ 150 bis < 300 Zuchten | |
| Kat. V | Beobachtung, zurzeit nicht gefährdet | > 300 Zuchten |
Ohne Einordnung in Gefährdungskategorien werden in Österreich gefährdete Rassen nach der Österreichischen Nationalvereinigung für Genreserven (ÖNGENE) und Arche Austria – Verein zur Erhaltung seltener Nutztierrassen ergänzt. Ebenfalls ergänzt werden die laut ProSpecieRara, der Schweizerischen Stiftung für die kulturhistorische und genetische Vielfalt von Pflanzen und Tieren, in der Schweiz gefährdeten Rassen.
Hühner
| Rasse (Farbenschlag) | Abbildung | Gefährdung heimischer Haushühner | Bestand Hähne/Hennen Stand: 2023 |
|---|---|---|---|
| Altsteirer (wildbraun, weiß) | Österreich lt. ÖNGENE, lt. Arche Austria Deutschland | D: 213/835 | |
| Andalusier (blau-gesäumt) | Deutschland Kat. II (stark gefährdet) | D: 74/293 | |
| Appenzeller Barthuhn | Schweiz lt. ProSpecieRara Schweiz | ohne Angaben | |
| Appenzeller Spitzhaubenhuhn | Schweiz lt. ProSpecieRara Schweiz | ohne Angaben | |
| Augsburger (schwarz) | Deutschland Kat. III (gefährdet) | D: 119/480 | |
| Barnevelder (doppeltgesäumt) | Deutschland Kat. IV (Bestandsbeobachtung) | D: 290/1316 | |
| Bergischer Kräher (schwarz-goldbraungedobbelt) | Deutschland Kat. II (stark gefährdet) | D: 62/236 | |
| Bergischer Schlotterkamm (gesperbert, schwarz, schwarz-gelbgedobbelt, schwarz-weißgedobbelt) | Deutschland Kat. I (extrem gefährdet) | D: 22/88 | |
| Bielefelder Kennhuhn | Deutschland Kat. IV (Bestandsbeobachtung) | 720/3063 | |
| Brabanter | Deutschland Kat. I (extrem gefährdet) | 22/70 | |
| Brakel (gold, silber) | Deutschland Kat. IV (Bestandsbeobachtung) | D: 169/767 | |
| Breda | Deutschland Kat. II (Stark gefährdet) | 42/127 | |
| Deutsches Lachshuhn (lachsfarbig) | Deutschland Kat. IV (Beobachtung) | D: 309/1326 | |
| Deutsches Langschan (blau-gesäumt, schwarz, weiß) | Deutschland Kat. II (stark gefährdet) | D: 71/341 | |
| Deutsches Reichshuhn (gestreift, rot, weiß, weiß-schwarzcolumbia) | Deutschland Kat. IV (Bestandsbeobachtung) | D: 231/1027 | |
| Deutscher Sperber (gesperbert) | Deutschland Kat. IV (Bestandsbeobachtung) | D: 260/1045 | |
| Deutsches Zwerghuhn (goldhalsig, orangehalsig, schwarz, silberhalsig, weiß, wildfarbig) | Deutschland Kat. IV (Beobachtung) | D: 331/1221 | |
| Deutsche Zwerg-Langschan (blau-gesäumt, rot, schwarz, weiß) | Deutschland Kat. II (stark gefährdet) | D: 50/202 | |
| Dominikaner (gesperbert) | Deutschland Kat. II (stark gefährdet) | D: 37/143 | |
| Dresdner (braun) | Deutschland Kat. IV (Bestandsbeobachtung) | D: 416/1879 | |
| Federfüßiges Zwerghuhn (gelb, gestreift, goldhalsig, gold-porzellanfarbig, isabell-porzellanfarbig, schwarz, schwarz mit weißen Tupfen, silberhalsig, weiß) | Deutschland Kat. IV (Beobachtung) | D: 818/2841 | |
| Hamburger Huhn (blau-gesäumt, goldlack, goldsprenkel, schwarz, silberlack, silbersprenkel, weiß) | Deutschland Kat. III (gefährdet) | D: 359/1.528 | |
| Italiener (blau, gelb, gestreift, goldbraun-porzellanfarbig, orangehalsig, rebhuhnhalsig, rot, rotgesattelt, schwarz, schwarz-weißgescheckt, weiß) | Deutschland Kat. IV (Beobachtung) | D: 1.193/6.180 | |
| Krüper (gesperbert, rebhuhnhalsig, schwarz, schwarz-weißgedoppelt, weiß) | Deutschland Kat. II (stark gefährdet) | D: 26/93 | |
| Lakenfelder | Deutschland Kat. IV (Beobachtung) | D: 322/1327 | |
| Mechelner (gesperbert, weiß) | Deutschland Kat. IV (Beobachtung) | D: 260/1036 | |
| Minorka (schwarz, weiß) | Deutschland Kat. II (stark gefährdet) | D: 55/223 | |
| Nackthalshuhn | Deutschland Kat. III (gefährdet) | D: 107/447 | |
| Orpington (blau-gesäumt, braun-porzellanfarbig, gelb, gestreift, rebhuhnfarbiggebändert, rot, schwarz, schwarz-weißgescheckt, weiß) | Deutschland Kat. IV (Beobachtung) | D: 276/1035 | |
| Ostfriesische Möwe (gold-schwarzgeflockt, silber-schwarzgeflockt) | Deutschland Kat. IV (Bestandsbeobachtung) | D: 213/924 | |
| Plymouth Rock (gelb, gestreift, schwarz, weiß) | Deutschland Kat. III (gefährdet) | D: 117/462 | |
| Ramelsloher (gelb, weiß) | Deutschland Kat. II (stark gefährdet) | D: 38/160 | |
| Rheinländer (blau-gesäumt, gesperbert, rebhuhnhalsig, schwarz, silberhalsig, weiß) | Deutschland Kat. IV (Bestandsbeobachtung) | D: 239/973 | |
| Sachsenhuhn (gesperbert, schwarz, weiß, gelb) | Deutschland Kat. III (gefährdet); Kryoreserven für gesperbert, schwarz und weiß werden angelegt | D: 81/374 | |
| Schweizerhuhn | Schweiz lt. ProSpecieRara Schweiz | ohne Angaben | |
| Stoahendl, auch Steinpiperl oder Steinhendl | Österreich lt. alpenrassen.at akut vom Aussterben bedroht | 100–200 Tiere (weltweit) | |
| Sulmtaler | Österreich lt. ÖNGENE, Deutschland Kat. IV (Bestandsbeobachtung) | D: 286/1211 | |
| Sundheimer (weiß-schwarzcolumbia) | Deutschland Kat. IV (Beobachtung) | D: 610/2593 | |
| Thüringer Barthuhn (blau-gesäumt, chamois-weißgetupft, gelb, gesperbert, gold-schwarzgetupft, rebhuhnhalsig, schwarz, silber-schwarzgetupft, weiß) | Deutschland Kat. III (gefährdet) | D: 213/837 | |
| Vorwerkhuhn | Deutschland Kat. IV (Beobachtung) | D: 1055/4589 | |
| Westfälischer Totleger (gold, silber) | Deutschland Kat. IV (Beobachtung), Kryoreserven wurden angelegt | D: 249/965 | |
| Wyandotten (blau, gelb, gestreift, gold-blaugesäumt, goldhalsig, gold-schwarzgesäumt, gold-weißgesäumt, rebhuhnfarbiggebändert, rot, schwarz, schwarz-weißgescheckt, silberfarbiggebändert, silberhalsig, silber-schwarzgesäumt, weiß, weiß-schwarzcolumbia) | Deutschland Kat. V (nicht gefährdet) | D: 535/2.148 |
Gänse
| Rasse (Farbenschlag) | Abbildung | Gefährdung heimischer Hausgänse | Bestand 2023 Zuchten (m/w) |
|---|---|---|---|
| Bayerische Landgans | Deutschland Kat. IV (Bestandsbeobachtung) | D: 219/335 | |
| Deutsche Legegans (weiß) | Deutschland Kat. II (stark gefährdet) | D: 64/158 | |
| Diepholzer Gans (weiß) | Deutschland Kat. III (gefährdet) Schweiz | D: 126/247 | |
| Emdener Gans (weiß) | Deutschland Kat. III (gefährdet) | D: 167/283 | |
| Landgans | Österreich lt. ÖNGENE | ohne Angaben | |
| Leinegans | Deutschland Kat. III (gefährdet) | D: 85/85 | |
| Lippegans (weiß) | Deutschland Kat. II (stark gefährdet) | D: 23/43 | |
| Pommerngans (grau, graugescheckt, weiß) | Deutschland Kat. IV (Bestandsbeobachtung, zurzeit nicht gefährdet) | D: 723/1318 |
Enten
| Rasse (Farbenschlag) | Abbildung | Gefährdung heimischer Hausenten | Zuchten (m/w) Bestand 2023 |
|---|---|---|---|
| Aylesburyente (weiß) | Deutschland Kat. II (stark gefährdet) | D: 43/70 | |
| Deutsche Pekingente (weiß) | Deutschland Kat. IV (Bestandsbeobachtung) | D: 183/393 | |
| Hochbrutflugenten (blau, blau-gelb, schwarz, schwarz mit Latz, weiß, wildfarbig, wildfarbig mit Latz) | Deutschland Kat. IV (Beobachtung) | D: 200/379 | |
| Landente mit und ohne Haube (blau, gelb, schwarz, schwarz-gescheckt, schwarz mit weißem Latz, weiß, wildfarbig, wildfarbig-gescheckt) | Deutschland Kat. III (gefährdet) | D: 121/252 | |
| Laufenten (braun, rehfarbig-weißgescheckt, schwarz, weiß) | Deutschland Kat. IV (Beobachtung) | D: 183/330 | |
| Orpingtonente (gelb) | Deutschland Kat. III (gefährdet) | D: 142/316 | |
| Pommernente (blau, schwarz) | Deutschland Kat. III (gefährdet) Österreich Schweiz | D: 80/162 | |
| Rouenente (wildfarbig) | Deutschland Kat. III (gefährdet) | D: 129/267 | |
| Warzenente (blau, blau-gescheckt, blau-wildfarbig, braun-gescheckt, braun-wildfarbig, schwarz-gescheckt, weiß, wildfarbig, wildfarbig mit Latz) | Deutschland Kat. IV (Bestandsbeobachtung, zur Zeit nicht gefährdet) | D: 1219/2692 |
Puten
| Farbenschlag der Deutschen Pute | Abbildung | Gefährdung heimischer Puten | Zuchten (m:w) Bestand 2023 in Deutschland |
|---|---|---|---|
| Deutsche Pute (blau, gelb, kupferfarbig, rot, schwarz, weiß) | Deutschland Kat. III (gefährdet) | D: 75/162 (ohne Bronzepute und Cröllwitzer Pute) | |
| Bronzepute | Deutschland Kat. III (gefährdet) Kat. IV, lt. VHGW | D: 108/225 | |
| Cröllwitzer Pute | Deutschland Kat. IV (Bestandsbeobachtung) Österreich lt. Arche Austria | D: 232/564 |
Tauben
Infolge der Weiterentwicklung der Methode zur Gefährdungsbeurteilung der Kleintiere wurden mit der Broschüre „Einheimische Nutztierrassen in Deutschland und Rote Liste gefährdeter Nutztierrassen 2017“ erstmals in Deutschland einheimische Taubenrassen erfasst. Bezogen auf die ursprünglichen, vor 1930 in Deutschland gezüchteten Farbenschläge, sind sie allesamt nicht gefährdet. Für die drei von ihnen ist eine landwirtschaftliche Nutzung zur Fleischgewinnung belegt:
| in Deutschland einheimische Taubenrasse | Abbildung | Bestand und Gefährdung |
|---|---|---|
| Coburger Lerchen ursprüngliche Farbenschläge:
| Deutschland 2023: 3.035 Täuber / 3.044 Täubinnen / 511 Züchter | |
| Luchstauben ursprüngliche Farbenschläge:
| Deutschland 2023: 2.799 Täuber / 2.823 Täubinnen / 515 Züchter | |
| Steinheimer Bagdetten ursprüngliche Farbenschläge:
| Deutschland 2023: 152 Täuber / 150 Täubinnen / 26 Züchter | |
| Strasser ursprüngliche Farbenschläge:
| Deutschland 2023: 4.236 Täuber / 4.288 Täubinnen / 821 Züchter |
Kaninchen
Die Bestände aller in Deutschland gezüchteter Kaninchenrassen wurden 2009 erstmals in einer vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz finanzierten Erhebung erfasst. Sie wurden jedoch noch nicht in Kategorien der Gefährdung eingestuft. Lediglich die Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen (GEH) nahm eine (unvollständige) Einstufung vor.
Im Jahr 2012 beschloss der Fachbeirat Tiergenetische Ressourcen des BLE, den Aufgabenbereich des „Arbeitskreises Geflügel“ um die Erhaltung der einheimischen Kaninchenrassen zu erweitern. Ein Vertreter des Zentralverbandes Deutscher Rassekaninchenzüchter (ZDRK) wurde in den Arbeitskreis berufen, der in „Arbeitskreis Kleintiere“ umbenannt wurde. 29 Rassen wurden im Arbeitskreis durch Vertreter des ZDRK und des GEH als in Deutschland einheimisch, d. h. bereits vor 1949 in Deutschland mit einem nachhaltigen Nutzen gezüchtet, identifiziert. Die Einstufung gefährdeter Kaninchenrassen in der „Roten Liste einheimischer Nutztierrassen in Deutschland 2015“ erfolgte zunächst anhand der GEH-Gefährdungskennzahl (GKZ).
Mit der Berechnung der Gefährdungskennzahl (GK) werden sowohl die Anzahl männlicher (Nm) und weiblicher Zuchttiere (Nw), als auch die Anzahl der aktiven Züchter (NZ) berücksichtigt. Mit der Gewichtung um den Faktor 2 wird der besonderen Wichtigkeit der Anzahl Züchter Rechnung getragen.
Die Gefährdungskategorien sind in der Broschüre „Einheimische Nutztierrassen in Deutschland und Rote Liste gefährdeter Nutztierrassen 2017“ folgend definiert:
| bis 2016 auf Basis der GEH-Bewertungen | seit 2017 nach BLE | ||||
| GKZ ≤ 100 | Kat. I (extrem gefährdet) | GK ≤ 200 | extrem gefährdet | ||
| 100 < GKZ ≤ 500 | Kat. II (stark gefährdet) | 200 < GK ≤ 400 | stark gefährdet | ||
| 500 < GKZ ≤ 1250 | Kat. III (gefährdet) | 400 < GK ≤ 600 | gefährdet | ||
| GKZ > 1250 | Kat. IV (Vorwarnstufe) | GK > 600 | Beobachtung, zurzeit nicht gefährdet | ||
| Rasse | Abbildung | Bestandszahlen Zuchten (Rammler/Häsinnen) 2013 in Deutschland, Gefährdung (heimischer Kaninchenrassen) |
|---|---|---|
| Alaska ursprüngliche Farbenschläge:
| Deutschland 2013: 1200 Zuchten (2061 Rammler / 3694 Häsinnen) 2023: 576 Züchter (1.028 Rammler / 1.777 Häsinnen) | |
| Angorakaninchen ursprüngliche Farbenschläge:
| Deutschland 2013: 151 Zuchten (233 Rammler / 357 Häsinnen) 2023: 54 Züchter (86 Rammler / 125 Häsinnen) | |
| Deutsche Großsilber ursprüngliche Farbenschläge:
| Deutschland 2013: 178 Zuchten (326 Rammler / 556 Häsinnen) 2023: 136 Züchter (267 Rammler / 136 Häsinnen) | |
| Deutsche Riesen ursprüngliche Farbenschläge:
| Deutschland 2013: 1321 Zuchten (2383 Rammler / 4107 Häsinnen) 2023: 668 Züchter (1.315 Rammler / 2.225 Häsinnen) | |
| Deutsche Riesenschecken ursprüngliche Farbenschläge:
| Deutschland 2013: 664 Zuchten (1.310 Rammler / 2.583 Häsinnen) 2023: 362 Züchter (872 Rammler / 1.348 Häsinnen) | |
| Deutsche Widder ursprüngliche Farbenschläge: blau, blau-weiß, chinchillafarbig, dunkelgrau, eisengrau, eisengrau-weiß, hasenfarbig, schwarz, schwarz-weiß, weiß Blauaugen, weiß Rotaugen, wildfarben, wildfarben-weiß | Deutschland 2013: 935 Zuchten (1635 Rammler / 2782 Häsinnen) 2023: 441 Züchter (739 Rammler / 1.179 Häsinnen) | |
| Englische Schecken ursprüngliche Farbenschläge:
| Deutschland 2013: 547 Zuchten (1061 Rammler / 2048 Häsinnen) 2023: 213 Züchter (409 Rammler / 793 Häsinnen) | |
| Englische Widder (gemäß deutschem Zuchtstandard) ursprüngliche Farbenschläge: blau, blaugrau, dunkelgrau, eisengrau, gelb, schwarz, thüringerfarbig, weiß Rotaugen, wildfarben | Deutschland 2013: 110 Zuchten (137 Rammler / 196 Häsinnen) 2023: 49 Züchter (69 Rammler / 92 Häsinnen) | |
| Fuchskaninchen ursprüngliche Farbenschläge: | Deutschland2023: 43 Züchter (69 Rammler / 100 Häsinnen) Extrem gefährdet | |
| Großchinchilla ursprüngliche Farbenschläge:
| Deutschland 2016: 475 Züchter (814 Rammler / 1.484 Häsinnen) 2023: 251 Züchter (452 Rammler / 799 Häsinnen) | |
| Hasenkaninchen ursprüngliche Farbenschläge:
| Deutschland 2013: 810 Zuchten (1382 Rammler / 2314 Häsinnen) 2023: 344 Züchter (592 Rammler / 981 Häsinnen) | |
| Havanna ursprüngliche Farbenschläge:
| Deutschland 2013: 711 Zuchten (1174 Rammler / 1998 Häsinnen) 2023: 289 Züchter (514 Rammler / 1.137 Häsinnen) | |
| Helle Großsilber ursprüngliche Farbenschläge:
| Deutschland 2013: 1.398 Zuchten (2.474 Rammler / 4.338 Häsinnen) 2023: 707 Züchter (1.290 Rammler / 2.240 Häsinnen) | |
| Hermelin ursprüngliche Farbenschläge:
| Deutschland 2013: 1.023 Zuchten (2.041 Rammler / 3.703 Häsinnen) 2023: 441 Züchter (910 Rammler / 1.655 Häsinnen) | |
| Holländer ursprüngliche Farbenschläge: blau-weiß, dunkelgrau-weiß, eisengrau-weiß, gelb-weiß, havannafarbig-weiß, schwarz-weiß, thüringerfarbig-weiß, wildfarben-weiß | Deutschland 2013: 865 Zuchten (1525 Rammler / 2865 Häsinnen) 2023: 424 Züchter (764 Rammler / 424 Häsinnen) | |
| Japaner ursprüngliche Farbenschläge:
| Deutschland 2013: 164 Zuchten (356 Rammler / 692 Häsinnen) 2023: 92 Züchter (205 Rammler / 364 Häsinnen) | |
| Kleinchinchilla ursprüngliche Farbenschläge:
| Deutschland 2013: 747 Zuchten (1219 Rammler / 2113 Häsinnen) 2023: 315 Züchter (587 Rammler / 988 Häsinnen) | |
| Kleinsilber ursprüngliche Farbenschläge:
| Deutschland 2013: 2953 Zuchten (5117 Rammler / 8772 Häsinnen) 2023: 990 Züchter (1.900 Rammler / 3.252 Häsinnen) Beobachtung, zurzeit nicht gefährdet | |
| Lohkaninchen ursprüngliche Farbenschläge:
| Deutschland 2013: 1920 Zuchten (3273 Rammler / 5431 Häsinnen) 2023: 663 Züchter (1.102 Rammler / 1.771 Häsinnen) Beobachtung, zurzeit nicht gefährdet | |
| Luxkaninchen ursprüngliche Farbenschläge:
| Deutschland 2013: 100 Zuchten (161 Rammler / 268 Häsinnen) 2023: 96 Züchter (154 Rammler / 270 Häsinnen) stark gefährdet | |
| Marburger Feh ursprüngliche Farbenschläge:
| Deutschland 2013: 650 Zuchten (1065 Rammler / 1786 Häsinnen) 2023: 316 Züchter (537 Rammler / 872 Häsinnen) | |
| Marderkaninchen ursprüngliche Farbenschläge:
| Deutschland 2013: 164 Zuchten (315 Rammler / 487 Häsinnen) 2023: 46 Züchter (90 Rammler / 141 Häsinnen) | |
| Meißner Widder ursprüngliche Farbenschläge:
| Deutschland 2013: 157 Zuchten (261 Rammler / 413 Häsinnen) 2023: 91 Züchter (149 Rammler / 227 Häsinnen) | |
| Perlfeh ursprüngliche Farbenschläge:
| Deutschland 2013: 444 Zuchten (755 Rammler / 1.277 Häsinnen) 2023: 302 Züchter (578 Rammler / 886 Häsinnen) | |
| Rexkaninchen ursprüngliche Farbenschläge: Blau-Rexe, Castor-Rexe, Chin-Rexe, Feh-Rexe, Havanna-Rexe, Loh-Rexe, Lux-Rexe, Schwarz-Rexe, Weiß-Rexe | Deutschland 2013: 2561 Zuchten (4309 Rammler / 7346 Häsinnen) 2023: 943 Züchter (1.594 Rammler / 2.605 Häsinnen) | |
| Rheinische Schecken ursprüngliche Farbenschläge:
| Deutschland 2013: 201 Zuchten (438 Rammler / 864 Häsinnen) 2023: 123 Züchter (266 Rammler / 484 Häsinnen) | |
| Rote Neuseeländer ursprüngliche Farbenschläge:
| Deutschland 2013: 1261 Zuchten (2114 Rammler / 3725 Häsinnen) 2023: 620 Züchter (1.079 Rammler / 1.839 Häsinnen) | |
| Russen ursprüngliche Farbenschläge:
| Deutschland 2013: 541 Zuchten (912 Rammler / 1.518 Häsinnen) 2023: 217 Züchter (383 Rammler / 629 Häsinnen) | |
| Thüringer ursprüngliche Farbenschläge:
| Deutschland 2013: 1.060 Zuchten (1.826 Rammler / 3.169 Häsinnen) 2023: 498 Züchter (873 Rammler / 1.495 Häsinnen) | |
| Wiener ursprüngliche Farbenschläge:
| Deutschland 2013: 3.698 Zuchten (6.469 Rammler / 1.1604 Häsinnen) 2023: 1788 Züchter (3.384 Rammler / 5.863 Häsinnen) |
Hunde
| Rasse | Abbildung | Gefährdung, Bestand (Stand 2023) |
|---|---|---|
Altdeutscher Hütehund:
| Deutschland GEH: extrem gefährdet, ca. 2 - 5 Würfe pro Jahr | |
Altdeutscher Hütehund:
| Deutschland GEH: gefährdet | |
Altdeutscher Hütehund:
| Deutschland GEH: gefährdet | |
Altdeutscher Hütehund:
| Deutschland GEH: gefährdet | |
Altdeutscher Hütehund:
| Deutschland GEH: gefährdet | |
Altdeutscher Hütehund:
| Deutschland GEH: gefährdet | |
Altdeutscher Hütehund:
| Deutschland GEH: gefährdet | |
| Großspitz | Deutschland GEH: extrem gefährdet, ca. 40 - 80 Welpen pro Jahr | |
| Mittelspitz | Deutschland GEH: stark gefährdet, ca. 80 - 120 Welpen pro Jahr | |
| Deutscher Pinscher | Deutschland GEH: gefährdet, ca. 370 - 450 Welpen pro Jahr (GEH 2010 - 2013) | |
| Österreichischer Pinscher | Österreich Arche Austria: ca. 55 - 60 Welpen pro Jahr (KÖP 2010 - 2014) |
Bienen
| Rasse | Abbildung | Gefährdung, Bestand |
|---|---|---|
| Dunkle Europäische Biene | Deutschland Kat. I (extrem gefährdet, lt. GEH); die Ökotypen Heidebiene, Deutsche Braune Biene, Schwarze Alpenländische Biene gelten in Deutschland als ausgerottet Österreich Schweiz | |
| Kärntner Biene | Österreich lt. ÖNGENE |
Siehe auch
Literatur und Weblinks
- Deutschland
- Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE): Einheimische Nutztierrassen in Deutschland und Rote Liste gefährdeter Nutztierrassen 2025. (Dokument zum Download, PDF)
- BLE: Zentrale Dokumentation Tiergenetischer Ressourcen in Deutschland (TGRDEU)
- Bund Deutscher Rassegeflügelzüchter (BDRG), Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen (GEH): Liste alter einheimischer Geflügelrassen in Deutschland (PDF-Datei)
- GEH: Die Rote Liste
- VIEH (Vielfältige Initiative zur Erhaltung gefährdeter Haustierrassen) Die Rote Liste
- GENUVI (Gesellschaft für Internationale Nutztierrassen-Vielfalt in Deutschland e. V.)
- Österreich
- Arche Austria: Rote Liste gefährdeter Tiere Österreichs. herausgegeben vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft, Böhlau: Wien 2010. ISBN 978-3-205-78480-7
- Österreichische Nationalvereinigung für Genreserven landwirtschaftlicher Nutztiere (ÖNGENE): oengene.at (Webpräsenz)
- Arche Austria – Verein zur Erhaltung seltener Nutztierrassen: arche-austria.at (Webpräsenz)
- Klub für Österreichische Pincher: oe-pinscher-klub.at (Webpräsenz)
- Schweiz
- ProSpecieRara Schweiz: 28 betreute Rassen
wikipedia, wiki, enzyklopädie, buch, bibliothek, artikel, lesen, kostenlos herunterladen, Informationen über Liste gefährdeter Nutztierrassen, Was ist Liste gefährdeter Nutztierrassen? Was bedeutet Liste gefährdeter Nutztierrassen?