Die Liste von Todesopfern der frühneuzeitlichen Hexenverfolgung in Europa und Nordamerika bezieht sich auf die Hexenverfolgungen während der frühen Neuzeit in Europa und den britisch-amerikanischen Kolonien, die durch Vorstellungen geprägt waren, wie sie im Hexenhammer dargelegt sind. Sie schließt Opfer ein, die wegen vermeintlicher Hexerei hingerichtet wurden, sowie solche, die durch die Verfolgung durch die Obrigkeit ums Leben kamen. Auch frühere Beispiele werden aufgenommen. Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Zwischen dem 15. und 19. Jahrhundert wurden durch die Hexenverfolgung zahlreiche Menschen als vermeintliche Hexen hingerichtet. Es gab sowohl organisierte Hexenverfolgungen als auch einzelne Anklagen. Im 17. Jahrhundert stieg die Zahl der Hexenprozesse an. Die häufigsten Methoden, Hexen hinzurichten, waren Hängen, Ertränken und Verbrennen. Die Liste ist geographisch unterteilt nach Europa und Nordamerika.
Mit Kimpa Vita († 1706) wurde auch eine Kongolesin Opfer der von Europa ausgehenden Hexenverfolgung der frühen Neuzeit. Die Hexenverfolgung in Afrika, Amerika, Asien und Ozeanien wird im Artikel Moderne Hexenverfolgung dargestellt.
Europa
Insgesamt wurden in Europa im Zuge der Hexenverfolgung geschätzt 40.000 bis 60.000 Personen wegen Hexerei hingerichtet. Frauen stellten etwa drei Viertel der Opfer in Mitteleuropa. In Nordeuropa waren Männer stärker betroffen. Ein eindeutiger Zusammenhang zwischen Konfessionszugehörigkeit und Hexenverfolgung liegt nicht vor. In Europa war die besonders qualvolle Hinrichtung auf dem Scheiterhaufen häufig.
In der folgenden Liste wurde Europa unterteilt nach Nordische Länder, Westeuropa, Mitteleuropa (mit Südosteuropa und Osteuropa) und Südeuropa. Dabei wurde weitgehend der Großgliederung Europas nach dem Vorschlag des Ständigen Ausschuss für geographische Namen gefolgt. Ausnahme sind die Nordischen Länder, da diese im Gegensatz zu Nordeuropa auch Grönland beinhalten.
Westeuropa
Zu Westeuropa zählen das heutige Frankreich, die Niederlande, Belgien, Irland und das Vereinigte Königreich. In Großbritannien fanden unter anderen die Hexenprozesse von Pendle und die Hexenprozesse von North Berwick statt.
| Name | Lebensdaten | Herkunft | Bemerkungen | Prozess / Hinrichtung |
|---|---|---|---|---|
| Marigje Arriens | ca. 1520–1591 | Grafschaft Holland | Wegen angeblicher Hexerei verbrannt. | Schoonhoven |
| Allison Balfour (Alesoun Balfour) | † 16. Dez. 1594 | Königreich Schottland | Volksheilerin von der Mainland-Insel der Orkneys, in Kirkwall wegen angeblicher Hexerei hingerichtet. | Kirkwall |
| Josyne van Beethoven | 1540–1595 | Brabant | Sie war mit Aert van Beethoven verheiratet, Mutter von vier Kindern und Vorfahrin von Ludwig van Beethoven. Als Hexe angeklagt, gefoltert und auf dem Grote Markt in Brüssel auf dem Scheiterhaufen verbrannt. | Brüssel |
| Janet Boyman (Jonet Boyman, Janet Bowman) | † 1572 | Königreich Schottland | Der Fall gegen Janet Boyman begann 1570 und ist ein frühes und gut dokumentiertes Zeugnis von Hexenwahn in Schottland. Boyman wurde beschuldigt, den Tod des schottischen Königs vorhergesehen zu haben. 1572 wurde sie wegen Hexerei angeklagt und hingerichtet. | Edinburgh |
| Anne de Chantraine | 1603–1622 | Hochstift Lüttich | Anne de Chantraine wird als außergewöhnlich hübsches, intelligentes und lebhaftes Mädchen beschrieben. Im Alter von 17 Jahren wurde sie von einem gleichaltrigen Jungen, den sie mehrfach abgewiesen hatte, der Hexerei bezichtigt und infolgedessen verhaftet. Zu dieser Zeit gab es eine Missernte. Sie wurde mehrfach gefoltert. Im Alter von 19 Jahren wurde sie in Waret-la-Chaussee oder in Liège auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Sie ist eine spielbare Figur in der australischen Horror-Brettspielserie Atmosfear (Nightmare) von Phillip Tanner und Brett Clements von 1991. | Lüttich |
| Elizabeth Clarke (auch Bedinfield) | ca. 1565–1645 | Königreich England | Elizabeth Clarke aus Essex war 80 Jahre alt und hatte nur ein Bein. Sie wurde der Teufelsbuhlschaft angeklagt und gehängt. Aufgrund der Folter durch Schlafentzug beschuldigte sie zwei weitere Frauen, Anne West und deren Tochter Rebecca. In der Folge wurden zahlreiche weitere Personen angeklagt. Sie war das erste Opfer des Hexenfinders Matthew Hopkins, der für rund 100 Justizmorde an angeblichen Hexen in East Anglia verantwortlich ist. | Chelmsford |
| Hexen von Belvoir: Joan Flower mit Margaret und Philippa | † 1618 | Königreich England | Joan Flower und ihre beiden Töchter Margaret und Philippa wurden als die Hexen von Belvoir bezeichnet. Joan, Margaret und Philippa Flower waren als Kräuterheilerinnen bekannt und stammten aus einer verarmten lokalen Familie. Joan Flower starb im Gefängnis, ihre beiden Töchter Margaret und Philippa Flower wurden in Lincoln gehängt. | Lincoln |
| Jean Delvaux | † 2. Apr. 1597 | Reichsabtei Stablo-Malmedy | Benediktiner-Mönch aus dem Kloster Stablo, geköpft. | Stavelot |
| Urbain Grandier | 1590–1634 | Königreich Frankreich | Priester, aufgrund der Feindschaft des Kardinals Richelieu gegen ihn unter Ludwig XIII. während des Prozesses gegen die Teufel von Loudun verurteilt und verbrannt. | Loudun |
| Mechteld ten Ham | † 1605 | Republik der Vereinigten Niederlande | Gestand unter Folter und wurde verbrannt. | ’s-Heerenberg |
| Adrienne d’Heur | 1585–1646 | Grafschaft Württemberg-Mömpelgard | verbrannt | Montbéliard |
| Janet Horne | † 1727 | Königreich Großbritannien | Letzte Britin, die wegen Hexerei hingerichtet wurde, verbrannt. | Dornoch |
| Margaret Inequane (Margaret Ine Quane, Margaret Quaine) | † 1617 | Königreich England | Sie wurde zusammen mit ihrem zehnjährigen Sohn John Cubon der Hexerei beschuldigt. Angeblich hatte sie einen Fruchtbarkeitszauber benutzt, um eine gute Ernte zu sichern. Ihr Sohn wurde des „Hexenbluts“ für schuldig befunden, weil er ihr Sohn war. Beide wurden 1617 in Castletown auf der Isle of Man wegen Hexerei hingerichtet. | Castletown |
| Margery Jourdemain (Jourdemayne, Gardemaine) | † 1441 | Königreich England | In die politischen Intrigen um Eleanor Cobham hineingezogen und auf dem Smithfield Market als angebliche Hexe verbrannt. | London |
| Ursula Kemp (Ursley Kempe, Ursula Gray) und die „Hexen von St. Osyth“ | ca. 1525–1582 | Königreich England | Die „Hexen von St. Osyth“ waren 14 Frauen, die zwischen 1581 und 1582 in Essex wegen Hexerei verfolgt wurden. Kemp war eine Volksheilerin und Hebamme. 1582 wurde sie angeklagt, durch Hexerei Krankheit und Tod über ihre Nachbarn gebracht zu haben. Sie wurde dazu verleitet die Namen weiter angeblicher Hexen preiszugeben und nannte Ales Newman, Elizabeth Bennett, Ales Hunt und Annis Glascock. Dies war der Anlass für die weiteren Verfolgungen. Zusammen mit ihrer Mitangeklagten Elizabeth Bennet wurde sie gehängt. | Chelmsford |
| Elizabeth Lowys | † 30. März 1565 | Königreich England | Erste bekannte Frau, die nach dem Witchcraft Act 1563 in England wegen Hexerei hingerichtet wurde. Sie stammte aus dem Dorf Great Waltham, im Verwaltungsbezirk City of Chelmsford in Essex und war mit dem Bauern John Lowys aus Chelmsford verheiratet. Sie arbeitete als Heilerin, was ihr einige Misserfolge einbrachte, die zu ihrer Anklage führten. | Chelmsford |
| Violet Mar | † 1577 | Königreich Schottland | Violet Mar wurde angeklagt, mit Hilfe von Hexerei einen Komplott gegen schottischen Regent Morton geplant zu haben. Sie wurde am 24. Oktober 1577 wegen Hochverrat vor Gericht gestellt, verurteilt und hingerichtet. | Perthshire |
| Anna Muggen | † 1608 | Republik der Vereinigten Niederlande | Verurteilung wegen Flüchen und eines Paktes mit dem Teufel. Hinrichtung am 29. Mai 1608 in Gorinchem, Niederlande | Gorinchem |
| Catherine Monvoisin(Monvoisin) | ca. 1640–1680 | Königreich Frankreich | Auch La Voisin, geborene Deshayes, französische Serienmörderin, wurde als angebliche Hexe verbrannt und war eine der Hauptbeteiligten in der so genannten Giftaffäre. | Paris |
| Petronilla de MeathPetronilla de Midia | ca. 1300–1324 | Lordschaft Irland | Petronilla de Meath war eine irische Dienstmagd, erste Frau in Irland, die als angebliche Hexe verbrannt wurde. | Kilkenny |
| Elspeth McEwen (Elizabeth MacEwan, Elspeth M‘Cowen) | † 24. Aug. 1698 | Königreich Schottland | Elspeth McEwen war eine ältere und gebildete Frau (die „alte Frau von Bogha“) und lebte allein in Balmaclellan. Ihr wurde vorgeworfen, das Geflügel ihrer Nachbarn verhext zu haben, sodass es keine Eier mehr legte, krank wurde oder starb. Auch soll sie mit Hilfe einer verhexten hölzernen Nadel die Milch von Kühen gestohlen haben. 1696 wurde sie wegen Hexerei vorgeladen. Auf dem Weg zur Sitzung scheute die Stute des Pfarrers und schwitzte angeblich Blutstropfen. Das Vorkommnis wurde als Beweis gegen McEwen gewertet. Sie wurde für zwei Jahre in Kirkcudbright Tolbooth eingesperrt und so schwer gefoltert, dass sie um den Tod bat. Im März 1698 wurde McEwen wegen Hexerei vor Gericht gestellt und gestand „einen Vertrag und regelmäßigen Handel mit dem Teufel und schwarze Magie zum Schaden des Volkes“. Es gibt detaillierte Aufzeichnungen über ihre Inhaftierung und ihren Prozess. Sie wurde in Silver Craigs, Kirkcudbright hingerichtet und war die letzte Person, die wegen vermeintlicher Hexerei in Galloway verbrannt wurde. | Kirkcudbright |
| Alice Nutter | † 20. Aug. 1612 | Königreich England | Nutter stammte aus einer wohlhabenden Familie, besaß eigenes Land und wurde im Zuge der Hexenprozesse von Pendle, angeklagt und in Lancaster gehängt. Hauptzeugin der Anklage war ein 9-jähriges Mädchen. 1982 gab sich eine Sängerin der Band Chumbawamba den Künstlernamen Alice Nutter. Der 1990 erschienene Roman Ein gutes Omen von Terry Pratchett und Neil Gaiman mit der Figur Alice Nutter wurde ab 2019 in Fernsehserie Good Omens verarbeitet. Jeanette Wintersons Roman The Daylight Gate aus dem Jahr 2012, basiert auf Nutters Leben und erschien an ihren 400. Todestag. | Lancaster |
| Paisley Hexen (Bargarran Hexen) | † 1697 | Königreich Schottland | Letzte Massenhinrichtung wegen Hexerei in Westeuropa, acht Personen wurden verurteilt, eine starb im Gefängnis, die anderen sieben wurden gehängt und am 10. Juni 1697 auf dem Gallow Green in Paisley verbrannt. | Paisley |
| Hexen von Pendle | † 1612 | Königreich England | Vom Assisengericht in Lancaster am 18./19. August 1612 wurden neun Frauen und ein Mann zum Tod durch den Strang verurteilt. Zwei der angeblichen Hexen von Pendle waren Anne Whittle (Chattox) und ihre Tochter Anne Redferne. | Lancaster |
| Elspeth Reoch (Elizabeth Riach) | † 1616 | Königreich Schottland | Reoch wurde in Caithness geboren und lebte später auf der Mainland-Insel der Orkneys. Sie wurde in Kirkwall wegen angeblicher Hexerei hingerichtet. In Schottland begannen die Hexenjagden um 1550. Zu dieser Zeit unterstand der Orkney-Archipel der Gerichtsbarkeit Schottlands, das mit der Umsetzung des Scottish Witchcraft Act von 1563 Hexerei zu einem Kapitalverbrechen machte und daher mit dem Tod bestraft wurde. | Kirkwall |
| Agnes Sampson | † 1591 | Königreich Schottland | Opfer der Hexenprozesse von North Berwick, Volksheilerin und Hebamme, erdrosselt und verbrannt. Die Abbildung unten zeigt wie Agnes Sampson und andere Hexen vom Teufel magische Puppen erhalten. | Edinburgh |
| Alice Samuel „Hexen von Warboys“ | † 1593 | Königreich England | Alice Samuel und ihre Familie wurden in dem Dorf Warboys in Huntingdonshire als angebliche Hexen gehängt. | Huntingdonshire |
| Agnes Waterhouse (Mother Waterhouse) | ca. 1503–1566 | Königreich England | Agnes Waterhouse wurde 1566 in Chelmsford in England gehängt. Diese Hinrichtung wegen angeblicher Hexerei erregte damals in ganz Europa großes Aufsehen. | Chelmsford |
- Urbain Grandier
- Statue von Mechteld ten Ham in ’s-Heerenberg, 2004
- Catherine Deshayes, 1680 bis 1682
- Statue von Alice Nutter, 2012
- Anne Whittle (Chattox) mit Tochter Anne Redferne, Opfer der Hexenprozesse von Pendle, Illustration 1854
- Holzschnitt, der zeigt wie Agnes Sampson und andere Hexen vom Teufel magische Puppen erhalten, 1720
- Agnes Waterhouse, Holzschnitt, 1566
Mitteleuropa (mit Südosteuropa und Osteuropa)
Zu den Hexenverfolgungen der frühen Neuzeit gehören die deutschen Hexenprozesse in Bamberg, in Eichstätt, in Ellwangen, in Fulda, in Freising, in Wittenberg, in Kurmainz, in Lemgo, in Groß Ullersdorf, in Wemding, in der Grafschaft Werdenfels, in Verden, in Westfalen und in Würzburg.
| Name | Lebensdaten | Herkunft | Bemerkungen | Prozess / Hinrichtung |
|---|---|---|---|---|
| Johann Albrecht Adelgreif | † 1636 | Preußen | Hingerichtet als selbstbehaupteter Prophet. | Königsberg |
| Merga Bien | 1560er–1603 | Hochstift Fulda | Während der Hexenverfolgungen im Hochstift Fulda verurteilt und verbrannt. | Fulda |
| Sidonia von Borcke (Sidonia von Bork) | 1548–1620 | Herzogtum Pommern | Sidonia von Borcke gestand unter Folter Mord und Hexerei. Sie wurde geköpft und verbrannt. Das Schicksal der Sidonia von Borcke blieb in Sage und Dichtung lebendig. Wilhelm Meinhold veröffentlichte 1847 den Roman Sidonia von Bork, die Klosterhexe. 1849 wurde der Roman von Jane Francesca Elgee unter dem Titel Sidonia the Sorceress erfolgreich in Englische übersetzt. Der Roman inspirierte den Präraffaeliten Edward Burne-Jones. Theodor Fontane schrieb das Fragment Sidonie von Borcke. | Stettin |
| Michée Chauderon (Michea Chauderon) | † 1652 | Republik Genf | Michée Chauderon war eine verwitwete Waschfrau, die von ihrem Arbeitgeber des Diebstahls beschuldigt wurde. Dann wurde ihr vorgeworfen, mehrere Kinder mit Dämonen verhext zu haben. Sie gestand unter Folter, Dämonen beschworen zu haben. Sie wurde gehängt und anschließend verbrannt. Sie war das letzte Opfer der Hexenverfolgung in Genf. | Genf |
| Helena Curtens | 1722–1738 | Herzogtum Jülich-Berg | Eines der letzten Opfer der Hexenverfolgungen im Heiligen Römischen Reich. Gemeinsam mit Agnes Olmans hingerichtet. | Gerresheim |
| Katharina Curtius | † 1629 | Kurköln | Wurde in Bonn von dem berüchtigten Hexenjäger Franz Buirmann verfolgt und auf dem Scheiterhaufen verbrannt. | Bonn |
| Dietrich Flade | 1534–1589 | Kurtrier | Kurfürstlicher Rat, Stadtschultheiß und Statthalter von Trier. Flade hatte in Kurtrier als Richter zahlreiche Hexenprozesse geleitet und Todesurteile gefällt. Schließlich wurde er selbst der Hexerei beschuldigt und unter Johann VII. von Schönenberg hingerichtet. | Trier |
| Prista Frühbottin oder Prista Frühbrot | um 1490–1589 | Kurfürstentum Sachsen | Prista Frühbottin war während einer extremen Dürre 1540 Abedeckergehilfin. Sie und ihr Sohn Dictus hatten wegen des zahlreich verendenden Viehs viel Arbeit und wurden deshalb beschuldigt, die Weiden unfruchtbar gehext zu haben. Der Maler Lucas Cranach der Jüngere hielt die Hinrichtung in einem Holzschnitt fest. | Lutherstadt Wittenberg |
| Teelke Galtets | † ca. 1665 | Grafschaft Ostfriesland | Letztes Todesopfer der Hexenverfolgung in Ostfriesland. Mit dem Schwert hingerichtet und anschließend auf dem Scheiterhaufen verbrannt. | Schwittersum |
| Anna Göldi, (Anna Göldin) | † 1782 | Alte Eidgenossenschaft | Das letzte Opfer der Hexenverfolgung in der Schweiz. Anna Göldi wurde als «Vergifterin», wie es im Urteil offiziell hieß, geköpft. Im Prozess gegen Anna Göldi wurden die Ausdrücke «Hexerei» und «Hexe» vermieden, um kein Aufsehen zu erregen. Wie Wolfgang Behringer in seinem Standardwerk über späte Hexenprozesse (2016) erläutert, waren diese Begriffsverschleierungen im Urteil typisch für Hexenprozesse des 18. Jahrhunderts. | Glarus |
| Maria Harms | † 1593 | Kurköln | Sie ist die erste namentlich bekannte Frau, die in Bonn als angebliche Hexe verbrannt wurde. | Bonn |
| Walpurga Hausmännin | † 1587 | Hochstift Augsburg | Hebamme, die unter Folter ein aufsehenerregendes Geständnis erfand, unter anderem den Pakt mit dem Teufel, Kindermord, Hexerei und Vampirismus. Wurde noch auf dem Weg zum Scheiterhaufen in der Öffentlichkeit gefoltert. | Dillingen an der Donau |
| Katharina Henot | 1570–1627 | Freie Reichsstadt Köln | Kölner Postmeisterin und das bekannteste Opfer der Kölner Hexenverfolgungen. Sie wurde als angebliche Hexe erst erdrosselt und dann verbrannt. | Köln |
| Johannes Junius | 1573–1628 | Hochstift Bamberg | Bamberger Bürgermeister und Ratsherr wurde als Trudner (Hexer) verurteilt und wartete im Bamberger Drudenhaus auf den Scheiterhaufen. Am 6. August 1628 wurde er zum Tode verurteilt und wenig später hingerichtet. | Bamberg |
| Andreas Koch | ca. 1619–1666 | Grafschaft Lippe | Andreas Koch war evangelischer Pfarrer an der Kirche St. Nicolai in Lemgo. Dort setzte er sich gegen die grausame Verhörpraxis bei den örtlichen Hexenprozessen ein, was ihm schließlich selbst eine Anklage eintrug. Er war der einzige Pfarrer Lemgos, der wegen Hexerei hingerichtet wurde. | Lemgo |
| Barbara Koller (Schinder-Bärbel) | † ca. 1675 | Erzstift Salzburg | Auf der Richtstätte in Salzburg-Gneis hingerichtet. Erstes Opfer der Salzburger Zauberbubenprozesse, bei denen über 150 Personen getötet wurden, fast alles Bettler, darunter zahlreiche Kinder. Ihrem Sohn Schinderjackl wurde angedichtet, er sei ein Werwolf gewesen, konnte aber nicht gefasst werden. | Salzburg |
| Anna Kramer (Bader-Ann) | 1619–1680 | Hohenzollern-Sigmaringen | Als Hexe in Veringenstadt enthauptet und anschließend verbrannt. Ihr Folterhemd und das Protokoll des Hexenprozesses sind erhalten. | Veringenstadt |
| Elisabeth Kurtzrock | † 30. Okt. 1628 | Kurköln | Sie war die Wirtin einer noch heute in Bonn existierenden Gastwirtschaft (Zur Blomen/Im Höttchen). Sie wurde im Spätherbst 1628 verhaftet und auf der Richtstätte „Auf der Höhe“ (Josephshöhe in Auerberg I.B.) verbrannt. | Bonn |
| Lauterfresser (Mathias Perger, Matheus Perger) | † 1645 | Gefürstete Grafschaft Tirol | War ein angeblicher Hexer in Südtirol. Als einer der bekanntesten Magier des Landes sind seine Taten Inhalt zahlreicher Südtiroler Sagen. Der Beiname stammt von seiner Vorliebe für weiche oder flüssige („lautere“) Nahrung. Laut Urteil wurde er auf dem Richtplatz zwischen Mühlbach und Spinges „zu Pulver und Staub verbrannt“. | Mühlbach |
| Rebekka Lemp | ca. 1550–1590 | Reichsstadt Nördlingen | Rebekka Lemp war ein frühes Opfer der Hexenverfolgung in Nördlingen und wurde zusammen mit vier weiteren Frauen verbrannt. Briefe zwischen ihr, ihrem Mann und ihren Kindern während ihrer Haft sind erhalten. | Nördlingen |
| Agnes Olmans | 1691–1738 | Herzogtum Jülich-Berg | Eines der letzten Opfer der Hexenverfolgungen in Deutschland. Gemeinsam mit Helena Curtens in Gerresheim hingerichtet. | Gerresheim |
| Familie Pappenheimer Eltern: Paul und Anna Söhne: Gummprecht, Michel (auch Jacob genannt), Hansel (auch Hoel genannt) | † 1600 | Herzogtum Bayern | Die Landfahrerfamilie Pämb oder Gämperle, auch Pappenheim genannt, wurde von Alexander von Haslang des Mordes und der Hexerei im Bund mit dem Teufel beschuldigt. Unter Folter gestanden alle Mitglieder der Familie. Die Familie wurde nach München gebracht und in den Falkenturm gesperrt und durch den nun zuständigen Hofratkommissar Wangereck weiterer extremer Folter unterworfen und am 29. Juli 1600 auf grausame Weise hingerichtet. | München |
| Maria Pauer | 1730er–1750 | Erzstift Salzburg | Das letzte Opfer der Hexenverfolgung im heutigen Österreich, geköpft. | Salzburg |
| Philipp Quantzip (Philipp aus Lannesdorf) | † 13. Sep. 1628 | Kurköln | Er war als angeblicher „Werwolf“ der Zauberei verdächtigt. Um bei seiner Hinrichtung ganz sicher zu gehen, hatte man ihm, bevor man ihn verbrannte, den Kopf „abgehauwen und sinen kopf einem wolf druff gestechen und also zum exempel laissen stain“. | Bonn |
| Elisabeth Plainacher | 1513–1583 | Erzherzogtum Österreich | Das einzige Opfer der Hexenverfolgung in Wien, verbrannt. | Wien |
| Catherine Quicquat | † 1448 | Savoyen | Wegen angeblicher Hexerei im Herzogtum Savoyen verurteilt und mutmaßlich verbrannt | Vevey |
| Catherine Repond | 1662–1731 | Alte Eidgenossenschaft | Eine der letzten Frauen, die in der Schweiz der Hexerei beschuldigt und hingerichtet wurden. | Freiburg |
| Anna Roleffes (verw. Kage, auch Roleff, Roloffs, Tempel Anneke) | 1600–1663 | Fürstentum Braunschweig-Wolfenbüttel | Eine der letzten Frauen, die in der Stadt Braunschweig als „Hexe“ angeklagt und hingerichtet wurde; geköpft und verbrannt. Sie war Schankwirtin, Dienstmagd, Heilkundige und Wahrsagerin von Beruf. | Braunschweig |
| Anna Maria Schwegelin (Schwägele, Schwägelin) | 1729–1781 | Fürststift Kempten | Als letztes Opfer der Hexenverfolgung in Deutschland 1775 zum Tode verurteilt, begnadigt und 1781 im Gefängnis gestorben. | Kempten |
| Seelenmutter von Küssnacht | † 1577 | Alte Eidgenossenschaft | Im November 1577 verbrannte man die Seelenmutter von Küssnacht bei lebendigem Leibe auf dem Scheiterhaufen. | Kanton Schwyz |
| Maria Renata Singer von Mossau | 1679–1749 | Hochstift Würzburg | Nonne sowie Superiorin des Klosters Unterzell bei Würzburg. Sie gilt als das letzte fränkische Opfer der Hexenverfolgung. Ihr Kopf wurde als Abschreckung zur Stadt Würzburg hin auf einem Pfahl aufgerichtet, der restliche Körper im Hexenbruch verbrannt. | Höchberg |
| Katharina Sommermeyer | um 1678–1698 | Fürstentum Braunschweig-Wolfenbüttel | Sie gilt als die letzte Frau, die in den Hexenverfolgungen der Stadt Braunschweig als Hexe angeklagt, zum Tode verurteilt und hingerichtet wurde. | Braunschweig |
| Stedelen | † ca. 1400 | Alte Eidgenossenschaft | Opfer der Hexenprozesse in Boltigen, Simmental unter Peter von Greyerz. Stedelen gestand unter Folter, Dämonen beschworen zu haben und wurde verbrannt. | Boltigen |
| Anna Maria Sterck | 1668–1679 | Hohenzollern-Sigmaringen | Anna Maria Sterck war eine Waise. Sie wurde als Kinderhexe verfolgt, im Alter von zehn Jahren verhaftet und kurz nach ihrem elften Geburtstag hingerichtet. | Inzigkofen |
| Kunigunde Sterzl | ca. 1544–1620 | Hochstift Eichstätt | Die 76-jährige Eichstätterin war eines der ca. 250 Opfer der Hexenverfolgung im Hochstift Eichstätt. Sie gestand unter Folter und wurde öffentlich enthauptet und verbrannt. | Eichstätt |
| Dorothee Elisabeth Tretschlaff | 1685–1701 | Brandenburg-Preußen | Nachdem die 15-Jährige 1701 wegen angeblicher Hexerei enthauptet worden war, ließ König Friedrich I. das Verfahren nachträglich untersuchen, mit dem Ergebnis, dass von da an in Brandenburg-Preußen keine Todesurteile wegen Hexerei mehr verhängt wurden. | Fergitz in der Uckermark |
- Elisabeth Pleinacher, M. Bermann, 1880
- Gerresheimer Hexenstein für Helena Curtens und Agnes Olmans, 1989
- Katharina Henot, Ratsturm Köln, von Marianne Lüdicke, 1989
- Skulptur von Bader-Ann, Veringenstadt, errichtet um 1994
- Rebekka Lemp auf dem Familienepitaph (zweite von links), 1580
Südeuropa
Südeuropa ist eine zusammenfassende Bezeichnung für die Staaten Andorra, Griechenland, Italien, Malta, Monaco, Portugal, San Marino, Spanien (mit Gibraltar) und die Vatikanstadt.
| Name | Lebensdaten | Herkunft | Bemerkungen | Prozess / Hinrichtung |
|---|---|---|---|---|
| Gentile Budrioli (Gentile Cimieri) | † 14. Juli 1498 | Kirchenstaat | Budrioli war Astrologin und Heilkundige. Sie studierte an der Universität von Bologna und erhielt außerdem Unterricht von Franziskanermönchen. Durch ihre Heilkunst erregte sie Aufmerksamkeit und wurde Freundin von Ginevra Sforza, der Frau von Giovanni II. Bentivoglio, dem Herrscher von Bologna. Sie war für kurze Zeit Ratsmitglied am Hof von Bologna. Dadurch erregte sie Neid und wurde 1498 der Hexerei angeklagt, nachdem sie einen der Söhne Bentivoglios nicht retten konnte. Die Inquisition fälschte Beweise und folterte sie. Zahlreiche Personen sagten gegen sie aus, darunter auch ihr Ehemann Alessandro, der ihr wissenschaftliches Interesse ablehnte. Budrioli wurde auf der Piazza San Domenico in Bologna gehängt und verbrannt. Das Musical Ginevra e Gentile von 2011 von der Accademia Culturale dei Castelli in Aria basiert auf der Freundschaft zwischen Sforza und Budrioli. | Bologna |
| Narbona Dacal (Narbona D’Arcal) | † 12. Feb. 1498 | Königreich Aragón | Dacal wurde in Cenarbe in Aragon geboren. Sie hatte zwei Brüder und war mit Juan de Portañya verheiratet, der sie allerdings verließ. Dann verdiente sie ihren Lebensunterhalt als Volksheilerin. Sie wurde von der Inquisition der Hexerei angeklagt und am 12. Februar 1498 in Saragossa exekutiert. | Saragossa |
| Matteuccia di Francesco | † 1428 | Kirchenstaat | Bekannt als „Hexe von Ripabianca“, gestand sie, auf den Flügeln eines Dämons geflogen zu sein. Sie wurde der Prostitution beschuldigt, Unzucht mit anderen Frauen getrieben zu haben sowie Liebestränke und Heilsalben aus dem Blut von Neugeborenen zu verkaufen. Sie gehört zu den ersten bekannten Opfern der Hexenverfolgung in Italien und wurde verbrannt. | Todi |
| Guirandana de Lay | † 1461 | Königreich Aragón | Volksheilerin, soll angeblich einen Hexenzirkel in der Nähe von Villanúa, in Aragon, angeführt zu haben. Sie wurde von einem siebenköpfigen Gericht in Jaca verurteilt und auf dem Scheiterhaufen verbrannt. | Jaca |
| Polissena von San Macario | † 1571 | Republik Lucca | Polissena hatte Epilepsie und wurde bei lebendigem Leib verbrannt. | Lucca |
Nordische Länder
Nordische Länder bezeichnet zusammenfassend die nordeuropäischen Staaten Dänemark, Finnland, Island, Norwegen und Schweden einschließlich der autonomen Gebiete Färöer, Grönland (beide zu Dänemark) und Åland (zu Finnland).
| Name | Lebensdaten | Herkunft | Bemerkungen | Prozess / Hinrichtung |
|---|---|---|---|---|
| Anna Eriksdotter | 1624–1704 | Königreich Schweden | Eriksdotter stammte aus Bollnäs. Sie zog 1680 mit ihrem Mann, einem Soldaten, nach Lista. Eriksdotter war arm und galt als weise Frau, die mit dem Satan im Bunde war. Sie soll angeblich durch Hexerei den Dorfbewohner Nils Jonsson mit Blindheit und Taubheit geschlagen haben. Sie gestand die Anschuldigungen ohne Folter und bereute ihren vermeintlichen Bund mit dem Satan. Ein Gnadengesuch wegen hohem Alter und geistiger Verwirrung wurde vom König abgelehnt. Sie wurde geköpft. Es war die letzte Hinrichtung wegen Hexerei in Schweden. Später gab es weitere Hexenprozesse, die jedoch nicht mit der Todesstrafe endeten. 1757 fand der letzte Hexenprozess in Ål in Dalarna statt, wo dreizehn Frauen und fünf Männer der Hexerei beschuldigt wurden. Catherine Charlotte De la Gardie, erfuhr auf einer Reise in die Provinz zufällig von dem Prozess und setzte ihre Verbindungen am Hof in der Hauptstadt davon in Kenntnis. Daraufhin wurde der Prozess eingestellt und De la Gardie bewirkte eine Entschädigung der Opfer, die durch die Folter arbeitsunfähig waren. 1779 wurde die Todesstrafe für Hexerei gestrichen. | Eskilstuna |
| Elin i Horsnäs | † 1611 | Königreich Schweden | Elin i Horsnäs gelang es bei ihrem ersten Hexenprozess die Wasserprobe zu bestehen. Bei einem zweiten Hexenprozess in Småland bestand sie die Wasserprobe jedoch nicht und wurde geköpft. | Jönköping |
| Märet Jonsdotter | 1644–1672 | Königreich Schweden | Erstes Opfer der großen schwedischen Hexenjagd namens Det Stora Oväsendet („Die Große Aufruhr“) von 1668–1676, der rund 280 Menschen zum Opfer fielen. Sie wurde geköpft. | Mora |
| Anna Koldings (Ane Koldings) | † 1590 | Königreich Dänemark | 1590 wegen auf dem Scheiterhaufen verbrannt, da sie angeblich die königliche Flotte verzaubert hatte. | Kopenhagen |
| Kolgrim (Kollgrim, Kolgrimr) | † ca. 1407 | Königreich Norwegen | Kolgrim war angeblich ein norwegischer Zauberer, der in Grönland wegen Zauberei und Ehebruch verbrannt wurde. | Hvalsey |
| Christence Kruckow | ca. 1560–1621 | Königreich Dänemark | Die dänische Adlige wurde bereits 1596 verdächtigt, den Tod mehrerer Kinder verursacht zu haben. Sie bezichtigte aber die Ankläger der Verleumdung. Als 1612 in Ålborg Hexenhysterie ausbrach, erinnerte man sich an diesen Fall. König Christian IV. ließ Kruckow 1620 verhaften und ihr den Prozess machen. Als Adlige wurde sie mit dem Schwert hingerichtet. | Kopenhagen |
| Anne Mogensdotter Løset (Anne Mogensdatter Löset) | † 1679 | Königreich Norwegen | Løset wurde beschuldigt, durch Hexerei die Gesundheit ihrer Nachbarn geschädigt zu haben. Sie wies die Anschuldigungen von sich, jedoch setzte sie der Pfarrer so unter Druck, dass sie unter anderem eine Schwarze Messe 1678 in Dovrefjell gestand. Sie wurde wegen Hexerei in Rovde im Dezember 1679 verbrannt. | Rovde |
| Lisbeth Nypan | ca. 1610–1670 | Königreich Norwegen | Volksheilerin, zusammen mit ihrem Mann angeklagt und in Trondheim verbrannt. | Trondheim |
| Thuridur Olafsdottir (isl: Þuríður Ólafsdóttir) | † 1678 | Dänemark-Norwegen | Einzige Frau, die in Island wegen angeblicher Hexerei bei lebendigem Leib verbrannt wurde. | Selárdalur |
| Anne Palles | 1619–1693 | Königreich Dänemark | Anne Palles aus Tåderup auf der Insel Falster, wurde beschuldigt den Hof des Vogtes Morten Faxe geschädigt zu haben. Faxe hatte den Hof von Palles und ihrem Mann übernommen und sie soll auf den Hof gepinkelt haben, um ihn zu verhexen. Außerdem soll sie eine Frau durch Zauberei getötet haben. Weiter wurde sie beschuldigt, die Ernte eines Bürgers vernichtet haben, der dafür verantwortlich war, dass ihr Sohn als Soldat eingezogen wurde. Sie wurde am 31. August 1692 auf Schloss Nykøbing inhaftiert. In einem Prozess unter dem Vorsitz von Morten Faxe wurde sie schuldig gesprochen. Das Urteil wurde vor dem Obersten Gerichtshof angefochten, wo sie ihr Geständnis widerrief. Jedoch betätigte der Oberste Gerichtshof das Urteil jedoch mit 6 zu 11 Stimmen. Ein Teil der Richter war der Ansicht, dass Hexerei Aberglaube sei, dass ihre Schuld nicht bewiesen sei, dass ihr Geständnis unter Folter erzwungen worden sei und dass der Fall nicht korrekt behandelt worden sei, da sie keinen Verteidiger hatte. Sie war das letzte offizielle Opfer der Hexenverfolgung in Dänemark und wurde enthauptet und am 4. April 1693 verbrannt. | Nykøbing Falster |
| Anne Pedersdotter | † 1590 | Königreich Norwegen | Verbrennung auf dem Scheiterhaufen | Bergen |
| Marketta Punasuomalainen (Rot-Finn) | 1600er–1658 | Königreich Schweden | Naturheilerin, die zum Betteln gezwungen war und als Hexe galt. Sie bedrohte Menschen mit Flüchen, um Essen zu erpressen. Sie wurde beschuldigt, zwei Männer durch Hexerei getötet, Krankheiten verursacht und Bier verdorben zu haben. Sie eines der ersten Opfer der Hexenprozesse in Finnland. Sie wurde verbrannt. | Vaasa |
| Jòn Rögnvaldsson | † 1625 | Dänemark-Norwegen | Erstes Opfer der Hexenverfolgung in Island, wurde angeklagt, Tote erweckt zu haben, die dann in Urdur einen Jungen angriffen, Pferde töteten und anderes Unheil angerichtet haben sollen. Der Dichter Thorvald Rögnvaldsson verteidigte seinen Bruder Jón als zu unfähig, um mit Galster-Zaubersprüchen Erfolg zu haben. Jòn wurde verbrannt. | Eyjafjörður |
| Maren Spliid | ca. 1600–1641 | Königreich Dänemark | Maren Splids war eine angesehene Bürgerfrau aus Ribe und mit einem reichen Schneider verheiratet. 1637 wurde sie von einem erfolglosen Konkurrenten ihres Mannes namens Didrik beschuldigt, eine Hexe zu sein. Er überzog sie über Jahre hinweg mit einer Rufmordkampagne. Es wurden mehrere Prozesse geführt. Ende 1639 erhielt Didrik eine Audienz bei Christian IV. in Haderslevhus und trug ihm seinen Fall vor und erreichte die Wiederaufnahme des Verfahrens. Anfang 1641 wurde Maren Splids nach Kopenhagen gebracht und im Blauen Turm inhaftiert. Sie gestand unter Folter. Der Prozess endete 1641 mit ihrem Tod auf dem Scheiterhaufen. | Ribe |
| Schwestern Anna und Brita Zippel | † 1676 | Königreich Schweden | Opfer der Katarina-Hexenprozesse in Stockholm während des schwedischen Hexenwahns „Det stora Oväsendet“ („Die Große Aufruhr“) von 1668–1676, beide Schwestern haben sich während des Prozesses sehr mutig verteidigt, wurden aber dennoch geköpft. | Stockholm |
Nordamerika
In den Vereinigten Staaten fanden vor allem in Neu-England von 1647 bzw. 1648 bis 1663 Hexenprozesse statt, bei denen insgesamt ungefähr 80 Menschen der Hexerei angeklagt wurden. Die Hexenprozesse von Salem folgten 1692–1693 und endeten in der Hinrichtung von 19 Menschen. In Amerika war das Hängen als Hinrichtungsart verbreitet.
| Name | Lebensdaten | Herkunft | Bemerkungen | Ort der Hinrichtung |
|---|---|---|---|---|
| Bridget Bishop | ca. 1632–1692 | Britisch-amerikanische Kolonien | Bridget Bishop war das erste Hinrichtungsopfer der Hexenprozesse von Salem. Mehrere Eigenschaften machten sie im puritanischen Salem zur Zielscheibe. Ihr erster Mann starb ungewöhnlich früh. Von ihrem zweiten Mann wurde sie nach häuslicher Gewalt geschieden. Er klagte sie der Hexerei an, sie wurde aber freigesprochen. Zudem hatte sie eine Schankwirtschaft von zweifelhaftem Ruf und kleidete sich auffällig. | Salem |
| George Burroughs | ca. 1650–1692 | Britisch-amerikanische Kolonien | Pastor, hingerichtet bei den Hexenprozessen von Salem. | Salem |
| Martha Carrier | † 19. Aug. 1692 | Britisch-amerikanische Kolonien | Gehängt während der Hexenprozesse von Salem. Ihre Kinder hatten behauptet, sie sei eine Hexe. | Salem |
| Martha Corey | 1620er–1692 | Britisch-amerikanische Kolonien | Gehängt während der Hexenprozesse von Salem. | Salem |
| Mary Easty | 1634–1692 | Britisch-amerikanische Kolonien | Gehängt während der Hexenprozesse von Salem. | Salem |
| Ann Glover | † 1688 | Königreich Irland | Ann Glover war irischer Herkunft und wanderte in die britisch-amerikanischen Kolonien aus. Letztes Opfer in Boston, das wegen Hexerei gehängt wurde. | Boston |
| Sarah Good | 1655–1692 | Britisch-amerikanische Kolonien | Eine der ersten Verurteilten der Hexenprozesse von Salem. Good war zum Zeitpunkt ihrer Verhaftung schwanger und brachte ihr Kind in ihrer Zelle im Gefängnis von Ipswich zur Welt. Das Kind starb, bevor seine Mutter gehängt wurde. | Salem |
| Goodwife Greensmith | † 1663 | Britisch-amerikanische Kolonien | Goodwife (Abk. Goody) und Goodman waren höfliche Anreden für Frauen und Männer mit einem niedrigeren sozialen Rang als Mistress und Mister. Greensmith wurde gehängt in Hartford, Connecticut. | Fairfield, Connecticut |
| Ann Hibbins | † 19. Juni 1656 | Britisch-amerikanische Kolonien | Das vierte Opfer der Hexenverfolgung in der Massachusetts Bay Colony, auf dem Boston Common gehängt. | Boston |
| Sir George Jacobs | 1620–1692 | Britisch-amerikanische Kolonien | Der Prozess von George Jacobs fand 1692 statt. Er wurde während der Hexenprozesse von Salem gehängt. | Salem |
| Margaret Jones | † 1648 | Britisch-amerikanische Kolonien | Jones war Hebamme. Sie war das erste Opfer der Hexenverfolgung in der Massachusetts Bay Colony und wurde gehängt. | Boston |
| Mary Johnson | ca. † 1648 | Britisch-amerikanische Kolonien | Hingerichtet in Hartford (Connecticut). | Hartford |
| Alse Young | ca. 1600–1647 | Britisch-amerikanische Kolonien | Alse Young war das erste belegte Opfer der Hexenverfolgungen in den amerikanischen Kolonien. Sie wurde gehängt. | Hartford |
- Bridget Bishop, zwischen 1632 und 1692
- Martha Corey, von James Stark, 1883
- Goodwife Ann Glover, von Thomas Satterwhite Noble, 1869
- Hinrichtung von Ann Hibbins, von F. T. Merrill, 1886
- „Der Prozess von George Jacobs“, von T. H. Matteson, 1855
Siehe auch
- Hexenverfolgung in der Stadt Baden im Aargau in der Schweiz mit einer Liste von Opfern
- Liste von Hinrichtungen
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