Liste von Untertagedeponien

Die Liste von Untertagedeponien umfasst stillgelegte, in Betrieb genommene und in Bau befindliche untertägige Deponien für giftige und radioaktive Materialien weltweit. Sie erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Liste

Australien

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Radium Hill 110 Kilometer südwestlich von Broken Hill Schwach radioaktive Abfälle in ehemaligem Uranbergwerk, die von 1981 bis 1998 eingelagert wurden.

Deutschland

1994 wurden laut „Länderarbeitsgemeinschaft Abfall“ rund zwei Millionen Tonnen „bergbaufremder Rückstände“ in bundesweit 27 Bergwerken deponiert.

Baden-Württemberg

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Steinsalzbergwerk Heilbronn Heilbronn Betreiber sind die Südwestdeutsche Salzwerke. Seit 1987 werden jährlich 800.000 Tonnen Sondermüll toxische Materialien eingelagert. 2.292 Tonnen radioaktiv strahlender Müll.

Hessen

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Untertagedeponie Herfa-Neurode Heringen Industrieabfälle aus Europa und den USA, darunter Arsenfässer, quecksilberbelastete Erde, Aluminium-Filterstäube. Insgesamt rund 2,7 Millionen Tonnen mit Stand 2019.

Niedersachsen

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Schachtanlage Asse Wolfenbüttel Einlagerung radioaktiver Materialien von 1965 bis 1978. Die Bergung der 126.000 Fässer wird mehrere Milliarden Euro kosten.
Erkundungsbergwerk Gorleben Gorleben Diente nur der Erkundung, ob die Lagerung radioaktive Stoffe sicher wäre.
Schacht Konrad Salzgitter Für radioaktive Stoffe projektiert.
Kaliwerk Thiederhall Salzgitter Einlagerung von flüssigen Produktionsabfällen von Volkswagen von 1975 bis 1990.
Kali- und Steinsalzbergwerk Mariaglück Eschede Toxische Substanzen, radioaktive Substanzen.

Nordrhein-Westfalen

Zwischen der Mitte der 1980er Jahre und 2006 wurden rund 1,6 Mio. Tonnen industrielle Abfälle untertägig in 11 Steinkohlenbergwerken des Ruhrgebietes eingebracht. Der B.U.N.D. kritisiert die Risiken: „Neben Rückständen aus Steinkohlenfeuerungsanlagen wurden insbesondere hochgiftige Filterstäube und Rauchgasreinigungsrückstände aus Hausmüllverbrennungsanlagen, Filterstäube aus Klärschlammverbrennungsanlagen, Gießereialtsande und Strahlmittelrückstände eingesetzt. (...) Der BUND äußerte schon in den 1990er Jahren erhebliche Zweifel an der Langzeitsicherheit des Bergversatzes. Dies auch, weil damals keine objektives und transparentes Prüf- und Genehmigungsverfahren garantiert war. (...) Immerhin erreichte der BUND, dass 2002 von Umweltminister Jürgen Trittin die Bergversatzverordnung erlassen wurde. Danach wurden keine neuen Genehmigungen mehr erteilt.“

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Zeche Haus Aden/Zeche Monopol Bergkamen Von 1992 bis 1998. Sondermüll und andere bergbaufremde Reststoffe.
Zeche Hugo/Zeche Consolidation Gelsenkirchen
Zeche Ewald/Zeche Schlägel & Eisen Herten
Bergwerk Lippe Dorsten
Bergwerk Fürst Leopold/Zeche Wulfen Dorsten
Zeche Auguste Victoria Marl
Bergwerk Walsum Duisburg
Grube Emil Mayrisch Alsdorf
Zeche Friedrich Heinrich Kamp-Lintfort
Bergwerk Blumenthal/Haard Recklinghausen
Bergwerk Lohberg-Osterfeld Oberhausen

Sachsen-Anhalt

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Steinsalzbergwerk Bernburg Bernburg Untertage-Verwertung durch die K+S.
Kaliwerk Teutschenthal Teutschenthal Durch die GEIGER-Gruppe betriebenes Versatzbergwerk und Untertagedeponie für Stäube, Schlacken, Aschen, kontaminierte Böden, Schlämme und ähnliches.
Kaliwerk Zielitz Zielitz Untertage-Verwertung durch die K+S.
Endlager Morsleben (Kali- und Steinsalzwerk Bartensleben) Bartensleben Von 1978 bis 1991 sowie von 1994 bis 1998 wurde schwach- und mittelaktiv radioaktiver Abfall eingelagert.

Thüringen

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Kaliwerk Glückauf Sondershausen Sondershausen Das Bergwerk dient der Entsorgung industrieller Reststoffe.
Kaliwerk Bleicherode Bleicherode Unter anderem Beizmittel 1980.

Finnland

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Endlager Loviisa Loviisa, Finnland Radioaktive Abfälle. Seit Mai 1997 in Betrieb.
Endlager Olkiluoto Eurajoki In Bau, für radioaktive Abfälle

Frankreich

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Endlager Bure Bure, Département Meuse In Bau. Für radioaktive Abfälle.
Stocamine Elsass Seit 2003 geschlossen, Industrieabfälle

Schweden

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SFR Forsmark Östhammar Radioaktive Abfälle, seit 1988.

Tschechien

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Endlager Bratrství Jáchymov institutionelle Abfälle mit natürlichen Radionukliden; seit 1974
Endlager Richard Litoměřice institutionelle Abfälle mit künstlichen Radionukliden; seit 1964

Vereinigte Staaten von Amerika

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Waste Isolation Pilot Plant Carlsbad, New Mexico In Betrieb seit 1999. Deponie in 650 m Tiefe. Radioaktive Abfälle aus neun mit militärischen Aufgaben befassten US-Anlagen (Rocky Flats, Los Alamos National Laboratory, Idaho National Laboratory, Hanford Site u. a.).

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