Mannsdorf an der Donau

Mannsdorf an der Donau ist eine Gemeinde mit 341 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025) im Bezirk Gänserndorf in Niederösterreich.

Mannsdorf an der Donau
Wappen Österreichkarte
Basisdaten
Staat: Osterreich Österreich
Land: Niederösterreich Niederösterreich
Politischer Bezirk: Gänserndorf
Kfz-Kennzeichen: GF
Fläche: 10,31 km²
Koordinaten: 48° 9′ N, 16° 40′ OKoordinaten: 48° 9′ 8″ N, 16° 39′ 48″ O
Höhe: 151 m ü. A.
Einwohner: 341 (1. Jän. 2025)
Bevölkerungsdichte: 33 Einw. pro km²
Postleitzahl: 2304
Vorwahl: 02212
Gemeindekennziffer: 3 08 34
Adresse der Gemeinde-
verwaltung:
Marchfeldstraße 34
2304 Mannsdorf an der Donau
Website: www.mannsdorf.at
Politik
Bürgermeister: Christoph Windisch (ÖVP)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2025)
(13 Mitglieder)
8
5
Insgesamt 13 Sitze
  • ÖVP: 8
  • UBLM: 5
Lage von Mannsdorf an der Donau im Bezirk Gänserndorf
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Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
BW

Geografie

Mannsdorf an der Donau liegt am Südrand des Marchfeldes im Weinviertel in Niederösterreich. Die Donau im Süden fließt in einer Höhe von 150 Meter über dem Meer. Nur wenige Punkte der Gemeinde liegen höher als 160 Meter. Die Fläche der Gemeinde umfasst 10,31 Quadratkilometer. Mehr als siebzig Prozent der Fläche sind landwirtschaftliche Nutzfläche, zwölf Prozent sind bewaldet und zehn Prozent sind Wasserfläche.

Gemeindegliederung

Es gibt nur die Katastralgemeinde Mannsdorf an der Donau.

Nachbargemeinden

Andlersdorf
Groß-Enzersdorf Orth
Fischamend (Bruck) Haslau-Maria Ellend (Bruck)

Geschichte

Funde im Gemeindegebiet zeigen, dass Mannsdorf schon in der Bronzezeit besiedelt war.

Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1377 als Mannersdorf bei Orth und 1417 als Mènsdorf. Der Name kommt vermutlich vom Namen Meginher oder Meginhart.

Der ältere Ortsteil ist Untermannsdorf. Wegen häufiger Überschwemmungen siedelte man dann später im etwa 1,5 Meter höheren Obermannsdorf. Eigentümer zu dieser Zeit waren die Herrschaft Esslingen, die Herrschaft Orth und auch die Veste Sachsengang hatte Grundbesitz in Mannsdorf.

Auf der Flucht vor den Türen siedelten sich im 16. Jahrhundert viele Kroaten an. So wurde 1601 Laurentius Ugmair Pfarrer in Probstdorf, zu dem Mannsdorf gehörte, da er der „crabatischen Sprache“ mächtig war. Im Jahr 1683 wurde die Kirche zur Ehre des hl. Franz Xaver als Filialkirche von Probstdorf gebaut. Seit 1783 gehört Mannsdorf zur Pfarre Orth.

Um die Hochwassergefahr zu bannen, wird 1884 ein Schutzdamm errichtet.

Im Siedlerputsch von Oberau besetzten Arbeitslose aus Wien die Au zwischen Mannsdorf und Orth an der Donau. Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Mannsdorf ein Fleischer, zwei Gastwirte, zwei Gemischtwarenhändler, ein Sattler, zwei Schmiede, ein Schuster, zwei Trafikanten, ein Tischler und zahlreiche Landwirte ansässig.

Von 1938 bis 1945 gehörte Mannsdorf an der Donau als Teil des neu geschaffenen 22. Bezirks Groß-Enzersdorf zu Wien.

Einwohnerentwicklung

Nach dem Ergebnis der Volkszählung 2001 gab es 435 Einwohner. 1991 hatte die Gemeinde 427 Einwohner, 1981 330 und im Jahr 1971 339 Einwohner.

Mannsdorf an der Donau: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2024
Jahr  Einwohner
1869
  
365
1880
  
369
1890
  
368
1900
  
372
1910
  
353
1923
  
364
1934
  
408
1939
  
450
1951
  
385
1961
  
357
1971
  
339
1981
  
330
1991
  
427
2001
  
435
2011
  
398
2021
  
385
2024
  
336
Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1.1.2021

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Mannsdorf an der Donau
  • Katholische Filialkirche Mannsdorf an der Donau hl. Franz Xaver: Die barocke Kirche aus dem Jahr 1769 wurde 1955/1957 umgestaltet.

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaftssektoren

In den Jahren 1999 bis 2010 nahm die Anzahl der landwirtschaftlichen Betriebe von 24 auf 18 ab. Davon wurden vierzehn im Haupterwerb geführt, eine im Nebenerwerb, zwei von Personengemeinschaften und eine von einer juristischen Person. Im schwach ausgeprägten Produktionssektor beschäftigten zwei Baufirmen sieben Erwerbstätige. Die größten Arbeitgeber im Dienstleistungssektor waren die Bereiche Handel (39), Beherbergung und Gastronomie (15) und Verkehr (12 Mitarbeiter).

Wirtschaftssektor Anzahl Betriebe Erwerbstätige
2011 2001 2011 2001
Land- und Forstwirtschaft 1) 18 24 31 33
Produktion 2 5 7 25
Dienstleistung 25 8 83 47

1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999

Arbeitsmarkt, Pendeln

Im Jahr 2011 lebten 197 Erwerbstätige in Mannsdorf. Davon arbeiteten 56 in der Gemeinde, mehr als siebzig Prozent pendelten aus.

Verkehr

  • Straße: Die wichtigste Verkehrsanbindung ist die Donau Straße B3.
  • Rad: Auf dem Hochwasserschutzdamm im Süden des Gemeindegebietes verläuft der Donauradweg.

Sport

  • FC Marchfeld Mannsdorf
  • Donauradweg

Politik


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BW

Gemeinderat

Der Gemeinderat hat 13 Mitglieder.

Bürgermeister

Von den Dorfrichtern vor 1850 sind bekannt: 1761: Josef Zehetbauer, 1818: Jakob Pekowitsch, 1841: Anton Massinger

Bürgermeister seit 1850 waren:

  • 1850–1857 Johann Juranitsch
  • 1858–1866 Kaspar Warenitsch
  • 1867–1875 Anton Massinger
  • 1876–1884 Matthias Hafner
  • 1885–1905 Lorenz Babitsch
  • 1906–1930 Franz Unger
  • 1931–1938 Josef Salzmann
  • 1938–1945 Leoplod Unger (Ortsbauernführer)
  • 1945–1954 Norbert Unger (Ortsvorsteher)
  • bis 2014 Norbert Unger (ÖVP)
  • seit 2014 Christoph Windisch (ÖVP)

Wappen

Das Gemeindewappen wurde am 8. Juli 2012 übergeben. Die Blasonierung lautet:

„Im gespaltenen Schild vorne in Blau ein rotbezungter silberner steigender Hund mit goldener Kette, hinten in Rot ein schrägrechter silberner Balken.“

Literatur

  • Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens, durch umfassende Beschreibung aller Burgen, Schlösser, Herrschaften, Städte, Märkte, Dörfer, Rotten etc. etc., topographisch-statistisch-genealogisch-historisch bearbeitet und nach den bestehenden vier Kreis-Vierteln [alphabetisch] gereiht. [Teil:] Viertel unterm Manhartsberg. 7 von 34 Bänden. 4. Band: Leis bis Neusiedl. Sollinger, Wien 1834, S. 95 (Mannsdorf (Ober- und Unter-) – Internet Archive).

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