Maria Laach am Jauerling ist eine Marktgemeinde mit 888 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025) im Bezirk Krems in Niederösterreich.
| Marktgemeinde Maria Laach am Jauerling | ||
|---|---|---|
| Wappen | Österreichkarte | |
| Basisdaten | ||
| Staat: | Österreich | |
| Land: | Niederösterreich | |
| Politischer Bezirk: | Krems (Land) | |
| Kfz-Kennzeichen: | KR | |
| Fläche: | 36,45 km² | |
| Koordinaten: | 48° 18′ N, 15° 21′ O | |
| Höhe: | 591 m ü. A. | |
| Einwohner: | 888 (1. Jän. 2025) | |
| Bevölkerungsdichte: | 24 Einw. pro km² | |
| Postleitzahl: | 3643 | |
| Vorwahl: | 02712 | |
| Gemeindekennziffer: | 3 13 26 | |
| NUTS-Region | AT124 | |
| UN/LOCODE | AT MLJ | |
| Adresse der Gemeinde- verwaltung: | Maria Laach am Jauerling 22 3643 Maria Laach am Jauerling | |
| Website: | ||
| Politik | ||
| Bürgermeister: | Lorenz Reisinger (ÖVP) | |
| Gemeinderat: (Wahljahr: 2025) (15 Mitglieder) | ||
| Lage von Maria Laach am Jauerling im Bezirk Krems (Land) | ||
| Westansicht des Ortszentrums mit der gotischen Wallfahrtskirche im Hintergrund. | ||
| Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria | ||
Geografie
Maria Laach liegt am Jauerling im Waldviertel; das Gemeindegebiet reicht bis zur Donau zwischen Emmersdorf und Aggsbach Markt. Die Fläche der Marktgemeinde umfasst 36,45 Quadratkilometer. 55,33 Prozent der Fläche sind bewaldet.
Gemeindegliederung
Das Gemeindegebiet umfasst 20 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2025):
- Benking (29) samt Grub
- Felbring (27)
- Friedersdorf (26)
- Gießhübl (6)
- Haslarn (36)
- Hinterkogel (16)
- Hof (13)
- Kuffarn (50)
- Litzendorf (28)
- Loitzendorf (90) samt Wienau
- Maria Laach am Jauerling (266)
- Mitterndorf (5)
- Nonnersdorf (31)
- Oberndorf (23)
- Schlaubing (26)
- Thalham (11)
- Weinberg (20)
- Wiesmannsreith (29)
- Zeißing (98)
- Zintring (58)
Die Gemeinde besteht aus 20 Katastralgemeinden: Benking, Felbring, Friedersdorf, Gießhübl, Haslarn, Hinterkogl, Hof, Kuffarn, Litzendorf, Loitzendorf, Maria Laach am Jauerling, Mitterndorf, Nonnersdorf, Oberndorf, Schlaubing, Thalham, Weinberg, Wiesmannsreith, Zeißing und Zintring.
Nachbargemeinden
Vier der sieben Nachbargemeinden liegen im Bezirk Melk (ME).
| Raxendorf ME() | Mühldorf | Spitz |
| Weiten (ME) | Aggsbach | |
| Emmersdorf (ME) | Schönbühel-Aggsbach (ME) |
Geschichte
Die erste Erwähnung dieser Gegend geht auf karolingische Zeit zurück. Eine Schenkungsurkunde an das Kloster Niederaltaich in Bayern erwähnt den „Bohbach“ = heute Buchbach und den Scheitel des Ahornic – Ahornberg = heute Jauerling.
1193 wird der Ort Lo(h) in der Vita Altmanni erwähnt. Ein kranker Mann aus Lo pilgert zum Grab des hl. Bischof Altmann in Göttweig und wird dort von seinen Leiden geheilt.
Da im Zusammenhang mit einem kriminellen Akt – das gestohlene Melker Kreuz wird hinter dem Marienaltar versteckt – ein Marienaltar erwähnt wird, dürfte Maria Laach bereits damals ein Wallfahrtsort gewesen sein. Es ist durchaus möglich, dass hier bereits eine fast tausendjährige Wallfahrtstradition gegeben ist.
Mit dem 1. Jänner 1968 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Zintring nach Maria Laach am Jauerling eingemeindet, mit 1. Jänner 1972 folgte Nonnersdorf. Mit dem 1. Jänner 1975 wurde dann noch die bis dahin selbständige Gemeinde Gut am Steg auf Maria Laach am Jauerling und Spitz aufgeteilt.
Einwohnerentwicklung
| Maria Laach am Jauerling: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2025 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | |||
| 1869 | 1.245 | |||
| 1880 | 1.246 | |||
| 1890 | 1.182 | |||
| 1900 | 1.159 | |||
| 1910 | 1.178 | |||
| 1923 | 1.168 | |||
| 1934 | 1.100 | |||
| 1939 | 1.071 | |||
| 1951 | 973 | |||
| 1961 | 924 | |||
| 1971 | 965 | |||
| 1981 | 1.015 | |||
| 1991 | 923 | |||
| 2001 | 963 | |||
| 2011 | 947 | |||
| 2021 | 922 | |||
| 2025 | 888 | |||
| Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1. Jänner 2021 | ||||
Von 1981 bis 1991 war die Wanderungsbilanz stark negativ, die Geburtenbilanz war 0. Von 1991 bis 2001 waren beide Bilanzen leicht positiv, sodass die Einwohnerzahl wieder zunahm. Danach nahm die Abwanderung wieder zu und konnte auch durch die positive Geburtenbilanz nicht ausgeglichen werden.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
- Eine spätgotische Pseudobasilika mit einem dreigeschoßigen Westturm aus dem Ende des 15. Jahrhunderts und einem zweijochigen Chor aus dem Anfang des 15. Jahrhunderts.
- Kraftweg Maria Laach
- Naturpark Jauerling–Wachau
- Jauerling-Aussichtswarte
Wirtschaft und Infrastruktur
Wirtschaftssektoren
Von den 125 landwirtschaftlichen Betrieben des Jahres 2010 wurden 48 im Haupt- und 69 im Nebenerwerb, eine von einer Personengemeinschaft und sieben von juristischen Personen geführt. Die Haupterwerbsbauern bewirtschafteten mehr als sechzig Prozent der Flächen. Die größten Arbeitgeber im Dienstleistungssektor sind die sozialen und öffentlichen Dienste, Beherbergung und Gastronomie und der Verkehr.
| Wirtschaftssektor | Anzahl Betriebe | Erwerbstätige | ||
|---|---|---|---|---|
| 2011 | 2001 | 2011 | 2001 | |
| Land- und Forstwirtschaft 1) | 125 | 135 | 98 | 94 |
| Produktion | 9 | 4 | 24 | 16 |
| Dienstleistung | 40 | 35 | 103 | 89 |
1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999
Arbeitsmarkt, Pendeln
Im Jahr 2011 wohnten 482 Erwerbstätige in Maria Laach. Davon arbeitete ein knappes Drittel in der Gemeinde, zwei Drittel pendelten aus. Von den umliegenden Gemeinden kamen 48 Personen zur Arbeit nach Maria Laach.
Verkehr
Im Südosten grenzt das Gemeindegebiet an die Donau.
Maria Laach hat eine direkte Busverbindung nach Krems. Der näheste Bahnhof Melk ist in 25 Minuten mit dem Bus erreichbar.
Öffentliche Einrichtungen
In Maria Laach befindet sich ein Kindergarten und eine Volksschule.
Politik
Im Marktgemeinderat gibt es nach der Gemeinderatswahl 2025 bei insgesamt 15 Sitzen folgende Mandatsverteilung:
- ÖVP 13
- SPÖ 2
Bürgermeister
- 2010–2025: Edmund Binder (ÖVP)
- seit 2025: Lorenz Reisinger (ÖVP)
Persönlichkeiten
Söhne und Töchter der Gemeinde
- Matthäus Binder (1822–1893), Leiter des Priesterseminars, Dompfarrer und Bischof der Diözese St. Pölten
Literatur
- Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Niederösterreich nördlich der Donau. Bearbeitet von Evelyn Benesch, Bernd Euler-Rolle u. a. Verlag Anton Schroll & Co, Wien 1990, ISBN 3-7031-0652-2, S. 714ff.
- Franz Eppel: Die Wachau. Salzburg 1964, S. 136 ff.
- Rupert Feuchtmüller: Maria Laach. 1959.
- Rudolf Gnevkow-Blume: Maria-Laach. Wien: Reinhold, 1932
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