Massaker während des Supernova-Festivals

Koordinaten: 31° 23′ 52″ N, 34° 28′ 18″ O

Ort des Festivals zwischen Reʿim und Beʾeri

Das Massaker während des Supernova-Festivals am 7. Oktober 2023 war ein Terrorakt der radikal-islamistischen Hamas im Rahmen ihres Terrorangriffs auf Israel, bei dem schwerbewaffnete Terroristen nach Durchbrechen der Grenzanlagen das laufende Psytrance-Festival Supernova Sukkot Gathering in der Nähe des Kibbuz Reʿim im Gebiet der Regionalverwaltung Eschkol angriffen. 378 Menschen, darunter 344 Zivilisten und 34 Sicherheitskräfte, wurden getötet und 44 Besucher als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt; 16 davon waren zum Zeitpunkt ihrer Entführung bereits tot, verstarben in der Gefangenschaft oder wurden dort ermordet. 25 weitere Geiseln wurden befreit oder im Zuge von Verhandlungen freigelassen, darunter am 13. Oktober 2025 die letzten elf noch lebenden Entführten.

Vorbereitungen

Da in Israel zivile Großveranstaltungen in Grenznähe aus Sicherheitsgründen von der Polizei und dem Militär genehmigt werden müssen, ersuchte die hinter dem Nova-Festival stehende Produktionsfirma am 6. September 2023 um eine entsprechende Genehmigung für die Abhaltung einer Party namens Unity für den 5. und 6. Oktober bei Reʿim, nur etwa fünf Kilometer von der Grenze zu Gaza entfernt, welche von der Polizei am 20. September und vom Militär am 29. September erteilt wurde. Während einer gemeinsamen Besichtigung des geplanten Veranstaltungsgeländes am 2. Oktober ersuchte die Produktionsfirma beim militärischen Heimatfront-Kommando um eine Verlängerung des Veranstaltungszeitraumes, um mit der bestehenden Infrastruktur des Unity-Festivals auch das vom späten 6. Oktober bis zum Nachmittag des 7. Oktober geplante Open-Air-Festival Supernova Sukkot Gathering, kurz Nova-Festival abhalten zu können. Es wurde laut Ankündigung des Veranstalters Tribe of Nova als erste israelische Ausgabe des vor 20 Jahren in Brasilien gegründeten Universo Paralello veranstaltet, das als eines der größten alternativen Kulturfestivals Südamerikas gilt. Der Rave mit einem bis zum Nachmittag des 7. Oktober angesetzten Programm war als Feier von „Freunden, Liebe und unendlicher Freiheit“ beworben worden und sah Auftritte von namhaften internationalen Szenekünstlern wie Astral Projection und Man With No Name vor. Trotz einiger Bedenken, hinsichtlich der aufgrund des Feiertagswochenendes Simchat Tora reduzierten Truppenzahl an der Grenze und den militärischen Stationierungsorten, wurde die Verlängerung am 4. Oktober vom Militär und der Polizei genehmigt. Nach damaliger Einschätzung habe kein Sicherheitsrisiko bestanden. Am 5. Oktober um 12 Uhr wurde der stellvertretende Kommandeur des 13. Bataillons der Golani-Brigade, die für die Verteidigung des Gebiets zuständige Einheit, über die geplante und genehmigte Veranstaltung informiert. Auf dem Festivalgelände gab es drei Bühnen, eine Campingzone und einen Bereich mit Bar und Verpflegung. Teilnehmer berichteten, dass das Publikum hauptsächlich aus Israelis im Alter von 20 bis 40 Jahren aus dem ganzen Land bestand.

Der 2025 veröffentlichte militärische Untersuchungsbericht stellte fest, dass der Genehmigungsprozess für die Veranstaltung zwar korrekt verlaufen sei, das Militär jedoch keine besonderen Maßnahmen zum Schutz der Veranstaltung ergriffen habe. Die am Morgen des 7. Oktober an der Grenze zum Gazastreifen stationierten Soldaten seien nicht über die Ansammlung von mehr als 3500 Menschen bei der Party informiert gewesen und es war auch kein Militärvertreter für die Veranstaltung abgestellt. Lediglich zu Beginn und am Ende der Veranstaltung Unity, welche am 5. Oktober um 22 Uhr begann und am 6. Oktober um 13 Uhr endete, waren Militärvertreter für Begehungen des Geländes anwesend. In diesem Zusammenhang fehlte es laut Bericht an einer Koordinierung und Absprache des Militärs mit der Polizei, den Rettungsdiensten und der Produktionsfirma. Das Nova-Festival begann dann am 6. Oktober um 22 Uhr.

Beginn des Angriffs

In der Nacht auf den 7. Oktober stellte die israelische Armee auffällige Anzeichen von Hamas-Aktivitäten fest, welche jedoch nicht als unmittelbare Bedrohungen interpretiert wurden. Laut Untersuchungsbericht war die Veranstaltung bei der folgenden Lagebeurteilung der israelischen Armee überhaupt nicht berücksichtigt worden.

Am 7. Oktober um 6:29 Uhr Ortszeit erfolgte ein massiver Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen auf Südisrael, welcher zur Auslösung des Raketenalarms Tzeva Adom führte, während Hamas-Terroristen die israelische Sperranlage zum Gazastreifen an 114 Stellen durchbrachen und dabei israelische Militärstützpunkte und Gemeinden in Grenznähe angriffen. Um 6:32 Uhr telefonierte der Polizeikommandeur des Südbezirks, Amir Cohen, mit dem Kommandeur des IDF-Südkommandos, Yaron Finkelman, über die Ereignisse. Der leitende Polizeibeamte auf dem Veranstaltungsgelände, Oberstleutnant Nivi Ohana von der Polizeiwache in Ofakim, erklärte das Festival aus Sicherheitsgründen gegen 6:35 Uhr für beendet, worauf die Musik abgestellt und die Partygäste mittels Lautsprecher zum Verlassen des Geländes aufgefordert wurden. Der zu diesem Zeitpunkt auflegende DJ war Yarin Ilovich (DJ Artifex); diesem gelang die Flucht in den nahegelegenen Kibbuz Reʿim, wo er sich unter einem Polizeifahrzeug versteckte und überlebte. Ohana beorderte noch vor Bekanntwerden der Grenzdurchbrüche 42 Polizisten zum Veranstaltungsgelände, darunter Beamte der zur Aufstandsbekämpfung ausgebildeten Spezialeinheit Yasam. Als Ohana gegen 6:50 Uhr die Meldung von Schüssen auf Zivilisten im Grenzgebiet erhalten hatte, ordnete er umgehend die Öffnung provisorischer Fluchtwege und die Evakuierung der Feiernden an. Laut Untersuchungsbericht habe Ohana mit seiner schnellen und entschlossenen Reaktion und Entscheidungsfindung die Flucht Hunderter Zivilisten ermöglicht. Ohana begab sich nach seiner Ablöse vor Ort in das angegriffene Ofakim, wo er bei den Kämpfen mit Terroristen schwer verwundet wurde.

Zwischenzeitlich besetzten angreifende Terroristen Straßenstellen und Kreuzungen entlang der Nationalstraße , welche in Nord-Süd-Richtung die Grenzgemeinden, darunter Reʿim, verbindet. Partygäste, welche über diese Straße zu Fliehen versuchten, wurden unter anderem bei Alumim, Be’eri und Sa’ad unter Beschuss genommen, worauf viele wieder zum Festivalgelände zurückkehrten, wo die Polizei mit der Regelung des Verkehrs beschäftigt war. Diese sperrte daraufhin die genannte Straße und forderte die Menschen zur Flucht über die Felder nach Osten in Richtung Patish auf. Aufnahmen unzähliger rennender Menschen auf den Feldern wurden später von internationalen Medien verbreitet, ebenso Bilder Dutzender zurückgelassener Fahrzeuge entlang der Nationalstraße. Zudem wurden Menschen in den Luftschutzanlagen am Straßenrand, wo sie Schutz vor dem Raketenbeschuss gesucht hatten, gezielt attackiert. Um 7:13 Uhr erhielt das Heimatfront-Kommando fälschlicherweise die Information, dass rund 90 Prozent der Partygäste das Gebiet verlassen hätten, weshalb dieses vorerst nicht in den Lagebeurteilungen mit einbezogen wurde. Ab etwa 7:50 Uhr griffen Hamas-Terroristen die nahegelegene Gemeinde Reʿim an. Den israelischen Truppen vor Ort und auch dem Generalstab habe ein umfassendes Lagebild gefehlt, was zu einer anfänglich falschen Einschätzung der Größenordnung des Angriffs und ungeeigneter Prioritätensetzung geführt habe.

Massaker

Laut Untersuchungsbericht habe die Hamas nichts von dem Festival gewusst und dieses sei daher kein geplantes Angriffsziel gewesen. Die rund 100 Hamas-Kämpfer mit Kleinlastern und Motorrädern, welche später an dem Massaker beteiligt waren, hätten ursprünglich die Stadt Netiwot erreichen sollen, waren jedoch bei Be’eri nach Süden in Richtung Reʿim umgeleitet worden. Um 8:12 Uhr trafen die Terroristen auf die Straßensperre der Polizei beim Veranstaltungsgelände, worauf ein Schusswechsel ausbrach, welcher über eine Distanz von mehreren Hundert Metern geführt wurde. Zahlreiche Zivilisten, welche sich an der Straßensperre versammelt hatten, flüchteten daraufhin ebenfalls über die Felder im Osten oder zurück auf das Festivalgelände, wo sie sich unter anderem in Büschen, Toilettenanlagen, Müllcontainern und hinter Getränkebars versteckten. Die Terroristen setzten Fahrzeuge in Brand, welche die Fliehenden zurückgelassen hatten. Gegen 8:20 Uhr erreichte ein Merkava-Kampfpanzer des 77. Bataillons der 7. Panzerbrigade das Festivalgelände, welcher zuvor bei Beʾeri getroffen und beschädigt worden war. Der Kommandant und der Richtschütze waren gefallen sowie der Ladeschütze Ofir Testa schwer verwundet. Der Fahrer Ido Somech lenkte den Panzer entlang der Straße, überfuhr von den Terroristen genutzte Fahrzeuge und vertrieb Terroristen, welche laut Angaben von Überlebenden die zurückgelassenen Fahrzeuge durchsuchten. Nachdem der Panzer liegen geblieben war, bot er schätzungsweise 30 bis 50 Partygästen Schutz, welche von bewaffneten Polizisten und auch Zivilisten, darunter ehemalige Armeeangehörige, mit den Handfeuerwaffen der Panzerbesatzung verteidigt wurden. Das Besatzungsmitglied Ofir Testa wurde außerhalb des Panzers tödlich getroffen und auch Ido Somech wurde im Freien schwer verwundet, überlebte jedoch.

Ab 8:50 Uhr eröffneten die Terroristen das Feuer auf jene Menschen, welche über die Felder nach Osten flüchteten und drangen kurz nach 9:15 Uhr in das Festivalgelände ein, wo sie Festivalbesucher gezielt ermordeten oder entführten. Auf dem Veranstaltungsgelände und dem angrenzenden Abschnitt der Nationalstraße 232 wurden 171 Menschen getötet, weitere 173 auf der Flucht entlang der Verkehrswege und in angrenzenden Siedlungen, unter anderem in oder bei Mefalsim, Reʿim, Alumim, Be’eri und Nir Jitzchak. Allein 18 Menschen starben, als die Terroristen einen von Hilfesuchenden umringten Krankenwagen, mit einer Panzerabwehrhandwaffe beschossen. In einem öffentlichen Luftschutzbunker am Straßenrand waren zudem 16 Menschen durch Schüsse und Granaten ums Leben gekommen, wobei sieben in den Bunker geworfene Handgranaten von Aner Shapira, einem außer Dienst befindlichen Stabsfeldwebel der Elite-Aufklärungseinheit der Nachal-Brigade, zurückgeworfen worden waren, ehe er durch die Explosion einer achten Granate getötet wurde. 19 Menschen wurden im Bereich der Ausschankstelle „Little Bar“ und 14 weitere in einem der beiden gelben Abfallcontainer des Veranstaltungsgeländes ermordet, wo sie sich versteckt hatten. Unter den Todesopfern befanden sich der ehemalige Profifußballer Liʾor Asulin, der israelische Meister im Kraftdreikampf, Niv Tel Tzur, der ehemalige Schlagzeuger und Bassist der Band Desolated, Jake Marlowe, sowie die Kan-Nachrichtenredakteurin Ayelet Arnin. Ebenfalls getötet wurden mit den Zwillingen Osher und Michael Vaknin zwei Organisatoren des Festivals sowie die beiden israelischen DJs Matan Elmalem (Kido) und Bar Shechter (Syloopo) nach ihren Auftritten.

Mediale Aufmerksamkeit erhielten die Deutsch-Israelin Shani Louk, deren Leichnam am 7. Oktober 2023 in einem Propagandavideo der Hamas zu sehen war und Noa Argamani, die auf einem Motorrad in den Gazastreifen verschleppt wurde, wovon Aufnahmen um die Welt gingen.

Gegen 9:50 Uhr verließen die Terroristen das Partygelände und kehrten auf die Nationalstraße zurück, nachdem sie durch ihre Kommandeure in Gaza angewiesen worden waren, Be’eri zu erreichen, wo ebenfalls ein Massaker stattfand. Um 10:20 Uhr erreichten Dutzende Palästinenser, einige von ihnen bewaffnet, das Partygelände und begannen, die Leichen der Getöteten zu plündern. Die Kämpfe auf der Nationalstraße gingen unterdessen weiter. Der Reserveoffizier Oren Solomon berichtete seinen vorgesetzten Stellen von Terroristen im Gebiet des Festivalgeländes und die Nordbrigade der 143. „Gaza“-Division der IDF entsandte eine Einheit in das Gebiet, welche jedoch im Bereich der Siedlung Reʿim in Kämpfe verwickelt und aufgehalten wurde. Solomon war später an der Untersuchung der „Gaza“-Division zu deren Versäumnissen im Zusammenhang mit dem Hamas-Angriff beteiligt.

Die ersten israelischen Soldaten, Einheiten der Givʿati-Brigade und von Metzada, trafen erst um 11:35 Uhr am Veranstaltungsgelände ein und begannen gegen 11:50 Uhr mit der Rückeroberung des Gebietes, welche gegen 15 Uhr abgeschlossen war. Dabei wurden rund 20 Terroristen getötet und mehrere weitere gefangen genommen. Nebenbei mussten Überlebende evakuiert und Verletzte versorgt werden. Die Bergung der Leichen begann am 8. Oktober gegen 8 Uhr morgens. Bei den Kämpfen am Veranstaltungsgelände wurden 34 Sicherheitskräfte getötet, darunter 16 Polizisten und 16 Soldaten, sowie zwei Angehörige des Inlandsgeheimdienstes Schin Bet. Zu den Getöteten zählten der Kommandeur der Multidimensional Unit, Oberst Roi Levy, der stellvertretende Kommandeur des Caracal-Bataillons der Paran-Brigade, Major Avraham Hovelashvili und der Kommandeur der Polizeiwache von Rahat, Chief Superintendent Jayar Davidov. Eine nicht bekanntgegebene Anzahl von Menschen wurde verletzt, sowie 44 Menschen als Geiseln in den Gazastreifen entführt. 16 davon waren zum Zeitpunkt ihrer Entführung bereits tot, verstarben in der Gefangenschaft oder wurden dort ermordet. Nach israelischen Berichten, auch von Überlebenden, kam es zu Geschlechtsspezifischer und sexueller Gewalt.

Die Polizei konnte später rund 20.000 Gegenstände am Festivalgelände auffinden, welche verloren oder zurückgelassen worden waren. Die Sängerin Yuval Raphael überlebte das Massaker in einem Luftschutzbunker, nachdem sie sich unter Leichen liegend mehrere Stunden lang tot gestellt hatte. Beim Eurovision Songcontest 2025 trat sie für Israel an und belegte mit dem Stück New Day Will Rise den zweiten Platz.

Verbleib der Geiseln

Getötete Geiseln

Der Tod des entführten, 26-jährigen Guy Illouz wurde am 1. Dezember 2023 bekanntgegeben. Berichten von Geiseln zufolge, die während eines vorübergehenden Waffenstillstands mit der Hamas Ende November 2023 freigelassen wurden, erlag Illouz seinen Verletzungen in einem Krankenhaus in Gaza, offenbar aufgrund mangelnder medizinischer Behandlung. Seine sterblichen Überreste wurden erst am 14. Oktober 2025 im Zuge eines Waffenstillstandsabkommens an Israel übergeben.

Die 27-jährige Eden Zecharya, welche am 7. Oktober von Hamas-Terroristen ermordet und verschleppt worden war, wurde am 12. Dezember 2023 aus einem Tunnel in Gaza geborgen. Die Leiche des 28-jährigen Elia Toledano, französisch-israelischer Doppelstaatsbürger, wurde am 15. Dezember 2023 aus Gaza geborgen. Nach IDF-Angaben wurde er während der Gefangenschaft von der Hamas ermordet. Am 16. Dezember 2023 wurde der Tod der 27-jährigen Geisel Inbar Haiman bekanntgegeben. Zeitpunkt und Umstände ihres Todes wurden nicht offiziell veröffentlicht. Nach Aussagen von zwei Überlebenden sei Haiman bei dem Versuch ihrer Gefangennahme, wogegen sie sich gewehrt haben soll, ermordet und ihre Leiche auf einem Motorrad nach Gaza verbracht worden. Die sterblichen Überreste von Haiman wurden erst am 15. Oktober 2025 an Israel übergeben.

Am 26. März 2024 bestätigen die IDF den Tod des 35-jährigen Uriʾel Baruch, der nach Armeeangaben in Gefangenschaft getötet wurde. Seine sterblichen Überreste wurden erst am 14. Oktober 2025 an Israel übergeben. Am 16. Mai 2024 wurden vom israelischen Militär die Leichen des 56-jährigen Itzhak Gelerenter, der 27-jährigen Amit Buskila und der 22-jährigen Shani Louk aus dem nördlichen Gazastreifen geborgen. Nach IDF-Angaben seien sie bereits am 7. Oktober ermordet und ihre Leichen nach Gaza verschleppt worden. Am 24. Mai 2024 gaben die IDF bekannt, dass sie in einer nächtlichen Operation die Leichen des 42-jährigen Chanan Yablonka und des 30-jährigen französisch-mexikanischen Doppelstaatsbürgers Orión Hernández Radoux aus dem nördlichen Gazastreifen geborgen hätten. Laut neuen Geheimdienstinformationen waren die beiden noch am 7. Oktober 2023 getötet worden.

Am 1. September 2024 bargen die IDF die Leichen des 32-jährigen Alex Lobanov, des 23-jährigen Hersh Goldberg-Polin, des 25-jährigen Ori Danino, der 24-jährigen Eden Yerushalmi und des 27-jährigen Almog Sarusi aus einem Hamas-Tunnel in Rafah. Nach IDF-Angaben seien sie kurz vor dem Eintreffen der Truppen von der Hamas ermordet worden. Am 7. Oktober wurde auch der Tod des 28-jährigen Fotografen Idan Shtivi bekanntgegeben, welcher nach neuen Geheimdienstinformationen bereits am 7. Oktober 2023 getötet und dessen Leiche dann in den Gazastreifen verschleppt worden war. Die Bergung und Rückführung seiner Leiche erfolgte im August 2025.

Freilassungen und Befreiungen

Ein 25-jähriger Mann aus einer russisch-israelischen Familie wurde am 26. November 2023 als Zeichen der Hamas gegenüber dem russischen Präsidenten Wladimir Putin freigelassen. Er kam zusammen mit 13 weiteren Israelis frei, die im Rahmen eines von Qatar und den USA vermittelten Waffenstillstandsabkommens zwischen der Hamas und Israel freigelassen wurden. Durch die Vermittlungen kam es am 29. November 2023 auch zur Freilassung eines 18-jährigen Mannes, dessen 21-jährige Schwester bereits am 25. November freigelassen wurde, und einer 40-jährigen Frau. Im Rahmen einer Verlängerung des Waffenstillstandsabkommens wurde am 30. November auch eine 21-jährige Frau freigelassen.

Am 8. Juni 2024 wurden vier Geiseln, eine 27-jährige Frau und drei Männer im Alter von 21, 27 und 40 Jahren, im Zuge einer IDF-Operation aus Nuseirat im Zentrum des Gazastreifens gerettet.

Am 19. Januar 2025 wurden im Rahmen eines Waffenstillstandsabkommens und Gefangenenaustauschs drei weitere Geiseln von der Hamas freigelassen, darunter eine 24-jährige Besucherin des Musikfestivals, die im Alter von 22 Jahren entführt worden war. Die Freilassung eines weiteren Festivalbesuchers, eines 34-jährigen Mannes, dessen Ehefrau beim Massaker ermordet worden war, erfolgte am 8. Februar 2025.

Am 22. Februar 2025 wurden mit den Männern Omer Shem-Tov (22), Omer Wenkert (23) und Eliya Cohen (27) drei weitere Besucher des Musikfestivals nach 505 Tagen Gefangenschaft freigelassen.

Die letzten elf noch lebenden Geiseln, die zum Zeitpunkt des Hamas-Angriffs das Musikfestival besucht hatten, wurden im Zuge eines Waffenstillstandsabkommens am 13. Oktober 2025 nach über zwei Jahren Gefangenschaft freigelassen. Es handelte sich ausschließlich um Männer im Alter zwischen 21 und 37 Jahren, darunter der deutsch-israelische Doppelstaatsbürger Alon Ohel.

Klage und Aufarbeitung

42 Überlebende des Hamas-Terrorangriffs auf das Supernova-Musik-Festival reichten am 1. Januar 2024 eine Schadensersatzklage gegen den israelischen Inlandsgeheimdienst Schin Bet, die Armee, die Polizei und das israelische Verteidigungsministerium ein. Die Kläger fordern am Bezirksgericht Tel Aviv Schadensersatz in Höhe von umgerechnet 50 Millionen Euro. Sie werfen den staatlichen Sicherheitsorganen Fahrlässigkeit und grobe Versäumnisse vor dem Hamas-Angriff vom 7. Oktober vor. Ein einziger Anruf der Armee bei dem für das Festival zuständigen Kommandanten, das Festival wegen der drohenden Gefahr aufzulösen, „hätte Leben gerettet und die körperlichen und seelischen Verletzungen von Hunderten von Partybesuchern, darunter auch der Kläger, verhindert“.

Das israelische Militär untersuchte unter der Leitung von Brigadegeneral (a. D.) Ido Mizrahi das Massaker als einen von 41 Schauplätzen des Angriffs der Hamas auf Israel, wobei die Veröffentlichung der Untersuchungsergebnisse im April 2025 erfolgte. Die Untersuchung sollte operative Schlussfolgerungen für die Streitkräfte liefern und konzentrierte sich auf den Prozess der behördlichen Genehmigung der Veranstaltung, der militärischen Vorbereitungen darauf, den Ablauf der Ereignisse während des Angriffs und das Verhalten der Truppen im betroffenen Gebiet, wobei unter anderem der Funkverkehr der israelischen Armee, Aufnahmen aus Überwachungskameras, von Terroristen aufgenommenes Filmmaterial, sowie Verhöre gefangener Terroristen und Zeugenaussagen von Überlebenden ausgewertet wurden. Morde an geflohenen Festivalbesuchern in anderen Gebieten Südisraels wurden nicht mit einbezogen, da diese bereits durch andere Untersuchungen erfasst wurden. Die Ermittlung und Aufarbeitung zu den einzelnen Morden obliege zudem der Polizeieinheit Lahav 433.

Das Untersuchungsteam stellte Versäumnisse der Armee fest; so hätte die Veranstaltung in die Verteidigungsmaßnahmen der Armee mit einbezogen und Truppen in der Nähe stationiert werden müssen. Zudem habe es keine Lautsprecherwarnsysteme gegeben und die am Morgen des 7. Oktober im Grenzbereich stationierten Soldaten seien über die Großveranstaltung nicht informiert gewesen. Selbst nach verdächtigen Anzeichen für Hamas-Aktivitäten am Vorabend und nach Beginn des Terrorangriffs sei das Festival in keiner militärischen Einschätzung oder Lagebeurteilung erwähnt worden. Das Massaker beim Nova-Festival sei dadurch ermöglicht worden, dass das Militär auf ein solches Ereignis – einen groß angelegten Bodenangriff tausender Terroristen auf zahlreiche Siedlungen und Militärstützpunkte gleichzeitig – nicht vorbereitet gewesen sei. Die militärischen Entscheidungsträger hätten sich lediglich mit den Möglichkeiten und Gefahren durch Mörser- und Raketenbeschuss auseinandergesetzt, wobei eine terroristische Infiltration nicht in Erwägung gezogen worden war. Die an der Grenze eingesetzten Truppen wurden in kurzer Zeit überrannt und die Befehlskette unterbrochen. Die Einnahme des Hauptquartiers der für die Grenze zum Gazastreifen zuständigen 143. Division habe die Erstellung eines umfassenden Lagebildes, einer Einschätzung der wahren Größenordnung des Angriffs und eine gezielte Schwerpunktsetzung verhindert. Die militärische Führung wusste nicht, wo militärische Einheiten am dringendsten benötigt wurden und auch die Luftwaffe konnte vielerorts aufgrund fehlender Aufklärung und der Gefahr von Eigenbeschuss, nicht zur Unterstützung von Sicherheitskräften und Zivilisten eingreifen. Durch die Besetzung wichtiger Straßenstellen und Kreuzungsbereiche an den Zufahrtswegen wurden Zivilisten an der Flucht und Truppen am Erreichen von Einsatzorten gehindert.

Die Hamas selbst habe laut Untersuchungsbericht nichts von der Veranstaltung gewusst und habe das Veranstaltungsgelände erst rund 1 Stunde und 40 Minuten nach Angriffsbeginn erreicht, nachdem für die Stadt Netiwot geplante Angriffskräfte der Terrororganisation zum Nova-Festival umgeleitet worden waren. Der Veranstaltungsort wurde zu diesem Zeitpunkt von nur 31 bewaffneten Polizisten geschützt, welche sich vorwiegend an der angrenzenden Nationalstraße 232 befanden, wo sie in schwere Gefechte verwickelt wurden. Die Terroristen und später auch nachfolgende Plünderer konnten sich nahezu frei auf dem Festivalgelände bewegen, ehe erst gegen 11:50 Uhr, über fünf Stunden nach Angriffsbeginn, erste israelische Soldaten in das Gelände eindrangen und in den folgenden rund drei Stunden zurückeroberten.

Viele Betroffene und Hinterbliebene der Opfer bezeichneten die Berichte als unseriös und kritisierten eine Vertuschung des wahren Ausmaßes der Versäumnisse des Militärs, weshalb wiederholt eine unabhängige staatliche Untersuchung gefordert wurde. Der October Council, der die Familien der am 7. Oktober Getöteten vertritt und sich für die Einsetzung einer staatlichen Untersuchungskommission einsetzt, bezeichnete die Ergebnisse als „bestenfalls ungenau und schlimmstenfalls als Lügen“. Die Produktionsfirma des Nova-Musikfestivals bezeichnete das Ausmaß des Versagens des Militärs als multisystemisch, schockierend und unfassbar.

In einer seiner ersten Amtshandlungen nach seinem Amtsantritt im März 2025 setzte der neue IDF-Generalstabschef Eyal Zamir ein Expertengremium ehemaliger ranghoher Militärs ein, um die Untersuchungen der israelischen Streitkräfte auf höchster Ebene zu bewerten, die Umsetzung der Ergebnisse zu überwachen und gegebenenfalls Wiederholungsuntersuchungen oder Ergänzungen der Ermittlungen zu empfehlen. Das Gremium bestand unter anderem aus dem ehemaligen Kommandeur der Marine, Eli Sharvit, sowie dem ehemaligen Kommandeur der Luftwaffe, Amikam Norkin und stand unter der Leitung von Sami Turgeman, einem ehemaligen Kommandeur des IDF-Südkommandos. Dieses Gremium stufte die IDF-Untersuchung zum Angriff auf das Nova-Festival als „orange“ ein, was bedeutet, dass sie zwar eine solide faktische Grundlage liefere, aber weder die Schwachstellen noch die notwendigen Änderungen aufzeige. Die Untersuchung erfordere diverse Ergänzungen, bevor ihre Ergebnisse im Militär umgesetzt werden könnten. Zamir teilte darüber hinaus mit, dass er auf Grundlage der Erkenntnisse „persönliche Entscheidungen“ bezüglich höherer Offiziere treffen werde, einschließlich einer möglichen Entlassung aus dem Militär. Die Veröffentlichung der Ergebnisse des Expertengremiums erfolgte im November 2025.

Tötung beteiligter Terroristen

Karim Khan, Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) in Den Haag, beantragte im Mai 2024 Haftbefehle gegen Mohammed Deif als Oberbefehlshaber des als Qassam-Brigaden bezeichneten militärischen Arms der Hamas, gegen Ismail Haniyya als Chef des Politbüros der Hamas, sowie gegen den Chef der Hamas im Gazastreifen, Yahya Sinwar. Nach Ansicht der Anklage seien die drei genannten Personen für die während des Hamas-Angriffs begangenen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit, einschließlich dem Massaker während des Supernova-Festivals, strafrechtlich verantwortlich. Die Straftaten hätten ohne das Zutun der genannten Personen nicht begangen werden können und sie würden gemäß Artikel 25 und 28 des Römischen Statuts sowohl als Mittäter als auch als Vorgesetzte angeklagt. Im Zuge der Ermittlungen besuchte Khan auch das Gelände des Supernova-Festivals. Bereits am 9. Oktober 2023 hatte Daniel Hagari, als oberster Sprecher der IDF, während einer Pressekonferenz verkündet, dass die militärische und politische Führung der Hamas dem Untergang geweiht und Yahya Sinwar als Befehlshaber der Kampagne „ein toter Mann“ sei.

Mohammed Deif wurde am 13. Juli 2024, Ismail Haniyya am 31. Juli 2024 und Yahya Sinwar am 16. Oktober 2024 durch israelische Militäroperationen getötet.

Nach Angaben der israelischen Armee und des Inlandsgeheimdienstes Schin Bet wurde am 23. Oktober 2024 Muhammad Abu Attawi, ein Nuchba-Kommandeur im Bureij-Bataillon der Hamas, bei einem Luftangriff im Gazastreifen getötet. Attawi soll einer der Hamas-Kommandeure gewesen sein, welche den Angriff auf den Luftschutzbunker mit 16 Toten und vier Entführten am Straßenrand von Reʿim angeleitet haben sollen. Die Tötung eines weiteren an dem Angriff auf den Bunker beteiligten Nuchba-Kommandeurs, Hassan Mahmoud Hassan Hussein, wurde von Israels Armee am 28. September 2025 bekanntgegeben.

Gedenken

Das Veranstaltungsgelände wurde zur Gedenkstätte Reʿim Grove - Memorial Site erklärt, welche sich mit rund 7000 Besuchern täglich zur meistbesuchten Stätte des Landes entwickelte (Zeitraum: September 2024 bis Februar 2025). Auf dem barrierefreien und vorwiegend vom Künstler Amir Chodorov gestalteten Gelände wurden unter anderem Fotos der Opfer und Hinweistafeln zu besonderen Ereignissen im Zuge des Massakers errichtet. Zu Tu biSchevat 2024 wurden dort von den Angehörigen der ermordeten Menschen Bäume gepflanzt.

Die Nova Tribe Community Association – ein Kollektiv zur Unterstützung von Überlebenden und trauernden Familien – organisierte im Juni 2024 in Tel Aviv-Jaffa ein erstes Nova Healing Concert, um die Opfer des Nova-Massakers zu ehren sowie Widerstandsfähigkeit, Hoffnung und Gemeinschaft zu feiern. Am zweiten derartigen Konzert im August 2025 nahmen rund 30.000 Menschen teil.

Am 21. Februar 2024 wurde im Jakob-Kaiser-Haus in Berlin durch Bundestagspräsidentin Bärbel Bas eine Gedenkstele eingeweiht, welche an die Menschen erinnert, die das Musikfestival besucht hatten.

Das Team des Nova-Festivals gründete die Tribe of Nova-Foundation, die finanzielle und psychologische Hilfen für Überlebende anbietet und sich zum Ziel gesetzt hat, die Erinnerung an das blutige Hamas-Massaker wach zu halten. In einer Ausstellung mit dem Titel „October 7, 06:29 AM – The Moment Music Stood Still“ wurde das Festival-Gelände rekonstruiert. Gezeigt wurden originale Zelte, Campingstühle und ausgebrannte Autos sowie zurückgelassene persönliche Gegenstände der Festivalbesucher, Fotos der Opfer, Videos vom Angriff der Hamas, Installationen und persönliche Berichte von Überlebenden und Angehörigen. Die Ausstellung wurde in Tel Aviv, New York, Los Angeles, Miami, Buenos Aires, Toronto und Washington, D.C. und in Berlin gezeigt.

Psychologische Auswirkungen

Im April 2024 teilten das Gesundheitsministerium und das Sozialministerium im Zuge einer Parlamentsanhörung mit, dass zu diesem Zeitpunkt mehr als 100 Überlebende des Festivals in psychiatrischen Kliniken behandelt würden und mindestens 30 als stark suizidgefährdet eingestuft wären. Die israelische Regierung hatte zwischenzeitlich die kostenlosen Therapiesitzungen für Überlebende des Massakers im Ausmaß von zunächst 12 Einheiten, nach Intervention von Therapeuten, auf bis zu 48 erhöht. Mark Weiser, Leiter der psychiatrischen Abteilung des Sheba Medical Centers, Israels größtem Krankenhaus, teilte mit, dass aufgrund der Zahl von bis zu 4000 Festivalbesuchern davon auszugehen sei, dass mehrere Hundert dieser Menschen schwer traumatisiert seien; er verwies damit auf eine hohe Dunkelziffer von Überlebenden, welche sich zurückziehen und keine Hilfe in Anspruch nehmen würden. Die während der Anhörung vom Überlebenden Guy Ben Shimon geäußerte Behauptung, bis Februar 2024 habe es bereits rund 50 Suizide unter den Überlebenden gegeben, konnte vom Gesundheitsministerium mit dem Verweis auf fehlende Informationen und Statistiken nicht bestätigt werden. Gilad Bodenheimer, der Leiter der Abteilung für psychische Gesundheit des Ministeriums, bestätigte jedoch einige wenige Selbstmordfälle, ohne diese Zahl näher einzugrenzen.

Besondere mediale Aufmerksamkeit erregte das Schicksal der Überlebenden Shirel Golan, welche während des Massakers das Fahrzeug ihrer Freunde verlassen hatte – welche später ermordet wurden – während sie selbst von der Polizei evakuiert werden konnte. Sie litt anschließend unter einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) und war bereits zweimal in ein Krankenhaus eingeliefert worden, ehe sie sich am 20. Oktober 2024 an ihrem 22. Geburtstag im Haus ihrer Familie das Leben nahm. Aufgrund ihres Todes trat der Ausschuss für Arbeit und Soziales des Parlaments im November 2024 zusammen, um über die Unterstützung der Überlebenden des Nova-Festivals zu beraten, wobei Angehörige und Überlebende erhebliche Lücken in der Betreuung und Unterstützung der Betroffenen beklagten, vor allem auch bürokratische Hürden. Zuvor war im September 2024 die Ausdehnung der kostenlosen Therapiesitzungen und Beratungen auf die Angehörigen der Festivalbesucher ausgedehnt worden. In der Nacht auf den 11. Oktober 2025 nahm sich Medienberichten zufolge der 29-jährige Festivalbesucher Roei Shalev, dessen Freundin bei dem Event ermordet worden war, bei einer Autobahnausfahrt nahe Netanja das Leben.

Im April 2025 veröffentlichten Forscher der Universität Haifa erste Ergebnisse einer Studie, der zufolge Personen, welche zum Zeitpunkt des Angriffs unter dem Einfluss der Droge MDMA (Ecstasy) standen, signifikant verbesserte Zwischenergebnisse bei der Verarbeitung von Traumata aufweisen würden als diejenigen, die unter dem Einfluss anderer Substanzen oder überhaupt keiner Substanzen standen. In der Studie, die auch zur Veröffentlichung in der Fachzeitschrift World Psychiatry angenommen wurde, heißt es, dass die entsprechende Personengruppe nach dem Ereignis von einem stärkeren Gefühl sozialer Unterstützung, mehr sozialen Interaktionen und einer verbesserten Schlafqualität berichtet hätte, was zu einem geringeren Grad an psychischer Belastung und einer geringeren Schwere der PTBS-Symptome geführt habe. Für die Studie waren 657 Nova-Überlebende, sowohl diejenigen, die Drogen konsumierten, als auch diejenigen, die keine Drogen konsumierten, beobachtet worden. Vered Atzmon-Meshulam, eine auf Traumata spezialisierte Psychologin und Leiterin der Resilienzabteilung der Rettungs- und Genesungsorganisation ZAKA, teilte dazu mit, dass sie von der Studie nicht überrascht sei, da frühere Untersuchungen nahegelegt hätten, dass MDMA bei der Behandlung von posttraumatischen Belastungsstörungen helfen könne und verwies auf Australien, wo 2023 die Verwendung von MDMA zur Behandlung von PTBS legalisiert wurde. Eine weitere Studie von Forschern des Sheba Medical Center und der Ben-Gurion-Universität kam darüber hinaus zu dem Ergebnis, dass der Einfluss von Alkohol die psychischen Auswirkungen des Angriffs verschlimmert habe.

Wissenschaftler der Reichman University veröffentlichten hingegen im Mai 2025 eine Studie, der zufolge der Konsum von MDMA nicht zu einer Verringerung von Angstzuständen oder PTBS-Symptomen geführt habe. Die Untersuchung unter 343 Festivalbesuchern habe ergeben, dass Überlebende, die MDMA konsumiert hatten, sogar häufiger diese Symptome aufweisen würden. Hingegen seien deutlich weniger Angstzustände und PTBS-Symptome bei jener untersuchten Personengruppe festgestellt worden, welche klassische Psychedelika wie LSD, Psilocybin oder Mescalin eingenommen hatten. Joshua Siegel vom klinischen Forschungsteam am Zentrum für Psychedelische Medizin in New York City teilte dazu mit, dass die wichtigste Erkenntnis die Korrektur der Vorstellung sei, MDMA könne schützend vor Traumata und PTBS wirken. MDMA würde diese Symptome sogar verstärken.

Dokumentarfilme

  • Supernova: The Music Festival Massacre, 2023 (52 min)
  • Berichte fünf Überlebender im Fernsehen unter zwei Titeln ausgestrahlt:
    • Hamas-Angriff aufs Festival – Die Überlebenden des Wüsten-Raves, Arte vom 28. November 2023
    • Renn um dein Leben. Die Überlebenden der Hamas-Attacke auf Israel, auslandsjournal – die doku vom 29. November 2023 (29:50 min, Video verfügbar bis 29. November 2028)
  • We Will Dance Again, RTL vom 1. Oktober 2024 (1:29 h). Die Dokumentation des Regisseurs Yariv Mozer, produziert von Paramount+ und Hot 8, gewann im Juni 2025 bei den 46. News and Documentary Emmy Awards in New York City den Preis für den herausragendsten Dokumentarfilm zum aktuellen Zeitgeschehen.

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