Nikita Pawlowitsch Simonjan (russisch Никита Павлович Симонян; * 12. Oktober 1926 in Armawir, Sowjetunion als Mkrtytsch Simonjan; † 23. November 2025) war ein sowjetischer Fußballspieler und -trainer. Zu seinen größten Erfolgen als Spieler gehörten vier sowjetische Fußballmeisterschaften mit Spartak Moskau (1952, 1953, 1956, 1958). Als Trainer gewann er mit Spartak Moskau (1962, 1969) und Ararat Jerewan (1973) insgesamt drei Meistertitel.
| Nikita Simonjan | ||
Simonjan im Jahr 2017 | ||
| Personalia | ||
|---|---|---|
| Voller Name | Nikita Pawlowitsch Simonjan | |
| Geburtstag | 12. Oktober 1926 | |
| Geburtsort | Armawir, Sowjetunion | |
| Sterbedatum | 23. November 2025 | |
| Größe | 172 cm | |
| Position | Stürmer | |
| Herren | ||
| Jahre | Station | Spiele (Tore)1 |
| 1944–1945 | Dinamo Suchum | |
| 1946–1948 | Krylja Sowetow Moskau | 52 (9) |
| 1949–1959 | Spartak Moskau | 213 (133) |
| Nationalmannschaft | ||
| Jahre | Auswahl | Spiele (Tore) |
| 1954–1958 | Sowjetunion | 20 (10) |
| Stationen als Trainer | ||
| Jahre | Station | |
| 1960–1965 | Spartak Moskau | |
| 1967–1972 | Spartak Moskau | |
| 1973–1974 | Ararat Jerewan | |
| 1977–1979 | Sowjetunion | |
| 1980–1981 | Tschornomorez Odessa | |
| 1984–1985 | Ararat Jerewan | |
| 1 Angegeben sind nur Ligaspiele. | ||
Leben und Karriere
Als Spieler
Nikita Simonjan wurde als Mkrtytsch Simonjan in eine armenische Familie im südrussischen Armawir geboren. Das Fußballspielen begann der Stürmer beim abchasischen Club Dinamo Suchum unter Trainer Schota Lominadse. Von dort wechselte er 1946 zu Krylja Sowetow Moskau, bis man letztlich beim sowjetischen Rekordmeister Spartak Moskau auf ihn aufmerksam wurde. 1949 wechselte Simonjan zu Spartak und damit auch in die höchste sowjetische Liga, wo er bis zu seinem Karriereende blieb. Bis 1959 absolvierte er für die Moskowiter insgesamt 213 Ligaspiele und schoss 133 Tore, dies ist bis heute Vereinsrekord. Mit Spartak gewann er vier Meistertitel und zwei Mal den sowjetischen Fußballpokal. 1954 wurde Simonjan das erste Mal in die sowjetische Nationalmannschaft berufen. Bei den Olympischen Sommerspielen 1956 gewann Simonjan mit der Nationalmannschaft die Goldmedaille im Fußball. Die Weltmeisterschaftsendrunde 1958, bei der er das erste WM-Tor für die Sowjetunion bzw. Russland erzielte, verlief für ihn jedoch nicht annähernd erfolgreich. Bereits im Viertelfinale scheiterte er mit der Mannschaft am späteren Finalisten Schweden, als er ebenso wie seine Kollegen Sergei Salnikow, Anatoli Iljin, Wiktor Zarjow und Alexander Iwanow in der Sturmreihe ohne Torerfolg blieb und das Spiel nach Toren von Kurt Hamrin und Agne Simonsson mit einer 0:2-Niederlage endete.
Im selben Jahr endete nach 20 Länderspielen Simonjans Nationalmannschaftskarriere, 1959 beendete er seine Vereinskarriere als Spieler.
Als Trainer
Schon 1960 begann er als Trainer für seinen alten Club Spartak zu arbeiten. 1962 holte er erstmals auch als Trainer die Meisterschaft nach Moskau, 1963 und 1965 auch den sowjetischen Fußballpokal. 1965 endete sein Engagement bei Spartak, allerdings wurde Simonjan schon 1967 erneut von den Hauptstädtern verpflichtet. Auch in seiner zweiten Amtszeit gewann er noch einmal die Meisterschaft (1969), ebenso wie den Pokal (1971). 1972 endete seine Anstellung bei Spartak.
In der Saison 1973 wurde er von Ararat Jerewan als neuer Trainer verpflichtet. Gleich in seinem ersten Jahr fuhr er mit den Armeniern den damals größten Erfolg der Vereinsgeschichte ein: Das sowjetische Double, bestehend aus Meistertitel und Gewinn des Pokals. Dies war das einzige Mal, dass ein Club aus Armenien die sowjetische Fußballmeisterschaft gewann. Schon 1974 verließ Simonjan den Club aus Jerewan allerdings schon wieder.
Von 1977 bis 1978 war er Trainer der sowjetischen Fußballnationalmannschaft, von 1980 bis 1981 trainierte er Tschornomorez Odessa.
Von 1984 bis 1985 war er noch einmal Trainer von Ararat Jerewan.
2009 bis 2010 sowie zeitweise im Jahr 2012 war Simonjan Präsident des Russischen Fußballverbandes.
Tod
Nikita Pawlowitsch Simonjan starb im November 2025 im Alter von 99 Jahren.
Rekorde
Er war bis zu seinem Tod der letzte noch lebende Spieler des sowjetischen Olympiasiegerkaders von 1956 und seit dem Tod des französischen Radsportlers Charles Coste Ende Oktober 2025 bis zu seinem eigenen Tod der älteste noch lebende Olympiasieger. Auch vom sowjetischen WM-Kader von 1958 war Simonjan der letzte noch lebende Spieler.
Auszeichnungen
- Im Jahr 2000 erhielt er den FIFA Order of Merit, die höchste Auszeichnung des Weltfußballverbands FIFA.
- 2011 verlieh ihm der armenische Präsident Sersch Sargsjan die Ehrenmedaille des Landes.
wikipedia, wiki, enzyklopädie, buch, bibliothek, artikel, lesen, kostenlos herunterladen, Informationen über Nikita Pawlowitsch Simonjan, Was ist Nikita Pawlowitsch Simonjan? Was bedeutet Nikita Pawlowitsch Simonjan?