Norwegian Cruise Line

Die Norwegian Cruise Line Corporation Ltd. (NCL) ist eine US-amerikanische Kreuzfahrtreederei mit Sitz in Miami. Sie wurde 1966 gegründet und ist Teil der Norwegian Cruise Line Holdings Ltd., zu der auch die Reedereien Oceania Cruises und Regent Seven Seas Cruises (RSSC) gehören. Die Norwegian Cruise Line Holdings (NCLH) hat Marc Kazlauskas mit Wirkung zum 19. Januar 2026 zum neuen President der Marke Norwegian Cruise Line (NCL) ernannt. Stand 2025 ist NCL mit einem Marktanteil von 8,3 % die viertgrößte Kreuzfahrtreederei der Welt.

Norwegian Cruise Line Corporation Ltd.
Rechtsform Tochtergesellschaft
ISIN BMG667211046
Gründung 1966
Sitz Miami
Leitung Harry Sommer (NCLH; Stand: August 2025)
Marc Kazlauskas (NCL), ab 19. Januar 2026
Branche Tourismus
Website www.ncl.com

Mutterkonzern

Der Hauptsitz der Norwegian Cruise Line Holdings Ltd. (NCLH) ist in Miami. Für den kontinentaleuropäischen Markt ist die Zweigniederlassung Wiesbaden der NCL (Bahamas) Ltd., Hamilton (Bermuda), verantwortlich. Beschäftigt sind dort rund 90 Mitarbeiter. Der Konzern ist für den Betrieb der Reedereien Norwegian Cruise Line, Oceania Cruises und Regent Seven Seas Cruises verantwortlich.

Stand Juni 2025 sind die Hauptaktionäre der Holding die US-amerikanischen Investmentgesellschaften Capital Group (12,65 %), die Vanguard Group (12,27 %) und BlackRock (6,168 %). In den 2010ern waren unter anderem Genting Hong Kong, Apollo Management und die Texas Pacific Group Anteilseigner gewesen.

Geschichte

1966 gründeten der norwegische Reeder Knut Kloster (Klosters Reederei AS, Oslo) und der israelische Reeder Ted Arison die Norwegian Caribbean Lines AS (NCL), um Karibikkreuzfahrten von Miami aus anzubieten. Zwei Jahre später, 1968, wurde die Starward, das erste Schiff einer neuen Flottengeneration, in Dienst gestellt, 1969 folgte ihr Schwesterschiff Skyward. 1970 und 1971 folgten zwei weitere Schiffe, die Southward und die Sunward II.

Im Laufe der 1970er stieg die NCL zu einer der erfolgreichsten Kreuzfahrtreedereien auf. 1977 übernahm die Norwegian Cruise Line die Insel Great Stirrup Cay, die zu den Berry Islands der Bahamas gehört. 1979 erwarb NCL den ehemaligen Luxusliner France, der bei der Lloyd Werft Bremerhaven zur Norway umgebaut wurde. 1980 wurde die Norway als neues Flaggschiff in die Flotte eingegliedert.

Knut Kloster übernahm 1984 die Royal Viking Line mit ihren drei Kreuzfahrtschiffen Royal Viking Star, Royal Viking Sea und Royal Viking Sky. Die Norwegian Caribbean Lines AS wurde 1987 in Norwegian Cruise Line AS umbenannt, wobei die Abkürzung NCL bestehen blieb. Die Seaward wurde 1988, als das erste Schiff einer neuen, größeren Klasse, in Dienst gestellt. 1992 wurde ein weiteres Schiff in Dienst gestellt, die Dreamward. Dies war das erste Schiff, welches von Fort Lauderdale aus startete.

1993 scheiterte der Versuch von Knut Kloster, die Royal Viking Line und die Royal Cruise Line zu verkaufen; jedoch wurde 1994 die Royal Viking Line mit dem Schiff Royal Viking Sun an die Cunard Line Ltd. verkauft. Nach der Auflösung der Royal Cruise Line, der Entwicklung der NCL zu einer eigenständigen Gesellschaft – welche von nun an als Norwegian Cruise Ltd. firmierte – wurde 1997 die insolvente Majesty Cruise Line mit ihren beiden Schiffen übernommen. 1998 wurde der britische Kreuzfahrtanbieter Orient Lines übernommen, worauf der Umbau der beiden Schiffe Dreamward und Windward durch Einsetzen eines vorgefertigten Mittelteils folgte. Dieser Umbau erhöhte die Kapazität der Schiffe um 40 Prozent, so konnte NCL erstmals mehr als 500.000 Gäste verbuchen.

Im Jahr 1999 wurden erstmals NCL-Aktien an der New Yorker Börse gehandelt. Es wurden mehr als 200 Häfen angelaufen und damit das umfangreichste Kreuzfahrten-Programm in der NCL-Geschichte geboten. Im darauffolgenden Jahr wurde NCL von Star Cruises erworben und diese mit einer Flotte von 18 Schiffen zur drittgrößten Kreuzfahrtgesellschaft weltweit. NCL blieb jedoch als Marke erhalten. Im Mai wurde unter dem Werbenamen Freestyle Cruising ein neues Konzept mit freien Tischzeiten und freier Tischwahl in den Restaurants an Bord der Norwegian Sky eingeführt. Colin Veitch, der Initiator des Konzepts, wurde neuer Geschäftsführer. Die Angebotspalette umfasste 375 Kreuzfahrten in 50 Ländern.

2001 erweiterten die speziell auf das Freestyle-Cruising-Konzept ausgerichteten Neubauten Norwegian Sun und Norwegian Star die Flotte. Ein Jahr später wurde ein weiteres auf das Freestyle Cruising-Konzept ausgerichtetes Schiff in Dienst gestellt, die Norwegian Dawn. Außerdem wurden alle NCL-Schiffe sukzessiv zu Freestyle-Cruising-Schiffen umgebaut. Auf ausgewählten Kreuzfahrten wurde 2003 ein deutschsprachiger Gästeservice eingeführt.

Die Marke NCL America wurde 2004 eingeführt. Somit fährt erstmals seit mehr als 50 Jahren ein Schiff unter US-amerikanischer Flagge. Durch Umbau wurde aus der Norwegian Sky die Pride of Aloha. Die SuperStar Leo, ein Schiff der Star Cruises, wurde nach einem Umbau zum modernen Freestyle Cruising Resort und als Norwegian Spirit in die Flotte integriert. Die Online Booking Engine entstand ebenfalls 2004 und ermöglicht es Reisebüros und Reiseveranstaltern, Kreuzfahrten über das Internet zu buchen und zu verwalten.

2005 wurden die bei der Lloyd Werft Bremerhaven gebaute Pride of America sowie die bei der Meyer Werft GmbH gebaute Norwegian Jewel in Dienst gestellt, worauf 2006 die bei der Meyer-Werft gebauten Pride of Hawaii und Norwegian Pearl folgten. Am 1. Oktober 2007 wurde der Neubau Norwegian Gem von der Meyer Werft an die Reederei übergeben.

Im Jahr 2010 wurde die Norwegian Epic von STX France in Dienst gestellt. Es war das zum damaligen Zeitpunkt größte Schiff der Reederei.

Im Jahr 2011 wurden zwei weitere Kreuzfahrtschiffe auf der Meyer-Werft in Papenburg bestellt. Die Schiffe heißen Norwegian Breakaway und Norwegian Getaway und haben eine Vermessung von rund 144.000 BRZ. Die Ablieferung der Schiffe erfolgte im April 2013 bzw. im Januar 2014. Beide Schiffe können 4000 Passagiere befördern und waren damit nach der Norwegian Epic die größten Schiffe in der Flotte. Der Neubau Norwegian Getaway wurde drei Monate früher als geplant fertig und konnte ab Miami die Kreuzfahrten in die Karibik entsprechend früher aufnehmen. Im Oktober 2012 gab Norwegian Cruise Line zwei weitere Neubauten in Auftrag. Sie basieren auf der Norwegian Breakaway, sind aber durch ein weiteres Deck mit ca. 165.000 BRZ vermessen. Somit sind sie die größten Schiffe der Flotte und wurden als Norwegian Escape und Norwegian Joy im Oktober 2015, bzw. April 2017 abgeliefert. Im Juli 2014 bestellte NCL zwei weitere Schiffe der Breakaway-Plus-Klasse bei der Meyer Werft in Papenburg. Als erstes wurde 2018 die Norwegian Bliss abgeliefert, 2019 folgte die Norwegian Encore.

Neben weiteren Auszeichnungen erhielt NCL im Jahr 2013 das sechste Mal in Folge den Titel der „Europe's Leading Cruise Line“ der World Travel Awards und wurde im gleichen Jahr das zweite Mal als „World’s Leading Large Ship Cruise Line“ ausgezeichnet.

Bis 2016 sollten auf sechs weiteren Schiffen insgesamt 28 Scrubber (Abgasentschwefelung in der Seeschifffahrt) eingebaut werden. Im März 2013 hatte bereits die Pride of America Scrubber erhalten.

Im Februar 2017 bestellte NCL bei Fincantieri vier Schiffe, die Prima-Klasse, mit einer Vermessung von rund 140.000 BRZ und geplanter Ablieferung von 2022 bis 2025[veraltet] bestellt. Optionen über zwei weitere Schiffe mit Indienststellung bis 2027 wurden ebenfalls vereinbart. Beide Schiffe wurden im Juli 2018 fest bestellt. Das erste Schiff, die Norwegian Prima, wurde im Juli 2022 abgeliefert. Das zweite, die Norwegian Viva, folgte im August 2023. Mit der Norwegian Aqua wurde das erste Schiff der Prima-Plus-Klasse am 13. März 2025 an die NCL übergeben. Diese Klasse ist bei 156.300 BRZ Vermessung und 322 Meter Länge etwa 10 % größer als die Prima-Klasse.

Im April 2024 schloss NCL mit Fincantieri einen Vorvertrag über vier neue Schiffe einer neuen Klasse mit einer Vermessung von 200.000 BRZ und bestellte zugleich jeweils für Regent Seven Seas Cruises und für Oceania Cruises zwei neue Schiffe. Die vier Schiffe für die Hauptmarke wurden im Februar 2025 in eine feste Bestellung von Einheiten mit 226.000 BRZ und einer Kapazität von 5.100 Passagieren umgewandelt. Sie wären die größten jemals für die Reederei gebauten Schiffe und sollen im Zwei-Jahres-Abstand von 2030 bis 2036 in Dienst gestellt werden.

Anfang April 2025 gab NCL bekannt, die Norwegian Sky und die Norwegian Sun ab 2026 bzw. 2027 an die indische Reederei Cordelia Cruises verchartern zu wollen.

Im Rahmen ihrer Dekarbonisierungsstrategie schloss die Norwegian Cruise Line Holdings (NCLH) eine auf acht Jahre angelegte strategische Partnerschaft mit dem spanischen Energieunternehmen Repsol. Die Vereinbarung zielt darauf ab, die Kreuzfahrtmarken des Konzerns (Norwegian Cruise Line, Oceania Cruises, Regent Seven Seas Cruises) ab der europäischen Kreuzfahrtsaison 2026 mit erneuerbaren Schiffskraftstoffen im Hafen von Barcelona zu versorgen. Zunächst umfasst die Lieferung Bio-Kraftstoffe (Biodiesel), ab 2029 jedoch auch grünes Methanol. Das Methanol soll von Repsol aus der geplanten „Ecoplanta“-Anlage in Tarragona stammen, die es unter Nutzung kommunaler Abfälle produziert. NCLH sicherte sich als erstes Kreuzfahrtunternehmen Liefermengen aus dieser Quelle. Durch die langfristige Sicherung der alternativen Treibstoffe will NCLH die eigenen Umweltziele, darunter eine Senkung der Treibhausgas-Intensität um 25 Prozent bis 2030, sowie die zukünftigen EU-Umweltvorschriften (wie die „FuelEU Maritime“-Verordnung) erfüllen.

Im dritten Quartal 2025 kündigte CEO Harry Sommer an, die Anzahl der dedizierten Einzelkabinen auf den Schiffen aller Konzernmarken (Norwegian, Oceania und Regent) künftig zu minimieren. Diese Entscheidung markiert eine Kehrtwende, da NCL noch vor zwei Jahren mit der Einführung von fast 1.000 speziellen Solokabinen (in den Kategorien Solo Innen, Meerblick und Balkon) eine deutliche Expansion in diesem Marktsegment verfolgt hatte.

Flotte

Aktuelle Flotte von NCL

Jahr Name Vermessung
(BRZ)
Bauklasse Bauwerft Bemerkungen, frühere Namen
1999 Norwegian Sky 77.104 Sun-Klasse Lloyd Werft, Bremerhaven geplant als Costa Olympia für Costa Crociere
von 2004 bis 2007 als Pride of Aloha bei NCL America
soll ab 2026 an Cordelia Cruises verchartert werden
2001 Norwegian Sun 78.309 soll ab 2027 an Cordelia Cruises verchartert werden
2001 Norwegian Star 91.740 Dawn-Klasse Meyer Werft, Papenburg geplant als Superstar Libra für Star Cruises
2002 Norwegian Dawn 92.250 geplant als SuperStar Scorpio für Star Cruises
2004 (1998) Norwegian Spirit 75.338 Leo-Klasse 1998 ex SuperStar Leo, Star Cruises./2004 an NCL.
2005 Pride of America 80.439 Project America Ingalls Shipbuilding, Pascagoula
Lloyd Werft, Bremerhaven

In Dienst bei NCL America
Heimathafen Honolulu, USA

2005 Norwegian Jewel 93.502 Jewel-Klasse Meyer Werft, Papenburg
2006 Norwegian Pearl 93.530
2007 Norwegian Gem 93.530
2008 (2006) Norwegian Jade 93.558 2006 als Pride of Hawaii für NCL America in Dienst gestellt
2010 Norwegian Epic 155.873 F3-Klasse STX Europe Werft, St. Nazaire Typschiff der Klasse, keine weiteren Schiffe gebaut
2013 Norwegian Breakaway 145.655 Breakaway-Klasse Meyer Werft, Papenburg
2014 Norwegian Getaway 145.655
2015 Norwegian Escape 164.998 Breakaway-Plus-Klasse
2017 Norwegian Joy 167.725
2018 Norwegian Bliss 168.028
2019 Norwegian Encore 169.116
2022 Norwegian Prima 143.535 Prima-Klasse Fincantieri, Marghera
2023 Norwegian Viva
2025 Norwegian Aqua 156.300 Prima-Plus-Klasse

Ehemalige Flotte von NCL

Baujahr Name Dienstzeit
bei NCL
Vermessung Bauwerft Status/Schicksal
1966 Sunward (I) 1966–1973 8.666 BRT Bergens Mek. Verk. AS, Bergen 2004 in Chittagong verschrottet.
1968 Starward 1968–1995 16.245 BRT AG Weser, Bremen 1995 an Festival Crociere verkauft, Bolero; 2018 in Alang verschrottet.
1969 Skyward 1969–1991 16.245 BRT 2021 als Leisure World in Alang verschrottet.
1971 Southward 1971–1995 16.607 BRT Cant. Navali dell Tirreno, Riva Trigoso 1995 an Airtours Cruises verkauft, Seawing; 2013 in Aliağa verschrottet.
1972 Seaward 17.042 BRT Nie für NCL in Fahrt gekommen; 2016 als Ocean Dream vor Laem Chabang gekentert.
1971 Sunward II 1977–1991 14.151 BRT Rotterdamsche D.D., Rotterdam 1971 Cunard Adventurer für Cunard, 1977 an NCL, 1991 an Epirotiki Lines verkauft, Triton; 2014 als Cora in Alang verschrottet.
1961 Norway 1979–2003 76.049 BRT Chantiers de l’Atlantique, Saint-Nazaire 1961 als France in Dienst gestellt, CGT, 1979 an NCL, 2003 nach Kesselexplosion außer Dienst. 2008 als Blue Lady in Alang verschrottet.
1988 Seaward
Norwegian Sea
1988–1997
1997–2005
42.276 BRZ Wärtsilä AB, Turku 2005 als SuperStar Libra an Star Cruises übertragen. 2022 in Aliağa verschrottet.
1972 Westward 1991–1994 28.492 BRZ 1972 als Royal Viking Star für RVL in Dienst gestellt, 1991 an NCL, 1996 verkauft. 2022 in Alang verschrottet.
1973 Sunward (II) 1991–1996 28.492 BRZ 1973 als Royal Viking Sky für RVL in Dienst gestellt, 1991 an NCL, 1996 verkauft. 2021 in Aliağa verschrottet.
1992 Dreamward
Norwegian Dream
1998–2008 50.764 BRZ Chantiers de l’Atlantique, Saint-Nazaire 1992 als Dreamward in Dienst gestellt, 1998 an NCL, dabei von 39.217 auf 50.764 BRZ vergrößert, 2012 am Star Cruises neuer Name: Superstar Gemini. 2022 in Alang verschrottet.
1980 Leeward 1994–2000 25.611 BRZ Finnyards AB, Rauma 1980 als Viking Saga in Dienst gestellt, 1990 ausgebrannt, 1992 Sally Albatross. 2025 in Alang verschrottet.
1988 Norwegian Crown 1996–2007 34.242 BRZ Jos. L. Meyer GmbH, Papenburg 1988 als Crown Odyssey für RCL in Dienst gestellt, 1996 an NCL./2006 verkauft, Back-Leasing bis Okt. 2007/2007 als Balmoral an Fred. Olsen Cruise Lines.
1973 Norwegian Star 1997–1998 28.518 BRZ Wärtsilä AB, Turku 1973 als Royal Viking Sea bei Royal Viking Line in Dienst gestellt, 1991 Royal Odyssey, ab danach bei Norwegian Capricorn Line, von 2001 bis 2002 Norwegian Star 1 bei Star Cruises, ab 2004 Albatros bei Phoenix Reisen. 2021 in Alang verschrottet.
1993 Norwegian Dynasty 1997–1999 19.089 BRZ Union Naval de Levante, Valencia 1993 als Crown Majesty in Diest gestellt für MCL, 1997 an NCL, von 2001 bis 2024 Braemar bei Fred. Olsen Cruise Lines., heute Privatresidenz-Schiff von Villa Vie Residences
1992 Windward
Norwegian Wind
1992–1998
1998–2007
50.760 BRZ Chantiers de l’Atlantique, Saint-Nazaire Ab 2007 SuperStar Aquarius bei Star Cruises. 2022 in Alang verschrottet
1992 Norwegian Majesty 1997–2009 32.396 BRZ Kvaerner-Masa-Yards AB, Turku 1992 als Royal Majesty in Dienst gestellt für MCL, 1997 an NCL, zwischenzeitlich für Louis Cruise Lines bzw. Celestyal Cruises und Thomson Cruises, seit 2018 als Crown Iris für Mano Maritime
1952 United States 2003–2011 53.329 BRZ Newport News SB & DD Co., Newport News 1952: USL./2034 an NCL. Am 1. Februar 2011 verkauft an die „SS United States Conservancy“/Status gegenwärtig noch immer unklar.

Privatinseln

Seit 1977 besitzt NCL die Insel Great Stirrup Cay, die zu den Bahamas gehört. Es war damals die erste Kreuzfahrtreederei, die eine Privatinsel in der Karibik betrieb. Dort soll ein Wasserpark errichtet werden. Great Stirrup Cay liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zu Coco Cay, der Privatinsel von Royal Caribbean International.

2020 kaufte das Unternehmen die Insel Harvest Caye vor Belize und machte sie zur Privatinsel. Norwegian Cruise Line betreibt auf der Insel ein Resort für seine Kreuzfahrturlauber.

Kritik

Für weltweit negative Schlagzeilen sorgte eine Kreuzfahrt der Norwegian Spirit im Oktober 2019, als nach mehreren unplanmäßigen Tagen auf hoher See bei teilweisen Windstärken bis Beaufort 11 die Passagiere im Atrium des Schiffes rebellierten. Mehrere Häfen, darunter alle in Island, konnten nicht angefahren werden, Ersatzhäfen waren teilweise geschlossen oder von anderen Schiffen belegt und ein Landgang somit unmöglich. Die Toilettensysteme funktionierten teilweise nicht, Ersatz-Programme an Bord wie ein Wäschereibesuch wurden für 69 Euro p.P. berechnet. Die Reederei bot nach den Tumulten an Bord statt einer Rückerstattung einen Rabatt in Höhe von 25 % auf die nächste Kreuzfahrt an.

Die Flotte der Norwegian Cruise Line wird im Umwelt- und Gesundheitsbericht „2020 Cruise Ship Report Card“ des globalen Umweltschutzbundes Friends of the Earth unter den 18 größten Kreuzfahrtunternehmen der Welt insgesamt als schlecht bewertet. Zu den untersuchten Faktoren zählen die Abwasseraufbereitung, die Reduktion der Luftverschmutzung und die Sicherung der Wasserqualität.

Siehe auch

  • Liste von Reedereien von Kreuzfahrtschiffen

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