Parlamentswahl in den Niederlanden 2025

← 2023Wahl zur Zweiten Kammer 2025nächste →
(in %)
 %
20
10
0
16,9
16,7
14,2
12,8
11,8
5,9
4,5
2,6
2,4
2,3
2,1
8,5
D66
GL-PvdA
CDA
JA21
BBB
DENK
Sonst.l
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2023
 %p
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  −2
  −4
  −6
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−10
−12
−14
+10,6
−6,8
−1,0
−2,9
+8,5
+5,2
+2,3
−2,1
± 0,0
+0,2
−0,2
−13,0
D66
GL-PvdA
CDA
JA21
BBB
DENK
Sonst.
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
l darunter CU 1,9 % (–0,1 %p); SP 1,9 % (–1,3 %p); 50PLUS 1,4 % (+0,9 %p); Volt 1,1 % (–0,6 %p); BIJ1 0,4 % (±0,0 %p); NSC 0,4 % (–12,5 %p)
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Neues Ergebnis nicht 100%

Die Parlamentswahl in den Niederlanden 2025 war eine vorgezogene Neuwahl der Zweiten Kammer der Generalstaaten, die am 29. Oktober 2025 stattfand. Planmäßig sollte die Wahl im März 2028 stattfinden, wurde jedoch wegen des Rücktritts des Kabinetts Schoof am 3. Juni 2025 infolge einer Koalitionskrise in der Asylfrage vorgezogen. Gewählt wurden die 150 Abgeordneten der Zweiten Kammer.

               
Insgesamt 150 Sitze
  • SP: 3
  • PvdD: 3
  • GL-PvdA: 20
  • DENK: 3
  • Volt: 1
  • D66: 26
  • 50PLUS: 2
  • CU: 3
  • CDA: 18
  • VVD: 22
  • BBB: 4
  • SGP: 3
  • JA21: 9
  • PVV: 26
  • FvD: 7
(Sitze, Vergleich zur Wahl 2023)
D66
 
26 (+17)
 
 
PVV
 
26 (–11)
 
 
VVD
 
22 (–02)
 
 
GL-PvdA
 
20 (–05)
 
 
CDA
 
18 (+13)
 
 
JA21
 
9 (+08)
 
 
FvD
 
7 (+04)
 
 
BBB
 
4 (–03)
 
 
Denk
 
3 00)
 
 
SGP
 
3 00)
 
 
PvdD
 
3 00)
 
 
CU
 
3 00)
 
 
SP
 
3 (–02)
 
 
50PLUS
 
2 (+02)
 
 
Volt
 
1 (–01)
 
 
NSC
 
0 (–20)
 
 

Die von Geert Wilders geführte Partij voor de Vrijheid erreichte nur noch 16,7 % der Stimmen und lag damit knapp hinter der sozialliberalen Partei Democraten 66, die nach starken Verlusten 2023 nun wieder über zehn Prozentpunkte dazugewann und mit 16,9 % erstmals in ihrer Geschichte größte Partei wurde. Beide Parteien gewannen jeweils 26 Mandate. Die Volkspartij voor Vrijheid en Democratie verlor nur leicht an Stimmen und wurde erneut drittstärkste Kraft in der Zweiten Kammer. Das von Frans Timmermans geführte Wahlbündnis GroenLinks-PvdA verlor rund drei Prozentpunkte. Der CDA – 2023 noch großer Verlierer – konnte seinen Stimmenanteil mehr als verdreifachen und wurde fünftstärkste Partei. Die Partei JA21 konnte ihren Stimmenanteil grob verachtfachen. Dagegen stürzte der NSC – bei der vorherigen Wahl mit rund 13 Prozent der Stimmen noch viertstärkste Partei – auf nur noch 0,4 Prozent ab und schaffte nicht den Wiedereinzug. Keine Partei überschritt die 20-%-Marke.

Hintergrund

Nach der letzten Parlamentswahl im Jahr 2023, bei der Geert Wilders’ Partij voor de Vrijheid (PVV) stärkste Partei geworden war, bildete sich nach längeren Verhandlungen aus den Parteien PVV, VVD, NSC und BBB das Kabinett Schoof. Wilders verzichtete zugunsten des parteilosen Dick Schoof auf den Posten des Premierministers, da sich hierfür keine parlamentarische Mehrheit fand, und wurde nicht Mitglied der Regierung.

Die Koalition zerbrach nach einer schweren internen Krise, die durch radikale Vorschläge der PVV zur Einwanderung ausgelöst worden war. Wilders hatte insbesondere gefordert:

  • die Aussetzung der Familienzusammenführung für Flüchtlinge im Land,
  • den Einsatz des Militärs zur Überwachung der Landesgrenzen,
  • die Einführung von Maßnahmen, die gegen europäisches und internationales Recht verstoßen.

Diese Forderungen wurden vom NSC und der BBB, die in diesen Fragen eine moderatere Haltung einnahmen, als inakzeptabel betrachtet.

Am Morgen des 3. Juni 2025 kündigte Wilders den Austritt seiner Partei aus der regierenden Vierparteienkoalition an. Als Begründung nannte er anhaltende Differenzen in der Asylpolitik. Er kritisierte, dass seine Forderungen nach einer restriktiveren Asylpolitik nicht umgesetzt worden seien.

“Geen handtekening voor onze asielplannen. Geen aanpassing Hoofdlijnenakkoord. PVV verlaat de coalitie.”

„Keine Unterschrift unter unsere Asylpläne. Keine Anpassung der Koalitionsvereinbarung. Die PVV verlässt die Koalition.“

Geert Wilders: X, 3. Juni 2025

Mit dem Austritt der PVV verlor die Koalition ihre Mehrheit. Wenige Stunden später reichte Schoof seinen Rücktritt bei König Willem-Alexander ein. Da die VVD, das Bündnis GL/PvdA, SP, DENK und die PvdD es ablehnten, eine neue Koalition zu bilden, wurde dies dem König mitgeteilt. Dadurch wurden Neuwahlen unausweichlich.

Folgetag

Am 4. Juni 2025 debattierte die Zweite Kammer über den Rücktritt der Regierung und verabschiedete eine Resolution, in der die Regierung gebeten wurde, die Zweite Kammer möglichst schnell aufzulösen und eine Neuwahl anzusetzen.

Nach dem Sturz der Regierung und der Amtsübernahme durch das Interimskabinett wurde kurzfristig ein Ministerrat einberufen. In dieser Situation durften der Premierminister und die übrigen Minister nur Entscheidungen treffen, die als „dringend“ oder „nicht aufschiebbar“ galten. Eine dieser Entscheidungen betraf die Prüfung des Vorschlags des Wahlrats, die Parlamentswahlen auf den 29. Oktober 2025 festzulegen. In der Regel folgt der Ministerrat der Empfehlung des Wahlrats – eine etablierte, wenn auch nicht schriftlich fixierte Praxis. Auch in diesem Fall war es nicht anders: Das Interimskabinett übernahm den Vorschlag des Wahlrats.

Am 12. Juni 2025 wurde bekannt, dass die grüne Partei GroenLinks und die sozialdemokratische Partij van de Arbeid (PvdA) im Vorfeld der Wahl eine Fusion beschlossen haben. Die Mitglieder beider Parteien stimmten dem Vorschlag mit großer Mehrheit zu (GroenLinks: 89 %, PvdA: 88 %). Die formelle Vereinigung wird aus verfahrensrechtlichen Gründen jedoch erst nach der Wahl erfolgen. Bereits zuvor traten beide Parteien als rot-grünes Bündnis gemeinsam auf und planten auch zur Wahl 2025 erneut eine gemeinsame Liste, wieder unter Spitzenkandidat Frans Timmermans.

Weitere Ereignisse

Rücktritt des Außenministers und Austritt des NSC

Am 22. August 2025 trat Außenminister Caspar Veldkamp, Nieuw Sociaal Contract (NSC), zurück, nachdem eine Kabinettssitzung die von ihm vorgeschlagenen weitergehenden Sanktionen gegen Israel nicht hatte mittragen wollen. Veldkamp erklärte, er sei nicht in der Lage, „bedeutsame zusätzliche Maßnahmen“ zu ergreifen oder innerhalb der kommenden Monate etwas daran zu ändern. Unmittelbar darauf verließen sämtliche Minister und Staatssekretäre seiner Partei NSC die geschäftsführende Regierung.

Organisation

Wahlrecht

Bei der Wahl hatte jeder Wähler eine Stimme. Die 150 Sitze in der Zweiten Kammer wurden gemäß den landesweiten Stimmenzahlen nach dem D’Hondt-Verfahren proportional auf die Parteien verteilt. An der Sitzverteilung nahmen alle Parteien teil, die mindestens 1/150 der Stimmen (ca. 0,67 %) erhielten.

Teilnehmende Parteien

27 Parteien nahmen an der Wahl teil, davon 18 in allen 20 Wahlkreisen:

Liste Partei Kürzel * Listenführer Politische Ausrichtung Ergebnis 2023 Wahlkreise
Stimmen Sitze
1 Partij voor de Vrijheid PVV Geert Wilders Nationalismus; Rechtspopulismus 23,5 % 37 20
2 GroenLinks/PvdA GL/PvdA Frans Timmermans Sozialdemokratie; Grüne Politik 15,8 % 25 20
3 Volkspartij voor Vrijheid en Democratie VVD Dilan Yeşilgöz Konservativer Liberalismus 15,2 % 24 20
4 Nieuw Sociaal Contract NSC Eddy van Hijum Christdemokratie 12,9 % 20 20
5 Democraten 66 D66 Rob Jetten Sozialliberalismus 6,3 % 9 20
6 BoerBurgerBeweging BBB Caroline van der Plas Agrarismus; Rechtspopulismus 4,7 % 7 20
7 Christen-Democratisch Appèl CDA Henri Bontenbal Christdemokratie 3,3 % 5 20
8 Socialistische Partij SP Jimmy Dijk Demokratischer Sozialismus; Linkspopulismus 3,2 % 5 20
9 DENK DENK Stephan van Baarle Interessen von Minderheiten 2,4 % 3 20
10 Partij voor de Dieren PvdD Esther Ouwehand Tierrechte; Umweltschutz 2,3 % 3 20
11 Forum voor Democratie FvD Lidewij de Vos Nationalkonservatismus; Rechtspopulismus 2,2 % 3 20
12 Staatkundig Gereformeerde Partij SGP Chris Stoffer Christliche Rechte 2,1 % 3 20
13 ChristenUnie CU Mirjam Bikker Christdemokratie 2,0 % 3 20
14 Volt Nederland Volt Laurens Dassen Sozialliberalismus; Europäischer Föderalismus 1,7 % 3 20
15 JA21 JA21 Joost Eerdmans Konservativer Liberalismus; Rechtspopulismus 0,7 % 1 20
16 Vrede voor Dieren VvD Pascale Plusquin Tierrechte; Pazifismus 20
17 Belang van Nederland BVNL Wybren van Haga Klassischer Liberalismus; Rechtspopulismus 0,5 % 0 20
18 BIJ1 BIJ1 Tofik Dibi Sozialismus; Antirassismus 0,4 % 0 20
19 Libertaire Partij LP Tom van Lamoen Libertarismus 0,04 % 0 19 (alle außer BES)
20 50PLUS 50+ Jan Struijs Interessen der Senioren 0,5 % 0 19 (alle außer BES)
21 Piratenpartij PPNL Matthijs Pontier Piratenpolitik 0,1 % 0 18
22 Fryske Nasjonale Partij FNP Aant Jelle Soepboer Regionalismus; friesische Interessen 16
23 Vrij Verbond VV Bart Burggraaf Klassischer Liberalismus 13
24 De Linie DL Gerard van Hooft Rechtspopulismus 10
25 Nederland met een Plan NLPLAN Kok Chan Basisdemokratie/Partizipativ 0,05 % 0 9
26 ELLECT ELLECT Joana Amoah 5
27 Partij voor de Rechtsstaat PVdR Danielle Tulp 2
* 
Namensgebung der Parteien gemäß der Eintragung im Register

Umfragen

Umfragen in den Niederlanden werden von den Meinungsforschungsinstituten in der Anzahl der Sitze für die Partei, die ihr nach dem prozentualen Ergebnis zustünden, angegeben, oft zusätzlich mit prozentualen Werten.

Sitze

Institut Datum PVV GL-PvdA VVD NSC D66 BBB CDA SP Denk PvdD FvD SGP CU Volt JA21 50PLUS Sonstige
Wahl 2025 29. Okt. 2025 26 20 22 0 26 4 18 3 3 3 7 3 3 1 9 2 0
Ipsos I&O 28. Okt. 2025 23 23 17 1 23 5 19 4 3 4 6 3 3 2 11 3 0
Verian 28. Okt. 2025 29 25 16 0 24 3 19 5 3 2 6 3 3 2 8 2 0
Ipsos I&O 25. Okt. 2025 26 23 16 0 22 4 20 4 3 4 5 3 3 3 12 2 0
Peil.nl 24. Okt. 2025 29 24 20 0 17 4 22 4 4 3 6 3 2 2 9 1 0
Verian 21. Okt. 2025 34 25 15 0 16 2 23 4 3 3 4 3 2 3 12 1 0
Peil.nl 17. Okt. 2025 28 24 16 0 17 4 24 4 4 3 6 3 3 2 11 1 0
Ipsos I&O 15. Okt. 2025 29 22 14 0 18 4 25 4 3 4 4 3 3 3 12 2 0
Verian 14. Okt. 2025 31 25 14 0 14 4 23 4 2 3 5 3 3 4 13 2 0
Peil.nl 10. Okt. 2025 31 25 15 0 14 4 22 4 4 3 5 3 3 3 13 1 0
Ipsos I&O 6. Okt. 2025 31 22 13 0 14 4 24 4 4 5 4 4 2 4 13 2 0
Peil.nl 3. Okt. 2025 30 27 13 0 12 4 23 6 4 3 5 3 3 3 13 1 0
Verian 30. Sep. 2025 34 23 14 0 11 3 23 7 3 4 4 4 4 4 11 1 0
Ipsos I&O 29. Sep. 2025 31 23 14 0 15 5 25 4 4 4 4 3 2 4 11 1 0
Peil.nl 26. Sep. 2025 29 27 15 0 11 4 23 6 4 3 5 3 3 3 13 1 0
Peil.nl 19. Sep. 2025 29 26 16 0 12 4 22 7 4 3 5 3 3 3 12 1 0
Ipsos I&O 15. Sep. 2025 32 23 14 0 13 4 24 6 4 4 4 3 3 3 12 1 0
Peil.nl 6. Sep. 2025 28 28 15 0 10 6 24 7 4 3 5 3 3 3 11 0 0
Ipsos I&O 1. Sep. 2025 31 23 15 1 11 6 25 6 4 6 3 3 3 4 9 0 0
Verian 26. Aug. 2025 33 26 15 0 10 4 22 7 4 4 4 3 5 4 9 0 0
Ankündigung 22. Aug. 2025 Außenminister Veldkamp sowie alle Minister und Staatssekretäre des NSC treten aus der Regierung aus.
Peil.nl 9. Aug. 2025 28 28 16 0 11 6 24 8 4 4 4 4 3 3 7 0 0
Ipsos I&O 30. Juli 2025 27 24 20 1 12 4 24 6 4 6 3 4 4 4 7 0 0
Verian 29. Juli 2025 30 29 23 1 10 2 23 7 2 4 4 3 3 2 7 0 0
Peil.nl 26. Juli 2025 29 27 19 0 10 5 21 8 4 5 4 4 3 3 8 0 0
Peil.nl 5. Juli 2025 29 28 20 0 9 4 21 7 4 4 4 4 3 3 10 0 0
Peil.nl 21. Juni 2025 30 29 22 0 8 3 21 7 4 4 4 4 3 3 8 0 0
Ipsos I&O 16. Juni 2025 30 29 24 2 11 4 21 5 3 6 3 3 3 3 3 0 0
Ankündigung 14. Juni 2025 Nicolien van Vroonhoven verkündet, dass sie nicht als Spitzenkandidatin des NSC antritt.
Verian 10. Juni 2025 33 25 26 1 10 3 20 6 4 5 3 3 5 4 2 0 0
Peil.nl 7. Juni 2025 31 30 24 1 8 2 19 7 4 4 4 4 3 4 5 0 0
Ipsos I&O 6. Juni 2025 30 26 23 2 12 4 18 5 3 8 5 4 3 3 4 0 0
Ankündigung 3. Juni 2025 PVV verlässt die Regierung, das Kabinett Schoof bleibt geschäftsführend im Amt.
Peil.nl 31. Mai 2025 31 30 25 1 8 2 18 7 4 4 5 4 3 4 4 0 0
Verian 27. Mai 2025 28 28 30 2 10 2 18 8 4 5 3 3 3 3 3 0 0
Ipsos I&O 12. Mai 2025 29 28 26 1 12 4 17 6 4 6 4 3 3 3 4 0 0
Verian 29. Apr. 2025 29 27 28 1 12 3 18 6 4 5 4 3 5 3 2 0 0
Wahl 2023 22. Nov. 2023 37 25 24 20 9 7 5 5 3 3 3 3 3 2 1 0 0

Verlauf

Weitere Umfragen

RTL Nieuws TV-Duell am 13. Oktober 2025
Institut Datum Ausgangsfrage Befragte Antwortmöglichkeit * Jetten Bontenbal Yeşilgöz Timmermans Keiner von allen gut Alle gleich gut Weiß ich nicht
Ipsos I&O 15. Oktober 2025 Unabhängig von Ihrer Stimme, wer hat Ihrer Meinung nach in dieser Debatte am besten abgeschnitten? 496 Debatte selbst gesehen 39 % 37 % 16 % 14 % 12 % 7 % 8 %
988 Nur über die Debatte gehört oder gelesen 17 % 13 % 5 % 8 % 12 % 5 % 52 %
* 
Wilders nahm am TV-Duell nicht teil
Institut Datum Befragte Ausgangsfrage Antwortmöglichkeit Gesamt Prozent PVV-Wähler GL-PvdA-Wähler VVD-Wähler NSC-Wähler BBB-Wähler
EenVandaag 3. Juni 2025 16.117 Ist es gut oder schlecht, dass Wilders aus der Koalition austritt? „gute Sache“ 60 % 65 % 72 % 41 % 56 % 31 %
„schlechte Sache“ 31 % 29 % 22 % 54 % 37 % 63 %
„weiß nicht / keine Meinung“ 9 % 6 % 6 % 5 % 7 % 6 %

Ergebnis

Gesamtergebnis

Das Ergebnis mit Stimmen aus dem Ausland:

ListenStimmen%+/-Mandate+/-
Democraten 66 (D66)1.790.63416,9 10,626 17
Partij voor de Vrijheid (PVV)1.760.96616,7 6,826 11
Volkspartij voor Vrijheid en Democratie (VVD)1.505.82914,2 1,022 2
GroenLinks-PvdA (GL–PvdA)
GroenLinks (GL)
Partij van de Arbeid (PvdA)
1.352.16312,8 2,920
10
10
 5
  3
  2
Christen-Democratisch Appèl (CDA)1.246.87411,8 8,518 13
JA21628.5175,9 5,29 8
Forum voor Democratie (FVD)480.3934,5 2,37 4
BoerBurgerBeweging (BBB)279.9162,6 2,14 3
DENK250.3682,4 3 
Staatkundig Gereformeerde Partij (SGP)238.0932,3 0,23 
Partij voor de Dieren (PvdD)219.3712,1 0,23 
ChristenUnie (CU)201.3611,9 0,13 
Socialistische Partij (SP)199.5851,9 1,23 2
50PLUS151.0531,4 0,92 2
Volt Nederland (VOLT)116.4681,1 0,61 1
BIJ140.3600,4 
Nieuw Sociaal Contract (NSC)39.4080,4 12,5 20
Belang van Nederland (BVNL)18.4770,2 0,3
Vrede voor Dieren (VREVDIER)16.8190,2neu
Piratenpartij (PIRATEN)10.5750,1 
Fryske Nasjonale Partij (FNP)9.3310,1neu
Libertaire Partij (LP)8.2480,1 0,1
De Linie (DL)3.4780,0neu
Nederland met een Plan (NL PLAN)2.2990,0 
Vrij Verbond (VV)1.0480,0neu
ELLECT2050,0neu
Partij voor de Rechtsstaat (PVDR)1510,0neu
Gesamt10.571.990100150 
Gültige Stimmzettel10.571.990
Leere Stimmzettel40.1280,4  0,2
Ungültige Stimmzettel28.2060,3  0,1
Wähler10.640.32478,3  0,7
Wahlberechtigte13.589.128
Quelle: Kiesraad

Ergebnis nach Provinzen

Provinz Listen (%)
D66 PVV VVD GL-PvdA CDA JA21 FvD BBB Denk SGP PvdD CU SP 50+ Volt Sonst.
Drenthe 14,0 18,9 14,6 11,9 12,9 5,5 6,2 5,1 0,5 01,0 1,4 02,4 2,3 1,7 0,7 1,1
Flevoland 13,9 19,1 13,7 10,7 09,4 5,8 6,0 3,0 3,6 04,5 1,8 02,6 1,9 1,5 0,8 1,8
Friesland 13,2 17,3 12,0 12,3 15,4 5,6 6,9 4,9 0,4 01,3 1,5 02,5 2,1 1,3 0,7 2,7
Gelderland 16,2 15,9 13,9 12,4 12,8 5,8 4,5 3,2 1,4 04,4 1,9 02,6 1,7 1,3 1,0 1,1
Groningen 16,8 16,4 11,2 16,6 11,1 3,8 5,0 3,6 0,7 01,1 2,5 03,1 4,4 1,2 1,2 1,3
Limburg 14,0 25,6 14,0 10,5 13,3 6,1 4,8 2,6 1,3 00,1 1,5 00,4 2,0 1,9 0,8 1,2
Noord-Brabant 17,8 19,1 16,7 10,1 13,0 6,7 4,0 2,4 1,8 00,5 1,5 00,6 1,9 1,8 1,0 1,1
Noord-Holland 20,4 13,2 15,3 16,7 08,1 5,3 4,2 2,2 3,4 00,4 3,1 01,0 2,0 1,3 1,4 1,9
Overijssel 13,9 16,6 13,0 09,9 15,7 6,3 5,3 4,9 1,3 03,3 1,3 03,3 1,7 1,3 0,9 1,3
Utrecht 20,4 11,9 13,7 15,8 11,3 5,1 3,4 1,6 3,2 02,9 2,7 02,7 1,5 1,1 1,6 1,3
Zeeland 12,0 17,6 13,6 09,1 13,3 6,1 5,2 3,1 0,8 10,1 1,3 02,7 1,7 1,6 0,6 1,0
Zuid-Holland 16,7 16,4 13,7 12,7 10,8 6,6 4,3 1,5 3,9 03,1 2,3 02,2 1,7 1,4 1,2 1,4
Karibische Niederlande 23,8 11,3 10,2 13,4 07,0 3,0 4,5 1,3 0,3 00,5 1,8 13,9 2,0 0,0 2,3 4,8

Nach der Wahl

Nach jeder Wahl in den Niederlanden wird traditionell ein Sondierer ernannt, der die Möglichkeiten für Koalitionen auslotet. Für diese Aufgabe wurde am 4. November 2025 frühere D66-Politiker und derzeitige NS-Bahnchef Wouter Koolmees bestimmt. In seinem am 11. November 2025 vorgelegten Abschlussbericht stellte er fest, dass die meisten Gesprächspartner als Kern einer künftigen Regierungskoalition die Parteien D66, VVD und CDA sahen, dass jedoch für eine Mehrheit mindestens ein weiterer Partner erforderlich sei. Die plausibelste Lösung sei eine Einbeziehung von GroenLinks-PvdA. Er wies allerdings auf die bestehenden Vorbehalte seitens der VVD dagegen hin und schlug vor, dass die Mitteparteien D66 und CDA in Absprache mit dem künftigen Informateur zeitnah eine kurzgefasste „Agenda“ zu zentralen Sachthemen vorlegen sollten, die möglichst für mehrere potentielle Koalitionspartner anschlussfähig sein sollte. Die konstituierende Sitzung der neuen Zweiten Kammer fand am 12. November 2025 statt. Sie beauftragte die Alt-Politiker Sybrand van Haersma Buma (CDA) und Hans Wijers (D66) mit weiteren Sondierungen für die Bildung einer Regierungskoalition. Nur zwei Tage später trat Wijers als Informateur zurück, nachdem kritische Äußerungen von ihm zur VVD und ihrer Spitzenkandidatin Dilan Yesilgöz publik gemacht worden waren. Buma führte in der Folgezeit die Sondierungen allein weiter und legte am 8. Dezember seinen Abschlussbericht vor. Da es nach wie vor die bereits bekannten Vorbehalte gegen die Bildung einer mehrheitsfähigen Viererkoalition gab, schlug er vor, dass die Fraktionen von D66, VVD und CDA einen Vertrag vorbereiten sollten, auf dessen Basis die Bildung eines „stabilen Kabinetts“ möglich sein könnte. Diese Verhandlungen sollten vom nächsten Informateur begleitet werden. In dieses Amt wurde am 10. Dezember 2025 Rianne Letschert (D66) gewählt, die seit 2021 als Präsidentin der Universität Maastricht fungierte. Am 9. Januar 2026 gaben die Verhandlungsführer von D66, VVD und CDA bekannt, dass sie die Bildung einer Minderheitsregierung anstrebten, da nach wie vor die von der VVD favorisierte Beteiligung von JA21 durch die D66 abgelehnt wurde wie andererseits die VVD keine Koalition mit GroenLinks-PvdA eingehen wollte. Nachdem die drei Parteien am 30. Januar ihren Koalitionsvertrag mit dem Titel „Aan de slag. Bouwen aan een beter Nederland“ präsentiert hatten und Rianne Letschert diesen offiziell dem Parlament vorgelegt hatte, beauftragte die Zweite Kammer am 3. Februar Rob Jetten als Formateur mit der Regierungsbildung. Am 23. Februar 2026 wurde das Kabinett Jetten vereidigt und hat die Regierungsgeschäfte übernommen.

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