Präsidentschaftswahl in Polen 2015

Die sechste Präsidentschaftswahl in Polen seit dem Beginn der Dritten Republik fand in ihrem ersten Wahlgang am 10. Mai 2015 statt. Zur Wahl stellten sich neben dem amtierenden Präsidenten Bronisław Komorowski (unterstützt von der liberal-konservativen Platforma Obywatelska) unter anderem der EU-Parlamentarier Andrzej Duda für die nationalkonservative Partei Recht und Gerechtigkeit und Paweł Kukiz als rechtspopulistischer, systemkritischer Einzelbewerber.

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Präsidentschaftswahl in Polen 2015
1. Wahlgang: 10. Mai 2015
2. Wahlgang (Stichwahl): 24. Mai 2015

Prawo i Sprawiedliwość
Andrzej Duda
Stimmen 8.630.627
  
51,5 %
Platforma Obywatelska
Bronisław Komorowski
Stimmen 8.112.311
  
48,5 %

Präsident der Republik Polen
Vor der Wahl
Bronisław Komorowski
PO
Nach der Wahl
Andrzej Duda
PiS

Entgegen allen Umfragen erreichte Duda bei der ersten Runde mit 34,76 Prozent der Stimmen den ersten Platz vor Komorowski mit 33,77 Prozent; den dritten Platz erhielt mit unerwarteten 20,8 Prozent Kukiz. In der Stichwahl zwischen den beiden Erstplatzierten am 24. Mai 2015 setzte sich Duda mit 51,55 Prozent der Stimmen gegen Komorowski mit 48,45 Prozent durch und war damit gewählter Präsident der Republik. Dies war der bis dahin knappste Ausgang bei einer Präsidentenwahl in der Geschichte Polens. Duda wurde am 6. August 2015 ins Amt eingeführt.

Wahlverfahren

Art. 128 der polnischen Verfassung sieht vor, dass der Wahltermin vom Sejmmarschall festgelegt wird und 75 bis 100 Tage vor dem Ende der fünfjährigen Amtszeit des bisherigen Amtsinhabers an einem arbeitsfreien Tag liegen muss. Gewählt ist derjenige Kandidat, der in der unmittelbaren Wahl die absolute Mehrheit der Stimmen auf sich vereint. Gelingt das keinem der Kandidaten im ersten Wahlgang, findet zwei Wochen nach dem ersten Wahlgang, in diesem Fall also am 24. Mai 2015, eine Stichwahl zwischen den beiden stimmenstärksten Kandidaten des ersten Wahlgangs statt.

Passiv wahlberechtigt waren alle polnischen Staatsbürger, die das 35. Lebensjahr vollendet haben. Etwa 30 Millionen aktiv Wahlberechtigte waren aufgerufen, am 10. und 24. Mai zwischen 7 und 21 Uhr ihre Stimme abzugeben.

Ausgangslage und Kandidatensuche

Nach dem Wechsel des Ministerpräsidenten Donald Tusk im September 2014 nach Brüssel, dessen sieben Jahre lang reibungsarm funktionierende Regierung für in der dritten Republik bisher unbekannte politische Stabilität gesorgt hatte, sieht sich seine Nachfolgerin Ewa Kopacz mit wachsender Unzufriedenheit konfrontiert. Ende 2014 verlor ihre Partei, die liberal-konservative Bürgerplattform, erstmals seit 2005 eine landesweite Wahl gegen ihre konservative Konkurrentin, die Partei Recht und Gerechtigkeit von Jarosław Kaczyński (26,7 zu 26,4 Prozent). Die Ankündigung der Regierung im Januar 2015, die traditionsreiche, aber krisengeschüttelte polnische Kohleindustrie zu sanieren und dabei vier von 14 Zechen der staatlichen Kompania Węglowa zu schließen, führte zu Massenprotesten; Tusk hatte vor der Europawahl in Polen 2014 noch verkündet, dass es zu keinen Zechenschließungen kommen werde. Nach der Ankündigung eines Generalstreiks zog die Regierung ihr Vorhaben zurück, blieb aber laut Umfragen beschädigt, zumal Kopacz daraufhin drei enge Mitarbeiter verließen und in der ideologisch und regional fragmentierten Bürgerplattform Flügelkämpfe wahrnehmbar wurden. Bisher war der amtierende polnische Präsident Komorowski, der von der Bürgerplattform unterstützt wird, von diesen Schwierigkeiten unbeeinflusst geblieben und verfügte nach einer Umfrage vom Dezember 2014 über eine sehr hohe Zustimmung zu seiner Amtsführung (73 Prozent) und über hervorragende persönliche Beliebtheitswerte (79 Prozent). Angesichts der starken Position Komorowskis traten gegen ihn keine Schwergewichte der polnischen Politik an, sondern eher Unbekannte sowie „Aussteiger und Quertreiber“, was als Problem für die noch ungefestigte polnische Demokratie bezeichnet worden ist.

Die konservative Partei Recht und Gerechtigkeit, die Mitte der 2000er Jahre unter den Brüdern Kaczyński die polnische Politik dominiert hatte, dann aber von Tusks Bürgerplattform auf den zweiten Platz verdrängt wurde, stand vor einem möglichen Comeback an die Regierung. Anstatt selbst anzutreten und bei einer Niederlage gegen den populären Amtsinhaber die Aussichten für die Parlamentswahl im Herbst zu schmälern, schickte der Vorsitzende Jarosław Kaczyński im November 2014 die frühere rechte Hand seines 2010 im Präsidentenamt gestorbenen Bruders Lech, Andrzej Duda, ins Rennen. Der EU-Parlamentarier galt als weithin respektiert und beliebt, aber kaum bekannt und bisher unerprobt in der ersten Reihe.

Der in den 1990er und frühen 2000er Jahren die politische Landschaft Polens dominierende ex-kommunistische, sozialdemokratische Bund der Demokratischen Linken, der durch die geschickt nach links integrierende Strategie der Bürgerplattform politisch an den Rand gedrängt worden war, hatte Probleme, einen geeigneten Kandidaten für die Wahl zu finden. Der Vorsitzende Leszek Miller lehnte eine eigene Kandidatur ab, um bei einer zu erwartenden Niederlage die Schwierigkeiten seiner Partei nicht noch zu verschärfen, und konnte seinen Wunschkandidaten Ryszard Kalisz intern nicht durchsetzen. Stattdessen wurde im Januar 2015 die fast unbekannte 35-jährige Magdalena Ogórek zur Kandidatin gekürt, deren Unbeschriebenheit als Kandidatin, ihr gutes Aussehen und ihre Bekanntheit aus Fernsehauftritten zu großer medialer Aufmerksamkeit, aber auch zu Spott führten. Im Lauf des Wahlkampfs distanzierte sich die Partei von der Kandidatin, die als Unabhängige nur mit finanzieller Unterstützung der Sozialdemokraten in die Wahl ging.

Die agrarisch geprägte Polnische Volkspartei, die bei der nächsten Parlamentswahl den Einzug als dritte Kraft anstrebt, stand vor der Entscheidung, überhaupt einen Kandidaten aufzustellen oder den amtierenden Präsidenten zu unterstützen, da die Stammwählerschaft der Partei kaum an Präsidentschaftswahlen teilnimmt und ihre Kandidaten in den letzten beiden Wahlen nur etwa zwei Prozent erhielten. Man entschied sich jedoch für einen eigenen Kandidaten, den Regionalpolitiker Adam Jarubas.

Die Präsidentschaftskandidatur des linksliberalen Janusz Palikot sah der Politikwissenschaftler Aleks Szczerbiak als dessen „letztes Aufgebot“ seiner politischen Karriere (‚last hurrah‘).

Liste der Kandidaten

Folgende Kandidaten konnten zur Wahl antreten, da sie zum 26. März 2015 bei der Wahlkommission mindestens 100.000 Unterstützerunterschriften vorgelegt hatten:

Foto Name Alter Ausbildung/Karriere Parteizugehörigkeit politische Ausrichtung Wahlslogan Beleg
Grzegorz Braun 48
  • Regisseur
  • Dozent
  • Publizist
parteilos
  • katholisch-traditionalistisch
  • monarchistisch
  • wirtschaftsliberal
Aby Polska nie zginęła

(„Damit Polen nicht untergeht“)

Andrzej Duda 42
  • Jurist
  • EU-Parlamentarier
Prawo i Sprawiedliwość (PiS)
(unterstützt von Solidarna Polska und Polska Razem)
  • christdemokratisch
  • nationalkonservativ
  • rechtspopulistisch
Przyszłość ma na imię Polska

(„Die Zukunft hat den Namen Polen“)

Adam Jarubas 40
  • Woiwodschaftsmarschall
PSL
  • agrarisch
  • christdemokratisch
Wybieramy przyszłość

(„Wir wählen die Zukunft“)

Bronisław Komorowski 62
  • amtierender Präsident
Platforma Obywatelska (PO)
  • liberal
  • zentristisch
  • christdemokratisch
Wybierz zgodę i bezpieczeństwo

(„Wähl Einigkeit und Sicherheit“)

Janusz Korwin-Mikke 72
  • Redakteur
  • EU-Parlamentarier
KORWiN
  • konservativ
  • libertär
  • wirtschaftsliberal
Dumna bogata Polska

(„Stolzes und reiches Polen“)

Marian Kowalski 50
  • politischer Aktivist
  • Bodybuilder
Ruch Narodowy (RN)
  • rechtspopulistisch
  • nationalistisch
  • rechtsextrem
Silny człowiek na trudne czasy

(„Starker Mann für schwierige Zeiten“)

Paweł Kukiz 51
  • Rock-Musiker
parteilos
  • Mehrheitswahlrecht
  • direkte Demokratie
  • rechtspopulistisch
Potrafisz Polsko!

(„Polen – du kannst es!“)

Magdalena Ogórek 36
  • Historikerin
parteilos
(unterstützt von SLD)
  • sozialdemokratisch
Polska od nowa

(„Polen auf’s Neue“)

Janusz Palikot 50
  • Mitglied des Sejm
Twój Ruch
  • linksliberal
  • libertär
  • antiklerikal
Aktywny prezydent – to jest możliwe

(„Aktiver Präsident – dies ist möglich“)

Paweł Tanajno 39
  • Unternehmer
Demokracja Bezpośrednia (DB)
  • direkte Demokratie
  • E-Demokratie
  • progressiv
  • regionalistisch
Co zrobisz jak wygrasz?! Możesz!

("Was werden Sie tun, wenn Sie gewinnen?! Sie können es!")

Jacek Wilk 40
  • Rechtsanwalt
Kongres Nowej Prawicy (KNP)
  • konservativ
  • libertär
  • wirtschaftsliberal
Poważnie o Polsce

(„Ernsthaft über Polen“)

Wahlkampf

Zu Beginn des Wahlkampfs Anfang 2015 lag Komorowski mit hohen Beliebtheitswerten weit in Führung; ihm stand eine absolute Mehrheit am 10. Mai in Aussicht, was einen zweiten Wahlgang entbehrlich machen würde. In Umfragen folgte ihm mit zweistelligem Abstand in Prozentpunkten Andrzej Duda von der konservativen Partei Recht und Gerechtigkeit. Duda kündigte am Beginn seines Wahlkampfs im Februar 2015 an, das Erbe des 2010 verunglückten damaligen Präsidenten Lech Kaczyński antreten zu wollen und sich für den sozialen Ausgleich einzusetzen, vor allem durch eine Senkung des Rentenalters, sowie einer Anhebung des Steuerfreibetrags auf mindestens 8000 Złoty.

Die Unterstützung für die Kandidatin der größten linken Partei, des Bundes der Demokratischen Linken, Magdalena Ogórek, wurde auf nur etwa fünf bis zehn Prozent der Wähler geschätzt, was auf ihre Unerfahrenheit und Jugend zurückgeführt wurde. Sie wurde von der Presse abgeschirmt und versuchte Aufbruchsstimmung für eine „europäische Generation“ zu wecken, in der sie die Jugend und einen neuen Unternehmergeist verortete. Im Februar 2014 rief sie dazu auf, Russland – dessen Politik sie nicht gutheiße – nicht mehr als Hauptfeind anzusehen, sondern zu einer Zusammenarbeit zurückzufinden; die polnische Regierung der liberalkonservativen Bürgerplattform und der amtierende Präsident Komorowski zählen international zu den schärfsten Kritikern des russischen Präsidenten Putin im Ukrainekrieg seit 2014.

Bis Mitte März gelang es Andrzej Duda, durch überzeugende Auftritte im Town-Hall-Format und durch konkrete politische Zusagen an Boden gut zu machen. Er lag in den Umfragen deutlich verbessert bei bis zu 30 Prozent, während der amtierende Präsident einen unauffälligen, abgehobenen Wahlkampfstil zeigte und in den Umfragen deutlich unter 50, teils sogar unter 40 Prozent rutschte. Deshalb war – bei immer noch guten Aussichten für ihn – eine Stichwahl sehr wahrscheinlich.

Der Amtsinhaber setzte zunehmend auf Themen der nationalen Sicherheits- und der Außenpolitik, vor allem in der angespannten Beziehung zu Russland; die Bevölkerung bezeichnete in Umfragen – ungewöhnlich für eine Präsidentschaftswahl – dieses Politikfeld als das wichtigste. Zusätzlich zur medialen Präsenz bei Großereignissen, wie dem 70. Jahrestag des Kriegsendes 1945 zwei Tage vor der Wahl, besuchte Komorowski den amerikanischen Zerstörer Jason Dunham, verkündete die Anschaffung eigener Patriot-Flugabwehrraketen und hielt eine Rede vor Soldaten an der Grenze zur russischen Exklave Kaliningrad. Sowohl der Wahltermin als auch Komorowskis Auftritte sorgten für Kritik. Sein Hauptkonkurrent Duda schlug noch härtere Töne an und forderte statt einer Unterordnung Polens unter die gemeinsame EU-Außenpolitik eine aggressive regionale Führungsrolle.

Einige der anderen Kandidaten wie Magdalena Ogórek, Adam Jarubas und Janusz Palikot setzten sich für eine weniger konfrontative Politik ein, und Janusz Korwin-Mikke forderte polnische Neutralität statt sich den Vereinigten Staaten anzudienen.

Der Aufstieg des rechtspopulistischen Rockmusikers Paweł Kukiz als unabhängiger Bewerber in den letzten Wochen vor der Wahl auf bis zu 16 Prozent und damit an die dritte Stelle der Kandidaten wurde teils mit dessen weitgehender Ausblendung der Außenpolitik bei einer vom Politikerstreit ermüdeten Jugend erklärt.

Der Ausgang der Stichwahl am 24. Mai 2015 zwischen den beiden Bewerbern mit den meisten Stimmen, Duda und Komorowski, war völlig offen; Umfragen sagten ein Kopf-an-Kopf-Rennen voraus. Da im schlesischen Ort Kowale ein Wähler während der Stimmabgabe gestorben war, wurde die Wahlstille und damit die Bekanntgabe erster Prognosen am 24. Mai bis 22.30 verzögert.

Meinungsumfragen

Erster Wahlgang

Datum Institut Kandidat Beleg
Bronisław Komorowski Andrzej Duda Paweł Kukiz Janusz Korwin-Mikke Magdalena Ogórek Adam Jarubas Janusz Palikot Marian Kowalski Grzegorz Braun Jacek Wilk
10.05
(Exit poll)
IPSOS 32,2 % 34,8 % 20,3 % 4,4 % 2,4 % 1,6 % 1,5 % 0,8 % 1,1 % 0,6 %
8. Mai 2015 ESTYMATOR 40 % 29 % 16 % 4 % 3 % 4 % 2 % 1 % 1 % 0 %
8. Mai 2015 IBRiS 40,9 % 26,6 % 15 % 3,1 % 2,1 % 2 % 1,6 % 0,4 % 0,9 % 0 %
8. Mai 2015 TNS Polska 35 % 27 % 15 % 3 % 3 % 2 % 1 % 0 % 1 % 0 %
8. Mai 2015 PP/ROBOP 39,3 % 31,1 % 12,2 % 5,1 % 4,3 % 3,9 % 1,9 % 0,6 % 1,3 % 0,2 %
7. Mai 2015 Millward Brown 39 % 27 % 13 % 5 % 4 % 2 % 3 % 0 % 1 % 0 %
7. Mai 2015 IBRiS 39,7 % 29 % 14,3 % 4,2 % 2,4 % 3,2 % 1,7 % 0,7 % 0,8 % 0 %
1. Mai 2015 IBRiS 39,2 % 26,8 % 8,2 % 5,7 % 2,4 % 2,6 % 1,9 % 0,7 % 0,4 % 0,3 %
1. Mai 2015 TNS Polska für TVP 39 % 25 % 11 % 4 % 4 % 2 % 2 % 0 % 0 % 0 %
29. April 2015 Millward Brown 42 % 27 % 9 % 5 % 3 % 1 % 2 % 1 % 0 % 0 %
26. April 2015 IBRiS 42,3 % 29 % 7,1 % 3,9 % 3 % 1,7 % 1,1 % 0,7 % 0,4 % 0,2 %
24. April 2015 CBOS 43 % 26 % 7 % 4 % 4 % 2 % 1 % 0 % 0 % 0 %
24. April 2015 IBRiS 42 % 29 % 7,4 % 3,5 % 2,6 % 1,1 % 1,4 % 0,7 % 0,4 % 0,3 %
24. April 2015 PP/ROBOP 41,5 % 29,8 % 8,4 % 6,6 % 6,1 % 4,3 % 2,1 % 0,4 % 0,5 % 0,2 %
24. April 2015 TNS Polska 48 % 31 % 6 % 4 % 6 % 3 % 1 % 0 % 0 % 0 %
17. April 2015 ESTYMATOR 49 % 29 % 5 % 4 % 2 % 5 % 2 % 0 % 1 % 2 %
17. April 2015 IBRiS 41,8 % 27,2 % 8,2 % 4 % 3 % 2,2 % 2,7 % 0,5 % 0,4 % 0,1 %
17. April 2015 GfK Polonia 41 % 24 % 4 % 3 % 5 % 2 % 1 % 0,4 % 0,4 % 0,2 %
15. April 2015 IBRiS 42 % 29,1 % 4,8 % 4,7 % 4,4 % 2,8 % 2,4 % 0 % 0 % 0,3 %
13. April 2015 Millward Brown 45 % 28 % 6 % 6 % 4 % 2 % 2 % 0 % 0 % 0 %
12. April 2015 TNS Polska für TVP 46 % 24 % 6 % 4 % 3 % 1 % 2 % 0 % 1 % 0 %
10. April 2015 PP/ROBOP 40,9 % 32,4 % 6,1 % 4,6 % 6,3 % 5,1 % 2 % 0,9 % 1,4 % 0,2 %
10. April 2015 IBRiS 40,4 % 30,6 % 3,6 % 3,9 % 4,6 % 3,8 % 2,7 % 0,4 % 0,7 % 0 %
30. März 2015 IBRiS 40,7 % 26,6 % 3,3 % 4,8 % 4,9 % 5,1 % 2,7 % 0,4 % 0,4 % 0 %
30. März 2015 Millward Brown 42 % 26 % 4 % 6 % 7 % 2 % 3 % 1 % 0 % 0 %
23. März 2015 TNS Polska 41 % 24 % 2 % 2 % 6 % 2 % 1 % 0 % 0 % 0 %
20. März 2015 CBOS 48 % 20 % 2 % 4 % 2 % 1 % 1 % 0 % 0 % 0 %
20. März 2015 ESTYMATOR 51 % 26 % 7 % 4 % 4 % 4 % 2 % 0 % 0 % 0 %
19. März 2015 GfK Polonia 48 % 23 % 1 % 2 % 3 % 2 % 1 % 0,6 % 0,3 % 0 %
17. März 2015 CBOS 52 % 19 % 2 % 1 % 3 % 1 % 2 % 0 % 0 % 0 %
16. März 2015 Millward Brown 46 % 31 % 5 % 4 % 4 % 1 % 4 % 1 % 0 % 0 %
15. März 2015 TNS Polska für TVP 45 % 27 % 2 % 4 % 5 % 1 % 1 % 0 % 0 % 0 %
3. März 2015 IPSOS 49,7 % 28 % 3,5 % 3,8 % 5,7 % 2 % 1,4 % 0,7 % 0 % 0,3 %
2. März 2015 Millward Brown 46 % 27 % 4 % 4 % 8 % 3 % 2 % 1 % 0 % 0 %
2. März 2015 IBRiS 49 % 26 % 3 % 3 % 4 % 3 % 2 % 1 % 0 % 0 %
2.–8. März 2015 PPW 48 % 28 % 4 % 4 % 3 % 2 % 7 % 1 % 0 % 0 %
Durchschnitt 43,53 % 27,12 % 6,75 % 4,05 % 4,05 % 2,51 % 2,02 % 0,4 % 0,38 % 0,12 %

Zweiter Wahlgang

Datum Institut Kandidat Unentschlossen Beleg
Andrzej Sebastian Duda Bronisław Maria Komorowski
24.05
(Late poll)
IPSOS 52,0 % 48,0 %
24.05
(Exit poll)
IPSOS 53,0 % 47,0 %
22. Mai 2015 IBRiS 46 % 46,7 % 7 %
22. Mai 2015 Millward Brown 45,8 % 45,3 % 8,9 %
22. Mai 2015 ESTYMATOR 49,5 % 50,5 % -
22. Mai 2015 TNS Polska 43 % 45 % 12 %
22. Mai 2015 POLSKA PRESS/OBOP 51 % 49 % -
22. Mai 2015 IBRiS 44,5 % 45,5 % 10,0 %
21. Mai 2015 CBOS 48 % 44 % 5 %
21. Mai 2015 IBRiS 47 % 47,3 % 5,7 %
20. Mai 2015 Millward Brown 45 % 47 % 8 %
19. Mai 2015 ESTYMATOR 52 % 48 % -
18. Mai 2015 Millward Brown 44 % 47 % 9 %
16. Mai 2015 ESTYMATOR 54 % 46 % -
15. Mai 2015 IBRiS 48 % 43,2 % 6,9 %
14. Mai 2015 Millward Brown 44 % 40 % 16 %

Ergebnisse

Wahlbeteiligung

Der Anteil der Wahlberechtigten, die zur Wahl gingen, war wie folgt:

1. Wahlgang 2. Wahlgang
Zeitraum Wahlbeteiligung Abgegebene Stimmen Zeitraum Wahlbeteiligung Abgegebene Stimmen
7.00–12.00 14,61 % 4.408.602 7.00–12.00 17,40 % 5.219.534
7.00–17.00 34,41 % 10.401.799 7.00–17.00 40,51 % 12.194.358
7.00–21.00 48,96 % 15.023.886 7.00–22.30 55,34 % 16.993.169

Amtliches Endergebnis

KandidatenParteien1. Wahlgang2. Wahlgang
Stimmen%Stimmen%
Andrzej DudaPrawo i Sprawiedliwość5.179.09234,88.630.62751,5
Bronisław KomorowskiPlatforma Obywatelska5.031.06033,88.112.31148,5
Paweł KukizParteilos3.099.07920,8
Janusz Korwin-MikkeKORWiN486.0843,3
Magdalena OgórekSojusz Lewicy Demokratycznej353.8832,4
Adam JarubasPolskie Stronnictwo Ludowe238.7611,6
Janusz PalikotTwój Ruch211.2421,4
Grzegorz BraunParteilos124.1320,8
Marian KowalskiRuch Narodowy77.6300,5
Jacek WilkKongres Nowej Prawicy68.1860,5
Paweł TanajnoDemokracja Bezpośrednia29.7850,2
Gesamt14.898.93410016.742.938100
Ungültige Stimmen124.9520,8250.2311,5
Wähler15.023.88649,016.993.16955,3
Wahlberechtigte30.688.57030.709.281
Quelle: Staatliche Wahlkommission

Votum der Auslandspolen

Auch polnische Staatsbürger im Ausland waren wahlberechtigt. Insgesamt wurden im zweiten Wahlgang 158.395 gültige Stimmen durch Auslandspolen abgegeben. 88.598 (55,9 %) stimmten dabei für Duda und 69.797 (44,1 %) für Komorowski. Bemerkenswert war das deutlich unterschiedliche Wahlverhalten in einzelnen Ländern. Die Polen in den Vereinigten Staaten und Kanada stimmten, wie auch schon bei vorangegangenen Wahlen, deutlich national-konservativer ab.

Tabelle der 20 Staaten mit den meisten abgegebenen Stimmen
Ergebnisse des zweiten Wahlgangs
Land Abgegebene,
gültige Stimmen
Duda Komorowski
Stimmen in Prozent Stimmen in Prozent
Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich 46.385 26.781 57,74 % 19.604 42,26 %
Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten 22.975 18.583 80,88 % 4.392 19,12 %
Deutschland Deutschland 16.628 7.802 46,92 % 8.826 53,08 %
Irland Irland 8.928 4.855 54,38 % 4.073 45,62 %
Frankreich Frankreich 8.280 4.354 52,58 % 3.926 47,42 %
Belgien Belgien 7.175 2.890 40,28 % 4.285 59,72 %
Norwegen Norwegen 6.534 3.739 57,22 % 2.795 42,78 %
Niederlande Niederlande 4.652 2.055 44,17 % 2.597 55,83 %
Kanada Kanada 4.546 3.516 77,34 % 1.030 22,66 %
Schweden Schweden 3.981 1.803 45,29 % 2.178 54,71 %
Osterreich Österreich 3.384 1.712 50,59 % 1.672 49,41 %
Italien Italien 2.983 1.697 56,89 % 1.286 43,11 %
Spanien Spanien 2.597 868 33,42 % 1.729 66,58 %
Schweiz Schweiz 2.255 990 43,90 % 1.265 56,10 %
Danemark Dänemark 2.076 941 45,33 % 1.135 54,67 %
Tschechien Tschechien 1.211 403 33,28 % 808 66,72 %
Australien Australien 1.124 673 59,88 % 451 40,12 %
Ukraine Ukraine 900 483 53,67 % 417 46,33 %
Luxemburg Luxemburg 816 261 31,99 % 555 68,01 %

Diese 20 Staaten umfassten 93 % aller abgegebenen Auslandsstimmen.

Ergebnisse nach Woiwodschaft

Erster Wahlgang

Woiwodschaften Wahl-
beteiligung
Andrzej Duda Bronisław Komorowski Paweł Kukiz Janusz Korwin-Mikke Magdalena Ogórek Adam Jarubas Janusz Palikot Grzegorz Braun Marian Kowalski Jacek Wilk Paweł Tanajno
Anzahl % Anzahl % Anzahl % Anzahl % Anzahl % Anzahl % Anzahl % Anzahl % Anzahl % Anzahl % Anzahl % Anzahl %
Niederschlesien 1.102.460 47,56 329.350 30,13 413.593 37,84 240.258 21,98 35.184 3,22 26.588 2,43 9673 0,88 17.513 1,60 8936 0,82 4651 0,43 5045 0,46 2345 0,21
Kujawien-Pommern 729.883 44,46 215.995 29,83 284.216 39,26 148.273 20,48 21.741 3,00 21.119 2,92 9846 1,36 10.731 1,48 4378 0,60 3290 0,45 3226 0,45 1207 0,17
Lublin 843.359 48,56 367.389 43,91 190.065 22,72 177.679 21,24 26.050 3,11 17.663 2,11 20.935 2,50 14.283 1,71 8880 1,06 8808 1,05 3698 0,44 1241 0,15
Lebus 348.968 43,37 92.488 26,74 143.734 41,55 71.831 20,76 11.972 3,46 10.380 3,00 3908 1,13 5571 1,61 2341 0,68 1634 0,47 1488 0,43 590 0,17
Łódź 1.005.027 49,72 362.914 36,42 321.409 32,25 206.606 20,73 30.134 3,02 26.827 2,69 15.062 1,51 14.254 1,43 7310 0,73 5218 0,52 4908 0,49 1954 0,20
Kleinpolen 1.382.632 52,16 606.824 44,23 374.793 27,32 257.956 18,80 50.925 3,71 24.788 1,81 15.519 1,13 14.050 1,02 12.654 0,92 5841 0,43 5932 0,43 2573 0,19
Masowien 2.411.208 54,91 860.985 36,03 783.155 32,78 486.707 20,37 80.260 3,36 49.101 2,05 30.001 1,26 38.792 1,62 26.825 1,12 13.384 0,56 12.996 0,54 7260 0,30
Oppeln 345.494 42,54 88.653 25,88 129.264 37,74 95.494 27,88 9623 2,81 7436 2,17 2891 0,84 3878 1,13 2429 0,71 1171 0,34 1277 0,37 429 0,13
Karpatenvorland 842.713 49,54 419.352 50,09 170.962 20,42 167.643 20,02 27.396 3,27 15.402 1,84 11.776 1,41 6913 0,83 8132 0,97 5900 0,70 2858 0,34 891 0,11
Podlachien 446.375 46,88 180.155 40,68 122.837 27,74 90.243 20,38 16.489 3,72 11.816 2,67 6390 1,44 5131 1,16 4340 0,98 3029 0,68 1794 0,41 623 0,14
Pommern 886.720 50,11 243.691 27,73 378.940 43,12 170.259 19,37 28.072 3,19 19.575 2,23 7080 0,81 13.062 1,49 6919 0,79 4302 0,49 4674 0,53 2189 0,25
Schlesien 1.816.714 49,87 565.779 31,40 635.262 35,25 425.116 23,29 58.286 3,23 46.462 2,58 13.975 0,78 25.728 1,43 12.946 0,72 7218 0,40 7984 0,44 3324 0,18
Heiligkreuz 479.670 46,33 181.398 38,10 106.453 22,36 88.525 18,60 14.688 3,09 10.287 2,16 61.908 13,00 5141 1,08 2987 0,63 2419 0,51 1696 0,36 559 0,12
Ermland-Masuren 480.066 42,03 139.859 29,39 187.425 39,39 98.108 20,62 16.588 3,49 12.456 2,62 5971 1,25 6564 1,38 3430 0,72 2606 0,55 2037 0,43 762 0,16
Großpolen 1.303.353 47,92 369.448 28,60 539.699 41,78 247.177 19,13 38.897 3,01 37.293 2,89 17.767 1,38 19.050 1,47 8097 0,63 5504 0,43 6105 0,47 2825 0,22
Westpommern 599.244 44,44 154.812 26,06 249.253 41,96 127.204 21,41 19.779 3,33 16.690 2,81 6059 1,02 10.581 1,78 3528 0,59 2655 0,45 2468 0,42 1013 0,17
Gesamt 15.023.886 48,96 5.179.092 34,76 5.031.060 33,77 3.099.079 20,80 486.084 3,26 353.883 2,38 238.761 1,60 211.242 1,42 124.132 0,83 77.630 0,52 68.186 0,46 29.785 0,20
Quelle: Staatliche Wahlkommission (Państwowa Komisja Wyborcza)

Zweiter Wahlgang

Woiwodschaften Wahl-
beteiligung
Andrzej Duda Bronisław Komorowski
Anzahl % Anzahl % Anzahl %
Niederschlesien 1.235.235 53,28 554.269 45,46 662.381 54,44
Kujawien-Pommern 366.053 43,51 215.995 29,83 475.177 56,49
Lublin 614.512 66,37 367.389 43,91 311.377 33,63
Lebus 396.255 49,41 155.481 39,84 234.764 60,16
Łódź 1.149.442 56,98 608.325 53,74 523.359 46,25
Kleinpolen 1.559.331 58,88 955.102 62,09 583.182 37,91
Masowien 2.744.735 61,58 1.448.847 53,57 1.255.756 46,43
Oppeln 383.019 47,27 159.545 42,33 217.370 57,67
Karpatenvorland 943.411 55,65 665.377 71,33 266.656 28,61
Podlachien 1.004.730 52,49 290.681 59,31 199.412 40,69
Pommern 2.002.668 56,72 397.943 40,22 591.373 59,78
Schlesien 2.002.668 55,13 961.706 48,80 1.008.849 51,20
Heiligkreuz 539.211 52,25 328.202 61,74 203.376 38,26
Ermland-Masuren 548.242 48,09 236.314 43,76 303.754 56,24
Großpolen 1.506.943 55,46 617.184 41,57 867.404 58,43
Westpommern 689.986 51,05 271.086 39,91 408.121 60,09
Gesamt 16.993.169 55,34 8.630.627 51,55 8.112.311 48,45
Quelle: Staatliche Wahlkommission (Państwowa Komisja Wyborcza)

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