Queens Park Rangers

Die Queens Park Rangers (offiziell: Queens Park Rangers Football Club, oft kurz auch QPR genannt) sind ein englischer Fußballverein aus London, der in der EFL Championship aktiv ist. Die Queens Park Rangers werden wegen ihrer quergestreiften Trikots auch als Super Hoops (Super Reifen) bezeichnet.

Queens Park Rangers
Basisdaten
Name Queens Park Rangers
Football Club
Sitz London, England
Gründung 1882
Farben Blau-Weiß
Eigentümer Tune Group (55 %)
Ruben Gnanalingam (33 %)
Lakshmi Mittal (11 %)
Präsident Tony Fernandes
Website qpr.co.uk
Erste Fußballmannschaft
Cheftrainer Julien Stéphan
Spielstätte Loftus Road
Plätze 18.439
Liga EFL Championship
2024/25 15. Platz
Heim
Auswärts
Ausweich

Geschichte

Der Verein hat seine Wurzeln in den 1882 im Londoner Westen gegründeten Jugendklubs St. Jude’s Institute und Christchurch Rangers. St. Jude’s war ein Betätigungsfeld für Internatsschüler an der Droop Street und hatte mit der Unterstützung von Pfarrer Gordon Young zudem einen kirchlichen Hintergrund. Nachdem Spieler parallel auch bei den von George Wodehouse gegründeten Christchurch Rangers gespielt hatten, entschlossen sich beide Seiten 1886 zu einer Fusion. Der Verein nannte sich aufgrund der Heimat im Stadtteil Queen’s Park fortan Queen’s Park Rangers – die Lösung lag deswegen nahe, weil die Christchurch Rangers bereits mehr oder weniger so genannt worden waren. Bei der Wahl der blau gestreiften Trikots orientierte man sich an den Vorbildern aus Oxford und Cambridge.

Im Jahr 1889 wurde er ein Proficlub und spielte in 14 Stadien, bis er 1917 in sein heutiges Stadion Loftus Road zog. In den Jahren 1931–1933 sowie in der Spielzeit 1962/63 spielte er wegen erhoffter größerer Zuschauerzahlen im White City. Die Loftus Road hat eine Kapazität von 19.148 Zuschauern. Die höchste Zuschauerzahl erreichte QPR am 27. April 1974 im Erstligaspiel gegen Leeds United.

Titel im League Cup und Vizemeister in der First Division (1966–1979)

Einen ersten Erfolg feierten die Queens Park Rangers im League Cup 1966/67 mit Trainer Alec Stock, der die Mannschaft um Ron Springett und Rodney Marsh durch einen 3:2-Erfolg über West Bromwich Albion zum ersten Titel der Vereinsgeschichte führte. 1968 stieg der Verein erstmals in die Football League First Division 1968/69 auf. Nach einem letzten Tabellenrang und 13 Punkten Abstand auf einen Nichtabstiegsplatz kehrte QPR jedoch nach nur einem Jahr in die Second Division zurück. Zur Saison 1973/74 gelang der Mannschaft der zweite Aufstieg in die First Division, der durch einen achten Platz und damit souverän erreichten Klassenerhalt zusätzlich gefeiert wurde. Nach einem elften Rang im Folgejahr führte die Saison 1975/76 den Verein unter Trainer Dave Sexton zur Vizemeisterschaft hinter dem FC Liverpool. Lediglich ein Punkt fehlte zum ersten Meistertitel der Vereinsgeschichte. Durch die gute Tabellenplatzierung zog QPR in den UEFA-Pokal 1976/77 ein und erreichte dort nach Erfolgen über Brann Bergen, Slovan Bratislava und den 1. FC Köln das Viertelfinale. Dort besiegte die Mannschaft aus London im Hinspiel den griechischen Vertreter AEK Athen mit 3:0. Nach einer 0:3-Niederlage im Rückspiel und einem anschließenden 6:7 nach Elfmeterschießen endete jedoch das Abenteuer Europapokal. Die Tendenz der folgenden beiden Spielzeiten in der First Division war eindeutig negativ und führte in der Football League First Division 1978/79 zum zweiten Erstligaabstieg nach 1969.

Finalteilnahme im FA Cup und Rückkehr in die First Division (1980–1996)

Erneut verbrachte der Verein vier Jahre in der zweiten Liga. Ein großer Erfolg gelang dem Zweitligisten im FA Cup 1981/82, als das Team um Mannschaftskapitän Glenn Roeder, Tony Currie, Terry Fenwick und John Gregory ins Finale in Wembley einzog. Nach einem 1:1 nach Verlängerung im ersten Spiel, unterlag QPR im Wiederholungsspiel dem Erstligisten Tottenham Hotspur durch ein Tor von Glenn Hoddle mit 0:1 und verpasste so den zweiten Titel der Vereinsgeschichte. Dafür gelang 1983 die Rückkehr in die Erstklassigkeit. Dem Aufsteiger unter Trainer Terry Venables gelang dabei in der Football League First Division 1983/84 eine ausgezeichnete Saison, die ihn auf den fünften Tabellenplatz führte. Es folgte die zweite Teilnahme am UEFA-Pokal nach 1976/77. Nach einem Erstrundenerfolg über KR Reykjavík scheiterte das Team jedoch bereits in der 2. Runde des UEFA-Pokal 1984/85 mit 6:2 und 0:4 am jugoslawischen Vertreter FK Partizan Belgrad. Die Erstligajahre zwischen 1985 und 1987 verbrachte der Verein im Abstiegskampf. In der Saison 1985/86 gelang dafür der Einzug ins Ligapokalfinale, dort unterlag die Mannschaft jedoch dem Erstligakonkurrenten Oxford United deutlich mit 0:3. 1987/88 gelang dem Verein die erhoffte Rückkehr ins obere Tabellendrittel. Durch die internationale Sperre aller englischen Teams nach der Heysel-Katastrophe verpasste QPR jedoch die dritte Teilnahme am Europapokal. Die nächsten vier Spielzeiten verbrachten die Queens Park Rangers im Mittelfeld der Tabelle, ehe in der neu eingeführten Premier League 1992/93 mit Trainer Gerry Francis der Sprung auf den fünften Platz gelang. Die Mannschaft um Toptorjäger Les Ferdinand (zweiter der Torschützenliste mit 20 Treffern) qualifizierte sich damit jedoch nicht für den Europapokal. Nach zwei Platzierungen im einstelligen Tabellenbereich stieg der Verein aus der Premier League 1995/96 in die nun zweitklassige First Division ab.

Absturz in die Drittklassigkeit und Rückkehr in die Premier League (seit 1997)

In der Saison 2000/01 folgte nach 34 Jahren der Absturz in die Drittklassigkeit durch einen vorletzten Tabellenrang in der First Division. Auch die Ablösung von Gerry Francis durch den neuen Trainer Ian Holloway hatte den Abstieg nicht verhindern können. Holloway führte den Verein 2003/04 in die zweite Liga zurück und erreichte in der neu eingeführten Football League Championship 2004/05 souverän den Klassenerhalt. Die folgenden drei Jahre verbrachte der Verein im Abstiegskampf der zweiten Liga, ehe in der Saison 2008/09 ein Mittelfeldplatz erzielt wurde.

In der Saison 2010/11 gelang dem Team von Trainer Neil Warnock auch dank zahlreicher Investitionen in die Mannschaft die Rückkehr in die Premier League. Nach dem Abstieg 2013 gelang den QPR im Finale der Qualifikationsrunde zur Premier League in Unterzahl durch ein Tor von Bobby Zamora in der 90. Minute gegen Derby County der sofortige Wiederaufstieg. In der folgenden Premier-League-Saison 2014/15 stiegen die Londoner jedoch als Tabellenletzter wieder in die zweite Liga ab. Im November 2016 übernahm Ian Holloway erneut den Trainerposten bei den QPR, die die letzten Saisons im unteren Mittelfeld der zweiten Liga abschlossen.

Besitzer

Am 1. September 2007 kauften Formel-1-Funktionär Bernie Ecclestone und Flavio Briatore den Londoner Verein. Die Kaufsumme betrug 1,5 Millionen Euro, zudem wurden Verbindlichkeiten in Höhe von 19,5 Millionen Euro getilgt. Am 19. Februar 2010 trat Briatore als Präsident des Fußballvereins zurück. Er bleibt weiterhin Miteigentümer. Als Nachfolger wurde der Inder Ishan Saksena ernannt. Im August 2011 erwarb die Tune Group des malaysischen Unternehmers Tony Fernandes eine Aktienmehrheit in Höhe von 66 %. Hierdurch übernahm Fernandes zusammen mit der Familie des indischen Stahlmagnaten Lakshmi Mittal, die 33 % der Aktien hält, die Führung des Vereins.

Kader der Saison 2025/26

Stand: 15. Dezember 2025

Nr. Position Name
1 Frankreich TW Paul Nardi
2 Australien AB Kealey Adamson
3 Irland AB Jimmy Dunne
4 Schottland AB Liam Morrison
5 England AB Steve Cook
6 England AB Jake Clarke-Salter
7 England MF Karamoko Dembélé
8 England MF Sam Field
10 Marokko MF Ilias Chair
11 Nordirland MF Paul Smyth
12 Schweiz ST Michael Frey
13 England TW Joe Walsh
14 Japan MF Kōki Saitō
15 Jamaika MF Isaac Hayden
16 Jamaika ST Rumarn Burrell
17 Ghana MF Kwame Poku
Nr. Position Name
18 Wales AB Rhys Norrington-Davies
20 England MF Harvey Vale
21 England MF Kieran Morgan
22 Elfenbeinküste ST Richard Kone
23 Australien ST Daniel Bennie
24 Danemark MF Nicolas Madsen
25 Australien MF Jaylan Pearman
26 Algerien ST Rayan Kolli
27 Senegal AB Amadou Mbengue
28 Brasilien AB Esquerdinha
29 England TW Ben Hamer
32 Schweden MF Isak Alemayehu Mulugeta
38 Frankreich AB Ziyad Larkèche
40 Martinique MF Jonathan Varane
Brasilien TW Matteo Salamon

Erfolge

Europapokalbilanz

Saison Wettbewerb Runde Gegner Gesamt Hin Rück
1976/77 UEFA-Pokal 1. Runde Norwegen Brann Bergen 11:00 4:0 (H) 7:0 (A)
2. Runde Tschechoslowakei Slovan Bratislava 8:5 3:3 (A) 5:2 (H)
3. Runde Deutschland Bundesrepublik 1. FC Köln (a)4:4(a) 3:0 (H) 1:4 (A)
Viertelfinale Griechenland 1975 AEK Athen 3:3
(6:7 i. E.)
3:0 (H) 0:3 n. V. (A)
1984/85 UEFA-Pokal 1. Runde Island KR Reykjavík 7:0 3:0 (A) 4:0 (H)
2. Runde Jugoslawien Sozialistische Föderative Republik FK Partizan Belgrad (a)6:6(a) 6:2 (H) 0:4 (A)
Legende: (H) – Heimspiel, (A) – Auswärtsspiel, (N) – neutraler Platz, (a) – Auswärtstorregel, (i. E.) – im Elfmeterschießen, (n. V.) – nach Verlängerung

Gesamtbilanz: 12 Spiele, 8 Siege, 1 Unentschieden, 3 Niederlagen, 39:18 Tore (Tordifferenz +21)

Statistik und Rekorde

  • Höchste Zuschauerzahl: 35.353 (in einem Spiel 1974 gegen Leeds United)
  • Höchster Ligasieg: 9:2 (1960 gegen Tranmere Rovers)
  • Höchste Liganiederlage: 1:8 (1969 gegen Manchester United)
  • Meiste Ligaspiele: Tony Ingham (519 Spiele von 1950 bis 1963)
  • Rekordnationalspieler: Alan McDonald (52 Spiele für Nordirland)
  • Ältester Spieler: Ray Wilkins (knapp 40 Jahre)
  • Jüngster Spieler: Frank Sibley (knapp 16 Jahre)

Ehemalige Spieler

  • Schottland William Chalmers (1922–1924)
  • England George Goddard (1926–1933)
  • England Tony Ingham (1950–1963)
  • England Ron Springett (1955–1958, 1965–1969)
  • England Brian Bedford (1959–1965)
  • England Rodney Marsh (1966–1972)
  • England Gerry Francis (1969–1979, 1981–1982)
  • England Terry Venables (1969–1975)
  • England Phil Parkes (1970–1979)
  • England Stan Bowles (1972–1979)
  • Schottland Frank McLintock (1973–1977)
  • England David Webb (1974–1977)
  • England John Hollins (1975–1979)
  • England Glenn Roeder (1978–1983)
  • England Tony Currie (1979–1982)
  • England Terry Fenwick (1980–1987)
  • England John Gregory (1981–1985)
  • Nordirland Alan McDonald (1981–1997)
  • England Gary Bannister (1984–1988)
  • England David Seaman (1986–1990)
  • England Les Ferdinand (1987–1995)
  • England Trevor Francis (1988–1990)
  • England Andy Sinton (1989–1993)
  • England Ray Wilkins (1989–1994, 1994–1996)
  • Tschechien Jan Stejskal (1990–1994)
  • Irland Ian Holloway (1991–1996)
  • England Kevin Gallen (1994–2000, 2001–2007)
  • England Trevor Sinclair (1993–1998)
  • England Peter Crouch (2000–2001)
  • Nigeria Danny Shittu (2001–2006)
  • England Lee Camp (2004, 2007–2008, 2009)
  • England Dexter Blackstock (2006–2009)
  • Pakistan Zeshan Rehman (2006–2009)
  • Lettland Kaspars Gorkšs (2008–2011)
  • Deutschland Max Ehmer (2009–2015)
  • England Joey Barton (2011–2012, 2013–2015)

Manager (Trainer)

Zeitraum Trainer
1906–1913 Schottland James Cowan
1913–1920 Schottland James Howie
1920–1924 England Ned Liddle
1925–1930 England Bob Hewison
1931–1933 England Archie Mitchell
1933–1935 Irland Mick O’Brien
1935–1939 Schottland Billy Birrell
1939–1944 Wales Ted Vizard
1944–1952 England Dave Mangnall
1952–1959 England Jack Taylor
1959–1968 England Alec Stock
1968 England Bill Dodgin
1968 Schottland Tommy Docherty
1969–1970 England Les Allen
1970–1974 England Gordon Jago
1974–1977 England Dave Sexton
1977–1978 England Frank Sibley
1978–1979 England Steve Burtenshaw
1979–1980 Schottland Tommy Docherty
1980–1984 England Terry Venables
1984 England Alan Mullery
1984–1985 England Frank Sibley
1985–1988 England Jim Smith
1988–1989 England Trevor Francis
1989–1991 England Don Howe
1991–1994 England Gerry Francis
1994–1996 England Ray Wilkins
1996–1997 Schottland Stewart Houston
1997–1998 England Ray Harford
1998–2001 England Gerry Francis
2001–2006 England Ian Holloway
2006 Irland Gary Waddock
2006–2007 England John Gregory
2007–2008 Italien Luigi De Canio
2008 Nordirland Iain Dowie
2008–2009 Portugal Paulo Sousa
2009 Nordirland Jim Magilton
2009–2010 England Paul Hart
2010–2012 England Neil Warnock
2012 Wales Mark Hughes
2012–2015 England Harry Redknapp
2015 England Chris Ramsey
2015–2016 Niederlande Jimmy Floyd Hasselbaink
2016–2018 England Ian Holloway
2018–2019 England Steve McClaren
2019–2022 England Mark Warburton
2022 England Michael Beale
2022–2023 England Neil Critchley
2023 England Gareth Ainsworth
2023–225 Spanien Martí Cifuentes
seit 2025 Frankreich Julien Stéphan

Prominente Anhänger

Einer der bekanntesten Fans des Vereins ist – neben Robert Smith von The Cure – wohl der Sänger der Band Babyshambles, Pete Doherty. Schon als kleines Kind war er Fan des Vereins und zeitweise sogar Vorstandsmitglied, bis er auf einer Toilette beim Drogenkonsum angetroffen wurde. Weitere prominente Fans sind Ian Gillan von Deep Purple, Phil Collins von Genesis, Comedian Bill Bailey und das ehemalige Depeche-Mode-Mitglied Alan Wilder.

Ligazugehörigkeit

  • 1920–1948: Football League Third Division
  • 1948–1952: Football League Second Division
  • 1952–1967: Football League Third Division
  • 1967/1968: Football League Second Division
  • 1968/1969: Football League First Division
  • 1969–1973: Football League Second Division
  • 1973–1979: Football League First Division
  • 1979–1983: Football League Second Division
  • 1983–1992: Football League First Division
  • 1992–1996: FA Premier League
  • 1996–2001: Football League First Division
  • 2001–2004: Football League Second Division
  • 2004–2011: Football League Championship
  • 2011–2013: Premier League
  • 2013–2014: Football League Championship
  • 2014–2015: Premier League
  • seit 2015: Football League Championship / EFL Championship

Literatur

  • Gordon Macey: Queen’s Park Rangers – The Complete Record. Breedon Books, 2009, ISBN 978-1-85983-714-6.

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