Radschnellwege in Baden-Württemberg

Als Radschnellwege werden in Baden-Württemberg Radschnellverbindungen bezeichnet und wie folgt definiert:

  • Gesamtstrecke mindestens fünf Kilometer
  • Potenzial von mindestens 2000 Fahrradfahrten täglich (im Durchschnitt außerorts)
  • Breite mindestens zwischen drei Metern (Richtungsverkehr) und vier Metern (Zweirichtungsverkehr)
  • in der Regel von anderen Verkehrsarten getrennt
  • Routen möglichst kreuzungsfrei oder mit minimalen Wartezeiten an Kreuzungen
  • Hohe Belagqualität und eine möglichst geringe Steigung

2017 beschloss das baden-württembergische Verkehrsministerium, drei Radschnellverbindungen zu realisieren, bei denen das Land Bauherr sein und die Baulast übernehmen soll: Heidelberg-Mannheim, Heilbronn-Neckarsulm-Bad Wimpfen und Stuttgart-Esslingen-Plochingen. Für diese drei „Pilotstrecken“ wurde prioritär mit der Planung und dem Bau begonnen. Laut einer Pressemitteilung des Ministeriums für Verkehr vom September 2018 wurden in einer landesweiten Potentialanalyse „32 Radschnellwege mit einer Gesamtlänge von 500 Kilometer im vordringlichen Bedarf identifiziert. Weitere 20 Strecken könnten sich durch lokalspezifische Faktoren als würdig für eine Radschnellverbindung erweisen.“ Insgesamt sollen bis 2025 zunächst zehn Radschnellwege in Baden-Württemberg realisiert werden.

Der erste Radschnellweg in Baden-Württemberg wurde am 31. Mai 2019 von Böblingen und Sindelfingen nach Stuttgart-Rohr für den Verkehr freigegeben. Die ersten acht Kilometer führen hierfür großteils über die Römerstraße, eine zur Panzerstraße ausgebaute Trasse aus der NS-Zeit, die die Kasernen in Stuttgart-Vaihingen und Böblingen miteinander verband. Die Straße mit ihren Pflastersteinen steht unter Denkmalschutz, wurde aber nun für die Nutzung als Radschnellweg mit einer Asphaltschicht bedeckt. Ziel ist es, rund 2.000 Radfahrer für diese Strecke pro Tag zu gewinnen. Diese Strecke wird vom ADFC als nicht besonders gelungen eingestuft, da sie drei Grundanforderungen für Radschnellwege bisher nicht erfüllt. Es werden keine verlorene Steigungen vermieden, sie ist mit zu vielen Knotenpunkten versehen und ist keine direkte umwegfreie Streckenführung.

Am 30. Januar 2019 beschloss der Landtag, dass „Landesstraßen alle Radschnellverbindungen sind, die eine regionale oder überregionale Verbindungsfunktion erfüllen und für die eine der Verkehrsbedeutung entsprechende Verkehrsnachfrage insbesondere im Alltagsradverkehr gegeben oder zu erwarten ist.“ Mit dieser Neuregelung definiert das Land, wann es die Bauträgerschaft für Radschnellwege übernimmt.

Projekte

Nachfolgend werden in Diskussion befindliche, z. B. mit Machbarkeitsstudien und sonstigen Gutachten empfohlene, dann in Planung bzw. in Bau befindliche, sowie fertiggestellte Radschnellwege bzw. Radschnellweg-Abschnitte in Baden-Württemberg aufgeführt. Für den Eintritt in die Planungsphase muss ein entsprechender Beschluss vom Kostenträger vorliegen. Für den Eintritt in die Bauphase muss der Auftrag an das ausführende Unternehmen vergeben werden. Im Abschnitt „Weitere Projekte“ werden Vorhaben genannt, die in Politik und Gesellschaft vor Ort thematisiert werden und einem engen fachlichen Zusammenhang mit Radschnellwegen stehen.

Regierungsbezirk Freiburg

Hochrhein-Bodensee

Name Kürzel Länge Streckenverlauf Stand Beschreibung Bild
Radschnellweg Schopfheim – Lörrach
(mit Anschluss an Basel)
RS 7 etwa 18 km Schopfheim – Maulburg – Steinen – Lörrach in Planung Nachdem die Kosten im Jahr 2024 auf 38 Millionen Euro taxiert worden waren, beschloss der Kreisrat das Projekt nicht weiter zu verfolgen. Durch die Herausnahme der Ortsdurchfahrt Lörrach, die als nicht förderfähig eingestuft wurde, konnte die Planung mit deutlich reduziertem Umfang wieder aufgenommen werden.

Südlicher Oberrhein

In der Region Südlicher Oberrhein wurde 2016 im Rahmen einer Potentialstudie 17 Korridore rund um Freiburg und Offenburg untersucht. Davon wurden zwischen 2017 und 2021 insgesamt neun Korridore mit 220 km Länge näher betrachtet. Diese Untersuchungen erfolgten im Rahmen von Machbarkeitsstudien. Für einige Strecken wurden bereits vertiefende Planungen zur Realisierung eingeleitet.

Name Kürzel Länge Streckenverlauf Stand Beschreibung Bild
Breisgau Y RS 6 24,8 km Emmendingen / Waldkirch über Denzlingen nach Freiburg im Bau Die Vorzugsvariante steht seit Mai 2023 fest.

Der Abschnitt von Freiburg nach Gundelfingen verläuft entlang der Badischen Hauptbahn. Der Abschnitt von Gundelfingen nach Emmendingen folgt in etwa der B 3.

Der Abschnitt von Gundelfingen nach Waldkirch folgt in etwa der B 294.

Der Bau des ersten von zwei Bauabschnitten im Stadtgebiet Freiburg hat im November 2025 begonnen.

Radschnellweg Offenburg - Gengenbach RS 12 ca. 12 km Offenburg - Gengenbach in Planung Baulastträgerschaft liegt beim Ortenaukreis und der Stadt Offenburg.
Grenzüberschreitender Radschnellweg Offenburg – Strasbourg RS 20 20,2 km Offenburg – Kehl – Straßburg in Planung
Freiburg – Kirchzarten 10,8 km Freiburg nach Ebnet, Zarten und Kirchzarten in Planung Der Radschnellweg soll von Kirchzarten zunächst nach Norden nach Zarten führen und dann entlang der alten und bereits zurückgebauten Trasse der B 31 nach Ebnet und entlang der Karthäuser-, Wall- und Rempartstraße zur Wiwilí-Brücke
Freiburg – Breisach 18,2 km Freiburg über Hugstetten, Gottenheim, Ihringen nach Breisach in Planung Der Radschnellweg soll entlang der Breisacher Bahn von Freiburg über Hugstetten, Gottenheim, Wasenweiler und Ihringen nach Breisach führen
Freiburg – Müllheim 31,3 km Freiburg über Bad Krozingen und Heitersheim nach Müllheim in Planung Der Radschnellweg soll von Freiburg über die Stadtteile Haslach und St. Georgen entlang der B3 Richtung Schallstadt und Ebringen verlaufen. Weiter entlang der L125 nach Pfaffenweiler und Ehrenkirchen nach Bad Krozingen. Weiter entlang der B3 nach über Heitersheim und Buggingen nach Müllheim.
Emmendingen – Lahr 30,6 km Von Emmendingen über Herbolzheim, Kenzingen und Ringsheim nach Lahr in Planung Entlang der Badischen Hauptbahn

In der Region Südlicher Oberrhein werden Routen nach und im Umland von Freiburg geprüft, im Dreiländereck Baden-Württemberg/Elsass/Schweiz Strecken nach Basel. Im Bereich Freiburg werden derzeit zwei Strecken mit Investitionskosten von 32 Mio. € favorisiert, die Bürgermeister der Region wollen eine schnelle Umsetzung, halten die Finanzierung jedoch noch für fragwürdig.

Regierungsbezirk Karlsruhe

Region Rhein-Neckar

Name Kürzel Länge Streckenverlauf Stand Beschreibung Bild
Radschnellweg Heidelberg – Mannheim RS 2 22 km Mannheim – Ilvesheim – Edingen-Neckarhausen – Heidelberg im Bau Im Jahr 2018 wurde für die Strecke eine Machbarkeitsstudie vorgestellt. Der genaue Streckenverlauf steht seit Juli 2020 fest. Erste grobe Kostenschätzungen gehen von Projektkosten von etwa zwölf Millionen Euro. Das Planfeststellungsverfahren sollte 2024 abgeschlossen werden. Mit dem Bau der ersten beiden Teilstücke zwischen Ladenburg und Edingen-Neckarhausen bzw. in Mannheim-Feudenheim wurde im Februar 2025 begonnen.
Radschnellweg Mannheim – Weinheim RS 15 ca. 18 km Mannheim – Viernheim – Weinheim in Betrieb: Mannheim-Feudenheim – Mannheim-Käfertal Ausgehend von der Machbarkeitsstudie der Metropolregion Rhein-Neckar, soll dieser Radschnellweg durch Förderungen des Bundes geplant und gebaut werden.

Zum Beginn der BUGA 2023 wurde eine Teilstrecke des RS 15 in Betrieb genommen. Die Teilstrecke ist beleuchtet und es existiert eine parallele, getrennte Fußverkehrsführung. Die auf dem BUGA verlaufende Teilstrecke wurde am 01.12.2023 freigegeben. Weitere Teilstücke in Käfertal wurden 2024 bzw. 2025 freigegeben. Damit sind bisher 4,3 km der Strecke befahrbar. Dies ist eine Teilstrecke der geplanten Strecke Darmstadt – Mannheim.

in Planung:

Mannheim Käfertal - Weinheim

Radschnellweg Darmstadt – Heidelberg / Mannheim geschätzt 50–55 km + 15 km Darmstadt – Weinheim – Heidelberg / Mannheim teilweise in Planung In der Diskussion befindet sich eine Radpendlerroute im Siedlungsgürtel entlang der Bergstraße zwischen Darmstadt und Heidelberg. Ab Weinheim könnte eine rund 15 Kilometer lange Strecke nach Mannheim abzweigen (bezogen auf Mannheim bereits alleinige Stadt-Umland-Verbindung). Der Abschnitt im Kreis Bergstraße befindet sich derzeit in Planung.
Radschnellweg Heidelberg – Schwetzingen RS 16 ca. 7 km Heidelberg – Eppelheim – Schwetzingen in Planung Im Korridor wurde eine Machbarkeitsstudie erstellt.

Der Weg wird als Landesstraße klassifiziert und ist damit in Baulastträgerschaft des Landes Baden-Württemberg. Der Baubeginn soll 2027 erfolgen.

Radschnellweg Heidelberg – Wiesloch/Walldorf RS 22 16,7 km Heidelberg – Wiesloch/Walldorf in Planung Es wurde von Land und Landkreis eine Planungsvereinbarung unterzeichnet.

Mittlerer Oberrhein

Im Frühjahr 2019 wurde eine Machbarkeitsstudie des Regionalverbands Mittlerer Oberrhein vorgestellt, in der 120 km Radrouten auf Eignung als Radschnellverbindungen hin untersucht wurden. Das Netz bestünde aus einer Rundrunde im Bereich Karlsruhe und 6 radialen Anschlussrouten an diesen Radring:

  • Pfinztal – Karlsruhe
  • Bruchsal – Stutensee – Karlsruhe
  • Bühl / Baden-Baden – Rastatt – Karlsruhe (RS 13)
  • Ettlingen – Karlsruhe (RS 10)
  • Wörth am Rhein – Karlsruhe
  • Leopoldshafen (Gemeinde Eggenstein-Leopoldshafen) – Karlsruhe

Der Regierungsbezirk Karlsruhe hat 2021 mit den Scopingverfahren die Vorplanung für folgende zwei Routen aufgenommen:

In Planung befindlich
Name Kürzel Länge Streckenverlauf Stand Beschreibung Bild
Radschnellweg Karlsruhe – Ettlingen RS 10 ca. 5 km Karlsruhe – Ettlingen in Planung Der Regierungsbezirk Karlsruhe begann 2021 mit den Scoping-Verfahren.

Das Regierungspräsidium empfahl im April 2023 eine Vorzugsvariante.

Radschnellweg Karlsruhe – Rastatt RS 13 21,5 km Rastatt – Ötigheim – Bietigheim – Durmersheim – Rheinstetten – Karlsruhe in Planung Der Regierungsbezirk Karlsruhe begann 2021 mit den Scoping-Verfahren. Die Vorzugsvariante des Projektbegleitkreises wurde im Dezember 2023 vom Ministerium für Verkehr BW genehmigt. Es findet nun die Entwurfsplanung statt.

Regierungsbezirk Stuttgart

Region Stuttgart

Name Kürzel Länge Streckenverlauf Stand Beschreibung Bild
Radschnellweg Ehningen – Böblingen/Sindelfingen – Stuttgart RS 1 geschätzt 20 km / 13 km fertig gestellt (Stand 08-2023) Böblingen/Sindelfingen – Stuttgart in Betrieb Anbindung von Böblingen und Sindelfingen an Stuttgart. Auf 8 km Länge wurde die gepflasterte Römerstraße auf vier Meter Breite asphaltiert und beleuchtet. Der Ausbau kostete drei Millionen Euro und wurde im Frühjahr 2019 fertiggestellt. Der Sindelfinger Zweig führt von der Mahdentalstraße über den Mönchsbrunnen und das Musberger Sträßle bis zur Römerstraße. Auf 80 Meter Strecke bleibt aus Gründen des Denkmalschutzes das historische Pflaster sichtbar. Eine Brücke zur Überquerung der K1057 bei der Panzerkaserne Böblingen wurde 2025 eröffnet.
Böblingen – Sindelfingen RS 1 Stadtzentren und Verbindungen zwischen

Böblingen und Sindelfingen

im Bau

und in Planung

In Böblingen und Sindelfingen sind umfangreiche Bauprojekte im Gang. Seit ca. 2020 Straßensperrungen für den Ausbau des Fernwärmenetzes, dabei werden schrittweise Radwege neugebaut oder verbreitert. Radwege sind durch Bauarbeiten an den Brücken im Rahmen der Autobahnverbreiterung der A81 unterbrochen oder beeinträchtigt. Abschluss der Bauarbeiten bis ca. 2025. In Diskussion: Autobahnquerung mir zusätzlicher Brücke in der Nähe der K 1073 statt über die Brücke der Calwer Straße. In Planung: Autobahnquerung und Radschnellweg über den Lärmschutzdeckel Böblingen/Sindelfingen.
Radschnellweg Ehningen – Böblingen RS 1 ca. 4 km Böblingen – Ehningen in Betrieb Eröffnung des Radschnellwegs Ende Mai 2020. Die Strecke bildet die Fortsetzung des Radwegs von Stuttgart nach Böblingen in Richtung Herrenberg. In den Innenstadtbereichen Böblingen und Sindelfingen bisher nur allgemeine Radwege.
Radschnellweg Herrenberg – Nufringen – Gärtringen – Ehningen – Böblingen – Sindelfingen – Vaihingen, Abschnitt

Herrenberg bis Ehningen

RS 1 geschätzt 20–25 km Herrenberg – Nufringen – Gärtringen – Ehningen in Planung Eine Machbarkeitsstudie für diesen Korridor im Landkreis Böblingen wurde erstellt. Dieser Korridor soll an die Strecke von Ehningen nach Stuttgart anschließen. Für den Abschnitt Ehningen – Gärtringen begannen 2021 die Vorplanungen.
Strecke im Landkreis Böblingen RS 18 geschätzt 25–30 km Renningen – Magstadt –

Sindelfingen – Böblingen – Holzgerlingen – Weil im Schönbuch

in Diskussion Eine Machbarkeitsstudie für diesen Korridor im Landkreis Böblingen wurde erstellt. Planungen und Bau im Bereich von Böblingen und Sindelfingen
Strecke im Landkreis Böblingen RS 17 ca. 16 km Weil der Stadt – Renningen – Leonberg – Ditzingen – Korntal-Münchingen in Diskussion Eine Machbarkeitsstudie liegt vor.
Radschnellweg Neckartal RS 4 ca. 22 km (Stuttgart -) Esslingen am Neckar – Altbach – Deizisau – Plochingen – Reichenbach an der Fils (– Göppingen) in Planung
Radschnellweg Filstal RS 14 ca. 22 km Geislingen an der Steige – Süßen – Göppingen – EbersbachReichenbach an der Fils (- RS 4) Machbarkeitsstudie in Bearbeitung: Geislingen – Süßen Planungskosten in Höhe von etwa 3,2 Mio. €. Kosten-Nutzen-Verhältnis von 1,7.
in Betrieb: Süßen – Eislingen
in Planung: Eislingen – Ebersbach
in Betrieb: Ebersbach – Reichenbach
Radschnellweg Schorndorf – Fellbach RS 5 ca. 22 km Schorndorf – Waiblingen – Fellbach – Stuttgart in Planung Die Bürgerbeteiligung wurde im Juli 2023 gestartet.
Radschnellweg Ludwigsburg – Waiblingen RS 8 15 km Ludwigsburg – Remseck – Waiblingen (- RS 5) in Planung Eine Machbarkeitsstudie wurde erstellt und Planungskosten von 1,8 Mio. € genehmigt. Geschätzte Gesamtkosten ca. 31 Mio. € Die Bürgerbeteiligung wurde im Juni 2023 gestartet.
Radschnellweg Bietigheim-Bissingen – Stuttgart RS 21 14 km Bietigheim-Bissingen – Ludwigsburg (RS 8) – Kornwestheim – Stuttgart in Planung

Stuttgart-Esslingen-Plochingen (Radschnellweg Neckartal)

Am 6. März 2018 unterzeichneten die Bürgermeister der betroffenen Gemeinden, der Landrat des Landkreises Esslingen und das Verkehrsministerium eine Mitwirkungserklärung. Das beauftragte Planungsbüro Radverkehr-Konzept stellte drei Grundvarianten für die Realisierung vor. Bei der „verkehrspolitischen Radtour“ des Landkreises Esslingen am 21. Juli 2018 wurde die „Variante 2“, die zwischen der Stadtgrenze Stuttgart und Höhe Deizisau Freibad unmittelbar nördlich des Neckars verläuft, als sehr potentialreich und in absehbarer Zeit umsetzbar und somit als Vorzugsvariante bezeichnet. Am 9. November 2018 stellte RV-K „weitere Variante für die finale Bewertung“, eine Mischvariante aus 1 und 2, vor. Die Machbarkeitsstudie des Landkreises Esslingen wurde Ende Februar 2019 veröffentlicht. Die Fertigstellung des gesamten Radschnellwegs soll 2028 erfolgen, dabei soll 2020 der Baubeginn erfolgen. Eine Schätzung der Baukosten von Februar 2019 beträgt etwa 60 Mio. €.

Nach wie vor ungeklärt ist, wie der Radschnellweg angesichts der geforderten Breite auf Stuttgarter Gemarkung fortgesetzt werden soll. Der ursprünglich für Herbst 2017 geplante Bau der Stuttgarter Hauptradroute 2 zwischen Hedelfingen und Stuttgart-Zentrum verzögert sich jedenfalls aufgrund des Einspruchs einiger Gemeinderäte. Bis Ende 2018 will nun auch die Landeshauptstadt Stuttgart eine Machbarkeitsstudie für Radschnellwege fertiggestellt haben.

Region Heilbronn-Franken

Name Kürzel Länge Streckenverlauf Stand Beschreibung Bild
Radschnellweg

Heilbronn – Bad Wimpfen

RS 3 etwa 20 km Bad Wimpfen – Neckarsulm – Heilbronn in Betrieb: Demonstrationsstrecke bei Bad Wimpfen Eine 1,7 km lange Demonstrationsstrecke wurde im April 2025 freigegeben.
In Planung Der Weg soll im Korridor des Neckars, überwiegend auf dem bestehenden Neckarradweg, von Bad Wimpfen über Neckarsulm nach Heilbronn führen.
Radschnellweg

Neckarsulm - Weinsberg - Obersulm

RS 23 ca. 14 km Neckarsulm - Weinsberg - Obersulm in Planung Soll an den RS 3 in Neckarsulm anschließen. Wird vom BMDV gefördert.

Regierungsbezirk Tübingen

Region Neckar-Alb

Name Kürzel Länge Streckenverlauf Stand Beschreibung Bild
Radschnellweg

Rottenburg -Tübingen

RS 11 12 km Rottenburg am Neckar – Tübingen in Planung Für diese Relation wurde im Oktober 2019 eine Machbarkeitsstudie vorgelegt.

Darin wird eine Vorzugstrasse südlich des Neckars mit geschätzten Gesamtkosten von 24 Mio. € vorgeschlagen.

Tübingen Innenstadt teilweise fertig, teilweise im Bau Zentrale Achsen bestehen mit dem Schlossbergtunnel und dem Blauen Band, Ann-Arbor-Brücke, Radbrücke Mitte, Radbrücke Ost, Fuß- und Radbrücke Lustnau. Im Bau: Unterführung Güterbahnhof, Radspuren im Steinlachtal Richtung Dusslingen und Mössingen. Das Konzept soll bis 2030 ein lückenloses Netz bilden. In Planung: Ersatz der Alleenbrücke.
Radschnellweg

Tübingen – Reutlingen

RS 19 zw. 9-17 km Tübingen – Reutlingen in Planung Für diese Relation wurde im Oktober 2019 eine Machbarkeitsstudie vorgelegt.

Darin wird eine Trasse mit geschätzten Gesamtkosten von 14 Mio. € vorgeschlagen.

Befindet sich derzeit in der Vorplanung (Stand August 2024)

Region Bodensee-Oberschwaben

Name Kürzel Länge Streckenverlauf Stand Beschreibung Bild
Radschnellweg

Friedrichshafen – Baindt

RS 9 29 km Friedrichshafen – Meckenbeuren – Ravensburg – Weingarten – Baienfurt – Baindt in Planung Für diese Relation wurde im Februar 2020 eine Machbarkeitsstudie vorgelegt.

Die Planung für die Radschnellverbindung soll bis Ende 2024 abgeschlossen sein. Sie wird durch den Bund gefördert

Weitere Projekte

Name Kürzel Länge Streckenverlauf Stand Beschreibung Bild
Veloring Friedrichshafen 7 km auf dem Stadtgebiet von Friedrichshafen in Betrieb Die Route führt auf einem langgezogenen Halbkreis um die Stadtmitte von Friedrichshafen. Zwei zusammen 900 m lange Abschnitte wurden bereits im September 2017 eröffnet (Querschnitt: 3,5 Meter breiter Radweg und 2,5 Meter breiter Gehweg getrennt durch Grünstreifen).
im Bau

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