Hotel de Rome Berlin

Das Hotel de Rome Berlin ist ein luxuriöses Hotel im Berliner Ortsteil Mitte des gleichnamigen Bezirks. Es steht in der Behrenstraße 37 am Bebelplatz und wurde im Oktober 2006 eröffnet. Der Name des Hotels erinnert an das Grand Hotel de Rome, das bis 1910 rund 400 Meter entfernt stand. In unmittelbarer Nähe befinden sich die St.-Hedwigs-Kathedrale und die Staatsoper Unter den Linden.

Hotel de Rome Berlin

Hotelbau, 2009

Daten
Ort Berlin-Mitte, Behrenstraße/Bebelplatz
Architekt Ludwig Heim
Architekten Ludwig Hoffmann,
Richard Paulick
Bauherrin Dresdner Bankgesellschaft
Baustil Neorenaissance
Baujahr 1889
Bauzeit 1887 bis 1889, 1952
Grundfläche 7125 m²
Koordinaten 52° 30′ 57″ N, 13° 23′ 38″ O
Besonderheiten
Kulturdenkmal

Das Hotel de Rome wurde bis Herbst 2025 von der Hotelgruppe Rocco Forte betrieben und gehörte zum Hotelverbund The Leading Hotels of the World. Im Oktober 2025 übernahm die Eigentümerin der Immobilie, die italienische Gruppe Statuto, selbst den Betrieb. Ab 2027 soll das Haus als Four Seasons Hotel Berlin durch Four Seasons betrieben werden.

Geschichte

Ein Bankgebäude entsteht

Das zwischen 1887 und 1889 nach Plänen des Architekten Ludwig Heim begonnene Gebäude an der Behrenstraße 36–39 wurde kurz nach Inbetriebnahme mehrfach erweitert, unter anderem fügte Ludwig Hoffmann im Jahr 1923 drei weitere Etagen über dem Attikageschoss hinzu. Das Haus diente bis 1945 als Hauptsitz der Dresdner Bank.

Bei den Endkämpfen des Zweiten Weltkriegs wurden die Gebäudeteile an der Ecke des Bebelplatzes bis auf das Erdgeschoss zerstört. Als im Jahr 1952 die Kriegsschäden beseitigt wurden, ließ der beauftragte Bauleiter und Architekt Richard Paulick die zusätzlichen Attikageschosse zurückbauen, weil sie die beabsichtigte Harmonisierung der Größenverhältnisse am Platz störten.

In der DDR-Zeit diente das Bankgebäude kurzzeitig als Kino, dann als Sitz der Bezirksleitung der SED und schließlich als Staatsbank der DDR und Sitz des Berliner Stadtkontors.

Nach der deutschen Wiedervereinigung 1990 stand der Gebäudekomplex wegen Abwicklung der Staatsbank für mehr als ein Jahrzehnt in weiten Teilen leer. Das Gebäude ist ein gelistetes Baudenkmal.

Umbau und Umnutzung zum Hotel

Im Jahr 2003 erwarb die Commerz Grundbesitz Investmentgesellschaft den Ostteil der ehemaligen Geschäftszentrale der Dresdner Bank. Er umfasst den Kern, den vollständig erhaltenen Teil an der Französischen Straße und den Zwischenteil an der Hedwigskirchgasse. Der neue Eigentümer vermietete das Grundstück für 20 Jahre an Rocco Forte. 2019 erwarb Caleus Capital Investors die Immobilie.

Die eichenvertäfelten ehemaligen Büros der Bankdirektoren werden als Suiten genutzt. Im Terrazzofußboden der einstigen Schalterhalle – des heutigen Ballsaals – stehen die Namen der Hauptgeschäftsstellen der Bank: Dresden, Bremen, London und Berlin.

Das Spa des Hotels befindet sich im früheren Tresor der Bank. Die 15 Zentimeter dicken Stahltüren führen heute in ein Behandlungszimmer. Blattgold-Mosaike an den Wänden sollen an die Goldreserven der Bank erinnern, die hier aufbewahrt worden sind. Im früheren Tresorraum der Schließfächer befindet sich das Hotelschwimmbad.

Das Hotel hat 108 Zimmer und 37 Suiten, die von Olga Polizzi (* 1946) gestaltet wurden, der Tochter des Firmengründers Charles Forte.

Im Hotel befinden sich das italienische Restaurant Chiaro und die Bar The Rooftop Terrace sowie der Opera Court für Afternoon Tea.

Hotel-Auszeichnungen

  • 2013: European Finest Hotels: Eines der 70 besten Hotels in Europa
  • 2013: Varta-Führer: Empfehlung
  • 2013: Der Feinschmecker: Restaurant Parioli ist eines der besten italienischen Restaurants in Berlin
  • 2017: Forbes Travel Guide: Five-Star Hotel Rating Award
  • 2018: Busche Gala Awards: Hotel des Jahres 2019
  • 2022: Forbes Travel Guide: Five Star Award

Hotel-Direktoren

  • 2006–2015: Thies Sponholz
  • 2015–2017: Peter Kienast
  • 2017–2023: Gordon Debus
  • seit 2023: 0 Ulrich Schwer

Architektur

Es handelt sich um einen Monumentalbau mit drei Geschossen und einem zu Beginn der 1920er Jahre aufgesetzten zurückspringenden Attikageschoss im Stil der römischen Hochrenaissance. Die mit Werkstein verkleidete Hauptfassade erstreckt sich an der Behrenstraße und bildet mit einem fünfachsigen Risaliten die Südseite des Forum Fridericianum. Ursprünglich befand sich der Risalit symmetrisch in der Mitte des Gebäudes, bevor dieses nach Westen um neun Achsen verlängert wurde. Ebenfalls nachträglich erhielt der Seitenflügel an der Hedwigkirchstraße seine endgültige Form. Die Rückseite des Bauwerks an der Französischen Straße ist neunachsig, alle Achsen sind jeweils durch Kolossalsäulen monumental betont. Der Bauwerkssockel besitzt rundumn ein Bossenwerk. Fenster und Eingänge sind hier rundbogig.

Mehrere Innenhöfe bildeten eine vollständige Abfolge von Kassenräumen, die erhalten sind, aber wegen der Umnutzung im Inneren zu Beginn des 21. Jahrhunderts verändert wurden.

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