Der Sportclub Empor Rostock war ein am 11. November 1954 in Rostock gegründeter Sportclub im DDR-Sportsystem.
| SC Empor Rostock | |
|---|---|
| Name | Sportclub Empor Rostock |
| Sportart | Fußball, Handball, Eishockey, Turnen, Schwimmen, Wasserspringen und Leichtathletik |
| Gründung | 1954 in Rostock |
| Auflösung | 1999 |
Geschichte
Unter seinem Dach waren zahlreiche Sportarten organisiert, unter anderem Fußball, Handball, Eishockey, Turnen, Schwimmen, Wasserspringen und Leichtathletik. Der Verein war dem VEB Fischkombinat Rostock angegliedert.
Zuvor waren die Fußballspieler bis zum 8. Spieltag der Oberliga-Saison 1954/55 als Mannschaft der BSG Empor Lauter in Lauter im Erzgebirge angesiedelt, wurden aber durch die Regierung der DDR nach Rostock delegiert, da dort mit dem SC Empor der Schwerpunktclub der Sportvereinigung Empor gegründet worden war. Der SC Empor Rostock übernahm den Oberliga-Startplatz von Lauter. Die Saison 1954/55 schloss man mit dem neunten Tabellenplatz ab. Im FDGB-Pokal 1954/55 erreichte man das Finale gegen den SC Wismut Karl-Marx-Stadt, verlor dieses aber mit 3:2 nach Verlängerung. 1965 wurden auf Beschluss des Deutschen Turn- und Sportbunds (DTSB) die Fußballer aus dem Verein ausgegliedert und daraus der F.C. Hansa Rostock gegründet. Bestritt man die Hinrunde der DDR-Oberliga 1965/66 noch als SC Empor, startete man in der Rückrunde bereits als FC Hansa.
1980 gewann der SC Empor den FDGB-Pokal im Handball.
Die meisten Nachwuchssportler des Vereins besuchten zu DDR-Zeiten die Kinder- und Jugendsportschule (KJS) in Rostock, an die mehrere Internate angeschlossen waren. Viele Spitzensportler waren in einem Hochhaus, dem Sportforum, in der Nähe des Ostseestadions untergebracht.
Einige studierten an der Außenstelle der DHfK Leipzig, die sich ebenfalls in der Nähe des Sportforums befand.
1990 erfolgte die offizielle Umgründung als eingetragener Verein. Dieser bestand in der Folge bis 1999.
Die seit der Vereinsauflösung 1999 aus den Sportlern und Abteilungen des SC Empor hervorgegangenen Vereine sind:
- 1. LAV Rostock (Leichtathletik) – Die Abteilung konnte in den 1980er Jahren zahlreiche Sportgrößen hervorbringen, wie Marita Koch, Christian Schenk, Hansjörg Kunze oder Silke Möller. 1998 löste sich die Abteilung aus dem Hauptverein.
- HC Empor Rostock (Männer-Handball) – Als elffacher Hallenhandballmeister der DDR und zweifacher Europapokalgewinner löste sich die Mannschaft 1999 vom Hauptverein.
- Rostocker HC (Frauen-Handball)
- Rostocker EC (Eishockey) – 1956/57 wurde der Spielbetrieb aufgenommen. Durch Fusionen und Umbenennungen entstand 1990 der Rostocker EC.
- SC Empor Rostock 2000 (Schwimmen) – Die Abteilung löste sich kurz vor dessen Auflösung bereits aus dem Hauptverein und wurde 2000 offiziell mit Zusatz der Jahreszahl als eigenständiger Verein gegründet, wobei das SC nicht mehr für Sportclub, sondern für Schwimmclub steht.
- Wasserspringer-Club Rostock (Wasserspringen) – Ende der 1990er Jahre aus dem Verein gelöst. Sektion Segeln: Olympische Spiele 1964 Silber/1968 Bronze/1972 Silber alles Drachen/1980 Silber 470
Logohistorie
- Das Emblem des SC Empor Rostock von 1954 bis 1956.
- Von 1956 bis 1958 wurde ein mit den Schriftzügen Sportclub im oberen und Rostock im unteren Teil des Buchstabens E modifiziertes Emblem geführt.
- Das Emblem seit 1964. Von 1956 bis 1964 wurde ein ähnliches, ebenfalls auf dem Wappen der Stadt Rostock basierendes Emblem geführt.
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