Sankt Veit in der Südsteiermark

Sankt Veit in der Südsteiermark ist seit Jahresbeginn 2015 eine Marktgemeinde mit 4.426 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025) im Bezirk Leibnitz in der Steiermark.

Marktgemeinde
Sankt Veit in der Südsteiermark
Wappen Österreichkarte
Basisdaten
Staat: Osterreich Österreich
Land: Steiermark Steiermark
Politischer Bezirk: Leibnitz
Kfz-Kennzeichen: LB
Hauptort: Sankt Veit am Vogau
Fläche: 73,90 km²
Koordinaten: 46° 45′ N, 15° 38′ OKoordinaten: 46° 44′ 52″ N, 15° 37′ 36″ O
Höhe: 260 m ü. A.
Einwohner: 4.426 (1. Jän. 2025)
Bevölkerungsdichte: 60 Einw. pro km²
Postleitzahlen: 8421–8423, 8435, 8471, 8481
Vorwahlen: 03453, 03472 (Altgemeinde Weinburg), 03184 (Altgemeinde St. Nikolai ob Dr.)
Gemeindekennziffer: 6 10 60
Adresse der Gemeinde-
verwaltung:
Am Kirchplatz 13
8423 St. Veit in der Südsteiermark
Website: www.st-veit-suedsteiermark.gv.at
Politik
Bürgermeister: Gerhard Rohrer (ÖVP)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2025)
(21 Mitglieder)
13
3
4
1
13 
Insgesamt 21 Sitze
Lage von Sankt Veit in der Südsteiermark im Bezirk Leibnitz
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap

Südansicht von St. Veit am Vogau
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Geografie

Gemeindegliederung

Das Gemeindegebiet umfasst 12 Katastralgemeinden bzw. gliedert sich in 17 Ortschaften (Fläche Stand 31. Dezember 2023; Einwohner Stand 1. Jänner 2025):

Katastralgemeinden Ortschaften
  • Hütt (596,49 ha)
  • Labuttendorf (473,51 ha)
  • Lind (341,06 ha)
  • Lipsch (336,01 ha)
  • Neutersdorf (352,39 ha)
  • Perbersdorf bei St. Veit (410,3 ha)
  • Pichla (696,72 ha)
  • St. Nikolai ob Draßling (1.167,12 ha)
  • St. Veit am Vogau (1.010,36 ha)
  • Seibersdorf bei St. Veit (547,2 ha)
  • Siebing (526,22 ha)
  • Weinburg (933,08 ha)
  • Hütt (175)
  • Labuttendorf (169)
  • Leitersdorf (140)
  • Lind bei Sankt Veit am Vogau (219)
  • Lipsch (164)
  • Marchtring (18)
  • Neutersdorf (106)
  • Perbersdorf bei Sankt Veit (141)
  • Pichla bei Mureck (140)
  • Priebing (108)
  • Rabenhof (139)
  • Sankt Nikolai ob Draßling (730)
  • Sankt Veit am Vogau (830)
  • Seibersdorf bei Sankt Veit (270)
  • Siebing (254)
  • Wagendorf (489)
  • Weinburg am Saßbach (334)

Eingemeindungen

Jeweils am 1. Jänner wurden eingemeindet:

  • 1951 Labuttendorf → Sankt Veit am Vogau
  • 1965 Neutersdorf → Sankt Veit am Vogau
  • 1968 Perbersdorf bei Sankt Veit, Pichla bei Mureck und Siebing → Weinburg am Saßbach
  • 1968 Lichendorf, Oberschwarza, Seibersdorf bei Sankt Veit und Unterschwarza → Weitersfeld an der Mur
  • 1969 Hütt und ein Teil von Marchtring → Sankt Nikolai ob Draßling
  • 1970 Lind bei Sankt Veit am Vogau und Lipsch → Sankt Veit am Vogau
  • 2015 wurden Sankt Nikolai ob Draßling, Sankt Veit am Vogau und Weinburg am Saßbach zur neuen Gemeinde Sankt Veit in der Südsteiermark vereinigt.
  • 2020 kam die Katastralgemeinde Seibersdorf bei St. Veit aus der aufgelösten Gemeinde Murfeld dazu.

Namensänderungen

  • 1. Juni 1951 Lind → Lind bei Sankt Veit am Vogau; Weinburg → Weinburg am Saßbach
  • 1. Jänner 1969 Weitersfeld an der Mur → Murfeld
  • 1. September 1999 „Marktgemeinde“ Sankt Veit am Vogau
  • 2021 Ortschaften „Lind bei Sankt Veit“ und „Pichla bei Sankt Veit“
  • 2025 Ortschaft „Lind bei Sankt Veit am Vogau“

Nachbargemeinden

Die Gemeinde ist von sechs Nachbargemeinden umgeben, drei davon liegen im Bezirk Südoststeiermark (SO).

Schwarzautal Mettersdorf am Saßbach (SO)
und
Sankt Peter am Ottersbach (SO)
Gabersdorf Mureck (SO)
Straß in Steiermark

Geschichte

Die Gemeinde Sankt Veit in der Südsteiermark entstand im Rahmen der Gemeindestrukturreform in der Steiermark aus den zum Jahresende 2014 aufgelösten Gemeinden Sankt Veit am Vogau und Sankt Nikolai ob Draßling, beide im politischen Bezirk Leibnitz gelegen, sowie der Gemeinde Weinburg am Saßbach im politischen Bezirk Südoststeiermark.

Die Grenzen der Bezirke Südoststeiermark und Leibnitz wurden so geändert, dass die neue Gemeinde vollständig im Bezirk Leibnitz liegt.

Mit Ende des Jahres 2019 wurde die Nachbargemeinde Murfeld aufgelöst und auf die beiden Gemeinden Sankt Veit und Straß aufgeteilt, die Katastralgemeinde Seibersdorf bei St. Veit wurde in die Marktgemeinde Sankt Veit in der Südsteiermark eingemeindet. Auch hier wechselte die Katastralgemeinde vom Bezirk Südoststeiermark in den Bezirk Leibnitz über.

Die ehemalige Gemeinde Weinburg am Saßbach lag bis Ende 2012 im Bezirk Radkersburg und hatte das Kfz-Kürzel „RA“. Ab Mitte 2013 bis Ende 2014 wurden Kennzeichen mit dem Kürzel „SO“ zugeteilt, seit 2015 ist es „LB“. Die Ortschaft Seibersdorf bei Sankt Veit hatte nach „RA“ bis Ende 2019 das Kürzel „SO“ (Bezirk Südoststeiermark).

Bevölkerungsentwicklung

Sankt Veit in der Südsteiermark: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2025
Jahr  Einwohner
1869
  
4.295
1880
  
4.538
1890
  
4.507
1900
  
4.369
1910
  
4.529
1923
  
4.379
1934
  
4.456
1939
  
4.305
1951
  
4.287
1961
  
3.895
1971
  
4.039
1981
  
4.166
1991
  
4.248
2001
  
4.375
2011
  
4.295
2021
  
4.415
2025
  
4.426
Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 2021

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Sankt Veit in der Südsteiermark
  • Schloss Weinburg am Saßbach
  • Katholische Pfarrkirche St. Nikolai ob Draßling
  • Katholische Pfarrkirche St. Veit am Vogau

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaftssektoren

Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Anzahl der Betriebe und der Beschäftigten in den Wirtschaftssektoren:

Wirtschaftssektor Anzahl Betriebe Erwerbstätige
2021 2011 2001 2021 2011 2001
Land- und Forstwirtschaft 1) 184 - - 271 251 339
Produktion 064 058 45 542 469 556
Dienstleistung 181 166 75 583 387 228

1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999, Arbeitsstätten im Jahr 2021, Arbeitsstätten im Jahr 2021

Bildung

Neben Kinderkrippe und Kindergärten befinden sich drei Volksschulen in der Gemeinde: St. Veit am Vogau, Nikolai ob Draßling und Weinburg am Sassbach.

Verkehr

Die wichtigste Straßenverbindungen sind die Rabenhofstraße L208 im Süden und die Schwarzautalstraße L624 in den Norden der Gemeinde. Die Pyhrn Autobahn A9 verläuft knapp an der Gemeindegrenze im Südwesten, dort liegt auch die Anschlussstelle Vogau-Straß.

Der nächste Bahnhof befindet sich im rund zehn Kilometer entfernten Leibnitz. Von dort gibt es halbstündliche Schnellbahnverbindungen nach Graz.

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat besteht aus 21 Mitgliedern. Nach dem Ergebnis der Gemeinderatswahl 2025 setzt sich dieser wie folgt zusammen:

  • 13 Mandate ÖVP
  • 03 Mandate SPÖ
  • 04 Mandat FPÖ
  • 01 Mandat GRÜNE
Die letzten Gemeinderatswahlen brachten folgende Ergebnisse:
Partei 2025 2020 2015 0 2010
St. Veit in der
Südsteiermark
St. Veit
am Vogau
St. Nikolai
ob Draßling
Weinburg
am Saßbach
Stimmen % Mandate St. % M. St. % M. St. % M. St. % M. St. % M.
ÖVP 1620 58,72 13 1564 62,94 14 1458 56 12 767 58 9 588 74 11 497 69 10
SPÖ 0380 13,77 03 0736 29,62 06 0736 28 06 518 39 6 107 13 02 nicht kandidiert
FPÖ 0614 22,25 04 0185 07,44 01 0421 16 03 043 03 0 099 12 02 nicht kandidiert
GRÜNE 0145 05,26 01 nicht kandidiert nicht kandidiert
Einigkeit lohnt sich nicht kandidiert nicht kandidiert 228 31 05
Wahl­berechtigte 3.775 3.663 3.444 1.530 927 912
Wahl­beteiligung 73 % 68 % 77 % 87 % 87 % 83 %

Bürgermeister und Gemeindevorstand

Manfred Tatzl (ÖVP) wurde in der konstituierenden Sitzung des Gemeinderats vom 20. April 2015 zum Bürgermeister der neu zusammengesetzten Gemeinde gewählt. Tatzl war bereits bis Ende 2014 Bürgermeister der damaligen Gemeinde St. Veit am Vogau und führte ab 1. Jänner die Geschäfte der fusionierten Gemeinde als Regierungskommissär.

Josef Pratter, der knapp 25 Jahre Bürgermeister von St. Nikolai ob Draßling war, und die vormalige Bürgermeisterin der Gemeinde Weinburg am Saßbach, Susanne Lucchesi-Palli, traten zur Neuwahl nicht mehr an.

Mit Wirkung vom 30. April 2015 hat Manfred Tatzl sein Gemeinderatsmandat zurücklegt, da er die Geschäfte der fusionierten Gemeinde als sogenannter „Volksbürgermeister“ leiten möchte.

Dem Gemeindevorstand gehörten weiters der erste Vizebürgermeister Gerhard Rohrer, der zweite Vizebürgermeister Harald Schögler, der Gemeindekassier Georg Pock und das Vorstandsmitglied Rudolf Reinprecht an.

Mit 31. Dezember 2016 trat Manfred Tatzl von seinem Amt zurück und Vize-Bürgermeister Gerhard Rohrer übernahm seine Stelle.


Nach der Gemeinderatswahl 2020 bestand der Gemeindevorstand aus Bgm. Gerhard Rohrer (ÖVP), 1. Vizebgm. Georg Pock (ÖVP), 2. Vizebgm. Harald Schögler (SPÖ), Gemeindekassier August Jöbstl (ÖVP) und dem weiteren Vorstandsmitglied Michaela Lorber (ÖVP).


Nach der Gemeinderatswahl 2025 konstituierte sich der Gemeinderat am 16. April 2025 neu. Bürgermeister Gerhard Rohrer (ÖVP) und der 1. Vizebürgermeister Georg Pock (ÖVP) wurden in ihren Ämtern bestätigt. Die Aufgaben des 2. Vizebürgermeisters übernimmt neu Manuel Paschek (FPÖ). Michaela Lorber (ÖVP) übernimmt neu die Agenden des Gemeindekassiers und Roswitha Krenn (ÖVP) ist neu als weiteres Vorstandsmitglied im Gemeindevorstand vertreten.

Wappen

Alle drei Vorgängergemeinden hatten ein Gemeindewappen. Wegen der Gemeindezusammenlegung verloren diese mit 1. Jänner 2015 ihre offizielle Gültigkeit. Die Neuverleihung des Gemeindewappens für die Fusionsgemeinde erfolgte mit Wirkung vom 25. Oktober 2016.
Blasonierung (Wappenbeschreibung):

„Über silbernem Schildfuß, darin über schwarzem, silbern geflutetem Wellenbalken grün drei aus gemeinsamem Ursprung nach oben wachsende Weintrauben und zwei ebensolche Weinblätter, in Blau eine goldene, reich gegliederte und von Fenstern und Tür fünfzehnfach schwarz durchbrochene Kirchenfassade mit Volutengiebel samt zwei mit Knauf und Kreuz besteckten goldenen Zwiebeltürmen, zwischen diesen ein silbernes Löwenhaupt.“

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