Schlussdokument des Wiener Kongresses

Die Schlussakte des Wiener Kongresses (auch Wiener Kongressakte genannt) ist das zentrale Abschlussdokument der internationalen Konferenz in Wien, die von September 1814 bis Juni 1815 stattfand. Die Akte wurde am 9. Juni 1815 von den acht beteiligten Großmächten — Österreich, Preußen, Russland, Großbritannien, Frankreich, Spanien, Portugal und Schweden — unterzeichnet.

Inhalt

Inhaltlich umfasst die Kongressakte 121 Artikel, die die Neuordnung Europas nach den Napoleonischen Kriegen regeln. Ihr Fundament bilden die Grundsätze der Restauration, der Legitimität und des Kräftegleichgewichts. Diese sollen dazu dienen, eine beständige Friedensordnung zu schaffen und revolutionäre Umwälzungen zu verhindern.

Das Schlussdokument des Wiener Kongresses ist in einem prächtigen Codex im Original erhalten und stellt ein bedeutendes Zeugnis der europäischen Diplomatie des 19. Jahrhunderts dar. Sie schuf die Basis für eine europäische Friedensordnung, die bis zur Revolution von 1848 relativ stabil war, und prägte die politische Landschaft Europas entscheidend durch die Stärkung monarchischer Herrschaftsformen und das Zurückdrängen liberaler sowie nationaler Bewegungen.

Verwahrung

Die Schlussakte des Wiener Kongresses befindet sich heute im Österreichischen Staatsarchiv und kann dort unter Voranmeldung besichtigt werden.

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