Thomas Jann Orgelbau

Die Thomas Jann Orgelbau GmbH ist ein deutsches im Orgelbau tätiges Unternehmen.

Thomas Jann Orgelbau
Rechtsform GmbH
Gründung 1974
Sitz Allkofen, Laberweinting, Deutschland
Leitung Thomas Jann
Branche Musikinstrumentenbau
Website www.jann-orgelbau.de

Geschichte

Unternehmensgründer Georg Jann hatte sein Handwerk unter anderem bei Alexander Schuke in Potsdam gelernt. Nach Tätigkeit als Intonateur bei Orgelbau Sandtner in Dillingen übernahm Georg Jann 1974 in Regensburg die Firma von Eduard Hirnschrodt. 1975 wurde als Opus 1 die Orgel in Schlicht bei Vilseck erbaut, im Jahr 2012 wurde das Opus 282 erreicht. 1980 zog der Betrieb in geräumigere Gebäude nach Laberweinting in Niederbayern. Die stilistisch vielfältigen, auch sehr großen Neubauten für Kirche und Konzertsaal verbinden auf hohem Niveau traditionelle mit modernen Elementen. Eine Restaurierungsabteilung des Unternehmens führt seit 1987 Restaurierungen durch.

1986 stieg der heutige Geschäftsführer, Orgelbaumeister Thomas Jann in das Unternehmen ein, nachdem er seine Ausbildung bei Richard Rensch absolviert hatte. 1990 legte er in Ludwigsburg seine Meisterprüfung ab. Seit 1995 ist er Geschäftsführer der Thomas Jann Orgelbau GmbH, seit 1999 Restaurator im Orgel- und Harmoniumbauer-Handwerk und seit September 1999 öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz. Im September 2024 feierte Thomas Jann Orgelbau das 50-jährige Betriebsjubiläum.

Werkliste (Auswahl)

Die Größe der Instrumente wird in der sechsten Spalte durch die Anzahl der Manuale und die Anzahl der klingenden Register in der siebten Spalte angezeigt. Ein großes „P“ steht für ein selbstständiges Pedal. Bis 1995 entstandene Instrumente finden sich in der Werkliste von Georg Jann.

Jahr Opus Ort Kirche Bild Manuale Register Bemerkungen
1996 218 Regensburg St. Anton III/P 39 Erstes Werk nach der Firmenübernahme
→ Orgel
1997 220 München-Laim St. Philippus II/P 30
1997 221 Zolling St. Johannes Baptist II/P 18 → Orgel
1997 222 Nienburg/Weser St. Martin III/P 37 → Orgel
1997 223 Fulda Dom II/P 12 Chorbegleitorgel
→ Orgel
1997 225 Luhe St. Martin II/P 22 → Orgel
1998 226 Holztraubach St. Laurentius II/P 13
1998 227 Pfaffenberg St. Peter II/P 18
1999 229 Michelstadt Stadtkirche III/P 42 Neubau im Gehäuse von 1807
→ Orgel
1999 231 Gotteszell Asam-Basilika St. Anna im Kloster Gotteszell III/P 45 → Orgel
1999 234 Landsberg am Lech Christuskirche II/P 17
2000 236 Altötting Stiftspfarrkirche V/P 78 Neubau hinter Gehäuse von 1725.
→ Orgel
2001 239 Oberaudorf Pfarrkirche Zu Unser Lieben Frau II/P 24 → Orgel
2001 243 Falkenberg (Niederbayern) Pfarrkirche St. Laurentius II/P 19 Neubau in historischem Prospekt.
→ Orgel
2002 245 Mauern St. Johannes Baptist II/P 17 → Orgel
2002 246 Düdelingen (Luxemburg) Pfarrkirche St. Martin IV/P 72 Restaurierung der Orgel von 1912.
→ Orgel
2002 247 Niederhöcking Pfarrkirche St. Martin II/P 22 → Orgel
2002 249 Massing St. Stephan II/P 18
2002 250 Donaustetten Heilige Familie II/P 21 → Orgel
2003 251 Obersulmetingen St. Ulrich II/P 18 → Orgel
2003 252 Landshut St. Margaret neu I 5 → Orgel
2003 255 Loizenkirchen Pfarrkirche St. Dionysius II/P 22
2003–2005 Obereisenheim Evangelische Kirche I/P 11 Restaurierung der Orgel von Johann Adam Brandenstein von 1721
→ Orgel
2004 257 Langquaid Pfarrkirche St. Jakob II/P 21 → Orgel
2004 259 Heilsbronn/Mittelfranken Kath. Kirche „Unsere Liebe Frau“ II/P 23 → Orgel
2005 260 Andechs Klosterkirche Andechs III/P 31 Neubau hinter Prospekt von 1715.
→ Orgel
2006 265 Gunzenhausen Ev. Kirche St. Maria III/P 45 Richtungsweisend mit elektrischen Einzeltonventilen im Pedal
→ Orgel
2007 269 Neustadt an der Waldnaab Stadtpfarrkirche St. Georg III/P 34 Neubau unter Verwendung großer Teile der Weise-Orgel von 1974;

Neues Hauptorgelgehäuse, Restaurierung des historischen Rückpositivgehäuses
→ Orgel

2009 272 Fürstenfeld Pfarrkirche Fürstenfeld III/P 26 Neubau unter Verwendung des historischen Orgelgehäuse aus dem Jahr 1753.
→ Orgel
2009 273 Lörrach Stadtpfarrkirche St. Bonifatius III/P 42 → Orgel
2009 274 Obertraubling Pfarrkirche St. Georg III/P 33 Neubau unter Verwendung alten Pfeifenmaterials (Binder und Siemann, 1915) in barockem Prospekt.
→ Orgel
2010 277 Waegwan (Südkorea) Benediktinerkloster Waegwan III/P 40 → Orgel
2012 282 Weinstadt-Endersbach St. Andreas II/P 23 → Orgel
2012 Sonneberg St. Stefan II/P 17 in Zusammenarbeit mit Claudius Winterhalter
2014 285 Weggental Weggentalkirche III/P 32 → Orgel
2016 286 Burghausen Zu Unserer Lieben Frau III/P 34 → Orgel
2016 287 Bodenkirchen Pfarrkirche St. Johannes der Täufer II/P 22 → Orgel
2016 291 Würzburg-Grombühl Thomaskirche II/P 16 → Orgel
2017 288 Allkofen St. Michael II/P 17 → Orgel
2020 292 Lappersdorf-Kareth St. Elisabeth II/P 18 → Orgel
2022 Wörth an der Donau St. Petrus II/P 24 in Zusammenarbeit mit Claudius Winterhalter

Literatur

  • Hermann Fischer, Theodor Wohnhaas: Lexikon süddeutscher Orgelbauer. Florian Noetzel Verlag, Wilhelmshaven 1994, ISBN 3-7959-0598-2.
  • Thomas Jann Orgelbau GmbH und Matthias Zimmer (Hg.): 50 Jahre Jann Orgelbau. Eigenverlag, Laberweinting, Allkofen 2024.

wikipedia, wiki, enzyklopädie, buch, bibliothek, artikel, lesen, kostenlos herunterladen, Informationen über Thomas Jann Orgelbau, Was ist Thomas Jann Orgelbau? Was bedeutet Thomas Jann Orgelbau?