Weißbach bei Lofer

Weißbach bei Lofer ist eine Gemeinde mit 416 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025) im Bezirk Zell am See (Pinzgau) im Land Salzburg. Ortsteile sind Frohnwies, Hintertal, Oberweißbach, Pürzlbach und Unterweißbach. Die Gemeinde ist seit 2008 Teil der Bergsteigerdörfer-Initiative des ÖAV.

Weißbach bei Lofer
Wappen Österreichkarte
Basisdaten
Staat: Osterreich Österreich
Land: Land Salzburg Salzburg
Politischer Bezirk: Zell am See
Kfz-Kennzeichen: ZE
Hauptort: Oberweißbach
Fläche: 69,60 km²
Koordinaten: 47° 31′ N, 12° 45′ OKoordinaten: 47° 31′ 0″ N, 12° 45′ 0″ O
Höhe: 666 m ü. A.
Einwohner: 416 (1. Jän. 2025)
Bevölkerungsdichte: 6 Einw. pro km²
Postleitzahl: 5093
Vorwahl: 06582
Gemeindekennziffer: 5 06 27
Adresse der Gemeinde-
verwaltung:
Unterweißbach 36
5093 Weißbach bei Lofer
Website: www.weissbach.at
Politik
Bürgermeister: Josef Michael Hohenwarter (ÖVP)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2024)
(9 Mitglieder)
2
7
Insgesamt 9 Sitze
Lage von Weißbach bei Lofer im Bezirk Zell am See
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Geografie

Die Gemeinde liegt zwischen 666 m ü. A. (Ortsmitte) und 2634 m ü. A. (Birnhorn), umgeben von den Ausläufern des Steinernen Meers, der Leoganger und Loferer Steinberge.

Gemeindegliederung

Das Gemeindegebiet umfasst folgende fünf Ortschaften (Bevölkerung am Stand 1. Jänner 2025):

  • Frohnwies (46)
  • Hintertal (36)
  • Oberweißbach (151)
  • Pürzlbach (34)
  • Unterweißbach (149)

Die Gemeinde besteht aus zwei Katastralgemeinden (Fläche Stand 31. Dezember 2023):

  • Oberweißbach (5.260,9 ha)
  • Unterweißbach (1.699,04 ha)

Mit etwa 400 Einwohnern ist Weißbach die kleinste Gemeinde im Pinzgau. Die ältesten Bauernhöfe der Gemeinde wurden schon um 1100 urkundlich erwähnt. Bis Ende Mai 1923 gehörte die Gemeinde zum Gerichtsbezirk Lofer, dann bis Juni 2017 zum Gerichtsbezirk Saalfelden. Mit 1. Juli 2017 wurde sie dem Gerichtsbezirk Zell am See zugewiesen.

Nachbargemeinden

Geschichte

Seit 1946 ist Weißbach eine eigene politische Gemeinde und seit 1994 Modellgemeinde der Dorf- und Stadterneuerung. Am 22. Juli 2007 wurde der Naturpark Weißbach eröffnet, zu der auch die Seisenbergklamm gehört. Der Weißbach mündet hier in die Saalach. An der Errichtung des Naturparks hatten die privatrechtlich dem Freistaat Bayern gehörenden Saalforste wesentlichen Anteil.

Bevölkerungsentwicklung

Weißbach bei Lofer: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2025
Jahr  Einwohner
1869
  
227
1880
  
248
1890
  
266
1900
  
305
1910
  
315
1923
  
329
1934
  
327
1939
  
357
1951
  
404
1961
  
432
1971
  
441
1981
  
422
1991
  
391
2001
  
406
2011
  
427
2021
  
403
2025
  
416
Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1.1.2021

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Weißbach bei Lofer
  • Katholische Pfarrkirche Weißbach bei Lofer Hl. Dreifaltigkeit
  • Seisenbergklamm
  • Kallbrunnalm
  • Kammerlingalm
  • Litzlalm
  • Lamprechtsofen
  • Pass Hirschbichl
  • Dießbachstausee

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaftssektoren

Von den 33 landwirtschaftlichen Betrieben des Jahres 2010 wurde jeweils rund ein Drittel im Vollerwerb, im Nebenerwerb und von juristischen Personen geführt. Dabei wurden sieben Prozent der Flächen von den Nebenerwerbsbauern bewirtschaftet, über siebzig Prozent von den Betrieben von juristischen Personen. Im Produktionssektor entfielen fast drei Viertel der Erwerbstätigen auf die Bauwirtschaft.

Wirtschaftssektor Anzahl Betriebe Erwerbstätige
2021 2011 2001 2021 2011 2001
Land- und Forstwirtschaft 1) 11 33 29 10 21 21
Produktion 10 8 4 81 87 75
Dienstleistung 28 25 22 65 52 55

1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999

Berufspendler

Von den zweihundert Erwerbstätigen, die im Jahr 2011 in Weißbach wohnten, arbeiteten neunzig in der Gemeinde, 110 pendelten aus. Dafür kamen siebzig aus dem Umland zur Arbeit nach Weißbach.

Energie

Weißbach bei Lofer gehört zu den 24 Gemeinden in Österreich (Stand 2019), die mit der höchsten Auszeichnung des e5-Gemeinden Energieprojekts ausgezeichnet wurden. Das e5-Gemeinde-Projekt soll die Umsetzung einer modernen Energie- und Klimapolitik auf Gemeindeebene fördern.

Politik

Gemeinderat

Gemeinderatswahl 2024
Wahlbeteiligung: 81,5 %
 %
70
60
50
40
30
20
10
0
64,4 %
(+8,1 %p)
27,4 %
(−3,1 %p)
8,2 %
(−5,1 %p)
20192024

Die Gemeindevertretung hat insgesamt 9 Mitglieder.

Bürgermeister

Die Bürgermeister seit 1946 waren:

  • 1946–1948 Alexander Haitzmann
  • 1948–1954 Josef Lohfeyer
  • 1954–1969 Hermann Pöttler
  • 1969–1989 Peter Hohenwarter (ÖVP)
  • 1989–2003 Egon Fröschl (ÖVP)
  • seit 2003 Josef Michael Hohenwarter (ÖVP)

Wappen

Die Blasonierung des Gemeindewappens lautet: „In blauem Schild ein goldener zwölfendiger Hirsch, ruhend auf einem, von silbernen Wellenbalken überzogenen grünen Dreiberg.“

Persönlichkeiten

  • Balthasar Linsinger (1902–1986), österreichischer Pfarrer, Gerechter unter den Völkern
  • Fritz Hillebrand (1917–1957), deutscher Motorradrennfahrer
  • Marianne Hengl (* 1964), österreichische Behindertenaktivistin, Buchautorin und Ehrenbürgerin

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