Clemens Robert Alexander von Goetze (* 29. März 1962 in West-Berlin) ist ein deutscher Diplomat. Er ist seit 2024 Botschafter in Mexiko.
Leben
Clemens von Goetze wurde als Sohn des Kaufmanns Horst von Goetze und dessen Frau Christa, geb. Stendell, in Berlin-Wilmersdorf geboren und wuchs in Gaustadt bei Bamberg und Hofgeismar auf. Nach dem Abitur an der Albert-Schweitzer-Schule in Hofgeismar 1981 studierte er Rechtswissenschaft und Geschichte an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und schloss 1987 mit dem Ersten Juristischen Staatsexamen und 1988 mit der Magisterprüfung in Geschichte ab. Nach dem Rechtsreferendariat und dem Zweiten Juristischen Staatsexamen wurde er 1990 in Nürnberg bei Christoph Link mit der Arbeit Die Außenvertretung Berlins (West). Zugleich ein Beitrag zu den Rechten der Alliierten bei der deutschen Einigung zum Dr. jur. promoviert.
Einsatz im Auswärtigen Dienst
1990 begann von Goetze den Vorbereitungsdienst für den höheren Auswärtigen Dienst. Von 1991 bis 1992 war er Referent im Büro der Staatssekretäre des Auswärtigen Amtes, anschließend bis 1994 Referent für Politik, Rechts- und Konsularwesen an der Botschaft in Manila. Von 1994 bis 1997 war er Referent im Referat Personal des höheren Dienstes, anschließend bis 2002 Persönlicher Referent von Bundesaußenminister Klaus Kinkel sowie von dessen Nachfolger Joschka Fischer.
Danach fungierte von Goetze von 2002 bis 2003 als Gesandter und Ständiger Vertreter des Botschafters in der Türkei und war dort zugleich auch Leiter der Politischen Abteilung. Im Anschluss war er zwischen 2003 und 2005 wieder in der Zentrale des Auswärtigen Amtes tätig und war als Stellvertretender Leiter des Leitungsstabes für die Bereiche Ministerbüro, Parlament, Bundeskabinett und Presse zuständig. Daraufhin war er zwischen 2006 und 2009 Ständiger Vertreter bei der Europäischen Union in Brüssel sowie im Politischen und Sicherheitspolitischen Komitee der EU.
Von 2009 bis 2012 leitete er die für Außen-, Sicherheits-, Europa- und Entwicklungspolitik zuständige Abteilung des Bundespräsidialamtes, es folgte bis 2015 die Leitung der Politischen Abteilung 3 im Auswärtigem Amt mit der Zuständigkeit für Afrika, Asien, Lateinamerika, Nah- und Mittelost.
2015 wurde von Goetze als Nachfolger von Andreas Michaelis Botschafter in Israel, 2018 übernahm er die Botschaft in Peking. 2021 wurde er als Botschafter nach Japan entsendet.
Am 9. August 2024 nahm von Goetze aus politischen Gründen nicht an der Gedenkveranstaltung in Nagasaki für die Opfer des Atombombenabrufs am 9. August 1945 teil. Die deutsche Bundesregierung protestierte mit der Nichtteilnahme des Botschafters gegen die Nichteinladung von Diplomaten der Regierung Israels. Die Botschafter Frankreichs, des Vereinigten Königreichs, Italiens, der Europäischen Union, Kanadas und der Vereinigten Staaten nahmen ebenfalls nicht teil und die deutsche Botschaft erklärte am 8. August 2024 gegenüber CNN, dass der Botschafter sich vertreten lasse. Im selben Monat wurde er auf dem Botschafterposten von Petra Sigmund abgelöst. Im September 2024 wurde von Goetze als Nachfolger von Wolfgang Dold zum Botschafter in Mexiko ernannt.
Schriften
- Die Außenvertretung Berlins (West). Zugleich ein Beitrag zu den Rechten der Alliierten bei der deutschen Einigung. Dissertation, Universität Erlangen-Nürnberg, 1990.
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