Dirk van Duijvenbode

Dirk van Duijvenbode (* 30. Juni 1992 in Katwijk aan Zee, Provinz Zuid-Holland) ist ein niederländischer Dartspieler.

Dirk van Duijvenbode
Dirk van Duijvenbode (2019)
Zur Person
Spitzname The Titan, Aubergenius
Nation Niederlande Niederlande
Geburtsdatum 30. Juni 1992 (33 Jahre)
Geburtsort Katwijk aan Zee, Niederlande
Wohnort ’s-Gravenzande, Niederlande
Dartsport
Dart seit 2006
Wurfhand rechts
Darts 23 g Bull’s NL
Einlaufmusik Just Like You von Radical Redemption
PDC
Aktiv seit 2011
Tour Card seit 2016
PDC Ranking 30.
BDO
Aktiv 2010–2011
Wichtigste Erfolge
  • PDC-Weltmeisterschaft: Viertelfinale 2021
  • World Grand Prix: Finale 2020
  • World Series of Darts Finals: Finale 2022
Infobox zuletzt aktualisiert: 18. Februar 2026

Sein Spitzname The Titan spiegelt sein Auftreten auf der Bühne, vor allem während seines Einlaufs, wider.

Karriere

Dirk van Duijvenbode gab 2010 bei den Polish Open, einem Turnier der World Darts Federation, sein internationales Debüt. 2011 nahm er an mehreren Players Championships teil und konnte auf der Youth Tour einmal ein Finale erreichen. 2012 nahm er erfolglos an der PDC Qualifying School teil. 2014 konnte sich van Duijvenbode bei den German Darts Championship erstmals für ein Turnier auf der European Darts Tour qualifizieren. Dort konnte er mit einem Sieg über Brian Woods in die zweite Runde einziehen. Bei der PDC World Youth Championship erreichte er dieses Mal das Halbfinale.

Durch gute Ergebnisse auf der Development Tour sowie auf der European Tour konnte er sich für die European Darts Championship 2015 qualifizieren, wo er jedoch bei seinem Debüt gegen Justin Pipe ausschied. Er qualifizierte sich erstmals für die PDC World Darts Championship 2016. Jedoch schied er bei seinem Weltmeisterschaftsdebüt gegen seinen Landsmann Raymond van Barneveld in Runde eins aus. Jedoch hatte er sich durch seine guten Leistungen unter die besten 64 der PDC Order of Merit gespielt, wodurch er eine Tourkarte erhielt. Van Duijvenbode erreichte erneut die Runde der letzten 32 bei den UK Open 2016 und 2017 und konnte bei den Players Championships 2017 einmal das Viertelfinale erreichen. Durch ausbleibende Ergebnisse verlor er zu Beginn des Jahres 2018 seine Tourkarte, konnte sich diese jedoch über die Qualifying School direkt zurückholen. Jedoch verlief auch das Jahr 2018 nicht sonderlich gut und der Niederländer konnte lediglich eine Viertelfinalteilnahme bei einem Players Championship verzeichnen. Auch 2019 war für van Duijvenbode wenig von Erfolg gekrönt, sodass er Anfang 2020 erneut seine Tourkarte verlor. Jedoch konnte er sie auch dieses Mal über die Qualifying School zurückgewinnen.

2020 sollte jedoch für den Niederländer besser verlaufen. Bereits am 9. Februar 2020 konnte er beim zweiten Players Championship das Halbfinale erreichen. Auch bei den Belgian Darts Championship war dies der Fall. Bei den UK Open ging es erneut in die Runde der letzten 32. Im Oktober debütierte van Duijvenbode beim World Grand Prix, wo er ins Endspiel einzog. Auf seinem Weg ins Finale besiegte er dabei Mensur Suljović, Dimitri Van den Bergh, Gary Anderson und Simon Whitlock. Im Finale unterlag er schließlich dem Waliser Gerwyn Price mit 2:5. Wenige Wochen später nahm er an den European Darts Championship teil und konnte auch hier mit Siegen über Danny Noppert sowie Michael Smith glänzen. Im Viertelfinale unterlag er schließlich Jonny Clayton. Durch seine guten Ergebnisse war er bereits für die Weltmeisterschaft 2021 qualifiziert, wo er bis ins Viertelfinale kam, bevor er gegen Gary Anderson verlor.

Am 26. April 2021 errang van Duijvenbode seinen ersten PDC-Titel. Im Finale des Players Championship 11 schlug er seinen Landsmann Martijn Kleermaker mit 8:6. Daraufhin gelang ihm über die PDC Pro Tour Order of Merit die Qualifikation für das World Matchplay. Er schied jedoch bereits in der ersten Runde gegen Jonny Clayton aus.

Am 9. April 2022 gewann van Duijvenbode einen weiteren PDC-Titel, als er im Finale des Players Championship 12 den Engländer Ryan Searle im Decider mit 8:7 schlug. Später gelang ihm im Finale gegen Gabriel Clemens ein zweiter Pro-Titel in diesem Jahr. Beim World Cup of Darts 2022 erreichte er als Ersatzspieler für Michael van Gerwen mit Danny Noppert das Halbfinale. Bei den World Series of Darts Finals 2022 in seiner Heimat, den Niederlanden, erreichte er das Finale und unterlag im Entscheidungsleg Gerwyn Price. Auch beim World Matchplay 2022 zeigte er gute Leistung und kam bis ins Viertelfinale, wobei er gegen Danny Noppert verlor. Es folgte ein Halbfinale bei den European Darts Championship 2022.

Bei der Weltmeisterschaft 2023 brauchte es gegen seine ersten beiden Gegner Karel Sedláček und Ross Smith jeweils eine Verlängerung für die Entscheidung. Van Dujvenbode setzte sich jeweils durch. Gegen Michael van Gerwen war er aber chancenlos. Anschließend erwischte der Niederländer einen guten Start in die Saison 2023. Gleich drei Turniere gewann er auf der PDC Pro Tour. Auf der European Darts Tour 2023 kam er zwei Mal ins Finale. Beide Endspiele gingen jedoch trotz mehreren Chancen zum Sieg verloren. Im weiteren Verlauf des Jahres hatte van Duijvenbode dann mit Verletzungen zu kämpfen. Zunächst zog er sich eine während eines Walk-ons zu, nachdem er einen energischen Sprung zum Anpeitschen der Zuschauer ausgeführt hatte und unglücklich gelandet war. Zudem plagten ihn fortwährend Schulterprobleme.

Dennoch trat er bei der Weltmeisterschaft 2024 an und verlor prompt gegen den Kroaten Boris Krčmar. Im Laufe des Jahres 2024 wartete van Duijvenbode aber wieder mit besseren Leistungen auf. So erreichte er etwa ein Finale bei einem Players Championship.

Privates

Neben seiner Darts-Karriere arbeitet er auf einer Auberginenfarm. Seitdem er bei der Darts-WM 2020 mit einer Aubergine in der Hand eingelaufen ist, gilt diese als sein Markenzeichen, was sich auch in seinem Spitznamen Aubergenius widerspiegelt. Diese Verbindung zu Auberginen führte sogar so weit, dass van Duijvenbode bei den German Darts Open 2023 von einem betrunkenen Zuschauer mit einer Aubergine beworfen wurde.

Am 28. August 2023 wurden van Duijvenbode und seine Freundin Saskia Eltern eines Sohnes.

Auftreten und Spielweise

Van Duijvenbodes Körpersprache ist meist sehr präsent: Er schreitet entschlossen zur Bühne, zeigt Emotion (z. B. Jubel, trotz Rückständen Beharrlichkeit), wirkt nicht versteckt oder distanziert, sondern nimmt das Publikum und die Situation bewusst mit. Auch wenn sein Walk-On spektakulär ist (z. B. Rawstyle-Musik, energetisches Auftreten), gibt es Momente, in denen er in Interviews eine reflektierte, ruhige Seite zeigt – etwa wenn er über Fehler spricht oder wie ihn sein Alltag (mit Arbeit auf der Auberginenfarm) prägt, ohne sich hinter Showelementen zu verstecken.

Statistisch auffällig ist, dass er einer der Spieler mit vielen 180ern ist und häufig starke Scoring-Legs spielt. Sein Average kann hoch sein, vor allem wenn er konzentriert wirft – allerdings steigt seine Fehlerquote bei Doppeln in manchen Matches merklich, was auf Druck oder mentale Belastung zurückzuführen sein könnte.

Weltmeisterschaftsresultate

PDC-Junioren

  • 2011: 2. Runde (3:4-Niederlage gegen England Michael Bushby)
  • 2012: Achtelfinale (4:5-Niederlage gegen England James Hubbard)
  • 2013: Achtelfinale (2:6-Niederlage gegen England Arron Monk)
  • 2014: Achtelfinale (2:6-Niederlage gegen England Keegan Brown)
  • 2015: 1. Runde (3:4-Niederlage gegen England Sam Head)
  • 2016: 1. Runde (4:6-Niederlage gegen Deutschland Martin Schindler)

PDC

  • 2016: 1. Runde (0:3-Niederlage gegen Niederlande Raymond van Barneveld)
  • 2021: Viertelfinale (1:5-Niederlage gegen Schottland Gary Anderson)
  • 2022: Achtelfinale (1:4-Niederlage gegen Wales Gerwyn Price)
  • 2023: Achtelfinale (1:4-Niederlage gegen Niederlande Michael van Gerwen)
  • 2024: 2. Runde (1:3-Niederlage gegen Kroatien Boris Krčmar)
  • 2025: 2. Runde (1:3-Niederlage gegen Lettland Madars Razma)
  • 2026: 2. Runde (2:3-Niederlage gegen England James Hurrell)

Turnierergebnisse

Turnier 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 2025 2026
PDC-Ranking-Turniere
Weltmeisterschaft n/q 1R nicht qualifiziert VF AF AF 2R 2R 2R
World Masters nicht ausgetragen VR VR
UK Open 3R 1R 4R 4R 4R 3R 5R 5R AF 5R 4R 4R
World Matchplay nicht qualifiziert 1R VF AF n/q AF
World Grand Prix nicht qualifiziert F 1R 1R 1R n/q VF
European Darts Championship n/q 1R nicht qualifiziert VF n/q HF 1R VF 1R
Grand Slam of Darts nicht qualifiziert GP n/q AF GP n/q
Players Championship Finals nicht qualifiziert VF 1R VF 1R HF 1R
PDC-Turniere ohne Einfluss auf das Ranking
The Masters nicht qualifiziert 1R VF AF n/a
World Cup of Darts nicht teilgenommen VF HF AF n/t
World Series of Darts Finals n/a nicht qualifiziert AF F 1R 1R n/q
Karrierestatistiken
Platzierung am Jahresende 99 61 56 61 107 83 43 17 14 12 25 29
Legende zu den Turnierergebnissen
n/t nicht teilgenommen n/q nicht qualifiziert n/a nicht ausgetragen #R Aus in jeweiliger Runde GP Aus in der Gruppenphase
AF Achtelfinalist VF Viertelfinalist HF Halbfinalist F Turnierfinalist S Turniersieger

Titel

PDC

  • Pro Tour
    • Players Championships
      • Players Championships 2021: 11
      • Players Championships 2022: 12, 18
      • Players Championships 2023: 4, 6, 10

Sonstige

Open Willemstad: (1) 2014

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