Terminal 1 (ehemals Terminal Mitte) ist das älteste und größte der derzeit zwei Haupt-Terminals des Passagier-Linienverkehrs am Frankfurter Flughafen.
| Terminal 1 | |
|---|---|
Blick in die Abflughalle B des Terminals | |
| Daten | |
| Ort | Flughafen Frankfurt am Main |
| Architekten | Alois Giefer, Hermann Mäckler, Heinrich Kosina |
| Bauherr | Flughafen Aktiengesellschaft Frankfurt/Main |
| Bauzeit | 1955 (Kontrollturm), 1965–1972 (Empfangsgebäude), 2000–2012 (Erweiterungen) |
| Baukosten | 1 Mrd. DM |
| Nutzfläche | 930.000 m² |
| Koordinaten | 50° 3′ 1,1″ N, 8° 34′ 19,4″ O |
Geschichte
Planung
Erste Planungen für ein neues Flughafen-Terminal reichen bis ins Jahr 1939 zurück, wurden aber nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs nicht weiter verfolgt. Nachdem der Frankfurter Flughafen ab 1950 wieder von der Verkehrs-Aktiengesellschaft Rhein-Main (ehemals Südwestdeutsche Flugbetriebs AG, heute Fraport) betrieben wurde und es absehbar war, dass die Fluggastzahlen weiter steigen werden, und die Kapazität der bisherigen Empfangsanlage von 1935 bald nicht mehr ausreichen würden, beschloss der Betreiber einen Architekturwettbewerb über ein neues Terminal zu veranstalten. Sieger des Wettbewerbs wurde das Frankfurter Architekturbüro von Alois Giefer und Hermann Mäckler. Der Entwurf wurde allerdings nie umgesetzt. Wichtiger Aspekt des neuen Terminals sollte neben einer erhöhten Kapazität auch die schnelle Abfertigung der Fluggäste sowie eine gute Verkehrsanbindung sein. Das für die Planung eingerichtete Planungsbüro Rhein-Main bestand aus den Gewinnern des Architekturwettbewerbs Giefer und Mäckler, sowie dem Architekten Heinrich Kosina und beschäftigte sich zunächst mit der Umsetzung eines neuen Kontrollturms, dessen Baubeginn am 1. Juli 1955 der erste Bauabschnitt des neuen Terminals werden sollte. Weil der Kontrollturm später Teil des neuen Terminals werden sollte, ruhte er anfangs auf Stützen.
Weitere Planungen wurden zunächst nicht weiter verfolgt. Stattdessen wurde das bestehende Empfangsgebäude, das schon 1952 auf drei Stockwerke aufgestockt wurde, um einen vorgelagerten Anbau zur Empfangsanlage Ost erweitert. Erst 1961 wurden die Planungen wieder weiter verfolgt. Insgesamt sollten mit der neuen Empfangsanlage bis zu 15 Mio. Fluggäste abgefehrtigt werden, was etwa der siebenfachen Menge des Fluggastaufkommens in diesem Jahr entspricht.
Der Arbeitstitel des Projekts war zunächst Neue Empfangsanlage West, da es sich westlich der bestehenden Empfangsanlage befinden sollte.
Bau und Eröffnung
Der Grundstein wurde am 16. Juni 1965 durch den hessischen Wirtschaftsminister Rudi Arndt gelegt. Damit startete der Bau an der damals größten Baustelle Europas.
1967, während der Bauphase wurden die Pläne für die Empfangsanlage nochmal grundlegend verändert. Die Hallen für die Abschnitte A und C, die ursprünglich als spätere Erweiterung geplant waren, sollten nun schon mitgebaut werden. Zudem wurde die Anzahl der Gates erhöht und für den Betrieb mit größeren Flugzeugen ausgelegt. Grund für die Planänderung war die erhöhte Fluggast-Prognose und das erwartete Aufkommen der Boeing 747 (Jumbo-Jet).
Während des Baus war die Baustelle der Empfangsanlage die größte in Europa. Im Rohbau wurden 200.000 Kubikmeter Beton verbaut. Zeitgenössische Berichte verglichen diese Menge mit dem Inhalt eines Güterzugs mit der Länge der Strecke Frankfurt—Paris.
Noch vor der offiziellen Eröffnung des Flughafens landete am 28. Januar 1970 Clipper Red Jacket, eine Boeing 747-100, bei ihrem Jungfernflug auf dem Flughafen Frankfurt. Der Pan-Am-Flug vom John F. Kennedy International Airport nach London Heathrow wurde wegen Nebel nach Frankfurt umgeleitet und konnte bereits eine der Fluggastbrücken an der neuen Empfangsanlage nutzen.
Die Baukosten stiegen von 1965 geplanten 300 Mio. DM (inflationsbereinigt heute 745.000.000 EUR) auf 1972 1 Mrd. DM (inflationsbereinigt heute 1.985.000.000 EUR).
Am 14. März 1972 eröffnete Bundespräsident Gustav Heinemann feierlich das nun als Terminal Mitte bezeichnete neue Empfangsgebäude. Der Name entstand nach einem Aufruf der FAG an die Öffentlichkeit Namensvorschläge einzureichen und setzte sich gegen Vorschläge wie World Airport, Germania Airport, Eurowest-Flughafen, Höhenflug Weltstation, Porta Europa, Goethe-Airport durch.
Die Eröffnungsworte des Bundespräsidenten waren:
„Dem Frankfurter Flughafen wünsche ich allzeit gute Starts und gute Landungen. Mit diesem Wunsch setze ich jetzt die neue Empfangsanlage durch einen Knopfdruck in Betrieb. Glück auf!“
Es wird zudem berichtet, dass Heinemann das Terminal als einen Anzug, der zwei Nummern zu groß sei, bezeichnet hat. Er bezog sich dabei vermutlich auf die Maximal-Kapazität des neuen Terminals, die mit 30 Mio. Fluggästen fast die dreifache Menge der derzeitigen Fluggastzahlen (ca. 11,6 Mio.) betrug.
Bei der Eröffnung war Terminal Mitte in vielerlei Hinsicht einzigartig. Es war das größte Flughafenterminal Europas und verfügte mit einer Kapazität von 6000 Autos über die größte Tiefgarage der Welt. Außerdem wurde hier als eine der ersten vergleichbaren Anlagen weltweit die vollautomatische Gepäckförderanlage in Betrieb genommen. Einzigartig war auch die weltweit erste Flughafenklinik.
- Bauzustand kurz nach Eröffnung
- Abflughalle
- Ankunftshalle
- Abflugtafel
- Parkhaus
- Restaurant Graf Zeppelin
Kurz nach der Eröffnung folgte außerdem die Flughafenseelsorge in einer eigenen Kapelle.
Ehemalige Einrichtungen
Mit der Eröffnung des Terminal Mitte, eröffnete auch die neue Besucherterasse in Ebene 3 des Gebäudes. Die Besucher konnten über zwei Ausgänge im jeweils im Abschnitt A und C auf das Dach von Flugsteig B gelangen. Von den Köpfen des Y-förmigen Flugsteigs war eine Sicht in fast alle Richtungen möglich. Bei Eröffnung verfügte die Besucherterasse über mehrere Restaurants und einen japanischen Garten. Die Besucherterasse wurde nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 vorübergehend geschlossen und ist seit 2006 permanent außer Betrieb. Seitdem befindet sich die einzige Besucherterasse am Flughafen am Terminal 2.
1973 eröffnete ein Jumbo-Supermarkt, es folgten 1977 drei Kinos und schließlich 1978 die Diskothek Dorian Gray. Die Diskothek musste am 31. Dezember 2000 schließen. Auch der Jumbo-Supermarkt und die Kinos existieren heute nicht mehr.
Sprengstoffanschlag
Am 19. Juni 1985 um 14:42 Uhr explodierte in der Abflughalle B des Terminals 1 eine Bombe in einem Abfallbehälter. Dabei wurden drei Menschen getötet, 42 andere zum Teil schwer verletzt. Eine weitere Person starb wenige Tage später an den Folgen des Anschlages. Es ist bis dato der größte Anschlag auf einen deutschen Flughafen. In den Tagen danach kam es zu der größten bisher registrierten Anzahl unterschiedlicher Bekennerschreiben. Die Täter oder Verantwortlichen wurden bis heute (Stand Januar 2019) nicht beweiskräftig ermittelt. Die Polizei macht die Abu-Nidal-Organisation (ANO), eine terroristische Abspaltung der PLO, für den Anschlag verantwortlich. Als Drahtzieher gelten Abu Nidal und Khaled Ibrahim Mahmood, der wegen des Anschlags auf den Flughafen Rom-Fiumicino im Dezember 1985 eine langjährige Haftstrafe verbüßen musste. Die drei weiteren mutmaßlichen Attentäter werden bis heute per Haftbefehl gesucht.
Spätere Veränderungen
Zur Eröffnung von Terminal 2 wurde zum ersten Mal der Name Terminal 1 für die Empfangsanlage verwendet. Darüber hinaus wurde in Terminal 1 zunächst eine Station der SkyLine-Hochbahn eröffnet: Station B/C befindet sich über der rückwärtigen Abflughalle B. Die SkyLine verbindet seitdem Terminal 1 mit Terminal 2. Eine weitere Station A/Z folgte wenige Jahre später und befindet sich am Beginn des Flugsteigs A.
Eine weitere Verknüpfung von Terminal 1 und Terminal 2 erfolgte Anfang der 2000er durch den Bau des so genannten C/D-Riegels, der sowohl als Teil des Flugsteigs C von Terminal 1 als auch als Teil des Flugsteigs D von Terminal 2 genutzt wird. Dazu wurde der ursprünglich nur sehr kurze Flugsteig C nach Osten zum neuen C/D-Riegel hin zunächst provisorisch erweitert. In mehreren Phasen wurde Flugsteig C bis in die späten 2010er Jahre weiter angebaut und verfügt jetzt über einen parallel zum ursprünglich Flugsteig verlaufenden Zugangskorridor zum C/D-Riegel. Dabei wurde der alte Luftfrachthof von 1965 überbaut. Dabei wurde auch der noch nicht lange in Betrieb befindliche C/D-Riegel selbst komplett saniert und mit weiteren Abfertigungspositionen für den Airbus A380 erweitert. Auch die rückwärtige Abflughalle C wurde komplett renoviert. Durch die Maßnahmen im Abschnitt C konnten jährlich 4 Mio. zusätzliche Fluggäste abgefertigt werden.
Ab 2006 wurden die Flugsteige B-West und B-Ost neu konzipiert, um behördlichen Auflagen (Brandschutzbestimmungen, Umsetzung der EU-Vorgaben zur räumlichen Trennung von ankommenden und abfliegenden Passagieren) zu entsprechen. Auch hier wurden weitere Abfertigungspositionen für den Airbus A380 errichtet. Den Umbauten fiel auch die Besucherterasse zum Opfer, da der Flugsteig aufgestockt wurde.
Auch am Flugsteig A wurden seit 2000 große Veränderungen vorgenommen. Am 29. März 2000 wurde eine 500 m lange abknickende Verlängerung des Fingers eröffnet. 2006 wurde mit dem Bau der als Flugsteig A-Plus bekannten Erweiterung begonnen. An der Wurzel des bisherigen Flugsteigs, anschließend an die Abflughalle A, wurde eine neue Verteilerhalle errichtet. Von der Verteilerhalle zweigt der Flugsteig A-Plus dann vom ursprünglichen Flugsteig A ab und folgt für 600 m der Fluchtlinie der Abflughalle Richtung Westen. Auch dieser Flugsteig wurde für den Betrieb des Airbus A380 konzipiert. Er erweitert die jährliche Flughafenkapazität um weitere 6 Mio. Fluggäste. Flugsteig A-Plus wurde am 10. Oktober 2012 eröffnet. Für den Bau des Anbaus musste die Wartungshalle 3 (so genannte Schmetterlinghalle) von Hannsgeorg Beckert 2007 gesprengt werden, da diese im Bereich der Terminal-Ramp lag.
In allen drei Abfertigungshallen entstanden zudem neue Flächen für Gastronomie und Shopping. Ebenfalls wurde ein Anbau an Halle A realisiert, um neue Kontrollspuren aufstellen zu können. Somit sollen die bestehenden überlasteten Sicherheitskontrollen entlastet werden.
2016 wurde die Fassade des Abflugbereichs erneuert und verfügt seitdem über markante LED-Leuchtbänder.
2021 wurde im Bereich der Abflughalle C das neue Besucherzentrum der Fraport eröffnet.
Architektur
Terminal 1 ist horizontal in drei Abschnitte unterteilt, von Westen nach Osten: A/Z, B und C. Jeder Abschnitt ist vertikal in Ankunfts- und Abfluganlagen, sowie Verteilerebenen mit eigenen Ein-, Aus- und Übergängen aufgeteilt. In der Tiefe teilt sich das Terminal in einen nördlichen landseitigen Teil und einen südlichen flugseitigen Teil auf.
In der Mitte des Komplexes ragt das 250 m lange siebenstöckige Bürohochhaus, der zusammen mit dem alten Kontrollturm von 1955 und dem Verbindungsbau über Flugsteig B aus der Luft wie ein T aussieht.
Abflugbereich
Der Abflugbereich befindet sich im ersten Obergschoss (als Ebene 2 bezeichnet) und ist von der landseite durch seine zeltartigen Hallen zu erkennen. Die Hallendächer ruhen an ihrem Tiefpunkt auf Pylonen und aufsteigend auf horizontalen Trägern. An der Straßenfront erkennt man die Hallen mit einer knapp 500 m langen bis zu 11 m dachhohen Fassade aus Glas und Aluminiumprofilen. Davor befindet sich ein markantes Vordach mit einem Aluminium-Gerippe und Plexiglas-Kuppeln.
Aus der Luft lassen sich die Abflughallen gut an ihrer sechseckigen Form (Rechteck mit trapezförmiger Erweiterung) erkennen. Direkt hinter dem Eingang zu den Abfluganlagen befindet sich für jeden Abschnitt je eine zweistöckige Abflughalle. Die größere mittlere Abflughalle B erstreckt sich dabei über zwei solcher Sechsecke. Die sechseckige Form setzt sich im Innern fort und ist besonders gut an den brutalistischen Balustraden des oberen Stockwerks zu erkennen, an denen auch die zentralen Abflugstafeln angebracht sind. Die Decke der Abflughallen ist mit Tetraedern dekoriert. Die beschriebenen Architekturelemente sind seit der Eröffnung des Terminals nahezu unverändert.
Hinter der Abflughalle B befinden sich der einstöckige Bereich der Check-In-Schalter und dahinter wiederum eine zweistöckige kleinere Halle mit Gastronomie und Geschäften, die ursprünglich als Wartehalle eingerichtet war. Die anderen beiden Ablfughallen A/Z und C haben ebenfalls jeweils kleinere Check-In-Bereiche mit rückwärtiger ehemaligen Wartehallen, die ebenfalls mit Gastronomie und Geschäften ausgestattet sind. Im Gegensatz zur rückwärtigen Halle in Bereich B sind diese allerdings nur einstöckig und deutlich kleiner. Diese rückwärtigen Hallen sind mit denen der anderen Abschnitten mittels Ladenpassagen verbunden.
An die Hallen schließen sich zum Vorfeld hin die fingerförmigen Flugsteige an. Flugsteig A/Z im Westen ist wie ein liegender Buchstabe U geformt und teilt sich somit in zwei Äste (ursprünglicher Flugsteig A und Flugsteig A-Plus) auf. Ursprünglich bestand dieser Flugsteig nur aus dem diagonal von der Halle abgehenden Ast. Am Schnittpunkt der Äste befindet sich eine von Gerkan, Marg und Partner entworfene Verteilerhalle mit Glaskuppel. Flugsteig B ist Y-förmig und ist von allen Flugsteigen noch nah am Originalzustand. Flugsteig C ist der kleinste und verbindet Terminal 1 mit Terminal 2.
Ankunfts- und Verteilerebenen
Im Vergleich zu den Abflughallen sind die Ankunftshallen sehr schlicht gestaltet. Sie sind nur einstöckig und befinden sich im Erdgeschoss (als Ebene 1 ausgeschildert). Die Außenfassade ist nicht mehr im Originalzustand. Seit 2016 sind die fensterlosen Fassaden der Ankunftshallen mit einem verglasten Metall ausgeführt, das durch ein die ganze Hallenbreite verlaufendes LED-Leuchtband unterbrochen wird. Das Leuchtband erlaubt einen fließenden Farbwechsel. An den Eingangsbereichen ist die Fassade nach innen zu den Türen abgerundet. Im Innern des öffentlichen Bereichs der Ankunftshalle direkt hinter den Eingangstüren dominieren Geschäfte und Imbisse den langgezogenen einstöckigen Bereich. Im nicht-öffentlichen, für Fluggäste vorbehaltenen Bereich befinden sich die Gepäckausgaben. Im Gegensatz zu den oberen Ebenen der Abflugbereiche sind die Ankunftshallen der Abschnitte A/Z, B und C außerdem nicht durchgängig. Zwischen den Abschnitten befinden sich Außenbereiche, die als Tore auf das Flughafenvorfeld dienen.
Unterhalb der Ankunftshallen befindet sich eine Verteilerebene, die das restliche Terminal mit dem Regionalbahnhof sowie dem unterirdischen Parkhaus verbindet. Die Verteilerebene verfügt über Bahnhofsinfrastruktur wie Abfahrtstafeln und Fahrkartenautomaten sowie Gastronomie, Geschäfte und Autovermietungen. Von der Verteilerebene führen Rolltreppen direkt zu den ein Stockwerk tieferen Bahnsteigen sowie in die Ankunfts- und die zwei Stockwerke höheren Abflughallen.
Betrieb
Flugbetrieb
Im Terminal 1 mit den vier Fluggastbereichen A, B, C und Z werden sämtliche Flüge der Lufthansa sowie deren Tochtergesellschaften (Lufthansa CityLine, Swiss, Austrian Airlines, Brussels Airlines, Discover Airlines) und Partnergesellschaften im Verbund der Star Alliance (u. a. Aegean Airlines, Air Canada, Air China, All Nippon Airways, Egypt Air, Singapore Airlines, South African Airways, Thai Airways International, Turkish Airlines und United Airlines) abgefertigt. Auch Airlines ohne Bezug zur Lufthansa und zur Star Alliance werden im Terminal 1 abgefertigt, darunter El Al und seit dem Zusammenschluss auch LATAM Airlines.
| Fluggesellschaft | Abflughalle |
|---|---|
| Aegean Airlines | B |
| Air Canada | C |
| Air China | C |
| Air Dolomiti | B |
| Air India | B/C |
| AJet | C |
| All Nippon Airways | B |
| Asiana Airlines | C |
| Austrian Airlines | B |
| Brussels Airlines | B |
| Condor Flugdienst | C |
| Croatia Airlines | C |
| Discover Airlines | B |
| Egypt Air | B |
| El Al | C |
| Ethiopian Airlines | C |
| Eurowings | C |
| ITA Airways | B |
| LATAM Airlines | C |
| Polskie Linie Lotnicze LOT | B/C |
| Lufthansa | A |
| Singapore Airlines | B/C |
| Sunexpress | C |
| Swiss | A/B |
| TAP Air Portugal | B/C |
| Thai Airways International | C |
| Turkish Airlines | C |
| United Airlines | B |
Betrieblich ist das Terminal in einen öffentlichen und einen Sicherheitsbereich unterteilt. Der Sicherheitsbereich ist für Fluggäste nur nach Vorweisen einer Bordkarte und einer Sicherheitskontrolle zugänglich. Die Kontrollposten befinden sich in Abschnitt A/Z und B jeweils an den Übergängen der Abflughallen zu den Flugsteigen. Zusätzlich befindet sich noch ein Posten an der SkyLine-Station A/Z. Die Abfertigung erfolgt nach Beförderungsklasse. Es ist zudem möglich ein Zeitfenster zu reservieren. In Abschnitt C erfolgt die Sicherheitskontrolle direkt am Gate.
Eine weitere betriebliche Unterteilung besteht zwischen dem Schengen- bzw. Nicht-Schengen-Bereich. Für Flüge, die den Schengen-Raum verlassen (Nicht-Schengen), ist es nötig, die Pässe der Fluggäste zu überprüfen. In Abschnitt A/Z erfolgt die Unterscheidung an den Flugsteigen: Flugsteig A (Schengen) befindet sich auf Ebene 2 und Flugsteig Z (Nicht-Schengen) befindet sich auf Ebene 3. In Abschnitt B ist der zur Abflughalle gewandte vordere Teil des Flugsteigs Schengenflügen vorbehalten, eine Passkontrolle erfolgt im zum Vorfeld zugewandten Bereich sowie im Obergeschoss (Ebene 3). Diese betriebliche Unterteilung besteht seit Inbetriebnahme des Terminals und erklärt die ursprünglich als Auslandswartehalle bezeichnete großzügige Freifläche am Ende des Stamms des Y-förmigen Flugsteigs. Im Gegensatz dazu ist Flugsteig komplett den Nicht-Schengen-Flügen vorbehalten. Die Passkontrolle erfolgt sofort beim Betreten des Flugsteigs.
Gepäckabfertigung
Die Gepäckanlage Frankfurt hat aufgrund seines überdurchschnittlichen Transitverkehrsanteils hier einen besonderen Bedarf. Mit ihrer heutigen Netzlänge von 70 Kilometern gilt die Anlage hinsichtlich Größe, Kapazität, Leistung und einer Zuverlässigkeitsquote von 99,6 Prozent noch heute als weltweit einmalig. Mit einer Fördergeschwindigkeit von bis zu fünf Meter pro Sekunde gelangen pro Stunde ca. 18.000 Gepäckstücke auf Unterflurwegen an einen von insgesamt 78 Ausladeplätzen. Im Jahr werden ca. 38,5 Millionen Gepäckstücke mittels Gepäckwannen über 6000 Gurtbahnen und 6700 Rollbänder mit 2420 Kurven und 1100 Weichen befördert. 650 Decoder (Lesestellen) entlang der Förderbahnen identifizieren die zielcodierten Gepäckwannen und gewährleisten so den pünktlichen reibungslosen Betrieb.
Straßenanschluss
Das Terminal ist über zwei Ebenen direkt an das Straßennetz angebunden. Von der Bundesstraße 43 führt eine Abfahrt aus beiden Richtungen auf eine Hochstraße, die sich später in Ankunftsbogen (Ebene 1) und Abflugring (Ebene 2) aufteilt. Um den Verkehrsfluss zu verbessern, sind beide Straßen als Einbahnstraßen ausgeführt, die am Terminal vorbei in West-Ost-Richtung, wieder zurück auf die Bundesstraße führt. Kurzzeitigen Anhalten vor dem Terminal zum Ein- oder Ausladen ist kostenlos möglich.
Öffentlicher Personennahverkehr
Unterhalb des nördlich vorgelagerten Eingangsbereichs des Terminals befindet sich der Regionalbahnhof des Flughafens. Er wurde zusammen mit dem Terminalgebäude 1972 eröffnet und ist seit 1980 an das S-Bahn-Netz Rhein-Main angeschlossen.
Zur Eröffnung wurden sämtliche Buslinien, die das bisherige Empfangsgebäude bedient wurden, zum neuen Terminal umgeleitet. Es handelte sich um die kurzlebige Schnellbus-Linie 41, die mit der Eröffnung des Bahnhofs redundant wurde, sowie die heute noch bestehenden Linien 62 und 73 nach Schwanheim und Kelsterbach bzw. Linie 61 nach Sachsenhausen.
Heute verkehren 16 Regional- und Stadtbuslinien an zehn Busbuchten des Busbahnhofs.
| Bucht | Linien |
|---|---|
| 14 | AIR Darmstadt |
| 15 | Terminal-Shuttle |
| 16 | 61 Südbahnhof |
| 17 | X17 Hofheim Bahnhof ↔ Neu-Isenburg |
| X19 Obertshausen Bahnhof | |
| 18 | 62 Schwanheim |
| X61 Südbahnhof | |
| 19 | X53 Bolongaropalast |
| n72 Tor 32 ↔ Dietzenbach-Mitte (Nur Nachtverkehr) | |
| 20 | OF-64 Sprendlingen |
| 21 | X58 Höchst Bahnhof |
| 58 Eschborn | |
| 22 | 72 Bischofsheim |
| 73 Industriepark Höchst / Kelsterbach | |
| 23 | interner Flughafenverkehr |
| 24 | 67 Rüsselsheim |
| 82 Raunheim | |
| X15 Darmstadt |
Verknüpfung mit anderen Gebäuden
Terminal 1 verfügt über zahlreiche Direktverbindungen zu anderen Gebäuden, die von Fluggästen und Besuchern benutzt werden können, ohne auf das öffentliche Straßennetz benutzen zu müssen.
Die wichtigste und bekannteste solche Verbindung ist die SkyLine-Hochbahn. Sie verfügt über drei Bahnhöfe (Abschnitt A/Z, B/C und C) im Terminal 1 und verbindet diese mit Terminal 2. Mit Ausnahme des Bahnhofs im Abschnitt C ermöglicht die Hochbahn eine Trennung von Besuchern bzw. im Schengenraum reisende Fluggäste und solchen Fluggästen, die sich im Transit befinden. Der Bahnhof im Abschnitt C erlaubt nur die Benutzung durch Transit-Fluggäste. Eine zweite SkyLine-Linie ist zurzeit im Bau und soll zusätzlich zu Terminal 2 auch Terminal 3 anbinden. Der neue Bahnhof am Terminal 1 befindet sich landseitig direkt vor dem Terminalgebäude, über dem Ankunftsbogen und den sonstigen Einrichtungen des ÖPNV. Die Bahnhöfe der SkyLine befinden sich im dritten Obergeschoss (Ebene 4).
Im zweiten Obergeschoss (Ebene 3) befindet sich eine Fußgängerbrücke, die das Terminal mit den nördlich gelegenen Gebäuden verbindet. Von einer Verteilerhalle oberhalb und zwischen Ankunftsbogen und Busbahnhof wird der Besucherstrom aufgeteilt und fließt entweder zur Fußgängerbrücke in das Frankfurt Airport Center oder zur Fußgängerbrücke Richtung Fernbahnhof und zum Hotel Sheraton Frankfurt Airport. In dieser Verteilerhalle befindet sich außerdem ein Aufzug zum Busbahnhof, Ebene 0 und zu Gleis 2/3 des Regionalbahnhofs.
Die unterirdische Verteilerebene 0 ermöglicht zudem den Zutritt zum Regionalbahnhof und zur Tiefgarage.
Nur von Transit-Fluggästen zu benutzen ist der Verbindungstunnel zwischen Flugsteig A und B. Der 300 m lange Tunnel verläuft 12 m unter der Terminal-Ramp und verkürzt die Umsteigezeit.
Literatur
- Markus Kutscher: Geschichte der Luftfahrt in Frankfurt am Main. Von Aeronauten und Jumbo-Jets. Frankfurt am Main 1995, ISBN 3-524-69110-2.
- Karlhans Müller, Milan Škarýd: Airport der Zukunft: Müller, Karlhans, [u.] Milan Skaryd; (Airport) of the future. Terminal Mitte. Rummel, Frankfurt a. M. 1972, ISBN 978-3-9800015-0-2.
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