Frankfurt Terminal 2

Terminal 2 ist das neuere und kleinere der derzeit zwei Haupt-Terminals des Passagier-Linienverkehrs am Frankfurter Flughafen.

Terminal 2

Blick in die Verteilerhalle des Terminals, Ebenen 3 und 4

Daten
Ort Flughafen Frankfurt am Main
Architekten JSK
Bauherr Flughafen Aktiengesellschaft Frankfurt/Main
Bauzeit 1989–1994 (Empfangsgebäude), 2000–2012 (Erweiterungen)
Baukosten 2,5 Mrd. DM
Koordinaten 50° 3′ 6″ N, 8° 35′ 11,7″ OKoordinaten: 50° 3′ 6″ N, 8° 35′ 11,7″ O

Geschichte

Vorgängerbauten und Planung

Der Standort von Terminal 2 liegt zwischen der Bundesautobahn 3 und der ehemaligen Empfangsanlage Ost. Letztere stellte den ältesten Teil des Frankfurter Flughafens dar und war im Kern aus dem Jahr 1936. Seit Inbetriebnahme von Terminal Mitte im Jahr 1972 wurde die Empfangsanlage nicht mehr für die gewerbliche Luftfahrt benutzt.

Aufgrund steigender Fluggastzahlen beschloss der Flughafenbetreiter FAG ein neues Terminal Ost zu errichten. Das Terminal sollte im Rahmen des Ausbauprogramm 2000 entstehen. Am 18. August 1989 wurde die Genehmigung zum Ausheben einer Baugrube erteilt. Die Konzeption des Gebäudes wurde von JSK erstellt, die 1990 ein Wettbewerbsverfahren gewannen.

Bau und Eröffnung

Am 12. Juni 1990 wurde der Grundstein für das noch als Terminal Ost bezeichnete Gebäude gelegt. Im Mai 1991 wurde die ehemalige Empfangsanlage Ost abgerissen, die sich auf der Terminal Ramp des neuen Terminals befand.

Am 24. Oktober 1994 wurde das Terminal mit den beiden Fluggastbereichen D und E eröffnet und steigerte die Passagierkapazität des Flughafens damit um 15 Millionen Passagiere pro Jahr auf ca. 54 Millionen Personen pro Jahr. Die Baukosten betrugen 2,5 Mrd. DM (inflationsbereinigt heute 2.231.000.000 EUR). Gleichzeitig wurde die Hochbahn SkyLine, ein vollautomatisches Personen-Transport-System, in Betrieb genommen, um eine schnelle Verbindung zwischen den beiden Terminals zu gewährleisten.

Nach der Eröffnung

Terminal 1 und Terminal 2 wurde Anfang der 2000er durch den Bau des so genannten C/D-Riegels verknüpft, der sowohl als Teil des Flugsteigs D von Terminal 2 als auch als Teil des Flugsteigs C von Terminal 1 genutzt wird. Dazu wurde der ursprünglich nur sehr kurze Flugsteig C nach Osten zum neuen C/D-Riegel hin zunächst provisorisch erweitert. In mehreren Phasen wurde Flugsteig C bis in die späten 2010er Jahre weiter angebaut und verfügt jetzt über einen parallel zum ursprünglich Flugsteig verlaufenden Zugangskorridor zum C/D-Riegel. Dabei wurde der alte Luftfrachthof von 1965 überbaut. Dabei wurde auch der noch nicht lange in Betrieb befindliche C/D-Riegel selbst komplett saniert und mit weiteren Abfertigungspositionen für den Airbus A380 erweitert. Auch die rückwärtige Abflughalle C wurde komplett renoviert. Durch die Maßnahmen im Abschnitt C konnten jährlich 4 Mio. zusätzliche Fluggäste abgefertigt werden.

Am 2. März 2011 wurde Terminal 2 Schauplatz eines Mordanschlags. Ein islamistischer Attentäter erschoss an der Bushaltestelle vor dem Terminalgebäude zwei Angehörige der United States Air Force. Der Attentäter flüchtete anschließend in das Terminal, wurde aber dann von der Bundespolizei festgenommen.

Architektur

Das Terminal 2 ist ein im Gegensatz zu Terminal 1 heller und transparenter Bau, der zu großen Teilen aus Stahl und Glas besteht.

Das Terminal ist in eine mittige Verteilerhalle, zwei symmetrisch östlich und westlich angeschlossene Nebenhallen, und an den äußeren östlichen und westlichen Enden angeschlossene Erweiterungen der Flugsteigen. Weiter westlich, Richtung Terminal 1, befindet sich dann der so genannte C/D-Riegel, der betrieblich auch von Terminal 1 verwendet wird.

Verteilerhalle

Die Verteilerebene ist vier Stockwerke hoch. Auf Ebene 2 und 3 befindet sich südlich luftseitig die Infrastruktur für Boarding und auf Ebene 2 auch Ankunft. Auf Ebene 4 befindet sich nördlich die Station Terminal 2 D/E der SkyLine sowie südlich ein Food Court. Dazwischen befindet sich ein Atrium, das sich von Ebene 3 bis Ebene 4 erstreckt. Über dem Atrium schließt die Halle mit einem Tonnendach ab.

Nebenhallen

Die Nebenhallen bestehen aus einem südlich, landseitigen Bereich für die Check-in-Schalter, der sich zwei Stockwerke über Ebene 2, 3 und 4 erstreckt. Der nördliche, luftseitige Bereich enthält Flugsteige D im Westen und E im Osten.

Betrieb

Flugbetrieb

Im Terminal 2 mit den Fluggastbereichen D und E sind die meisten Fluggesellschaften der Allianzen Oneworld (u. a. American Airlines, British Airways, Cathay Pacific, Iberia, Japan Airlines, Royal Jordanian) und SkyTeam (u. a. Air France, China Southern Airlines, Delta Air Lines, ITA Airways, KLM Royal Dutch Airlines, Vietnam Airlines) sowie weitere Gesellschaften wie Emirates, Etihad Airways vertreten.

Fluggesellschaften am Terminal 2
Fluggesellschaft Abflughalle
Aer Lingus E
Air Algérie E
Air Astana E
Air Cairo D/E
Air Europa D/E
Air France D
Air Serbia E
Air Baltic E
American Airlines E
British Airways E
Bulgaria Air E
Cathay Pacific E
China Airlines D
China Eastern Airlines E
China Southern Airlines D
Delta Air Lines D
EasyJet D
Emirates E
Etihad Airways D
Finnair D/E
FlyErbil E
Freebird Airlines D/E
Gulf Air D
HiSky E
Iberia Líneas Aéreas de España E
Icelandair D/E
Japan Airlines D
KLM Royal Dutch Airlines D
Korean Air D
Kuwait Airways D
Leav Aviation E
Middle East Airlines D
MIAT Mongolian Airlines D
Nesma Airlines E
Nouvelair Tunisie E
Oman Air E
Pegasus Airlines E
Qatar Airways E
Royal Air Maroc D
Royal Jordanian E
SAS Scandinavian Airlines D
Saudi Arabian Airlines D
Sky Express SA E
SkyUp Airlines E
SriLankan Airlines D
Star East Airlines D/E
T’way Air E
TAROM E
TUIfly D/E
Tunisair E
Turkmenistan Airlines D
Uzbekistan Airways D
Vietnam Airlines D

Im Gegensatz zu Terminal 1 ist der Abflugs- und Ankunftsbereich am Terminal 2 nicht strikt auf zwei Ebenen getrennt. Die zweistöckigen Bereiche mit den Check-In-Schaltern befinden sich in den östlichen und westlichen Nebenhallen. In Ebene 3 befindet sich das Boarding für Flüge im Schengen-Raum, während sich in Ebene 2 das Boarding für Nicht-Schengen-Flüge mit zusätzlichen Passkontrollen sowie die Ankunftshallen befinden.

Straßenanschluss

Terminal 2 liegt am Ende der Kapitän-Lehmann-Straße. Die Straße wurde ursprünglich zur Anbindung des ursprünglichen Empfangsgebäudes angelegt und 1937 nach dem in Lakehurst verunglückten Luftschiff-Kapitän Ernst A. Lehmann benannt. Die Straße ist über die Ausfahrt Terminal 2 an die Bundesstraße 43 angeschlossen.

An die Kapitän-Lehmann-Straße schließt sich eine unbenannte Einbahnstraße, die auf eine Hochstraße weitergeführt und so das erste Obergeschoss (Ebene 2) des Terminals erreicht, welches für den Abflugs- und Ankunftsbereich benutzt wird. Kurzzeitparken ist dort kostenlos möglich, alternativ ist auch das Parkhaus des Terminals erreichbar. Die Straße führt dann wieder als Einbahnstraße zurück zur Kapitän-Lehmann-Straße.

Öffentlicher Personennahverkehr

Terminal 2 verfügt über eine Bushaltestelle direkt vor dem Eingang zu den Schalterhallen. An dieser Haltestelle halten neben dem Shuttle-Bus zu Terminal 1 einige wenige städtische Buslinien. Etwa 250 m vom Gebäude entfernt befindet sich außerdem die Bushaltestelle Hugo-Eckener-Ring, die von weiteren städtischen und regionalen Buslinien bedient wird.

Terminal 2 Hugo-Eckener-Ring
61 Terminal 1 ↔ Südbahnhof
62 Terminal 1 ↔ Schwanheim
n72 Dietzenbach-Mitte (Nur Nachtverkehr)
Terminal-Shuttle
AIR Terminal 1 ↔ Darmstadt
X17 Hofheim Bahnhof ↔

Neu-Isenburg

X19 Terminal 1 ↔ Obertshausen Bahnhof
X77 CargoCity Süd ↔ Südbahnhof
OF-64 Terminal 1 ↔ Sprendlingen


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