Gmina Cedry Wielkie

Die Gmina Cedry Wielkie ist eine Landgemeinde im Powiat Gdański in der polnischen Woiwodschaft Pommern. Sie hat eine Fläche von 124,3 km², auf der 6794 Menschen leben (1. Januar 2024). Ihr Sitz ist das gleichnamige Dorf (deutsch Groß Zünder, kaschubisch Wiôldżé Cedrë).

Gmina Cedry Wielkie
Gmina Cedry Wielkie
Basisdaten
Staat: Polen Polen
Woiwodschaft: Pommern
Powiat: Gdańsk
Geographische Lage: 54° 15′ N, 18° 51′ OKoordinaten: 54° 14′ 39″ N, 18° 50′ 44″ O
Einwohner: 1255 (31. März 2011)
Postleitzahl: 83-020
Telefonvorwahl: (+48) 58
Kfz-Kennzeichen: GDA
Wirtschaft und Verkehr
Straße: S7 Danzig–Koszwały
Nächster int. Flughafen: Danzig
Gmina
Gminatyp: Landgemeinde
Gminagliederung: 13 Schulzenämter
Fläche: 124,28 km²
Einwohner: 6794
(1. Jan. 2024)
Bevölkerungsdichte: 55 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 2204022
Verwaltung
Adresse: ul. Macieja Płażyńskiego 16
83-020 Cedry Wielkie
Webpräsenz: www.cedry-wielkie.pl

Geographie

Cedry Wielkie liegt in Pommerellen, etwa 15 Kilometer östlich von Pruszcz Gdański (Praust) und 20 Kilometer südöstlich von Danzig. Die Gemeinde grenzt an die Stadt Danzig und die Landgemeinden Ostaszewo (Schöneberg), Pruszcz Gdański (Praust), Stegna (Steegen) und Suchy Dąb (Zugdam).

Die Landgemeinde liegt im Gebiet des Żuławy Wiślane (Weichsel-Nogat-Delta), ihr Gebiet ist von Landgewinnungs- und Trockenlegungsmaßnahmen geprägt. Zum Landschaftsbild gehören Kanäle und Entwässerungsgräben. Die Weichsel bildet die Ostgrenze der Gemeinde, die Tote Weichsel einen Teil der Nordgrenze zur Wyspa Sobieszewska, die zur Stadt Danzig gehört. Ein Teil der Westgrenze wird vom Fluss Motława (Mottlau) gebildet. 82 Prozent der Fläche werden landwirtschaftlich genutzt, Wald ist nicht vorhanden.

Geschichte

Mit der Ersten Polnischen Teilung kam das Gemeindegebiet 1772 zum Königreich Preußen und zur Provinz Westpreußen. Aufgrund der Bestimmungen des Versailler Vertrags fiel das Gebiet nach dem Ersten Weltkrieg 1920 an die Freie Stadt Danzig.

In der Folge des Zweiten Weltkriegs gelangte Westpreußen an Polen. Die ortsansässige Bevölkerung wurde vertrieben.

Von 1975 bis 1998 gehörte die Landgemeinde zur Woiwodschaft Danzig.

Gemeindegliederung

Schulzenämter

Zur Landgemeinde Cedry Wielkie gehören dreizehn Ortsteile mit jeweils einem Schulzenamt.

polnischer Name deutscher Name
(bis 1945)
Einw.
(2006)
Lage Bild
Błotnik Schmerblock 344 (Lage)
Cedry Małe Klein Zünder 927 (Lage)
Cedry Wielkie Groß Zünder 1007 (Lage)
Długie Pole Langfelde 584 (Lage)
Giemlice Gemlitz 253 (Lage)
Kiezmark Käsemark 370 (Lage)
Koszwały Gottswalde 828 (Lage)
Leszkowy Letzkau 273 (Lage)
Miłocin Herzberg 253 (Lage)
Stanisławowo Schönau 182 (Lage)
Trutnowy Trutenau 1100 (Lage)
Trzcinisko Schönrohr 223 (Lage)
Wocławy Wotzlaff 305 (Lage)

Weitere Ortschaften

Die Landgemeinde umfasst vier weitere Ortschaften ohne Schulzenamt.

polnischer Name deutscher Name
(bis 1945)
Einw.
(2006)
Lage Schulzenamt
Miłocin Drugi Miłocin Zwei 230 (Lage) Koszwały
Ostatni Grosz Neuepfund ? (Lage) Koszwały
Serowo 370 (Lage) Kiezmark
Szerzawa Breitfelde ? (Lage) Trzcinisko

Denkmalgeschützte Sehenswürdigkeiten

  • Drei besondere Vorlaubenhäuser in Koszwały (1792), Miłocin (1730) und Trutnowy (1720) stehen unter Denkmalschutz.
  • Pfarrkirche in Cedry Wielkie, 14. Jahrhundert
  • Pfarrkirche in Giemlice, 1840/41
  • Pfarrkirche in Kiezmark, 1727, Friedhof
  • Kirche (14.–16., 19. Jahrhundert), Kirchhof mit altem Baumbestand in Leszkowy
  • Pfarrkirche in Trutnowy, 14. und 17. Jahrhundert; alte Gräber
  • Pfarrhaus in Trutnowy, 1728
  • Kirchenruine in Wocławy, 14. Jahrhundert und 1730
  • Deichmeisterei bei Kiezmark, Holzhaus.

Verkehr

Die Schnellstraße S7 führt von Danzig nach Koszwały. Błotnik hat 2012 eine moderne Marina für 120 Boote erhalten.

Persönlichkeiten

  • Amandus Mey (* 1837 in Gemlitz; † nach 1893), Landwirt und Mitglied des Reichstags des Deutschen Kaiserreichs
  • Franz Doerksen (* 1860 in Groß Zünder; † 1930), Mitglied des Deutschen Reichstags
  • Bernhard von Wiecki (* 1884; † 1940 im KZ Stutthof), Priester in Wotzlaff und Gewaltopfer der katholischen Kirche.

Fußnoten

  1. GUS 2011: Ludność w miejscowościach statystycznych według ekonomicznych grup wieku (polnisch), 31. März 2011, abgerufen am 27. Juni 2017.
  2. Area and population in the territorial profile in 2024. Abgerufen am 7. September 2025.
  3. Groß Zünder, Cedry Wielkie im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 2. November 2025.
  4. Groß Zünder. In: westpreussen.de, abgerufen am 17. April 2018.
  5. Katalog zabytków sztuki. Tom V, Zeszyt 1, Pruszcz Gdański i okolice. Wydawnictwa Artystyczne i Filmowe, Warszawa 1986.

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