Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Berlin

Berlin ist ein global renommierter Universitätsstandort und weist eine hohe Konzentration an Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen auf. Mehr als 40 Nobelpreisträger und Nobelpreisträgerinnen arbeiteten an den Forschungsinstituten und Universitäten der Metropole. Die Stadt ist u. a. Sitz der Max-Planck-Gesellschaft, der Leibniz-Gemeinschaft und des Weltverbandes Internationale Mathematische Union.

In Berlin studierten 2025 an vier Exzellenzuniversitäten, fünf Kunsthochschulen und über 40 Universitäten, Fachhochschulen und privaten Hochschulen rund 205.000 Studenten (+2,8 % im Vergleich zum Vorjahr). Etwa 26 Prozent davon kamen aus dem Ausland. Über 50.000 Mitarbeiter waren an den Berliner Hochschulen beschäftigt. 2019 wurden an den tertiären Berliner Bildungseinrichtungen insgesamt 24.845 Examen absolviert.

Gemessen an der Zahl der Studierenden ist Berlin der größte Hochschulstandort im deutschsprachigen Raum. Durch die hohen Bewerberzahlen von nationalen und internationalen Studienanwärtern haben die staatlichen Hochschulen eine starke Selektion durch eine Vielzahl von zulassungsbeschränkten Studienfächern entwickelt.

Hochschulen

Staatliche Exzellenzuniversitäten

Staatliche Universität

Private Hochschulen mit Promotionsrecht

Staatliche Hochschulen

Kirchliche Hochschulen

Private Hochschulen

  • bbw Hochschule
  • Berlin International University of Applied Sciences
  • BSP Business & Law School Berlin
  • CODE University of Applied Sciences
  • Deutsche Hochschule für Gesundheit und Sport
  • Diploma Hochschule
  • Fachhochschule des Mittelstands (Standort Berlin)
  • FOM Hochschule (Standort Berlin)
  • German open Business School
  • GISMA Business School
  • Hochschule Fresenius
  • Humanistische Hochschule Berlin (HHB)
  • IB-Hochschule Berlin
  • International Psychoanalytic University Berlin
  • IU Internationale Hochschule (Standort Berlin)
  • Kiron Open Higher Education
  • Media University of Applied Sciences
  • Mediadesign Hochschule Berlin
  • MSB Medical School Berlin
  • Psychologische Hochschule Berlin
  • Quadriga Hochschule Berlin
  • SRH Berlin School of Design and Communication
  • SRH Berlin School of Popular Arts
  • SRH Berlin University of Applied Sciences
  • University of Europe for Applied Sciences
  • Victoria – Internationale Hochschule

Kunsthochschulen

Forschungseinrichtungen

Über 50.000 Beschäftigte lehren, forschen und arbeiten an den über 70 außeruniversitären öffentlich finanzierten Forschungseinrichtungen Berlins im Jahr 2015. Die großen nationalen Forschungsorganisationen, die zum Teil aus öffentlichen Mitteln grundfinanziert werden, Fraunhofer-Gesellschaft, Helmholtz-Gemeinschaft, Leibniz-Gemeinschaft und Max-Planck-Gesellschaft sind mit mehreren Instituten vertreten, ebenso verschiedene Bundesministerien mit insgesamt acht Forschungsinstituten.

Die folgende Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

  • Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin (GfE Berlin)
  • Gesellschaft zur Förderung angewandter Informatik e. V. (GFaI)
  • Gesellschaft Sozialwissenschaftlicher Infrastruktureinrichtungen (GESIS)
  • Institut für Arbeitsmedizin (IfA), Institut der Charité – Universitätsmedizin Berlin
  • Institut für den Medizinischen Arbeits- und Umweltschutz der Bundeswehr (InstMedArbUmwSchBw)
  • Institut für Forschungsinformation und Qualitätssicherung (iFQ)
  • Institut für Medien- und Kommunikationspolitik (IfM)
  • Institut Mensch, Ethik und Wissenschaft gGmbH (IMEW)
  • Institut für Museumsforschung (IfM)
  • Institut für ökologische Wirtschaftsforschung gGmbH (IÖW)
  • Institut für Sozialwissenschaften
  • Institut für Städtebau Berlin
  • Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung (IZT)
  • Institute for Analytical Sciences (ISAS)
  • Japanisch-Deutsches Zentrum Berlin (JDZB)
  • John-F.-Kennedy-Institut für Nordamerikastudien (JFKI)
  • Julius Kühn-Institut (ehemals Biologische Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft, BBA)
  • Kompetenzzentrum Wasser Berlin (KWB)
  • Laser- und Medizin-Technologie Berlin (LMTB)
  • Otto-Suhr-Institut (OSI), Institut der FU Berlin
  • Öko-Institut
  • Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB)
  • Robert Koch-Institut (RKI)
  • Sozio-oekonomisches Panel (SOEP)
  • Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP)
  • Telekom Innovation Laboratories (An-Institut an der TU Berlin)
  • Tumor Zentrum Berlin (TZB)
  • Wissenschaftskolleg zu Berlin – Institute for Advanced Study
  • Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB)
  • Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Adlershof (WISTA)
  • Zentrum für internationale und interkulturelle Kommunikation (ZiiK)
  • Zentrum Technik und Gesellschaft (ZTG), Institut der TU Berlin
  • Mitgliedsvereine der Zuse-Gemeinschaft:
    • Versuchs- und Lehranstalt für Brauerei
      • Instituts für Gärungsgewerbe und Biotechnologie
  • Versuchsanstalt der Hefeindustrie
  • Zuse-Institut Berlin (ZIB)

Fraunhofer-Institute

Helmholtz-Gemeinschaft

Leibniz-Institute

Max-Planck-Institute

Organisationen

Stand: 2023

Dependancen

Aufgrund der hohen Reputation des Wissenschaftsstandorts Berlin unterhalten verschiedenste Universitäten aus aller Welt Dependancen und Außenstellen in der Stadt. Eine Vielzahl von Austauschprogrammen und Seminaren werden in Berlin abgehalten.

Brandenburger Hochschulen

In der Nähe von Berlin, teilweise schon mit der Berliner S-Bahn zu erreichen, gibt es im Jahr 2023 mehrere Hochschulen in Brandenburg:

Universität Potsdam
Filmuniversität Babelsberg

Nobelpreisträger

Mehr als 40 Nobelpreisträger haben an Berliner Universitäten und Forschungseinrichtungen gelehrt, geforscht und gearbeitet.

  • 1901 Jacobus Henricus van ’t Hoff (Chemie)
  • 1901 Emil Adolf von Behring (Medizin)
  • 1902 Emil Fischer (Chemie)
  • 1902 Theodor Mommsen (Literatur)
  • 1905 Adolf von Baeyer (Chemie)
  • 1905 Robert Koch (Medizin)
  • 1907 Albert Abraham Michelson (Physik)
  • 1907 Eduard Buchner (Chemie)
  • 1908 Paul Ehrlich (Medizin)
  • 1909 Karl Ferdinand Braun (Physik)
  • 1910 Otto Wallach (Chemie)
  • 1910 Albrecht Kossel (Medizin)
  • 1910 Paul Heyse (Literatur)
  • 1911 Wilhelm Wien (Physik)
  • 1914 Max von Laue (Physik)
  • 1915 Richard Willstätter (Chemie)
  • 1918 Fritz Haber (Chemie)
  • 1918 Max Planck (Physik)
  • 1920 Walther Nernst (Chemie)
  • 1921 Albert Einstein (Physik)
  • 1925 Gustav Ludwig Hertz (Physik)
  • 1925 James Franck (Physik)
  • 1925 Richard Adolf Zsigmondy (Chemie)
  • 1928 Adolf Otto Reinhold Windaus (Chemie)
  • 1929 Hans von Euler-Chelpin (Chemie)
  • 1931 Otto Heinrich Warburg (Medizin)
  • 1932 Werner Heisenberg (Physik)
  • 1933 Erwin Schrödinger (Physik)
  • 1935 Hans Spemann (Medizin)
  • 1936 Peter Debye (Chemie)
  • 1939 Adolf Butenandt (Chemie)
  • 1944 Otto Hahn (Chemie)
  • 1950 Kurt Alder (Chemie)
  • 1950 Otto Diels (Chemie)
  • 1953 Fritz Albert Lipmann (Medizin)
  • 1953 Hans Adolf Krebs (Medizin)
  • 1954 Max Born (Physik)
  • 1956 Walther Bothe (Physik)
  • 1986 Ernst Ruska (Physik)
  • 1991 Bert Sakmann (Medizin)
  • 1994 Reinhard Selten (Wirtschaft)
  • 2007 Gerhard Ertl (Chemie)
  • 2009 Herta Müller (Literatur)
  • 2020 Emmanuelle Charpentier (Chemie)

Standortnachteile

Zu den Schwächen des Hochschulstandorts zählt das unterdurchschnittliche schulische Bildungsniveau bei Studienanwärtern aus der Region Berlin-Brandenburg. Insbesondere die Leistungen in Deutsch und Mathematik sind schwächer ausgeprägt als im bundesdeutschen Vergleich (Stand: 2023).

Die nach 1945 eingeleitete Abkehr vom Humboldtschen Bildungsideal in Deutschland führte außerdem zu einem aufgeteilten Forschungs- und Hochschulsystem, dem es im globalen Kontext an Sichtbarkeit und Markenprofilierung fehlt. Spitzenleistungen an Berliner Forschungsinstituten werden deshalb medial nicht mit städtischen Universitäten in Zusammenhang gebracht, was zu Reputationsverlusten und Wettbewerbsnachteilen führt.

Siehe auch

  • Bildungssystem in Berlin
  • Wirtschaft Berlins

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