Landtagswahl in Baden-Württemberg 2021

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Endergebnis, Wahlbeteiligung 63,8 %
 %
40
30
20
10
0
32,6
24,1
11,0
10,5
9,7
3,6
3,0
1,2
4,3
Grüne
Linke
FW
PARTEI
Sonst.
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2016
 %p
   4
   2
   0
  −2
  −4
  −6
+2,3
−2,9
−1,7
+2,2
−5,4
+0,7
+2,9
+0,9
+1,0
Grüne
Linke
FW
PARTEI
Sonst.

Die Wahl zum 17. Landtag von Baden-Württemberg fand am 14. März 2021 statt, am selben Tag wie die Landtagswahl in Rheinland-Pfalz und die Kommunalwahlen in Hessen.

     
Insgesamt 154 Sitze
100
54
100 54 
Insgesamt 154 Sitze

Die Wahlsieger Bündnis 90/Die Grünen um den bisherigen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann erhielten 32,6 Prozent der Stimmen. Ihr Anteil war damit so hoch wie noch nie bei einer Landtagswahl in Deutschland, während der bisherige Koalitions-Juniorpartner CDU mit 24,1 Prozent das bislang niedrigste Ergebnis im Land erzielte; die CDU-Spitzenkandidatin und Ministerin Susanne Eisenmann zog nicht in den Landtag ein, da es damals noch kein Landeslisten-Wahlrecht gab. Die oppositionelle SPD rutschte auf 11 % ab, wurde jedoch wieder drittstärkste Partei. Die AfD, deren Fraktion sich zeitweise gespalten hatte, verlor ein Drittel der Stimmen und stellte die kleinste Fraktion im Landtag. Die FDP erreichte erstmals seit 2006 wieder über 10 %.

Neben einer möglichen Fortsetzung der bisherigen grün-schwarzen Regierung mit großer Mehrheit stand auch die Bildung einer Ampelkoalition von Grünen, SPD und FDP zur Diskussion. Die Möglichkeit einer erneuten grün-roten Koalition von Grünen und SPD wurde um einen Sitz, die im Vorfeld der Wahl diskutierte grün-gelbe Koalition von Grünen und FDP um zwei Sitze verpasst. Am 12. Mai 2021 wurde Winfried Kretschmann erneut zum Ministerpräsidenten einer grün-schwarzen Koalition gewählt.

Organisation

Wahlrecht

Im Gegensatz zu den anderen Bundesländern und dem Bundestag gab es in Baden-Württemberg vor 2022 keine Landeslisten und keine Zweitstimme. Eine Partei konnte somit ihren Spitzenpolitikern keine sicheren Listenplätze bieten. Sie mussten daher, um relativ sicher ins Parlament einzuziehen, in mindestens einem der 70 Wahlkreise antreten – bevorzugt in solchen, die als Parteihochburg gelten – und dazu von den dort ansässigen Parteimitgliedern aufgestellt werden. So konnten zum Beispiel die CDU-Spitzenkandidatin Susanne Eisenmann und der CDU-Landesvorsitzende Thomas Strobl, die 2016 jeweils ohne Landtagsmandat in die Landesregierung berufen wurden, 2021 nicht in den Landtag einziehen.

Bei dieser „personalisierten Verhältniswahl ohne Listen“ stimmten die Wähler gleichzeitig für einen Direktkandidaten sowie dessen Partei ab – sofern er nicht als Einzelbewerber antrat, wofür 75 (bisher 150) Unterschriften nötig waren. Ein Wahlvorschlag konnte zusätzlich einen Ersatzbewerber enthalten, der gegebenenfalls in das Parlament nachrückte.

Der jeweilige Gewinner eines Wahlkreises zog mit dem zugehörigen Direktmandat (Erstmandat) direkt in den Landtag ein. Zusätzlich wurden Zweitmandate zugeteilt, so dass die Sitzverteilung das Verhältnis der Stimmen für die Parteien widerspiegelte. Berücksichtigt wurden nur diejenigen Parteien, auf die mindestens 5 % der Stimmen entfielen. Die Sitze wurden innerhalb einer Partei regional auf die vier Regierungsbezirke (Freiburg, Karlsruhe, Stuttgart, Tübingen) verteilt, dann auf die dortigen Wahlkreise in absteigender Reihenfolge der Stimmenanteile. Seit 2022 gelten dafür die Landeslisten.

Um das Wahlergebnis proportional abzubilden, wurden im Sainte-Laguë/Schepers-Verfahren gegebenenfalls Überhangmandate vergeben. Der Landtag wuchs dadurch 2016 von nominell 120 Sitzen auf 143 an, 2021 auf 154, wobei manche Wahlkreise nur mit dem Erstmandat vertreten sind, andere dagegen mit zwei, drei oder sogar vier Abgeordneten (2016 Landtagswahlkreis Heilbronn, 2021 Landtagswahlkreis Neckarsulm, Landtagswahlkreis Hechingen-Münsingen).

Kritik und Änderung infolge der Corona-Pandemie

Einige Kleinparteien kritisierten wegen der Corona-Pandemie das Wahlrecht zur Landtagswahl. Es sah über 10.000 Unterstützungs­unterschriften im ganzen Bundesland vor.Die Linke kündigte eine Anfechtung der Wahl an, sollten die Bedingungen nicht an die Pandemie angepasst werden. Die Piratenpartei rief den Petitionsausschuss des Landtags an und forderte ein Aussetzen der Unterschriften. Die Freien Wähler sahen ihre Teilnahme an der Landtagswahl ebenfalls gefährdet. Die Landeswahlleitung empfahl Hygienemaßnahmen für Aufstellungs­versammlungen während der Pandemie.

Ein Bündnis aus mehreren Kleinparteien reichte Mitte September 2020 eine Klage ein mit dem Ziel, die Zahl der benötigten Unterstützungsunterschriften zu reduzieren. Am 9. November 2020 gab der Verfassungsgerichtshof für das Land Baden-Württemberg den klagenden Parteien Recht. Am 12. November 2020 beschloss der Landtag mit Zustimmung aller Fraktionen, die Zahl der notwendigen Unterschriften auf 75 pro Wahlkreis zu halbieren.

Ausgangslage

Vorherige Wahl 2016

Wahl zum Landtag 2016
 %
40
30
20
10
0
30,3
27,0
15,1
12,7
8,3
2,9
3,7
Grüne
Linke
Sonst.
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Altes Ergebnis nicht 100%

Die in der grün-roten Koalition den Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann stellenden Grünen wurden mit über 30 Prozent erstmals stärkste Partei bei einer Landtagswahl in Deutschland. CDU und SPD mussten deutliche Verluste hinnehmen, die SPD wurde nur viertstärkste Kraft und verlor die Regierungsbeteiligung.

Klarer Gewinner der Wahl war neben den Grünen die erstmals angetretene Partei AfD, die auf Anhieb über 15 Prozent erreichte und stärkste Oppositionspartei wurde. Die FDP gewann leicht hinzu, die Linke verpasste den Einzug in den Landtag erneut deutlich.

Die Verluste der SPD verhinderten eine Fortsetzung der grün-roten Koalition ebenso wie eine schwarz-rote Koalition analog zur Bundesregierung, wobei eine Hinzunahme der FDP knappe Mehrheiten ermöglicht hätte. Eine Zusammenarbeit von CDU und FDP mit der AfD lehnten CDU und FDP ab.

Es formierten sich die beiden stärksten Parteien zur auf Landesebene ersten grün-schwarzen „Kiwi-Koalition“ der Grünen mit der CDU als Juniorpartner. Die Regierung trugen zunächst 89 der 143 Mandate im Landtag, das Kabinett Kretschmann II wurde am 12. Mai 2016 vereidigt.

Landtagsfraktionen vor der Wahl

Die AfD-Fraktion hatte ursprünglich 23 Mitglieder, von denen, bedingt durch Austritte und einen Ausschluss, noch 15 übrig blieben. Eine ehemalige AfD-Abgeordnete trat später in die CDU-Fraktion ein; sieben Abgeordnete sind fraktionslos. Die SPD wurde dadurch zur drittstärksten Fraktion vor der AfD.

Fraktion / Landesverband Kürzel Sitze 2016 Sitze 2021
Bündnis 90/Die Grünen Grüne 47 47
Christlich Demokratische Union Deutschlands CDU 42 43
Sozialdemokratische Partei Deutschlands SPD 19 19
Alternative für Deutschland AfD 23 15
Freie Demokratische Partei FDP 12 12
Fraktionslose 07

Parteien und Kandidaten

Wahlvorschläge mussten bei den jeweiligen Kreiswahlleitern bis zum 14. Januar 2021 eingereicht werden. Parteien, die nicht im Landtag vertreten sind, mussten je Kreiswahlvorschlag 75 Unterstützungsunterschriften vorlegen (für ein landesweites Antreten in allen 70 Wahlkreisen also mindestens 5.250 Unterstützungsunterschriften (70·75)).

Insgesamt traten 21 Parteien mit zusammen 872 Kandidaten sowie acht Einzelbewerber an. Diese waren nach dem Ergebnis der Wahlen 2016, für neu antretende Parteien alphabetisch, auf dem Wahlzettel gereiht:

Koalitionsaussagen vor der Wahl

Die FDP signalisierte mit ihrem Landesvorsitzenden Michael Theurer und ihrem Spitzenkandidaten Hans-Ulrich Rülke schon 2019 die Bereitschaft für eine grün-gelbe Koalition. Die Fortsetzung einer Koalition unter der Führung der Grünen mit der Wahl eines Nachfolgers des Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann stellte Rülke ebenfalls in Aussicht.Andreas Stoch sagte vor der Landtagswahl, dass die SPD für eine grün-rote Koalition oder eine Ampel-Koalition kämpfen werde und keine Lust auf eine Zusammenarbeit mit der CDU habe.

Umfragen

Die Umfrageinstitute geben in der Regel nur Werte für Parteien an, die aktuell im Parlament vertreten sind sowie diejenigen, die in der jeweiligen Umfrage auf einen Anteilswert von mindestens drei Prozent kommen.

Sonntagsfrage

Institut Datum Grüne CDU AfD SPD FDP Linke Sonst.
Landtagswahl 2021 14.03.2021 32,6 % 24,1 % 9,7 % 11,0 % 10,5 % 3,6 % 8,5 %
INSA 12.03.2021 32 % 23 % 13 % 11 % 11 % 4 % 6 %
Forschungsgruppe Wahlen 11.03.2021 34 % 24 % 11 % 10 % 11 % 3 % 7 %
INSA 10.03.2021 32 % 25 % 12 % 10 % 11 % 3 % 7 %
Forschungsgruppe Wahlen 05.03.2021 35 % 24 % 11 % 10 % 10 % 3 % 7 %
Infratest dimap 04.03.2021 33 % 25 % 12 % 10 % 10 % 4 % 6 %
2016 – Februar 2021
Institut Datum Grüne CDU AfD SPD FDP Linke Sonst.
INSA 13.02.2021 31 % 28 % 11 % 11 % 10 % 4 % 5 %
Forschungsgruppe Wahlen 05.02.2021 34 % 28 % 11 % 10 % 9 % 3 % 5 %
Infratest dimap 04.02.2021 34 % 27 % 10 % 11 % 9 % 3 % 6 %
INSA 13.01.2021 30 % 30 % 12 % 12 % 8 % 4 % 4 %
Infratest dimap 17.12.2020 35 % 30 % 11 % 10 % 7 % 3 % 4 %
INSA 19.11.2020 29 % 31 % 12 % 11 % 7 % 5 % 5 %
Infratest dimap 15.10.2020 34 % 29 % 11 % 11 % 6 % 4 % 5 %
INSA 10.09.2020 28 % 31 % 12 % 12 % 7 % 5 % 5 %
Infratest dimap 30.04.2020 34 % 30 % 12 % 11 % 6 % 3 % 4 %
INSA 22.04.2020 29 % 31 % 11 % 13 % 7 % 4 % 5 %
Infratest dimap 12.03.2020 36 % 23 % 14 % 11 % 7 % 5 % 4 %
INSA 30.10.2019 30 % 27 % 13 % 11 % 9 % 4 % 6 %
Infratest dimap 19.09.2019 38 % 26 % 12 % 8 % 8 % 3 % 5 %
INSA 10.05.2019 28 % 27 % 12 % 11 % 10 % 6 % 6 %
Infratest dimap 28.03.2019 32 % 28 % 11 % 12 % 9 % 4 % 4 %
INSA 14.02.2019 29 % 27 % 12 % 13 % 9 % 5 % 5 %
Forsa 04.02.2019 33 % 23 % 13 % 9 % 9 % 6 % 7 %
Infratest dimap 12.09.2018 29 % 28 % 15 % 11 % 7 % 7 % 3 %
INSA 12.09.2018 27 % 25 % 18 % 12 % 9 % 5 % 4 %
Forsa 25.02.2018 32 % 27 % 12 % 12 % 9 % 4 % 4 %
Infratest dimap 31.01.2018 29 % 29 % 12 % 12 % 8 % 6 % 4 %
Infratest dimap 09.03.2017 27 % 28 % 11 % 20 % 7 % 4 % 3 %
Infratest dimap 15.09.2016 31 % 26 % 17 % 13 % 7 % 3 % 3 %
Landtagswahl 2016 13.03.2016 30,3 % 27,0 % 15,1 % 12,7 % 8,3 % 2,9 % 3,7 %
Landtagswahl 2016 13.03.2016 30,3 % 27,0 % 15,1 % 12,7 % 8,3 % 2,9 % 3,7 %

Verlauf

Direktwahl Ministerpräsident

Institut Datum Winfried Kretschmann (Grüne) Susanne Eisenmann (CDU) keiner der Abgefragten
Forschungsgruppe Wahlen 11.03.2021 70 % 13 % 17 %
Forschungsgruppe Wahlen 05.03.2021 70 % 11 % 19 %
Infratest dimap 04.03.2021 65 % 17 %
Ältere Umfragen
Institut Datum Winfried Kretschmann (Grüne) Thomas Strobl (CDU) Susanne Eisenmann (CDU) keiner der Abgefragten
Forschungsgruppe Wahlen 05.02.2021 70 % 13 % 17 %
Infratest dimap 04.02.2021 65 % 16 % 13 %
INSA 13.01.2021 52 % 12 % 23 %
Infratest dimap 15.10.2020 66 % 13 % 12 %
Infratest dimap 19.09.2019 69 % 13 % 9 %
Infratest dimap 28.03.2019 63 % 17 % 12 %
Forsa 04.02.2019 59 % 5 %
Infratest dimap 12.09.2018 67 % 14 % 10 %

Bewertung möglicher Koalitionen

Die Werte der Umfragen geben die Meinung der Befragten wieder, welche der abgefragten Koalitionen sie positiv bzw. negativ bewerten. Die fehlenden Werte zu 100 % machten keine Angabe.

Institut Datum Bewertung Grüne
CDU
CDU
Grüne
CDU
SPD
FDP
Grüne
SPD
FDP
Forschungsgruppe Wahlen 05.03.2021 positiv 49 % 34 % 25 % 28 %
negativ 27 % 40 % 51 % 46 %
Forschungsgruppe Wahlen 05.02.2021 positiv 44 % 39 % 30 % 26 %
negativ 32 % 37 % 48 % 51 %

Ergebnis

Liste der Mitglieder des Landtags von Baden-Württemberg (17. Wahlperiode)

Die Wahlbeteiligung sank im Vergleich zur Landtagswahl 2016 von 70,4 Prozent auf 63,8 Prozent.

Übersicht

Amtliches Ergebnis der Landtagswahl in Baden-Württemberg 2021
Partei Kurzbezeichnung Kreis-
wahl-
vor-
schläge
Stimmen Sitze
Anzahl % +/− Erst Zweit Gesamt +/−
Bündnis 90/Die Grünen Grüne 70 1.586.192 32,6 +2,3 58 58 +11
Christlich Demokratische Union Deutschlands CDU 70 1.168.975 24,1 −2,9 12 30 42 ±0
Sozialdemokratische Partei Deutschlands SPD 70 535.489 11,0 −1,7 19 19 ±0
Freie Demokratische Partei FDP 70 508.429 10,5 +2,2 18 18 +6
Alternative für Deutschland AfD 70 473.485 9,7 −5,4 17 17 −6
Die Linke Die Linke 70 173.317 3,6 +0,7
Freie Wähler Freie Wähler 69 146.259 3,0 +2,9
Die PARTEI Die PARTEI 52 59.463 1,2 +0,9
Basisdemokratische Partei Deutschland dieBasis 60 48.497 1,0 neu
Klimaliste Baden-Württemberg KlimalisteBW 67 42.685 0,9 neu
WiR2020 W2020 68 41.128 0,8 neu
Ökologisch-Demokratische Partei ÖDP 67 37.819 0,8 +0,1
Volt Deutschland Volt 44 22.782 0,5 neu
Bündnis C – Christen für Deutschland Bündnis C 9 4.081 0,1 +0,1
Piratenpartei Deutschland Piraten 4 2.878 0,1 −0,3
Demokratie in Bewegung DiB 3 1.005 0,0 neu
Partei der Humanisten Die Humanisten 3 976 0,0 neu
Menschliche Welt Menschliche Welt 2 975 0,0 ±0
Partei für Gesundheitsforschung Gesundheitsforschung 2 468 0,0 neu
Eine für Alle – Partei Eine für Alle – Partei 1 178 0,0 neu
Deutsche Kommunistische Partei DKP 1 107 0,0 ±0
Einzelbewerber 8 4.463 0,1 +0,1
Sonstige −2,1
Gesamt 880 4.859.651 100,0 ±0 70 84 154 +11
Gültige Stimmen 4.859.651 99,3 +0,2
Wähler/Wahlbeteiligung 4.894.500 63,8 −6,6
Wahlberechtigte 7.671.039

Ergebnisse nach Regierungsbezirken

Ergebnisse nach Regierungsbezirken
Regierungsbezirk
Stuttgart
Regierungsbezirk
Karlsruhe
Regierungsbezirk
Freiburg
Regierungsbezirk
Tübingen
Anzahl/
Stimmen
% Kreis-
wahl-
vor-
schläge
Direkt-
man-
date
Sitze Anzahl/
Stimmen
% Kreis-
wahl-
vor-
schläge
Direkt-
man-
date
Sitze Anzahl/
Stimmen
% Kreis-
wahl-
vor-
schläge
Direkt-
man-
date
Sitze Anzahl/
Stimmen
% Kreis-
wahl-
vor-
schläge
Direkt-
man-
date
Sitze
Wahlberechtigte 2.791.347 1.943.395 1.609.048 1.327.249
Wähler 1.807.328 64,7 1.218.284 62,7 1.005.725 62,5 863.163 65,0
Gültige Stimmen 1796.057 99,4 1.208.592 99,2 998.011 99,2 856.991 99,3
Grüne 568.800 31,7 26 23 23 381.022 31,5 19 15 15 352.689 35,3 14 12 12 283.681 33,1 11 8 8
CDU 437.362 24,4 26 3 17 277.684 23,0 19 4 11 224.965 22,5 14 2 7 228.964 26,7 11 3 7
SPD 213.386 11,9 26 8 147.726 12,2 19 6 100.338 10,1 14 3 74.039 8,6 11 2
FDP/DVP 198.496 11,1 26 8 119.962 9,9 19 5 103.464 10,4 14 3 86.507 10,1 11 2
AfD 175.713 9,8 26 7 128.865 10,7 19 5 87.441 8,8 14 3 81.466 9,5 11 2
Die Linke 58.585 3,3 26 45.771 3,8 19 40.529 4,1 14 28.432 3,3 11
Freie Wähler 52.464 2,9 26 39.155 3,2 19 30.978 3,1 14 23.662 2,8 11
Die PARTEI 25.798 1,4 24 13.952 1,2 12 11.507 1,2 9 8.206 1,0 7
dieBasis 14.918 0,8 21 11.011 0,9 16 12.717 1,3 12 9.851 1,1 11
KlimalisteBW 11.148 0,6 23 13.231 1,1 19 10.558 1,1 14 7.748 0,9 11
W2020 14.336 0,8 26 11.336 0,9 17 8.730 0,9 14 6.726 0,8 11
ÖDP 13.366 0,7 26 6.634 0,5 16 8.432 0,8 14 9.387 1,1 11
Volt 5.903 0,3 14 8.959 0,7 14 4.332 0,4 8 3.588 0,4 8
Übrige Parteien 2.635 a 0,1 7 2.884 b 0,2 6 1.331 c 0,1 4 3.818 d 0,4 8
Einzelbewerber 3.147 0,2 5 400 0,0 2 916 0,1 1
Überhang- und
Ausgleichsmandate
Grüne: 7 Überhangmandate
CDU: 5 Ausgleichsmandate
SPD: 2 Ausgleichsmandate
FDP: 2 Ausgleichsmandate
AfD: 2 Ausgleichsmandate
Grüne: 4 Überhangmandate
CDU: 3 Ausgleichsmandate
SPD: 2 Ausgleichsmandate
FDP: 2 Ausgleichsmandate
AfD: 1 Ausgleichsmandat
Grüne: 2 Überhangmandate
CDU: 1 Ausgleichsmandat
AfD: 1 Ausgleichsmandat
a 
davon (in Klammern Zahl der Kreiswahlvorschläge): Piraten 1522 Stimmen (2), DiB 584 Stimmen (2), Gesundheitsforschung 194 Stimmen (1), Eine für Alle - Partei 178 Stimmen (1), DKP 107 Stimmen (1)
b 
davon Bündnis C 2213 Stimmen (4 Kreiswahlvorschläge), Die Humanisten 671 Stimmen (2 Kreiswahlvorschläge)
c 
Bündnis C
d 
davon (in Klammern Zahl der Kreiswahlvorschläge): Bündnis C 537 Stimmen (1), Piraten 1306 Stimmen (2), DiB 421 Stimmen (1), Die Humanisten 305 Stimmen (1), Menschliche Welt 975 Stimmen (2), Gesundheitsforschung (1)

Überhangmandate und die bei ihrem Auftreten auf Ebene der Regierungsbezirke zugeteilten Ausgleichsmandate führen zur überproportionalen Vertretung einzelner Regierungsbezirke. So sind die Regierungsbezirke Stuttgart und Karlsruhe überrepräsentiert und die Regierungsbezirke Freiburg und Tübingen unterrepräsentiert.

Stimmenanteil der Parteien nach Wahlkreisen

Die folgenden Karten zeigen, mit welchem Ergebnis die Parteien mit mindestens drei Prozent Stimmenanteil in den einzelnen Wahlkreisen abgeschnitten haben.

Regierungsbildung

Parteien Sitze
Sitze gesamt 154
Absolute Mehrheit (≥ 78 Sitze)
Grüne, CDU 100
Grüne, SPD, FDP 095
CDU, SPD, FDP 079

Am 3. April 2021 einigten sich Grüne und CDU auf die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen. Teile der Grünen jedoch favorisierten eine Ampelkoalition mit der SPD und der FDP. Ministerpräsident Winfried Kretschmann hingegen bevorzugte die Fortsetzung der bisherigen Koalition mit der CDU und setzte diesen Wunsch durch. Am 12. Mai 2021 wurde Winfried Kretschmann mit 95 Stimmen erneut zum Ministerpräsidenten einer grün-schwarzen Koalition gewählt. Er erhielt fünf Stimmen weniger, als die Regierungskoalition über Sitze verfügt.

Siehe auch

  • Kabinett Kretschmann III
  • Landtagswahlen in Baden-Württemberg
  • Liste der Landtagswahlkreise in Baden-Württemberg
  • U18-Landtagswahlergebnisse
  • Liste der Mitglieder des Landtags von Baden-Württemberg (17. Wahlperiode)

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