Sankt Martin bei Lofer

Sankt Martin bei Lofer ist eine Gemeinde mit 1218 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025) und ein Dorf im Salzburger Land im Bezirk Zell am See in Österreich.

Sankt Martin bei Lofer
Wappen Österreichkarte
Basisdaten
Staat: Osterreich Österreich
Land: Land Salzburg Salzburg
Politischer Bezirk: Zell am See
Kfz-Kennzeichen: ZE
Fläche: 63,57 km²
Koordinaten: 47° 34′ N, 12° 42′ OKoordinaten: 47° 34′ 0″ N, 12° 42′ 0″ O
Höhe: 633 m ü. A.
Einwohner: 1.218 (1. Jän. 2025)
Bevölkerungsdichte: 19 Einw. pro km²
Postleitzahl: 5092
Vorwahl: 06588
Gemeindekennziffer: 5 06 20
Adresse der Gemeinde-
verwaltung:
Dorf 9
5092 St. Martin bei Lofer
Website: www.stmartin.at
Politik
Bürgermeister: Michael Lackner (ÖVP)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2024)
(13 Mitglieder)
4
7
2
Insgesamt 13 Sitze
Lage von Sankt Martin bei Lofer im Bezirk Zell am See
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap

Blick auf St. Martin
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Geografie

Die Gemeinde liegt im Loferer Land im Pinzgauer Saalachtal im Salzburger Land. Bis Ende Mai 1923 gehörte die Gemeinde zum Gerichtsbezirk Lofer, dann zum Gerichtsbezirk Saalfelden. Als dieser aufgelöst wurde, ging Sankt Martin bei Lofer mit 1. Juli 2017 auf den Gerichtsbezirk Zell am See über.

Gemeindegliederung

Das Gemeindegebiet umfasst fünf Ortschaften (Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2025):

  • Gumping (52)
  • Kirchental (9)
  • Obsthurn (87)
  • Sankt Martin bei Lofer (940)
  • Wildental (130)

Die Gemeinde besteht aus drei Katastralgemeinden (Fläche Stand 31. Dezember 2023):

  • Obsthurn (3.645,44 ha)
  • St. Martin (981,96 ha)
  • Wildental (1.729,14 ha)

Nachbargemeinden

Eine der fünf Nachbargemeinden liegt in Bayern, zwei in Tirol.

Lofer Ramsau bei Berchtesgaden (Bayern)
Hochfilzen (Tirol)
St. Ulrich am Pillersee (Tirol) Leogang Weißbach bei Lofer

Geschichte

Das ursprünglich bayrische Loferer Land gehörte ab 1228 zum Fürsterzbistum Salzburg und kam im Jahre 1816 an Österreich. 1850 entstand die Gemeinde St. Martin. 1939 wurden Lofer und St. Martin zur Großgemeinde Lofer zusammengeschlossen. Im Jahr 1946 wurde sie wieder in drei selbstständige Gemeinden unterteilt: Lofer, St. Martin bei Lofer und Weißbach bei Lofer.

Bevölkerungsentwicklung

St. Martin bei Lofer: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2025
Jahr  Einwohner
1869
  
475
1880
  
472
1890
  
539
1900
  
547
1910
  
706
1923
  
582
1934
  
653
1939
  
712
1951
  
768
1961
  
743
1971
  
886
1981
  
991
1991
  
1.025
2001
  
1.151
2011
  
1.110
2021
  
1.200
2025
  
1.218
Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1.1.2021

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Sankt Martin bei Lofer
  • Burgruine Saalegg
  • Katholische Pfarrkirche St. Martin bei Lofer
  • Die Wallfahrtskirche Maria Kirchental in Kirchental

Naturdenkmäler

  • Pass Luftenstein
  • Strohwollner Schlucht
  • Vorderkaserklamm
  • Prax-Eishöhle
  • Lamprechtsofen mit einer Schauhöhle

Filme

  • St. Martin diente als Ort der Handlung für die Fernsehserie Die Alpenklinik.

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaftssektoren

Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Anzahl der Betriebe und der Beschäftigten in den Wirtschaftssektoren:

Wirtschaftssektor Anzahl Betriebe Erwerbstätige
2021 2011 2001 2021 2011 2001
Land- und Forstwirtschaft 1) 30 45 53 70 67 82
Produktion 26 25 16 176 159 135
Dienstleistung 80 71 54 229 178 167

1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999, Arbeitsstätten im Jahr 2021

Verkehr

Durch das Gemeindegebiet verläuft die Pinzgauer Straße B 311 von Zell am See über das Deutsche Eck nach Salzburg.

Saalforste

In Sankt Martin Ort befindet sich das Forstamt der Bayerische Saalforste (Forstbetrieb der Bayerischen Staatsforsten) im denkmalgeschützten Gebäude mit der Hausnummer 20 (Listeneintrag).

Politik

Gemeinderat

Gemeinderatswahl 2024
Wahlbeteiligung: 78,7 %
 %
70
60
50
40
30
20
10
0
47,0 %
(−13,2 %p)
28,7 %
(n. k. %p)
19,7 %
(n. k. %p)
4,6 %
(n. k. %p)
n. k. %
(−39,8 %p)
ÖVP
WPS
BFS
20192024

Die Gemeindevertretung hat 13 Mitglieder.

Bürgermeister

  • 1963–1984 Richard Dürnberger (ÖVP)
  • 1984–2004 Ernst Demel (ÖVP)
  • 2004–2019 Josef Leitinger (ÖVP)
  • seit 2019 Michael Lackner (ÖVP)

Wappen

Blasonierung:

„In Blau über Rot schräglinks geteiltes Schild, die Teilungslinie belegt mit einem gesenkten goldbegrifften Schwert, begleitet rechts von einer goldenen Infel.“

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde

  • Georg Schider (1840–1914), Landwirt und Politiker, Mitglied des Abgeordnetenhauses 1891–1897
  • Anton Faistauer (1887–1930), Maler
  • Toni Dürnberger (1932–1992), Bergsteiger und Forschungsreisender
  • Sepp Oberkirchner (1932–2018), Politiker (SPÖ), Gewerkschafter und SPÖ-Landesparteisekretär
  • Franz Martin Wimmer (* 1942), Kulturphilosoph
  • Helmut Schmuck (* 1963), Weltmeister und vielfacher Staatsmeister im Berglauf
  • Bernhard Leitinger (* 1990), Biathlet

Mit der Gemeinde verbundene Persönlichkeiten

  • Roland Leitinger (* 1991), Skirennläufer

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