Der 70. Eurovision Song Contest (ESC) soll vom 12. bis zum 16. Mai 2026 in der Stadthalle in Wien stattfinden, nachdem JJ mit dem Lied Wasted Love den Eurovision Song Contest 2025 in Basel gewonnen hat. Es wäre nach 1967 und 2015 die dritte Austragung des ESC in Wien.
| 70. Eurovision Song Contest | |
|---|---|
| Motto | United by Music (dt.: Vereint durch Musik) |
| Datum | 12. Mai 2026 (1. Halbfinale) 14. Mai 2026 (2. Halbfinale) 16. Mai 2026 (Finale) |
| Austragungsland | Österreich |
| Austragungsort | Wiener Stadthalle, Wien |
| Austragender Fernsehsender | |
| Teilnehmende Länder | 35 |
| Zurückkehrende Teilnehmer | Bulgarien Moldau Rumänien |
| Zurückgezogene Teilnahme | Irland Island Niederlande Slowenien Spanien |
| Abstimmungsregel | Jedes Land verteilt zwei Punktesätze bestehend aus 1–8, 10 und 12 Punkten. Dabei stammt ein Punktesatz von der Jury und einer vom Zuschauervoting des jeweiligen Landes. |
| ◄ ESC 2025 • ESC 2027 ► | |
Organisation
Erfolgreiche Bewerbung Erfolglose Bewerbung |
Der ESC 2026 wird vom Österreichischen Rundfunk (ORF) im Auftrag der Europäischen Rundfunkunion (EBU) organisiert.
Austragungsort
Roland Weißmann, Generaldirektor des ORF, erklärte am Tag nach dem Finale des ESC 2025, dass man den Wettbewerb 2026 in Österreich ausrichten werde.
Bewerbungsverfahren
Der ORF führte ein zweistufiges Bewerbungsverfahren für die Auswahl der Gastgeberstadt durch. Im ersten Schritt konnten alle Städte, denen eine Halle mit einem Fassungsvermögen von etwa 10.000 Zuschauern für acht Wochen zur Verfügung steht, beim Sender ihr Interesse an einer Bewerbung bekunden. Diese Städte erhielten im zweiten Schritt die vollständigen Bewerbungsunterlagen mit allen Anforderungen der EBU an die Ausrichtung des ESC. Der Bewerbungsschluss war der 4. Juli 2025.
Zwei Städte reichten offiziell eine Bewerbung ein:
| Stadt | Austragungsort | max. Kapazität (Konzerte) | Bemerkungen |
|---|---|---|---|
| Innsbruck | Olympiahalle Innsbruck | 12.000 | Austragungsort der Olympischen Winterspiele 1964 und 1976 |
| Wien | Wiener Stadthalle | 16.000 | Austragungsort des Eurovision Song Contest 2015 |
Graz, Linz/Wels und Oberwart reichten trotz anfänglichem Interesse keine Bewerbung ein. Als Gründe wurden zu hohe Kosten bzw. nicht ausreichende Hallenkapazitäten genannt.St. Pölten und Premstätten bekundeten Interesse, verfolgten eine Bewerbung aber nicht weiter. In Ebreichsdorf versuchte ein privater Hallenbetreiber Interesse bei der Stadt zu wecken, sich zu bewerben.Klagenfurt und Salzburg schlossen eine Bewerbung von Anfang an aus.
Am 20. August 2025 gab der ORF bekannt, dass der ESC 2026 in Wien stattfinden soll. Damit würde der Eurovision Song Contest zum ersten Mal seit 2018 wieder in einer Hauptstadt stattfinden.
Kosten
Die Stadt Wien plant mit einem Budget von maximal 22,6 Mio. Euro für den ESC 2026. Das wären 5,6 Mio. Euro mehr als bei der Ausrichtung 2015.
Produktion
Am 26. Juni 2025 stellte der ORF das Kernteam der Produktion für den ESC 2026 vor.
Die zentralen Rollen sind:
- Michael Krön, Executive Producer (Gesamtleitung)
- Mischa Zickler, Show Producer (Produktion der Inhalte der Shows)
- Marvin Dietmann, Head of Contest (Produktion der Wettbewerbsbeiträge)
- Daniel Hack, Head of Production (technische Produktion)
- Michael Kögler, Regisseur
- Robin Hofwander, Regisseur
Zum ersten Mal in der Geschichte des Wettbewerbes sollen ARRI-Kameras zum Einsatz kommen. Die Titelmusik wird von Dorothee Freiberger und Martin Gellner nach Motiven von Mozarts Zauberflöte interpretiert. Freiberger komponierte auch die Musik des Eurovision Song Contest 2015. Als Lichtdesigner kommt Tim Routledge zum Einsatz, der diese Rolle bereits 2023 und 2025 ausführte.
Am 16. Dezember 2025 wurde bekanntgegeben, dass Mischa Zickler Stefan Zechner als Show Producer ersetzen wird. Die genaueren Gründe für diese Entscheidungen wurden nicht kommuniziert.
Reference Group
Die Eurovision Song Contest Reference Group ist das Exekutivkomitee der Europäischen Rundfunkunion (EBU) und ihrer Mitgliedssender für den ESC. Sie entscheidet über die Regeln des Wettbewerbs, die Finanzierung der Veranstaltung und überwacht die Vorbereitung der ausrichtenden Rundfunkanstalt. Für den ESC 2026 wurde sie neu gewählt und hat folgende Mitglieder:
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Bühne
Das Bühnenbild wurde von Florian Wieder entworfen und wurde erstmals am 16. Dezember 2025 der Öffentlichkeit präsentiert. Das Zentrum der Bühne bildet ein um etwa 90 Grad gewölbter LED-Schirm („Leaf“). Dieser wird von einem spiralförmigen Bogen umschlossen („Curved Line“), der auch Teil der Bühne ist. Im Hintergrund kommt ein Konstrukt aus goldenen Stangen („Construct“) als weiteres Leitmotiv zum Tragen. Ein weiteres Merkmal ist ein über der Bühne in drei Kreisen angeordnetes System von Scheinwerfern.
Abstimmungsregeln
Am 21. November 2025 gab die EBU bekannt, dass die Abstimmungsregeln überarbeitet wurden.
Jury
Zum ersten Mal nach 2022 werden wieder die Jurys auch im Halbfinale mit abstimmen. Zudem wurde die Anzahl der Juroren pro Land von 5 auf 7 erhöht, des Weiteren müssen zwei der Juroren zwischen 18 und 25 Jahren alt sein. Auch wurden die Fachbereiche, aus denen die Juroren stammen können erweitert, so können nun auch Musikjournalisten, Musikkritiker, Musiklehrer, aber auch Choreographen Teil der Jury sein. Die Juroren müssen zudem eine Erklärung unterschreiben, das sie unabhängig und unvoreingenommen ihre Stimme abgeben werden.
Publikumsvoting
Die maximale Anzahl an Votes, die ein Zuschauer vergeben kann, wurden von 20 auf 10 reduziert. Darüber hinaus wird die EBU ein neues Sicherheitssystem einsetzen, welches gezieltes Abstimmungsverhalten, als auch verdächtige Abstimmungsmuster verhindern bzw. aufdecken soll.
Verhaltensregeln und dramaturgische Änderungen
Im Zuge der Generalversammlung der EBU wurden Richtlinien in Bezug auf „angemessene Werbung für Künstler und ihren Song“ beschlossen, wobei jedoch „unproportionale Werbekampagnen“ nicht mehr erlaubt sein sollen – insbesondere wenn diese von Dritten, einschließlich Regierungen oder Regierungsbehörden, durchgeführt oder unterstützt werden. Teilnehmende Rundfunkanstalten und Künstler dürfen sich nicht mehr aktiv an Werbekampagnen Dritter beteiligen, die das Abstimmungsergebnis beeinflussen könnten. ESC-Direktor Martin Green erklärte, die Änderungen seien durch mehrere Werbekampagnen – insbesondere durch Dritte – ausgelöst worden, die „nicht im Einklang“ mit dem Geist des Wettbewerbs stünden. Die EBU legte den Delegierten die Änderungen unter der Prämisse vor, dass bei einer Annahme der Änderungen keine Abstimmung über eine Teilnahme Israels erfolge. Daher werden die Regeländerungen von der Presse als Reaktion auf die vorjährige mutmaßliche Werbekampagne einer israelischen Regierungsorganisation gewertet.
Michael Krön als Executive Producer kündigte im Vorfeld des Wettbewerbes an, man wolle dem Saalpublikum erlauben, jegliche offiziellen Flaggen in der Halle zu zeigen. Bereits 2025 wurden die Regelungen für in der Halle erlaubte Flaggen gelockert, während etwa 2024 die Flagge Palästinas sowie Flaggen von nicht-teilnehmenden Ländern verboten waren. Zudem soll laut Programmdirektorin Stefanie Groiss-Horowitz kein künstlicher Beifall eingespielt oder Buhrufe übertönt werden. Eine solche Praxis war 2015 durch den ORF in freier Entscheidung erstmals verwendet worden.
Teilnehmer
Am ESC teilnahmeberechtigt sind alle aktiven Vollmitglieder der Europäischen Rundfunkunion (EBU). Zusätzlich berechtigt ist Australien, das seit 2015 gesondert eingeladen wird.
Die Anmeldefrist lief bis zum 15. September 2025. Bis zum 10. Dezember 2025 hatten die Sender die Möglichkeit, sich ohne Vertragsstrafe wieder von der Teilnahme zurückzuziehen. Diese Frist war aufgrund der Diskussionen um die Teilnahme Israels (siehe unten) um zwei Monate verlängert worden.
35 Länder werden am Wettbewerb teilnehmen – und damit so wenige wie noch nie seit der Einführung des Halbfinales im Jahr 2004. Irland, Island, die Niederlande, Slowenien und Spanien ziehen sich aufgrund der Teilnahme Israels zurück. Bulgarien nimmt zum ersten Mal seit 2022, Rumänien zum ersten Mal seit 2023 und Moldau zum ersten Mal seit 2024 wieder am Wettbewerb teil. Da mit Spanien ein Land der so genannten Big Five dem Contest fernbleibt, werden im Finale nur 25 anstelle der traditionellen 26 Nationen auftreten.
Ehemalige Teilnehmer
| Land | Grund und Bemerkungen | letzte Teilnahme |
|---|---|---|
| Absage wegen der Teilnahme Israels | ||
| Irland | Raidió Teilifís Éireann (RTÉ) erklärte nach der EBU-Generalversammlung am 4. Dezember 2025, dass man sich aufgrund der Teilnahme Israels vom ESC zurückziehen werde. Damit nimmt Irland das erste Mal seit 2002 nicht am Wettbewerb teil und verzichtet zudem auf die Ausstrahlung des Eurovision Song Contest. | 2025 |
| Island | Ríkisútvarpið (RÚV) erklärte am 10. Dezember 2025, dass man sich vom ESC zurückziehen werde, da die Entscheidung für die Teilnahme Israels in der isländischen Gesellschaft starke Kritik hervorgerufen habe. Island verzichtet somit das erste Mal überhaupt freiwillig auf eine Teilnahme. Man wolle den ESC aber regulär übertragen. | 2025 |
| Niederlande | AVROTROS erklärte nach der EBU-Generalversammlung am 4. Dezember 2025, dass man sich aufgrund der Teilnahme Israels vom ESC zurückziehen werde. Damit nehmen die Niederlande das erste Mal seit 2002 nicht am Wettbewerb teil. Der Wettbewerb werde aber von der NOS und NTR ausgestrahlt. | 2025 |
| Slowenien | Radiotelevizija Slovenija (RTVSLO) erklärte nach der EBU-Generalversammlung am 4. Dezember 2025, dass man sich aufgrund der Teilnahme Israels vom ESC zurückziehen werde. Damit nimmt Slowenien das erste Mal seit 2000 nicht am Wettbewerb teil. Zudem sei eine Ausstrahlung des Wettbewerbes nicht im Programmplan vorgesehen. | 2025 |
| Spanien | RTVE erklärte nach der EBU-Generalversammlung am 4. Dezember 2025, dass man sich aufgrund der Teilnahme Israels vom ESC zurückziehen werde. Spanien nimmt somit das erste Mal überhaupt nach der ersten Teilnahme 1961 nicht am Wettbewerb teil und verzichtet zudem auf die Ausstrahlung des Eurovision Song Contest. | 2025 |
| Nicht-Teilnahme aus anderen Gründen | ||
| Andorra | Ràdio i Televisió d’Andorra (RTVA) erklärte am 25. Mai 2025, dass man 2026 nicht zum ESC zurückkehren werde. In der Vergangenheit hatte der Sender angegeben, dass eine Teilnahme nicht in seine redaktionelle Linie passe. | 2009 |
| Bosnien und Herzegowina | Bosanskohercegovačka radiotelevizija (BHRT) steht seit 2016 aufgrund ausstehender Zahlungen unter Sanktionen der EBU und ist deshalb von deren Programmen, darunter auch dem ESC, ausgeschlossen. Der Grund dieser Zahlungsunfähigkeit liegt darin, dass RTRS seit 2017 seiner gesetzlichen Pflicht nicht nachkommt, 50 % des Rundfunkbeitrags in der Republika Srpska an BHRT zu überweisen. Am 9. Juli 2025 gab BHRT bekannt, dass man 2026 nicht zum ESC zurückkehren werde. | 2016 |
| Marokko | Der marokkanische Sender Société nationale de radiodiffusion et de télévision (SNRT) äußerte sich nicht zu einer Teilnahme und erschien schlussendlich nicht auf der Teilnehmerliste. | 1980 |
| Monaco | Der monegassische Sender TVMonaco äußerte sich nicht zu einer Teilnahme und erschien schlussendlich nicht auf der Teilnehmerliste. | 2006 |
| Nordmazedonien | Makedonska Radio Televizija (MRT) gab im September 2025 im Rahmen der Veröffentlichung seines Jahresplans für 2026 bekannt, dass man noch keine endgültige Entscheidung über eine Teilnahme am ESC 2026 getroffen habe. Der Programmrat des Senders sprach sich gegen eine Teilnahme 2026 aus. Stattdessen solle man 2027 wieder teilnehmen, unter Ausarbeitung einer geeigneten Strategie. | 2022 |
| Slowakei | Slovenská televízia a rozhlas (STVR) erklärte Ende Mai 2025 auf Anfrage, dass seine neue Geschäftsführung die Teilnahme an internationalen Projekten überdenken wolle und dass eine Teilnahme am ESC in der Zukunft nicht ausgeschlossen sei. Am 23. Juli 2025 gab der Sender jedoch an, dass eine Teilnahme bereits 2026 aufgrund der finanziellen Rahmenbedingungen nicht möglich sei. | 2012 |
| Türkei | Die Türkei befand sich nicht auf der offiziellen Teilnehmerliste. TRT begründet seine Abwesenheit nach 2012 mit Unzufriedenheit über die Big-5-Regel und die Wiedereinführung der Jurys. | 2012 |
| Ungarn | Ungarn befand sich nicht auf der offiziellen Teilnehmerliste. Die Duna gab keine Gründe für die Absage nach 2019 an. Regierungskritische Medien und Politiker warfen dem Sender vor, sich aufgrund von Homophobie vom ESC zurückgezogen zu haben, was dieser zurückwies. | 2019 |
Weitere EBU-Mitglieder
In folgenden Ländern gibt es aktive EBU-Vollmitglieder, die jedoch noch nie am ESC teilgenommen haben:
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EBU-Mitglied suspendiert
| Land | Grund und Bemerkungen | letzte Teilnahme |
|---|---|---|
| Belarus | Am 28. Mai 2021 suspendierte die EBU die Mitgliedschaft des belarussischen Staatsfernsehens BTRC aufgrund der politischen Situation im Land und der Instrumentalisierung des Senders durch die Regierung. Dadurch ist eine Teilnahme am ESC nicht möglich. | 2019 a |
| Russland | Am 26. Mai 2022 wurden die russischen Staatssender Perwy kanal und WGTRK als Reaktion auf den Überfall auf die Ukraine von der EBU suspendiert. Eine Teilnahme am ESC ist somit ausgeschlossen. | 2021 |
Assoziierte EBU-Mitglieder
Assoziierte Mitglieder der EBU sind Sender aus nicht-europäischen Ländern. Sie können auf Einladung an EBU-Veranstaltungen teilnehmen. Beim ESC gilt dies seit 2015 für SBS aus Australien.
| Land | Grund und Bemerkungen |
|---|---|
| Kanada | Die kanadische Regierung kündigte in ihrem am 4. November 2025 veröffentlichten Haushaltsentwurf für 2025 an, dass sie gemeinsam mit CBC/Radio-Canada eine Teilnahme am ESC prüfen wolle. Der kanadische Finanzminister François-Philippe Champagne gab am selben Tag in einem Interview an, dass die Initiative dazu von der EBU ausgegangen sei. ESC-Direktor Martin Green bestätigte, dass man sich mit Kanada in Gesprächen befinde. In der Vergangenheit nahm Kanada 1987 und 1989 am Eurovision Young Dancers teil. |
| Kasachstan | Kemelbek Oischybajew, der Generaldirektor des kasachischen Senders Khabar, erklärte am 8. Juli 2025, dass er am Rande der EBU-Generalversammlung deren Generaldirektor Noel Curran den Wunsch nach einer kasachischen ESC-Teilnahme mitgeteilt habe. Kasachstan nahm von 2018 bis 2022 am Junior Eurovision Song Contest teil und äußerte in der Vergangenheit wiederholt Interesse an einer ESC-Teilnahme. |
Halbfinale
Auslosung
Die Aufteilung der 30 an diesen teilnehmenden Länder auf die beiden Halbfinale wurde am 12. Januar 2026 in einer öffentlichen Zeremonie im Wiener Rathaus von den Moderatoren Alexandra Wachter und Cesár Sampson unter Aufsicht der zuständigen EBU-Funktionäre ausgelost.
Die Auslosung der Länder erfolgte aus fünf Lostöpfen, die nach dem Abstimmungsmuster der letzten 20 Jahre eingeteilt worden waren, um sogenanntes „Nachbarschaftsvoting“ zu vermeiden:
| Topf 1 | Topf 2 | Topf 3 | Topf 4 | Topf 5 |
|---|---|---|---|---|
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Zusätzlich wurde ausgelost, in welcher Hälfte der Startreihenfolge die Teilnehmer in ihrem jeweiligen Halbfinale auftreten werden und in welchem der beiden Halbfinale die für das Finale vorqualifizierten Länder Deutschland, Frankreich, Italien und das Vereinigte Königreich sowie Gastgeber Österreich auftreten und stimmberechtigt sein werden.
Erstes Halbfinale
Das erste Halbfinale soll am 12. Mai 2026 um 21:00 Uhr (MESZ) stattfinden. Deutschland und Italien werden in diesem Halbfinale abstimmungsberechtigt sein.
| Land | Sender | Interpret | Lied Musik (M) und Text (T) | Sprache | Übersetzung (inoffiziell) | Nationaler Vorentscheid |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Erste Hälfte | ||||||
| Finnland | YLE | TBD 28. Februar 2026 | Uuden Musiikin Kilpailu 2026 | |||
| Georgien | GPB | Bzikebi | interne Auswahl | |||
| Griechenland | ERT | TBD 15. Februar 2026 | Sing for Greece – Ethnikos Telikos 2026 | |||
| Kroatien | HRT | TBD 15. Februar 2026 | Dora 2026 | |||
| Moldau | TRM | Satoshi | Viva, Moldova! M/T: Vlad Sabajuc | Rumänisch b | – | Selecția Națională Eurovision 2026 |
| Portugal | RTP | TBD 7. März 2026 | Festival da Canção 2026 | |||
| Schweden | SVT | TBD 7. März 2026 | Melodifestivalen 2026 | |||
| Zweite Hälfte | ||||||
| Belgien | RTBF | interne Auswahl | ||||
| Estland | ERR | TBD 14. Februar 2026 | Eesti Laul 2026 | |||
| Israel | Kan | Noam Bettan | HaKokhav HaBa (Interpret) | |||
| Litauen | LRT | TBD 27. Februar 2026 | Eurovizija.LT 2026 | |||
| Montenegro | RTCG | Tamara Živković | Nova zora M/T: Boris Subotić | Montenegrinisch c | Neuer Morgen | Montesong 2025 |
| Polen | TVP | TBD 14. Februar 2026 | Wielki Finał Polskich Kwalifikacji | |||
| San Marino | SMRTV | TBD 6. März 2026 | San Marino Song Contest 2026 | |||
| Serbien | RTS | Pesma za Evroviziju 2026 | ||||
Zweites Halbfinale
Das zweite Halbfinale soll am 14. Mai 2026 um 21:00 Uhr (MESZ) stattfinden. Frankreich, Österreich und das Vereinigte Königreich werden in diesem Halbfinale abstimmungsberechtigt sein.
| Land | Sender | Interpret | Lied Musik (M) und Text (T) | Sprache | Übersetzung (inoffiziell) | Nationaler Vorentscheid |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Erste Hälfte | ||||||
| Armenien | ARMTV | |||||
| Aserbaidschan | İTV | interne Auswahl | ||||
| Bulgarien | BNT | TBD 28. Februar 2026 | Nationale Vorentscheidung | |||
| Luxemburg | RTL | TBD 24. Januar 2026 | Luxembourg Song Contest 2026 | |||
| Rumänien | TVR | TBD 4. März 2026 | Selecția Națională 2026 | |||
| Schweiz | SRG SSR | Veronica Fusaro | interne Auswahl | |||
| Tschechien | ČT | interne Auswahl | ||||
| Zweite Hälfte | ||||||
| Albanien | RTSH | Alis | Nân M: Alis Kallaçi; T: Desara Gjini | Albanisch | Mutter | Festivali i Këngës 2025 |
| Australien | SBS | |||||
| Dänemark | DR | TBD 14. Februar 2026 | Dansk Melodi Grand Prix 2026 | |||
| Lettland | LSM | TBD 14. Februar 2026 | Supernova 2026 | |||
| Malta | PBS | AIDAN | Bella M: Aidan Cassar, Joep van den Boom, Sarah Bonnici; T: Aidan Cassar | Englisch, Maltesisch d | Hübsch | Malta Eurovision Song Contest 2026 |
| Norwegen | NRK | TBD 28. Februar 2026 | Melodi Grand Prix 2026 | |||
| Ukraine | UA:PBC | TBD 7. Februar 2026 | Widbir 2026 | |||
| Zypern | CyBC | Antigoni | interne Auswahl | |||
Finale
Die sogenannten Big Four, das heißt die vier größten Teilnehmerländer des ESC, sowie das Gastgeberland Österreich sind automatisch für das Finale vorqualifiziert.
| Land | Sender | Interpret | Lied | Nationaler Vorentscheid |
|---|---|---|---|---|
| Deutschland | SWR | TBD 28. Februar 2026 | Das Deutsche Finale 2026 | |
| Frankreich | France TV | |||
| Italien | Rai | TBD 28. Februar 2026 | Sanremo-Festival 2026 | |
| Österreich | ORF | TBD 20. Februar 2026 | Vienna Calling – Wer singt für Österreich? | |
| Vereinigtes Königreich | BBC | |||
Nationale Vorentscheidungen
Deutschsprachige Länder
Belgien
Für die belgische Teilnahme zeichnet 2026 turnusgemäß der öffentlich-rechtliche Rundfunk der Französischen Gemeinschaft RTBF verantwortlich. Dieser wählt seinen Beitrag wie in jedem Jahr seit 2013 intern aus.
Deutschland
Für die deutsche Teilnahme am ESC ist 2026 erstmals seit 1995 nicht der Norddeutsche Rundfunk (NDR) zuständig, sondern der Südwestrundfunk (SWR). Der SWR übernimmt diese Rolle zum ersten Mal, in den Jahren 1962 und 1978 war allerdings mit dem Südwestfunk ein Vorgänger des SWR für den deutschen Beitrag beim Eurovision Song Contest verantwortlich.
Der deutsche Beitrag soll am 28. Februar 2026 im Rahmen der nationalen Vorentscheidung Eurovision Song Contest – Das Deutsche Finale 2026 ausgewählt werden.
Luxemburg
RTL Télé Lëtzebuerg wählt seinen Beitrag wie in den beiden Vorjahren im Rahmen der nationalen Vorentscheidungsshow Luxembourg Song Contest, die am 24. Januar 2026 in der Rockhal in Esch an der Alzette stattfinden soll.
Österreich
Der ORF wählt seinen Beitrag erstmals seit 2016 wieder im Rahmen einer nationalen Vorentscheidung. Diese soll am 20. Februar 2026 unter dem Titel Vienna Calling – Wer singt für Österreich? stattfinden.
Schweiz
Die SRG SSR unter Federführung des SRF wählt ihren Beitrag in einem mehrstufigen internen Auswahlverfahren mit mehreren Publikums- und Fachjurys, das bereits seit 2019 zum Einsatz kommt. Der Zeitraum zur Einreichung von Bewerbungen lief vom 4. bis zum 21. August 2025.
Rezeption
Debatte um die Teilnahme Israels
Bereits vor dem Eurovision Song Contest 2025 gab es viele Diskussionen um die Teilnahme Israels angesichts des Kriegs in Israel und Gaza seit 2023. Auch für den kommenden Wettbewerb ist bereits wieder eine Debatte um die Teilnahme des Landes entfacht.
Kan, die israelische Rundfunkanstalt, bestätigte am 29. Juni 2025, dass Israel erneut beabsichtige, am Wettbewerb teilzunehmen. Daraufhin wurden die Stimmen lauter, dass die Europäische Rundfunkunion (EBU) Israel vom Wettbewerb ausschließen sollte. Mehrere Rundfunkanstalten anderer Länder haben bereits bestätigt, dass sie bei einer Teilnahme Israels dem Wettbewerb fernblieben. Andere Rundfunkanstalten haben angekündigt, dass sie abwägen würden, ob sie weiterhin teilnehmen werden.
Am 26. September 2025 berichteten Medien, dass Anfang November im Rahmen einer gesonderten Generalversammlung aller EBU-Mitglieder eine Abstimmung über Israels Teilnahme stattfinden soll. Am 13. Oktober 2025 wurde dann bekannt gegeben, dass die Abstimmung Anfang November 2025 von der EBU abgesagt wurde. Dies geschah in Folge des vereinbarten Waffenstillstands zwischen Israel und der Hamas. Die Reference Group des Wettbewerbs verlängerte darauf die Anmeldefrist bis Mitte Dezember um den Teilnehmerländern genug Raum zu geben, Gespräche über die Teilnahme Israels zu führen. Am 4. Dezember wurde dann die Teilnahme Israels am Wettbewerb bekanntgegeben, worauf die Rundfunkanstalten von Irland, den Niederlanden, Slowenien sowie Spanien umgehend mit dem Rückzug vom Wettbewerb reagierten.
Israel hat bereits angekündigt, dass der Sieger der Sendung „HaKokhav HaBa“ Israel 2026 beim ESC repräsentieren soll. Wäre Israel vom Wettbewerb ausgeschlossen worden, hätte der Sieger einen anderen Preis erhalten.
Im Dezember 2025 kündigten Nemo und Charlie McGettigan an, aus Protest gegen die Entscheidung der EBU für eine weitere Teilnahme Israels die Siegertrophäen des ESC 2024 bzw. des ESC 1994 zurückzugeben.
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